In einer Welt, in der Frühling, Sommer, Herbst und Winter über die Träume mit den Menschen verbunden sind, liegt das Schicksal der vier Jahreszeitenvölker in den Händen der Traumknüpferin Udinaa. Doch als Udinaa – halb Mensch, halb Göttin – erwacht, zerbricht ihr Traum in Abermillionen magische Splitter. Jeder einzelne dieser Splitter verleiht, einmal gefunden, dem Träger die Macht der Götter. Eine Macht, die die Welt der Vier Jahreszeiten für immer zerstören könnte ...
Carolin Wahl wurde 1992 in Stuttgart geboren, fühlt sich aber in anderen Ländern genauso zu Hause wie im Schwabenländle. Reisen und Geschichten erzählen gehören seit der frühsten Kindheit zu ihren großen Leidenschaften. Egal, ob die fremden Welten zwischen zwei Buchdeckeln oder ein paar Flugstunden entfernt liegen. Nach einem Germanistik- und Geschichtsstudium in München und einem längeren Aufenthalt in Edinburgh, erkundete sie mit ihrem Ehemann mehrere Länder und Städte: von der Ost- und Westküste Nordamerikas, über den asiatischen Großstadtjungle, bis hin zu versteckten Wasserfällen auf der Isle of Skye. Für ihre Texte wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Heute lebt die Autorin wieder in ihrer Heimatstadt.
Eine wahnsinnig tolle und umfangreiche Fantasygeschichte, die mich bis auf ein paar Längen, in denen ich mal den roten Faden verloren habe, sehr gut unterhalten hat! 4.5 Sterne dafür.Mehr erfahrt ihr bald in der Videorezension:).
Die Traumknüpfer ist ein High Fantasy Roman, der etwas ganz besonderes ist und sich vom Rest positiv abhebt.
Das Konzept der Welt ist schon etwas ungewöhnliches, ich habe mittlerweile viel mit verschiedenen Elementen erlebt oder auch verschiedene Versionen einer Welt oder eines Ortes. Aber die Welt der Traumknüpfer basiert auf den vier Jahreszeiten. Es gibt vier große Kontinente von denen jedes eine der Jahreszeiten repräsentiert. Gleichzeitig gibt es vier Götter, die Frühling, Sommer, Herbst und Winter verkörpern. Ich fand es toll, wie die Menschen die Götter verehrt haben und an sie glaubten, ohne das es welche gab, die daraus "mehr" machten. Es gehörte einfach zum Alltag - so könnte ich mich auch mit Religion anfreunden. Doch es gibt nicht nur Menschen auf der Erde, sondern auch Nachfahren der Götter, die nach einem großen Verfolgungskrieg als "Das verlorene Volk" bezeichnet werden. Diese haben unterschiedliche magische Fähigkeiten. Das Magiesystem konnte mich vollständig überzeugen. Traumtrinker, Weltenwandler und Seelensänger - jeder hat eine andere Fähigkeit, die im Laufe der Geschichte an Bedeutung gewinnt. Auch wie die Magie eingesetzt und für einige "gewonnen" wird, war interessant, ebenso wie die Auswirkungen, die der Einsatz haben kann. Jeder einzelne Charakter musste lernen mit den Vor- und Nachteilen umzugehen.
Zwei dieser Nachfahren folgen wir in dieser Geschichte. Zu Beginn durch den Traum der Frühlingsgöttin Kev auf eine große Aufgabe, die auf beide wartet hingewiesen folgen wir Kanaael, dem zukünftigen Herrscher der Sommerlande und Naviia, einem scheinbar einfachen Mädchen aus einem Dorf der Winterlande. Die beiden sind durch äußere Umstände gezwungen, ihr behütetes Leben aufzugeben und an ihrer Aufgabe zu wachsen. Geschickt verwirrt die Autorin hierbei den Leser und man fiebert mit den Figuren auf ihrem Weg mit. Lange Zeit weiß man nicht, wohin die Reise führen soll und wie alles zusammenhängt.
Es war auf jeder Seite eine Freude, mit den Charakteren die verschiedenen Länder zu entdecken. Das Prinzip, dass in Frühling- und Herbstlande nur Frauen und in Sommer- und Winterlande nur Männer auf dem Thron sitzen und ihr Land regieren fand ich spannend und dieses Konzept ermöglichte viele starke Frauen. Mangelt es diesen vielen Fantasygeschichten, waren sie hier gleichberechtigt den Männern gegenüber, auch wenn es trotzdem Situationen gab, in denen das eine oder andere Geschlecht entgegen seiner gewohnten Stellung behandelt wurde. Das machte die Welt noch vielschichtiger.
Ich könnte jetzt noch vieles schreiben und auf vieles eingehen, würde das aber nicht ohne Spoiler schaffen. Es war eine grandiose Geschichte, die ich von der ersten bis zur letzten Seite spannend fand und die eine perfekte Balance zwischen Freundschaft, Liebe und Krieg gefunden hat. Vor allem gegen Ende hat man immer mehr erkannt, wie die verschiedenen Elemente zusammenpassen und ich fand es klasse, wie die Autorin die verschiedenen Probleme gelöst hat.
Auf das nächste Buch der Autorin freue ich mich schon sehr!
Ich mag es immer, wenn ein Buch mal nicht dem klassischen Muster der Mainstream Fantasy folgt. Langsam hat man genug von der immer gleichen Story, bei der sich einfach nur Welt und Namen der Figuren ändern. Darauf stößt man bei Traumknüpfer auf jeden Fall nicht.
Das Buch folgt verschiedenen Figuren auf ihrem Weg, der sich immer mal wieder überkreuzt oder wieder voneinander wegführt. Und nach und nach zeigen sich die Verknüpfungen, bis sich alles zu einem perfekten Ganzen zusammensetzt.
Naviia hatte es mir von Anfang an angetan, während ich mit Kanaael erst warm werden musste, war ich sofort mit ihr in den Winterlanden. Überhaupt war es sehr erfrischend, endlich wieder weibliche Figuren zu haben, die sich aus eigenem Antrieb heraus entwickeln konnten, anstatt von äußerlichem Einfluss in eine Richtung gedrängt zu werden.
Das Buch hat mich an einigen Stellen zum Lachen gebracht, ohne dabei an Spannung zu verlieren, es hat mich überrascht und gefesselt. Und es hat mich zum Heulen gebracht, wo ich es nicht erwartet hätte. Zu schade, dass es nicht länger geworden ist, dann hätte es auch meinen Kritikpunkt ausräumen können. Denn während die Figuren und die Handlung völlig überzeugen, hätte ich gerne noch mehr aus den vier Ländern erfahren, mehr Hintergrund zu den Winter- und den Sommerlanden und zu ihrer Geschichte. Aber da ich das als Luxusmeckern bezeichnen kann, bleibe ich bei meinen 4,5-5 Sternen, die das Buch definitiv verdient hat, und runde auf in der Hoffnung auf eine Fortsetzung, die mir mehr über die Welt erzählt!
Den Schauplatz des Buches stellen die vier Jahreszeitenländer dar, in denen Sommer, Herbst, Winter und Frühling herrschen. Jedes der vier Länder hat eine ganz eigene, besondere Kultur. Das Einzige das die Menschen der unterschiedlichen Länder teilen sind ihre Träume, welche von der Traumknüpferin Udinaa, halb Mensch, halb Göttin, gewoben werden. Eigentlich wacht sie über die Träume der Menschen, doch plötzlich erwacht sie und zerbricht die Träume in magische Splitter. Jeder dieser Splitter verleiht ihrem Finder göttliche Macht und leider gelangen diese Splitter in die falschen Hände.
Eine Tatsache die mich bei diesem Buch sehr überrascht hat ist, dass es tatsächlich ein Stand-Alone ist. Sprich, es gibt keine Fortsetzung da die ganze Geschichte sich in diesem Buch abspielt. Das fand ich richtig klasse, da ich wirklich nur eine Handvoll Fantasy-Stand-Alones besitze und diese alle sehr gerne habe. Man kommt einmal in die Geschichte hinein, erlebt Abenteuer und denkt immer mit positiven Gedanken zurück. Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir die Komplexität der Geschichte! Obwohl diese vielleicht den Grundstein für meinen einzigen Mangel an diesem Buch legt: Ich benötigte nämlich knapp zweihundert Seiten bis ich richtig in die Geschichte fand und mit den zahlreichen unterschiedlichen Charakteren zurecht kam. Als ich den Dreh dann raus hatte, gefiel mir die Geschichte dann gleich viel besser und ich konnte das Lesen sehr genießen!
