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Selbststeuerung: Die Wiederentdeckung des freien Willens

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Das große Sachbuch dieses Frühjahrs: Wie wir die Macht über unser Leben zurückgewinnen.


Höre auf deinen Bauch, folge deinen Gefühlen, vertraue auf deine Impulse. So der Tenor, in dem uns wissenschaftliche Bücher in den letzten Jahren darauf eingeschworen haben, unserem rationalen, abwägenden Denken nicht mehr die Bedeutung beizumessen, die ihm gebührt.


Joachim Bauers Selbststeuerung ist der lange überfällige Aufruf dazu, unsere auf Autopilot fahrenden Verhaltensweisen als das zu sehen, was sie sind: kurzsichtig und fehleranfällig. Studien zeigen: Seine Impulse kontrollieren und vorübergehende Anstrengungen auf sich nehmen zu können ist nicht nur die unabdingbare Voraussetzung für langfristige persönliche Erfolge und gute soziale Beziehungen. Die Fähigkeit zur Selbststeuerung schützt vor allem auch die Gesundheit, und erkrankten Menschen kann sie ein Heilmittel sein. Anstatt ständig den Reizen der Außenwelt zu folgen, sollten wir selbst entscheiden. Der freie Wille ist zurück, und das ist gut so.


Wissenschafts-Bestsellerautor Joachim Bauer erläutert in seinem neuesten Buch die aktuellen Forschungsergebnisse aus den unterschiedlichsten Disziplinen zu diesem Thema. Er zeigt, was diese unmittelbar für jeden Einzelnen bedeuten und welche Konsequenzen für die Psychologie, die Bildungs- oder die Gesundheitspolitik daraus zu ziehen sind.


240 pages, Hardcover

First published January 1, 2015

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About the author

Joachim Bauer

76 books12 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Ben.
43 reviews1 follower
June 26, 2022
Die Argumentation hat große Lücken und versucht, einen freien Willen herbeizudiskutieren. Die dabei verwendeten Argumente beweisen jedoch genau das Gegenteil. Teilweise wurden die zitierten Studien schon in anderen Werken als Beweis dafür aufgeführt, dass es keinen freien Willen gibt. Der Autor behandelt das Thema sehr oberflächlich und führt Argumente an, die schon deutlich schlüssiger von anderen Autoren diskutiert worden sind.

Seine Definition des freien Willens bleibt auch sehr vage. Einerseits möchte er für seinen postulierten freien Willen in Anspruch nehmen, dass dieser einer naturwissenschaftlichen Untersuchung mit heutigen Mitteln nicht zugänglich ist, andererseits nimmt er genau diese auf naturwissenschaftlichen Prinzipien durchgeführten Studien zur Beweisführung, nur dass diese ja gerade zeigen, dass die Entscheidung eines Menschen durch sehr viele Einflüsse und Aspekte im Außen wie im Innen beeinflusst werden (z. B. durch Priming-Effekte, fehlende Informationen). Er nennt dann eine Vielzahl von Vorbedingungen, die gegeben sein müssten, damit ein freier Wille ausgeübt werden kann, wie z. B. eine entsprechende Betreuung des Babys bis hin zu unterschiedlichen Anforderungen in der Erziehung, um die Selbstkontrollfunktion des frontalen Cortex auszubilden und ausreichender Information und Bewusstmachung von Effekten, die den freien Willen beeinflussen. Er selbst schreibt, dass in vielen Bereichen Defizite vorliegen, so dass diese zahlreichen Vorbedingungen in der Realität niemals gegeben sind.

Ausführlich geht er auch auf das Arzt-Patienten-Verhältnis ein und wie verschiedene Faktoren den Krankheitsverlauf beeinflussen können. Der Autor möchte einen freien Willen, da dies für ihn eine absolute Bedingung dafür ist, Menschen für ihr Verhalten zur Verantwortung zu ziehen - nicht jedoch, wenn es um die "Schuld" an einer Krankheit geht. Da behauptet er, dass ein Mensch keine Schuld hat für eine Krankheit habe, zählt jedoch viele (ungesunde) Verhaltensweisen auf, die große Risikofaktoren für die Entstehung der Krankheit sind.

Inflationär werden 'müsste'- und 'sollte'-Aufträge an alle Beteiligten (Eltern, Kinder, Lehrer, Patienten, Ärzte,...) verteilt, wie sie sich anders verhalten müssten und sollten, damit sich ein freier Wille ausüben ließe, dass es sich wie die Erzählung einer großartigen Utopie anfühlt, die herzlich wenig zur Diskussion beiträgt, ob man hier und jetzt, in der Welt, so wie sie ist, einen freien Willen ausüben kann, ohne dass sich die Welt dafür auf den Kopf stellen müsste - denn das sollte sie, sonst ist das ja nicht möglich.

Ich hatte mir wirklich eine belastbare Argumentation für den freien Willen erhofft, aber genau das Gegenteil ist eingetreten. Ich bin nun noch überzeugter, dass unser Wille abhängig ist von so vielen Faktoren, auf die ich selbst keinen Einfluss habe und die im Unterbewussten liegen, dass von einem freien Willen keine Rede sein kann. Warum hängen die Menschen so an "ihrem freien Willen"?

"Schopenhauers Antwort: Weil die Menschen aus dem Erleben von Handlungsfreiheit, nämlich der Freiheit, tun zu können, was man will, auf die Existenz von Willensfreiheit schließen, also der Freiheit, auch beliebig wollen zu können, was man will." aus: Schmidt-Salomon, Michael. Jenseits von Gut und Böse: Warum wir ohne Moral die besseren Menschen sind (German Edition) (S.117). Piper ebooks. Kindle-Version.
Profile Image for Csilla Szemethy.
50 reviews1 follower
December 28, 2022
Sehr gut wobei ich die Marshmallow-Studie nicht mehr sehen kann. Aber anscheinend gibt es nichts neueres…
85 reviews27 followers
February 16, 2024
Nicht so Beindruckend, Ich habe mehr von diesem Buch erwartet. Themen wie die Marshmallow-Studie sind bereits langweilig. Joachim Bauer bringt wenig neue Ideen in die Diskussion ein.
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