Paul Rudolf Kauka war ein deutscher Comicproduzent und -verleger. Er schuf die Figuren Fix und Foxi. Aufgrund seines Erfolges wurde er auch als deutscher Walt Disney bezeichnet. Kauka wurde als Sohn eines Schmieds finnischer Abstammung geboren. Er wuchs in Sachsen auf und zeichnete bereits als Gymnasiast Cartoons für die Leipziger Neuesten Nachrichten und das Weißenfelser Tageblatt. Nach dem Abitur begann er ein Studium der Betriebswirtschaft, wurde aber schon bald zur Wehrmacht eingezogen und nahm als Berufsoffizier am Zweiten Weltkrieg teil. Als Anfang der 1950er Jahre die ersten US-amerikanischen Comics den westdeutschen Markt eroberten, erkannte Rolf Kauka die Chancen, die dieses für Deutschland neue Massenmedium bot. Jedoch fehlte es in der jungen Bundesrepublik an geeigneten Comic-Zeichnern. So begann Kauka, seine eigenen Comicfiguren zu entwickeln, gründete 1951 den Kauka Verlag in München und engagierte erfahrene Illustratoren aus Jugoslawien, Italien und Spanien.[2] Der Illustrator Walter Neugebauer, später auch Zeichner des Haribo-Goldbären, verlieh Kaukas zuvor realistischen Fuchs-Figuren anthropomorphe Züge und wurde Art Director des Verlages. Über die Comics hinaus verlegte der Kauka-Verlag ab Januar 1951 das Magazin ER - die Zeitschrift für den Herrn. Im Mai 1953 erschien Kaukas erstes Comic-Heft Till Eulenspiegel, dessen Charaktere an Figuren der deutschen Märchen-, Fabel- und Volkserzählungen angelehnt waren.[2] In Heft 6 erschienen zum ersten Mal in einer Kurzgeschichte die Füchse Fix und Foxi, die bald zu Publikumslieblingen avancierten. Nachdem ab Heft 10 mehrere Ausgaben auf der Titelseite groß auf Fix und Foxi hinwiesen, wurde die Reihe ab Nr. 29 in Fix und Foxi umbenannt. Die Serie, die über 750 Millionen Hefte verkaufte und zeitweise eine wöchentliche Auflage von über 400.000 Exemplaren erreichte,[3] entwickelte sich zum größten Comic-Erfolg Deutschlands. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rolf_...][
Kaukas germanischer Asterix passt natürlich nicht besonders gut zu Uderzos Zeichnungen, die ja vom Original "La Serpe d'or" stammen. Die 1965 im Lupo-Heft (bzw. Lupo-modern) erschienene Geschichte spiegelt die Situation und Empfindungen im geteilten Nachkriegsdeutschland wider. Die Römer sind hier die amerikanischen Besatzer. Stammeshexenmeister Konradin (Konrad Adenauer alias Miraculix) braucht eine neue Goldsichel, denn die alte ist kaputt. Richtig gute Sicheln schmiedet nur der Vetter von Babarras, Wernher von Braun(-fels), der aber von den Besatzern nach NATOlien (USA) entführt wurde (vgl. Operation Paperclip), weil seine Sicheln (Raketen) in den Händen der Germanen zu gefährlich seien. Siggi (Asterix) und Babarras (Obelix) erklären sich bereit, Wernher zu suchen und von ihm eine neue Sichel zu kaufen. Der wurde aber gekidnappt und muss in einem Keller versteckt für einen korrupten natolischen Gouverneur und seine Gaunerbande Sicheln am laufenden Band schmieden. Die Diskrepanz zwischen den Zeichnungen und dem Wortlaut wird besonders deutlich, wenn es um Personen und Orte geht, deren Aussehen gar nicht zum Text passt. Römische Legionäre, die Denglisch sprechen, der neue, im Original braungebrannte Wirt aus Marseille wird blass gemalt und bekommt einen ostdeutschen Akzent, obwohl er jetzt wie ein Chinese aussieht, und so weiter. Die Qualität des Originals darf man also nicht erwarten, aber als Parodie ist es lustig zu lesen.