Wenn sich das Meer blutrot färbt, steht der Krieg bevor!
Die Flut der Gezeiten ist gekommen, und eine scharlachrote Legion versetzt dem Osten einen blutigen Schlag. Im Namen des Kaisers morden seine Inquisitoren auf der Suche nach dem mächtigsten Artefakt aller Zeiten. Doch als der Osten und der Westen endlich durch die Brücke der Gezeiten verbunden sind, erhebt sich eine ungeahnte Macht, die dem Willen des Kaisers trotzt: Ein gescheiterter Magier und ein ungestümes Zigeunermädchen beschließen, den Frieden zurück nach Urte zu bringen. Doch damit dies gelingt, müssen die beiden gegen die scharlachrote Armee bestehen...
David Hair is the author of The Bone Tiki, winner of Best First Novel (Young Adult Fiction section) at the 2010 NZ Post Children's Book Awards. The Bone Tiki and its sequel The Taniwha's Tear are fantasy novels set in New Zealand. David is a New Zealander, who has worked primarily in financial services. He has a degree in History and Classical Studies. He has lived from 2007 to 2010 in New Delhi, India, but usually resides in Wellington, New Zealand. Apart from writing, he is interested in folklore, history, and has a passion for football.
Die Welt Urte hat sich vor langer Zeit auf zwei Kontinente gespalten: das nördliche Yuros mit einem kalten Klima und das südliche Antiopia. Getrennt von einem wilden Ozean hat sich die Bevölkerung auf beiden Seiten unterschiedlich entwickelt und auch im Glauben trennen sie wortwörtlich Welten.
Vor 500 Jahren jedoch entdeckte eine Sekte die Gnosis, eine Art Magie; doch deren Trank forderte viele Tote und nur dreihundert haben überlebt. Ein Drittel davon berauschte sich an der neu gewonnen Macht, eroberte den nördlichen Kontinent und gründete das neue Reich Rondelmar. Das zweite Drittel zog sich in friedlichen Absichten unter Antonin Meiros zurück und bildete den Ordo Costruo. Das restliche Drittel konnte nur dann über Magie verfügen, wenn es von einem sterbenden Magi die Seele trank. Von den anderen verabscheut zogen sich diese in den Schutz der Verborgenheit zurück.
Antonin Meiros schuf schließlich gemeinsam mit seinem Ordo Costruo die Gezeitenbrücke, die die beiden Kontinente miteinander verbindet, um einen friedlichen Handel der beiden Völker voranzutreiben. Doch Macht und Neid ließ den rondelmarischen Kaiser Legionen nach Süden treiben, wo es zu erbitterten Schlachten und Plünderungen kam. Doch die Brücke ist nur alle 12 Jahre während der Mondflut passierbar und beim zweiten Kriegszug fielen dem Kaiser seine eigenen Vasallenstaaten in den Rücken.
928 steht die nächste Mondflut bevor und die Leviathan Brücke erhebt sich aus dem Meer - der Norden rüstet sich zum Krieg und der Süden tut alles, um ein erneutes Blutvergießen zu verhindern.
Meine Meinung
Die ersten beiden Bände waren mehr eine Vorbereitung auf das, was jetzt ins Rollen gekommen ist. Der Entwurf dieser Welt ist wirklich sehr gekonnt durchdacht, auch wenn er sich unserer Welt, unserem Denken und Glauben angleicht. David Hair hat so viele brillante Ideen, die diese fremden Länder anschaulich und echt wirken lassen und denkt dabei in großen Dimensionen: je mehr ich darüber lese und erfahre, desto mehr hab ich den Eindruck, dass ich noch sehr lange nicht alles davon kennen werde.
Der Schreibstil ist relativ einfach, manchmal etwas ausschweifend, aber durwegs fesselnd und auch wenn die Intrigen und Machtkämpfe immer im Vordergrund stehen, sind es doch die Protagonisten, die mich besonders faszinieren.
