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Love & Rent
»Bridget Jones« für eine neue Generation
Hannah hat romantische Komödien, in denen ein Mann den Schlüssel zum Happy End einer Frau in der Hand hält, schon immer gehasst. Aber sie kann ihre Miete kaum noch bezahlen und die Wahl zwischen dem Zusammenleben mit einem Partner oder der eigenen stets kritischen Mutter ist nicht leicht. Als sie den wohlhabenden und von seiner eigenen Mutter geradezu besessenen Oscar kennenlernt, entschließt sie sich, ihm eine Chance zu geben. Schon bald ziehen die beiden in ein Cottage in der Nähe von Edinburgh. Doch es dauert nicht lange, bis die so schöne Fassade zu bröckeln beginnt. Denn Hannahs beste Freundin Kiera ist nicht begeistert davon, dass Hannah Sheffield für einen Typen verlassen hat. Und Hannah fragt sich, ob sie jetzt nicht die Art von Beziehung führt, für die sie andere immer verachtet hat.
Auf hochkomische und doch sensible Weise erzählt Jo Cheetham über Freundschaft und die Möglichkeit von Liebe im 21. Jahrhundert.
Hannah hat romantische Komödien, in denen ein Mann den Schlüssel zum Happy End einer Frau in der Hand hält, schon immer gehasst. Aber sie kann ihre Miete kaum noch bezahlen und die Wahl zwischen dem Zusammenleben mit einem Partner oder der eigenen stets kritischen Mutter ist nicht leicht. Als sie den wohlhabenden und von seiner eigenen Mutter geradezu besessenen Oscar kennenlernt, entschließt sie sich, ihm eine Chance zu geben. Schon bald ziehen die beiden in ein Cottage in der Nähe von Edinburgh. Doch es dauert nicht lange, bis die so schöne Fassade zu bröckeln beginnt. Denn Hannahs beste Freundin Kiera ist nicht begeistert davon, dass Hannah Sheffield für einen Typen verlassen hat. Und Hannah fragt sich, ob sie jetzt nicht die Art von Beziehung führt, für die sie andere immer verachtet hat.
Auf hochkomische und doch sensible Weise erzählt Jo Cheetham über Freundschaft und die Möglichkeit von Liebe im 21. Jahrhundert.
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Published August 15, 2026
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Community Reviews
Displaying 1 - 30 of 31 reviews
July 10, 2026
Ich muss ja gestehen, dass ich eine kleine Schwäche für romantische Komödien habe, eine Guilty Pleasure sozusagen. Mir ist klar, dass sie oft nicht viel mit der Realität zu tun haben. Aber gerade diese kleinen Träumereien tun doch im Alltag häufig ganz gut.
Hannah, die Protagonistin von Love and Rent, sieht das ein wenig anders. Sie möchte ihr Leben lieber so auf die Reihe bekommen. Das ein Mann das große Glück und der Schlüssel für all ihre Träume sein soll, davon hält sie recht wenig. Wäre da nur nicht die Miete, die jeden Monat bezahlt werden muss. Da kommt ihr der wohlhabende Oscar gerade recht.
Love and Rent ist ein Roman, der erfrischend anders ist. Er stellt das Genre der romantischen Komödie auf den Kopf und wirbelt es einmal kräftig durch. Dabei ist er nicht weniger lustig. Es gibt einige sehr skurrile Charaktere wie Hugo oder Beinpresse. Gleichzeitig beschäftigen Hannah noch weitere Probleme wie das Verhältnis zu ihrer Mutter und ihrem Bruder.
Hannahs Einstellung zu vielen Dingen gefiel mir sehr gut. Sie ruht sich nicht in der eigentlich komfortablen Lage mit Oscar im Cottage aus, sondern versucht ihr Leben weiterhin selbst zu gestalten, sucht sich einen Job, kümmert sich um ihre Mutter. Auch das Ende des Romans fand ich sehr gelungen und wunderbar passend zur Botschaft der Geschichte.
Jo Cheetham hat ein tolles Debüt geschrieben, das wirklich Spaß macht und vieles neu durchdenken lässt.
Hannah, die Protagonistin von Love and Rent, sieht das ein wenig anders. Sie möchte ihr Leben lieber so auf die Reihe bekommen. Das ein Mann das große Glück und der Schlüssel für all ihre Träume sein soll, davon hält sie recht wenig. Wäre da nur nicht die Miete, die jeden Monat bezahlt werden muss. Da kommt ihr der wohlhabende Oscar gerade recht.
Love and Rent ist ein Roman, der erfrischend anders ist. Er stellt das Genre der romantischen Komödie auf den Kopf und wirbelt es einmal kräftig durch. Dabei ist er nicht weniger lustig. Es gibt einige sehr skurrile Charaktere wie Hugo oder Beinpresse. Gleichzeitig beschäftigen Hannah noch weitere Probleme wie das Verhältnis zu ihrer Mutter und ihrem Bruder.
Hannahs Einstellung zu vielen Dingen gefiel mir sehr gut. Sie ruht sich nicht in der eigentlich komfortablen Lage mit Oscar im Cottage aus, sondern versucht ihr Leben weiterhin selbst zu gestalten, sucht sich einen Job, kümmert sich um ihre Mutter. Auch das Ende des Romans fand ich sehr gelungen und wunderbar passend zur Botschaft der Geschichte.
Jo Cheetham hat ein tolles Debüt geschrieben, das wirklich Spaß macht und vieles neu durchdenken lässt.
September 14, 2026
Yes, das hat mich abgeholt. Mehr als einmal bin ich beim Lesen innerlich zusammengezuckt, weil die Beziehung so schmerzhaft, unausgewogen und für viele Frauen erschreckend nachvollziehbar dargestellt wird. Das Abhängigkeitsverhältnis, das Machtgefälle und die misogynen Untertöne haben mich oft wütend und traurig gemacht. Nicht, weil mich all das überrascht hätte, sondern gerade weil man solche Geschichten kennt: aus Erzählungen, aus dem eigenen Umfeld oder weil viele Frauen ähnliche Erfahrungen machen.
Besonders berührt hat mich aber die Freundschaft zwischen den Frauen. Das Buch zeigt nicht nur, wie solche Dynamiken Freundschaften belasten und auf die Probe stellen können, sondern auch, welche Kraft in ihnen steckt. Gerade in den schwierigsten Momenten wird deutlich, wie wichtig Frauenfreundschaften sein können: als Halt, als ehrliche Stimme und manchmal auch als Rettungsanker, wenn man selbst den Blick für die eigene Situation verliert.
Trotz der schweren Themen ist dies keine hoffnungslose Geschichte. Zwischen all dem Schmerz bleibt immer ein Funken Hoffnung erhalten. Keine leichte RomCom, sondern ein kluger, emotionaler und stellenweise schmerzhafter Roman, den ich noch einmal lesen würde.
Volle Punktzahl, weil das Buch genau das tut, was es tun soll: Es ist lustig, kurzweilig und bissig, ohne dabei seine ernsten Themen aus den Augen zu verlieren.
Besonders berührt hat mich aber die Freundschaft zwischen den Frauen. Das Buch zeigt nicht nur, wie solche Dynamiken Freundschaften belasten und auf die Probe stellen können, sondern auch, welche Kraft in ihnen steckt. Gerade in den schwierigsten Momenten wird deutlich, wie wichtig Frauenfreundschaften sein können: als Halt, als ehrliche Stimme und manchmal auch als Rettungsanker, wenn man selbst den Blick für die eigene Situation verliert.
Trotz der schweren Themen ist dies keine hoffnungslose Geschichte. Zwischen all dem Schmerz bleibt immer ein Funken Hoffnung erhalten. Keine leichte RomCom, sondern ein kluger, emotionaler und stellenweise schmerzhafter Roman, den ich noch einmal lesen würde.
Volle Punktzahl, weil das Buch genau das tut, was es tun soll: Es ist lustig, kurzweilig und bissig, ohne dabei seine ernsten Themen aus den Augen zu verlieren.
July 17, 2026
Jo Cheetham erzählt in Love and Rent die Geschichte von Hannah, einer Frau in ihren Dreißigern, die von Monatsgehalt zu Monatsgehalt lebt und mit ihrem eher unspektakulären Leben in Sheffield eigentlich zufrieden ist. Sie verbringt Zeit mit ihren Freundinnen, besucht pflichtbewusst ihre schwierige Mutter und lernt durch ein Missverständnis Oscar kennen. Obwohl sie ihn zunächst gar nicht besonders interessant findet, entwickelt sich eine Beziehung. Als Hannah ihren Job zu verlieren droht und ihre Miete erhöht wird, scheint Oscars Vorschlag, gemeinsam nach Schottland zu ziehen, die perfekte Lösung.
Doch aus der gemeinsamen Zukunft in Edinburgh wird ein abgelegenes Cottage außerhalb der Stadt. Während Oscar arbeitet und Karriere macht, verbringt Hannah ihre Tage mit Bewerbungen, Einkaufen, Putzen und Kochen. Ohne dass es je ausgesprochen wird, übernimmt sie den gesamten Haushalt und findet sich plötzlich in einer Rolle wieder, die sie nie für sich wollte. Oscar empfindet diese Aufgaben zunehmend als selbstverständlich, trifft sich nach Feierabend mit Kollegen und verweist immer wieder darauf, wie gestresst er sei. Hannah vermisst ihre Freundinnen, ihre Unabhängigkeit und das Leben, das sie sich eigentlich aufgebaut hatte.
Besonders eindrücklich zeigt der Roman, wie Mental Load und Care-Arbeit entstehen: nicht durch einzelne große Entscheidungen, sondern durch viele kleine Selbstverständlichkeiten, die sich nach und nach einschleichen. Gleichzeitig stellt Jo Cheetham zwei sehr unterschiedliche Mutter-Kind-Beziehungen gegenüber. Auf der einen Seite Oscar, der seine Mutter nahezu vergöttert und ihre Meinung über alles stellt. Auf der anderen Hannah, deren Mutter sie ihr Leben lang kleinmacht und ihren Bruder bevorzugt – und ihr erst Anerkennung entgegenbringt, als sie mit dem wohlhabenden Oscar zusammen ist.
Als Hannah erfährt, dass ihre Mutter an Krebs erkrankt ist, zeigt sich schließlich, auf wen sie sich wirklich verlassen kann. Während ihr Bruder und Oscar immer neue Ausreden finden, übernimmt Hannah selbstverständlich die Verantwortung. Gerade dieser Teil des Romans macht noch einmal deutlich, wie oft Frauen die emotionale Arbeit in Familie und Partnerschaft tragen, während Männer sich ihrer Verantwortung entziehen oder sie gar nicht erst wahrnehmen.
Love and Rent ist keine dramatische Liebesgeschichte, sondern eine stille, realistische Beobachtung unserer Gegenwart. Der Roman zeigt eindrucksvoll, wie hartnäckig traditionelle Rollenbilder noch immer sind – selbst in Beziehungen, die sich zunächst modern und gleichberechtigt anfühlen. Hannahs Entwicklung hat mich oft traurig und wütend gemacht; mehr als einmal wollte ich sie einfach in den Arm nehmen. Gerade weil die Geschichte so alltäglich wirkt, entfaltet sie ihre größte Stärke. Ein kluger, feinfühliger Roman über finanzielle Unsicherheit, Mental Load, Familie und die Frage, wie viel von den alten Erwartungen an Frauen bis heute geblieben ist.
Doch aus der gemeinsamen Zukunft in Edinburgh wird ein abgelegenes Cottage außerhalb der Stadt. Während Oscar arbeitet und Karriere macht, verbringt Hannah ihre Tage mit Bewerbungen, Einkaufen, Putzen und Kochen. Ohne dass es je ausgesprochen wird, übernimmt sie den gesamten Haushalt und findet sich plötzlich in einer Rolle wieder, die sie nie für sich wollte. Oscar empfindet diese Aufgaben zunehmend als selbstverständlich, trifft sich nach Feierabend mit Kollegen und verweist immer wieder darauf, wie gestresst er sei. Hannah vermisst ihre Freundinnen, ihre Unabhängigkeit und das Leben, das sie sich eigentlich aufgebaut hatte.
Besonders eindrücklich zeigt der Roman, wie Mental Load und Care-Arbeit entstehen: nicht durch einzelne große Entscheidungen, sondern durch viele kleine Selbstverständlichkeiten, die sich nach und nach einschleichen. Gleichzeitig stellt Jo Cheetham zwei sehr unterschiedliche Mutter-Kind-Beziehungen gegenüber. Auf der einen Seite Oscar, der seine Mutter nahezu vergöttert und ihre Meinung über alles stellt. Auf der anderen Hannah, deren Mutter sie ihr Leben lang kleinmacht und ihren Bruder bevorzugt – und ihr erst Anerkennung entgegenbringt, als sie mit dem wohlhabenden Oscar zusammen ist.
