Ein Luxusresort, flirrende Begegnungen und ein tödliches Geheimnis
Mia und Yanis, die einander in einer Ferienanlage an der Algarve begegnen, sind sich sicher, dass dort zwischen atemberaubenden Stränden, rauen Wellen und hoch aufragenden Klippen der Sommer ihres Lebens auf sie wartet. Im exklusiven Platô Beach Resort, das auf einem Plateau an der Steilküste liegt, finden Urlaubsgäste tagsüber Ruhe und Entspannung, während die milden Nächte durchgetanzt werden – das Resort veranstaltet luxuriöse Partys, während derer der Champagner in Strömen fließt. Für Mia und Yanis, die für eine Saison zum Arbeiten an die Algarve gekommen sind, ist das eine ganz neue Welt. Vom ersten Moment an sind beide wie elektrisiert, sie Animateurin, er Barkeeper, und es dauert keine Woche, bis sie sich näherkommen. Dass Mia aus einem bestimmten Grund an die Algarve gekommen ist, ahnt Yanis nicht. Nach einer Weile macht beiden die bedrückende Atmosphäre des Resorts zu schaffen und verwandelt ihre anfängliche Zuneigung in tiefes Misstrauen. Irgendetwas stimmt an diesem Ort nicht. Über den Sommer reiht sich ein seltsames Ereignis ans andere. Und als eine Leiche in der Bucht angespült wird, müssen die beiden sich fragen, ob der jeweils andere wirklich der Mensch ist, für den er sich ausgegeben hat…
Der ultimative Sommerthriller für alle Fans von The White Lotus
Mia tritt ihren neuen Job in einem luxuriösen Sommerresort an, das mit Sonne, Leichtigkeit und perfekter Urlaubsstimmung lockt. Für sie ist es die Chance auf einen Neuanfang fernab ihres bisherigen Lebens. Vor Ort lernt sie Yanis kennen, der schon länger Teil des Teams ist und sich scheinbar mühelos in die Abläufe und das künstlich erschaffene Paradies eingefügt hat. Während Mia noch versucht, sich zurechtzufinden und ihren Platz zu behaupten, hat sie ein Auge auf Yanis geworfen. Doch je länger Mia im Resort bleibt, desto mehr beginnt die glänzende Fassade zu bröckeln. Hinter dem Dauerlächeln und den perfekt inszenierten Abläufen zeigen sich erste Risse. Mitarbeitende verhalten sich teilweise seltsam und viele Situationen wirken irritierend und zunehmend bedrückend. Schritt für Schritt kippt die Stimmung und aus der anfänglichen Leichtigkeit wird eine spürbare Beklemmung, die sich durch das gesamte Resort zieht…
Der Thriller ist in vier Teile gegliedert, die auch entsprechend gekennzeichnet sind. Diese Struktur hat sich mir jedoch nicht erschlossen. Zu Beginn hatte ich den Eindruck, dass die vier Teile klare Abgrenzungen der verschiedenen Perspektiven bilden könnten. Tatsächlich wird die Geschichte aber unabhängig von dieser Einteilung aus mehreren POVs erzählt. Im Mittelpunkt stehen Mia und Yanis, später kommen noch weitere Perspektiven hinzu. Die Wechsel finden dabei auch innerhalb der einzelnen Teile statt, sodass ich keinen echten Mehrwert in dieser Unterteilung gesehen habe. Die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Mia und Yanis fand ich dennoch interessant, weil sie zeigen, wie verschieden ein und dieselbe Situation interpretiert werden kann.
Atmosphärisch hat das Buch seine starken Momente. Dieses Gefühl, dass die anfängliche Sommerleichtigkeit nach und nach bröckelt und sich eine unterschwellige Anspannung ausbreitet, ist gut eingefangen. Man merkt deutlich, wie die Figuren zunehmend unter Druck geraten und wie das künstliche Dauerlächeln im Resort zur Belastung wird. Besonders gut gefallen hat mir auch die Kulisse. Das Setting mit der sommerlichen Atmosphäre und dem Portugal Flair sorgt für ein stimmiges Gesamtbild und passt gut zu einem Thriller dieser Art.
Was mich allerdings gestört hat, ist der offizielle Klappentext. Er liest sich zwar spannend, nimmt aber meiner Meinung nach zu viel vorweg. Einige Sachen, die dort drin stehen, treten erst sehr spät im Buch auf. Ein weiteres Problem waren für mich die Nebenfiguren. Viele von ihnen wirken eher wie Statisten, ohne wirklich zur Geschichte beizutragen. Das macht es etwas unruhig, weil zwar viele Personen auftauchen, aber nur wenige davon ausgearbeitet sind.
Leider ist auch die Spannungskurve eher flach. Über lange Strecken passiert mir einfach zu wenig. Es wird immer wieder etwas angedeutet, ohne konkret zu werden, was das Ganze unnötig in die Länge zieht. Die Auflösung wiederum wirkte nicht ganz stimmig im Vergleich zum restlichen Erzähltempo und ehrlich gesagt einfach völlig deplatziert. Einfach komplett aus dem Nichts konstruiert.
Insgesamt hatte „Summer Heat“ eine interessante Grundidee und eine beklemmende Atmosphäre, konnte mich erzählerisch aber nicht überzeugen. Vor allem der Mangel an durchgehender Spannung und das unausgewogene Tempo haben dafür gesorgt, dass mich der Thriller nicht richtig packen konnte.
Summer Heat hat einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil. Die Seiten ließen sich unglaublich schnell lesen und sprachlich hat mir das Buch wirklich gut gefallen.
Mit der Geschichte rund um das Luxusresort in Portugal hatte ich allerdings anfangs meine Schwierigkeiten. Ehrlicherweise ist der Funke bei mir zunächst überhaupt nicht übergesprungen. Über weite Strecken hatte ich das Gefühl, dass einfach zu wenig passiert. Es gab zwar immer wieder kleinere Ereignisse, die Spannung andeuten sollten, aber für mich wirkte das weder richtig krimihaft noch besonders fesselnd. Zeitweise war die Handlung eher zäh und ich habe sogar überlegt, das Buch abzubrechen.
Auch die beiden Hauptfiguren Mia und Jannis konnten mich leider nicht wirklich überzeugen. Ich fand sie beide nicht besonders sympathisch und sie blieben für mich insgesamt etwas blass. Dadurch fiel es mir schwer, eine emotionale Verbindung zu ihnen aufzubauen.
Zum Glück habe ich weitergelesen, denn ab Teil 4 hat die Geschichte für mich deutlich an Fahrt aufgenommen. Endlich entwickelte sich die Spannung, auf die ich die ganze Zeit gewartet hatte. Die Auflösung und die Ereignisse zum Ende hin waren deutlich packender und konnten mich schließlich doch noch mitreißen.
Besonders gut gefallen hat mir, dass am Ende ein ernstes und wichtiges Thema aufgegriffen wird: Gewalt gegen Frauen. Dieser Handlungsstrang verleiht der Geschichte mehr Tiefe und sorgt dafür, dass das Ende nachwirkt. Meiner Meinung nach hätte dieser Aspekt allerdings schon früher stärker in die Handlung eingebunden werden können, damit die Spannung über das gesamte Buch hinweg höher geblieben wäre.
Insgesamt bin ich mit gemischten Gefühlen aus der Geschichte gegangen. Der Schreibstil ist wirklich gelungen und das letzte Viertel hat den Krimi für mich noch einmal deutlich aufgewertet. Dennoch waren mir der Einstieg zu langatmig und die Charaktere konnten mich nicht vollständig überzeugen. Wer bereit ist, etwas Geduld mitzubringen, wird am Ende aber mit einer spannenden Auflösung belohnt.