Dabei geht es um einen jungen Magus, der gegen die Ungerechtigkeit kämpft, eine kaltblütige Intrigantin, die plötzlich die Seiten wechselt und eine junge, einfach gestrickte Südländerin, deren Leben von einem Tag auf den anderen völlig auf den Kopf gestellt wird. Sie alle beeinflussen den Lauf der Dinge mehr, als ihnen bewusst ist - doch es gibt noch einige andere Nebenfiguren, die im Lauf der Geschichte eine immer größere und präsentere Rolle spielen. Der Autor verknüpft hier sehr gekonnt die Schicksalsfäden der Protagonisten und überrascht immer wieder mit verblüffenden Wendungen. Vor allem die Cliffhanger am Ende der Kapitel sind bestens gewählt. Es wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, so dass man einen guten Überblick über die Lage auf beiden Kontinenten behält. Dabei erhält man auch einen guten Einblick in die Figuren, die sehr vielschichtig und ganz besondere Persönlichkeiten sind. Das Tempo geht gleichbleibend gut voran und die verschiedenen Sichtweisen bieten viel Abwechslung.
Das Wesen der Magie, die Entwicklungen der Charaktere, die vielen kleinen Details, das alles zeichnet eine beeindruckende Welt, die der unseren gar nicht so unähnlich ist und die mich mittlerweile total in den Bann gezogen hat. Hier sollte man sich nicht vom ersten Teil abschrecken lassen, der noch nicht ganz diese Wirkung entfalten kann, weil sich das alles erst entwickeln muss und ich bin wirklich froh, den Rat befolgt und einfach weitergelesen zu haben!
Besonders schön finde ich auch hier wieder wie gezeigt wird, dass jeder der Figuren glaubt, im Recht zu sein. Jeder von ihnen hat eine Vergangenheit, die ihn geprägt hat und auf deren Wahrnehmung er handelt bzw. glaubt, nicht anders handeln zu können: sei es aus Pflichtgefühl, Verzweiflung oder der inneren Überzeugung heraus. Auch wenn man immer eine Wahl hat, ist die Entscheidung, sie zu treffen, doch niemals leicht.
Band 4 wird sicher bald bei mir einziehen und ich bin schon mega gespannt, wie die Saga weitergeht!
---> Lest bitte nicht den vorderen Klappen-Innentext, der spoilert ziemlich heftig, bei jedem Band!
1 ~ Ein Sturm zieht auf 2 ~ Am Ende des Friedens 3 ~ Die scharlachrote Armee 4 ~ Die Waffen der Wahrheit 5 ~ Der Zorn des Propheten 6 ~ Der unheilige Krieg
Opnieuw een heerlijk deel in deze serie. De hoofdpersonen krijgen steeds meer diepgang en je leert ze steeds beter kennen. Mijn favoriet is Alaron en Ramon is een goede tweede. Ik ben reuze benieuwd hoe het verhaal verder gaat. Dus boek 4 wordt mijn volgende boek.
De personages krijgen steeds meer diepgang en een verleden. Het boek had meer vaart en voldoende spanning. Lijkt er op dat de schrijver nu zijn draai gevonden heeft.
Vond het fijn om te lezen dat Alaron nu ook eindelijk iets gaat betekenen in de boeken, vond hem tot dusver maar weinig toevoegen aan het verhaal. Nu niet meer.
Er wordt nog steeds gezocht naar de Scytale van Corineus, een artefact dat aanwijzingen geeft hoe magiërs kunnen worden 'verheven'.
Ramon is één van de magiërs in de 3e Kruistocht, en drijft daar een handeltje met louche figuren.
Cym(bellea) heeft de Scytala gestolen en is er nu mee op de vlucht. Alaron probeert haar te vinden, maar komt zelf ook in een gevaarlijke situatie terecht als hij met een vreemds soort bouwselsdoor magiërs gemaakt hybride levensvormen te maken krijgt. Het lukt hem uiteindelijk om hun vertrouwen te winnen.
Het verhaal bestaat heeft verschillende verhaallijnen; het verhaal van Alaron, die van Ramon, die van Ramita Ankesharan (zus van Alaron), die van Lena en Karzim en die van Cera. Persoonlijk vindt ik het wel eens lastig als er weer eens van verhaallijn wordt gewisseld.
Diese Saga hat mich nun endgültig gepackt und in seinen Bann gezogen. Fantasievoll und lebendig mit starken Charakteren, die sich weiterentwickeln. Gut und Böse, Liebe und Hass, Hinterlist und Loyalität, Verrat und Treue und dazu noch die Magie; das ergibt einen Cocktail, der für fesselnde Lesestunden sorgt.