Als Hannah erfährt, dass ihre Mutter an Krebs erkrankt ist, zeigt sich schließlich, auf wen sie sich wirklich verlassen kann. Während ihr Bruder und Oscar immer neue Ausreden finden, übernimmt Hannah selbstverständlich die Verantwortung. Gerade dieser Teil des Romans macht noch einmal deutlich, wie oft Frauen die emotionale Arbeit in Familie und Partnerschaft tragen, während Männer sich ihrer Verantwortung entziehen oder sie gar nicht erst wahrnehmen.
Love and Rent ist keine dramatische Liebesgeschichte, sondern eine stille, realistische Beobachtung unserer Gegenwart. Der Roman zeigt eindrucksvoll, wie hartnäckig traditionelle Rollenbilder noch immer sind – selbst in Beziehungen, die sich zunächst modern und gleichberechtigt anfühlen. Hannahs Entwicklung hat mich oft traurig und wütend gemacht; mehr als einmal wollte ich sie einfach in den Arm nehmen. Gerade weil die Geschichte so alltäglich wirkt, entfaltet sie ihre größte Stärke. Ein kluger, feinfühliger Roman über finanzielle Unsicherheit, Mental Load, Familie und die Frage, wie viel von den alten Erwartungen an Frauen bis heute geblieben ist.
This entire review has been hidden because of spoilers.
August 17, 2026
Die Geschichte an sich ist okay aber auf gar keinen Fall eine lustige und humorvolle RomCom (wie der Klappentext es verspricht)
July 17, 2026
Rezension zu "Love and Rent" von Joe Cheatham
Inhalt (spoilerfrei): Die Protagonistin Hannah ist Mitte dreißig und versucht irgendwie, sich ein Leben aufzubauen, das ihr Sicherheit gibt. Trotz ihrer kleinen Einzimmerwohnung kann sie die Miete kaum zahlen und ihr Job im Museum hängt am seidenen Faden. Als sie den eher langweiligen, aber sehr strukturierten Oskar kennenlernt, scheint die gewünschte Sicherheit für Hannah plötzlich greifbar zu sein. Doch je mehr Stabilität sie gewinnt, desto mehr muss sie sich fragen, was sie dafür eigentlich aufgibt.
Erzählperspektive: Joe Cheatham erzählt Hannahs Geschichte mit einer großen emotionalen Nähe. Ich mochte den Schreibstil unglaublich gern. Er liest sich schnell und flüssig, hat immer mal wieder humorvolle Momente und trotzdem steckt zwischen den Zeilen so viel Nachdenklichkeit und Gefühl, einige Szenen haben mich wirklich zu Tränen gerührt, was ich nicht erwartet habe, weil der Klappentext zunächst so flott und leicht anmutete. Andere Szenarien haben mich vor Wut brodeln lassen. Und nie verliert die Erzählung seine Ernsthaftigkeit.
Figuren: Hannah war für mich eine unglaublich authentische Protagonistin. Sie hinterfragt sich ständig selbst, reflektiert ihre Entscheidungen und setzt sich immer wieder mit den Rollenbildern auseinander, mit denen Frauen aufwachsen. Gerade deshalb fiel es ihr so schwer, sich auf eine Beziehung einzulassen, in der finanzielle Sicherheit plötzlich eine so große Rolle spielt. Sie möchte eigentlich nicht die Frau sein, die sich von einem Mann "retten" oder versorgen lässt, und trotzdem bringt sie ihre Lebenssituation genau in diesen Konflikt. Ich fand das wahnsinnig ehrlich geschrieben. Man begleitet ihre Gedanken, Zweifel und inneren Konflikte so unmittelbar, dass ihre Entscheidungen jederzeit nachvollziehbar bleiben, selbst wenn sie auf dem Papier vielleicht unvernünftig oder gar falsch erscheinen. Ebenso eindrucksvoll sind die Nebenfiguren gezeichnet. Im Mittelpunkt steht vor allem die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter,Sie hat ständig Erwartungen an ihre Tochter, sie akzeptiert sie selten einfach so, wie sie ist, dabei wünscht sich Hannah die mütterliche Anerkennung so sehr. Die Dynamik zwischen den beiden ist schmerzhaft, komplex und erschreckend realistisch. Gleichzeitig zeigt der Roman aber auch, wie viel Halt echte Freundschaften geben können.
Themen: Was mich am meisten überrascht hat, ist, dass dieses Buch für mich einfach keine romantische Komödie war. Aber genau so wird es vermarktet. Überall liest man Vergleiche mit "Bridget Jones" oder Begriffe wie "RomCom". Ehrlich gesagt finde ich das dem Buch gegenüber fast ein bisschen unfair. Ja, es gibt humorvolle Momente und Dialoge, bei denen ich schmunzeln musste. Aber der Humor steht für mich überhaupt nicht im Mittelpunkt. Vielmehr erzählt Joe Cheatham von den Sorgen einer weiblichen Generation, für die finanzielle Sicherheit längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist (und da nenne ich vor allem Single Frauen zuerst, denn die Gender Pay Gap ist immer noch allgegenwärtig!) Es geht um steigende Lebenshaltungskosten, unsichere Arbeitsverhältnisse und die Frage, wie frei Entscheidungen überhaupt noch sind, wenn existenzielle Ängste ständig mitschwingen. Gleichzeitig setzt sich der Roman intensiv mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen auseinander. Hannah hinterfragt immer wieder das traditionelle Bild vom Mann als Retter und Versorger und empfindet selbst Scham darüber, sich aus finanziellen Gründen auf diese Rolle einzulassen. Gerade dieser innere Konflikt wirkt unglaublich ehrlich und modern. Vor allem mochte ich in dem Buch aber auch, dass hinterfragt wird, was wir eigentlich suchen, wenn wir versuchen, glücklich zu sein. Ob Liebe oder erstmal Sicherheit? Ein Zuhause? Das Gefühl, endlich irgendwo anzukommen? Was hat Prio und was nimmt man hin, um sein größtes und vermeintliches Bedürfnis zu befriedigen? Und ist es unmoralisch, eine Beziehung einzugehen, weniger aus Liebe, sondern aus pragmatischen Gründen und weil man dadurch Sicherheit und Stabilität bekommt? Oder ist es vielleicht einfach nur verständlich als Frau, Mitte 30 in einer Großstadt mit steigenden Mietpreisen, instabilen Arbeitsplätzen, ohne finanziellen Rückhalt seitens der Familie und Co.? Auch dass sich der Roman mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen Anfang oder Mitte dreißig beschäftigt, mochte ich sehr. Er macht den Druck auf Frauen sichtbar, ab 30 Jahren sesshaft zu werden und zu heiraten, natürlich mit Haus und Kindern. Alternativen sind unerwünscht und nicht normal. Ich finde es so stark, wie Cheatham dieses Thema behandelt.
Fazit: Ich glaube, meine einzige Kritik richtet sich an die Vermarktung des Buches. Wer eine lockere RomCom à la "Bridget Jones" erwartet, könnte meines Erachtens enttäuscht werden. Wer sich aber auf einen ruhigen, klugen und sehr lebensnahen Roman einlässt, bekommt eine Geschichte über finanzielle Existenzängste, Selbstwert, Familie, Freundschaft und die gesellschaftlichen Erwartungen, mit denen gerade viele Frauen Ende zwanzig oder Mitte dreißig konfrontiert sind. "Love and Rent" hat mich vor allem deshalb überzeugt, weil es so viel mehr ist, als Cover und Klappentext vermuten lassen. Hannah ist keine perfekte Heldin, sondern eine sehr authentisch geschriebene Frau Mitte 30 (wie ich), die versucht, die beste Entscheidung für sich zu treffen, obwohl das Leben ihr ständig neue Unsicherheiten und Herausforderungen vor die Füße wirft. Gerade wer selbst Ende zwanzig oder Mitte dreißig ist, wird viele der beschriebenen Gedanken und Ängste wiedererkennen. Aber vor allem der Fokus auf die Beziehung zwischen Hannah und ihrer Mutter fand ich unglaublich berührend. Was Hannah mit ihr durchmachen muss fand ich so feinfühlig beschrieben, ich habe richtig mitgelitten! Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass das Buch ehrlicher vermarktet worden wäre, denn ich glaube, es würde genau die Menschen erreichen, die seine Themen wirklich zu schätzen wissen. Für mich war es eine bewegende und sehr authentische Geschichte, die mich mehrfach emotional berührt hat und noch lange nachwirken wird.Es hat sich wirklich wie eine kleine emotionale Reise angefühlt, in der wir mit Hannah auf der Suche nach Sicherheit, Zugehörigkeit und dem eigenen Platz im Leben zusammen wachsen dürfen.
Inhalt (spoilerfrei): Die Protagonistin Hannah ist Mitte dreißig und versucht irgendwie, sich ein Leben aufzubauen, das ihr Sicherheit gibt. Trotz ihrer kleinen Einzimmerwohnung kann sie die Miete kaum zahlen und ihr Job im Museum hängt am seidenen Faden. Als sie den eher langweiligen, aber sehr strukturierten Oskar kennenlernt, scheint die gewünschte Sicherheit für Hannah plötzlich greifbar zu sein. Doch je mehr Stabilität sie gewinnt, desto mehr muss sie sich fragen, was sie dafür eigentlich aufgibt.
Erzählperspektive: Joe Cheatham erzählt Hannahs Geschichte mit einer großen emotionalen Nähe. Ich mochte den Schreibstil unglaublich gern. Er liest sich schnell und flüssig, hat immer mal wieder humorvolle Momente und trotzdem steckt zwischen den Zeilen so viel Nachdenklichkeit und Gefühl, einige Szenen haben mich wirklich zu Tränen gerührt, was ich nicht erwartet habe, weil der Klappentext zunächst so flott und leicht anmutete. Andere Szenarien haben mich vor Wut brodeln lassen. Und nie verliert die Erzählung seine Ernsthaftigkeit.
Figuren: Hannah war für mich eine unglaublich authentische Protagonistin. Sie hinterfragt sich ständig selbst, reflektiert ihre Entscheidungen und setzt sich immer wieder mit den Rollenbildern auseinander, mit denen Frauen aufwachsen. Gerade deshalb fiel es ihr so schwer, sich auf eine Beziehung einzulassen, in der finanzielle Sicherheit plötzlich eine so große Rolle spielt. Sie möchte eigentlich nicht die Frau sein, die sich von einem Mann "retten" oder versorgen lässt, und trotzdem bringt sie ihre Lebenssituation genau in diesen Konflikt. Ich fand das wahnsinnig ehrlich geschrieben. Man begleitet ihre Gedanken, Zweifel und inneren Konflikte so unmittelbar, dass ihre Entscheidungen jederzeit nachvollziehbar bleiben, selbst wenn sie auf dem Papier vielleicht unvernünftig oder gar falsch erscheinen. Ebenso eindrucksvoll sind die Nebenfiguren gezeichnet. Im Mittelpunkt steht vor allem die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter,Sie hat ständig Erwartungen an ihre Tochter, sie akzeptiert sie selten einfach so, wie sie ist, dabei wünscht sich Hannah die mütterliche Anerkennung so sehr. Die Dynamik zwischen den beiden ist schmerzhaft, komplex und erschreckend realistisch. Gleichzeitig zeigt der Roman aber auch, wie viel Halt echte Freundschaften geben können.
