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Die Blausteinkriege #1

Das Erbe von Berun

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Das einst mächtige berunische Kaiserreich ist im Niedergang begriffen. Der alte Glanz verblasst, der Glaube an den magischen Blaustein wird von der Inquisition blutig verfolgt, während der Kaiser seinen Vergnügungen frönt. Als eine Revolte im Süden ausbricht, schlägt die Stunde ungewöhnlicher Helden: Ein Straßenmädchen, ein Garderitter und ein Geheimagent finden sich plötzlich als Spielfiguren in einem Ringen um Macht und Magie wieder. Die Blausteinkriege haben begonnen …

600 pages, Paperback

First published October 12, 2015

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About the author

T.S. Orgel

24 books36 followers
T.S. Orgel ist das gemeinsame Pseudonym der Brüder Tom und Stephan Orgel.

Tom Orgel wurde im März 1973 in Görlitz geboren. Er ist Mediengestalter und diplomierter Grafik-Designer und arbeitete bereits als Dozent, Herausgeber und Redakteur eines Kunstmagazins und in der Art Direktion mehrerer Werbeagenturen. Heute lebt er mit Frau und Kind im Spessart und verdient sein Geld als selbständiger Grafik-Designer und Texter. Er bekämpft seinen Rollenspielentzug mit dem Schreiben von phantastischen Erzählungen.

Sein Bruder Stephan Orgel, Jahrgang 1976, ist Verlagskaufmann und hat Betriebswirtschaft studiert. Er lebt und arbeitet heute irgendwo in Hessen in der Verlagsbranche, unter anderem als Redakteur für ein Fachmagazin. Er ist begeisterter Rollenspieler und verbringt einen Großteil seiner Freizeit mit dem Schreiben von phantastischen Geschichten.

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Community Reviews

5 stars
43 (21%)
4 stars
74 (37%)
3 stars
49 (24%)
2 stars
27 (13%)
1 star
6 (3%)
Displaying 1 - 30 of 31 reviews
Profile Image for Aleshanee.
1,763 reviews129 followers
September 14, 2016
Das war mal wieder ein richtig guter Auftakt zu einer ganz besonderen High Fantasy Geschichte!
Anfangs kam ich mir zwar etwas überrollt vor durch die neue Welt, die vielen neuen, eigenständigen Bezeichnungen und ungewöhnlichen Namen der Figuren - aber es hat mich sofort vollkommen in die Handlung hineingezogen. Und ich hab mich sofort "zu Hause" gefühlt!

Die Charaktere stehen hier sehr präsent im Mittelpunkt und man lernt sie auch erstmal ausführlich kennen, wobei die Handlung immer mehr Form annimmt und einen immer tiefer in die Machtkämpfe und Intrigen rund um die Königreiche hineingezogen wird.

- Sara, das mittellose Straßenkind, deren Talent sie für ganz besondere Aufgaben qualifiziert
- Henrey Thoren, der Puppenspieler, der im Hintergrund die Fäden zieht
- und Marten, der unbesonnene Schwertkämpfer, dessen Schicksal eine drastische Wendung nimmt

Zuerst weiß man überhaupt nicht, wie alles zusammenhängt und ich konnte gar nicht mehr aufhören, weil auch die Vorgeschichten sich so spannend gelesen haben. Die Autoren bauen hier viele kleine Details zum Hintergrund der Welt und auch zu den Eigenarten jeder der Figuren ein, die ein sehr lebendiges Bild entstehen lassen. Dabei lassen sie aber auch Nebencharakteren ihren Raum, ohne dass es unübersichtlich wird. Der rote Faden führt durch schäbige Tavernen und lebensgefährliche Sümpfe bis hinein in die Hochburg des Kaisers aus Berun und weit über die Grenzen des Landes hinaus.

Gerade die Charaktere haben es mir hier angetan, die alle etwas spezielles, verruchtes oder geheimnisvolles an sich haben, was mich gar nicht mehr losgelassen hat. Dabei kommen sie hier ohne rührselige Liebesgeschichten aus; aber keine Sorge, einige Funken sprühen schon und ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickeln wird! Überhaupt werden einige sich neu orientieren müssen und dabei, wie meist, einen steinigen Weg hinter sich lassen.
Vor allem, wie sich die hinterhältigen Machenschaften und Ränke offenbaren, öffnet einem auch durch die auktoriale Schreibweise mehr und mehr den Blick auf das große Ganze, dem sich das Land und ihre Herrscher und Fürsten schon bald stellen müssen. So kleine Scharmützel geben schon einen Vorgeschmack und ich hoffe auf noch viele große und kleine Schlachten!

Fazit 4.5 Sterne

Ein großartiger Auftakt zu einer verwegenen und wunderbar erzählten Geschichte, die sich hauptsächlich um das Schicksal der Charaktere - und deren Zusammenhänge mit dem Schicksal des Reiches Berun dreht. Dabei mit gutem Tempo und flüssig erzählt, um immer tiefer in die Geheimnisse des Blausteins einzutauchen und den Verrätern der Krone auf die Spur zu kommen.

© Aleshanee
Weltenwanderer

Die Blausteinkriege

1 - Das Erbe von Berun
2 - Sturm aus dem Süden
3 - ?
Profile Image for Moe.
183 reviews16 followers
February 15, 2016
Ursprünglich erschienen auf meinem Blog Piranhapudel: https://piranhapudel.de/das-erbe-von-...

Eine faszinierende Welt mit neuen und vielleicht sogar magischen Elementen, spannende Charaktere und politische Intrigen. So etwas in der Art erwarte ich von phantastischen Geschichten und Tom und Stephan Orgel haben mit dem ersten Band der Blausteinkriege-Trilogie "Das Erbe von Berun" genau das geliefert. Diese Geschichte begleitet mehrere Charaktere quer durchs Kaiserreich Berun, ins Protektorat Macouban oder in sonstige abgelegene Eckchen. Das Konzept dieses Reiches klingt erst mal denkbar einfach: Ein Kaiser hat sein Gebiet ausgeweitet und dabei andere Reiche unterworfen, die nun unter seiner Schirmherrschaft und seinem Schutz stehen. Als Gegenleistung muss das beschützte Reich nur seine eigene Kultur ablegen und nach den Regeln Beruns leben. Und die schreiben ganz klar vor, dass Blaustein verboten ist und auch die Götter nicht mehr angebetet werden dürfen, denn es gibt sie ja gar nicht. Das haben die "Reisenden" zur Genüge bewiesen. Eine ganze Zeit lang ging das gut, zumindest haben alle scheinbar gekuscht. Mit dem Einstieg in die Geschichte wird allerdings schnell klar, dass das nun vorbei ist.

"Das Erbe von Berun" zeichnet sich durch durch eine bildhafte und detaillierte Atmosphäre aus. Die beiden Autoren beschreiben die Welt, sei es nun eine Landschaft oder eine Taverne, mit scheinbar nebensächlichen Details, die aber dazu führen, dass die Umgebung von Seite zu Seite eindringlicher wird und fast aus dem Buch springt. Insgesamt herrscht eine düstere Stimmung, gruselige Kreaturen laufen und krabbeln dort herum, vielen Charakteren möchte man nicht mal auf einer lichtdurchfluteten Hauptstraße begegnen. Anderen wiederum würde man sogar in dunkle Hinterhöfe folgen wollen, weil sie Heiterkeit in die Geschehnisse bringen.

Tom und Stephan Orgel erzählen diese Geschichten aus mehreren Perspektiven, die sich kapitelweise abwechseln. Weite Teile drehen sich um die Hauptcharaktere Sara und Marten, aber auch andere Personen kommen zu Wort. Allgemein finde ich das Konzept von abwechselnden Perspektiven gut, allerdings hat es mich hier einige Mal aus der Geschichte gerissen, sodass ich mich bei jedem Wechsel erst mal wieder orientieren musste, wo, wann und bei wem ich gerade bin.

Sara und Marten könnten gar nicht unterschiedlicher sein und ihre Geschichten scheinen sich zunächst auch unabhängig voneinander zu entwickeln, ihre Abenteuer beginnen allerdings beide in Berun. Sara ist ein Straßenmädchen, das ständig darum kämpfen muss genügend Nahrungsmittel zu finden. Sie steht unter dem „Schutz“ von Feyst Dreiauge, dem König der Beruner Unterwelt, was im Klartext natürlich bedeutet, dass sie für ihn Aufträge erledigen muss, um dann vielleicht etwas zu essen zu bekommen. Feyst ist besonders an diesem Mädchen interessiert, weil sie eine magische Gabe hat. Diese Gaben spielen im ersten Band zwar eine Rolle, jedoch leider noch keine sehr große. Verschiedene Arten von Gaben werden angesprochen und auch einige Male benutzt, doch für meinen Geschmack hätte die Auseinandersetzung mit den magischen Elementen viel tiefer gehen können.

Der zweite Hauptcharakter, Marten, wird direkt zu Beginn als ziemlicher Draufgänger und Tunichtgut vorgestellt. Große Klappe, nichts dahinter? Nun, so viel darf ich schon mal verraten, mit „nichts dahinter“ wird er in dieser Welt nicht weit kommen und das fände ich immens schade. Marten ist vielleicht kein Sympathieträger, weil er ziemlich raubeinig und aufbrausend ist, und vom Nachdenken hält er auch nicht viel; die Eskapaden, die dadurch entstehen, haben mich allerdings sehr amüsieren können.

Auf die weiteren (Neben-)Charaktere möchte ich an dieser Stelle nicht detaillierter eingehen, weil ich der Meinung bin, dass man diese beim Lesen selbst erleben sollte. Einige davon sind ein Fest: Witzig, düster, unglaublich gruselig und dabei unendlich faszinierend. Vier Eigenschaften, die auch auf den Roman selbst zutreffen. Dann noch politische Intrigen, Verwirrspielchen und Kämpfe dazumischen und man hat viele Elemente des Buches zusammen. Für weitere Details empfehle ich eine eigene Lektüre.
Profile Image for Tina.
476 reviews44 followers
December 9, 2015
Das Kaiserreich Berun war das Zentrum der Macht. Kein Weg führte daran vorbei, sämtliche Fürstentümer ordneten sich dem Herrscher von Berun, "dem Löwen", unter. Doch mit seinem Tod schwand die Kraft des Reiches. Feinde sammeln sich an den Grenzen und schmieden Komplotte gegen den jungen Erben. Der neue Kaiser ist unerfahren und lässt sich leicht ablenken und schwächt damit weiter das Reich. Schließlich liegt es an drei einzelnen Schicksalen, die die Zukunft des Reiches mit in der Hand haben. Ein Schwertmeister, ein junges Mädchen und ein Spion...

Mein Eindruck
.....................................

Ich muss schon sagen, dass das Autoren Duo (zwei Brüder Tim und Stephan Orgel) schriftstellerisch wirklich etwas zu bieten haben. Von Beginn an war ich von ihrem Schreibstil eingenommen und gefesselt. Sie verzetteln sich nicht zu sehr in Beschreibungen, können aber doch ein komplettes Reich zum Leben erwecken. Es gibt zudem auch viele actionreiche und wirklich gelungene Szenen. Stellenweise haben sich die 600 Seiten weggelesen wie nichts.

Doch in meinem Fall leider nur stellenweise. Fand ich den Beginn und das erste Drittel richtig gut, hat mein Interesse später an der Geschichte leider deutlich nachgelassen. Hauptsächlich lag es daran, dass die politischen Ränkeschmiede nur begrenzt meine Neugierde schürten und sich irgendwann Langeweile breitmachte. Leider. Zunächst ging es sehr spannend los und die Einführung der einzelnen Charaktere hatte mir gefallen. Kombiniert mit dem gelungenen Schreibstil hatte ich das Gefühl, ein richtig gutes Buch vor mir zu haben. Doch je weiter sich die Handlung entwickelt hatte, ging mir der Erzählfluss verloren. Ständig wechseln die Perspektiven und es bleibt lange unklar, in welchen Zusammenhang sie eigentlich haben.