Der Aspekt mit den Träumen hat mir in dem Buch auch sehr gut gefallen. Er wird gut in die Geschichte eingeflochten und obwohl es anfangs alles ein wenig verwirrend scheint, bekommt der Leser während des Lesens immer genügend Antworten um einerseits nicht völlig ratlos dazustehen und andererseits aber noch gespannt weiterzulesen. Das Geschehen verfolgt man aus mehreren verschiedenen Perspektiven der unterschiedlichen Charaktere, weshalb man sich schließlich gut in jeden einfühlen kann.
Die Charaktere mochte ich sehr gerne. Sobald ich einen Draht zu Kanaael und Naviia gefunden hatte, mochte ich die beiden nicht mehr missen und bin ihnen gespannt bei jedem ihrer Abenteuer beigestanden. Das Buch machte es den Leser durch die vielen überraschenden Wendungen, in denen ich manchmal ganz schön bangen musste, nämlich nicht gerade einfach und durch simple Mittel fesselt die Autorin den Leser gekonnt an die Seiten. Gegen Ende hin, legte ich sogar ein paar "Überstunden" ein, damit ich den Roman zu Ende lesen konnte.
~ FAZIT ~ Mit diesem Fantasybuch hat Carolin Wahl bewiesen, dass man keine zahlreichen Bände braucht um eine gute, komplexe Geschichte zu erzählen mit einer außergewöhnlichen Welt an die man gerne zurückdenkt!
Eine wunderschöne, fantastische Geschichte, die ihresgleichen sucht. Mir hat es richtig viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, da es die Menschlichkeit und die menschlichen Beziehungen hervorragend darstellt und dem Leser transportiert. Jeder Charakter, egal auf welcher Seite dieser stand, wurde aus mehreren Perspektiven beschrieben. Der Leser hatte so die Möglichkeit ein allumfassendes Bild von jeder Person zu gewinnen. Dies war eine unglaublich schöne Erfahrung. High Fantasy Romane neigen häufig dazu, sich zu sehr in Details der (Außen-)Welt zu verlieren. Hier spielten die Charaktere, deren Gefühle und innere Konflikte, eindeutig die Hauptrolle Nichts desto trotz war die Welt ebenfalls fantasierreich, obwohl ich mir an einigen Stellen noch mehr Informationen gewünscht hätte. Zu Beginn war ich doch etwas erschlagen von den vielen Informationen und am Ende hätte ich mir gern mehr davon gewünscht. Deshalb erhält das Buch von mir 4,5 Sterne. Alles in allem ein tolles Leseerlebnis, von mir eine klare Leseempfehlung. Vielen Dank, Carolin Wahl, für diesen etwas anderen High Fantasy Roman.
First of all, I just want to state for the record that I am extremely proud of myself for reading and (pretty much) fully understanding this book: German is not my first language, so it was a challange even picking it up (because of Tasmetu's recommendation: http://youtube.com/channel/UCca0Ws42i...). I'm just saying this because my language level might have affected my judgement of the book.
Nonetheless, I loved it. This was a great fantasy story, and, rarely enough, a standalone: I felt like the story never dragged and every element was necessary to the overall development of characters and plot. The book could have been longer, but I don't think it lacked anything essential: I liked the characters (though I did not LOVE them, hence the -1 star), which were well crafted and their voices well distinct. The worldbuilding is probably what conquered me the most: I could picture the setting perfectly, which is very rare for me. I loved how the belief system affected the culture of each Land and how that gave the reader different standpoints from which to examine the world.
I think Wahl is an author I should keep an eye on.
Erst mal finde ich das Cover wunderschön und die Karten sind auch der Knüller. Ein tolles Fantasybuch, das mich mit einem guten Gefühl verlassen hat. Alles hat sich zu meiner Zufriedenheit aufgelöst und die losen Fäden wurden verknüpft. Es wurde für mich ein eigener Traum geknüpft xD
Die Charaktere fand waren sehr gut ausgearbeitet und rund. Naviia und Kanaael waren die Hauptfiguren, die uns durch die ganze Geschichte begleitet haben. Die Welt um das verlorene Volk wurde von Carolin Wahl super gut aufgebaut und beschrieben. Sie hat sich nicht in zu viele Details verrannt, aber dennoch konnte ich mir die Welten vor meinem inneren Auge gut vorstellen und ich glaube das Sommerland wäre genau mein Fall :)
Mit jedem Kapitel nahm das Buch immer mehr in Fahrt auf und die Zusammenhänge taten sich hervor. Ich habe mit meinen Helden gelitten, geweint, gelacht, getrauert und auch gekämpft.
Alles in allem ein tolles Buch das ich jedem Fantasy Fan empfehlen kann.
Die Geschichte unterscheidet sich schon von den Fantasybücher, die zur Zeit auf dem Markt sind. Deshalb hat mich dieses Buch auch von Anfang an fesseln können. Der Weltenaufbau und die herrschende Magie wurde einem gut erklärt. Wobei ich da anmerken muss, dass ich die Träume, in die der Traumtrinker versank, um einen Hinweis zu finden, eher als Erinnerungen empfand. Man träumt ja meistens nicht das, was man erlebt hat, sonder knüpft eine neue Geschichte. Das störte mich schon ein bisschen. Der Plot war einfach sehr mitreißend, schon allein durch Wendungen, die man nicht umbedingt vorhergesehen hat. Die kleine Liebesgeschichte, die sich entwickelte, war authentisch, hat mich sehr berührt und nahm nicht zu viel Raum ein. Die Geschichte erlebt man aus verschiedenen Perspektiven. Oft fand ich die Perspektivwechsel gut geglückt. Es gab aber auch Szenenwechsel, die ich sehr schade fand, da die Spannung zum zerreißen war und sie durch den Wechsel sehr gedämpft wurde. Die Spitze des Ganzen war, dass sie Spannungsszene total verpuffte, da der Protagonist dann auf einmal an einem ganz anderen Ort war, als man wieder zu seiner Perspektive kam. Mir kam es so vor, als wenn Textpassagen gelöscht wurden. Einige Punkte waren unstimmig und unglaubwürdig. Die Charaktere haben mir rundum gut gefallen und wurden, genauso wie die Umgebung sehr detailliert beschrieben. Beim Lesen lief ein Film vor meinen Augen ab und ich konnte vollkommen in die Geschichte abtauchen. Schade fand ich, dass der Charakter Ashkiin so spät seinen Auftritt in der Geschichte fand. Er war sehr charismatisch und ich hätte gern viel mehr über ihn erfahren. Er wirkte wie aus dem Nichts herbeigerufen, weil nun noch eine Person benötigt wurde, die eine bestimmte Handlung vollzieht. Schade.
Was ich nun noch leider ansprechen muss, waren die rassistischen Worte wie "Muselchen" und "Muselkind". Diese Worte gehören nicht mehr in unseren Sprachgebrauch und sind rassistische Schimpfwörter, auch wenn sie in diesem Kontext "liebevoll" gemeint waren. Ich war sehr geschockt, da die Autorin Germanistik und Geschichte studierte und dieses Wissen doch eigentlich haben müsste. Ich schrieb diese Wörter in einem Update meines Lesevorgangs, daraufhin schrieb die Autorin mir eine Mail mit einer Stellungnahme zu dem Wort "Muselchen". Es war für sie ein Kosename. Sie schaute daraufhin noch einmal in ihre Unterlagen und stellte fest, das "Musel" ein Nagetier sein sollte. Es war ihr sehr peinlich. Mich erschreckt, dass keine Rezension darauf hinweist und das Lektorat hier für mich auch völlig versagt hat. Da mich diese Passagen sehr erschüttert und geärgert haben, muss ich dem Buch noch einen Stern abziehen. Ich habe lange überlegt, ob ich das Buch überhaupt bewerte oder deswegen nur einen Stern vergebe, aber ich habe mich dagegen entschieden, weil die Geschichte mich sehr überzeugt hat, die Autorin keine böse Absicht hatte und bestimmt in den nächsten Büchern darauf achten wird.
MEINUNG Der Prolog hatte mich ja immer irgendwie abgeschreckt, doch als ich endlich darüber hinaus las, merkte ich, dass die Geschichte ganz anders ist als ich dachte.
Die teils noch jungen Protagonisten wie Niviaa und Kanaeel sind mir richtig sympathisch geworden. Auch die vielen Nebenfiguren haben die Geschichte toll ergänzt und mich oft überrascht.