Themen: Was mich am meisten überrascht hat, ist, dass dieses Buch für mich einfach keine romantische Komödie war. Aber genau so wird es vermarktet. Überall liest man Vergleiche mit "Bridget Jones" oder Begriffe wie "RomCom". Ehrlich gesagt finde ich das dem Buch gegenüber fast ein bisschen unfair. Ja, es gibt humorvolle Momente und Dialoge, bei denen ich schmunzeln musste. Aber der Humor steht für mich überhaupt nicht im Mittelpunkt. Vielmehr erzählt Joe Cheatham von den Sorgen einer weiblichen Generation, für die finanzielle Sicherheit längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist (und da nenne ich vor allem Single Frauen zuerst, denn die Gender Pay Gap ist immer noch allgegenwärtig!) Es geht um steigende Lebenshaltungskosten, unsichere Arbeitsverhältnisse und die Frage, wie frei Entscheidungen überhaupt noch sind, wenn existenzielle Ängste ständig mitschwingen. Gleichzeitig setzt sich der Roman intensiv mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen auseinander. Hannah hinterfragt immer wieder das traditionelle Bild vom Mann als Retter und Versorger und empfindet selbst Scham darüber, sich aus finanziellen Gründen auf diese Rolle einzulassen. Gerade dieser innere Konflikt wirkt unglaublich ehrlich und modern. Vor allem mochte ich in dem Buch aber auch, dass hinterfragt wird, was wir eigentlich suchen, wenn wir versuchen, glücklich zu sein. Ob Liebe oder erstmal Sicherheit? Ein Zuhause? Das Gefühl, endlich irgendwo anzukommen? Was hat Prio und was nimmt man hin, um sein größtes und vermeintliches Bedürfnis zu befriedigen? Und ist es unmoralisch, eine Beziehung einzugehen, weniger aus Liebe, sondern aus pragmatischen Gründen und weil man dadurch Sicherheit und Stabilität bekommt? Oder ist es vielleicht einfach nur verständlich als Frau, Mitte 30 in einer Großstadt mit steigenden Mietpreisen, instabilen Arbeitsplätzen, ohne finanziellen Rückhalt seitens der Familie und Co.? Auch dass sich der Roman mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen Anfang oder Mitte dreißig beschäftigt, mochte ich sehr. Er macht den Druck auf Frauen sichtbar, ab 30 Jahren sesshaft zu werden und zu heiraten, natürlich mit Haus und Kindern. Alternativen sind unerwünscht und nicht normal. Ich finde es so stark, wie Cheatham dieses Thema behandelt.
Fazit: Ich glaube, meine einzige Kritik richtet sich an die Vermarktung des Buches. Wer eine lockere RomCom à la "Bridget Jones" erwartet, könnte meines Erachtens enttäuscht werden. Wer sich aber auf einen ruhigen, klugen und sehr lebensnahen Roman einlässt, bekommt eine Geschichte über finanzielle Existenzängste, Selbstwert, Familie, Freundschaft und die gesellschaftlichen Erwartungen, mit denen gerade viele Frauen Ende zwanzig oder Mitte dreißig konfrontiert sind. "Love and Rent" hat mich vor allem deshalb überzeugt, weil es so viel mehr ist, als Cover und Klappentext vermuten lassen. Hannah ist keine perfekte Heldin, sondern eine sehr authentisch geschriebene Frau Mitte 30 (wie ich), die versucht, die beste Entscheidung für sich zu treffen, obwohl das Leben ihr ständig neue Unsicherheiten und Herausforderungen vor die Füße wirft. Gerade wer selbst Ende zwanzig oder Mitte dreißig ist, wird viele der beschriebenen Gedanken und Ängste wiedererkennen. Aber vor allem der Fokus auf die Beziehung zwischen Hannah und ihrer Mutter fand ich unglaublich berührend. Was Hannah mit ihr durchmachen muss fand ich so feinfühlig beschrieben, ich habe richtig mitgelitten! Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass das Buch ehrlicher vermarktet worden wäre, denn ich glaube, es würde genau die Menschen erreichen, die seine Themen wirklich zu schätzen wissen. Für mich war es eine bewegende und sehr authentische Geschichte, die mich mehrfach emotional berührt hat und noch lange nachwirken wird.Es hat sich wirklich wie eine kleine emotionale Reise angefühlt, in der wir mit Hannah auf der Suche nach Sicherheit, Zugehörigkeit und dem eigenen Platz im Leben zusammen wachsen dürfen.
June 14, 2026
richtig messy, emotional und trotzdäm es bizeli lustig. wenn me gärn dolly alderton liest überzügt einem das buech sicher. aber do frog ich mi scho biz, wirds im läbe jemols besser?
August 13, 2026
Hannah ist eine eigenständige, berufstätige Frau in ihren Dreißigern. Trotzdem reicht ihr Einkommen kaum aus, um Miete und Lebenshaltungskosten zu stemmen. Alles, was sie sich wünscht, ist eine finanziell abgesicherte Zukunft, um sich endlich mal entspannen zu können. Als Hannah den gut situierten Oscar kennenlernt, lässt sie sich daher trotz ausbleibender Romantik aus finanzieller Unsicherheit doch auf eine Beziehung ein und zieht mit ihm aus ihrer Heimatstadt in England aufs schottische Land. Dort findet sie sich zunehmend in einer ungesunden Dynamik wieder und hofft trotzdem, endlich das große Glück und ihren Weg zu finden.
„Love and Rent“ ist witzig, bissig und in Teilen „typisch britisch“. Protagonistin Hannah stolperte teilweise von einem Fettnäpfchen ins nächste oder löste mehr oder weniger ungewollt ein Drama nach dem anderen aus. Mehr als einmal musste ich dabei an Bridget Jones denken und dachte nur: „Oh honey, why?“ Gleichzeitig wurde Hannah aber auch als vielschichtige junge Frau gezeichnet, die einfach versucht, ihren Weg im Leben zu finden. Das ließ sie auf mich, auch wenn ich nicht alle ihre Reaktionen oder Handlungen nachvollziehen konnte, sehr nahbar und authentisch wirken.
Der Roman las sich durch den unaufgeregten Sprachstil insgesamt angenehm leicht und war für mich dadurch sehr kurzweilig. Den trockenen britischen Humor mochte ich sehr, auch wenn die Geschichte insgesamt deutlich melancholischer und trauriger war, als ich zunächst erwartet hatte. Auch die Beziehung zwischen Hannah und ihrer Mutter nahm mehr Raum ein, als ich zunächst gedacht hätte. Dies tat der Geschichte jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil, es ließ Hannah als Figur komplexer erscheinen und im Gegensatz zu „Bridget Jones“ ging es eben nicht durchgehend nur um „die Männer“. Insofern passt für mich die Bezeichnung „Bridget Jones in Modern“ sehr gut und die Werbung des Buches hielt damit für meinen Eindruck ihre Versprechen ein! Ein kleiner Kritikpunkt war für mich allerdings der durchgehend recht unkritisch dargestellte Alkoholkonsum, der sich durchs gesamte Buch zog. Hier hätte ich mir mehr Sensibilität gewünscht.
Besonders gefallen hat mir das feministische und versöhnliche Ende. Hannah begann, wenn auch sehr spät, endlich, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, und ihre Entwicklung war für mich durchaus nachvollziehbar. Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass hier noch mehr möglich gewesen wäre. Speziell die tiefgründigeren Themen hätten am Ende für meinen Geschmack noch etwas mehr Raum und Ausarbeitung verdient, sodass ihre persönliche Entwicklung noch stärker zur Geltung gekommen wäre.
Insgesamt ist „Love and Rent“ eine charmant verkorkste, moderne Geschichte mit viel britischem Humor, sympathischem Chaos und unerwartet melancholischem Flair. Und vor allem ein Roman über eine junge Frau, die Lebensmodelle ausprobiert, um für sie das richtige zu finden. Für mich hätte das emotionale Potenzial am Ende noch etwas konsequenter ausgeschöpft werden können, nichtsdestotrotz war der Roman für mich durchaus lesenswert.
„Love and Rent“ ist witzig, bissig und in Teilen „typisch britisch“. Protagonistin Hannah stolperte teilweise von einem Fettnäpfchen ins nächste oder löste mehr oder weniger ungewollt ein Drama nach dem anderen aus. Mehr als einmal musste ich dabei an Bridget Jones denken und dachte nur: „Oh honey, why?“ Gleichzeitig wurde Hannah aber auch als vielschichtige junge Frau gezeichnet, die einfach versucht, ihren Weg im Leben zu finden. Das ließ sie auf mich, auch wenn ich nicht alle ihre Reaktionen oder Handlungen nachvollziehen konnte, sehr nahbar und authentisch wirken.
Der Roman las sich durch den unaufgeregten Sprachstil insgesamt angenehm leicht und war für mich dadurch sehr kurzweilig. Den trockenen britischen Humor mochte ich sehr, auch wenn die Geschichte insgesamt deutlich melancholischer und trauriger war, als ich zunächst erwartet hatte. Auch die Beziehung zwischen Hannah und ihrer Mutter nahm mehr Raum ein, als ich zunächst gedacht hätte. Dies tat der Geschichte jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil, es ließ Hannah als Figur komplexer erscheinen und im Gegensatz zu „Bridget Jones“ ging es eben nicht durchgehend nur um „die Männer“. Insofern passt für mich die Bezeichnung „Bridget Jones in Modern“ sehr gut und die Werbung des Buches hielt damit für meinen Eindruck ihre Versprechen ein! Ein kleiner Kritikpunkt war für mich allerdings der durchgehend recht unkritisch dargestellte Alkoholkonsum, der sich durchs gesamte Buch zog. Hier hätte ich mir mehr Sensibilität gewünscht.
Besonders gefallen hat mir das feministische und versöhnliche Ende. Hannah begann, wenn auch sehr spät, endlich, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, und ihre Entwicklung war für mich durchaus nachvollziehbar. Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass hier noch mehr möglich gewesen wäre. Speziell die tiefgründigeren Themen hätten am Ende für meinen Geschmack noch etwas mehr Raum und Ausarbeitung verdient, sodass ihre persönliche Entwicklung noch stärker zur Geltung gekommen wäre.
Insgesamt ist „Love and Rent“ eine charmant verkorkste, moderne Geschichte mit viel britischem Humor, sympathischem Chaos und unerwartet melancholischem Flair. Und vor allem ein Roman über eine junge Frau, die Lebensmodelle ausprobiert, um für sie das richtige zu finden. Für mich hätte das emotionale Potenzial am Ende noch etwas konsequenter ausgeschöpft werden können, nichtsdestotrotz war der Roman für mich durchaus lesenswert.
August 5, 2026
Danke an Vorablesen und den Tropen Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.
Love & Rent, das Debüt von Jo Cheetham, kommt mit einem poppigen Cover daher. „Bridget Jones für eine neue Generation“ steht hinten drauf und die (von mir sehr geschätzte) Feministin Laura Bates lobt das Buch als „zum in die Hose machen komisch“. Ich war direkt angesprochen und hatte Lust auf die Story von Hannah, die in einer Lebenskrise sich dazu entscheiden, mit ihrem neuen Freund Oscar zusammenzuziehen – von Sheffield in ein schottisches Dorf. Dass die Beziehung von Anfang an nicht unter den besten Sternen steht, wird schnell klar, und so wartet man eigentlich nur auf die Katastrophe.
„Mir kam nicht in den Sinn, dass man, wenn man sich von jemand anderem stützen ließ, allzu leicht vergessen konnte, dass man eigentlich auf eigenen Beinen stehen sollte.“
Dieses Buch begleitet also die Protagonistin Hannah in ihrer „Midlife Crisis“ in den 30er Jahren; als sie relativ plötzlich ohne Wohnung und ohne Job, aber dafür mit einer neuen Beziehung dasteht. Von ihrer Familie erhält sie wenig Unterstützung, auf ihre Freundinnen will sie nicht hören – und so begibt sie sich rein in das Abenteuer. Immer wieder folgen Konflikte mit Oscar, ihrer Mutter, ihren Freundinnen – und die Beziehung zu Oscar ist hier definitiv Haupttreiber der Story.
Bis zu einem gewissen Punkt mochte ich das Buch echt gerne und habe mit Hannah mitgefiebert. Besonders die Beziehungen zu Hugo und ihrem älteren Nachbarn in Schottland hatten für mich Potential, etwas Empowerment in die Story reinzubringen. Leider verliert Hannah im Verlauf der Geschichte an „agency“ und verliert sich in Selbstmitleid (und Alkohol), und für mich wurde das Rauskommen dort einfach nicht stark genug gemacht. Weil genau an sowas denke ich bei Bridget Jones: bisschen Krise (vor allem mit Männern), aber am Ende halt einfach eine starke Frau, die triumphiert. Also da hätte ich etwas mehr erwartet.
Stilistisch war ich allerdings sehr angetan. Ich mochte auch, dass das Buch nicht nur aus reiner Prosa bestand, sondern auch mal Aufzählungen oder Chatverläufe die Story aufgelockert haben – z.B. direkt auf der ersten Seite, wo sie sich für klassische RomComs alternative Enden überlegt, in denen die Frau sich vom Mann unabhängig macht.
Besonders am Anfang habe ich mich richtig gut von dem Buch unterhalten gefühlt, aber im letzten Drittel geht der Story (und Hannah) anscheinend die Energie aus, um nochmal mit einem richtigen Knall zu enden. Und so gibt es von mir 3.5 ⭐️ Sterne.
Love & Rent, das Debüt von Jo Cheetham, kommt mit einem poppigen Cover daher. „Bridget Jones für eine neue Generation“ steht hinten drauf und die (von mir sehr geschätzte) Feministin Laura Bates lobt das Buch als „zum in die Hose machen komisch“. Ich war direkt angesprochen und hatte Lust auf die Story von Hannah, die in einer Lebenskrise sich dazu entscheiden, mit ihrem neuen Freund Oscar zusammenzuziehen – von Sheffield in ein schottisches Dorf. Dass die Beziehung von Anfang an nicht unter den besten Sternen steht, wird schnell klar, und so wartet man eigentlich nur auf die Katastrophe.