Zudem haben mich die Hauptfiguren Sara und der "Puppenspieler" Thoren immer weniger fesseln können. Ich konnte der jungen Sara ihre Rolle als weibliche Figur leider nicht abnehmen. Natürlich ist sie durch ihre schwierige Vergangenheit abgestumpft, aber sie ist stellenweise so frostig wie Eis. Auch sehr untypisch für das weibliche Geschlecht ist sie sehr wortkarg und schweigt ihre Gefühle tot. Außerdem hat mir wenig gefallen, wie bedingungslos sie sich der Sache Berun verschreibt. Vor allem nach alldem, was sie durchleben musste. Generell wäre sie als männliche Figur überzeugender gewesen.

Thoren bleibt das ganze Buch über unheimlich distanziert und nahezu emotionslos. Es mag zum Teil daran liegen, dass nie direkt aus seiner Perspektive erzählt wird. Seine Motive bleiben dadurch nahezu im Dunkeln. Weshalb kämpft er so fanatisch für das Reich? Einzige Erklärung, die hierfür geliefert wird, ist eine Romanze in wenigen Sätzen. Sonst keine Ahnung, weshalb er sich bedingungslos aufopfert. Am besten hatte mir noch Marten gefallen, denn der hat zur Abwechslung mal (fast) nur sich selbst im Kopf. Kein Wunder bei all den Schwierigkeiten, in die er gerät.

Letztendlich hat wohl viel dazu beigetragen, dass mir zwei von drei Kernfiguren fremd waren und ich mich für ihr Schicksal kaum noch interessiert habe. Generell besteht der Plot später nur noch aus Politik und Ränkeschmiedereien. Das war jetzt nicht schlecht gemacht, aber vom Hocker gehauen, hat es mich leider auch nicht. Weiterhin habe ich Magie schrecklich vermisst, ich hatte gedacht, dass sie eine größere Rolle spielt. Von Erklärungen dazu ganz zu schweigen.

Fazit
...............

Alles in allem muss ich leider sagen, dass "Das Erbe von Berun" nach ersten wirklich guten 200 Seiten nicht mehr mein Buch war. Der Plot dreht sich nur noch um politische Hintergründe für ein Reich, dem 2/3 der Figuren aus welchen Gründen auch immer fanatisch verschworen sind. Generell hätte ich mir mehr Motive und Hintergründe zu den Figuren gewünscht. Es hat es nicht besser gemacht, dass gerade die einzige weibliche Hauptfigur nicht überzeugend dargestellt wurde. Letztendlich war das Buch nach dem guten Beginn für mich persönlich zu zäh und uninteressant. Schade um das viele Potenzial, das ich anfangs herausgelesen hatte.


Zu Beginn vielversprechend, dann stark abgeflacht
2,3 Sterne
Profile Image for Shimmering.blue.
173 reviews
July 26, 2023
2,5 Sterne. Es ist ne Ewigkeit her, dass ich ein Buch so schlecht bewertet habe, wenn überhaupt, breche ich eher ab. Was mich aber ans Weiterlesen gebracht hat, waren die drei Personen, die für mich am interessantesten waren: Meister Messer, Marten und Danil sowie Flüster (der es leider nicht geschafft hat). Sara fand ich eher weniger spannend, wobei ich am Anfang davon ausging, dass sie noch ein Kind ist. Mit Lebrec, aus dem Prolog und Epilog, kann ich auch eher weniger anfangen.
Was mich halt gestört hat, waren die vielen unterschiedlichen und zum Teil dann doch sehr ähnlichen Namen der Personen oder auch Spitznamen. Bis ich da durchgeblickt habe, hat gedauert. Dann hatte man sich an jemanden gewöhnt bzw ihn wieder erkannt und schwupps, war er tot. Ich fühlte mich auch zu sehr in die Handlung geschubst. Ich hätte mir ne bessere Erklärung oder Einführung in diese Welt gewünscht. Und dann wurde es recht schnell politisch und ich wusste nicht genau, wer greift jetzt wen an und hat ihn verraten. Und jetzt ist Krieg.
Ich denke nicht, dass ich die Reihe weiterlesen werde, obwohl ich gerne mehr über die Fähigkeiten der Menschen aus dem Macouban erfahren würde. Das war auch ein guter Ansatz, aber zu wenig erklärt. Wirklich schade, ich hatte mich sehr auf die Reihe gefreut.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for AnnaSalvatore.
270 reviews4 followers
November 2, 2015
http://annasalvatoresbuchblog.blogspo...

- German review -

Nach Tanjas begeisterter Rezension habe ich solche Lust auf das Buch bekommen, dass es kurz darauf auch bei mir einzog. Es hat sich gelohnt!

Cover/Gestaltung
Die Gestaltung ist wirklich sehr schön! Ich mag dieses Schloss und die Armee davor, auch den Buchrücken finde ich echt gut, schlicht und ausdrucksstark. Auch fühlt sich die Schrift toll an.
Und: Ich weiß nicht woran es liegt, aber ich finde es riecht gut o.o
Mehrmals habe ich den Seiten wie beim Daumenkino flattern lassen, weil es total gut nach Buch riecht.

Idee/Handlung
Die Idee ist der Hammer. Wir befinden uns in einer High Fantasy-Welt, mitsamt wunderschöner Karte im Inneren. Es gibt verschiedene Reiche, das Augenmerk liegt bei dem Kaiserreich Berun. Das Kaiserreich, einst gefürchtet, sieht nun vielen Gefahren ins Auge, und ist längst nicht mehr so mächtig wie früher. So ergeben sich natürlich einige Konflikte, auch mit anderen Reichen.

Es gibt schon ein paar Fantasy-Aspekte, davon aber nicht zu viele und auch mal andere. D. h. nicht zu überladen und originell. Es gibt z. B. Seedrachen, aber dafür keine Elfen, Zwerge oder böse Zauberer, also typische Fantasy-Figuren sind nicht zu finden.
Ein Aspekt ist der Blaustein, ein besonderes Gestein, welches gekaut besondere Eigenschaften von "Gezeichneten" hervor rufen kann. Diese Eigenschaften können z. B. sein, jegliche Macht über das Wasser oder Schmerzen zu besitzen, und die Unsichtbarkeit. Es gibt noch ganz viele andere Talente, und oftmals wissen die Betroffenen gar nicht davon.
Das Besondere: Im Kaiserreich, ein riesiges Reich übrigens, wird nicht darüber gesprochen bzw. ist es verpöhnt.
Auch die verschiedenen Religionen überzeugen vollkommen, die Religion der Reisenden ist mal äußerst ungewohnt, aber auch erfrischend. Ein Gruppe Reisender hat nämlich die Menschen von den Göttern befreit, und diese erschlagen.

Die Handlung ist sehr spannend. Zu Anfang hatte ich noch ein paar Probleme mit den ganzen Namen, den verschiedenen Reichen, da die vielen Handlungsstränge am Beginn mich wirklich leicht überforderten, aber so ab S. 70 konnte man sich schon einen guten Überblick verschaffen.
Außerdem sind Fantasy Welten immer recht komplex und brauchen ein bisschen Zeit bis man alles vor Augen hat, da habe ich schon wesentlich länger gebraucht, um mit einer Welt warm zu werden.

Die Story hat einfach alles: Humor, Fantasy, eine problematische Gesellschaft, Kämpfe, Freundschaft, ein wenig Liebe, viel Gefühl und noch eine Schlacht.
Vor allem hat es mich gefreut, dass es mal etwas "lockerere" High Fantasy ist, nicht immer so total ernst.
Was noch toll ist, dass es - trotz vieler Handlungsstränge - noch einen roten Faden gibt. Immer mal wieder merkt man, wie dies und das zusammenhängt, und ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt, die leider noch etwas dauert.

Schreibstil
Der Schreibstil ist einfach super. Trotz der Komplexität dieser Welt kommt man gut in die Geschichte rein, und fühlt sich dort schon bald wohl.
Der jeweilige Stil passt sich dem grad erzählenden Charakter an. Ich konnte mir alles sehr bildlich vorstellen, und dennoch gibt es diese beschwingte Leichtigkeit.
Erzählt wird immer aus der 3. Person, was bei der Menge der Charaktere jawohl verständlich ist. Trotz der vielen Perspektiven, gibt es natürlich immer die Protagonisten, die deutlich öfters erzählen, als z. B. ein für den Moment wichtiger Nebencharakter.
Insgesamt kann ich das Buch sogar als Pageturner bezeichnen, da ich die beeindruckenden 600 Seiten innerhalb weniger Tage verschlang, und die letzten 200 Seiten sogar am Stück las.

Charaktere
Marten ist mein absoluter Favourit. Er ist humorvoll und charmant, und auch ein kleiner Pechvogel. Bei manchen Sachen habe ich mich echt schlapp gelacht.
Auch die Schiffscrew, z. B. Ness & Hammer, fand ich auf ihre Art sehr sympathisch.
Sara hat mir auch sehr gut gefallen. Ich mag ihre schlagfertige Art sehr, und ihr Talent ist auch beeindruckend.
Sogar Thoren, einen eher ernsten Ritter, mag ich sehr, allgemein gefiel mir die Gruppe rund um Danil, Thoren und die Mutterkaiserin sehr.
Es gab so viele sympathische, nicht-sympathische, lustige & ätzende Charaktere, da würde dies entschieden zu lange dauern.
Noch ein Tipp von mir: Ganz hinten ist noch ein Personenverzeichnis, welches ich leider erst nach dem Lesen entdeckte.
Zu den Namen: Ich fand die Namen alle sehr gut, irgendwie fantasievoll, aber nicht zu abgedreht und noch aussprechbar.


Fazit
Ein wahnsinnig mitreißender High Fantasy-Auftakt, der sehr vielen Fans dieses Genres gefallen wird.
Humorvoll, tolle Idee, geniale Umsetzung & noch viel mehr.
Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung!!!