Der Schreibstil war überraschend erfrischend. Ich dachte erst, es wird so ein übertrieben beschreibender Roman, wo der Sonnenaufgang eine halbe Seite bekommt, doch ich lag komplett falsch. Jugendlich wird erzählt, neue Orte werden natürlich schön beschrieben, doch der Fokus liegt auf den Handlungen und den Gedanken. Die Perspektive wechselt zwischen den verschiedenen Protagonisten, immer aus der 3. Person. So konnte man sehr gut der Geschichte folgen, und hat die Personen trotzdem ins Herz geschlossen.
Gegliedert ist die Geschichte in vier Teile. Ich war dann doch überrascht wie vielfältig die Story geworden ist. Auch die vielen Handlungsstränge wurden toll zusammengeführt, es war irgendwie immer der Drang da, weiterzulesen. Deshalb ist der Wälzer dann auch in nicht mal 5 Tagen durch gewesen. Die fünf Monate waren so überflüssig, ich ärgere mich so über mich selbst >.<
Die Geschichte bleibt ein Einzelgänger, einzig ein Prequel könnte sich die Autorin vorstellen. Und das ist gut so! Es wurde eine einzigartige Fantasy-Story geschaffen mit einer meisterlich überlegten Welt, die mir richtig zusagt, und innovativen Fantasy-Elementen. Die Welt der vier Jahreszeiten hat mir sehr gut gefallen, auch weil man als Leser überall mal vorbei kommt.
Das Ende wurde nochmal sehr spannend! Auch warum es "Die Traumknüpfer" heißt, wurde richtig gut gelöst, es gibt nicht für jeden ein typisches Happy End. Ich hoffe die Autorin bringt neue Werke raus =)
FAZIT Eine meiner positivsten Überaschung dieses Lesejahres! Definitiv ein neues Highlight in meinem Fantasy-Regal. Fantastischer Weltenentwurf, tolle Charaktere sowie ein schöner Schreibstil. Leseempfehlung!
- 5 von 5 Feenfaltern + Highlight in meiner Fantasysammlung -
Kanaael De’Ar ist der Thronfolger des Herrschers der Sommerlande, doch er versteckt eine Gabe, die sein ganzes Volk gegen ihn aufbringen könnte. Naviia O’Bhai, ein Mädchen in den Winterlanden, hat ein Geheimnis, das sie von den anderen Menschen abgrenzt. Dann werden Dörfer überfallen - darunter auch ihres. Dabei wird ihr Vater ermordet und Naviia schwört Rache. Doch dann wird das Schicksal der beiden verwoben, als ihnen die Frühlingsgöttin Kev im Traum erscheint. Denn die Traumknüpferin Udinaa, die seit Jahrhunderten schläft und damit die göttliche Macht bewahrt, droht geweckt zu werden - etwas, das die Welt der vier Jahreszeiten in Gefahr bringt ...
Meine Meinung:
Ich kann nur empfehlen, auf keinen Fall den Klappentext zu lesen. Der nimmt etwa zwei Drittel der ganzen Story vorweg, was vielleicht auch Spannung aufbauen kann, in meinem Fall aber dazu geführt hat, dass ich die meiste Zeit darauf gewartet habe, zum Punkt zu kommen. Denn der Leser kann die Entwicklungen mitverfolgen, wie sich die Einzelschicksale der Charaktere entwickeln und allmählich miteinander verbunden werden. Dabei wird die Geschichte aus mehreren Sichten erzählt, hauptsächlich dominiert aber von Kanaael und Naviia.
Der Weltenaufbau ist unheimlich faszinierend. Es gibt vier Länder, die jeweils einer Jahreszeit und der entsprechenden Gottheit zugeordnet sind. Je nachdem, welches Geschlecht die jeweilige Gottheit inne hat, hat auch dieses Geschlecht in dem Land den Vorrang, sodass es zwei matriarchalische und zwei patriarchalische Gesellschaften gibt, was ich ziemlich interessant fand. Diese beiden Kulturen treffen im Verlauf des Romans auch des Öfteren mal aufeinander und werden hinterfragt. Ebenso interessant ist die Geschichte dieser Welt, auf die ich nicht weiter eingehen werde, um nichts vorwegzunehmen. Allerdings wird hier deutlich, dass sich keine Gruppe als „die Bösen“ klar definieren lässt, sondern dass die Handlungen und Entscheidungen individuell sind. Eine besondere Rolle spielt das Verlorene Volk, Halbgötter mit besonderen Fähigkeiten, die sich jedoch in der Gesellschaft verstecken müssen und nur noch als Aberglaube gelten.
Die Hauptcharaktere waren mir sehr sympathisch. Es sind starke Charaktere, die entschlossen handeln und trotzdem alle individuell sind, mit ihren eigenen Erfahrungen, Familien, Motiven und vor allem Menschen, die ihnen nahe stehen und für die sie kämpfen. Sie sind nicht perfekt und wirken dadurch echt, und ich litt mit ihnen mit und schloss sie ins Herz. Liebesgeschichten spielen eher eine nebengeordnete (aber nicht untergeordnete) Rolle, der Fokus liegt vor allem auf Udinaa und dem Antreten des Schicksals.
Allerdings muss ich auch gestehen, dass mich das Buch nicht wirklich gefesselt hat, beziehungsweise erst auf den letzten hundert Seiten. Dabei hatte ich durchaus Spaß am Lesen, es hat mich unterhalten und war auch durchaus spannend. Vielleicht lag es auch daran, dass der Klappentext schon so viel verraten hatte und sich die Handlung somit anfangs hinzog. Nichtsdestotrotz war Spannung vorhanden, vor allem durch die Intrigen und Verwicklungen, und ich habe das Schicksal der Charaktere gerne verfolgt.
Fazit: Faszinierender Weltenaufbau sowie vielschichtige, lebensechte und sympathische Charaktere
Erste Sätze Der Wind trug den Geschmack von Regen durch die Straßen von Lakoos, während die untergehende Sonne die Wüstenstadt in blutrotes Licht tauchte und in den verglasten Türmen des Palastes schillerte. Lakoos, die Hauptstadt der Sommerlande.
Klappentext Ein atemberaubendes Fantasy-Epos voller Magie, Liebe und Abenteuer In einer Welt, in der Frühling, Sommer, Herbst und Winter über die Träume mit den Menschen verbunden sind, liegt das Schicksal der vier Jahreszeitenvölker in den Händen der Traumknüpferin Udinaa. Doch als Udinaa – halb Mensch, halb Göttin – erwacht, zerbricht ihr Traum in Abermillionen magische Splitter. Jeder einzelne dieser Splitter verleiht, einmal gefunden, dem Träger die Macht der Götter. Als die Traumsplitter in die Hände eines Verräters fallen, scheint ein gewaltiger Krieg unausweichlich. Einzig Kanaael, der Prinz der Sommerlande, und Naviia, eine junge Clansfrau aus dem Wintervolk, vermögen den Lauf des Schicksals noch zu wenden...
Meine Meinung Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht vieler verschiedener Personen. Einer davon ist Kanaael, der Prinz der Sommerlande, ein mutiger, junger Mann, der behütet aufwächst, da er der Thronfolger seines Vaters ist. Aber er ist auch naiv und vertraut seinen Freunden und Familie vielleicht zu sehr. Naviia ist eine junge Frau aus den Winterlanden. Sie wurde zu einer selbstbewussten, selbstständigen und mutigen jungen Frau erzogen, die sich zu wehren weiß. Naviia ist außerdem stark, mutig, klug und ehrgeizig, um ihre Ziele zu erreichen. Die Autorin hat einzigartige, einfühlsame und interessante Charaktere geschaffen, die an ihre Grenzen geraten, sich weiterentwickeln und über sich hinaus wachsen. Ich konnte mich wirklich gut in sie hineinversetzen und fand ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar.
Die Geschichte spielt in einer fiktiven Welt, die nach den vier Jahreszeiten entstanden ist. Es gibt vier Länder, in der eine der vier Jahreszeiten herrscht. Aber die Magie und die Geschichte um das verlorene Volk machen genau diese Welt zu etwas Neuem und Einzigartigem. Man spürt, wie viel Gedanken sich die Autorin um diese Welt und ihre Entstehung und die Geschichte gemacht. Die Traummagie ist einzigartig und gefällt mir wirklich gut, denn sie ist mal was völlig anderes. Das Buch konnte mich von Beginn an fesseln und mitreißen. Die Welt konnte mich von Beginn an in den Bann ziehen. Der Schreibstil ist überraschend leicht und angenehm und flüssig zu lesen. Es gibt einige überraschende Wendungen und Entwicklungen.