Hat mich nicht überzeugt Nach dem Klappentext war ich sehr gespannt auf das Buch, da sowohl das Setting als auch die Grundidee vielversprechend klangen. Das Buch ist in vier Teile gegliedert. Zwar habe ich nicht ganz verstanden warum, gestört hat es mich beim Lesen jedoch nicht. Der Einstieg konnte mich leider nicht vollständig überzeugen. Im ersten Teil passiert vergleichsweise wenig, stattdessen wird immer wieder angedeutet, dass die Protagonistin ein Geheimnis hat, aus einem bestimmten Grund im Resort ist und in ihrer Vergangenheit etwas vorgefallen sein muss. Dadurch wurde zwar Neugier aufgebaut, gleichzeitig zog sich die Handlung für mich aber etwas in die Länge. Ab dem zweiten Teil wurde die Geschichte etwas spannender. Dennoch gab es auch hier immer wieder Passagen, in denen die Spannung etwas abgeflacht ist. Nachdem ich das Buch gelesen habe, finde ich dass im Klappentext schon einige Ereignisse vorweggenommen werden, die erst relativ spät im Buch eintreffen, sodass für meinen Geschmack auch bereits etwas zu viel vorweggenommen wurde.
3-4 Sterne ⭐️Ich mochte den Schreibstil der Autorin und wie sie die Atmosphäre im Resort beschrieben hat. Auch die Gruppendynamik, die sich zwischen den Mitarbeitenden entwickelt hat, fand ich spannend. Obwohl im Mittelteil nicht viel passierte, war es mir dennoch nicht zu langsam, sondern ich habe mitgefiebert wie sich die Beziehung zwischen Mia und Yanis entwickeln wird, dazu haben auch die wechselnden POVs beigetragen. Der Schluss hat mir dahingegen nicht gefallen. Der mysteriöse Gast auf den Mia wartet taucht ungefähr erst in den letzten Hundert Seiten auf. Die Storyline zu ihm wirkt nicht richtig ausgearbeitet, besonders weil es zu ihm davor so viele Teaser gab und damit auch die Erwartung steigt. Zudem fand ich das Finale der Auflösung viel zu hektisch, auch die Auflösung an sich hat mir nicht so gut gefallen.
Das Cover: Das Cover macht wirklich was her, es ist sonnig, sommerlich und mit einem leicht bedrohlichen Unterton, der perfekt zur Geschichte passt. Man greift gerne hin, weil man sofort Urlaubsfeeling bekommt.
Meine Meinung: Ich bin eigentlich kein Thriller-Mädchen, aber ein Luxusresort an der Algarve, tropische Hitze und ein bisschen Gänsehaut? Das klang nach dem perfekten Sommerleseerlwbnis und Ablenkung von der Hitze draußen. Der Vergleich mit White Lotus hat mich neugierig gemacht und ja, das Setting hat definitiv dieses Flair. Leider hat mich Summer Heat am Ende doch nicht so mitgerissen wie erhofft.
Mia arbeitet als Animateurin im exklusiven Platô Beach Resort an der portugiesischen Steilküste, einem Ort, der tagsüber nach Traumurlaub aussieht und nachts von ausschweifenden Champagner-Partys lebt. Dort begegnet sie Barkeeper Yanis und die Anziehung zwischen den beiden ist sofort spürbar. Aber Mia hat einen eigenen Grund, warum sie hier ist und Yanis scheint ebenfalls nicht ganz das zu sein, was er vorgibt. Als eine Leiche in der Bucht angespült wird, stellt sich die Frage: Wem kann man hier eigentlich trauen? Klingt spannend?! Jq, das Problem ist, dass es das leider zu selten wirklich ist... Bis das, was im Klapöentext steht, passiert, vergehen erstmal über 100 Seiten. Der Einstieg ist mau, die erhofften Andeutungen und Geheimnisse kommen nur tropfenweise und der Mittelteil plätschert so dahin, dass ich mich mehr als einmal dabei ertappt habe, auf eine Wendung zu warten, die einfach nicht kommt. Als Thrillerneuling kann ich natürlich nicht ausschließen, dass Viellesende des Genres das anders sehen, aber für mich hat die Spannung schlicht gefehlt.
Mia und Yanis sind beide schwer zu greifen. Mia hat einen geheimen Plan, den man zwar ahnt, aber lange nicht kennt, was in der Theorie eine tolle Spannungsquelle wäre. In der Praxis frustriert es aber, weil man nie wirklich weiß, was sie antreibt, was sie fühlt und wie sie zu Yanis steht. Urlaubsflirt? Echte Gefühle? Beides? Keines? Diese Undurchsichtigkeit wirkt nicht clever konstruiert, sondern einfach unklar.
Yanis ist auf der anderen Seite kaum greifbarer, er bleibt über weite Strecken eine Fassade, hinter der sich zwar Geheimnisse verbergen, aber keine echte Persönlichkeit, mit der man mitfühlen könnte. Die anfängliche Anziehung zwischen den beiden wandelt sich zwar irgendwann in Misstrauen, aber dieser Wandel fühlt sich eher abrupt als glaubwürdig an.
Was die Nebencharaktere angeht: Die meisten bleiben so blass, dass man sie kaum auseinanderhalten kann. Eine Ausnahme ist der Typ, der einfach kein Nein akzeptiert, der ist leider auf eine sehr unangenehme Art die markanteste Nebenfigur des Buches, und damit meine ich das nicht als Lob...
Was das Buch wirklich hat, ist das Setting. Das Resort, die Algarve, die Hitze, die beklemmende Atmosphäre unter der glitzernden Oberfläche – das ist atmosphärisch wirklich gut eingefangen und macht Lust auf Portugal. Schade, dass die Geschichte dieses Potenzial nicht voll ausschöpft.
Das Buch ist ein Standalone, mit einer kleinen Kleinigkeit die offen geblieben ist.
Mein Fazit: Tolles Setting, schwache Umsetzung. Summer Heat lebt von seiner Atmosphäre und dem Urlaubsflair der Algarve, kann aber mit undurchsichtigen Charakteren ohne echten Sympathiefaktor und zu wenig Spannung nicht überzeugen. Als Genreneuling bin ich vielleicht nicht die Zielgruppe,aber mich hat es leider mehr gelangweilt als gefesselt.
Worum geht’s? Mia heuert als Yogalehrerin in einem Luxusresort an der Algarve an. Für diesen Job hat sie alles aufgegeben. Und das nur, um auf eine persönliche Mission zu gehen. Doch dann trifft sie den Barkeeper Yanis. Während sich zwischen den beiden zarte Gefühle entwickeln, häufen sich im vermeintlichen Paradies rätselhafte und beunruhigende Ereignisse.
Meine Meinung: Solveig-Marie Kastners Thriller „Summer Heat“ hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. Der Schreibstil konnte mich von Beginn an fesseln, ebenso wie die Erzählweise aus unterschiedlichen Perspektiven und die geschickt eingestreuten Rückblicke in Mias Vergangenheit, die nach und nach immer mehr Puzzleteile offenbaren.
Auch die Figuren sind ebenso interessant wie undurchsichtig. Erzählt wird aus der Sicht von Mia, die mit einem ganz persönlichen Racheplan an die Algarve kommt, sich jedoch schneller von ihren Gefühlen ablenken lässt, als ihr vielleicht guttun würde. Hinzu kommt Yanis, der Barkeeper, der Mia näherkommt, sowie Taciana, über die ich bewusst nicht mehr verraten möchte, um niemandem die Spannung zu nehmen. Insgesamt sind die Charaktere vielschichtig angelegt. Wirklich sympathisch war mir allerdings kaum jemand, was vor allem daran lag, dass sich meine Einschätzung der Figuren ständig änderte und ich bis zuletzt nie sicher war, wem ich eigentlich trauen konnte.
Die Handlung selbst beginnt eher ruhig. Zeitweise hatte ich das Gefühl, als würde die Geschichte im ersten Drittel noch zwischen Enemies-to-Lovers-Romance und Thriller pendeln, bevor sie sich schließlich eindeutig für Letzteres entscheidet. Im letzten Drittel nimmt der Roman dann spürbar Fahrt auf und überrascht mit zahlreichen Wendungen, erschreckenden Szenen, spannenden Ermittlungen und Ereignissen, die ich so nicht erwartet hätte.
