Der Krieg beginnt - Die ehrgeizige Thea meldet sich freiwillig, um an der Grenze im Norden gegen die vordringenden Barbaren zu kämpfen. Als Brennerin - jemand, der Feuermagie nutzen kann - sind ihre Dienste besonders wertvoll, und sie wird ohne Verzug an die Front geschickt. Vor ihrer Ankunft in den eisigen Grenzgebirgen hat sie Gerüchte über die Nordländer und ihre Eismagie gehört. Doch nichts hat sie auf die schreckliche Realität des Krieges vorbereitet. Und auf eine Gefahr, die viel schlimmer ist als jeder Krieg -
"Frostseelen" von Natalie Speer ist äußerlich ein winterlich anmutendes Buch und auch die Handlung spielt über große Strecken in klirrender Kälte. Eine Geschichte nur für den Winter ist "Frostseelen" dennoch nicht, denn ich bin mir sicher, dass man bei jeder Temperatur in diese phantastische neue Welt perfekt eintauchen kann. Natalie Speer, die auch schon unter dem Namen Christiane Spies veröffentlicht hat, entwirft hier eine Welt voller Gegensätze, die im Krieg miteinander sind. Nord und Süd, Feuer und Eis, Zivilisierte und Barbaren. Wir begleiten die junge Rekrutin Thea Namenlos ab dem Tag ihrer vorgezogenen Prüfung der Brenner-Ausbildung, damit sie so schnell wie möglich in den Krieg und zu ihrem Verlobten Ian, der bereits die Nørlaender bekämpft, ziehen kann.
Brenner wie Thea sind Menschen mit einer Gabe, sie haben den Feuertrieb. Sie können Feuer beschwören und lenken, damit Licht spenden oder als Feuerbälle auf ihre Gegner schleudern. In der Republik Athosia, in der Thea lebt, gibt es neben den Brennern auch noch Heiler, die mit einer Berührung Leben retten und die Wundheilung unterstützen können, und natürlich Menschen ohne Gabe. Alle werden an der Front dringend gebraucht, denn schlimme Gerüchte sind im Umlauf. Es sollen Vereiser gesichtet worden sein, Menschen, die das Wasser kontrollieren können, und sie sollen eine Seuche nach Athosia gebracht haben.
Thea berichtet direkt als Ich-Erzählerin von ihren Erlebnissen. Die Sprache dabei ist ernst, nüchtern und fast trocken, genau wie Thea selbst, und dabei detailreich und atmosphärisch. Das strenge Leben in Athosia, die einsame Kälte in den Nørlanden oder Theas Erleben ihrer Feuergabe, das alles entsteht vor dem inneren Auge und lässt sich nachfühlen. Thea selbst ist eine Person, die mit ihrem nüchternen Ton zunächst nicht jedem komplett sympathisch sein wird. In Athosia ist sie eine Außenseiterin, nicht nur wegen ihres elften Fingers, sondern auch weil sie als Gemeine auf dem Dorf aufgewachsen ist, weitab vom Reichtum der Bürger. Erst als sich ihr Feuertrieb gezeigt hat, durfte sie die Akademie besuchen und diesen weiter trainieren. Sehr erfrischend empfand ich es hier, dass Thea kein Wunderkind ist, sondern im Gegenteil stets kämpfen muss, um ihrem Trieb überhaupt einen kleinen Funken zu entlocken. Je mehr ich über sie erfahren habe, desto mehr hat sie mich fasziniert. Viele Nebencharaktere sind ähnlich extrem angelegt wie Thea: Ihre Freundin Eleni Orestis, die eine Heilerin ist und durch die wir auch diese Gabe kennenlernen, besitzt wahrscheinlich den eigenwilligsten Charakter in diesem Buch. Ihre Weltsicht ist regelrecht pragmatisch und ihre Kommentare bringen vielleicht nicht immer Fröhlichkeit in die Geschichte, aber dennoch eine unerwartete Perspektive. Theas Verlobter Ian, ein Hauptmann an der Front, zeigt die Riege der republiktreuen Hauptmänner. Die Liebesbeziehung der beiden spielt in dieser Geschichte zwar mal mehr, mal weniger eine Rolle, wird allerdings eher im Hintergrund thematisiert. Die Nørlaender und ewigen Feinde von Athosia bekommen mit dem Vereiser Anders Eriksson auch einen Repräsentanten. Viele Nebenfiguren in diesem Fantasyroman zeigen mittels fast schon extremer Eigenschaften das Verhalten und die Sichtweise ihrer Art. Manchmal funktioniert diese pointierte Darstellung hervorragend, andere Mal empfand ich sie als zu übertrieben.