Bewertung Ein gelungener High Fantasy-Roman, der mit neuen Ideen und neuer Magie mich komplett überzeugen konnte, daher gibt es von mir verdiente
Das Buch war so verdammt gut! Von Anfang an hat mich die Story gefesselt und am liebsten hätte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand gelegt. Was ich außerdem mal wirklich erfrischend finde ist, dass es sich hier um einen Einzelband handelt und man nicht das Gefühl hat sich einer ganzen Reihe zu verpflichten. Auf jeden Fall eines meiner Lesehighlights bis jetzt in diesem Jahr. Eine ausführliche Rezension findet ihr hier: http://mylittlebookworldmaddie.blogsp...
►♥◄ INHALT ►♥◄ In einer Welt, in der Frühling, Sommer, Herbst und Winter über die Träume mit den Menschen verbunden sind, liegt das Schicksal der vier Jahreszeitenvölker in den Händen der Traumknüpferin Udinaa. Doch als Udinaa – halb Mensch, halb Göttin – erwacht, zerbricht ihr Traum in Abermillionen magische Splitter. Jeder einzelne dieser Splitter verleiht, einmal gefunden, dem Träger die Macht der Götter. Als die Traumsplitter in die Hände eines Verräters fallen, scheint ein gewaltiger Krieg unausweichlich. Einzig Kanaael, der Prinz der Sommerlande, und Naviia, eine junge Clansfrau aus dem Wintervolk, vermögen den Lauf des Schicksals noch zu wenden ...
►♥◄ MEINE MEINUNG ►♥◄ Tja. Ich gestehe, ich hab einige Versuche gebraucht um mich endlich an den dicken Schinken zu wagen und er lag doch ganz 3 Monate auf meinem SuB, ehe ich danach gegriffen habe. Ob ich es bereue, solange gewartet zu haben, oder ob er hätte noch einige Zeit mehr dort verbringen dürfen, erfahrt ihr genau jetzt in aller Ausführlichkeit:
Meine größte Befürchtung war, dass ich ewig brauchen werde, um in die Geschichte überhaupt hinein zu kommen. High Fantasy Stories sind bei mir oftmals mit einem recht beschwerlichen Einstieg verbunden. Hier kann ich das nicht behaupten. Natürlich hab ich meine Zeit gebraucht, um mich in dieser Welt zurecht zu finden, aber nach nur wenigen Seiten fühlte ich mich direkt richtig gut informiert, hatte ein klares Bild der Kulisse bzw der Welt vor Augen und war mittendrin im Geschehen. Exakt so, wie ich es von anderen Büchern kenne und gewohnt bin und deshalb gibt es allein hierfür einen klaren Pluspunkt. Außerdem hat die Landkarte, die sowohl vorn als auch hinten im Buch zu finden ist, einem den Einstieg und das Zurechtfinden zusätzlich ungemein erleichert.
Die Figuren hingegen haben es mir etwas schwerer gemacht. Ich habe doch einige Zeit gebraucht, um eine Verbindung zu den beiden aufzubauen und erst gen Mitte konnte ich dann entgültig mit Naviia wie auch mit Kanaael mitfiebern. Als der Punkt dann aber erreicht war, schloss ich sowohl die weibliche, wie auch den männlichen Protagonisten ins Herz und konnte bedingungslos mit ihnen mitleiden und mitfiebern. Naviia war mir dabei aber immer ein wenig sympathischer. Für mich war sie die bodenständigere der beiden, obwohl auch Kanaael keineswegs abgehoben oder dergleichen war. Er war nun einmal ein Prinz und wurde permanent darauf vorbereitet, ein ganzes Land zu beherrschen - Naviia hingegen hatte nichts königliches, war ein einfaches Dorfmädchen, das aus der Heimat flieht um das Schicksal der 4 Länder zu retten. Aus diesem Grund fühlte ich mich der weiblichen Hauptfigur deutlich näher, wenngleich auch Kanaael einige Sympathie-Punkte sammeln konnte. Denn auch er hatte kein einfaches Leben sondern musste gen allerlei verschiedene Faktoren ankämpfen, aber eben auf einer anderen Ebene wie Naviia es musste. Kurz gesagt: beide Charaktere besaßen ein gutes Maß an Tiefe, Details und waren mit jeder Menge Liebenswürdigkeit ausgestattet, nur sprang der Funke bei Naviia einfach stärker über, als beim Prinzen. Die Nebenfiguren blieben alle recht fern; bzw. zu ihnen konnte ich auch gen Ende hin noch immer keine richtige Verbindung aufbauen. Dennoch gab es den ein oder anderen, der wirklich aus der Masse an Figuren, die dieses Buch beherbergt, herausstehen - allen voran Ashkiin, den ich unglaublich attraktiv und interessant fand. Ich hoffe ja inständig, dass es einen Nachfolge-Band gibt, in dem es mehr um Ashkiin gehen wird. Ein kleiner Kritikpunkt am Rande: Ich hatte stets etwas Probleme, mir die ganzen Namen zu merken - obwohl mir das Glossar hinten ein wenig geholfen hat; aber eben nicht komplett.
Der Stil hingegen überzeugte mich zu 100 Prozent. Die Sprache passte perfekt in diese Story, der Lesefluss war total angenehm und wie bereits Bernard Hennen sagte: Carolin Wahl erschafft mit ihren Worten völlig neue Welten. Da kann ich ihm nur voll und ganz zustimmen, immerhin hatte ich während den gesamten 700 Seiten stets ein klares Bild der Kulisse und der einzelnen Szenen vor Augen. Auch die Perspektive entsprach meinem Geschmack, denn geschrieben wurde alles aus der Sicht eines allwissenden Erzählers, die Kapitel wechselten da stets zwischen einigen Figuren, unter anderem natürlich auch Naviia und Kanaael. Doch auch noch andere Personen werden in den Vordergrund gezogen, was mir sehr gefiel und für Abwechslung sorgte und auch den Nebenfiguren eine gewisse Wichtigkeit verlieh.
Die Idee. Uff. Hier tu ich mir eindeutig schwer meine Meinung tatsächlich in Worte zu fassen. Ich fand die Idee großartig! (◄ und das ist restlos untertrieben..). Ich habe diese High Fantasy Welt unfassbar geliebt und konnte mir, wie oben schon erwähnt, immer alles perfekt und bis ins kleinste Detail vorstellen. Auch der Hauptplot sowie die ganzen, kleineren Nebenplot waren überraschend spannend und interessant mir dem Drumherum verwoben. Ich persönlich habe noch nie zuvor etwas derartiges gelesen, womit ich sagen will, dass es etwas völlig neues, erfrischendes an sich hatte und somit mit total neuen, überraschenden Ideen glänzen konnte.
Und als letzten, fast wichtigsten Punkt: die Umsetzung der Idee. Ich war während den ersten paar Seiten noch damit beschäftigt, mich zurecht zu finden, doch kaum war das geschehen, fühlte ich mich schon direkt in die 4 Länder hinein versetzt. Es war anschließend tatsächlich über minimum 650 Seiten unglaublich spannend und teilweise auch erschreckend "brutal" und "ehrlich". Sprich: Tod und Verderben war hier in manchen Szenen tatsächlich sehr eingehend beschrieben, womit ich so gar nicht gerechnet hätte. Während den ruhigeren Phasen erfuhr ich wahnsinnig viel über die beiden Hauptfiguren, lernte deren Vergangenheit und Familiengeschichte kennen und brachte mir beide näher. Die rasanten Phasen, die hier eindeutig überwogen, waren aber voller Action, Tempo und sehr mitreißend. Ich habe mich mehr als 1x dabei ertappt, wie ich den Atem angehalten habe und erst dann wieder tief Luft holte, als die entsprechende Szene vorbei war. Und um auch noch einmal auf das Ende zu sprechen zu kommen: ich wäre fast erstickt! Eine derartige Action bin ich aus Büchern gar nicht gewohnt und ich hatte über die letzten 50 Seiten vielmehr das Gefühl, einen Film zu schauen, als "nur" zu lesen. Eine unglaublich authentische Szene, die mich wirklich gefangen nahm und mit sich riss, sodass ich nichts um mich herum mehr richtig wahr nahm.
►♥◄ FAZIT ►♥◄ Eine unglaubliche High Fantasy Geschichte, die leicht zu verstehen ist, mit tollen Figuren ausgestattet und unglaublich authentisch und realistisch zu Papier gebracht wurde. Ein ausgewogener Wechsel der Ruhe-Phasen, gespickt mit interessanten Informationen, und der actionreichen Passagen, in denen auch mal kein Blatt vor den Mund genommen wird. Wer sich gern in fremde, fantasievolle Welten entführen lässt, mit gut durchdachten Magie-Aspekten, der wird "Die Traumknüpfer" von Carolin Wahl lieben. Einzige Kritikpunkte: anfängliche Distanziertheit zu den beiden Hauptdarsteller und die etwas schwer zu merkenden Namen.