Trotz des langsamen Einstiegs hat es mich dennoch irgendwie von Anfang an gefesselt. Der Klappentext verrät ja, in welche Richtung die Geschichte geht, dennoch blieb bis zum Schluss vieles im Unklaren und ich konnte lange nicht erahnen, wie sich die einzelnen Handlungsstränge zusammenfügen würden. Einen Stern ziehe ich dennoch ab, weil der Beginn für meinen Geschmack etwas zu unentschlossen wirkte und sich die Ereignisse am Ende dafür fast schon zu schnell überschlugen. Dennoch habe ich den Roman gerne gelesen. Besonders die Kulisse an der Algarve, das luxuriöse Resort, der Blick hinter die Fassade der High Society und die düsteren Abgründe der Reichen und Schönen (auch hier möchte ich nicht spoilern, deshalb keine Details) haben mir gut gefallen. Gerade diese Aspekte hätten für meinen Geschmack sogar noch früher einsetzen und etwas mehr Raum einnehmen dürfen.
Fazit: Mit „Summer Heat“ von Solveig-Marie Kastner hatte ich zwar anfangs das Gefühl, als wüsste die Geschichte selbst noch nicht genau, welchen Weg sie einschlagen möchte. Doch je weiter ich gelesen habe, desto stärker hat sie mich in ihren Bann gezogen. Gerade die Mischung aus Urlaubsflair, undurchsichtigen Figuren, dunklen Geheimnissen, Vorurteilen und menschlichen Abgründen hat mich am Ende überzeugt. Für mich ein Thriller, der etwas Anlauf braucht, dafür aber mit einem packenden letzten Drittel belohnt.
. Suchst du einen Roman, der sich nicht in eine Schublade stecken lässt und dich Seite für Seite in seinen Bann zieht? Eine Geschichte, die das Zarte eines Coming-of-Age mit den Rissen eines Familiendramas verbindet, durchzogen von der unterschwelligen Spannung eines Krimis und getragen von der düsteren Intensität eines Thrillers? Ein Hauch von Verruchtheit, viel Gefühl und eine stetig wachsende Unruhe, die dich nicht mehr loslässt? Dann ist „Summerheat“ genau das Richtige für dich… überraschend vielschichtig, erfrischend anders und mit einem Twist, der noch lange nachhallt.
. Aber worum geht es genau… Mia und Yanis arbeiten während des Sommers beide in einem Luxusresort an der Algarve. Die beiden lernen sich dort kennen und sind direkt aneinander interessiert und leben dieses Interesse auch sofort aus. Doch mit der Zeit entfaltet sich eine düstere Stimmung zwischen den Beiden und im Resort allgemein. Das Resort verbirgt einige Geheimnisse und ein unerwarteter Leichenfund bringt das Fass dann zum überlaufen.
. In „Summerheat“ begegnen wir der Geschichte zunächst ausschließlich durch die Stimmen von Mia und Yanis, beide als Ich-Erzähler angelegt. Doch mit dem ersten Perspektivwechsel zu Yanis kippt der Ton merklich ins Düstere, wo zuvor Mias Blick von Licht und Leichtigkeit durchzogen war, breitet sich nun ein Schatten aus, der die Atmosphäre verdichtet. Das Tempo zieht im zweiten Teil spürbar an und verleiht dem Roman eine zunehmend kriminelle Spannung, die sich festsetzt und weiter zuspitzt. . Die Erzählung lebt von Fragen, die sich nicht sofort beantworten lassen und gerade dieses Zögern, dieses tastende Enthüllen, macht ihren Reiz aus. Die Geheimnisse der Figuren wirken wie unsichtbare Fäden, die den Leser unweigerlich an die Seiten binden. Im dritten Teil entfaltet sich schließlich jene Intensität, auf die man unbewusst gewartet hat! Der Thriller tritt in den Vordergrund, düster, packend und von einer beklemmenden Sogkraft getragen. Verborgene Wahrheiten drängen ans Licht und hinter der glatten Fassade des Luxusresorts öffnet sich eine Welt, die ebenso faszinierend wie abgründig ist. Unerwartete Wendungen durchziehen die Handlung, doch die letzte übertrifft sie alle. . Auch die Figurenzeichnung verdient besondere Beachtung! Kastner gelingt es, selbst Nebencharaktere mit Leben zu füllen. Sie besitzen Ecken und Kanten, wirken greifbar und authentisch, als seien sie dem wirklichen Leben entnommen. . Anfangs begegnete ich Mias Geschichte noch mit einer gewissen Zurückhaltung, doch mit jeder neuen Facette gewann sie an Tiefe und zog mich stärker in ihren Bann. Gegen Ende fügen sich die einzelnen Stränge schlüssig zusammen und offenbaren ihre innere Logik. Kastner erschafft eine Welt, in der man die Protagonisten nicht nur beobachtet, sondern ihnen nahekommt und so Teil ihrer fiebrigen, aus den Fugen geratenen Geschichte wird. . Auch wenn sich die ersten Kapitel stellenweise etwas zu sehr ausdehnen und ich mir mitunter eine noch größere Schonungslosigkeit gewünscht hätte, bleibt am Ende ein klarer Eindruck… Dieser Sommerthriller ist ebenso vielschichtig wie fesselnd und überaus unterhaltsam!
Die Algarve lockt, das einladende Cover, das die sommerliche Hitze direkt abzustrahlen scheint, ebenso, dazu die Beschreibung, welche einen atmosphärischen Thriller vor herrlicher Kulisse verspricht – ich bin gespannt.
Dieses Luxusresort, das hoch über dem Meer auf einem Plateau liegt, punktet mit seiner exklusiven Lage und einem Strand, der unter den hoch aufragenden Klippen liegt. Mia bewirbt sich als Animateurin, sie wird hier Yoga-Stunden anbieten und auch wird sie aktives Mitglied der resorteigenen Showtruppe sein.
Das Buch lockt ungemein, die ersten Seiten sind wie ein Ankommen. Alles ist neu und ungewohnt, man spürt die flirrende Hitze, auch Mia kommt ziemlich abgekämpft an und findet sich alsbald mit den harten Tatsachen konfrontiert, denn hinter den Kulissen dieser champagnergetränkten Glitzerwelt ist nichts schillernd, die Realität der Angestellten ist eher das genaue Gegenteil.
Mia ist es, die ihre Sicht, ihre Empfindungen, ihre Erlebnisse mit den Gästen, vor allem aber mit ihren Kollegen und Kolleginnen, offenbart. Hier lernt sie Yanis kennen, der hauptsächlich als Barkeeper fungiert und auch er gibt Einblicke in seinen Tagesablauf, die Nächte mit eingeschlossen. Bald kommen sich die beiden näher, sie genießen ihre freie Zeit miteinander und doch hat es den Anschein, als ob da so einiges zwischen ihnen stehen würde. Auch der Ton zwischen den übrigen Angestellten ist eher rau, es gibt Rivalitäten und Eifersüchteleien und nicht nur das – man spürt vieles, das unter der Oberfläche wabert.
„…nicht, bevor ich getan habe, was ich tun muss.“ Diesen Satz lese ich so oder so ähnlich des Öfteren und natürlich drängt sich mir die Frage auf, was es denn ist, was sie, was Mia tun muss. Ich werde es erfahren – irgendwann, ja. Aber auch dann bin ich etwas ratlos, denn dieser Grund ist so banal, so an den Haaren herbeigezogen, dass ich auf mehr hoffe. Die Story verliert sich in Banalitäten, sie hält sich zu viel in Nebensächlichkeiten auf, die sich über zu viele Seiten ziehen. Dadurch wird es langatmig und auch wenn sich so etliche Gestalten sonderbar benehmen, hat dieses Verhalten keine Thriller-Qualitäten. Yanis dann ist eher ein Akrobat der Betten, sein Geheimnis ist so uninteressant wie wunderlich und auch dann, als eine Leiche gefunden wird, zieht die Story nicht an.
Das Zwischenmenschliche wird hier sehr ausführlich dargeboten, die Thriller-Elemente dagegen sind rar gesät. Gut, es ist eine nette Geschichte, die jedoch zu viel verspricht. Als versierte Thriller-Leserin bin ich anderes gewohnt. Es ist eher eine Lektüre für zwischendurch vor atemberaubender Kulisse, die schnell gelesen ist. Wie gesagt: ganz nett.