- 4,5 von 5 Feenfaltern -
Profile Image for MeltingPenguins.
95 reviews16 followers
April 20, 2017
Ich möchte diese Review wie folgt beginnen:
Man kommt im Genre als solches nicht um den Namen Terry Pratchett herum. Wer dessen Scheibenwelt-Romane kennt, entsinnt sich wohl, dass die ersten paar Bücher jener Reihe bitterböse Satire auf jene Klischees, ausgelaugten und ausgelatschten Handlungen und Charaktere waren, die das Genre schon in den 70gern in Verruf gebracht hatten.
Die Herren Orgel nun bedienen sich in diesem Roman nun eben all jener Klischees, dass die Frage aufkommt, ob sie das eigentlich ernst meinen, oder ob Das Erbe von Berun als; schlecht gemachte; Parodie angedacht ist. Leider scheinen die Autoren es ernst zu meinen.
Dementsprechend ermüdend, dröge und doch frustrierend suppt der Plot vor sich dahin, ohne wirklich etwas Neues zu bieten. Jedes schlechte Klischee, jeder zigmal gelesene Handlungsstrang, jeder schablonenhafte Charakter den man mit den schlechtesten Werken des Genre verbindet ist vorhanden. Von der Ach-so-armen Heldin mit ihren total speziellen Fähigkeiten, die sie ja so sehr hasst (zumindest wenn es dafür relevant ist den Plot in die länge zu ziehen oder Mitleid vom Leser einzuheimsen), über das 'liebenswerte Arschloch' das nicht ein Iota liebenswertes an sich hat... sie sind alle da, und keiner von ihnen bietet Neues.
Die Herren Orgel verpassen Seite um Seite Gelegenheiten mit den Grundgerüsten des Genre etwas eigenes aufzubauen, und tun lieber so, als ob sie mit diesem Werk das Rad neu erfunden haben.
Die Welt ist tot, da die Autoren mehr Wert auf die Beschreibung von Dreck legen als darauf, der Welt selbst echtes Leben einzuhauchen.
Die Charaktere sind ähnlich tot, scheinen doch zu viele ihrer Entscheidungen nicht durch ihre Persönlichkeit (wenn denn überhaupt vorhanden) gelenkt, sondern allein dadurch, was der Plot gerade braucht.
Selbst jenseits der Handlungen und Wendungen bietet das Werk nichts, was das Genre, wie erwähnt, nicht schon vor Jahrzehnten in Verruf gebracht hätte. Die Namen der Figuren wie der Orte und Gegenstände wirken wie wahl- und lieblos hingeworfen, viele von ihnen scheinen zusätzlich sogar noch durch einen Schlag auf die Tastatur entstanden. Die Autoren versuchen recht krampfhaft durch die Verzerrung mancher Begriffe eine 'eigene' Welt zu schaffen, was aber mehr herausreißt denn eintauchen lässt. Eben da kein wirkliches Gefühl für die Sprache(n) der Welt besteht. Man mag andere Autoren dafür kritisieren, dass sie 'reale' Namen verwenden, aber im Vergleich zu den Herren Orgel lassen jene Autoren darüber zumindest vermuten, wenn nicht sogar erkennen, aus welcher Art von Kultur eine Figur stammt. Hier hingegen herrscht pures, planloses Kauderwelsch vor. Sicher, es gibt Faktoren, die 'einheitlich' sein mögen, aber auch diese scheinen keine wirkliche Grundlage innerhalb der Welt zu besitzen. Stattdessen wirkt es nach wie vor, als ob die Autoren bestrebt waren, durch 'exotische' Begriffe und Schreibweisen das Gefühl einer fantastischen Welt zu erwecken.
Das Ergebnis vermittelt allerdings das gleiche Gefühl, dass man bekommt wenn man eine schlecht übersetzte Bedienungsanleitung zu lesen versucht.
Es ist eigentlich schade, denn die Ansätze zu etwas weniger ausgelaugtem sind durchaus da. Die Chancen werden nur leider nicht genutzt.

NACHTRAG: Außerdem ist der Name, den die Herren Orgel für das Afrikaner-Stand-In Volk gewählt haben, und bei dem nicht ganz klar wird, ob es jetzt der eigentliche Name sein soll oder nicht doch die beruner Variante des N-Wortes... Tja, dieses Wort ist der Name eines wirklich existierenden indigen Gruppe in Kanada. Liebe Herren Orgel. Die Namen kurz nachgooglen wäre doch wirklich nicht zu viel verlangt gewesen...
Profile Image for Nadine.
171 reviews51 followers
March 4, 2019
Das Erbe von Berun ist seit langem das erste deutschsprachige Fantasiebuch, dass ich gelesen habe, weil mich das Cover schon eine Weile neugierig auf die Geschichte gemacht hat und ich es dann schließlich in der Bücherei gefunden habe.

Die Geschichte entspricht einer klassischen Fantasie Geschichte: Wir haben verschiedene Perspektiven, ein Kaiserreich, dass sich aufkommenden Gefahren stellen muss und ein magischen Element, hier in Form von Talenten und Blaustein.

Obwohl das Buch von zwei Autoren geschrieben worden ist, habe ich beim Lesen kaum einen Unterschied im Schreibstil feststellen können. Gerade zu Beginn des Buches habe ich an ein paar Formulieren und Ausdrücken gehangen, aber im Großen und Ganzen war der Schreibstil sehr flüssig und die Geschichte spannend erzählt. Gerade die unterschiedliche Kapitellänge habe ich als sehr angenehm empfunden, da man nach sehr langen Kapiteln mit wenig Handlungsfortschritt ein sehr kurzes Kapitel mit anderem Blickwinkel und Setting als sehr erfrischend empfindet.

Wie bereits erwähnt, gibt es in diesem Buch mehrere Perspektiven, die ich unterschiedlich interessant fand. Zum Einen haben wir Sara, ein junges Mädchen mit ausländischem Hintergrund, dass in Berun, der Hauptstadt des Kaiserreichs, lebt und gezwungenermaßen für einen Kriminellen Dienste erledigt. Dazu kommt, dass sie mit einem Talent gesegnet ist, dass es ihr erlaubt unsichtbar zu werden. Sara ist somit ein typischer Charakter einer Fantasiewelt, der zu Beginn nichts hat und dann in die Ränge der Wohlhabenden und Mächtigen aufsteigt. Leider konnte ich nie so richtig mit ihr warm werden und auch das bisschen Romanze, dass Teil ihrer Kapitel ist, fand ich eher unnötig und nicht wirklich gut ausgearbeitet.
Ein weiterer Charakter ist Marten, der zweite Sohn eines einflussreichen Adeligen und notorischer Spieler und Taugenichts, der durch die Geschehnisse Berun verlassen muss, um in einem anderen, abgelegenen Teil des Kaiserreichs als Soldat zu dienen.
Einer der interessantesten Personen war für mich aber Meister Messer, der im Auftrag der Krone verschiedene Leute im Verlauf der Geschichte aufsucht, um ihnen Botschaften zu überbringen.

Das Fantasie-Element der Geschichte kam für mich leider etwas zu kurz. Es scheint Leute zu geben, die angeborenes Talent besitzen (wie Sara). Außerdem können diese Personen ihre Fähigkeiten mit Hilfe der Einnahme von Blaustein, einem sehr seltenen Stein in dieser Welt, verstärken. Gegen Ende des Buches wird auf diese Talente und den Stein noch mehr eingegangen, aber ich hätte mir hier noch mehr Informationen gewünscht, da auch der Titel der Reihe eben diesen Blaustein enthält.

Die Autoren lassen sich insgesamt sehr viel Zeit, die Charaktere in die richtigen Positionen zu bekommen und daher geht die Handlung nur sehr langsam voran. Manche Elemente im späteren Verlauf wirkten daher für mich auch etwas übereilt und Vieles hat man auch bereits schon in anderen Fantasiebüchern verarbeitet. Dennoch hatte ich nie das Gefühl, die Geschichte zieht sich zu sehr und ich habe das Buch jedes Mal gerne weitergelesen.

Ich hoffe, dass in den weiteren Bänden noch mehr auf die Blausteine und die Talente einiger Personen eingegangen wird. Alles in Allem hat mich das Buch aber gut unterhalten und ich werde die Reihe sicherlich fortsetzen.
Profile Image for Julia Leseritter.
97 reviews6 followers
September 16, 2019
Bin bei dem Buch von Anfang an nicht richtig mitgekommen. Irgendwie ist es aber auch immer derselbe Einheitsbrei. Momentan ist echt der Wurm drin. Werde von der Fantasy erstmal eine kurze Pause machen.
Profile Image for Bücherwolf.
177 reviews12 followers
October 29, 2022
Langweilige Geschichte. Das System mit den Blausteinen klang vielversprechend und war auch gut umgesetzt, der Schreibstil machte es jedoch fast unmöglich der Geschichte zu folgen. Nicht sehr gut.
Profile Image for Philip | Book Walk.
196 reviews126 followers
August 14, 2016
Der Kaiser ist tot. Lang lebe der Kaiser. So oder so ähnlich könnte man die Ausgangssituation der fantastischen Trilogie Die Blausteinkriege vom Autorenduo T. S. Orgel beschreiben. Das Kaiserreich ist riesig, erstreckt sich über weite Teile der bekannten Welt und hat die absolute Machtstellung innerhalb der einzelnen Länder von Tertys. Doch der Löwe von Berun, so wie der Kaiser allgemein genannt worden ist, ist verstorben und sein Erbe entpuppt sich als absolut unfähigen Herrscher, welcher außer Vergnügungen nichts im Sinn hat und das einstige Großreich Berun an den Rand des Untergangs regiert. Das durch eine enttäuschende Führung geschwächte Berun ruft die Kontrahenten auf den Plan, sowohl im eigenen Staat als auch in den angrenzenden Ländern. So stehen Machtspielchen und Intrigen zum alltäglichen Geschäft dieser Fantasywelt.

Immer tiefer darin verwickelt werden die drei Protagonisten, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Sara, ein junges Straßenmädchen entwickelt sich durch fähige Krieger stetig weiter während der sogenannte Puppenspieler seine Fäden zieht und ein Meister seines Fachs ist. Zuletzt hätten wir Marten, welcher als Schwertmann in Diensten des Kaisers stand, sich aber von einem Fettnäpfchen zum anderen hangelt. Trotz der großen Unterschiede der Protagonisten wird im Verlaufe der Geschichte deutlich, dass ihre Schicksale eng miteinander verwoben sind. Es warten große Herausforderungen auf die Charaktere in einer Welt voller Gewalt, Macht und Magie.

Trotz der Tatsache, dass dieses Buch zwei unterschiedliche Autoren geschrieben haben, kann der sehr gelungene Schreibstil überzeugen. Der Leser kann nicht unterscheiden, welcher Abschnitt von welchem Autoren geschrieben worden ist, die Unterschiede, sofern diese überhaupt feststellbar sind, sind marginal, sodass man jederzeit das Gefühl hat, dass das Buch aus der Feder eines einzelnen Autoren stammt. Dies spricht definitiv für die sehr gute Zusammenarbeit des Autorenduos. Der Schreibstil ist absolut gelungen, da er nicht nur flüssig sondern auch sehr bildlich ist, wodurch man ein ganz klares Bild der Handlung und der skizzierten Charaktere erhält. So gelingt es dem Autorenduo T. S. Orgel, mich von Anfang an für diese Geschichte zu begeistern. Die Handlung ist von vorne bis hinten sehr schön geplottet, wodurch eine sich kontinuierlich aufbauende Spannung entfalten kann, welche zwischendurch leider etwas abflacht aber zum Finale wieder kräftig anzieht.

Ungeachtet der komplex gestalteten Handlung und den vielen plausiblen Intrigen und Machenschaften des Hofstaates und der Anreinerstaaten liegt der Fokus nichtsdestotrotz auf der Charakterentwicklung. T. S. Orgel haben hier absolut autentische Personen entworfen, welche allesamt eine enorme Entwicklung erleben.

Besonders die sehr starken weiblichen Charaktere (Sara und die Kaiserin Mutter) fallen positiv ins Gewicht. Die Protagonisten sind nicht nur stark, sondern ticken allesamt unterschiedlich und erzeugen auf ihre ganz eigene Art Sympathien, wodurch man diese ins Herz schließt und mit ihnen in den verschiedensten Herausforderungen und Lebenslagen mitfiebert.

Daher ist Die Blausteinkriege 1 – Das Erbe von Berun ist ein packender Auftaktroman, welcher zwar etwas die magischen Elemente (vor allem die Blausteine, welche mir etwas gefehlt haben) unterschlägt und zwischenzeitlich etwas langatmig wird aber alles in allem mit einer sehr durchdachten Story und fantastischen Charakteren von sich überzeugen kann und mich definitiv neugierig auf die Fortsetzung gemacht hat.

