Die E-Book Ausgabe ist - noch - einsprachig deutsch. Die gedruckte Ausgabe ist zweisprachig.
Eine Frau sitzt vor dem Spiegel und vergleicht ihr Bild mit einem Porträtfoto, Differenzen werden durch Schminke korrigiert. Sie entdeckt Schuppen auf ihrer Haut, steigt ins Bad. Als Schuppenfrau reist sie durch traumartige und alltägliche Sequenzen - sie trifft Xander, er will sie fotografieren, ein Foto für eine Werbung, doch sie erscheint auf dem Foto nicht. „Du hast nicht japanisch genug geschaut", meint er, und schminkt sie auf Japanisch. Dann ist sie drauf auf dem Foto. Als Dolmetscherin übersetzt sie bei einem Geschäftsessen, auf dem Seezunge gegessen wird, bis es ihr nicht mehr möglich ist zu sprechen - sie verschwindet, begegnet einer unheimlichen faszinierenden Frau ...
Die Geschichte dieses Buchs, die mit Seitenarmen auch Stiche in deutsche Arbeitswelten verteilt, ist vielseitig lesbar: als halluzinogener Thriller, als psychologische Selbstdurchdringung einer Frau oder als Patchwork über eine tote Mutter im lebendigen Körper der Tochter ... Yoko Tawada hat diese Prosa aus faszinierenden Metaphern und der Grammatik des Unbewussten zusammengesetzt. Jeder Textpartikel durchdringt und bedingt den anderen ganz. Trotzdem ist „Das Bad" keine stilistische Übung geworden, sondern eine ausgereifte spannende Erzählung, die auch den psychischen Schlauch des Lesers entmantelt. Ein gigantisches kleines Ding" (taz)
„Ein zauberhaftes Metamorphosenwerk zum Thema Weiblichkeit ..." (Stuttgarter Zeitung)
Yōko Tawada (多和田葉子 Tawada Yōko, born March 23, 1960) is a Japanese writer currently living in Berlin, Germany. She writes in both Japanese and German.
Tawada was born in Tokyo, received her undergraduate education at Waseda University in 1982 with a major in Russian literature, then studied at Hamburg University where she received a master's degree in contemporary German literature. She received her doctorate in German literature at the University of Zurich. In 1987 she published Nur da wo du bist da ist nichts—Anata no iru tokoro dake nani mo nai (A Void Only Where You Are), a collection of poems in a German and Japanese bilingual edition.
Tawada's Missing Heels received the Gunzo Prize for New Writers in 1991, and The Bridegroom Was a Dog received the Akutagawa Prize in 1993. In 1999 she became writer-in-residence at the Massachusetts Institute of Technology for four months. Her Suspect on the Night Train won the Tanizaki Prize and Ito Sei Literary Prize in 2003.
Tawada received the Adelbert von Chamisso Prize in 1996, a German award to foreign writers in recognition of their contribution to German culture, and the Goethe Medal in 2005.
Eine Geschichte voller Metaphern und Analogien auf das Leben. Die Bilder sind oft grotesk und schön zugleich, manchmal fast schon unverständlich, so schnell springen sie um in neue Bilder.
Really interesting book. The reader doesn't know what's real and what's fantasy or dreaming. There are some motives which reappear all throughout the story and make up a nice pattern of allucinations or scenes, narrated by this non-speaking, fish-like, self-murdered (apparently by burning) japanese woman. At moments terrorific, at moments surrealist, at moments simply realist, the smooth and easy way of telling of the narrator leads the reader through a story which is made up of different layers of meaning. One should stop and think of the role that Das Bad plays; the meaning of the lack of tongue, the meaning of the unability to say "Ich" ("I"); the meaning of the short tale told at the beginning of the mother in the river, and then the scales of the fish, the colours of the skin, etc. There is also the function of the language, which is actually always another spoken by another, brough forth by another. I really loved the apparently random scenes. It felt really asiatic, really beautiful.
Ein schwaches Buch. Wirre surrealistische Sprünge mit Schuppen, Fischen, Japanern und Deutschen, Toten, Ratten, Verbrennungen, einem Fotografenfreund, usw. Angestrengte Versuche von Sprachmagie, für mich eher Anfängerübungen. Ein bisschen Allgemeinwissen aus dem Lexikon («Der menschliche Körper soll zu 80% aus Wasser bestehen…», «Man sagt, dass ein Mensch stirbt, wenn ein Drittel seiner Haut verbrannt ist»). Man wartet vergeblich auf eine gute Seite… Das Buch ist in der gedruckten Fassung schön gemacht.
Ich weiss nicht so recht, was ich ueber das Buch denken soll. Ich musste unwillkuerlich beim Lesen an Murakamis Surrealismus und an die kafkaeske Welt denken, doch hat mich der Erzaehlstil nicht ganz ueberzeugen koennen - auf mich haben einige Passagen etwas zu 'gewollt' gewirkt. Nichtsdestotrotz beruehrt das Buch einen bei fragwuerdigen Stellen, weshalb es dennoch eine Erfahrung wert ist!