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Ich bin

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Der Geliebte, der Bruder, der Freund - drei intensive Beziehungen, drei Abschiede. Abschiede, die Befreiung und zugleich Neubeginn bedeuten.WAS BLEIBT VON EINER GROSSEN LIEBE? Wie begeht man ihr Ende? Drei Umzugskisten markieren den Punkt, an dem zwei Menschen jäh auseinander driften. Ein Zugticket entfernt den einen vom anderen. So wie die Ich-Erzählerin einst begonnen hat, Srecko zu lieben, so hört sie - wenigstens vorläufig - damit auch auf. Wie schaut man ohne tiefere Verletztheit auf eine schwierige Vergangenheit zurück? Beograd, die weiße Stadt, gewährt Zuflucht und führt in einen erinnerungslosen Raum, in dem die Puppenspielerin ihre eigene Geschichte neu erfinden kann. Vor den Einschusslöchern einer vergesslichen Stadt. Was scheidet die Liebe von der Freundschaft? Rita ist auf dem Weg nach Amerika und Paul blickt eine Nacht lang über den Ozean, der sie beide voneinander trennt. Am nächsten Morgen wird er Maria anrufen und - vielleicht - in eine neue Gegenwart finden. Tiefgründig und ernst erzählt Milena Michiko Flasar von engen Beziehungen und der Suche nach sich selbst. Ihre Prosa zeichnet sich durch eine soghafte Sprache aus. Sie führt uns in eine magische Welt, die voller sichtbarer und unsichtbarer Zeichen ist. Ein aufregendes Debüt.

144 pages, Kindle Edition

First published August 1, 2011

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About the author

Milena Michiko Flašar

11 books175 followers
Milena Michiko Flašar (St. Pölten, 1980) studied comparative literature, Germanic and Roman languages at the University of Vienna, and taught German to non-native speakers. After several successful publications in a variety of literary magazines, she made her debut in 2008 with the collection Ich bin (I am). This volume includes three short stories about love and parting. The short story Okaasan – Meine unbekannte Mutter (Okaasan – My unfamiliar Mother) appeared in 2010, telling the story of her dying demented mother. She has received several prizes and scholarships for her work. Meanwhile she has started writing full-time. In feburary 2012 her new book Ich nannte ihn Krawatte was published.

(from http://www.citybooks.eu/en/artist/p/m...)

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Profile Image for Johann Guenther.
809 reviews28 followers
November 12, 2025
FLASAR, Milena Michiko: „Ich bin“, Salzburg Wien 2008
Ich habe all ihre Bücher gelesen. Immer wieder war ich von ihrer Schreibweise, von ihren Formulierungen begeistert. Jetzt wollte ich auch das erste ihrer Bücher „Ich bin“ lesen. Es gab es nirgends. Auch am Second Hand Markt konnte ich es nicht bekommen. Oft schämen sich Künstler für ihre Erstlingswerke und kaufen alle verfügbaren Arbeiten auf, damit sie niemand lesen oder sehen kann. Letztlich erstand ich eine digitale Vorlage, die ich mir ausdruckte und binden ließ. So hatte ich das Erstlingswerk einer meiner Lieblingsdichterinnen.
Es ist eine ganz andere Autorin, die ich jetzt lese, als in den folgenden Büchern, wo sie als Erzählerin auftritt. Als Newcomer in der Szene der Schriftsteller musste sie anders sein, um aufzufallen. Sie wählte kurze Absätze, die sie nummerierte. Wie die Bibel, die in nummerierte Textabschnitte eingeteilt ist. Oder der Koran, der sich in Suren teilt.
Das Buch hat drei Abschnitte, die in ihrer Unterteilung diese Nummern trägt.
Sie nennt es „Ein Stück lyrische Prosa in zwei asymmetrischen Teilen“. Teil 1 lebt von der Liebe. Von der Liebe zu einem Mann, den man vielleicht gar nicht liebt. Den man (Frau) vielleicht nur erobert. Er geht fort. In eine andere Stadt. Sie leben getrennt. Die Liebe ist mit Briefen und Telefonaten verbunden. Als sie entscheidet nachzufahren, um bei ihm zu sein, gesteht er mit einer anderen Frau geschlafen zu haben …
Teil zwei handelt von der Liebe zum Bruder und im dritten Teil geht es um einen Freund. Es sind drei verschiedene Beziehungen, in denen es zur Trennung kommt. Es wird ein Abschied, der auch einen Neubeginn hervorruft. Speziell im dritten Teil flammt der Stil und die Schreibweise ihrer späteren erfolgreichen Romane auf.
Es ist schön den schriftstellerischen Beginn von Frau Flaser zu lesen, in dem schon die großartige Formuliererin hervortritt. Zum Abschluss so ein Satz: „Ich denke jetzt oft: Es liegt alles im Verborgenem. Irgendwann, wenn ich diese Geschichte zu Ende geschrieben habe (und das wird – vielleicht – niemals geschehen), werde ich begreifen, dass ich längst nicht alles gesagt habe. Und längst nicht die ganze Wahrheit. Denn dazu bräuchte es mehr als ein Menschenleben.“
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