Fazit zu Die Blausteinkriege 1 – Das Erbe von Berun
Sehr durchdachter und komplexer Weltenentwurf, welcher für jeden Fan von High Fantasy Literatur ein echter Lesegenuss sein dürfte. Klare Leseempfehlung für den Auftaktroman der Blausteinkriege Trilogie.
Profile Image for Miri | tthinkttwice.
235 reviews2 followers
April 29, 2016
Meine Meinung zum Buch

Nach langer Zeit habe ich wieder zu einem Buch aus dem High-Fantasy Genre gegriffen. Früher habe ich solche Bücher unfassbar gerne gelesen und je komplexer die Welt war, desto besser. Ehrlich gesagt, hatte ich mich vor Beginn dieses Buches ein wenig gesorgt, das es mir zu komplex werden könnte, da ich eben lange Zeit nicht mehr Gast dieses Genres war.
Ich muss auch zugeben, dass ich zunächst Startschwierigkeiten hatte. Ich hatte verdrängt, dass in einem Auftaktband der High-Fantasy erst einmal gefühlt 1000 Charaktere eingeführt werden und ich brauchte etwas über 100 Seiten, um mir einen Überblick zu verschaffen und mir ein Bild von der Welt und ihren Bewohnern machen zu können.
Ein erfahrener High-Fantasy-Leser würde mich jetzt vermutlich auslachen, denn insgesamt ist das Buch “Die Blausteinkriege” gar nicht so komplex und undurchsichtig, wie es mir zunächst vorgekommen ist. Eigentlich ist es im Verhältnis sogar recht einfach gestrickt und versucht den Leser nicht zu überfordern, so dass auch Wiedereinsteiger oder Neulinge des Genres nicht gleich “abgeschreckt werden”. Hat man sich erst einmal eingelesen, werden Umstände, Charaktere und Umgebungen auch klarer und ergeben Sinn.

Der Schreibstil der Gebrüder Orgel ist sehr angenehm. Er ist leicht zu lesen und überfordert den Leser trotz der vielen unbekannten Namen nicht. An den Schreibstil brauchte ich mich auch nicht gewöhnen, denn dieser gefiel mir gleich von der ersten Seite an.

In “Die Blausteinkriege” begegnen uns viele, viele Charaktere, unter anderem unsere drei Protagonisten. Diese als Hauptcharaktere zu erkennen, gelang mir allerdings nur mit Hilfe des Klappentextes und nach einiger Zeit. Unterschiedliche Pfade, die zunächst nichts miteinander zu tun zu scheinen haben, führen den Leser durch das Buch. Bei zwei der Protagonisten lassen sich nach einiger Zeit Zusammenhänge erkennen, doch in diesem Buch werden die Schicksale dieser drei Personen noch nicht miteinander verwoben. Ich vermute, dass sich das im Laufe des gesamten Epos ändern wird und die drei irgendwann zusammenfinden oder zumindest ihre Geschichten.

Leider muss ich sagen, dass mir für ein High-Fantasy Buch der Aspekt der Magie etwas zu kurz gekommen ist. Ich hätte mir mehr Informationen über die “Gezeichneten” oder die “Verfluchten” gewünscht und wie der Blaustein mit der Nutzung eben dieser Magie zusammenhängt. Es war fast so, als würde dies alles nur ein Randaspekt sein und das fand ich sehr schade.

“Die Blausteinkriege” begann für mich recht verwirrend, brachte dann etwas Licht ins Dunkel, blieb dabei ruhig, um dann Fahrt aufzunehmen und mit einem interessanten Cliffhanger zu enden. Für mich war dieser Cliffhanger allerdings nicht so stark, dass ich jetzt unbedingt und sofort weiterlesen muss. Immerhin dauert es auch noch bis Mitte Oktober bevor Band 2 erscheinen wird.

Fazit

Der Auftaktband der Gebrüder Orgel um die Blausteinkriege ist ein solides Werk, das durchaus begeisterte Leser gefunden hat und auch noch finden wird. Mich konnte es leider nicht ganz überzeugen, dafür kam mir der magische Aspekt der Geschichte leider zu kurz und ich habe zu lange gebraucht, um in die Geschichte zu finden. Vom Schreibstil her haben die Brüder aber genau meinen Geschmack getroffen.
Von mir gibt es gute 3 von 5 Sternen.
Profile Image for Nenatie.
212 reviews26 followers
January 12, 2016
Inhalt
Berun ist ein altes großes Reich, das sich bis jetzt immer auf sein Heer verlassen konnte. Doch der neue Kaiser beachtet sein Heer kaum und kümmert sich mehr um sich selbst. Das sehen die umliegenden Städte und Fürsten als Chance um sich gegen den Kaiser zu stellen.
Mitten in den Wirren der Machtkämpfe kreuzen sich die Wege eines Spions, eines Mädchens und eines Schwertkämpfers. Und die Schicksale aller drei sind mit der Zukunft von Berun verwoben.

Meinung
Fantasy mit Mord und Totschlang und ohne Liebesgeschichte? Da bin ich doch sofort dabei!

Der Einstieg in das Buch ist gleich super spannend, im Prolog erfährt man als Leser ein bisschen was über die Art von Magie die es in der Welt gibt, die Neugier wird geweckt und man will unbedingt wissen was los ist.
Dann ist man in Berun und begleitet die unterschiedlichsten Charaktere auf ihrem Weg, zuerst ist nicht ganz klar wie die Charaktere zusammenpassen, dann verknüpfen sich ihre Wege aber auf wirklich interessante weiße.
Die Geschichte ist sehr komplex, es gibt viele Parteien die alle ihre eigenen, nicht immer klaren, Ziele verfolgen. Viele Intrigen und kleinere und größere Kriege sind Programm. Es gibt viele agierende Charaktere die in der Geschichte ihren Platz finden, zu besserer Übersicht gibt es am Ende ein Personenverzeichnis, das ist teilweise sehr hilfreich.
Die Magie die es im Buch gibt fand ich sehr interessant, es gibt sogenannte Begabte die mit der Hilfe von Blaustein sehr starke Fähigkeiten haben, einige können das auch ohne Blaustein. In Berun selbst ist Magie aber verboten und die Begabten werden gejagt und gefürchtet.

Die Charaktere haben mir gut gefallen, die meisten sind wirklich vielschichtig und teilweise noch undurchschaubar. Es wurde oft hin und her gewechselt, dadurch konnte ich leider keine so wirklich Bindung zu den Charakteren aufbauen, immer wenn ich mich wieder an die aktuelle Situation gewohnt hatte wurde auch schon wieder der Charakter gewechselt. Dadurch steigt zwar die Spannung sehr, weil man einfach wissen will wie es nun mit dem Charakter weiter geht, ich persönlich mag aber zu viele Wechsel nicht. Nicht von jedem Charakter wird das Schicksal noch in Band 1 geklärt, für Band 2 und 3 bleiben also noch viele unbeantwortete Fragen.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Die Autoren schaffen es die Welt bildlich darzustellen ohne zu viel auszuschmücken und zuviele detailierte Beschreibungen.
Die Schlachten sind dafür sehr bildhaft und teilweise brutal, man braucht schon stärkere Nerven dafür. Aber es gibt große Schlachten und es kündigt sich ein sehr großer Krieg an.

Ein guter Einstieg in die Trilogie der Lust auf mehr macht. Für Fans von komplexen Fantasy-Geschichten ein Muss!
Und wer Game of Thrones mag wird sicher auch die Blausteinkriege mögen!

Die Rezi findet ihr auch auf meinem Blog
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November 13, 2015
Bei den Reisenden, ich will mehr!


der Autor:

Hinter dem Pseudonym T. S. Orgel stehen die beiden Brüder Tom und Stephan Orgel. In einem anderen Leben sind sie als Grafikdesigner und Werbetexter beziehungsweise Verlagskaufmann beschäftigt, doch wenn beide zur Feder greifen, geht es in phantastische Welten. Nach einer Reihe von Kurzgeschichten und elektronischen Veröffentlichungen erschien 2012 ihr erster gemeinsamer Roman Orks vs. Zwerge, für den sie im Oktober 2013 den Deutschen Phantastik Preis für das beste deutschsprachige Debüt erhielten.


Klappentext:

Magie ist ein gefährliches Spiel …

Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist.

Das Zeitalter der Blausteinkriege ist angebrochen …


Zitate:

"Wenn man den Seeleuten glaubte, hatte man die beste Chance, in Veycari eine Jungfrau zu finden, wenn man sich unter Hühnern und Enten umsah. Sehr jungen Hühnern und Enten." Seite 59

"Und langsam, Schlag für Schlag, wurde Marten zum ersten Mal wirklich klar, dass er sich mit jedem Zug von seinem bisherigen Leben entfernte. Ihm wurde schlecht." Seite 139

"Schmerz und Tod sind unsere Last. Wir tragen sie mit Dankbarkeit, denn die Wege der Reisenden sind unergründlich. Er weinte, vielleicht lachte er auch. Es machte keinen Unterschied. Seite 261


Charaktere:

Im von ihrer Heimat entfernten Berun lebt Sara. Sie hat wahrlich kein leichtes Leben, denn von den Einwohnern wird sie aufgrund ihrer dunklen Hautfarbe verachtet, außerdem gilt sie als verflucht. Sie ist gezwungen ihrem "Ziehvater" Feyst zu dienen, der schrecklich und jähzornig nicht nur sie, sondern sowohl andere Kinder als auch seine eigenen Söhne zu seinen unlauteren Zwecken einsetzt. Trotz ihrem harten Leben versucht sie sich selbst treu zu bleiben. Sie ist mutig, hat ein gutes Herz und manchmal bringt ihre vorlaute Klappe ihr leider Probleme ein.

Marten ist, wie sein Freund Danil, der geborene Schürzenjäger und Lebemann, der auch mal sein Leben riskiert, indem er sich an Schwestern von Edelmänner ranmacht ;) Er trinkt gerne und treibt sich regelmäßig in freizügigen, einschlägigen Etablissements rum. In seiner Familie ist er nicht besonders hoch angesehen, da er nicht zum Ordensritter wurde. Doch wie das Leben so spielt, hat er ausgerechnet bei Feyst Spielschulden, was ihn in eine dumme Zwickmühle bringt. Ehe er sich versieht, ist er dem Gutwillen anderer ausgeliefert und befindet sich bereits mitten im Spiel...

Henrey der Puppenspieler ist ein fairer aber dennoch gefährlicher Mann. Auch wenn zu Beginn der Geschichte nicht so recht klar ist, wen er darstellt und was seine Rolle ist, merkt man doch gleich, dass er sich zu einem gefährlichen Gegner entwickeln kann. Seine oberste Prämisse ist es, seine Ziele zu verfolgen, hierbei stellt er sich als durchtrieben und clever heraus. Der Puppenspieler ist definitiv kein Mann, den man gegen sich wissen möchte.


Meinung:

Wer ab und zu bei mir vorbeischaut, weiß, dass ich in der Regel meine Rezensionen mit einer kurzen Zusammenfassung der ersten Seiten beginne. Heute werde ich mal eine Ausnahme machen und dies mit den Charakterbeschreibungen verweben. Warum? "Das Erbe von Berun" ist einfach zu komplex, zu umfassend und hat zu viele Charaktere, um dem in einer Zusammenfassung gerecht zu werden. Da wüsste man ja gar nicht, wo man anfangen und aufhören soll :D Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass das Buch nichts für Zwischendurch ist. Ein Lesen auf mehrere Wochen ist auf Grund der Komplexität des Buches eher nicht zu empfehlen. Aber dafür ist auch die Neugier, die beim Lesen entsteht, zu groß ;)

Und wer jetzt denkt "Oha, höre ich da eine gewisse Begeisterung heraus?", dem kann ich nur sagen: "DEFINITIV"!
Von Anfang an werden wir Zeuge einer umwerfenden Welt. Pflanzen, Tiere (nein, ich möchte keiner Ralld-Spinne oder ihrem Netz begegnen), Landschaften, Gebäude... Der Fantasie der Autoren scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Der Leser kann dies alles und noch mehr geradezu vor Augen sehen. Obwohl manche vielleicht, gerade bei den blutigen Szenen, eventuell darauf verzichten könnten. Wobei... Vielleicht lieber nicht ;)
Aber überzeugt euch selbst!

