Was hat das alte Nazi-Aktenzeichen 14f13 für eine Bedeutung? Warum taucht es im Zusammenhang mit verschwundenen Obdachlosen im Jahr 2015 auf?
Simon Stark landet als traumatisierter Afghanistan Veteran auf der Straße. Er lernt Sophie Palmer, die Leiterin einer Hilfseinrichtung kennen, zu der er sich von der ersten Minute an hingezogen fühlt. Als einige von Sophies Schützlingen spurlos verschwinden, beginnt eine mörderische Jagd. Simon und Sophie müssen sofort handeln, denn die Uhr tickt. Ist sie abgelaufen, sterben Hunderte.
Als der ehemalige Soldat Simon Stark aus Afghanistan zurückkommt, ist er so schwer traumatisiert, dass er alles hinter sich zurück lässt und auf den Straßen Hamburgs lebt. Seine Gedanken drehen sich fast nur noch um Alkohol und den nächsten Schlafplatz. Doch dann kommt er durch Zufall einer unglaublichen Sache auf die Spur: Ständig verschwinden ganzen Gruppen von Obdachlosen, von denen nie wieder jemand etwas hört. Zusammen mit der Leiterin einer Hilfseinrichtung für Obdachlose, Sophie Palmer, versucht er mehr über diese verschwundenen Menschen herauszufinden und kommt einem schrecklichen Verbrechen auf die Spur...
Ich liebe die Bücher von René Junge, aber ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich erst durch den 3. Band auf die neue Thriller-Reihe aufmerksam wurde. Dabei waren die ersten beiden Teile sogar schon auf meinem Reader. Ich hatte sie einfach nicht richtig wahrgenommen. Das wollte ich dann natürlich sofort ändern und habe den 1. Teil sofort begonnen. Und was soll ich sagen? Die Geschichte hatte mich von der ersten Seite an fest im Griff.
Mit Simon Stark ist dem Autor ein sehr facettenreicher und sympathischer Charakter gelungen, der zwar manchmal ein wenig an Superman erinnert, aber das tut der Geschichte keinen Abbruch. Sophie ist der sanfte Gegenpart zu dem taffen Soldaten. Auch sie ist sehr sympathisch und ich schloss sie sofort in mein Herz.
Die Story ist durchweg spannend und ich konnte den Reader kaum aus der Hand legen. Dachte auch nach dem Lesen noch viel über die Geschichte nach und fieberte dem Zeitpunkt entgegen, an dem ich endlich weiterlesen konnte.
René Junge hat einen wundervoll lebendigen und bildhaften Schreibstil, der mich tief in die Geschichte eintauchen ließ und die Story zog als Film durch meinen Kopf. Zum Glück sind die beiden weiteren Teile schon geschrieben und warten auf meinem Kindle auf mich, so kann ich mich jetzt gleich auf Band 2 stürzen. Denn auch wenn Teil eins in sich abgeschlossen ist, will ich unbedingt wissen, wie es mit Simon und seinen neuen Freunden weiter geht.
Ich vergebe 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung für aller Thrillerfreunde. "Aktenzeichen Tod" ist ein unglaublich komplexer Thriller zu einem sehr ernsten Thema und ich bin mir sicher, dass das Buch auch bei anderen Lesern sehr gut ankommen wird. Vielen Dank René Junge, für diese tolle Unterhaltung. Und jetzt schnappe ich mir "Die Heuschrecke" und bin total gespannt, ob mich diese Geschichte genauso packen kann.
Reihenfolge: 1. Aktenzeichen Tod 2. Die Heuschrecke 3. Unsterblich
Simon Stark ist ein ehemaliger Elitesoldat, der von den Geschehnissen traumatisiert ist, die er bei seinem Auslandseinsatz in Afghanistan erlebt hat. Nun lebt er unter den Obdachlosen in Hamburg. Eines Tages lernt er die Leiterin der Hilfseinrichtung Hilfebus e.V. Sophie Palmer kennen, sie erweckt in ihm Hoffnung auf ein besseres Leben. Eines Tages verschwinden einige Obdachlose spurlos, Simon und Sophie machen sich auf die Suche und geraten in einen riesigen Komplott eines Wahnsinnigen... Was hat in diesem Zusammenhang das alte Nazi-Aktenzeichen 14f13 für eine Bedeutung? Gewinnen die beiden den Wettlauf mit der Zeit?
Mit "Aktenzeichen Tod" hat René Junge einen spannender Thriller geschrieben. Mit seinem packenden und rasanten Schreibstil hat er mich schnell in den Bann gezogen. Die bildhaften Beschreibungen von den Geschehnissen rund um das Geheimnis der verschwundenen Obdachlosen erhöhen die Spannung. Durch die wechselnden Perspektiven ist der Leser immer nah am Geschehen.
Mit seinen Figuren hat der Autor die verschiedensten Charaktere ins Leben gerufen, bei denen mich einige sehr ansprechen. Simon Stark ist nach einem Auslandseinsatz traumatisiert zurückgekommen. Mit den grausamen Bildern im Kopf kann er kaum leben, immer wieder hat er Flashbacks und versucht seine Dämonen mit Alkohol runterzuspülen. Durch Sophie hat er vielleicht eine Chance wieder Fuß zu fassen. Einen weiterer Charakter, den ich besonders erwähnen möchte, ist Dawn Widow. Sie ist eine Hackerin der ersten Stunde und kann der Truppe rund um Simon mittels ihrer Fähigkeiten gut helfen. Ich bin fasziniert von ihren Hackerqualitäten.
Fazit: Hier wird ein brisantes und aktuelles Thema gut in einen Thriller integriert, er bekommt eine klare Leseempfehlung von mir.