„Mir kam nicht in den Sinn, dass man, wenn man sich von jemand anderem stützen ließ, allzu leicht vergessen konnte, dass man eigentlich auf eigenen Beinen stehen sollte.“
Dieses Buch begleitet also die Protagonistin Hannah in ihrer „Midlife Crisis“ in den 30er Jahren; als sie relativ plötzlich ohne Wohnung und ohne Job, aber dafür mit einer neuen Beziehung dasteht. Von ihrer Familie erhält sie wenig Unterstützung, auf ihre Freundinnen will sie nicht hören – und so begibt sie sich rein in das Abenteuer. Immer wieder folgen Konflikte mit Oscar, ihrer Mutter, ihren Freundinnen – und die Beziehung zu Oscar ist hier definitiv Haupttreiber der Story.
Bis zu einem gewissen Punkt mochte ich das Buch echt gerne und habe mit Hannah mitgefiebert. Besonders die Beziehungen zu Hugo und ihrem älteren Nachbarn in Schottland hatten für mich Potential, etwas Empowerment in die Story reinzubringen. Leider verliert Hannah im Verlauf der Geschichte an „agency“ und verliert sich in Selbstmitleid (und Alkohol), und für mich wurde das Rauskommen dort einfach nicht stark genug gemacht. Weil genau an sowas denke ich bei Bridget Jones: bisschen Krise (vor allem mit Männern), aber am Ende halt einfach eine starke Frau, die triumphiert. Also da hätte ich etwas mehr erwartet.
Stilistisch war ich allerdings sehr angetan. Ich mochte auch, dass das Buch nicht nur aus reiner Prosa bestand, sondern auch mal Aufzählungen oder Chatverläufe die Story aufgelockert haben – z.B. direkt auf der ersten Seite, wo sie sich für klassische RomComs alternative Enden überlegt, in denen die Frau sich vom Mann unabhängig macht.
Besonders am Anfang habe ich mich richtig gut von dem Buch unterhalten gefühlt, aber im letzten Drittel geht der Story (und Hannah) anscheinend die Energie aus, um nochmal mit einem richtigen Knall zu enden. Und so gibt es von mir 3.5 ⭐️ Sterne.
September 7, 2026
Hannah glaubt nicht an die Liebe und schafft es nicht ohne Zynismus einen Liebesfilm mit ihrer besten Freundin zu schauen. Als es für sie finanziell ziemlich schlecht bestellt ist, tut sie das Undenkbare und zieht mit Oscar zusammen, den sie seit kurzem datet. Oscar, der eine vernünftige Wahl zu sein scheint, der aber auch total besessen von seiner Mutter ist. Hannah muss also bald für sich erkennen, was Liebe und Beziehungen für sie bedeutet.
Das Buch wäre eigentlich komplett von meinem Radar verschwunden, wenn es nicht mit „Bridget Jones für eine neue Generation“ beworben worden wäre. Ich liebe Bridget Jones und war demnach gespannt, was dieses Versprechen tatsächlich kann.
Wir lernen Hannahs Lebensumstände kennen. Sie hat einen Job im Museum, dem allerdings die Gelder gekürzt werden sollen. Hannah sieht sich schon ihre Wohnung nicht mehr halten können. Zu ihrer verbitterten Mutter zurückzuziehen ist dabei definitiv auch keine Option. Hannah hat in ihrem Umfeld hauptsächlich Negativbeispiele um sich herum, was romantische Beziehungen anbelangt. Daher kann ihre beste Freundin nicht nachvollziehen, warum Hannah mit Oscar von London nach Edinburgh zieht. Wir stecken mitten in Hannahs Kopf und wissen, was sie antreibt. Das machte sie für mich sehr nahbar, da ich ihre Motivation hinter ihren Entscheidungen besser verstehen konnte.
Überhaupt hat die Autorin ihre Figuren sehr gut ausgearbeitet. Mit Kiera bekommen wir eine beste Freundin, die für Hannah da ist, aber definitiv auch hinterfragt, was da gerade vor sich geht. Die Geschichte ist tatsächlich eher über Freundschaft und Zwischenmenschliches als über Liebe. So bekommt Hannahs Mutter auch einen großen Part eingeräumt. Die Handlung bekommt ernste Aspekte hinzu, ohne hinunterzuziehen. Sie ist ganz oft nicht angenehm zu verfolgen, dafür aber sehr real, als würde man das Leben einer Freundin beobachten. So muss Hannah einfach selbst erkennen, was sie in ihrem Leben will und das der einfachste Weg nicht immer der Beste ist.
Dann blitzen immer wieder witzige Momente durch, die mich beim Hören auflachen ließen. Trotz dessen das Buch nicht in meinen bevorzugten Genres angesiedelt ist, hat es mir wirklich Spaß gemacht und das hatte ich nicht unbedingt erwartet.
Das Hörbuch umfasste 8,5h und wurde von Lena Tiemann eingelesen, die einen sehr guten Job macht und den Figuren Leben einhauchte.
„Love and Rent“ von Jo Cheetham erzählt witzig und ernst Hannahs Geschichte, sich im Beziehungschaos der Gegenwart durchzufinden. Das hat mir überrascht gut gefallen.
Das Buch wäre eigentlich komplett von meinem Radar verschwunden, wenn es nicht mit „Bridget Jones für eine neue Generation“ beworben worden wäre. Ich liebe Bridget Jones und war demnach gespannt, was dieses Versprechen tatsächlich kann.
Wir lernen Hannahs Lebensumstände kennen. Sie hat einen Job im Museum, dem allerdings die Gelder gekürzt werden sollen. Hannah sieht sich schon ihre Wohnung nicht mehr halten können. Zu ihrer verbitterten Mutter zurückzuziehen ist dabei definitiv auch keine Option. Hannah hat in ihrem Umfeld hauptsächlich Negativbeispiele um sich herum, was romantische Beziehungen anbelangt. Daher kann ihre beste Freundin nicht nachvollziehen, warum Hannah mit Oscar von London nach Edinburgh zieht. Wir stecken mitten in Hannahs Kopf und wissen, was sie antreibt. Das machte sie für mich sehr nahbar, da ich ihre Motivation hinter ihren Entscheidungen besser verstehen konnte.
Überhaupt hat die Autorin ihre Figuren sehr gut ausgearbeitet. Mit Kiera bekommen wir eine beste Freundin, die für Hannah da ist, aber definitiv auch hinterfragt, was da gerade vor sich geht. Die Geschichte ist tatsächlich eher über Freundschaft und Zwischenmenschliches als über Liebe. So bekommt Hannahs Mutter auch einen großen Part eingeräumt. Die Handlung bekommt ernste Aspekte hinzu, ohne hinunterzuziehen. Sie ist ganz oft nicht angenehm zu verfolgen, dafür aber sehr real, als würde man das Leben einer Freundin beobachten. So muss Hannah einfach selbst erkennen, was sie in ihrem Leben will und das der einfachste Weg nicht immer der Beste ist.
Dann blitzen immer wieder witzige Momente durch, die mich beim Hören auflachen ließen. Trotz dessen das Buch nicht in meinen bevorzugten Genres angesiedelt ist, hat es mir wirklich Spaß gemacht und das hatte ich nicht unbedingt erwartet.
Das Hörbuch umfasste 8,5h und wurde von Lena Tiemann eingelesen, die einen sehr guten Job macht und den Figuren Leben einhauchte.
„Love and Rent“ von Jo Cheetham erzählt witzig und ernst Hannahs Geschichte, sich im Beziehungschaos der Gegenwart durchzufinden. Das hat mir überrascht gut gefallen.
Review of advance copy received from NetGalley
»Ich habe mich gefragt, ob du mich vielleicht begleiten willst.« Er machte eine Pause. »Ein gemeinsamer Neuanfang.«
Manchmal sind Entscheidungen nicht so leicht. Oscar ist einfach, er ist bequem. Aber ist er auch der richtige?
Hannah steckt in ihren Dreißigern fest. Sie hat zu wenig Geld, viel zu viele Sorgen und das Gefühl, im Leben ständig hinterherzulaufen. Als sie den erfolgreichen und finanziellen abgesicherten Oscar kennenlernt, entwickelt sich aus einer eher chaotischen ersten Begegnungen mit abweichenden Interessen unerwartet mehr. Doch mit der Beziehung kommen auch neue Zweifel auf. Zwischen Existenzängsten, komplizierten Freundschaften und der Suche nach dem eigenen Platz im Leben stellt sich Hannah immer wieder die Frage, ob Unabhängigkeit, Liebe und Sicherheit überhaupt miteinander funktionieren können. Man merkt, wie sie versucht, sich an ein Leben anzupassen, in das sie eher hineingestolpert ist, es wirkt unbeholfen.
Das Leben überrumpelt Hannah immer wieder. Eine unfreiwillige Entscheidung folgt der nächsten und man spürt ihre Verzweiflung dabei beinahe selbst. Gerade dadurch bekommt man einen unglaublich intensiven Einblick in ihre Gefühlswelt. Ihre Gedanken, Unsicherheiten und Ängste fühlen sich greifbar an und machen die Geschichte emotional und nahbar.
„Oscar und ich hatten uns aneinander gewöhnt, wie ein gebrochener Knochen, der von selbst wieder zusammengewachsen war. Es funktionierte irgendwie.“
Die Beziehung zwischen Hannah und Oscar ist geprägt von einem ständigen Wechsel aus Nähe und Distanz, aus warmen und kalten Momenten. Beim Lesen fühlt sich das manchmal fast befremdlich an. Die beiden wirken wie ein Topf und ein Deckel, die nicht ganz zusammenpassen, aber trotzdem verzweifelt versuchen, ein Set zu sein. Ihre Vorstellungen vom Leben gehen oft auseinander und trotzdem lässt keiner von beiden wirklich los. Gerade diese Dynamik macht die Beziehung so schmerzhaft ehrlich und gleichzeitig unglaublich faszinierend zu verfolgen.
Jo Cheetham schreibt dabei sehr nahbar und authentisch. Der Schreibstil wirkt leicht und humorvoll, verliert aber nie die emotionalen und gesellschaftlichen Themen aus den Augen. Besonders die Mischung aus trockenem Humor, emotionaler Ehrlichkeit und alltäglichen Beobachtungen macht den Roman so besonders.
Der Roman erzählt ehrlich und nahbar von Orientierungslosigkeit, modernen Beziehungen und dem Druck, als Erwachsener endlich „angekommen“ sein zu müssen. Das Ende des Buches fühlt sich schließlich wie ein Hoffnungsschimmer an. Diese Endlosschleife aus Unsicherheit und Stillstand beginnt sich langsam aufzulösen. Es zeigt, dass man manchmal genau durch die unbequemen Erfahrungen wachsen muss, um herauszufinden, was man wirklich möchte. Das Happy End, oder zumindest der Weg dorthin, ist nicht immer offensichtlich und wartet oft auch genau dort, wo man es am wenigsten erwartet.
Love and Rent ist eine emotional ehrliche Geschichte über das Leben in den Dreißigern, über Selbstzweifel, Beziehungen und die Frage, ob Liebe allein wirklich ausreicht. Hannah ist eine sympathische und verletzliche Figur, mit der man mitfühlt und für die man sich wünscht, dass sie ihren eigenen Weg findet um Glücklich zu werden.
Manchmal sind Entscheidungen nicht so leicht. Oscar ist einfach, er ist bequem. Aber ist er auch der richtige?
Hannah steckt in ihren Dreißigern fest. Sie hat zu wenig Geld, viel zu viele Sorgen und das Gefühl, im Leben ständig hinterherzulaufen. Als sie den erfolgreichen und finanziellen abgesicherten Oscar kennenlernt, entwickelt sich aus einer eher chaotischen ersten Begegnungen mit abweichenden Interessen unerwartet mehr. Doch mit der Beziehung kommen auch neue Zweifel auf. Zwischen Existenzängsten, komplizierten Freundschaften und der Suche nach dem eigenen Platz im Leben stellt sich Hannah immer wieder die Frage, ob Unabhängigkeit, Liebe und Sicherheit überhaupt miteinander funktionieren können. Man merkt, wie sie versucht, sich an ein Leben anzupassen, in das sie eher hineingestolpert ist, es wirkt unbeholfen.
