What do you think?


Popóm
Seine Endzwanziger hat sich Hendrik Popom anders vorgestellt. Nichts will ihm so richtig gelingen. In seinem Agenturjob sitzt er seine Zeit ab, mit seiner Freundin lief es schon einmal besser. Dann ist da plötzlich dieser Mann – Popóm. Er ist fast doppelt so alt und dennoch weiß Dieser Mann bin ich. Zögerlich nähern sich die beiden einander an. Ihre Beziehung ist voller Rätsel, Zuneigung und Widerstände. Mehr und mehr vernachlässigt Hendrik sein eigenes Leben und klammert sich, in der Hoffnung auf Halt und Sicherheit, an Popóm. Doch der weicht zurück.
224 pages, Hardcover
First published July 14, 2026
About the author
Johanna Sebauer
4 books10 followersJohanna Sebauer (born 1988) is an Austrian writer.
Ratings & Reviews
Friends & Following
Create a free account to discover what your friends think of this book!
Community Reviews
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
August 10, 2026
Ich hatte mich so auf das neue Buch von Johanna Sebauer gefreut, weil ich Nincshof so toll fand. Die Story von "Popóm" hat mich leider nicht gepackt (ich hab sie glaube ich auch nicht ganz verstanden). Sprachlich war es aber schön. Ich hoffe, ihr nächstes Buch ist wieder mehr was für mich :)
June 30, 2026
Mein erstes Buch von Johanna Sebauer und ich kann jetzt sagen, dass sie wirklich gut schreiben kann. Aber die Story als Solches hat mich leider nicht überzeugt. Hendrik Popom begegnet eines Tages die ältere Version seines Selbsts. Er entwickelt fast schon eine Obsession für diesen anderen Popom, der sich im Übrigen Popóm nennt. Hendrik wird zu Anfang des Buches von seiner langjährigen Freundin verlassen und hat bis auf seine Arbeitskollegen und seine Tante Karin eigentlich keine soziale Kontakte, ist dafür aber auch nicht offen. Der älter Popóm bildet für einige Monate sein gesamter Lebensinhalt, auch wenn der nahezu nichts von sich preisgibt, und dies Hendrik immer mehr frustriert. Hendriks neue Arbeitskollegin ermutigt ihn, den Kontakt zu Popóm abzubrechen und wieder in sein eigenes Leben zurückzufinden. Zum Schluss entdeckt Hendrik, wovor Popóm ihn die ganze Zeit über hat beschützen wollen.
Irgendwie hätte mehr aus der Doppelgängergeschichte rausgeholt werden können - oder ich hab's einfach nicht verstanden :)
Irgendwie hätte mehr aus der Doppelgängergeschichte rausgeholt werden können - oder ich hab's einfach nicht verstanden :)
August 7, 2026
Jedes Mal,wenn sie Englisch einbaut, "cringe" ich mich weg
July 15, 2026
Hendrik Popom läuft zum Späti. Seine Angebetete hat noch Gelüste. Eine Fassbrause und diese Schokolade, deren einzelne Riegel in rosa Papier eingewickelt sind. Es ist früher Abend, die Schiebetüren öffnen sich und der Beat bumst in sein Ohr. Noch ist nicht viel los, die Mitarbeiter wappnen sich für den Ansturm und räumen Kühlschränke ein. Schon bald werden etliche Jugendliche in Feierlaune heranströmen. Hendrik schlurft durch die Gänge, findet begehrten Süßkram, nimmt noch ein Tütchen geröstete Pistazien für sich und macht sich auf den Weg zu den Limos. Etwas zwingt seinen Blick geradeaus. Da steht er, ein großer Mann in saharagelbem Mantel und grauem Hut. Er steht mit dem Rücken zu ihm, in der einen Hand eine Dose sonnengereifter Pfirsiche. Etwas an seiner Aura kommt Hendrik bekannt vor. Nein anders, dieser fremde Mann, der mindestens doppelt so alt ist wie er, ist Hendrik selbst. Hendrik weiß das mit einer gruseligen Sicherheit. Es ist wie ein Dejavu. Man betritt einen Raum, in dem eine bestimmte Atmosphäre herrscht, die sich als Gewissheit auf einen legt, gleich wird mich die Person dort hinten ansprechen, als habe man es genau so schon einmal erlebt. Wer kennt es nicht?
Der Mann geht zur Kasse, Hendrik folgt ihm und bleibt direkt hinter ihm stehen. Der Laden hat sich gefüllt, die Schlange ist lang. Kühltüren werden aufgerissen, zugeschlagen, Flaschen klirren auf Metall, lachen. Der Mann ist an der Reihe, er zahlt bar, lupft den Hut, verabschiedet sich. Hendrik sieht ihm hinterher, die Gewissheit, dass er ihm folgen muss, ihn ansprechen, sitzt ihm im Genick. Der Kassierer fragt: „Wat is´n jetza?“ Hendrik guckt ihn an, schaut sich um, spürt die Unruhe hinter sich. Er räuspert sich, legt die Sachen auf die Theke, entschuldigt sich, läuft auf die Straße, sieht den, der sich mit großen Schritten entfernt. Er geht hinterher, so schnell seine Adiletten, die ihm an die Fersen klatschen, das eben zulassen. Leute weichen aus, drehen sich nach ihm um, lachen.