Der Schreibstil ist überaus fantasie- und detailreich, was uns immer tiefer in das Geschehen hineintauchen lässt. Er umfasst sowohl raue Umgangsformen, blutige Kämpfe als auch einen schön gesponnenen Faden, der die drei Schicksale von Sara, Marten und Henrey langsam aber unwiderruflich miteinander verbindet.

Dazu kommen die ständigen Perspektivenwechsel, die nach und nach alle Protagonisten (sowie den ein oder anderen Antagonisten) zum Leben erwecken. Wobei mir persönlich die etwas schrägeren so richtig gut gefallen haben!
Durch das kreierte Setting voller Geheimnisse, Mythen, Aberglauben, Magie, Politik und Intrigen, kann man gar nicht anders, als durchgehend mit den Charakteren mitzufiebern, zu leiden und zu lachen, wenn sich bei ihnen wieder eine Wendung auftut.

Spannung, Abenteuer, Humor... Hier kommt kein Freund der hohen Fantasy zu kurz! Alles in allem bleibt mir eigentlich nur zu sagen: "ein gigantischer Auftakt!! Aber wo bleibt bitte Band 2 nur???" ;)


Vielen herzlichen Dank an Heyne für dieses Rezensionsexemplar!

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December 2, 2015
Erst wollte ich nicht… wirklich. Das Buch hörte sich zwar interessant an, aber aufgrund der Höhe meines SuBs wollte ich wirklich nicht. Bis ich das Autorenduo auf der Buchmesse in Frankfurt persönlich getroffen habe. Beide waren so natürlich, so ehrlich und so witzig. Und sehr charmant, gerade weil sie ja einige Fragen über sich ergehen lassen mussten. Trotzdem blieben sie professionell, gaben interessante Antworten und hatten mich damit für sich und natürlich ihr neuestes Werk „Die Blausteinkriege - Das Erbe von Berun“ eingenommen.

Und dann wollte ich. Und wie ich wollte! Und ich bereue nichts. Der 608 Seiten starke Fantasy-Auftakt zu der neuen Trilogie von Tom und Stephan Orgel ist im wahrsten Sinne des Wortes fantastisch. Ich komme nicht umhin, hier einen kleinen Vergleich zu George R.R. Martin zu ziehen. Denn T.S. Orgel haben es geschafft, mich für einen Fantasy-Roman zu begeistern, der erstens in einer anderen Welt spielt und zweitens mit wenig Fantasy auskommt, aber trotzdem reinste Phantasie ist.

Es gibt zwar die sog. Blausteine, denen eine gewisse Wirkung nachgewiesen wird. Wer sie kaut oder als Pulver schluckt, der weckt sein Talent. Dies ist unterschiedlich. Der eine kann Wasser beherrschen, die andere wird unsichtbar, der dritte kann durch Metalle gehen usw. Hört sich im ersten Moment sehr nach X-Men an, geht aber dann doch in eine andere Richtung. Dieses sparsame Einsetzen von Fantasy-Elementen hat mich dann letztendlich überzeugt und so war ich froh, jede freie Minute mit Lesen dieses Buches verbringen zu können.

Die Brüder haben einen sehr fesselnden Schreibstil und ich konnte wirklich keinen Unterschied in den einzelnen Kapitel feststellen. So war nicht ersichtlich, dass sich zwei Autoren an diesem Buch verweilt haben. Die Ergänzung der beiden war in meinen Augen einfach perfekt.

Ich will das Buch nicht ganz in den blauen Himmel loben (Achtung: Wortspiel!), gab es doch einige Stellen, die sich etwas gezogen haben. Gerade zum Schluss gab es einige Szenen, die etwas „weniger“ hätten sein dürfen. Dafür gab es aber auch wieder Dinge, wo etwas „Mehr“ gut getan hätte.

Die Kapitel sind abwechselnd aus Sicht von Sara und Marten geschrieben. Zwischendurch gibt es mal Einwürfe von einem Boten namens Messer, der eher ungewöhnliche Botengänge erledigt und einem jungen Mann namens Lebrec, der auf der Flucht ist. Warum, kriegt man nur häppchenweise zu lesen und letztendlich weiß man es dann doch nicht so genau. Aber dies birgt auch einen gewissen Reiz, denn nun will ich natürlich auch den nächsten Band lesen, auf den ich hoffentlich nicht allzu lang warten muss.

Die Charaktere sind sehr sympathisch. Allen voran hat mir Marten sehr gut gefallen. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, weiß aber, wann er diesen zu halten hat, um sich nicht selbst unnötigen Gefahren auszusetzen - zumindest meistens. Und Sara macht eine komplette Verwandlung durch. Wie leicht sie sich allerdings allem anpassen kann, fand ich bemerkenswert. Aber auch sie zieht Vorteile aus dem, was sich für ergibt.

Am Ende bleiben einige Dinge unbeantwortet - logischerweise. Die Spannung ist auf dem Höhepunkt und ich bin gespannt, wie der Handlungsbogen weiter gespannt wird. Aber ich denke, dass ich hier keine Sorgen machen muss. Wenn die Autoren weiterhin das Niveau halten, wird einem eine interessante und vor allem ausgereifte Reihe vorliegen.

Auch auf das Cover möchte ich kurz eingehen. Es ist - natürlich - blau, sehr blau. Und damit hat es eine gewisse Sogwirkung, gerade bei mir. Es ist wunderschön und passt sehr gut zu der Geschichte rund um die magischen Blausteine, die Charaktere mit schwerem Werdegang und dem geheimnisvollen Erde von Berun.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt mit klitzekleinen Längen und interessanten Protagonisten.
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February 7, 2016
Der Auftakt dieser neuen Buchreihe hat mir gut gefallen, war jetzt aber nicht ganz so beeindruckend wie ich es mir erhofft habe. Das Konzept der Geschichte fand ich klasse, da habe ich eigentlich auch nichts zu bemängeln. Die Idee mit den Blausteinen gefällt mir und auch die Welt Tertys ist interessant aufgebaut worden, wobei ich es ein klein wenig schade finde, dass nicht alle im Buch erwähnten Ortschaften auf der farbigen Karte vorne im Buch zu finden sind. Gut ist natürlich, dass es im Anhang ein Personenverzeichnis gibt, da in diesem 600 Seiten-Wälzer ziemlich viele Figuren vorkommen. Auf Berun wurde eingehend während der Geschichte eingegangen, allerdings kam es mir so vor, als kämen die Kolnorer und die Metis viel zu kurz. Gerade bei diesen beiden Völkern hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht. Die raubeinigen Kolnorer fand ich ziemlich cool und ich hätte mir gewünscht auch ein wenig mehr über das Land zu lesen in dem sie leben. Die Metis fand ich irgendwie noch weniger greifbar. Gerade von diesem exotischen Volk hätte ich mir doch etwas mehr Informationen gewünscht. Sie waren zwar da, aber beim Lesen hat eben diese gewisse Faszination gefehlt und die Figuren kamen meiner Meinung nach auch ein wenig lasch rüber.
Wo ich gerade bei den Figuren bin, musste ich beim Lesen auch feststellen, dass ich irgendwie keine richtige Lieblingsfigur habe. Mit den drei Hauptfiguren Sara, Danil und Marten konnte ich leider nicht allzu viel anfangen. Ich fand auch keinen von ihnen richtig sympathisch. Vor allem bei Sara hat es mich genervt, dass sie ständig gerettet werden musste. Da habe ich am Ende bei ihr kaum noch mitgefiebert. Es hätte mich auch nicht gestört, wenn die Autoren sie aus der Geschichte rausgenommen hätten. Der Einzige, der für mich noch interessant war, war der Puppenspieler sowie einige andere Nebenfiguren, vor allem die Szenen mit Lebrec fand ich spannend.
Auch die Idee mit den Talenten gefiel mir, aber gerade bei Sara fand ich es nicht ganz so gut umgesetzt. Als sie ihr Talent das erste Mal benutzt hat, habe ich es beim Lesen irgendwie gar nicht so richtig wahrgenommen. Das fiel mir erst bei der nächsten Gelegenheit auf und war leicht verwirrend für mich.
Die Legenden und Mythen im Buch fand ich klasse umgesetzt. Die habe ich sehr gerne gelesen und finde, dass die Autoren in dieser Hinsicht gute Arbeit geleistet haben.
Die Handlung gefiel mir soweit auch. Es gab ständig diese vorhersehbaren Momente, in denen man ahnt wie es weiter geht und dann wird man doch noch mal überrascht und hat einen Aha!-Moment. Das fand ich äußerst angenehm beim Lesen.
Allgemein finde ich es toll, was die beiden Autoren sich hier haben einfallen lassen. Es gibt Ideen im Buch, die noch relativ unverbraucht wirken und auch die Umsetzung finde ich gelungen, nur bei den Figuren und Völkern hapert es leider ein wenig. Vielleicht liegt es auch daran, dass schon alles in den ersten Band gequetscht wurde. Ich lasse mich mal vom zweiten Band überraschen wie die Handlung weiter gehen wird.
Die 600 Seiten liest man erstaunlich schnell weg, da diese auch nicht allzu textlastig sind und die Autoren einen sehr angenehmen Schreibstil haben. Der Cliffhanger am Ende ist auch gut gewählt. Der Ausgang am Ende des Bandes macht zwar neugierig wie es weitergeht, hat aber nicht so einen fiesen Cliffhanger wie man es z. B. von den Kings & Fools-Romanen her kennt.

Reinlesen lohnt sich auf alle Fälle. T.S. Orgel haben hier eine tolle Welt aufgebaut, die zum Schmöckern einlädt und schicken ihre Figuren auf spannende Abenteuer. Der erste Band hat durchaus seine Schwächen, glänzt aber mit einer tollen Handlung und überraschenden Momenten.
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October 17, 2015
Wieso ich das Buch lesen wollte, schaut euch das Cover an. Es ist ein Traum. Man sieht eine wunderschöne Burg und ein großes Heer davor. Selten habe ich ein Cover mit so vielen Details gesehen, ich bin richtig verliebt. Doch das Buch punktet nicht nur mit einem beeindruckend Cover, sondern auch mit einer umwerfend Geschichte. Die Geschichte hält, was das Cover verspricht.

Zu Beginn des Buches gibt es ein Inhaltsverzeichnis, so habe ich auch gleich das Personenverzeichnis am Ende gefunden. Welches wirklich sehr hilfreich war, ich kann nicht sagen, wie oft ich nach hinten geblättert habe, aber es war sehr oft. Fast genau so oft habe ich nach vorne geschaut, dort findet man nämlich eine Karte. Sie ist auf alt getrimmt und schaut richtig toll aus. Sie hat mir oft geholfen den räumlichen Weg besser zu begreifen. Und auch dabei, mir die Welt besser Vorstellen zu können.

Der Leser begleitet immer wieder unterschiedliche Charaktere. Trotzdem habe ich nie die Orientierung verloren. Ich wusste immer wen ich gerade begleite bzw. wo ich bin. So erlebt man als Leser so einiges. Man lernt einen Auftragsmörder kenne, Kriegsknechte, ein Straßenmädchen, Fürstinnen und noch viele mehr. Trotz dieser Fülle an Charaktere, haben die wichtigen alle einen Wiedererkennungswert. Ich könnte sie mir alle gut Vorstellen und habe auch den ein oder anderen Lieb gewonnen. Gefallen hat mir auch, dass sie Facettenreich sind, sie bewegen sich in verschiedenen Grauabstufungen. Ich habe mich lange gefragt, wer die "Guten" und wer die " Bösen" sind und bin zu dem Entschluss gekommen, es gibt sie nicht.