Das Leben überrumpelt Hannah immer wieder. Eine unfreiwillige Entscheidung folgt der nächsten und man spürt ihre Verzweiflung dabei beinahe selbst. Gerade dadurch bekommt man einen unglaublich intensiven Einblick in ihre Gefühlswelt. Ihre Gedanken, Unsicherheiten und Ängste fühlen sich greifbar an und machen die Geschichte emotional und nahbar.
„Oscar und ich hatten uns aneinander gewöhnt, wie ein gebrochener Knochen, der von selbst wieder zusammengewachsen war. Es funktionierte irgendwie.“
Die Beziehung zwischen Hannah und Oscar ist geprägt von einem ständigen Wechsel aus Nähe und Distanz, aus warmen und kalten Momenten. Beim Lesen fühlt sich das manchmal fast befremdlich an. Die beiden wirken wie ein Topf und ein Deckel, die nicht ganz zusammenpassen, aber trotzdem verzweifelt versuchen, ein Set zu sein. Ihre Vorstellungen vom Leben gehen oft auseinander und trotzdem lässt keiner von beiden wirklich los. Gerade diese Dynamik macht die Beziehung so schmerzhaft ehrlich und gleichzeitig unglaublich faszinierend zu verfolgen.
Jo Cheetham schreibt dabei sehr nahbar und authentisch. Der Schreibstil wirkt leicht und humorvoll, verliert aber nie die emotionalen und gesellschaftlichen Themen aus den Augen. Besonders die Mischung aus trockenem Humor, emotionaler Ehrlichkeit und alltäglichen Beobachtungen macht den Roman so besonders.
Der Roman erzählt ehrlich und nahbar von Orientierungslosigkeit, modernen Beziehungen und dem Druck, als Erwachsener endlich „angekommen“ sein zu müssen. Das Ende des Buches fühlt sich schließlich wie ein Hoffnungsschimmer an. Diese Endlosschleife aus Unsicherheit und Stillstand beginnt sich langsam aufzulösen. Es zeigt, dass man manchmal genau durch die unbequemen Erfahrungen wachsen muss, um herauszufinden, was man wirklich möchte. Das Happy End, oder zumindest der Weg dorthin, ist nicht immer offensichtlich und wartet oft auch genau dort, wo man es am wenigsten erwartet.
Love and Rent ist eine emotional ehrliche Geschichte über das Leben in den Dreißigern, über Selbstzweifel, Beziehungen und die Frage, ob Liebe allein wirklich ausreicht. Hannah ist eine sympathische und verletzliche Figur, mit der man mitfühlt und für die man sich wünscht, dass sie ihren eigenen Weg findet um Glücklich zu werden.
August 3, 2026
Humorvoll, authentisch und tiefgründig
"Love and Rent" erzählt die Geschichte von Hannah, die zwar Vollzeit berufstätig und unabhängig ist, aber genauso wie ihre Freundin Kiera chronisch pleite ist. Da kommt Oscar, der reiche Unternehmensberater aus gutem Hause mit Mutterkomplex, der in geordneten Verhältnissen lebt, gerade recht. Mit einem unsicheren Job, einer Mieterhöhung und einer Identitätskrise muss sich Hannah entscheiden. Möchte sie so sein wie sie ist und leben, wie sie will, oder soll sie mit Oscar zusammenziehen, der zwar nicht ihr Herz berührt und ein elitäres Denken hat, ihr aber dafür materiell alles bieten kann? Und wie hoch ist der Preis, den sie dafür zahlen muss?
Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist modern, lebensnah und spritzig. Mit viel Feingefühl und schwarzem, britischen Humor bringt sie die Sorgen und Nöte der weiblichen Millennials und Gen Z auf den Punkt. Auch gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Entwicklungen wie steigende Preise, ein angespannter Wohnungsmarkt und Jobunsicherheit wird beleuchtet. Die Upper Class in Großbritannien bekommt mit ihren Netzwerken, ihrer Etikette und dem Standesdenken auch ihr Fett weg.
Hannah war mir als Protagonistin sehr sympathisch. Sie muss mit Mitte 30 viele Probleme bewältigen und ist zerrissen zwischen Emanzipation, Selbstverwirklichung sowie dem Wunsch nach einer beständigen Partnerschaft und materieller Sicheheit. Sie und Kiera werden sehr lebensnah und authentisch dargestellt. Das Buch ist aber nicht nur eine humorvolle Romcom, sondern rückt auch Themen wie Freundschaften, die Beziehung zu den Eltern und die kindliche Prägung sowie die alltäglichen Probleme in den Vordergrund. Hannahs und Kieras Entwicklung im Laufe des Romans finde ich sehr selbstreflektiert und gelungen. Zwischendurch hätte ich Hannah zum Thema Good Girl und toxische Beziehung gerne mal die Meinung gesagt, um sie wachzurütteln. Highlights waren für mich die Roomtour durch das Zuhause ihrer Mutter, die Liste mit Kieras Ex- Freunden und die Dialoge der Freundinnen. Das Buch ist viel mehr als Bridget Jones im 21. Jhd. Viele Themen werden auch tiefgründig und am Puls der Zeit behandelt.
Ein spannendes, feministisches Buch für alle Frauen, die sich die großen Fragen des Lebens stellen.
"Love and Rent" erzählt die Geschichte von Hannah, die zwar Vollzeit berufstätig und unabhängig ist, aber genauso wie ihre Freundin Kiera chronisch pleite ist. Da kommt Oscar, der reiche Unternehmensberater aus gutem Hause mit Mutterkomplex, der in geordneten Verhältnissen lebt, gerade recht. Mit einem unsicheren Job, einer Mieterhöhung und einer Identitätskrise muss sich Hannah entscheiden. Möchte sie so sein wie sie ist und leben, wie sie will, oder soll sie mit Oscar zusammenziehen, der zwar nicht ihr Herz berührt und ein elitäres Denken hat, ihr aber dafür materiell alles bieten kann? Und wie hoch ist der Preis, den sie dafür zahlen muss?
Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist modern, lebensnah und spritzig. Mit viel Feingefühl und schwarzem, britischen Humor bringt sie die Sorgen und Nöte der weiblichen Millennials und Gen Z auf den Punkt. Auch gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Entwicklungen wie steigende Preise, ein angespannter Wohnungsmarkt und Jobunsicherheit wird beleuchtet. Die Upper Class in Großbritannien bekommt mit ihren Netzwerken, ihrer Etikette und dem Standesdenken auch ihr Fett weg.
Hannah war mir als Protagonistin sehr sympathisch. Sie muss mit Mitte 30 viele Probleme bewältigen und ist zerrissen zwischen Emanzipation, Selbstverwirklichung sowie dem Wunsch nach einer beständigen Partnerschaft und materieller Sicheheit. Sie und Kiera werden sehr lebensnah und authentisch dargestellt. Das Buch ist aber nicht nur eine humorvolle Romcom, sondern rückt auch Themen wie Freundschaften, die Beziehung zu den Eltern und die kindliche Prägung sowie die alltäglichen Probleme in den Vordergrund. Hannahs und Kieras Entwicklung im Laufe des Romans finde ich sehr selbstreflektiert und gelungen. Zwischendurch hätte ich Hannah zum Thema Good Girl und toxische Beziehung gerne mal die Meinung gesagt, um sie wachzurütteln. Highlights waren für mich die Roomtour durch das Zuhause ihrer Mutter, die Liste mit Kieras Ex- Freunden und die Dialoge der Freundinnen. Das Buch ist viel mehr als Bridget Jones im 21. Jhd. Viele Themen werden auch tiefgründig und am Puls der Zeit behandelt.
Ein spannendes, feministisches Buch für alle Frauen, die sich die großen Fragen des Lebens stellen.
Review of advance copy
Schon das Cover hat mich neugierig gemacht und passt mit seinem modernen, schlichten Stil gut zur Geschichte. Es vermittelt genau die Mischung aus Leichtigkeit und Alltag, die das Buch später auch ausstrahlt.
Love and Rent erzählt keine überdramatische Geschichte, sondern eine, die sich erschreckend real anfühlt. Gerade das hat mir so gut gefallen. Die Autorin zeigt, wie sich das Leben anfühlen kann, wenn einem der emotionale Rückhalt fehlt und Beziehungen nicht so sind, wie man sie sich wünscht. Dabei wirkt nichts konstruiert oder überzogen. Stattdessen hatte ich ständig das Gefühl, dass all das genauso im echten Leben passieren könnte.
Besonders begeistert hat mich der Schreibstil. Er ist locker, humorvoll und gleichzeitig emotional, ohne jemals kitschig zu werden. Die Sprache wirkt natürlich und authentisch. Außerdem haben mir die verschiedenen Erzählformen, wie Listen oder Nachrichten, sehr gut gefallen. Sie lockern den Roman auf und geben ihm eine ganz eigene Dynamik.
Auch die Figuren haben mich überzeugt. Sie wirken vielschichtig und glaubwürdig, weil sie nicht durch lange Erklärungen charakterisiert werden, sondern vor allem durch ihr Verhalten. Dadurch konnte ich ihre Entscheidungen und Gefühle gut nachvollziehen, selbst wenn ich manche Figuren und ihr Verhalten zeitweise kaum ertragen konnte. Genau das zeigt für mich, wie gelungen die Charakterzeichnung ist.
Leider habe ich die meisten Popkultur-Anspielungen nicht verstanden. Lag aber vermutlich daran, weil ich nicht zur Zielgruppe dieser Referenzen gehöre. Das hat mein Leseerlebnis aber kaum beeinträchtigt, da sie im weiteren Verlauf der Geschichte ohnehin weniger wurden.
Besonders mitgenommen hat mich die Botschaft des Buches. Es zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren, eigene Grenzen zu setzen und nicht darauf zu hoffen, dass grundlegende Probleme in einer Beziehung irgendwann von allein verschwinden. Diese Themen wurden sehr glaubwürdig vermittelt.
Love and Rent ist ein authentischer, humorvoller und gleichzeitig nachdenklicher Roman mit starken Figuren und einem angenehmen Schreibstil. Wer realistische Geschichten über Beziehungen, Selbstfindung und das alltägliche Leben mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Love and Rent erzählt keine überdramatische Geschichte, sondern eine, die sich erschreckend real anfühlt. Gerade das hat mir so gut gefallen. Die Autorin zeigt, wie sich das Leben anfühlen kann, wenn einem der emotionale Rückhalt fehlt und Beziehungen nicht so sind, wie man sie sich wünscht. Dabei wirkt nichts konstruiert oder überzogen. Stattdessen hatte ich ständig das Gefühl, dass all das genauso im echten Leben passieren könnte.
Besonders begeistert hat mich der Schreibstil. Er ist locker, humorvoll und gleichzeitig emotional, ohne jemals kitschig zu werden. Die Sprache wirkt natürlich und authentisch. Außerdem haben mir die verschiedenen Erzählformen, wie Listen oder Nachrichten, sehr gut gefallen. Sie lockern den Roman auf und geben ihm eine ganz eigene Dynamik.
Auch die Figuren haben mich überzeugt. Sie wirken vielschichtig und glaubwürdig, weil sie nicht durch lange Erklärungen charakterisiert werden, sondern vor allem durch ihr Verhalten. Dadurch konnte ich ihre Entscheidungen und Gefühle gut nachvollziehen, selbst wenn ich manche Figuren und ihr Verhalten zeitweise kaum ertragen konnte. Genau das zeigt für mich, wie gelungen die Charakterzeichnung ist.
Leider habe ich die meisten Popkultur-Anspielungen nicht verstanden. Lag aber vermutlich daran, weil ich nicht zur Zielgruppe dieser Referenzen gehöre. Das hat mein Leseerlebnis aber kaum beeinträchtigt, da sie im weiteren Verlauf der Geschichte ohnehin weniger wurden.
Besonders mitgenommen hat mich die Botschaft des Buches. Es zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren, eigene Grenzen zu setzen und nicht darauf zu hoffen, dass grundlegende Probleme in einer Beziehung irgendwann von allein verschwinden. Diese Themen wurden sehr glaubwürdig vermittelt.