Die Charaktere entwickeln sich einfach toll. Jede/r Einzelne. Egal ob ich sie sympathisch finde oder nicht, man merkt einfach wie intensiv sich der Autor mit seinem Roman beschäftigt um jedem Einzelnen Leben einzuhauchen. Die Geschichte verläuft in angenehmen Tempo und die kleinen Cliffhanger nach jedem Kapitel schreien einfach nur danach, dass man weiterlesen muss. Besonders gefallen hat mir, wie bestimmte Protagonisten auf nachvollziehbare Weise zueinander gefunden haben und lernen, miteinander auszukommen. Man kann sich aufgrund des Schreibstils perfekt hineinversetzen und mitfiebern.
Inhalt: Nachdem seine Freundin Cym mit der Skytale, dem mächtigsten magischen Artefakt auf ganz Urte, geflohen ist, macht sich der Magier Alaron Merser auf den Weg, sie zu suchen. Dabei erhält er unerwartete Hilfe. Währenddessen erfüllt sein Freund Ramon seine Pflicht und schließt sich dem Kriegszug gegen Antiopia an, der nun, wo die Flut der Gezeiten gekommen ist, beginnen kann. Auf Antiopia muss sich die junge Ramita nach dem Tod ihres Mannes Antonin Meiros, einem der ersten Magier, mit seinen Widersachern auseinander setzen, während sie heimlich ihre grad erst erwachte Magie erprobt. Ihr ehemaliger Geliebter, Kazim, kämpft unterdessen immer noch auf Seiten der Fehde gegen die Magier aus Yuros.
Meine Meinung: "Die scharlachrote Armee" ist im deutschen der dritte Teil von David Hairs Epos um "Die Brücke der Gezeiten". Da bei der Übersetzung die Bücher gesplittet wurden, ist dies im Original nur der erste Teil von Band 2, was man leider auch ein wenig merkt, denn die Geschichte hört mitten im Geschehen auf, ohne einen wirklichen Abschluss. Dies ist zwar ein wenig schade, da die Fortsetzung erst Mitte Oktober kommt, aber der Geschichte tut das keinen Abbruch, wobei man hier natürlich noch nicht den großen Showdown erwarten darf. Aber wenn man mit diesem Wissen an das Buch heran geht, bekommt man einige schöne Stunden Lesespaß in der Welt Urte.
Am Anfang des Buches gibt es, genau wie auch beim (deutschen) zweiten Teil, wieder ein "Was bisher geschah", welches einen wieder auf den aktuellen Stand bringen soll. An sich eine gute Idee, die einem gut in die Geschichte hilft, doch leider hatte ich das Gefühl, dass hier nur die Geschehnisse aus Band eins "Ein Sturm zieht auf" zusammengefasst wurden und der zweite Teil "Am Ende des Friedens" ausgelassen wurde. Trotzdem konnte ich mit ganz gut wieder einfinden, da ich die wichtigsten Sachen aus Teil zwei noch im Kopf hatte. Außerdem hilft der ausführliche Anhang mit der Geschichte Urtes, dem Überblick über die Religionen und verschiedenen Aspekte der Gnosis und vor allem auch das Personenverzeichnis. In der Geschichte selbst verstecken sich auch immer wieder Hinweise auf die vorherigen Ereignisse, so dass man sich beim Lesen immer wieder ein wenig erinnert.
Erzählt wird wieder aus verschiedenen Sichtweisen, wodurch sich verschiedene Handlungsstränge ergeben. Der zurückgewiesene Magier Alaron ist auf der Suche nach seiner Freundin Cym, die am Ende von Band zwei mit einem mächtigen Artefakt verschwunden ist. Kazim nimmt immer noch an der Fehde gegen die Magier aus Yuros, die sich vor langer Zeit in Antiopia niedergelassen hatten. Mit dabei ist seine Schwester Huriya, die sich schon im zweiten Teil zum negativen entwickelt hatte und die mir nun überhaupt nicht mehr sympathisch ist. Ihre ehemalige Freundin Ramita, die durch ihre Schwangerschaft magische Fähigkeiten entwickelt hat, begleiten wir, nachdem ihr Mann ermordet wurde, bei ihrer Entführung durch seine Feinde. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Elena, einer Magierin und Alarons Tante, über dass ich mich sehr gefreut hatte, da sie eine meiner Lieblingscharaktere ist. Ihr ehemaliger Geliebter und nun Feind, Gurvon Gyle, bekommt auch ein paar Kapitel, genau wie Cera, Malevorn, ein ehemalgier Mitschüler von Alaron, und Ramon.