Klappentext: Mia und Yanis, die einander in einer Ferienanlage an der Algarve begegnen, sind sich sicher, dass dort zwischen atemberaubenden Stränden, rauen Wellen und hoch aufragenden Klippen der Sommer ihres Lebens auf sie wartet. Im exklusiven Platô Beach Resort, das auf einem Plateau an der Steilküste liegt, finden Urlaubsgäste tagsüber Ruhe und Entspannung, während die milden Nächte durchgetanzt werden, das Resort veranstaltet luxuriöse Partys, während derer der Champagner in Strömen fließt. Für Mia und Yanis, die für eine Saison zum Arbeiten an die Algarve gekommen sind, ist das eine ganz neue Welt. Vom ersten Moment an sind beide wie elektrisiert, sie Animateurin, er Barkeeper, und es dauert keine Woche, bis sie sich näherkommen. Dass Mia aus einem bestimmten Grund an die Algarve gekommen ist, ahnt Yanis nicht. Nach einer Weile macht beiden die bedrückende Atmosphäre des Resorts zu schaffen und verwandelt ihre anfängliche Zuneigung in tiefes Misstrauen. Irgendetwas stimmt an diesem Ort nicht. Über den Sommer reiht sich ein seltsames Ereignis ans andere. Und als eine Leiche in der Bucht angespült wird, müssen die beiden sich fragen, ob der jeweils andere wirklich der Mensch ist, für den er sich ausgegeben hat.
„Summer Heat: Nicht alle werden überleben“ ist ein spannender Sommer-Thriller von Solveig-Marie Kastner.
Handlungsort ist Portugal, genauer gesagt die Algarve. Hier verbringen Mia und Yanis einen Sommer im luxuriösen Platô Beach Resort. Mia ist Animateurin und Yogalehrerin und Yanis ist Barkeeper. Mia und Yanis verstehen sich vom ersten Moment an gut. Doch Mia hat ein Geheimnis, sie ist aus einem bestimmten Grund an diesen Ort gekommen. Zwischen Mia und Yanis verändert sich etwas. Aus Zuneigung wird Misstrauen. Und dann taucht eine Leiche am Strand auf.
Solveig-Marie Kastner beschreibt den Handlungsort sehr anschaulich. Die Landschaft der Algarve, das Resort und die luxuriösen Partys, wo der Sekt in Strömen fließt. Ich konnte mir alles gut vorstellen.
Die Charaktere sind gut gezeichnet und lebendig. Ich bin Mia und Yanis gerne durch die Geschichte gefolgt.
Der Schreibstil von Solveig-Marie Kastner ist flüssig, gut verständlich und angenehm zu lesen. Um in die Geschichte richtig reinzukommen, habe ich etwas Zeit gebraucht. Es hat etwas gedauert, bis die Spannung so richtig eingesetzt hat. Dann hat sich eine geheimnisvolle und zum Teil bedrückende Atmosphäre aufgebaut.
„Summer Heat: Nicht alle werden überleben“ ist ein echter Sommer-Thriller. Genau das richtige Buch für den Urlaub.
Ein paradiesisches Resort mit dunklen Geheimnissen
Solveig-Marie Kastner nimmt ihre Leser mit in ein paradiesisches Resort in Portugal. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Das Buch ist in mehrere Teile unterteilt und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Die Geschichte wird aus Sicht mehrerer Protagonisten erzählt und es gibt immer einen Hinweis, wer gerade die Geschehnisse erzählt. Die Charaktere wirken überwiegend sympathisch und authentisch und jeder hat so seine Geheimnisse. Das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet.
Die Hauptprotagonisten sind Mia und Yanis. Mia gibt ihren gutbezahlten Job in Deutschland auf und fängt als Animateurin in einem Resort in Portugal einen neuen Job an. Dort unterhält sie die Gäste mit Yoga unter Palmen. Nachts an der Bar kommt sie dem deutschen Barkeeper Yanis immer näher und schnell entwickelt sich zwischen ihnen so etwas wie eine Beziehung. Doch Yanis spielt nicht mit offenen Karten und durchlebt ziemliche Stimmungsschwankungen. Eigentlich will er nichts Ernstes und nimmt Mia in ihrer Sorge, dass der Kollege Tilmann sie stalkt auch nicht erst. Doch dann sucht er wieder ihre Nähe und sie lässt sich immer wieder darauf ein. Mia hat einen schwierigen Stand unter den Kollegen und wird teilweise gemobbt. Doch sie hält das alles aus, denn sie verfolgt mit ihrem Aufenthalt in diesem Resort ein ganz anderes Ziel. Sie hat sich das Resort gezielt ausgesucht und sucht nach einer Person, mit der sie noch einiges zu klären hat. Den Mitarbeitern ist es eigentlich untersagt, auf dem Geländer Partys zu feiern und auch sonst gibt es einige Beschränkungen für die Angestellten. Mia geht trotzdem auf Erkundungstour und ist Teil der von Yanis organisierten Party. Sie selbst kann sich nicht so recht erinnern, wie sie an dem Abend zurück zur Unterkunft gekommen ist und warum Yanis sie auf dem Bode liegend gefunden hat. Allerdings ist es Tilmann noch schlechter ergangen, denn er ist am nächsten Tag vermisst. Was hat sich auf dieser Party abgespielt und welche Geheimnisse lauern in diese, paradiesischem Resort?
Ein Sommerjob in einem Resort in Portugal endet für einige nicht mit dem Rückflug in die Heimat. Ein fesselnder und spannender Thriller, der so manches Geheimnis zum Aufdecken beinhaltet. Manchmal müssen viele Jahre vergehen, ehe man Rache üben kann.
Mia will unbedingt einen Job in diesem luxuriösen Resort Hotel in Portugal direkt am Strand. Nun ist sie am Ziel ihrer Gedanken und wird sich um Yogastunden für Gäste kümmern und beim Showtanz eingesetzt werden. Ihr Zimmer ist jetzt nicht besonders schön und auch kleine Tierchen sind ihre Mitbewohner, doch sie wusste, worauf sie sich eingelassen hat. Es dauert auch gar nicht lange, da steht Tillmann hinter ihr, um ihr bei der Beseitigung der Tierchen helfen zu wollen. Doch Mia lehnt dankend ab. Nicht alle sind hier freundlich zu ihr, vor allem Angela, die Tanzlehrerin, ist ätzend zu ihr. Doch es gibt auch einen Sonnenschein für sie, und zwar Yanis, gutaussehend und muskulös. Das kann ja heiter werden in ihrem neuen Job, doch sie wartet darauf das er endlich auftaucht. Der Roman „Summer Heat“ von Solveig-Marie Kastner spielt in einem Resort an der portugiesischen Küste. Es handelt von einer jungen Frau, die einen Job dort als Animateurin übernimmt, um einer verhassten Person näher zu kommen. Das Cover zeichnet schon eine bedrohliche Farbkombination, ein dunkles schwarzblau und einen roten Himmel und eine Palme, die in der Mitte die zentrale Position einnimmt. Ja es braut sich was zusammen im Laufe der Story. Doch erst einmal geht es im ersten Teil um Mia, die alles unternommen hat, um in diesem Resort angenommen zu werden. Sie steht in diesem Teil im Mittelpunkt mit ihren Erlebnissen in ihrem Job und mit den anderen Angestellten. Natürlich ist hier auch die Liebe im Spiel. Der zweite Teil handelt dann von Yanis und Mia und was sie erleben, gemeinsam und mit anderen Menschen in diesem Resort. Es bleibt lange verborgen, wen Mia, denn eigentlich sucht und so geht Seite um Seite dahin, mit wunderschönen Bildern, bis dann irgendwann mal die Spannung die Oberhand gewinnt. Das irgendetwas im Argen liegt wird immer wieder durch bedrohliche Mitteilungen mitgeteilt. Die Beschreibungen, der Autorin sind sehr bildhaft um man kann gut nachvollziehen, wie es Mia dort geht. Um was es geht, wird dann irgendwann im Laufe des Romans deutlich und dann zieht auch die Spannung an. Ich habe den Roman gut und schnell lesen können, denn mir hat irgendwie der Tiefgang gefehlt. Die handelnden Personen sind gut machvollziehbar beschrieben und die Story auch gut aufgebaut, doch mir kommt der Spannungskick ein wenig spät.
Ein Yoga Hotel in Portugal. Eine Frau auf der Suche nach Vergeltung. Und eine Menge Ungereimtheiten. Das alles in „Summer Heat“.