Der Schreibstil der Autoren ist sehr flüssig zu lesen. Genau die Richtige Mischung aus Beschreibungen und Handeln. Mit seinen 600 Seiten ist es ein kleiner Brummer, doch gelangweilt habe ich mich an keiner Stelle. Die letzten 300 Seiten habe ich am Stück gelesen, es war wie ein Zog. Da die Perspektive immer wieder wechselt, wollte ich immer mehr lesen, um zu wissen wie es weiter geht. Besonders gefallen hat mir auch der Humor, bissige und sarkastische Sätze, über die ich öfters schmunzeln musste. Es ging auch des öfteren Brutal zu, Körperteile wurden abgetrennt, Menschen abgeschlachtet. Doch hatte es nichts Vulgäres, was mich oft bei Erwachsenen High Fantasy Büchern stört. Eine Liebesgeschichte wird nur ganz ganz leicht angedeutet. Die Fantasy Elemente kommen auch nur dezent vor, sind aber trotzdem sehr interessant und viel versprechend.Ich bin wirklich sehr gespannt wie es weiter gehen wird in einem Jahr. Kommt es zu einem Krieg, welche Intrigen werde Früchte tragen, wer steckt wo dahinter. Werden alle überleben, die mir sympathisch geworden sind. Habe ich die richtigen Vermutungen angestellt oder bin ich jemanden auf den Leim gegangen. Es bleiben viele Fragen offen und doch bleibe ich nicht frustriert, sondern neugierig zurück. Es ist genau die richtige Mischung, aus Antworten und offenen Fragen.

T.S Orgel steht für für die beiden Brüder Tom und Stephan Orgel. Ihre Orks vs. Zwerge Reihe sagte mir, bevor ich dieses Buch hier las nichts, doch nun werde ich sie mir mal genauer anschauen. Da mich der Schreibstil und die Ideen, der beiden überzeugen konnten.

Fazit:
Von außen und innen Top.
Die Geschichte muss sich nicht hinter dem beeindruckenden Cover verstecken.
Das ist High Fantasy, wie ich es liebe.
Facettenreiche Charaktere, grauabstufungen und keine Schubladen.
Dezenter Magie Anteil, in einer ideenreichen und neuen Welt.
Ich will mehr!
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1,337 reviews18 followers
January 22, 2016
Schwierig, schwierig dieses Buch.
Ich habe mich riesig auf den Auftakt dieser Trilogie gefreut, weil ich finde der Klappentext klingt sehr interessant und vielversprechend.
Zusätzlich hat mich das Cover auch sehr angesprochen, weil es sehr schön ist, mit der Burg und in einem tollen blau gehalten.
Es wird die Geschichte von Marten, Sara und Henrey Thoren erzählt. Die drei befinden sich in Berun ein Land, dass von einem neuen Kaiser regiert wird, der allerdings nicht sehr stark und vergisst die Grenzen des Landes zu festigen und somit die Feinde dazu verlockt sich gegen ihn zu verbünden.
Jede der drei Hauptpersonen hat eine Aufgabe zu “erledigen”, Henrey ist ein Spion der Kaiserinmutter, Marten ein Schwertmann und Sara, ein junges Mädchen, das sich nicht unterkriegen lässt.
Durch die Rebellion die sich entwickelt, ist das ganze Reich bedroht, dieses Buch ist aber nur der erste Teil und somit endet das Buch offen…

Ich muss leider sagen, der Auftakt ist für mich sehr anstrengend gewesen, weil in jedem Kapitel kommen andere Personen vor, jedes Kapitel wechselt den Ort und ich musste sehr oft zurückblättern um zu schauen, wer diese Person nochmals gewesen war.
Was mir aber sehr gut gefallen hat, ist das es den Autoren gelungen ist, alles sehr genau zu beschreiben, egal, ob es jetzt zB Sara, die sich nicht unterkriegen lässt oder auch die Orte, wirklich eine tolle Sache.
Ich hatte oft, das Gefühl in Berun zu sein, so genau haben die beiden Autoren alles beschrieben.
81 reviews
September 14, 2023
"Blaustein Kriege: Das Erbe von Berun" verspricht eine fesselnde Handlung in einer faszinierenden Welt, in der Macht und Magie auf dem Spiel stehen. Die Geschichte spielt in einem heruntergekommenen Kaiserreich, in dem der Glaube an den magischen Blaustein von der Inquisition brutal verfolgt wird. Die Charaktere, darunter ein Straßenmädchen, ein Garderitter und ein Geheimagent, bieten eine abwechslungsreiche Mischung und versprechen interessante Entwicklungen.

Leider erreicht das Buch nicht ganz sein volles Potenzial. Die Handlung kann zuweilen vorhersehbar sein, und die Charakterentwicklung könnte tiefergehend sein. Trotzdem bietet "Blaustein Kriege" eine solide Welt, die erkundet werden kann, und einige spannende Momente.

Insgesamt ist "Blaustein Kriege: Das Erbe von Berun" eine solide Fantasy-Geschichte mit einem interessanten Setting und vielfältigen Charakteren, obwohl es in puncto Handlung und Charaktertiefe Raum für Verbesserungen gibt.
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1,494 reviews45 followers
December 12, 2015

Kurzbeschreibung
Das Kaiserreich Berun steht kurz vor dem Untergang.
Seine große Blütezeit und Macht begründet auf der Effizienz und Schlagkraft seiner Heere.

Der alte Kaiser Harand ad Berun, auch der Löwe von Berun genannt, ist tot, sein Reich zerfällt und die Fürstentümer die durch seine äußerst schlagkräftigen Heere einst bezwungen wurden, begehren auf.
Sein Sohn der neue Kaiser, liebt es eher Feste zu feiern als seine Grenzen zu sichern. So kommt es das seine Feinde im südlichen Macouban eine Rebellion in Gang setzen die einen Krieg herauf beschwört der alles zu zerstören droht...




Cover
Das Cover ist fantastisch, ein absolutes Highlight und besticht durch seine vielen Details. Die eindrucksvolle Burg schimmert in einem blauweißen Farbton und zieht den Blick sofort auf sich. Düstere Wolken über der Burg und ein großes Heer davor, gerüstet für eine Belagerung und die farbliche Abstimmung machen das Cover zu einem absoluten Hingucker.



Schreibstil
Das Autorenduo T. S. Orgel hat einen fantastischen Schreibstil der mich schnell mitgerissen und in seinen Bann gezogen hat.
Die Geschichte ist voller Energie, spannend und actionreich so dass man schnell im Geschehen drin ist.
Es gibt verschiedene Perspektivwechsel die einen guten Überblick über die Geschehnisse geben. Sie sind gespickt mit sehr vielen Details, sodass man alles wie im Film bildhaft vor Augen hat, das sorgt für großartiges Kopfkino.



Meinung
Wenn das Schicksal andere Pläne hat...

Dann sind wir in Berun angekommen.
Was mir sofort aufgefallen ist als ich das Buch aufgeschlagen habe und mir sehr gut gefällt, ist die schöne Landkarte. So kann man sich sehr gut einen Überblick darüber verschaffen wo die Reisen der einzelnen Charaktere hingehen.

Es gibt auch ein Personenverzeichnis das ich leider erst relativ spät gesehen habe, da es sich auf den letzten Seiten befindet. Ich finde es sehr hilfreich, da es sehr viele Charaktere gibt, so kann man immer noch einmal kurz nachschlagen, wenn man wegen eines Charakters unsicher ist.

Die Welt die die Autoren erschaffen haben ist sehr komplex, düster, manchmal unheimlich und gruselig, so bin ich sehr froh dass es diese speziellen Spinnen bei uns nicht gibt. ;)

Das Kaiserreich Berun ist bedroht und das nicht nur von außen. Der neue Kaiser kümmert sich nicht sehr um den Erhalt seines Reiches, da er mehr daran interessiert ist mit rauschenden Festen zu glänzen.
So kommt es das viele Intrigen gesponnen werden die das Reich von innen genauso bedrohen wie die Feinde von außen.

Da kommen unsere Hauptcharaktere ins Spiel. Sara hatte es nicht leicht gehabt in ihrem jungen Leben. Doch sie weiß sich zu wehren und lässt sich nicht einfach unterkriegen, oder verbiegen. So landete sie bei Feyst Dreiauge, der außer ihr noch viele andere Kinder für sich arbeiten lässt. Sie haben keine Wahl, denn wer nicht spurt….

Bis sie auf den Puppenspieler Henrey Thoren trifft, ein Spion der Mutter des neuen Kaisers, der im Hintergrund sehr viele Fäden zieht. Er ist sehr effizient und gnadenlos, sehr vielschichtig und schwer zu durschauen, er ist keiner den man ernsthaft gegen sich haben möchte. Sie sollte ihn in eine Falle locken, doch sie warnt ihn und er befreit sie aus Feysts Klauen.

Dann ist da noch Marten ad Sussetz, ein Schwertmann des Kaisers, ein Spieler und Frauenheld, der sich durch seine leichtsinnigen Eskapaden und falsche Entscheidungen sein Leben ruiniert. So kommt es dass es das es ihn, statt zuhause Karriere zu machen, zwangsweise ins unwirtliche Macouban verschlägt.
Meister Messer zum Beispiel ist ein Charakter den man nicht wirklich mag, den man wegen seiner Effizienz aber irgendwie bewundert. Er ist ein Killer der, wenn er einen Auftrag angenommen hat, ihn zu hundert Prozent ausführt. Er hat ein Talent den Menschen jeglichen Schmerz zu nehmen, bevor diese bemerken was mit ihnen passiert ist es zu spät.

Es gibt sehr viele Charaktere die alle unterschiedlich angelegt sind, sehr facettenreich, teilweise mit den ungewöhnlichsten Eigenschaften. Sie verändern sich, entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter und das nicht immer zum Guten.
Es dreht sich viel um den Blaustein der äußerst selten und doch sehr begeehrt ist. Viele Menschen in Berun haben magische Fähigkeiten die durch den Blaustein verstärkt und gefördert werden. Doch wurde die Magie in Berun fast ausgerottet.

Die Geschichte ist sehr komplex und baut sich langsam auf. Es passiert einiges unvorhergesehenes mit dem man so nicht gerechnet hätte, einige Fäden laufen zusammen und es gibt einige überraschende Wendungen die zusätzlich für Spannung und Action sorgen. Man fiebert und hofft mit den Protagonisten mit und ist völlig in der Geschichte gefangen und fliegt nur so durch die Seiten.
Die tollen Dialoge und der besondere Humor sorgen zusätzlich für ein großes Lesevergnügen.

Es gibt natürlich viele offene Fragen, die mich mit Spannung auf die Fortsetzung warten lassen...


Fazit
Ein fantastischer Auftakt einer High Fantasy Trilogie die mich völlig begeistert und in seinen Bann gezogen hat. Intrigen, Spannung, Action und Humor vom Feinsten.

Absolute Leseempfehlung!!!