Love and Rent ist ein authentischer, humorvoller und gleichzeitig nachdenklicher Roman mit starken Figuren und einem angenehmen Schreibstil. Wer realistische Geschichten über Beziehungen, Selbstfindung und das alltägliche Leben mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Review of advance copy
Hannah ist Feministin, hat tolle Freundinnen und braucht keinen Mann, um klar zu kommen. Ihre Wohnung ist zwar klein und etwas schäbig, aber wenigstens kann sie ihre Rechnungen selbst zahlen und muss sich vor niemandem rechtfertigen. Das Verhältnis zu ihrer Mum und ihrem großen Bruder ist angespannt, entsprechend hat Hannah Übung darin, Dinge ohne Hilfe zu bewältigen. Dann lernt sie Oscar kennen und erfährt zum ersten Mal, wie es sich anfühlt, umsorgt zu werden. Er kommt aus gutem Hause und hat einen ordentlichen Job, und ehe Hannah sich versieht wohnt sie mit ihm in einem geräumigen Einfamilienhaus auf dem Land, dessen Einrichtung aus handverlesenen Möbeln mit harmonischen Farbschattierungen besteht. Diese Situation ist neu für Hannah, und ungewohnt, doch die Sicherheit und Verlässlichkeit dieses neuen Zuhauses ist verlockend. Dafür bemüht sie sich auch, über einige von Oscars Macken sowie seine innige Beziehung mit seiner Mutter hinwegzusehen. Doch als Hannahs Mutter schwer erkrankt und ihre Unterstützung benötigt, bekommt ihr neues Leben Risse, die sich nicht mehr kitten lassen...
"Love and Rent" hat insgesamt eine flapsig-entspannte Aufmachung, die eine romantische Komödie erwarten lässt. Tatsächlich hat mich Jo Cheetham auch einige Male zum Schmunzeln gebracht, doch die Tragik kommt tatsächlich auch nicht zu kurz, was mich überrascht hat. Insgesamt hat der Roman deutlich mehr Tiefgang und Substanz, als man erwarten würde. Die Story ist durch und durch unterhaltsam und hat mir wirklich gut gefallen. Besonders Hannahs enge Bindung zu ihren Freundinnen wird wirklich authentisch dargestellt und gibt ihrem Charakter Dimension. Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen, als einzigen Kritikpunkt möchte ich anbringen, dass die Erzählung etwas simpel daherkommt. Keine Rückblenden, keine zweite Perspektive auf die Geschichte. Doch wer weiß, ob das die Geschichte überhaupt besser gemacht hätte? Jo Cheetham hat einen wirklich unterhaltsamen Roman geschrieben, der einem ans Herz geht und dabei am Puls der Zeit bleibt. Wirklich gelungen!
"Love and Rent" hat insgesamt eine flapsig-entspannte Aufmachung, die eine romantische Komödie erwarten lässt. Tatsächlich hat mich Jo Cheetham auch einige Male zum Schmunzeln gebracht, doch die Tragik kommt tatsächlich auch nicht zu kurz, was mich überrascht hat. Insgesamt hat der Roman deutlich mehr Tiefgang und Substanz, als man erwarten würde. Die Story ist durch und durch unterhaltsam und hat mir wirklich gut gefallen. Besonders Hannahs enge Bindung zu ihren Freundinnen wird wirklich authentisch dargestellt und gibt ihrem Charakter Dimension. Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen, als einzigen Kritikpunkt möchte ich anbringen, dass die Erzählung etwas simpel daherkommt. Keine Rückblenden, keine zweite Perspektive auf die Geschichte. Doch wer weiß, ob das die Geschichte überhaupt besser gemacht hätte? Jo Cheetham hat einen wirklich unterhaltsamen Roman geschrieben, der einem ans Herz geht und dabei am Puls der Zeit bleibt. Wirklich gelungen!
Review of advance copy
K)eine Liebesgeschichte
Eigentlich landet Hannah eher versehentlich auf einem Coffee Date mit Oscar, Unternehmensberater und Oxford-Absolvent aus London. So richtig will der Funke zwar nicht überspringen, gleichzeitig spürt Hanna wie hart – vor allem finanziell – das Leben als Single trotz Vollzeitjob ist. Als dann die nächste Mieterhöhung reinflattert und ihr Job durch Kürzungen auf der Kippe steht, entscheidet sie sich mit Oscar nach bzw. in die Nähe von Edinburgh zu ziehen – was soll schon schief gehen?
Jo Cheetham beschreibt in „Love and Rent“ den heutigen Single-und Beziehungsalltag pointiert, humorvoll und zeigt dennoch dabei vor allem wie schwer es heutzutage ist als Frau ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben, vor allem finanziell, zu führen (zumindest ohne die entsprechenden familiären finanziellen Ressourcen im Hintergrund).
Vor allem die Beziehung bzw. eher Zweckgemeinschaft zwischen Hannah und Oscar ist in ihrer Absurdität hervorragend eingefangen:
Er braucht sie um sich weiterhin wie ein Kind im eigenen Haushalt benehmen zu können und sie braucht ihn um finanziell über die Runden zu kommen. Sie wissen, dass sie nicht zusammen passen und versuchen es dennoch fast krampfhaft zusammen zu sein, auch oder vor allem wegen äußeren Umständen.
„Love and Rent“ ist anders als der Name vermuten lässt keine klassische Liebesgeschichte, sondern eine feministische, humorvolle und zugleich ernsthafte Geschichte über Millennials, die Cost of Living Krise, Familie, Pflege von Angehörigen und vor allem über Freundschaft.
Das Herzstück des Romanes ist für mich die sehr schön beschriebene Freundschaft von Hannah, Kiera und Bex.
All das erzählt Cheetham mit so viel Humor und Leichtigkeit, dass es trotz Krisen und Problemen unserer Protagonistin nie zu schwer und langatmig wird.
Fazit: Ein sehr schöner Roman, der seine ernsten und gesellschaftskritischen Themen nie aus den Augen verliert und dennoch bestens unterhält!
Eigentlich landet Hannah eher versehentlich auf einem Coffee Date mit Oscar, Unternehmensberater und Oxford-Absolvent aus London. So richtig will der Funke zwar nicht überspringen, gleichzeitig spürt Hanna wie hart – vor allem finanziell – das Leben als Single trotz Vollzeitjob ist. Als dann die nächste Mieterhöhung reinflattert und ihr Job durch Kürzungen auf der Kippe steht, entscheidet sie sich mit Oscar nach bzw. in die Nähe von Edinburgh zu ziehen – was soll schon schief gehen?
Jo Cheetham beschreibt in „Love and Rent“ den heutigen Single-und Beziehungsalltag pointiert, humorvoll und zeigt dennoch dabei vor allem wie schwer es heutzutage ist als Frau ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben, vor allem finanziell, zu führen (zumindest ohne die entsprechenden familiären finanziellen Ressourcen im Hintergrund).
Vor allem die Beziehung bzw. eher Zweckgemeinschaft zwischen Hannah und Oscar ist in ihrer Absurdität hervorragend eingefangen:
Er braucht sie um sich weiterhin wie ein Kind im eigenen Haushalt benehmen zu können und sie braucht ihn um finanziell über die Runden zu kommen. Sie wissen, dass sie nicht zusammen passen und versuchen es dennoch fast krampfhaft zusammen zu sein, auch oder vor allem wegen äußeren Umständen.
„Love and Rent“ ist anders als der Name vermuten lässt keine klassische Liebesgeschichte, sondern eine feministische, humorvolle und zugleich ernsthafte Geschichte über Millennials, die Cost of Living Krise, Familie, Pflege von Angehörigen und vor allem über Freundschaft.
Das Herzstück des Romanes ist für mich die sehr schön beschriebene Freundschaft von Hannah, Kiera und Bex.
All das erzählt Cheetham mit so viel Humor und Leichtigkeit, dass es trotz Krisen und Problemen unserer Protagonistin nie zu schwer und langatmig wird.
Fazit: Ein sehr schöner Roman, der seine ernsten und gesellschaftskritischen Themen nie aus den Augen verliert und dennoch bestens unterhält!
Read
August 22, 2026Coming of Age in your thirties
Bei „Love and Rent“ erwartete ich eine klassische Romcom, war aber begeistert, dass ich etwas deutlich Ernsteres bekommen habe. Der Roman ist überraschend real und behandelt neben Liebe und Freundschaft auch finanzielle Unsicherheit, toxische (Familien)Beziehungen und die Frage, wie viel vom eigenen Leben man selbst in der Hand hat.
Darum geht’s: Hannah ist Anfang 30, arbeitet in einem schlecht bezahlten Job und kann sich ihre Wohnung kaum noch leisten. Als sie den reichen Oscar kennenlernt, beginnt sie eine Beziehung mit ihm, weniger aus Liebe als aus dem Gefühl, es sei eine „erwachsene Entscheidung“. Mit Oscar zieht Hannah bald aufs Land, trotz Skepsis ihrer Freundin Kiera.
Hannah fand ich sehr authentisch. Gerade deshalb war es manchmal schwer auszuhalten, wie passiv sie ist, wie sehr sie zum Spielball der Menschen in ihrem Umfeld wird. Es ist fast schon ironisch, dass mich das so gestört hat, weil ich das durchaus kenne. Vielleicht hätte ich mir gerade deshalb gewünscht, dass das stärker reflektiert wird. Denn „Love and Rent“ ist weniger Liebes- als Entwicklungsroman. Coming of Age in your thirties ;)
Hannahs Beziehung zu Mutter und Bruder ist alles andere als rosig. Zu der ohnehin schon toxischen Dynamik kommt dann auch noch schwere Krankheit hinzu; Hannah wird zur Pflegerin ihrer Mutter.
Ich bin froh, dass am Ende nicht ein Mann die „Rettung“ ist, sondern v.a. Hannah und Kieras Freundschaft gefeiert wird. Nur hätte ich mir gewünscht, dass Hannahs Entwicklung noch stärker reflektiert wird.
Trotz kleiner Kritikpunkte mochte ich den Roman gern. Die ernsten Themen werden immer wieder mit trockenem britischem Humor aufgelockert. Er hat mich sogar aus einer hitzebedingten Leseflaute gerettet und wie schon erwähnt: Auf den ersten Blick klingt „Love and Rent“ nach leichter Unterhaltung, doch da steckt deutlich mehr drin (auch wenn „Bridget Jones für eine neue Generation“ vielleicht ein bisschen arg hochgegriffen ist).
Bei „Love and Rent“ erwartete ich eine klassische Romcom, war aber begeistert, dass ich etwas deutlich Ernsteres bekommen habe. Der Roman ist überraschend real und behandelt neben Liebe und Freundschaft auch finanzielle Unsicherheit, toxische (Familien)Beziehungen und die Frage, wie viel vom eigenen Leben man selbst in der Hand hat.
Darum geht’s: Hannah ist Anfang 30, arbeitet in einem schlecht bezahlten Job und kann sich ihre Wohnung kaum noch leisten. Als sie den reichen Oscar kennenlernt, beginnt sie eine Beziehung mit ihm, weniger aus Liebe als aus dem Gefühl, es sei eine „erwachsene Entscheidung“. Mit Oscar zieht Hannah bald aufs Land, trotz Skepsis ihrer Freundin Kiera.
Hannah fand ich sehr authentisch. Gerade deshalb war es manchmal schwer auszuhalten, wie passiv sie ist, wie sehr sie zum Spielball der Menschen in ihrem Umfeld wird. Es ist fast schon ironisch, dass mich das so gestört hat, weil ich das durchaus kenne. Vielleicht hätte ich mir gerade deshalb gewünscht, dass das stärker reflektiert wird. Denn „Love and Rent“ ist weniger Liebes- als Entwicklungsroman. Coming of Age in your thirties ;)
Hannahs Beziehung zu Mutter und Bruder ist alles andere als rosig. Zu der ohnehin schon toxischen Dynamik kommt dann auch noch schwere Krankheit hinzu; Hannah wird zur Pflegerin ihrer Mutter.
Ich bin froh, dass am Ende nicht ein Mann die „Rettung“ ist, sondern v.a. Hannah und Kieras Freundschaft gefeiert wird. Nur hätte ich mir gewünscht, dass Hannahs Entwicklung noch stärker reflektiert wird.
Trotz kleiner Kritikpunkte mochte ich den Roman gern. Die ernsten Themen werden immer wieder mit trockenem britischem Humor aufgelockert. Er hat mich sogar aus einer hitzebedingten Leseflaute gerettet und wie schon erwähnt: Auf den ersten Blick klingt „Love and Rent“ nach leichter Unterhaltung, doch da steckt deutlich mehr drin (auch wenn „Bridget Jones für eine neue Generation“ vielleicht ein bisschen arg hochgegriffen ist).
August 31, 2026
Herz oder Sicherheit?
Hannah ist Mitte dreißig, chronisch knapp bei Kasse und kämpft mit den Herausforderungen des Alltags. Als sie allerdings den wohlhabenden Oscar kennenlernt, scheint sich plötzlich eine Tür zu mehr finanzieller Sicherheit zu öffnen. Doch je ernster die Beziehung wird, desto stärker gerät Hannah in einen Konflikt zwischen ihren eigenen Überzeugungen, ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit und der Sehnsucht nach einem sorgenfreieren Leben.