Fazit: Die mehrfach ausgezeichnete Autorin (Nincshof und Das Gurkerl) hat für diese Geschichte einen Endzwanziger Protagonisten erschaffen, der seinem älteren Selbst begegnet. Hendrik Popom arbeitet in der Werbebranche, seine jahrelange Lebensgefährtin trennt sich von ihm, als er Hendrik Popóm zum ersten Mal begegnet ist. Zwischen den beiden Männern entspinnt sich eine Vater-Sohn-Beziehung. Der junge Mann ist mit den Veränderungen des Lebens überfordert und gibt am liebsten die Verantwortung ab. Er fühlt sich nirgendwo dazugehörig, geradezu fremd in der Welt. Mir schien während des Lesens dieser absurden Geschichte, dass er bisher keine der größeren Hürden des Lebens nehmen durfte, so verzagt, verzweifelt und verloren wirkt er. Diese Mischung aus Überforderung, Selbstbezogenheit und Abhängigkeit hat mich abgestoßen und angestrengt. Ich habe auch leider Johanna Sebauers Humor nicht verstanden, denn der Text wird als humoristisch, gar satirisch angepriesen. Das war nicht meins.
Der Mann geht zur Kasse, Hendrik folgt ihm und bleibt direkt hinter ihm stehen. Der Laden hat sich gefüllt, die Schlange ist lang. Kühltüren werden aufgerissen, zugeschlagen, Flaschen klirren auf Metall, lachen. Der Mann ist an der Reihe, er zahlt bar, lupft den Hut, verabschiedet sich. Hendrik sieht ihm hinterher, die Gewissheit, dass er ihm folgen muss, ihn ansprechen, sitzt ihm im Genick. Der Kassierer fragt: „Wat is´n jetza?“ Hendrik guckt ihn an, schaut sich um, spürt die Unruhe hinter sich. Er räuspert sich, legt die Sachen auf die Theke, entschuldigt sich, läuft auf die Straße, sieht den, der sich mit großen Schritten entfernt. Er geht hinterher, so schnell seine Adiletten, die ihm an die Fersen klatschen, das eben zulassen. Leute weichen aus, drehen sich nach ihm um, lachen.
Fazit: Die mehrfach ausgezeichnete Autorin (Nincshof und Das Gurkerl) hat für diese Geschichte einen Endzwanziger Protagonisten erschaffen, der seinem älteren Selbst begegnet. Hendrik Popom arbeitet in der Werbebranche, seine jahrelange Lebensgefährtin trennt sich von ihm, als er Hendrik Popóm zum ersten Mal begegnet ist. Zwischen den beiden Männern entspinnt sich eine Vater-Sohn-Beziehung. Der junge Mann ist mit den Veränderungen des Lebens überfordert und gibt am liebsten die Verantwortung ab. Er fühlt sich nirgendwo dazugehörig, geradezu fremd in der Welt. Mir schien während des Lesens dieser absurden Geschichte, dass er bisher keine der größeren Hürden des Lebens nehmen durfte, so verzagt, verzweifelt und verloren wirkt er. Diese Mischung aus Überforderung, Selbstbezogenheit und Abhängigkeit hat mich abgestoßen und angestrengt. Ich habe auch leider Johanna Sebauers Humor nicht verstanden, denn der Text wird als humoristisch, gar satirisch angepriesen. Das war nicht meins.
August 25, 2026
Ich weiß immer noch nicht so recht. Den schreibstil fand ich toll, die Geschichte eher nicht. Ich Checks nicht so ganz. Also klar, buchstäblich was da steht schon - aber der tiefere Sinn? Für eine „normale“ Geschichte war mir zu wenig Spannung, eher ein Treiben, das vor allem durch gute Sprache getragen wurde. Für eine „Lehre“ war es mir nicht deutlich genug. Schade. Aber vielleicht gebe ich Nincshof oder einem künftigen Buch nochmal eine Chance - der schreibstil 10/10
July 29, 2026
Hendrik Popom trifft seinen Doppelgänger: Älter, cooler, entspannter als er. Als ihn seine Langzeitfreundin verlässt, wird Popóm - wie der Ältere sich nennt - zum neuen Lebensmittelpunkt des Jüngeren. Schräg, liebenswert und vergnüglich.
Review of advance copy received from Publisher
für eine Doppelgängergeschichte eher unspektakulär.
Displaying 1 - 7 of 7 reviews