Durch die vielen Handlungsstränge und den Umstand, dass wir hier quasi nur ein halbes Buch vor uns haben, schreitet die Handlung nicht so rasch voran, wie es manche bestimmt gerne hätten. Doch mir gefallen diese Perspektivenwechsel sehr, da dadurch die Geschichte wesentlich vielschichtiger wird und es auch gut in ein Fantasy-Epos passt.
Nach dem ersten Teil "Ein Sturm zieht auf" hatten mir noch ziemlich viele Infos über diese neu erschaffene Welt gefehlt, von denen in Teil zwei "Am Ende des Friedens" einige nachgeliefert wurden. Und auch hier im dritten Teil baut der Autor seine Welt mehr aus. Wir erfahren mehr über die Luftschiffe, mit denen zwischen den Kontintenten gereist werden kann, und warum die Brücke trotzdem noch so wichtig ist. Außerdem lernen wir neue Geschöpfe Urtes kennen und auch über die Gnosis, die Magie in Urte, erfahren wir noch ein wenig mehr.
Fazit: "Die scharlachrote Armee", der dritte Teil von David Hairs Epos um die "Brücke der Gezeiten", bietet wieder eine tolle Fantasy-Geschichte mit vielen verschiedenen Handlungssträngen, Magie und einer Welt, die immer weiter ausgebaut wird. Schade ist nur, dass die Geschichte mittendrin aufhört, da es sich eigentlich nur um die erste Hälfte des Buches handelt, daher würde ich empfehlen, Teil 3 und 4 direkt hintereinander zu lesen. Ich vergebe 4 von 5 Muscheln und freue mich schon darauf, im Oktober "Die Waffen der Wahrheit" lesen zu können.
Der dritte Band der Brücke der Gezeiten konnte mich leider nicht so von sich überzeugen wie der zweite. Was insbesondere an bestimmten Handlungen gelegen hat, welche furchtbar langgezogen oder generell, in meinen Augen, einfach nur unnötig waren. Doch beginnen wir doch mit den guten Apekten des Buches... . Elena - Kazim - Gurvon Der Handlungsstrang von Elena und Gurvon konnte mich nun schon das dritte Mal in Folge vollkommen mitnehmen und begeistern. Während es bei Elena ihre tragische Geschichte ist, die der Autor furchtbar gut rüber bringt, finde ich, dass Gurvon ein extrem interessanter Antagonist ist. Ich liebe seine Pläne beziehungsweise liebe ich es, dass ich sie nicht kenne und wenn sie sich dann entfalten treffen sie mich jedes Mal vollkommen unvorbereitet. Zu dem Handlungsstrang der beiden ist in diesem Band Kazim dazugekommen, der in Elenas Leben nun einiges auf den Kopf stellt. Und obwohl ich ihn als Charakter eigentlich überhaupt nicht leiden kann, bin ich doch gespannt wie sich die Beziehung zwischen ihm und Elena im nächsten Band gestalten wird. . Ramita - Justina Der Handlungsstrang von Ramita hat sich im Verlauf der Reihe wohl zu einer der traurigsten entwickelt und ich finde, dass sie eine fantastische Entwicklung hingelegt hat. Von dem kleinen Mädchen, welches sich vor allem Unbekannten ängstigt, ist sie zu einer starken Frau herangewachsen, die es mit ihren Peinigern aufnehmen will und vor nichts zurückscheut. Dabei an ihrer Seite die Magierin Justina, von der ich mir im nächsten Band ebenfalls eine Entwicklung in die richtige Richtung erhoffe. . . Kommen wir nun zu den weniger interessanten Handlungssträngen, die leider den Großteil des Buches ausgemacht haben... . Alaron - Malevorn Alarons Handlungsstrang war im letzten Band eines meiner Highlights. Voller Spannung, Mysterien und Action. Doch leider hat man davon im dritten Band nicht mehr viel gemerkt. Denn Alaron befindet sich auf der Flucht und die gestaltet sich leider nicht so spannend wie man vielleicht denken mag. Erst gegen Ende beginnt seine Geschichte besser zu werden und erneut an Spannung aufzubauen. Und auch die Sichtweise von Malevorn, dem Antagonisten dieses Stranges, konnte nicht mein Interessen wecken. Ganz im Gegenteil fand ich, dass man sie auch ganz hätte streichen können, denn tatsächlich bringt sie dem Leser nichts Neues. Man erfährt eigentlich nur, dass Malevorn ein ziemliches Schwein ist, was man schon in den letzten zwei Bänden aus Sicht von Alaron reichlich mitbekommen hat. . Ramon Last but not Least gibt diesem Buch dem Leser auch Einblicke in Ramons Kopf, dem besten Freund von Alaron, der sich mit einer Armee auf den Weg über die Leviathanbrücke macht. Hier muss ich sagen, dass in seinem Handlungsstrang nicht wirklich viel passiert ist und ich muss zugeben, in den Momenten, in denen etwas passiert ist, habe ich nicht wirklich verstanden, was jetzt eigentlich abging. Allerdings bin ich mir doch ziemlich sicher, dass dies beabsichtigt war und hoffe darauf, dass diese Verwirrung sich mit Band vier lichtet. . Fazit Leider konnte mich der dritte Band der Reihe nicht vollkommen von sich überzeugen und doch freue ich mich auf den nächsten Teil und hoffe darin wieder auf mehr Spannung und Intrigen zu treffen.