Love and Rent ist dabei keine klassische Liebesgeschichte, denn statt auf romantische Klischees setzt der Roman auf Themen, die vielen sicherlich erschreckend vertraut vorkommt, denn es geht auch um steigende Lebenshaltungskosten, Zukunftsängste, familiäre Belastungen und die Frage, wie unabhängig man in einer immer teureren Welt eigentlich sein kann. Dabei ist vor allem Hannah gut dargestellt, denn die sie wirkt authentisch, mit all ihren Stärken, Unsicherheiten und manchmal auch fragwürdigen Entscheidungen und dadurch fällt es leicht, mit ihr mitzufühlen. Und auch die Freundschaft zu Kiera nimmt erfreulich viel Raum ein und verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe. Der Schreibstil selbst ist humorvoll, locker und typisch britisch, verliert dabei aber nie die ernsteren Themen aus den Augen. Viele Szenen sorgen für Schmunzler, andere regen zum Nachdenken an. Diese Mischung aus Leichtigkeit und Lebensnähe macht den besonderen Reiz des Romans aus.
Ein charmanter, ehrlicher und überraschend tiefgründiger Roman über Liebe, Freundschaft, finanzielle Realität und die Suche nach dem eigenen Weg.
Hannah ist Mitte dreißig, chronisch knapp bei Kasse und kämpft mit den Herausforderungen des Alltags. Als sie allerdings den wohlhabenden Oscar kennenlernt, scheint sich plötzlich eine Tür zu mehr finanzieller Sicherheit zu öffnen. Doch je ernster die Beziehung wird, desto stärker gerät Hannah in einen Konflikt zwischen ihren eigenen Überzeugungen, ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit und der Sehnsucht nach einem sorgenfreieren Leben.
Love and Rent ist dabei keine klassische Liebesgeschichte, denn statt auf romantische Klischees setzt der Roman auf Themen, die vielen sicherlich erschreckend vertraut vorkommt, denn es geht auch um steigende Lebenshaltungskosten, Zukunftsängste, familiäre Belastungen und die Frage, wie unabhängig man in einer immer teureren Welt eigentlich sein kann. Dabei ist vor allem Hannah gut dargestellt, denn die sie wirkt authentisch, mit all ihren Stärken, Unsicherheiten und manchmal auch fragwürdigen Entscheidungen und dadurch fällt es leicht, mit ihr mitzufühlen. Und auch die Freundschaft zu Kiera nimmt erfreulich viel Raum ein und verleiht der Geschichte zusätzliche Tiefe. Der Schreibstil selbst ist humorvoll, locker und typisch britisch, verliert dabei aber nie die ernsteren Themen aus den Augen. Viele Szenen sorgen für Schmunzler, andere regen zum Nachdenken an. Diese Mischung aus Leichtigkeit und Lebensnähe macht den besonderen Reiz des Romans aus.
Ein charmanter, ehrlicher und überraschend tiefgründiger Roman über Liebe, Freundschaft, finanzielle Realität und die Suche nach dem eigenen Weg.
July 24, 2026
Zwischen Liebe, Freundschaft und dem echten Leben
Hannah ist unabhängig, überzeugte Feministin und schlägt sich trotz Geldsorgen allein durchs Leben. Als sie den wohlhabenden Oscar kennenlernt, verändert sich ihr Alltag schlagartig. Doch zwischen einer neuen Beziehung, familiären Herausforderungen und ihrer engsten Freundschaft muss sie herausfinden, was ihr im Leben wirklich wichtig ist.
Ich hatte bei diesem Buch eine leichte Liebesgeschichte erwartet – bekommen habe ich aber deutlich mehr. Neben Humor und lockerem Schreibstil greift die Geschichte auch ernste Themen auf, ohne dabei zu schwer zu werden. Gerade dieser Mix hat mir richtig gut gefallen.
Besonders die Freundschaft zwischen Hannah, Kiera und Bex fand ich unglaublich schön und authentisch. Sie war für mich das Herzstück des Buches und hat der Geschichte viel Wärme gegeben. Auch die Themen Familie, finanzielle Sorgen und Selbstbestimmung wurden glaubwürdig eingebunden und haben dem Buch mehr Tiefe verliehen, als ich anfangs erwartet hätte.
Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und die Geschichte kommt ohne großes Drama oder komplizierte Erzählweise aus. Gerade das hat sie für mich zu einer schönen, unterhaltsamen Lektüre gemacht.
Ein humorvoller, ehrlicher Roman über Freundschaft, das Erwachsenwerden und die Frage, wie man sein Leben eigentlich führen möchte – mit mehr Tiefgang, als Cover und Klappentext zunächst vermuten lassen.
Hannah ist unabhängig, überzeugte Feministin und schlägt sich trotz Geldsorgen allein durchs Leben. Als sie den wohlhabenden Oscar kennenlernt, verändert sich ihr Alltag schlagartig. Doch zwischen einer neuen Beziehung, familiären Herausforderungen und ihrer engsten Freundschaft muss sie herausfinden, was ihr im Leben wirklich wichtig ist.
Ich hatte bei diesem Buch eine leichte Liebesgeschichte erwartet – bekommen habe ich aber deutlich mehr. Neben Humor und lockerem Schreibstil greift die Geschichte auch ernste Themen auf, ohne dabei zu schwer zu werden. Gerade dieser Mix hat mir richtig gut gefallen.
Besonders die Freundschaft zwischen Hannah, Kiera und Bex fand ich unglaublich schön und authentisch. Sie war für mich das Herzstück des Buches und hat der Geschichte viel Wärme gegeben. Auch die Themen Familie, finanzielle Sorgen und Selbstbestimmung wurden glaubwürdig eingebunden und haben dem Buch mehr Tiefe verliehen, als ich anfangs erwartet hätte.
Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und die Geschichte kommt ohne großes Drama oder komplizierte Erzählweise aus. Gerade das hat sie für mich zu einer schönen, unterhaltsamen Lektüre gemacht.
Ein humorvoller, ehrlicher Roman über Freundschaft, das Erwachsenwerden und die Frage, wie man sein Leben eigentlich führen möchte – mit mehr Tiefgang, als Cover und Klappentext zunächst vermuten lassen.
August 15, 2026
"Love and Rent" von Jo Cheetham ist in der Hörbuchfassung von Lena Tiemann gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit waren diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt.
„Love and Rent“ von Jo Cheetham hat mich etwas anders erwartet, als es der Klappentext zunächst vermuten ließ. Ich hatte mit einer Geschichte gerechnet, in der die Beziehung stärker im Mittelpunkt steht. Tatsächlich geht es aber vor allem um Hannahs persönliche Entwicklung und ihren eigenen Weg. Das war zwar nicht ganz das, was ich erwartet hatte, hat der Geschichte aber keinen Abbruch getan.
Im Gegenteil: Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen, und es war schön, Hannah auf ihrem Weg zu begleiten. Auch sprachlich konnte mich das Buch überzeugen. Der Schreibstil liest sich angenehm und leicht, sodass man schnell in die Geschichte hineinkommt.
Insgesamt ist „Love and Rent“ für mich ein nettes Buch für zwischendurch. Es hat mir eine angenehme Lesezeit beschert und eine schöne Geschichte erzählt – allerdings ohne mich nachhaltig zu begeistern. Ein solides, unterhaltsames Buch, von dem ich mir aufgrund des Klappentextes lediglich etwas anderes versprochen hatte.
„Love and Rent“ von Jo Cheetham hat mich etwas anders erwartet, als es der Klappentext zunächst vermuten ließ. Ich hatte mit einer Geschichte gerechnet, in der die Beziehung stärker im Mittelpunkt steht. Tatsächlich geht es aber vor allem um Hannahs persönliche Entwicklung und ihren eigenen Weg. Das war zwar nicht ganz das, was ich erwartet hatte, hat der Geschichte aber keinen Abbruch getan.
Im Gegenteil: Die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen, und es war schön, Hannah auf ihrem Weg zu begleiten. Auch sprachlich konnte mich das Buch überzeugen. Der Schreibstil liest sich angenehm und leicht, sodass man schnell in die Geschichte hineinkommt.
Insgesamt ist „Love and Rent“ für mich ein nettes Buch für zwischendurch. Es hat mir eine angenehme Lesezeit beschert und eine schöne Geschichte erzählt – allerdings ohne mich nachhaltig zu begeistern. Ein solides, unterhaltsames Buch, von dem ich mir aufgrund des Klappentextes lediglich etwas anderes versprochen hatte.
Review of advance copy
Liebe in den Dreißigern
Love and Rent von Jo Cheetham (übersetzt aus dem Englischen von Cornelia Röser) erzählt das Leben von Hannah, die so gut wie pleite ist, ihren Job voraussichtlich auch bald verlieren wird und sich dann kurzerhand entscheidet, aus England raus und nach Edinburgh zu ziehen, da ihr etwas älterer, deutlich reicherer Partner dort ein Jobangebot erhalten hat. Das Zusammenleben beginnt harmonisch, im Laufe der Zeit wird Hannah durch die Jobsuche unzufriedener und die Beziehung mit Oscar wird komplizierter. Als ihre Mutter, mit der sie zwar ein schwieriges Verhältnis hat, erkrankt, ist das ihre Chance, erstmal etwas Abstand zu ihrem neuen Leben in Schottland zu gewinnen und in ihre Heimat zurückzukehren.
Ihr wird bewusst, welche Beziehungen im Leben die wirklich wichtigen sind und dass man sein Glück niemals von Männern abhängig machen sollte. Darüber hinaus behandelt der Roman Themen wie schwierige Familienkonstellationen, Freundschaft in den Dreißigern, Klassenunterschiede oder Dating mit all seinen Tücken.
Flüssiger Schreibstil, der durch kleine Listen etc. wunderbar gelockert wird. Humorvoll und relatable. Empfehlung!
Love and Rent von Jo Cheetham (übersetzt aus dem Englischen von Cornelia Röser) erzählt das Leben von Hannah, die so gut wie pleite ist, ihren Job voraussichtlich auch bald verlieren wird und sich dann kurzerhand entscheidet, aus England raus und nach Edinburgh zu ziehen, da ihr etwas älterer, deutlich reicherer Partner dort ein Jobangebot erhalten hat. Das Zusammenleben beginnt harmonisch, im Laufe der Zeit wird Hannah durch die Jobsuche unzufriedener und die Beziehung mit Oscar wird komplizierter. Als ihre Mutter, mit der sie zwar ein schwieriges Verhältnis hat, erkrankt, ist das ihre Chance, erstmal etwas Abstand zu ihrem neuen Leben in Schottland zu gewinnen und in ihre Heimat zurückzukehren.
Ihr wird bewusst, welche Beziehungen im Leben die wirklich wichtigen sind und dass man sein Glück niemals von Männern abhängig machen sollte. Darüber hinaus behandelt der Roman Themen wie schwierige Familienkonstellationen, Freundschaft in den Dreißigern, Klassenunterschiede oder Dating mit all seinen Tücken.
Flüssiger Schreibstil, der durch kleine Listen etc. wunderbar gelockert wird. Humorvoll und relatable. Empfehlung!
August 15, 2026
„Love and Rent“ von Jo Cheetham war für mich einfach genau das richtige Buch zur richtigen Zeit! Ich fand die Geschichte herrlich, hatte so viel Spaß beim Lesen und vor allem der Humor hat bei mir voll ins Schwarze getroffen.
Ich habe so sehr mit Hannah mitgefühlt, gerade (eher am Ende der Geschichte) bei den Dates war ich richtig dabei und habe mitgefiebert. Die eingebauten Checklisten fand ich außerdem richtig cool gemacht. Sie haben die Geschichte noch abwechslungsreicher gestaltet und waren für mich ein kleines Highlight.
Hannahs Geschichte habe ich unglaublich gerne verfolgt. Ich mochte die Entwicklung und fand besonders das Ende sehr gelungen und rund. Für mich hat einfach alles gut zusammengepasst.
Ich glaube, gerade wenn man selbst Mitte/Ende 20 oder Anfang 30 ist, kann man sich in vielen Situationen und Gedanken von Hannah wiederfinden. Dieses Gefühl, irgendwo zwischen „Ich hab mein Leben im Griff“ und „Was mache ich hier eigentlich?“ zu stehen, kam für mich total authentisch rüber.
Für mich war „Love and Rent“ eine richtig unterhaltsame, humorvolle und kurzweilige Geschichte, die mir einfach gute Laune gemacht hat.
Ich habe so sehr mit Hannah mitgefühlt, gerade (eher am Ende der Geschichte) bei den Dates war ich richtig dabei und habe mitgefiebert. Die eingebauten Checklisten fand ich außerdem richtig cool gemacht. Sie haben die Geschichte noch abwechslungsreicher gestaltet und waren für mich ein kleines Highlight.
