Ende der Neunzigerjahre erscheinen, ist "Prozess" keine Retrospektive des kreativen Schaffens von Tomato. Das Kollektiv präsentiert mit dem Buch vielmehr eine neue Perspektive auf die, in der Kunst sehr wichtige Phase, des Prozesses. Texte, Essays, Fotografien und digitale Grafiken vermengen sich zu einer Publikation, die sich zugleich experimentell wie philosophisch nachdenklich gibt.
Das Studio Tomato, welches die meisten wohl dank der Beteiligung von Underworld kennen, sprengt damit die formalen Grenzen einer solchen Publikation, ohne den beschreibenden Sinn komplett zu vergessen. Es ist eine Gratwanderung, welche die Arbeiten von Tomato wunderbar widerspiegelt und zur Vertiefung der eigenen Vorgänge und Handlungen einlädt.