5 von 5 Sternen
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September 18, 2020
Eine großartige Geschichte voller Helden und Heldinnen, mit Überraschungen und allem, was eine Geschichte lesenswert macht.
Profile Image for Jil.
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November 16, 2015
Wenn die blaue Macht in Deinem Innern erwacht und Imperien zu fallen beginnen…

Auf den Inhalt des Beginns der ‚Blausteinkriege‘ möchte ich gar nicht so sehr eingehen, denn der knappe Klappentext selbst lässt schon vieles an Geschehen erahnen, dass in dieser Romanreihe an Brisanz und Wichtigkeit gewinnen wird. Daher werde ich Euch einfach mal nur sagen, was mich an der Geschichte und ihrer Ausarbeitung so überzeugt hat.
Der Auftakt des neuen Fantasy-Epos der Orgelbrüder glänzt in seiner detaillierten Ausarbeitung und wunderbaren Komplexität. Der Roman überzeugt durch fein gezeichnete, plastisch wirkende Bilder um die Welt(en) des Blausteins und deren Macht, die sich beim Lesen visualisieren.
Das in Blautönen gehaltene Cover mit seinem Schloss und den Heerscharen, die passend zum Titel schon die Idee des Buches vermitteln, mutet in einem matten und samtigen Touch zu großem Lesevergnügen an.
Ein großer Bonus in diesem dicken Wälzer von knapp 600 fantastischen Seiten, der das Ganze vervollkommnet, ist die Landkarte samt Glossar, die einem die Gänze dieses einzigartig gelungenen Epos verdeutlichen und einem jederzeit die Möglichkeit der Nachvollziehbarkeit und des Erkundens dieses Abenteuers ermöglichen.
Die Autoren selbst sind sehr herzlich und lesernah. Ich hatte im Rahmen der #FBM2015 kurz die Möglichkeit mit dem Autorenduo ins Gespräch zu kommen und konnte so vieles über ihren Arbeitsalltag und ihr Schreiben erfahren. Sehr charmant, informativ und liebenswert. Mit ihrem aktuellen Roman ‚Die Blausteinkriege I.‘ schafften sie es, mich vor allem durch ihre kontrastreiche und visuelle Sprache sowie das Schaffen echter und fantastischer, herausfordernder Figuren zu überzeugen. Ebenso vielfältig sind auch die Charaktere. Es gibt welche, die liebevoll und hart zugleich anmuten. Dann sind da auch die charakterlich hässlichen, dafür aber umso ehrlicheren und greifbarer wirkende Figuren. Es sind Charaktere, die erst um die Sympathie der Leser kämpfen müssen und jene, die sich darum nicht scheren. Das macht sie haptisch und echt und liefert dem Roman auch in seiner an sich fantastischen Grundlage authentische Strukturen. Ein weiterer Vorteil dabei sind auch die kapitelweisen Perspektivenwechsel, die einen den Fortgang der Geschichte aus den Augen der ca. fünf Hauptpersonen erfahren lassen. Welche das sind, gilt es für Euch durch das Lesen selbst zu ergründen. An dieser Stelle meinerseits ein kleiner Kritikpunkt. Ich persönlich hätte die recht kurzen Kapitel an manchen Stellen gerne etwas ausgeweiteter gesehen, bzw. generell eine gleichbleibendere Kapitellänge begrüßt. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt, der der Kraft und Aussage des Romans keinen Abbruch tut.(FOTO)
Es hat mich eine Weile gedauert, dieses Epos in seiner Fülle zu verschlingen. Ich wollte ihm einfach die Zeit geben, derer es bedarf, um seinen Zauber und sein Abenteuer vollends entfalten zu können. Und genau das ist dieses Buch: voller Zauber, Abenteuer und dem Spiel um die Macht. Ein Spiel dessen Fäden durch einen Puppenspieler im Hintergrund gezogen werden, während jeder Bereich, jede Schicht dieser Welt seine Kämpfer bekommt. Kämpfer in einem Kampf um die Oberhand und einer Verflechtung vieler Einzelschicksale, die – ob sie es wollen oder nicht – unwiderruflich miteinander in Verbindung stehen. In Verbindung in einem Kampf um Erhalt und Zerfall. Um Widerstand und Sieg. Um das Bekunden, dass sich zu manchen Zeiten Religion, Herrschaft und Dekadenz vor der Vernunft verbeugen (sollten). Imperien fallen, doch der Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Es ist ein Epos über den Zerfall von einst so festen Strukturen einer Gesellschaft, und den Chancen und Risiken, die daraus erwachsen. Es stehen sich Welten von Herrschern gegenüber, die ein jeder für sich, die zerstörerische Macht des Blausteines beanspruchen und zugleich verfluchen. Schicksale werden verworfen und neu gebildet. Einstige Helden zerbrechen an ihren Taten und neue steigen empor. Allem aber liegt ein unerschütterliches Wissen zugrunde, das viele einfach nicht wahrhaben wollen: Magie hat immer ihren Preis und das Spiel mit ihr ist stets gefährlich.
Ob die Wenigen, die sich dieser Tatsache bewusst sind, das Schicksal der Welt zum Guten wenden können, bleibt Euch durch Lesen dieses Auftaktes selbst zu erfahren. Es lohnt sich. Es ist ein Abtauchen aus unserer Welt in das Unbekannte und dennoch fallen einem Parallelen zum Geschick unserer eigenen Welt auf. Lasst Euch begeistern und erlebt die ‚Blausteinkriege‘ selbst.
Profile Image for Sofia.
445 reviews18 followers
January 1, 2016
Aufmachung:

Mir gefällt die Gestaltung dieses Buches wirklich sehr gut. Nicht nur das Cover ist wunderschön (blaue Cover sind allgemein immer schön. Ich habe noch nie ein nicht-schönes blaues Cover gesehen glaube ich), auch die Gestaltung der Klappe. Vorne ist nämlich eine Karte eingezeichnet, und zwar nicht einfach nur eine Karte, sondern eine wirklich schöne Karte. Generell finde ich Karten in Fantasy-Büchern ja immer schön, weil man sich dann so einfach leichter vorstellen kann, wo die Protagonisten gerade sind und wo sie noch hinmüssen und so weiter. Aber diese Karte hier ist noch schöner als alle anderen Karten, weil die hier nicht wie viele andere einfach nur schwarz-weiß ist, sondern bunt. Und das finde ich sehr schön, einfach weil das schon ein qualitativen Unterschied macht und das Preis-Leistungs-Verhältnis so auch anhebt.
Kurz gesagt finde ich die Aufmachung dieses Buches also wirklich schön.

Meine Meinung:

Also, man wird bereits am Anfang schon in die Geschichte geworfen, und wie man am ersten Satz unschwer erkennen kann, ist der Spannungsbogen auch direkt sehr weit oben. Man lernt sofort die ersten Figuren kennen, die bereits ums Leben kämpfen, allerdings kann man sich überhaupt noch nicht vorstellen, wer denn jetzt gut oder böse ist, oder wohin das Ganze führt. Was dann natürlich auch der Grund für die bereits zu Anfang sehr hohe Spannung ist.
Im Laufe der Handlung lernt man die Charaktere selbstverständlich noch ein bisschen besser kennen. Man merkt, dass keiner wirklich einseitig gut oder böse ist. Sie alle haben verschiedene Seiten an sich, die man als Leser gleichermaßen gutheißt oder missbilligt.
Dadurch sind die Figuren schwer in irgendeine Schublade zu stecken. Außerdem bewirkt dieser Facettenreichtum, dass jeder einzelne einem noch mehr ans Herz weckt, auch wenn man sich bis zum Schluss nicht sicher ist, wem man jetzt wirklich trauen kann und wer nur ein Spielchen spielt.
Und gerade diese Sympathie gepaart mit dem Misstrauen gegenüber den Figuren macht die ohnehin schon spannende Geschichte noch spannender, sodass man, selbst wenn es schon spät in der Nacht ist und man am nächsten Tag eigentlich früh aufstehen muss (ähm, ja.. also eigentlich Standard... xD), das Buch nur mit enormer Willensstärke aus der Hand legen kann. Selbst die längeren Kapitel halten einen nicht vom Weiterlesen ab.
Und obwohl das Misstrauen da ist, hat man erhebliche Schwierigkeiten damit, die Handlungen der Figuren zu durchschauen. Ich war jedes Mal überrascht, wenn die Charaktere überhaupt nicht so agiert haben, wie ich es erwartet hätte. Das macht Die Blausteinkriege sehr unvorhersehbar und führt zu einigen wirklich interessanten Plottwists. Die dann wahrscheinlich auch ein Grund waren, weshalb ich teilweise bis in die tiefe Nacht lesen musste.
Genauso umhauend war demnach auch das Ende und ich musste erst einmal ein bisschen Pause machen, bevor ich das Buch wirklich auf Seite legen konnte. Aber der Cliffhanger macht einen natürlich nicht nur seelisch fertig, sondern auch neugierig auf den Folgeband, der hoffentlich bald erscheint.
Ich liebe ja High-Fantasy-Bücher, in deren neue Welten man ohne große Mühe eintauchen kann, aber dafür nur umso schwerer wieder hinausfindet, und Die Blausteinkriege ist definitiv so ein Buch, dessen Hintergrundidee mir so auch noch nicht untergekommen ist.

Fazit:

Ein absolut toller Auftakt zu einer hoffentlich noch tolleren Reihe. Spannung, Plot und Charaktere überzeugen zweifellos und der Cliffhanger macht neugierig auf den zweiten Band.
5/5 Lesehasen.
Profile Image for Buchdrache.
339 reviews20 followers
July 7, 2016
Sie werden als die Fantasy-Sensation des Jahres gefeiert: Breits mit „Orks vs. Zwerge“ betrat das Autorenduo Tom und Stephan Orgel die deutsche Phantastik-Bühne. Nun machen sie mit den Blausteinkriegen, dem Auftakt ihrer neuen Reihe, erneut auf sich aufmerksam.

Einst war Berun ein mächtiges Kaiserreich. Die „Löwen von Berun“ nennt man seine Kaiser, die mit ihrem schlagkräftigen Heer eine Eroberung nach der anderen verzeichnen können. Magie, gewirkt durch die sogenannten Blausteine, betrachten die Beruner als verachtenswert, den Glauben an die Götter haben sie untersagt. Das schafft natürlich auch Feinde. Als sich der neue Kaiser nicht zuletzt durch Intrigen in den eigenen Reihen als schwach erweist, wittern sie ihre Chance und setzen zum Gegenschlag an.

Leider hält die „Sensation“ nicht ganz, was sie verspricht. Die ersten Kapitel stellen einen interessanten Einstieg in die Handlung und in die Welt dar und machen neugierig auf das, was die Orgel-Brüder erschufen. Das Magiesystem wirkt interessant und kreativ, Potenzial für Konflikte ist da. Allein schon der religiöse Aspekt eröffnet dabei allerhand Möglichkeiten. Das eindeutig weltlich veranlagte Berun hat den Glauben an die alten Götter abgeschafft und das Wirken von Magie als abnormal eingestuft. Freilich stößt das vor allem unter den eroberten Völkern auf Widerwillen, die dadurch durch den Usurpator ihre eigene Kultur bedroht sehen.

Leider bleibt der Roman hinter seinen Möglichkeiten zurück. Nicht zuletzt die namensgebenden Blausteine kommen dabei zu kurz. Magie spielt nur eine nebengeordnete Rolle und wird auch nur schwach ausgebaut, sodass der Leser kaum einen Eindruck von ihrer Wirkungsweise und ihren Möglichkeiten erfährt.

Nach einem anfänglich interessanten Einstieg flacht die Handlung ab und dümpelt gemächlich vor sich hin. Erst gegen Ende hin steigert sich die Spannung wieder. Die Handlung wird jedoch mit einem interessanten Cliffhanger abgeschlossen, der durchaus neugierig auf den Folgeband macht sowie Hoffnung erzeugt, dass sich Teil 2 als spannender erweist.

Peinlicherweise lassen sich auch einige formale Fehler ausmachen. So wechselt in den ersten Kapiteln die Anrede auf das sonst übliche „Ihr“ auf das „Sie“, ohne dass ein tieferer Sinn darin erkenntlich wird. Auch die Logik ist nicht immer ganz konsistent. Beispielsweise sieht Marten, einer der Hauptcharaktere, an einer Stelle den Hals einer Seekreatur aus dem Wasser ragen und ist ganz überrascht, als er auch den Kopf dazu ausmacht.

Die Blausteinkriege sind leichte, nicht gerade anspruchsvolle Kost. Wer nicht allzu viel von diesem Roman erwartet, wird abends beim Einschlafen gute Unterhaltung finden. Ansonsten hat er wenig verpasst. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Folgebände zeigen.