Hannahs Geschichte habe ich unglaublich gerne verfolgt. Ich mochte die Entwicklung und fand besonders das Ende sehr gelungen und rund. Für mich hat einfach alles gut zusammengepasst.
Ich glaube, gerade wenn man selbst Mitte/Ende 20 oder Anfang 30 ist, kann man sich in vielen Situationen und Gedanken von Hannah wiederfinden. Dieses Gefühl, irgendwo zwischen „Ich hab mein Leben im Griff“ und „Was mache ich hier eigentlich?“ zu stehen, kam für mich total authentisch rüber.
Für mich war „Love and Rent“ eine richtig unterhaltsame, humorvolle und kurzweilige Geschichte, die mir einfach gute Laune gemacht hat.
Review of advance copy received from Verlag
Neuanfang oder doch der Anfang vom Ende?
Das Buch ist ein hochwertiges Hardcover. Das Cover gefällt mir sehr gut.
Hannah ist eine selbständige Frau Mitte 30. Sie ist in Sheffield aufgewachsen, lebt und arbeitet dort. Doch trotz Vollzeitjob, ist ihr Konto immer im Minus, als dann auch noch die Kündigung droht und eine Mieterhöhung ins Haus flattert, entscheidet sie sich mit ihrem neuen, reichen Freund, nach Edinburgh zu gehen.
Wie kommt Hannah mit der neuen Abhängigkeit klar, wird sie schnell einen neuen Job finden und ihre Selbstständigkeit wiedererlangen oder gewöhnt sie sich an das Leben ohne Existenzangst und Geldsorgen.
Die Geschichte bietet einige Wendungen, die nicht nur leicht sind, durch den humorigen Ton, der sich komplett durchzieht, wird diese Schwere jedoch gut kompensiert.
Ein Buch über Liebe, Familie, Freundschaft, Abhängigkeit und Selbstständigkeit. Über Verlust und Trauer und ganz viel Mut, sich dem Leben zu stellen und sich selbst treu zu bleiben, auch wenn es nicht immer einfach ist.
Ein gelungenes Debüt!
Das Buch ist ein hochwertiges Hardcover. Das Cover gefällt mir sehr gut.
Hannah ist eine selbständige Frau Mitte 30. Sie ist in Sheffield aufgewachsen, lebt und arbeitet dort. Doch trotz Vollzeitjob, ist ihr Konto immer im Minus, als dann auch noch die Kündigung droht und eine Mieterhöhung ins Haus flattert, entscheidet sie sich mit ihrem neuen, reichen Freund, nach Edinburgh zu gehen.
Wie kommt Hannah mit der neuen Abhängigkeit klar, wird sie schnell einen neuen Job finden und ihre Selbstständigkeit wiedererlangen oder gewöhnt sie sich an das Leben ohne Existenzangst und Geldsorgen.
Die Geschichte bietet einige Wendungen, die nicht nur leicht sind, durch den humorigen Ton, der sich komplett durchzieht, wird diese Schwere jedoch gut kompensiert.
Ein Buch über Liebe, Familie, Freundschaft, Abhängigkeit und Selbstständigkeit. Über Verlust und Trauer und ganz viel Mut, sich dem Leben zu stellen und sich selbst treu zu bleiben, auch wenn es nicht immer einfach ist.
Ein gelungenes Debüt!
August 15, 2026
Mitten zwischen unbezahlbaren Mieten, großen Erwartungen und dem Wunsch, das eigene Leben im Griff zu haben, trifft Love and Rent einen erstaunlich echten Nerv. Hannah mochte ich gerade deshalb, weil sie nicht immer konsequent handelt. Ihre Entscheidung für Oscar fühlt sich gleichzeitig vernünftig, fragwürdig und herrlich menschlich an.
Jo Cheetham erzählt mit trockenem Humor von einer Frau, die plötzlich genau in jener romantischen Komödie landet, über die sie früher die Augen verdreht hätte. Dabei bleibt die Geschichte leicht, ohne oberflächlich zu werden. Besonders die Freundschaft zu Kiera, Hannahs Zweifel und die kleinen Spitzen gegen gesellschaftliche Erwartungen haben mich immer wieder schmunzeln lassen.
Nicht jeder Gag hat bei mir getroffen und manches entwickelt sich etwas vorhersehbar. Trotzdem steckt zwischen Cottage, Geldsorgen und Mutterkomplexen viel Wärme. Für mich ist das weniger eine klassische Liebesgeschichte als ein kluger, moderner Roman darüber, was Nähe kosten darf, ohne dass man sich selbst dabei verliert.
Jo Cheetham erzählt mit trockenem Humor von einer Frau, die plötzlich genau in jener romantischen Komödie landet, über die sie früher die Augen verdreht hätte. Dabei bleibt die Geschichte leicht, ohne oberflächlich zu werden. Besonders die Freundschaft zu Kiera, Hannahs Zweifel und die kleinen Spitzen gegen gesellschaftliche Erwartungen haben mich immer wieder schmunzeln lassen.
Nicht jeder Gag hat bei mir getroffen und manches entwickelt sich etwas vorhersehbar. Trotzdem steckt zwischen Cottage, Geldsorgen und Mutterkomplexen viel Wärme. Für mich ist das weniger eine klassische Liebesgeschichte als ein kluger, moderner Roman darüber, was Nähe kosten darf, ohne dass man sich selbst dabei verliert.
July 19, 2026
Der Roman "Love and Rent" von Jo Cheetham hat mich sehr bewegt. In einer ähnlichen Altersklasse wie die Hauptfigur Hannah und ihre beste Freundin Kiera konnte ich sehr in das Setting dieses Romans eintauchen. Ihnen bei ihrem Weg in Freundschaft und Liebe und Selbsfindung von außen zu zusehen und sie zu begleiten war amüsant, herzerwärmend und manchmal auch physisch schmerzhaft und bedrückend. Jo Cheetham trifft alle wichtigen Themen, die auch mich in der Lebensphase dieser zwei Freundinnen beschäftigen: Liebe, Freundschaft, Familie, Arbeit und der unterliegenden Frage, wer man selbst ist. Der Roman arbeitet subtil heraus, dass es manchmal schwer ist festzustellen, dass man sich selbst angelogen hat, einfach, weil es so einfacher war und man sich seinem gedachten Lebensziel ein Stück näher wähnte. Das Buch hat mich sehr bewegt und wirkt noch immer in mir nach. Ich kann es voll empfehlen!
August 6, 2026
Vielen Dank an vorablesen und en Tropen Verlag für das Rezensions Exemplar.
Das Buch ist thematisch unheimlich zeitgemäß und ich denke viele Menschen können sich zumindest teilweise in den Charakteren von Hannah und Kiera wiederfinden.
Hannah und Kiera sind in Ihren 30ern und beide nur so semi zufrieden mit ihrem aktuellen Leben. Als Hannah Oscar kennenlernt, der so komplett anders als Ihre bisherigen Partner ist kommen Fragen auf was Sie von Ihrem Leben möchte und ob anders unbedingt schlecht ist. Gleichzeitig muss Sie sich mit ihrer komplizierten Beziehung zu Ihrer Mutter und Ihrem Bruder auseinandersetzten.
Die Geschichte liest sich leicht und trotzdem sehr interessant, so ein bisschen Slice of Life aber gleichzeitig doch tiefgründig genug das Hannah's Entwicklung innerhalb des Buches zum weiterlesen einlädt. Daher passt das Buch auch gut zu der aktuellen Jahreszeit und ich würde es jedem der noch eine Urlaubslektüre sucht empfehlen.
Das Buch ist thematisch unheimlich zeitgemäß und ich denke viele Menschen können sich zumindest teilweise in den Charakteren von Hannah und Kiera wiederfinden.
Hannah und Kiera sind in Ihren 30ern und beide nur so semi zufrieden mit ihrem aktuellen Leben. Als Hannah Oscar kennenlernt, der so komplett anders als Ihre bisherigen Partner ist kommen Fragen auf was Sie von Ihrem Leben möchte und ob anders unbedingt schlecht ist. Gleichzeitig muss Sie sich mit ihrer komplizierten Beziehung zu Ihrer Mutter und Ihrem Bruder auseinandersetzten.
Die Geschichte liest sich leicht und trotzdem sehr interessant, so ein bisschen Slice of Life aber gleichzeitig doch tiefgründig genug das Hannah's Entwicklung innerhalb des Buches zum weiterlesen einlädt. Daher passt das Buch auch gut zu der aktuellen Jahreszeit und ich würde es jedem der noch eine Urlaubslektüre sucht empfehlen.
Review of advance copy received from Netgalley
Hannah is mid thirties and hates that in every story, film or TV show, the women are saved by a man. Be that literally, financially or with a cosy home to live in...she's determined not to be but then Oscar appears and he's ok? Right?
It wasn't my favourite read, I didn't really endear to the character of Hannah and the plot felt something and nothing. There were moments of emotion, moments of humour and I did enjoy the style of writing but the content just lacked slightly. It's hard to pinpoint as it has so many things that should make the story successful but I think it just boils down to 'Not my book!'
It wasn't my favourite read, I didn't really endear to the character of Hannah and the plot felt something and nothing. There were moments of emotion, moments of humour and I did enjoy the style of writing but the content just lacked slightly. It's hard to pinpoint as it has so many things that should make the story successful but I think it just boils down to 'Not my book!'
September 10, 2026
Für mich eine eher zähe Geschichte. Die Prota hat für mich Sachen entschieden, die ich einfach nicht nachvollziehen konnte. Sie ist einfach so in die Liebesgeschichte gefallen und hat alles mitgemacht, die komplette Selbstaufgabe. Da fand ich ihre Freundinnen stark, wo ihr das auch mitgeteilt haben. Auch die Beziehung zu ihrer Mutter war sehr, sehr schwierig und toxisch. Was sie für die Mutter gemacht hat, fand ich ebenfalls sehr schwierig zu verstehen.
Von dem her habe ich die Geschichte nicht gefühlt, nicht verstanden und auch nicht wirklich gemocht. Der Schreibstil hingegen fand ich klar, kühn und verständlich. Nur die Geschichte war nicht die meine.
Von dem her habe ich die Geschichte nicht gefühlt, nicht verstanden und auch nicht wirklich gemocht. Der Schreibstil hingegen fand ich klar, kühn und verständlich. Nur die Geschichte war nicht die meine.
September 6, 2026
Oh yes. My kind of humour.
Had me at page 7 with "When I met her manager for the first time, she was on mushrooms in the stationery cupboard".
A cast of realistic characters, witty dialogue, some lols (without overdoing it or trying too hard).
I look forward to more by this author.
Had me at page 7 with "When I met her manager for the first time, she was on mushrooms in the stationery cupboard".
A cast of realistic characters, witty dialogue, some lols (without overdoing it or trying too hard).
I look forward to more by this author.
Review of advance copy received from Verlag
Hinten auf dem Buch steht dass Love and Rent Bridget Jones für eine neue Generation sein soll, und ich kann sagen es stimmt! Das Buch war durchgängig sehr unterhaltsam. Ich musste an vielen Stellen auch mal lachen.
Dadurch hat es sich sehr leicht lesen lassen und ich hatte auch immer Interesse herauszufinden wie es weiter geht.
Die Charaktere waren einprägsam und pointiert geschrieben man konnte sich richtig reinfühlen. Natürlich war es stellenweise etwas scheäg aber genau das mochte ich sehr an diesem Buch.
Alles was mit Oscar zu tun hatte fand ich super spannend, das letzte Drittel wo es düsterer wird und um die Mutter ging fand ich am Anfang nich ganz gut aber war mir dann etwas zu lang.
Trotzdem würde ich das Buch auf jeden Fall als witzige Sommerlektüre weiterempfehlen. Ich bin auch schon sehr gespannt was wir von der Autorin noch lesen werden.
Dadurch hat es sich sehr leicht lesen lassen und ich hatte auch immer Interesse herauszufinden wie es weiter geht.
Die Charaktere waren einprägsam und pointiert geschrieben man konnte sich richtig reinfühlen. Natürlich war es stellenweise etwas scheäg aber genau das mochte ich sehr an diesem Buch.
Alles was mit Oscar zu tun hatte fand ich super spannend, das letzte Drittel wo es düsterer wird und um die Mutter ging fand ich am Anfang nich ganz gut aber war mir dann etwas zu lang.
Trotzdem würde ich das Buch auf jeden Fall als witzige Sommerlektüre weiterempfehlen. Ich bin auch schon sehr gespannt was wir von der Autorin noch lesen werden.
September 12, 2026
The title alone captures the entire dialectic of modern romantic relationships.
The ending is my personal feminist utopia.
The ending is my personal feminist utopia.
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