Endlich ging es weiter mit der Brücke der Gezeiten. Schon die beiden vorhergehenden Bände zeigen das Können David Hairs im Bereich Fantasy und ich war gespannt wie er die Handlungsstränge um Cera, Alaron und all die anderen fortsetzen würde.
Zu Beginn des dritten Bandes wird dem Leser noch einmal ein grober Überblick des bisherigen Geschehens gegeben. Dieser erstreckt sich über insgesamt knapp 40 Seiten, was für die Zusammenfassung der zwei vorhergehenden Bände doch eher kurz ist. Länger hätte die Zusammenfassung aber keinesfalls sein dürfen und so beschränkt sich Hair hier im Wesentlichen auf die politischen Zusammenhänge und bisherigen wichtigen Geschehnisse. Sämtliche Nebenereignisse und Entwicklungen der verschiedenen Figuren bleiben entsprechend unerwähnt. Um die Facetten der verschiedenen Handlungsstränge wirklich zu erfasse empfehle ich daher in jedem Fall mit Band eins zu beginnen.
Während ich in Band 1 “Ein Sturm zieht auf” noch leichte Schwierigkeiten hatte ins Buch und die Handlung zu finden, habe ich inzwischen das Gefühl in wohlbekannte Gefilde zurück zu kehren. Die Figuren sind vertraut und ihre verschiedenen Schicksale auch nach Monaten des Wartens ungemein präsent. Ich hatte Sorge ins Buch zu finden und die kurze Zusammenfassung zu Beginn ist eher nur eine allgemeine Stütze, doch Hair schafft es nahtlos anzuknüpfen und den Leser ohne Schwierigkeiten wieder in die Welt Urtes zu führen. Ich bin mehr als positiv überrascht, denn auch wenn ich die beiden vorhergehenden Bände kenne, braucht es doch immer etwas bis ich wieder vollends in eine Geschichte erneut eintauchen kann.
Die verschiedenen Protagonisten sind direkt wieder präsent und auch die Sympathien flammen erneut auf. Während ich in den vorhergehenden Bänden nur mit einigen wenigen mitgefiebert habe, hat inzwischen jeder der Handlungsstränge seine interessanten Faktoren.
Im Vergleich zu den ersten Bänden konnte mich David Hair mit dem dritten Band erstmals auf ganzer Linie überzeugen. Die Handlung ist spannend, die verschiedenen Handlungsstränge fein verwoben und ich glaube George R.R. Martin hätte es nicht besser umsetzen können. Zu keiner Zeit verliert man beim Lesen den Überblick über das Geschehen – auch wenn Handlungsort und beteiligt Protagonisten ständig wechseln.
“Die scharlachrote Armee” ist der erste Band der Reihe, dem ich überzeugte und begeisterte 5 Sterne gebe. Die leichten Schwächen der vorhergehenden Bände sind komplett beseitigt un das Leseerlebnis beeindruckend. Wer “Das Lied von Eis und Feuer” liebt, der sollte an “Die Brücke der Gezeiten” keinesfalls vorbei gehen!
Geschichte wird gut fortgesetzt. Es passiert nicht gar so viel, aber man will auf jeden Fall wissen wie es den Protagonisten ergehen wird. Trotzdem verändern sich die Personen sehr und entwickeln sich weiter. Ich lese direkt den 4. Teil. schwierig finde ich, wie bei allen Teilen, das man ständig aus den einzelnen Geschichten herausgerissen wird. Bewirkt natürlich Spannung ist aber zum lesen hinterlich...