Ich danke Heyne für das Rezensionsexemplar!
Mehr von mir auf meinem Blog: http://buchdrache.blogspot.de/
Profile Image for Lilian.
77 reviews4 followers
January 4, 2016
"Was meinst du - hat den dein Bruder geschickt?", raunte Danil. "Den missratenen Sohn nach Hause holen?" "Schön wär`s. Das hieße ja, es will mich jemand lebendig."

Nach dem Tod des "Löwen von Berun" regiert nun sein Sohn. Allerdings eher schlecht als Recht so das es im Land immer mehr Aufständische gibt die dem luxusverwöhnten jungen Kaiser die Gefolgschaft aufkündigen. Tatsächich laufen alle wichtigen Entscheidungen im Reich fast nur noch über die Kaisererinmutter Anne Revin, die sich mit ihren Getreuen immer mehr einem nahenden Krieg entgegen sieht.

Höfische intrigen. Macht und Ränkelspiele bestimmen grundlegend das Leben der beiden Hauptcharaktere im Buch. Zum einen das von Sara, einer Metis. Die nicht nur aufgrund ihrer Hautfarbe unter Anfeindungen zu leiden hat, sondern auch wegen ihrer Gabe die sie zu einer sehr wichtigen Figur im Buch macht. Ihr Schicksal führt sie an den Hof des Kaisers und ihr Schicksal wendet sich zumindest für kurze Zeit zum guten. Unter den Fittichen der Kaiserinmutter wird sie jedoch schnell mit in alles hineingezogen.

Marten, ein junger adeliger wird durch einen Verrat seines angeblich besten Freundes auf ein Schiff weitab von Berun verfrachtet. Im fernen Macouban soll er seinen Dienst leisten und nie wieder zurückkehren. Marten bleibt keine Wahl und er muss sich fügen, auch wenn er an allem unschuldig ist.

Während diese beiden deren Schicksale immer enger mit dem Beruns verknüpft wird, planen die Aufständischen den Wiederstand und Sara sowohl auch Marten werden unwillkürlich in den bevorstehenden Krieg hineingezogen.

Der Schreibstil: leicht zu lesen und die Beschreibungen der Schauplätze ist wirklich sehr detailiert. Die der Kampfhandlungen auch. Gegen Buchende wurde es dann ein wenig langatmiger, so das mir einige Szenen ein wenig zu lang vorkamen. Aber schlimm wars nicht, kostet aber einen Stern.

Was für ein Auftakt. Bevor man sich versieht ist man schon in der fantastischen Welt Beruns gefangen und will nicht mehr zu Lesen aufhören. Gefallen hat mir das es dabei nicht so übermäßig magisch zuging. Hier standen zunächst einmal die Charaktere im Vordergrund über die man beim Lesen viel erfahren konnte und das Buchende lässt viel aufregendes für den zweiten Band erhoffen.
Wer auf epische Fantasy steht kann hier beherzt zugreifen. Vielleicht sind es für den einen oder anderen etwas zuviel Charaktere die er kennenlernt aber am Buchende ist ein Personenverzeichniss das Klarheit schafft.


Die Blausteinkriege 1 - Das Erbe von Berun erhält 4 von 5 Sternen
Profile Image for Nadjab.
2,258 reviews
January 13, 2016
Erste Sätze
Lebrec kauerte hinter dem Stamm des Waldriesen und wartete auf den Tod. Der Regen prasselte auf die fleischigen, dunkelgrünen Blätter des Dickichts, das den gewaltigen Baum umgab.


Klappentext
Magie ist ein gefährliches Spiel …
Einst war es der Nabel der Welt, doch nun steht es vor dem Niedergang: das Kaiserreich Berun, gegründet auf die Schlagkraft seiner Heere und den unerbittlichen Kampf gegen die Magie des Blausteins. Als Beruns Macht schwindet, kreuzen sich die Pfade dreier Menschen – ein Mädchen, ein Schwertkämpfer und ein Spion. Keiner von ihnen ahnt, wie unauflöslich ihr Schicksal mit der Zukunft von Berun verwoben ist.
Das Zeitalter der Blausteinkriege ist angebrochen…


Meine Meinung
Das Buch ist aus Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben und berichtet aus der Sicht vieler verschiedener Personen.
Eine dieser Personen ist Sara, eine junge Frau, die aufgrund ihres Aussehens, das sie als Metis ausweist, in Berun außergewöhnlich ist. Doch nicht nur das macht sie besonders, sondern auch das Talent, das sie besitzt, denn sie kann sich unsichtbar machen, ohne Blaustein zu benutzen. Sie ist stark, selbstbewusst und kämpft um ihr Überleben und ihre Unschuld.
Eine andere Person ist Marten, ein Adliger, der als Zweitgeborener immer im Schatten seines Bruders steht, der dem Orden beigetreten ist und nun Familienoberhaupt ist. Er ist ein Trunkenbold, spielt gerne und ist auf dem Weg nur ein Schwertmeister zu werden. Marten ist auf der Suche nach seiner Aufgabe und seinem Platz in seinem Leben.
Alle Charaktere des Buches sind gut und detailreich ausgearbeitet, sie entwickeln sich weiter und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Ihre Handlungen und Gedanken waren nachvollziehbar.

Die Geschichte an sich ist dramatisch, spannend und actionreich. Ab und an ist sie auch emotional. Die Welt, die die Autoren geschaffen haben, ist unglaublich komplex und detailreich. Allerdings hat die Wahl der Perspektive und der Schreibstil eine gewisse Distanz zu den Charakteren geschaffen, dass ich mich nicht hundertprozentig in sie hineinfühlen konnte. Der Schreibstil der Autoren ist angenehm und flüssig zu lesen. Es gibt überraschende Wendungen und Entwicklungen. Das Buch konnte mich von Beginn an fesseln und mitreißen.


Bewertung
Ein fast perfekter Auftakt einer Reihe in einer komplexen und detailreichen Welt, der aber eine gewisse Distanz zu den Charakteren schafft, daher gibt es von mir

4,5 von 5 Würmchen
Profile Image for Daniel.
642 reviews53 followers
November 23, 2015
Finger weg von Drogen! Ich sage das nur, weil ich nicht will, dass Euch das gleiche passiert wie der von T und S Orgel geschaffenen Welt - die zerbricht nämlich geradezu am Konsum von Blaustein. Was das ist? Na ... 'Zeug' eben. Eigentlich nicht viel anders als Pfefferminzbonbons und Ecstasy (für die jüngeren unter Euch: Das war einmal eine Party-Droge) gemischt.

Oh ... und bei manchen weckt Blaustein außerdem verborgene Kräfte. Und ich meine damit nicht das Tanzen. ;)

Der Einstieg in die Welt deren Namen ich entweder gar nicht kenne oder verschlafen habe erfolgt ziemlich radikal: Wir werden Zeuge, wie zwei Blaustein-Sammler im globalen Süden brutal von Mutter Natur zu- bzw. hingerichtet werden. Damit ist auf den ersten Seiten gleich klar, dass mit der fantastischen Fauna nicht gut Blaustein-essen ist. Kirschen. Wie auch immer.

Und auch sonst ist einiges im Argen: Da hätten wir einen abgehalfterten Kaiser, seine besonnene Mutter, einen Haufen Wahnsinniger in beider Dienst, deren Konkurrenten, Freunde und die jeweiligen Gegner - jede Menge Charaktere jedenfalls. Und zu allen gibt es eine Geschichte, die das Autoren-Duo uns erzählt. Mit viel Liebe wird die Lieblosigkeit inszeniert, werden die Intrigen bei Hofe und die Zustände im zukünftigen Kriegsgebiet zugespitzt und verschärft. Denn allein die Tatsache, dass ein Ritterorden brutal darauf achtet, dass die vom Blaustein herausgekitzelten Fähigkeiten unterdrückt werden sorgt für eine Menge Ärger. Genauso wie der Versuch des Südens sich vom bröckelnden Kaiserreich zu separieren.

'Das Erbe von Berun' liest sich wie ein 600-Seiten-Vorwort zu einer breiteren Geschichte. Und genau das ist auch die größte Schwäche des Romans. Man merkt, dass er als Serie angelegt ist und kann deshalb nicht gleich im ersten Buch den großen Höhepunkt bringen. Dummer Weise würde man sich als Leser einen solchen allerdings erwarten. Ich zumindest habe das, auch wenn mir nach spätestens 300 Seiten klar wurde, dass die vielen, vielen angefangenen Storylines nicht mehr innerhalb dieses Bands zu einem solchen kulminieren konnten.

Ich weiß noch nicht, ob ich das Lesen empfehlen kann. Fragt mich, nach dem zweiten Teil nochmal. :D
Profile Image for Ira Boysen.
52 reviews1 follower
October 21, 2015
Der Einstieg in das Buch gelang mir mühelos und ich fand mich sehr schnell in der Geschichte um die Blausteinkriege wieder. Die Protagonisten Marten, Sara und Thoren mochte ich alle drei sehr gerne. Marten war Schwertkämpfer des Kaisers geworden und hatte sein ganzes Leben im Schatten seines Vaters und seines älteren Bruders gestanden, die beide Ordensritter waren bzw. gewesen waren und somit höher angesehen waren. Ihm selbst lag das nicht und er hatte auch diesbezüglich nicht die Absicht. Sara war ein einfaches Straßenmädchen, eine Metis aus dem Macouban und musste sich durchkämpfen, auch bei ihrem Ziehvater Feyst, der sie jedoch nur benutzte. Und Thoren schließlich war der Mutter des Kaisers, Ann Revin treu ergeben. Aber alle drei waren sie, jeder auf seine Art mutig und tapfer.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des Erzählers und Kapitel für Kapitel kommt es zu einem Wechsel zwischen den einzelnen Protagonisten, sodass ich mich sehr gut in das Denken und Fühlen der Drei hineinversetzen konnte.
Der Sprachstil der beiden Autoren ist schön und flüssig, sodass sich das Buch gut lesen lässt.
Tom und Stephan Orgel bauen den Spannungsbogen gleich von Beginn an auf und bis zum Ende hin weiter aus, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Das Cover ist in Blau gehalten und zeigt eine Festung. Ich vermute mal, dass es sich hier um Berun handelt. Ferner kann man eine Armee erkennen. Insgesamt passt es meiner Meinung nach sehr gut zur Geschichte des Buches.
Alles in allem hat mir das Buch einige schöne Lesestunden beschert und bekommt somit von mir

5 von 5 Sternen

und eine absolute Leseempfehlung!

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Profile Image for Mela.
256 reviews8 followers
June 16, 2016
Ich habe die Autoren bei einer Lesung im Rahmen der Leipziger Buchmesse zum ersten Mal gehört. Sie lasen den ersten Auftritt von Meister Messer und ich fand den Charakter so interessant, daß ich mir das Buch ein paar Wochen später dann gegönnt habe.
Eine grundsolide Fantasy-Story, politisch verstrickt, doch auch der Fantasy-Anteil kommt nicht zu kurz und ich bin gespannt, wie weit sich die Magie in die Politik dann einmischt.
Am Anfang fand ich, das sich einige Formulierungen zu oft wiederholten. Es wurde im späteren Teil etwas besser, trotzdem "schob sich Messer" zu oft "ein Stück in den Mund". Das störte den Lesefluß etwas.
Alles in allem war das Buch nicht wirklich bahnbrechend neu, wurde aber gut umgesetzt mit interessanten Charakteren (gute weibliche Charaktere mit Macht und Einfluss, und Sara erinnert mich an Sandersons Vin (Mistborn) ein wenig, was aber nichts negatives darstellt) und einen guten Aufhänger (die Blausteine). Ich freue mich auf den zweiten Teil!
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