Mia arbeitet in München bei einer Bank. Nun geht sie nach Portugal, um in einem Yoga Hotel zu arbeiten. Vor Ort passieren mysteriöse Dinge. Welches Geheimnis verbirgt Mia? Und ist das der Grund für die Vorfälle?
Ich finde die Idee an und für sich gut. Mysteriöse Geschehnisse in einem Hotel versprechen Spannung, vor allem, wenn eventuell Mitarbeiter involviert sind. Daher gehe ich mit hohen Erwartungen an den Thriller.
Zumindest sprachlich entspricht der Thriller meinen Vorstellungen. Detaillierte Beschreibungen treffen hier auf dunkle Wortwahl. Vieles wird geheimnisvoll dargestellt (sei es der Tod eines Mitarbeiters oder eine verwüstete Yoga Hütte) und lässt Raum für Spekulationen. Das spricht mich an. Zudem ist der Schreibstil flüssig und entsprechend gut lesbar.
Die Charaktere sind authentisch dargestellt, womit sie zur Sprache passen. So ist Yanis manipulativ und verführerisch, wobei er stets die Knöpfe drückt, die ihn an sein eigenes Ziel bringen. Das ist auch in seinem Job als Barkeeper nützlich, etwa um an Trinkgeld zu gelangen. Mia dagegen ist geheimnisvoll und stolz. Sie lässt sich nicht reinreden, verfolgt starr ihr eigenes Ziel und wirkt allerdings auch verletzlich, etwa nach der harschen Kritik der Chefin. Gerade das macht sie für mich nahbar.
Auch das Setting ist ansprechend. Ein Yoga Hotel am Meer , in dem es nicht nur Entspannung gibt, erscheint mir ein guter Ort für einen Krimi- eben weil man dort nichts Böses erwartet. Die Vorfälle sind dann geheimnisvoll und interessant zu gleich.
Ich kann nicht genau sagen, was es ist, aber für mich ist die Spannung trotz Geheimnissen und entsprechender Sprache erst nach und nach aufgekommen. Vielleicht hätte es kleine Hinweise auf den Organisator gebraucht, Gespräche im Personal oder mit Gästen, klar geäußerte Zweifel- das fehlt mir ein wenig. Viel mehr erscheinen manche Aspekte künstlich in die Länge gezogen. Da das aber nur Kleinigkeiten sind, gebe ich den Thriller vier Sterne.
Wer träumt nicht davon, einen Sommer an einem Luxusresort zu arbeiten? Gerade wenn die Aussicht wunderschön ist und man ab und zu das traumhafte Ambiente genießen kann. Klar, es wird die eine oder andere Regel geben, aber was ist das schon im Vergleich von den Vorteilen? Dasselbe wird sich auch unsere Protagonistin gedacht haben, wobei diese nicht nur dort ist, um zu arbeiten, sondern gleichzeitig auf der Suche nach etwas oder jemanden. Doch nicht nur ihre eigentliche ‚Mission‘ ist es, die ihr einiges abverlangt. Auch hat sie in ihrer Bewerbung gelogen und findet schnell heraus, dass nicht alle ihr gegenüber so wohlgesonnen sind.
Als ich das Buch gelesen habe, wusste ich gar nicht so recht, worauf ich mich hier eigentlich einlasse. Die ganze Zeit dachte ich, dass unsere Protagonistin auf der Suche nach einer vermissten Person ist. Mit voranschreiten der Geschichte, war ich mir hier aber nicht mehr so sicher und habe mich gefragt, warum sie so schreckhaft, unbeholfen und nahezu verzweifelt wirkt. Denn auf der einen Seite gibt es Tilman, der ihr immer wieder auflauert – da hätte ich wahrscheinlich genauso reagiert und versucht, ihm aus dem Weg zu gehen. Doch dann ist da noch der Barkeeper Yanis, an dem sie irgendwann wie eine Klette hängt. Das hat irgendwie nicht so recht zum Anfang gepasst, wo sie so souverän log, um an ihr Ziel zu kommen. Erst, als die Freundin von Yanis auf die Insel kommt, nimmt die eigentliche Geschichte an Fahrt auf und es hat sich mehr wie ein Thriller angefühlt. Das Ende des Buches hatte es dann wiederum echt in sich und hat bei mir lange Zeit einen sehr sehr faden Beigeschmack hinterlassen. Zu sehr hatte mich das an andere sehr brisante Themen aus der aktuellen Presse erinnert, was ich irgendwie recht spannend fand, da es dadurch nochmal einen ganz bestimmten Bezug zur Realität geschaffen wurde. Gleichzeitig habe ich mir aber auch gewünscht, dass in den vorherigen Seiten mehr Hinweise eingeflossen werden. Nicht um selbst auf die Lösung zu kommen, wohl aber um nicht plötzlich eine vollständig andere Story präsentiert zu bekommen.
Als Sommerroman punktet dieses Buch auf ganzer Linie, das Resort als Setting und dieser Ferienanlagen-Vibe stimmen den Leser gut auf die Story ein und schaffen eine sommerliche Atmosphäre. Konnte mir das alles auch sehr gut bildlich vorstellen und hab mich direkt in träge All-inclusive-Urlaube zurückversetzt gefühlt.
Die Handlung plätschert auch so ein bisschen sonnenschwer vor sich hin. Es gibt zwar immer mal Momente, die unangenehm anmuten und schnell wird klar, dass irgendwas im Resort nicht ganz rund läuft, aber so richtig Thrillerstimmung/Spannung kommt erst ganz am Ende auf. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich dieses Buch als Spannungsroman sehen würde. Es stehen über weite Strecken der Handlung zwischenmenschliche Beziehungen und Unstimmigkeiten im Vordergrund. Auch Rückblicke in Mias Vergangenheit sorgen für Spannungen, wobei ich lange nicht so richtig wusste, wie ich sie einordnen soll.
Ich fand keine der Figuren sonderlich sympathisch, wobei Janis mir einfach unfassbar auf die Nerven gegangen ist. Den Typ kannste echt in der Pfeife rauchen. Selten so nen Ick in einem Nicht-Romcom-Roman gehabt. Natürlich lebt die Geschichte davon, dass man sich als Leser unweigerlich fragt, was da eigentlich im Busch ist. Dass tatsächlich zwischenzeitlich eine Leiche auftaucht, fällt dagegen eigentlich gar nicht weiter ins Gewicht und ist auch eher eine Randnotiz, Für meinen Geschmack hätte man den Suspense-Anteil deutlich stärker ausbauen können.
Gegen Ende wird's dann aber doch kurz mal brenzlig und das hat mir dann auch richtig gut gefallen. Wie alles zusammenkommt war gut geplottet und hat die Geschichte rund gemacht. Das Buch liest sich locker weg, man braucht nicht groß drüber nachdenken und ich hab mich gut unterhalten gefühlt. Wenn man sich von der Erwartung, dies könnte ein Thriller sein, löst, dann ist das Buch wirklich gut.
Mia tauscht ihr sicheres Leben in Deutschland gegen einen Job als Yogalehrerin in einem luxuriösen Resort an der portugiesischen Algarve, doch der vermeintliche Traumjob entwickelt sich schnell anders als erwartet. Das Team begegnet ihr mit Misstrauen, jeder scheint etwas zu verbergen und auch Mia selbst verfolgt einen geheimen Plan. Als schließlich eine Leiche auftaucht, verdichten sich die Hinweise darauf, dass hinter der perfekten Urlaubskulisse weit mehr steckt als harmlose Ferienstimmung.