►♥◄ 4.5 VON 5 STERNEN ►♥◄ Ich vergebe für diese eingehende Geschichte 4.5 von 5 Sternen und spreche eine riesige Lese-Empfehlung aus, für all die, die das Genre gern mögen oder es vielleicht auch erst kennenlernen möchten. "Die Traumknüpfer" eignet sich wunderbar für den Einstieg in diese Sparte und überzeugt durch Realismus, Authensität und einer atemberaubenden Kulisse, sowie liebenswürdigen Figuren und hat dabei kaum Schwachstellen.
Die Traumknüpfer hat mich mit seiner zarten, märchenhaften Grundidee sofort abgeholt, das Konzept des Traumwebens ist wunderschön und atmosphärisch. Aber je weiter ich gelesen habe, desto deutlicher wurde für mich, dass die Geschichte hinter ihrem eigenen Potenzial zurückbleibt. Die Welt wirkt eher angedeutet als wirklich greifbar, und die Figuren laufen sich immer wieder in vertrauten Mustern fest. Zwischendurch gibt es kleine magische Momente, die richtig berühren, aber gerade der Mittelteil zieht sich und verliert an Spannung. Erst gegen Ende nimmt die Handlung wieder Fahrt auf, allerdings nicht genug, um die Schwächen vorher komplett auszugleichen. Unterm Strich ein warmes, träumerisches Fantasybuch mit schöner Atmosphäre, das mich aber weniger gefesselt hat, als ich gehofft hatte. Gute Ansätze, angenehmer Stil, aber erzählerisch für mich eher solide als wirklich herausragend.
Die vier Länder der Jahreszeiten werden durch einen Traum zusammengehalten, die Traumknüpferin Udiina - halb Mensch, halb Göttin - hält auf der Insel Mii einen tiefen und beständigen Schlaf. Doch es gibt diejenigen die sie wecken wollen, denn sollte sie aufwachen würde ihr Traum zerbrechen, in viele kleine Splitter und jeder von ihnen würde etwas von der göttliche Macht in sich tragen. Das Schicksal der Welt fällt in Kanaaels und Naviias Hände, denn ihr Schicksal ist es die Welt vor der Zertrümmerung zu bewahren. Und so begibt sich Naviia aus den Winterlanden auf die Suche nach Kanaael, den Prinzen der Sommerlande, doch eben der hat einen eigenen Plan um das böse aufzuhalten, doch vertraut er dafür auch die richtigen Leute?...
Gestaltung: Ich liebe das Cover, es ist wunder, wunderschön und passt zudem sehr gut zum Inhalt des Buches. Ich war auf jeden Fall sofort verzückt und wurde neugierig, vor allem auch im Zusammenhang mit dem Titel, der einfach nur Lust darauf macht zu erfahren worum es in diesem Buch wirklich geht. :)
Meinung: Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, High-Fantasy ist für mich zwar mittlerweile ein gern gelesenes Genre, aber trotzallem hab ich das Gefühl noch viel darin entdecken zu können und gerade Die Traumknüpfer klingt einfach wahnsinnig originell und wirkte allein von der Idee noch einmal ganz anders als alles was ich bisher in diesem Genre gelesen habe.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich ein bisschen gebraucht habe mich durch die 720 Seiten zu schlagen, denn meist war es eher ruhig und auch wenn es zeitweise einen Sog bei mir entwickelt hat, hielt der nicht immer an. So dass ich das Buch auch mal beiseite legen konnte und das auch mal für mehrere Tage. Negativ zu werten ist das aber nicht unbedingt, ich hatte nur einfach nicht das Gefühl, dass ich wirklich mit in die Welt von Carolin Wahl hineingerissen werde. Ich hab das Geschehen beobachtet und das was passiert ist konnte mich auch überzeugen und ich hab gefallen dran gefunden, aber der letzte kick wo ich sage, es hat mich wirklich mitgerissen blieb die meiste Zeit über einfach aus.
Dabei hat Carolin Wahl eine wirklich tolle Welt erschaffen, die sich auch gut darstellt, ich hatte keine Schwierigkeiten sie mir vorstellen zu können, ich mochte allein das Prinzip, dass die vier Jahreszeiten jeweils ein Land darstellen und ich finde, dass dies auch wirklich gut transportiert wurde. Ich konnte die eisigen Winterlandschaften vor mir sehen und sah die Kälte, die sich herumtrieb. In den Sommerlanden war es genau so. Sie stellt also eine sehr detailiierte Welt auf, die mir sehr gefallen hat, dabei hatte ich allerdings nicht das Gefühl, dass zu viele Beschreibungen oder Ähnliches vorhanden waren.
Aber am meisten hab ich mich natürlich darüber gefreut zu erfahren wie die Träume mit in die Geschichte eingeflochten werden, tatsächlich hat Carolin Wahl eine ganz eigene Idee der Magie erschaffen, es gibt "Das verlorene Volk" sie sind nachfahren der Götter und haben dadurch gewissen Fähigkeiten, zum Beispiel nährt sich ihre Magie von den Träumen anderer und sie werden als Traumtrinker bezeichnet. Das alles zu ergründen hat mir persönlich sehr gut gefallen, ich mochte es wie die Magie angewendet wurde, welche Vielfalt es gab. Aber auch die Geschichte an sich über das verlorene Volk wahr wirklich gut ausgereift und konnte mich begeistern. Was ich auch spannend fand war, dass wir mit Kanaael auf einen Protagonisten gestoßen sind der nichts von seiner Herkunft wusste und mit Naviia jemanden vor uns hatten, die sehr wohl bescheid wusste. Das hat noch einmal für verschiedene Perspektiven und Auseinandersetzungen gesorgt, hat mir gut gefallen. Alles in allem waren die Aspekte hier gut und schlüssig konstruiert, so dass ich mich als Leserin über jeden Happen freuen konnte. :)
Die Geschichte selbst bietet viele Abenteuer, vor allem folgt man gleich mehreren Perspektiven zu einem wäre da natürlich die Begleitung von Naviia und Kanaael die sich erst einmal alleine behaupten müssen bevor sie zueinander finden, aber auch die böse Sicht wird beobachtet und man erfährt welche Fortschritte sie machen, wie weit sie gekommen sind etc. das hat mir auch wieder sehr gefallen. Von demher hat mir die gesamte Geschichte sehr gut gefallen und auch hier hab ich es wieder gemocht jeden einzelnen von ihnen zu folgen. Besonders angetan war ich aber von Kanaaels aufkommenden Liebesgeschichte, ich verrate nicht zu viel. Und ich persönlich mochte es auch, dass sie nur im Hintergrund vorhanden war aber ich fand sie einfach wunderschön zum Leben erweckt. Es war eine kleine, bescheidene Liebe in der ich viel Kraft gesehen habe und gerade das Ende von ihr fand ich herausragend, das hat bei mir auch viele tolle Emotionen geweckt.
Rein charakterlich mochte ich die vielen starken Heldinnen in diesem Buch wahnsinnig gerne, ihre Stärke wirkt authentisch und trotzallem haben sie auch weiche Züge an sich gehabt und eine verletzliche Seite, etwas was ich generell immer sehr wichtig finde. Naviia hat mich also vollkommen von sich überzeugen konnte, so dass ich ausnahmsweise mal nicht traurig war, wenn es zum wiederholten Perspektivwechsel kam, weil mir einfach alle Handlungsstränge und auch Personen sehr gut gefallen haben. :)
Fazit: Eigentlich hab ich an diesem Buch gar nichts zu beanstande, es ist eine originelle und wirklich gut durchdachte Geschichte die mir viel Spaß bereitet hat und auch berühren konnte. Und gerade im Vergleich zu manch anderen Büchern des Genres, sticht dieses Buch für mich hervor, insgesamt hat mir aber irgendwie ein Funke gefehlt, der mich komplett ans Buch gebunden hat. :)
Unglaublich! Ich frage mich wie man auf so eine unglaubliche gute Story kommen kann. Carolin Wahl hat in dem rund 700 Seiten langen Buch so viele Emotionen bei mir hervorgerufen. Ich habe mitgefiebert, geweint und mich gemeinsam mit den Charakteren gefreut, wenn ein Plan gelang. Die Charaktere sind unglaublich gut ausgearbeitet. Dadurch, dass die Story in den vier verschiedenen Ländern spielt und somit auch immer aus einer anderen Sicht geschildert wird, lernt man die Menschen und ihre Probleme sowie ihre Eigenheiten besser kennen. Ich empfehle allerdings allen, die es lesen wollen, dieses Buch an einem Stück zu lesen bzw. nicht zu viele längere Pausen dazwischen zu lassen. An manchen Stellen war über einige Kapitel nichts von dem einen der zwei Hauptcharaktere zu lesen. Daher kann es sehr gut möglich sein, dass ihr der Geschichte dann etwas schwerer folgen könntet. Diese Geschichte, rund um Naviia und Kanaael, ist ein Traum, der hoffentlich von der Traumknüpferin weiter gewoben werden kann.