Das luxuriöse Resort, das Meer und das sommerliche Setting sorgen in diesem Roman schnell für echtes Urlaubsfeeling, während sich gleichzeitig eine unterschwellige Unruhe durch die Handlung zieht. Dieser Kontrast funktioniert richtig gut und macht neugierig darauf, was hinter den Geheimnissen der Figuren steckt. Über weite Strecken stehen jedoch die Beziehungen zwischen den Figuren, Mias Vergangenheit und die Dynamik innerhalb des Resort-Teams im Mittelpunkt, man sollte also eher nicht so den klassischen Thriller erwarten. Die Spannung baut sich eher langsam auf und entfaltet ihre Wirkung erst im letzten Drittel. Der Roman bietet also eher psychologische Spannung und eine geheimnisvolle Atmosphäreund nicht von Beginn an Hochspannung. Der Schreibstil liest sich jedoch angenehm flüssig und man liest das Buch so recht schnell. Die wechselnden Perspektiven bringen dazu zusätzliche Tiefe und lassen die Figuren nach und nach in einem anderen Licht erscheinen. Zwar sind nicht alle Charaktere sofort sympathisch, gerade dadurch wirken sie aber glaubwürdig und tragen dazu bei, dass man ihre Motive bis zum Schluss hinterfragt.
Weniger ein rasanter Thriller als ein atmosphärischer Spannungsroman mit viel Urlaubsflair, Geheimnissen und zwischenmenschlichen Konflikten, der unterhaltsame Sommerlektüre mit gelungenem Setting und einem packenden Finale bietet, wenn man sich auf den ruhigen Spannungsaufbau einlässt.
•Rezension• Summer Heat - Nicht alle werden überleben von Solveig-Marie Kastner
✨ 978-3864933738 ✨ 496 Seiten ✨ erschienen am 30. April 2026 ✨ 16.99€ (Paperback) ✨ Ullstein Verlag
Beschreibung: Ein Luxusresort, flirrende Begegnungen und ein tödliches Geheimnis. Mia und Yanis, die einander in einer Ferienanlage an der Algarve begegnen, sind sich sicher, dass dort zwischen atemberaubenden Stränden, rauen Wellen und hoch aufragenden Klippen der Sommer ihres Lebens auf sie wartet. Im exklusiven Platô Beach Resort, das auf einem Plateau an der Steilküste liegt, finden Urlaubsgäste tagsüber Ruhe und Entspannung, während die milden Nächte durchgetanzt werden – das Resort veranstaltet luxuriöse Partys, während derer der Champagner in Strömen fließt…
Meine Meinung: Die Grundidee hat mich direkt angesprochen und auch das Setting an der Algarve mit dem luxuriösen Resort war atmosphärisch wirklich gelungen. Man konnte sich den Ort gut vorstellen und der Schreibstil ließ sich angenehm lesen. Besonders die Perspektivwechsel haben mir gefallen, weil sie die Geschichte abwechslungsreicher gemacht haben. Leider war das für mich aber auch schon das Highlight. Ich konnte zu keinem einzigen Charakter eine Verbindung aufbauen. Im Gegenteil: ich fand sie durchweg unsympathisch, oft nervig und in vielen Situationen einfach unglaublich naiv. Dadurch war es mir irgendwann ziemlich egal, was mit ihnen passiert. Außerdem war das Buch für einen Thriller deutlich zu lang. Viele Szenen haben sich gezogen und die Spannung konnte für mich nicht gehalten werden. Es gab nur wenige überraschende Momente, vieles war vorhersehbar und insgesamt fehlte mir einfach der Nervenkitzel, den ich mir von einem Thriller wünsche. Schade, denn das Potenzial war definitiv da. Mit strafferer Handlung, glaubwürdigeren Figuren und mehr Spannung hätte mich die Geschichte wahrscheinlich deutlich mehr überzeugen können.
Inhalt: Mia hat ihren Job bei der Bank gekündigt, noch schnell einen Yoga-Kurs an der VHS besucht und sich dann in einem Resort in Portugal beworben, um dort zu arbeiten. Alles könnte so schön sein, wenn da nicht ...
Meinung: Ich bin so froh diesen Titel gehört zu haben, beim Lesen hätte ich wahrscheinlich abgebrochen, denn Mia ist ein furchtbarer Charakter. Es ist nämlich nicht ersichtlich, warum sie im Hotel arbeiten will, sie berichtet zwar immer, dass es wichtig ist und sie spionieren muss, aber warum? Und genauso übertrieben geht es leider weiter. Sie bezeichnet einen Kollegen als Haifisch, weil er beim Grinsen viele Zähne zeigt und weil etwas Unheimliches von ihm ausgeht. Was, das weiß auch nur sie. Und Yanis, ja der ist super sexy und schwups verliebt. Das ist alles so weit hergeholt und ständig diese düsteren Gedanken, das Mädchen ist schwer traumatisiert, aber warum? Natürlich wird später alles erklärt, aber dafür braucht man echt einen starken Wunsch, um dranzubleiben. Und bei dieser Sache haben die Sprecher Nina-Zofia Amerschläger, Martin Krah, Lisa Cardinale unwahrscheinlich geholfen, denn alle lesen ihren Part sehr gut und so kann man sich von der Handlung berieseln lassen. Das Ende war bedauerlicherweise etwas vorhersehbar und hatte nebenbei noch einen aufklärenden Charakter, der sehr stark umgesetzt war. Wenn dieser Thematik zu Beginn mehr Raum gegeben worden wäre, hätte es mir besser gefallen - einfach weil es wichtig ist!
Cover: Ich hätte mir eher eine schöne Steilküste an der Algarve gewünscht - es würde zum Inhalt, zum Resort und zu Portugal passen. Die Algarve besitzt schließlich mitunter die schönsten Strände Europas.
Fazit: Das Hörbuch wurde richtig gut umgesetzt, dass das Buch zu Beginn etwas zäh ist muss man überhören und dann wird es zu einem guten Thriller mit Aufklärungscharakter. Ich vergebe daher 3 Sterne und eine Hörempfehlung.
„Summer Heat“ ist das Debüt der Autorin Solveig-Marie Kastner.
Die Handlung ist in Portugal in einem Luxushotel - dem Platô Beach Resort - das auf einem Plateau an der Steilküste liegt, angesiedelt. Mia hat ihren sicheren Job als Bankangestellte aufgegeben, um dort als Animateurin zu arbeiten. Dabei geht es ihr nicht darum neue Erfahrungen zu sammeln, sondern sie hat ihre eigenen ganz persönlichen Gründe, die lange im Dunklen bleiben. Schon bei der ersten Begegnung mit dem Barmann Yanis fühlt sie sich zu diesem hingezogen und kann sich gedanklich kaum noch von ihm lösen.
Solveig-Marie Kastner versteht es die Atmosphäre des Luxusresorts lebendig werden zu lassen. Man merkt, dass sie die Umgebung an der Algarve sehr gut kennt, da durch ihre Beschreibung diese direkt Bilder vor meinen Augen entstanden sind.
Ihr Schreibstil lässt sich angenehm leicht lesen. Es dauert allerdings ziemlich lange, bis sich Spannung aufbaut. Warum Mia ihren sicheren Job in der Heimat aufgegeben hat und was sie sich von ihrem Job als Animateurin verspricht, bleibt lange im Dunklen. Stattdessen lassen wechselnde Perspektiven die Charaktere immer wieder in einem anderen Lichte erscheinen.
Während zunächst mehr die Affäre zwischen Mia und Yanis im Vordergrund steht, steigt ab der Mitte des Buches die Spannung deutlich.
Es ist kein klassischer Thriller, bei dem von der ersten Seite an Hochspannung aufgebaut wird. Vielmehr ist es ein atmosphärischer Sommerroman mit Thrillerelementen, der mit dem Unwissen der Lesenden spielt und durch undurchsichtige Charaktere und Misstrauen am Lesen hält.
Mir gefiel das Setting und der damit verbundene Kontrast zwischen dem Luxusleben der Urlauber und den Angestellten des Resorts.
Wer noch einen atmosphärischen Roman mit Urlaubsflair und Geheimnissen für den Sommer sucht, der liegt hier richtig, wer von Beginn an Hochspannung erwartet, könnte enttäuscht werden.
„Summer Heat“ hat mich von der ersten Seite an in das luxuriöse Ferienresort an der Algarve gezogen. Die sommerliche Atmosphäre mit Sonne, Strand und exklusiven Partys bildet einen starken Kontrast zu der immer bedrohlicher werdenden Stimmung. Gerade diese Mischung aus Urlaubsfeeling und unterschwelliger Gefahr hat mich beim Lesen besonders gefesselt.
Die Geschichte entwickelt sich nach und nach, ohne dabei langweilig zu werden. Statt ständig auf Schockmomente zu setzen, baut sich die Spannung langsam auf und wird mit jedem Kapitel intensiver. Immer wieder hatte ich das Gefühl, den Figuren nicht vollständig vertrauen zu können, wodurch ich ständig weiter rätseln wollte. Die Wendungen waren für mich gut platziert und haben dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Besonders gut gefallen haben mir Mia und Yanis. Beide wirken vielschichtig und bringen ihre eigenen Geheimnisse mit, wodurch ihre Dynamik spannend bleibt. Die wechselnden Perspektiven haben zusätzlich dazu beigetragen, dass ich immer mehr über das Geschehen erfahren wollte, ohne dass zu früh zu viel verraten wurde.
Auch das Setting war für mich ein echtes Highlight. Die Autorin beschreibt die Algarve und das luxuriöse Resort so bildhaft, dass ich das Gefühl hatte, selbst dort zu sein. Gleichzeitig schwingt die ganze Zeit eine beklemmende Atmosphäre mit, sodass der vermeintliche Traumurlaub immer mehr zum Albtraum wird.
Für mich ist „Summer Heat“ ein spannender Sommerthriller mit einer gelungenen Mischung aus Urlaubsflair, Geheimnissen und Nervenkitzel. Wer atmosphärische Thriller mag, die nicht nur von Action, sondern vor allem von einer stetig wachsenden Spannung leben, wird hier auf seine Kosten kommen.
Summer Heat konnte mich vor allem durch seine durchgehend hohe Spannung und einige unerwartete Wendungen überzeugen.
Die Protagonistin Mia tritt unter mysteriösen Umständen eine Stelle in einem luxuriösen Ferienresort an. Dort stößt sie schnell auf zahlreiche Merkwürdigkeiten, gut gehütete Geheimnisse und Angestellte, die offenbar nicht mit offenen Karten spielen. Auch der attraktive Yanis scheint hinter seiner charmanten Fassade eine dunkle Seite zu verbergen.
Besonders gelungen fand ich den stetigen Spannungsaufbau. Während der gesamten Geschichte habe ich mitgerätselt, wie die einzelnen Puzzleteile zusammenhängen und welche Geheimnisse sich hinter den Ereignissen verbergen.
Allerdings gab es auch einige Punkte, die meinen Lesefluss etwas beeinträchtigt haben. Die Figuren blieben über weite Strecken sehr undurchsichtig, sodass ich keine wirklich enge Verbindung zu ihnen aufbauen konnte. Dadurch waren manche Entscheidungen und Handlungen für mich nicht immer nachvollziehbar. Zudem arbeitet die Autorin mit verschiedenen Perspektiven, was einerseits die Spannung erhöht, andererseits aber gelegentlich für Verwirrung sorgt. Besonders interessant fand ich die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Figuren – sowohl von sich selbst als auch voneinander. Das unterstreicht, wie trügerisch der erste Eindruck sein kann, und wirkt fast wie ein Spiegel gesellschaftlicher Fassaden. Gleichzeitig musste ich jedoch an einigen Stellen innehalten, um die Zusammenhänge richtig einzuordnen.
Insgesamt hat mir Summer Heat gut gefallen. Trotz kleiner Schwächen bietet das Buch eine fesselnde Geschichte mit vielen Rätseln und überraschenden Wendungen. Wer spannende Geschichten mit geheimnisvoller Atmosphäre und einem Hauch von Suspense mag, sollte dem Buch definitiv eine Chance geben.
Ich habe mir das Hörbuch ausgewählt, weil ich mal nicht immer nur Love wollte und tja, was soll ich sagen. Es ist wieder eines dieser Bücher, wo ich nicht weiß, wie ich es bewerten soll.
Grundsätzlich ist die Geschichte bis zum Schluß spannend, das Ende zufriedenstellend und es hallt auf jeden Fall nach. Die SprecherInnen passen zu den drei Haupt-Pov's und ich fragte mich durchgängig, wer ist der gute und wer ist der schlechte.
Empfehlen kann ich es für jeden, der auf Dark Romance, viel Spice und ein Setting in einem Resort steht.
Nun kommen wir zu den Punktabzügen und ab hier können Spoiler auftauchen:
Ich frage mich dann immer, warum in manchen Genre Content-Notes und Tropes vollkommen normal ist und in anderen Genres mit ähnlichen Themen, man außer das bisschen im Klappentext vollkommen unvorbereitet und ich finde es schade.
„Summer Heat“ hat mich insgesamt gut unterhalten, auch wenn ich nach dem Lesen etwas gemischte Gefühle hatte. Besonders stark fand ich das Setting: das Luxusresort in Portugal, die drückende Sommerhitze und diese unterschwellige Bedrohung haben sofort eine spannende Atmosphäre geschaffen. Das Buch lässt sich durch den knapp gehaltenen Schreibstil außerdem sehr leicht lesen und macht neugierig darauf, welche Geheimnisse die Figuren verbergen.
Allerdings hatte die Geschichte zwischendurch einige Längen. Gerade am Anfang passiert über weite Strecken nicht besonders viel, außer dass sich die Beziehung zwischen Mia und Yanis entwickelt. Die Spannung ist zwar immer im Hintergrund vorhanden, kommt aber erst relativ spät richtig in Fahrt. Manche Wendungen wirkten dadurch etwas vorhersehbar bzw. war die finale Auflösung dadurch auch etwas platt.
Gut fand ich, dass auch ernstere Themen wie toxische Beziehungen, Stalking, Manipulation und Machtmissbrauch angesprochen werden. Teilweise hatte ich aber das Gefühl, dass zu viele schwierige Themen gleichzeitig eingebaut wurden, wodurch einiges eher oberflächlich blieb.
Das Ende konnte mich leider auch nicht komplett überzeugen. Denn nach den finalen Showdown war eigentlich direkt alles vorbei und auch die Folgen wurden eher wenig beleuchtet. Trotzdem war das Buch atmosphärisch und spannend genug, dass ich es nicht bereut habe zu lesen. Wer sommerliche Spannungsromane mit Romance-Anteil mag, könnte hier trotzdem auf seine Kosten kommen.
Summerheat ist ein Thriller, der an der portugiesischen Algarve spielt und pures Sommerfeeling verspricht. Feiern in der Bucht, Cocktails am Pool und neue Bekanntschaften gehören eigentlich zum Programm.
Doch schon auf den ersten Seiten wird klar, dass dies nicht der Sommer von Mias Träumen werden wird. Im Resort herrscht eine bedrückende Stimmung, merkwürdige Dinge passieren und auch Kost und Logis lassen zu wünschen übrig.
Mia ist eine sehr schreckhafte Protagonistin, die hinter vielem Verschwörungen und Missgunst vermutet. Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven, was für mich perfekt zum Thrillergenre passte. Nicht nur Mia wirkt psychisch angeschlagen, auch andere Figuren erscheinen zunächst fragwürdig. Mit jedem Perspektivwechsel verschiebt sich jedoch der Blick auf die Charaktere und plötzlich entsteht Verständnis, wo zuvor Misstrauen war. Das hat die Autorin wirklich gelungen umgesetzt.
In der ersten Hälfte lebt die Spannung vor allem von den Charakteren und den Missständen im Hotel. Immer wieder wird angedeutet, dass Mia aus einem bestimmten Grund dort ist, doch für eigene Spekulationen bekommt man zunächst wenig Ansatzpunkte. Erst in der zweiten Hälfte nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf und spitzt sich zunehmend zu. Dadurch wirkte der Beginn stellenweise etwas langatmig und repetitiv.
Schade fand ich außerdem, dass Portugal selbst kaum eine Rolle spielt. Der Großteil der Handlung bleibt im Hotel, Ausflüge gibt es nur wenige. Die Geschichte hätte daher auch an vielen anderen sommerlichen Küstenorten spielen können.
Trotz der anfänglichen Längen konnte mich das Buch überzeugen. Ich mochte den langsamen Spannungsaufbau und wie sich Mias Anspannung auf mich übertrug. Der Roman liest sich sehr flüssig, bietet einige Geheimnisse und sogar Potenzial für eine Fortsetzung.