„Die Traumknüpfer“ ist das spannende, von Magie und Geheimnissen durchzogene Debüt, der jungen deutschen Autorin Carolin Wahl. Den Inhalt dieses Romans zusammenzufassen fällt mir etwas schwer, denn wichtige inhaltliche Details werden dem Leser erst nach und nach offenbart und ich möchte der Autorin hier nicht vorweg greifen.
Zu Beginn macht der Leser Bekanntschaft mit zwei Hauptfiguren des Romans. Naviia, einem Clanmädchen aus dem Wintervolk, und Kanaael, dem Thronfolger der Sommerlande. Beide ahnen, dass sie über besondere Fähigkeiten verfügen, doch etwas genaues wissen sie nicht, denn zu ihrem eigenen Schutz hat man sie jahrelang in Unwissenheit gehalten.
Als Naviias Vater getötet wird, ändert sich plötzlich alles. In seinem Tagebuch entdeckt sie das Geheimnis, das sie schon so lange in sich trägt. Von nun an befindet sie sich ebenfalls in Gefahr, denn machtgierige Menschen trachten ihr nach dem Leben. Auch Kanaaels Geheimnis wird gelüftet. Mit diesem neuen Wissen ausgestattet, macht er sich auf eine lange Reise voller Gefahren, während irgendwo Undinaa – halb Mensch, halb Göttin – im Schlaf über die vier Jahreszeiten Länder wacht. Wird dieser Schlaf bedroht, so dass die Halbgöttin aufwacht, wird ihr Traum in etliche Splitter zerfallen, die dem Besitzer eines solchen unvorstellbare Macht verleihen.
720 Seiten umfasst dieses Fantasywerk. 720 Seiten, die ich innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe. Autorin Carolin Wahl schreibt in ihrer Danksagung darüber, dass sie vier Jahre an dem Text gearbeitet und ihn etliche Male überarbeitet hat. Eine Arbeit, die sich wirklich gelohnt hat, denn diese intensive Mühe macht sich an der Qualität von Text und Handlung deutlich bemerkbar.
Ich fliege geradezu durch die Geschichte, die einen so straffen Spannungsbogen hat, dass ich gar nicht bemerke, wie die Zeit vergeht. Immer wieder wirft Carolin Wahl neue Geheimnisse ins Geschehen, lässt den Leser gar nicht zur Ruhe kommen und kann das Interesse problemlos über diese vielen Seiten halten. Die Grundidee des Romans ist nichts ganz Neues, noch nie dagewesenes, aber so gut umgesetzt, dass der Leser gar nicht auf den Gedanken kommt, irgendwelche Vergleiche zu ziehen, was meiner Meinung nach wieder sehr für die gute Schreibe der Autorin spricht.
Die von ihr kreierten Figuren sind sympathisch, einnehmend und von dem Kaliber, wie sie in solchen Heldenabenteuern gebraucht werden. Ebenso stark ist der Roman mit Schurken und Bösewichten ausgestattet, die für reichlich Belastung des Nervenkostüms sorgen.
Wenn ich eine klitzekleine Kritik aussprechen könnte, dann ist es die Tatsache, dass der Leser das für den Handlungsverlauf wichtige Geheimnis, die Idee des Begriffs „Traumknüpfers“ und die damit verbundenen Hintergrundinformationen erst relativ spät erfährt. Ich kann so etwas immer schlecht aushalten, viele andere Leser mögen es aber gern, weil so natürlich auch eine große Spannung entsteht.
Alles in Allem hat mir „Die Traumknüpfer“ sehr gut gefallen. Mit Spannung habe ich die Geschichte verfolgt, die vom Verlag mit einem so hübschen und passenden Cover ausgestattet wurde. Ich habe das Buch schon mehrfach weiterempfohlen und hoffe, dass Carolin Wahl für ihre gründliche und wirklich beachtliche Arbeit mit vielen begeisterten Lesern belohnt wird.
Ich weiß gar nicht, wo ich bei diesem Buch anfangen soll, weil es so viele Punkte gibt, die ich wahnsinnig toll fand. Also eigentlich fand ich alles wirklich super!
Allein das Cover ist natürlich schon mal sehr schön und passt auch gut zur Geschichte :) Womit wir auch schon beim Thema wären: Die Geschichte hat mir besonders dadurch gefallen, dass sie sehr "innovativ" ist und nicht dem üblichen 0815-Fantasy-Schema entspricht. Man hat nicht das Gefühl, dass man eine Geschichte liest, die man so oder so ähnlich sowieso schon von vielen anderen Büchern kennt, sondern eine Geschichte, die wirklich etwas ganz Neues erzählt. Das Buch "Die Traumknüpfer" bietet tolle, verschiedene Charaktere und Schauplätze, die nicht alle sofort am Anfang kommen, sondern teilweise erst zur Mitte eingeführt werden und damit dem Leser immer wieder eine neue willkommene Abwechslung bieten. Man fiebert mit ebendiesen Charakteren immer wieder mit und durch die vielen, unerwarteten Wendungen in der Geschichte wird ständig Spannung erzeugt. Dadurch wird man schließlich so von der Geschichte gefesselt, dass man weiterlesen muss. Carolin Wahl bringt durch ihren tollen Schreibstil diese fantastische Welt der Jahreszeitenvölker auch wirklich zum Leben, sei es durch ausführliche Beschreibungen oder mitreißende Emotionen, die beim Leser ausgelöst werden. Was ich auch schön fand waren die Zeitsprünge, die wirklich passend eingesetzt wurden. Auch wenn es viele verschieden Handlungsstränge in der Geschichte gibt, so löst sich am Ende doch alles sehr logisch auf und ich mochte es auch sehr gerne, dass die Charaktere und Orte jeweils bestimmte, typische Namen trugen (z.B. durch doppelte Vokale ("Kanaael", "Naviia", "Udinaa")). Dadurch wirkte das Ganze sehr schön einheitlich und man kann leicht erkennen, wer z.B. als Angestellter im Palast arbeitet und wer nicht.
Alles in Allem hat mich das Buch wirklich sehr begeistert und ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Es lässt sich so flüssig lesen, dass man gar nicht merkt, dass man schon über 100 Seiten gelesen hat und so bleiben die über 700 Seiten des Fantasy-Epos auch sehr kurzweilig. Für Fantasy-Fans ein sehr empfehlenswertes Buch! :)
Cover: ich finde das Cover ist ein Traum und auch dass es super zum Buch an sich passt. Einfach wunderschön!
Geschichte: ich finde es ist eine tolle high fantasy geschichte, welche die Charaktere immer wieder voneinander weg und wieder zusammen führt. Ich kam schnell in die Geschichte rein und konnte mich auch gut in alle hineinversetzen. Die Geschichte um die Jahreszeitenlande hat mich einfach ans Buch gefesselt und mich nicht mehr losgelassen. Ich konnte und wollte es nicht aus der hand legen. Auch muss ich sagen dass ich es cool fand dass hier nur wenig Liebe involviert ist. Es ist zwar die ein oder andere Szene in der Gefühle und/oder Liebe eine Rolle spielen - aber sie ist nicht das große Thema. Es geht hier eher um politische Ränke und auch um Action/Kämpfe.
Allerdings waren am Anfang die Namen etwas verwirrend da es sehr viele waren gleich von Anfang an, aber mit der Zeit kam ich rein und konnte mir auch alle gut merken. Und falls ich einmal doch einen nicht wusste hat mir das Dramatis Personae hinten im Buch geholfen.
Personen: Ich mochte Naviia und auch Kanaael sehr gerne. Ich hatte zwar zu Naviia gleich einen besseren Draht und musste mich mit ihm erst anfreunden, was allerdings im laufe des Buches auch geschah. Allerdings konnte ich zu vielen der Nebencharakteren keine große Verbingung aufbauen- leider. Aber das war auch nicht ganz so wichtig, denn die Hauptstory hat mich ganz in ihren bann geschlagen ;)
Also dieses Buch ist ein toller Auftakt, und ich hoffe sehr auf ein weiteres Buch aus der Welt, da die Autorin wirklich gut schreiben kann und auch tolle Geschichten und plots entwickeln kann. Für alle High Fantasy Fans kann ich nur sagen dass es sich auf jeden fall lohnt hier vorbei zu schauen: es ist ein toller HIgh fantasy Roman der in sich schlüssig und abgeschlossen ist. Wirklich packend.
"Die Traumknüpfer" von Carolin Wahl ist mal wieder ein frischer Aufwind für das Fantasy-Genre. Schon von Anfang an begibt man sich voll und ganz in die Welt der vier Jahreszeiten, und doch geht es nicht per se um die Jahreszeiten an sich. Die Protagonisten Kanaael und Naviia stehen für sich ein und sind tolle Charaktere. Mit Kanaael konnte ich von Beginn an mitfühlen, bei Naviia hat es ein paar Kapitel gedauert, was vielleicht auch daran lag, dass sie einen sehr ausgeprägter Charakter hat.
In der Geschichte beginnt das Drama gleich, es gibt keine ellenlange Beschreibung der heilen Welt, die dann plötzlich von Bösewicht Dr. Evil bedroht wird. Wir begleiten sowohl Kanaael als auch Naviia auf ihrer Reise, abwechselnd beschrieben, ab und zu zusammen. Wir lernen, wie sie sich weiterentwickeln, an sich selbst arbeiten und sich der Bedrohung auf ihre jeweils ganz eigene Art stellen. Trotz zahlreicher Kämpfe finden sich auch lustige Szenen. Weinen musste ich ebenfalls an mehreren Stellen. Und ab und zu auch einfach nur lächeln, weil die Situation geradezu Glück ausstrahlt.
"Die Traumknüpfer" hat also alles. Emotionen, eine tolle Athmosphäre, herausragende Charaktere, tolle Begleiter, die man sich selbst im richtigen Leben wünscht und einen spannenden Plot, der die eine oder andere Überraschung birgt. Langeweile kommt beim Lesen dieses Neulings auf keinen Fall auf.
3.5/5 Ich bin leider sehr zwiegespalten, was das Buch und dessen Bewertung angeht 🤓 Es lang jaaaaaaahrelang auf meinen SuB und das fand ich nie schlimm, denn ich wollte mir diesen Wälzer aufsparen, da ich immer mich so sehr auf die Geschichte gefreut habe. Anfang des Monat war es dann endlich so weit und ich habe es im Urlaub begonnen. Der Einstieg viel mir nicht ganz so leicht, weil es wirklich sehr viele Charaktere waren und viele Ortsnamen. Später war ich dann aber in der Story drin und fand es super interessant. Die Grundidee ist absolut genial 🥰 Leider wurde das Potential meiner Meinung nicht genügend ausgeschöpft 😕 es ging oftmals weniger um die Traummagie, die Traumsplitter und die Traumknüpferin 😕 Vielmehr hat sich das Buch für mich bis über die Hälfte wie eine Odyssee von Kanaael und Naviia lesen lassen. Das fand ich wirklich schade und hatte mir die Story magischer und traumhafter vorgestellt 😭 So hatte ich eher das Gefühl, dass es sich zieht und zieht und der Plot immer weiter aufgebaut wird. Was zwar definitiv eine große Kunst ist, weil es durch die ganzen Figuren und Schauplätze total komplex war aber für mich einfach tu langatmig war. Das World Building ist aber gut durchdacht und aller erste Sahne 👍🏻 Genauso wie der Schreibstil 🥰 Omfg 😱 es gab Textstellen und Beschreibungen die gaben mir eine Gänsehaut beschert oder fantastische Bilder in meinem Kopf erzeugt haben 🥰 besonders dann wenn es um Landschaften ging, konnte ich mir die Szenerie so unglaublich gut vorstellen 🥰 Ich mochte es auch sehr wie ausführlich die Gedanken und Gefühle der Charaktere beschrieben wurden, so hatte ich definitiv einen besseren Zugang zu ihnen. Zum Ende hin wurde es dann nochmal sehr spannend und es gab die ein oder anderen traummagischen Elemente, die ich mir viel häufiger und viel öfter gewünscht habe . Trotzdem spreche ich ein großes Lob aus, denn ich diesen Werk muss so viel Zeit, Arbeit und Grips geflossen sein, dass die Autorin all meinen Respekt für ihre Arbeit bekommt ❤️
Die Traumknüpfer war mein erstes Buch von Carolin Wahl. Das Buch ist zwar kein YA, liest sich aber wie eine typische YA-High-Fantasy und hat leider einige Schwächen, sodass es insgesamt noch drei Sterne geworden sind.
Wie es sich für eine High Fantasy gehört, folgt die Geschichte mehreren Charakteren aus den verschiedenen Reichen der Welt der Jahreszeiten. Hauptsächlich folgen wir dem Prinzen Kanaeel und Naviia, die aus einem einfachen Dorf im Norden stammt. Die Geschichte selbst schreitet hierbei nur sehr langsam voran, da alle Hauptfiguren den Umgang mit ihrer Magie erst lernen müssen. Beispielsweise geschieht das im Klappentext beschriebene Ereignis erst nach der Hälfte des Buches und zudem war der Plot in Teilen schon recht vorhersehbar. Zum Ende hin wurde die Geschichte recht düster und der finale Kampf hat mir besonders gefallen, da er gut darstellt hat, wie brutal Krieg ist. Grundlegend haben mir auch die Welt und das Magiesystem gefallen, obwohl letzteres nicht immer Sinn ergeben hat und für die Geschichte teilweise nur eine untergeordnete Rolle spielt. Beispielsweise kann Kanaeel die Träume von anderen sehen, aber gleichzeitig bilden sie die Realität ab, was nicht wirklich verständlich ist.
Apropos Finale: Eine Sache, die mich an dem Buch sehr gestört hat, ist die Darstellung von Prostitution, die zum Ende hin eine große Rolle spielt (CN: Vergewaltigung): .
Zum Schreibstil kann ich sagen, dass mir die Sätze zum Teil etwas verschachtelt waren und manche Ausdrücke zu oft wiederholt wurden, wie zum Beispiel „es roch nach Tod“ in diversen Ausführungen, doch im Laufe der Geschichte weiter der Schreibstil besser. Eine weitere Sache, die mich jedoch gestört hat, war die Namensgebung der Charaktere, da die doppelten Vokale bald genervt haben. Auch sollte man die problematische Spitznamengebung beachten, die in einer anderen Bewertung bereits angesprochen wurde. Im Gegensatz dazu haben mir eigentlich alle Schauplätze gefallen und viele von ihnen waren recht atmosphärisch.
Des Weiteren habe ich mich mit den Figuren nicht wirklich verbunden gefühlt und wurde kaum emotional, wenn ihnen etwas passiert ist – und das ist oft vorkommen. Die Reisegefährt*innen, die ich interessant fand, sterben alle, und eigentlich . Dafür habe ich mich gefreut, dass es lesbische Figuren gab, die aber leider nur die Bösen waren. Neben diesen gibt es auch weitere Romance in dem Buch, die sich beide jedoch ziemlich flach angefühlt haben. Die Romance zwischen kommt erst auf den letzten Seiten zutage und ich hätte sie einfach gerne früher gesehen.
Alles in allem ist Die Traumknüpfer ein durchschnittlicher High-Fantasy-Roman mit einem interessanten Konzept, das aufgrund der etwas flachen Charaktere und langgezogenen Geschichte nicht wirklich zum Scheinen kommt.
Schon vor Monaten habe ich Die Traumknüpfer in der Verlagsvorschau entdeckt und wollte es unbedingt lesen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich es endlich in den Händen halten konnte. Doch die Freude hielt nicht so lange wie erhofft.
Das Cover finde ich sehr hübsch und auch passend. Es hat etwas Geheimnisvolles und Mystisches. Auch die Karte, welche man am Anfang und am Ende findet, ist schön gestaltet. Hinten befindet sich ein Glossar, dieses ist sehr hilfreich, da es einige Eigennamen gibt. In dem High Fantasy Genre findet man ja häufig kreative Namenskreationen. Hier fand ich diese eher störend, da sie mich öfters aus dem Lesefluss gebracht haben. Fast alle Namen haben doppelte Vokale, Kanaael, Saaro, Garieen usw. Außer die des Personals, diese haben personenbezogene Namen, wie zum Beispiel Wolkenlied oder Sonnenlachen.