Besonders gelungen fand ich die zentrale Botschaft des Buches. Ohne zu spoilern lässt sich dazu wenig sagen, doch rückblickend trägt sie die gesamte Geschichte und geht weit über simplen Hass hinaus. Genau das hat mir gefallen.
"Summer Heat" spielt in einem exklusiven Luxusresort an der Algarve und erzählt die Geschichte von Mia und Yanis, die dort für eine Saison arbeiten – sie als Animateurin, er als Barkeeper. Aus einer anfänglichen Anziehung wird im Laufe des Sommers zunehmend Misstrauen, bis schließlich eine Leiche in der Bucht angespült wird und beide sich fragen müssen, wer der andere wirklich ist.
Die Grundidee und das Setting haben durchaus Potenzial: Glitzernde Ferienkulisse trifft auf ein düsteres Geheimnis, dazu mehrere Erzählperspektiven, die eigentlich für zusätzliche Spannung sorgen sollen. Leider hat mich das Buch trotzdem nicht gepackt. Gerade zu Beginn zieht sich die Handlung sehr, die Andeutungen und die schleichende Atmosphäre wirkten auf mich eher zäh als spannungssteigernd. Statt mitzufiebern, ertappte ich mich immer wieder dabei, wie ich weiterlesen musste, ohne wirklich neugierig zu sein, wie es weitergeht.
Für mich hat der Roman einfach zu lange gebraucht, um in Fahrt zu kommen – und als der Spannungsbogen dann anzog, war mein Interesse schon zu sehr abgeflacht, um noch richtig mitgerissen zu werden. Wer geduldig mit langsam aufgebauter Atmosphäre umgehen kann und eher auf leise, psychologische Spannung statt auf Tempo steht, könnte hier eher glücklich werden. Mir persönlich war es zu langatmig.
Fazit: Interessantes Setting, aber der Spannungsaufbau hat mich nicht überzeugt. Für mich leider ein Griff daneben.
Tolles Setting, aber viel zu wenig Thriller Auf dieses Buch hatte ich mich wirklich gefreut. Ein luxuriöses Resort in Portugal, Sommerstimmung und ein Thriller, bei dem hinter der schönen Fassade etwas nicht stimmt, klangen nach einer richtig guten Mischung.
Der Anfang konnte mich auch noch neugierig machen. Die Atmosphäre im Resort ist gelungen und das Portugal-Feeling kommt gut rüber. Man merkt, wie die unbeschwerte Urlaubsstimmung nach und nach unangenehmer wird. Gerade das Setting gehört für mich ganz klar zu den Stärken des Buches.
Leider hat mich die folgende Geschichte selbst immer mehr verloren. Über weite Strecken passiert einfach zu wenig, und vieles wird nur angedeutet, ohne dass die Handlung wirklich vorankommt. Dadurch fehlte mir fast durchgehend die Spannung. Für einen Thriller war mir das Erzähltempo einfach zu langsam.
Mit den Figuren bin ich ebenfalls nicht warm geworden. Weder die Hauptcharaktere noch die meisten Nebenfiguren konnten bei mir echtes Interesse wecken. Viele blieben oberflächlich und ich hatte kaum eine emotionale Verbindung zu ihnen.
Auch das Ende konnte den langen Mittelteil für mich nicht mehr ausgleichen. Die Auflösung wirkte auf mich eher konstruiert und passte für mein Empfinden nicht richtig zum restlichen Verlauf der Geschichte.
Schade, denn die Grundidee hatte definitiv Potenzial. Mit einer strafferen Handlung, mehr Spannung und stärker ausgearbeiteten Figuren hätte mir das Buch deutlich besser gefallen.
Mia und Yanis treffen als Angestellte eines Beach Resorts an der Algarve aufeinander und es funkt sofort zwischen den beiden. Sommer, Hitze, Partys, es könnte nicht besser sein. Doch Mia ist dort aus einem ganz bestimmten Grund, den am besten niemand erfahren sollte. Als seltsame Dinge geschehen, wird es langsam ungemütlich...
Das Cover strahlt ein sommerliches Flair aus, zugleich ist es aber auch bedrohlich, was gut zur Story passt.
Der Einstieg ist interessant und macht Lust auf mehr. Die verschiedenen Sprecher hauchen der Geschichte gekonnt Leben ein und man kann die Perspektiven zu jeder Zeit gut auseinanderhalten. Diese Wechsel zeigen, wie unterschiedlich dieselbe Situation interpretiert werden kann und geben einen umfassenden Einblick. Gefallen hat mir auch, wie sich die Atmosphäre langsam von unbeschwert zu bedrohlich wandelt und wie alles nach außen hin Friede, Freude, Eierkuchen ist, es jedoch hinter den Kulissen bei den gestressten Angestellten köchelt und immer schlimmer wird. Leider passiert ewig nichts, über die Hälfte des Buches ist irgendwie Geplänkel mit ein paar Andeutungen, aber nichts Greifbares. Die Spannung ist dadurch eher mau und die unsympathischen Charaktere geben dem Ganzen noch den Rest. Außerdem finde ich, dass der Klappentext viel zu viel verrät, sodass man zu hohe Erwartungen hat.
Die tolle Idee wurde meiner Meinung nach schwach umgesetzt und das Buch ist für mich kein Thriller. 2 Sterne
Ein Thriller mit Überraschungen Ich muss gestehen, ich habe mir unter der Beschreibung eine andere Story vorgestellt. Daher war ich zu Beginn etwas irritiert. Denn Mia ist eigentlich keine Yogalehrerin sondern arbeitet eigentlich bei einer Bank. Um aber im Sommer in dem Resort zu jobben, hat sie ihren sicheren und gut gezahlten Job aufgegeben. Denn sie hat die Vermutung, dass es in dem Resort etwas zu entdecken gibt. Was genau sie allerdings dort sucht wird erst recht spät klar. Schnell wird aber offensichtlich, dass einige sie eigentlich nicht in dem Hotel haben wollen und ihr Steine in den Weg legen. Für mich ist die Geschichte so etwas vor sich hingedümpelt und ich habe immer darauf gewartet, zum wahren Kern der Geschichte zu kommen. Dieser hat sich erst recht spät angefangen zu zeigen, nämlich nach der geheimen Party. Und selbst dann hat es noch recht lange gezogen, bis plötzlich ein neuer Player auf dem Feld aufgetaucht ist und ab dem Moment ging alles Schlag auf Schlag. Die Wendung kam überraschend und war dann auch gut gemacht. Allerdings war der Weg bis dahin eher eine Sommerromance mit Hindernissen. Summer Heat war für mich ganz nett und unterhaltsam mit einem unerwarteten Ende, aber nicht ganz so das, was ich mir unter einem Sommer Thriller a la Ruth Ware vorgestellt habe.
„Summer Heat“ von Solveig-Marie Kastner punktet vor allem mit seinem atmosphärischen Setting. Das luxuriöse Resort an der Algarve, die drückende Sommerhitze und die unterschwellige Bedrohung sorgen für eine spannende Kulisse, die sofort Urlaubs- und gleichzeitig Unbehagen vermittelt. Der flüssige Schreibstil macht das Buch angenehm lesbar, und die wechselnden Perspektiven tragen dazu bei, dass die Handlung abwechslungsreich bleibt.
Allerdings hatte die Geschichte für mich auch ihre Längen. Gerade am Anfang und im Mittelteil zieht sich die Handlung etwas, und die Spannung baut sich langsamer auf, als ich es von einem Thriller erwartet hätte. Einige Wendungen waren interessant, konnten mich aber nicht vollständig überraschen. Auch zu den Hauptfiguren konnte ich nicht immer eine emotionale Verbindung aufbauen, wodurch manche Entscheidungen weniger nachvollziehbar wirkten.
Das Finale bringt zwar noch einmal Tempo und einige Enthüllungen, wirkte auf mich jedoch etwas überhastet. Insgesamt ist „Summer Heat“ ein solider Sommerthriller mit einer starken Atmosphäre und einer guten Grundidee, der sein Potenzial für meinen Geschmack aber nicht ganz ausschöpft.
Fazit: Wer atmosphärische Thriller mit Urlaubssetting und langsamem Spannungsaufbau mag, wird hier gut unterhalten. Für mich waren es 3,5 von 5 Sternen.