Der Klappentext verrät leider schon recht viel. So werden Ereignisse beschrieben, die erst auf Seite 420 vorkommen. Der Einstieg gelang mir sehr gut, doch nach einer Weile zog es sich dann. Und ich wartete auf das im Klappentext beschriebene Geschehen und wartete und wartete. Ich glaube, ein paar Kürzungen hätten hier und da nicht geschadet. Manche Passagen ( Hütte) fand ich wirklich zäh. Deswegen musste ich mich auch immer wieder etwas dazu überreden weiter zu lesen. Doch dann gab es wieder spannende Episoden, in denen ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Was den Spannungsbogen angeht, war es für mich ein Auf und Ab.
Die Geschichte wird in der 3. Person erzählt. Die Sicht ändert sich von Kapitel zu Kapitel. Meistens begleitet man Prinz Kanaael und Naviia, aber auch hin und wieder Ashkiin und Wolkenlied. So hat man als Leser einen guten Überblick was auf den verschiedenen Kontinenten passiert. Manchmal ist man als Leser aber nicht direkt dabei, sondern bekommt nur mit, wie die Charaktere es sich untereinander erzählen. Dadurch hatte ich das Gefühl, nicht wirklich dabei zu sein, als wäre ich außen vor.
Der Schreibstil von Carolin Wahl war mir etwas zu detailliert. Dies ist aber Geschmackssache. Mit wurden die Beschreibungen manchmal etwas zu viel, da für mich so die Dynamik der Geschichte verloren ging. Zu den Charakteren konnte ich leider keine Verbindung aufbauen. Zuerst mochte ich Kanaael und Naviia noch gerne, doch nach einer Weile wurden sie mir egal. Da gab es zu wenig Charakterentwicklung und mir fehlten die Facetten. Die Liebesgeschichte konnte mich leider nicht packen, diese plötzliche große Liebe kam mir zu schnell und war zu überzogen.
Zugute halten muss man dem Buch, es ist kein Anfang einer Reihe, sondern ein Buch für sich. Was mittlerweile doch recht selten geworden ist. Außerdem ist die Idee mit den Jahreszeiten super. Der Schreibstil ist trotzdem flüssig zu lesen, und ob man diesen detaillierten Stil mag oder nicht ist Geschmackssache. Es gab immer wieder auch spannende Passagen. Also, wenn euch das Buch zusagt, bildet euch eure eigenen Meinung.
Fazit: Ein Auf und Ab. Die Idee gefällt mir sehr gut, doch bei der Umsetzung wurde Potenzial verschenkt. Ein Einzelner High Fantasy Band, mit einem sehr detaillierten Schreibstil. Nichts für mich, aber vielleicht ja für euch.
Sehr gespannt war ich auf Carolin Wahls Die Traumknüpfer, dessen Titel mich schon in den Bann gezogen hatte. 720 Seiten hat der fantastische Roman, der dieses Jahr bei Heyne erschienen ist. Die vier Jahreszeitenvölker leben auf vier Inseln und ihre Welt wird auf den Kopf gedreht. Die letzten Überlebenden der Halbgötter werden gejagt und abgemetzelt und ein Wahnsinniger will die Traumknüpferin Udinaa aufwecken, denn wenn ihr Traum zerbricht entstehen winzige Splitter, die ihrem Träger Magie übertragen. Kanaae, der Prinz des Sommerlandes will Udinaa beschützen und das Wintermädchen Naviia soll ihm dabei helfen. Doch der Traum Udinaas zerbricht und die Aufgabe, die Kanaae und Naviia jetzt bewältigen müssen ist nicht nur gefährlicher, sondern verlangt auch ein umso größeres Opfer. Wo die grobe Handlung des Buches noch ganz interessant erscheint, hat mich die Umsetzung einfach enttäuscht. Altbekannte Motive und schon klischeebelastete Elemente sind zusammengewürfelt worden. Die vier Jahreszeitenländer sind simpel gestrickt, die Geschichte zum verlorenen Volk, den Halbgöttern, klingt wie tausendmal schon gehört. Auch die familiäre Bande zwischen Kanaae und Naviia war für mich nicht sehr einfallsreich. Frustriert haben mich vor allem die Namen, die ohne doppelten Vokal nahezu nicht auskommen. Das Mischverhältnis fehlt meiner Meinung nach hier und wirklich phantasievoll ist so ein „System“ auch nicht. Der Stil lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Wortwiederholungen und hinkende Metaphern wechseln sich zwar mit wirklich guten Stellen ab, deren Inhalt dann aber in einem vorangegangenen oder danachkommenden Absatz bereits übermittelt wurde. Diese Redundanz zieht sich durch das Buch und ermüdet beim Lesen ohne Mehrwert für die Geschichte. Von offensichtlichen Fehlern innerhalb der Logik des Buches mal abgesehen (ja, die gibt es auch), fand ich das das größte Manko des Romans. Auf den ersten Blick tief gezeichnet sind die Figuren, die ihre eigenen Traumata und Erlebnisse haben und lernen müssen, ihre Fähigkeiten einzusetzen. Auf den zweiten Blick zeigt sich aber, dass die Entwicklung minimal ist und die Charaktere stets zwischen den gleichen Extremen hin und her pendeln, ohne dabei tatsächlich etwas zu lernen. Dabei ist die Grundlage des Romans keine schlechte. Aus der Idee hätte durchaus ein tolles Leseerlebnis werden können. Bekannte Merkmale zu nutzen ist üblich und mit etwas Kreativität und eigenen Überlegungen, die das Bekannte in neues Licht setzen, kann so oft eine tolle Geschichte werden. Auch die Grundlagen des Plots an sich sind spannend und nicht verkehrt. Die gesamte Umsetzung aber konnte mir einfach nicht gefallen und hat für meinen Geschmack zu viele Mängel.
Ein atemberaubendes Fantasy-Epos voller Magie, Liebe und Abenteuer
Inhalt: In einer Welt, in der Frühling, Sommer, Herbst und Winter über die Träume mit den Menschen verbunden sind, liegt das Schicksal der vier Jahreszeitenvölker in den Händen der Traumknüpferin Udinaa. Doch als Udinaa – halb Mensch, halb Göttin – erwacht, zerbricht ihr Traum in Abermillionen magische Splitter. Jeder einzelne dieser Splitter verleiht, einmal gefunden, dem Träger die Macht der Götter. Als die Traumsplitter in die Hände eines Verräters fallen, scheint ein gewaltiger Krieg unausweichlich. Einzig Kanaael, der Prinz der Sommerlande, und Naviia, eine junge Clansfrau aus dem Wintervolk, vermögen den Lauf des Schicksals noch zu wenden …
Cover: Ein wirklich schönes Cover, der Titel und die Frau in dem Umhang sind ein richtiger Blickfang und das Tor, das durch den Nebel zu erkennen ist, wirkt sehr geheimnisvoll.
Zum Buch: Die Karte der Welt auf der Vorder- und Rückeninnenseite ist wirklich sehr toll gemacht und man hat alles ein Stück mehr bildlich vor Augen. Die Widmung zu Beginn ist sehr schön und spricht den Leser / die Leserin an. Innerhalb der Geschichte in mehrere Teile unterteilt, mit Auszügen für die Geschichte wichtiger Dokumente. Interessanter, detailreicher Schreibstil mit verschiedenen Sichtweisen, der einen schnell in die Welt des Buchs hereinzieht.
Protagonisten: Sehr vielschichtige Charaktere. Kanaael, Prinz der Sommerlande, der aufgrund eines Geheimnisses in ständiger Gefahr schwebt, Naviia das Wintermädchen, das auch ein Geheimnis hat, das sie mit Kanaael verbindet und Udinaa, die Traumknüpferin. 3 Menschen die miteinander verbunden sind, ohne es zu ahnen. Man lernt alle 3 während der Geschichte richtig gut kennen und die Neugierde auf mehr lässt nicht nach. Tolle Entwicklung der Charaktere und das Handeln ist nachvollziehbar, da man die Hintergründe erfährt.
Meinung: Ein Schreibstil der den Leser so vereinnahmt das die Welt im Buch richtig zum Leben erweckt wird und man sich alles so gut vorstellen kann, als würde man neben den Protagonisten stehen. Unerwartete Geschehnisse und Wendungen runden den Gesamteindruck ab, das Glossar am Ende des Buches ist sehr hilfreich, falls man manche Bedeutungen nachschlagen will. Was für ein klasse Buch! Epische Kampfszenen, Liebe, Verrat und Hoffnung - alles in einer Geschichte! Ein Must-Read und Highlight des Jahres 2016!