"Frostseelen" ist eine düstere Geschichte, deren Atmosphäre und Spannung immer etwas neues bieten kann. Sie verläuft nie geradlinig, sondern hat ständig überraschende Wendungen auf Lager, weil Natalie Speer es immer schafft, den Leser an der Nase herumzuführen. In der Leserunde hat die Autorin uns verraten, dass sie ein weiteres Buch schreiben wird, das in dieser Welt spielt. "Frostseelen" selbst ist eine abgeschlossene Geschichte, die Welt darin hat es jedoch verdient, noch viel mehr Geschichten preiszugeben.
Endlich habe ich es geschafft dieses Buch zu beenden ! Eine Ewigkeit hat es gedauert. Ich muss sagen ich fand das letzte Drittel wirklich richtig gut und spannend, nur der Weg dorthin war langwierig und mühsam. Daher kann ich leider nur 3 Sterne geben.
Nachdem mir "Waldkind" so gut gefallen hatte, das ebenfalls in der Welt von Athosia spielt, wollte ich natürlich gerne auch den Vorgänger lesen. Frostseelen spielt also im selben Reich, allerdings verlagert sich die Handlung in die Norlande, wo neben dem Krieg gegen die Barbaren auch noch eine schreckliche Seuche herrscht.
Es zog sich leider immer wieder ein bisschen und kam mir auch noch nicht so ausgereift vor wie "Waldkind". Es dauert, bis es in Fahrt kommt, dafür wird aber das Land und die Hintergründe schön beschrieben - da sind wirklich einige gute Ideen dabei. Die Hauptfigur Thea wurde mir bis zum Ende hin leider nicht so recht sympathisch. Sie ist mir zu aufbrausend und uneinsichtig / naiv, was ich an einigen Stellen doch etwas nervig fand. Auch manche Wendungen in der Handlung konnte ich nicht so recht nachvollziehen und waren wohl einfach dem Weiterführen der Geschichte geschuldet.
Ich fand es nicht schlecht, aber eben noch etwas unausgewogen - da hatte mir Waldkind besser gefallen :) Die beiden Bände kann man unabhängig voneinander lesen.
Puhhh das war mal ein ganz schöner Brocken. Die Geschichte hatte Stärken und Schwächen und hat sich für mich im Endeffekt eher im unteren Bereich eingependelt. Was mir gut gefallen hat, war der Schreibstil der Autorin. Sie schreibt aus der Perspektive der Protagonistin Thea, was mir persönlich meist gut gefällt. Der Plot hingegen war leider total mager. Eigentlich passiert auf diesen 550 Seiten erstaunlich wenig. Die Seiten sind gefüllt mit Detailverliebtheit für die Umgebung und die Welt. Das hat mir auch gut gefallen, es war aber einfach zu viel des Guten. Mehr Handlung, weniger Details hätten diesem Buch gut getan. Was mich wirklich gestört hat waren unter anderem total unsympathische Charaktere. Selbst der Love-Interest war ein richtiger Arsch. Dadurch, dass ich so wie so niemanden mochte, haben mich dann auch Verluste überhaupt nicht gejuckt. Letztendlich hat es der Geschichte an Emotionen gefehlt.
Ich würde das Buch nur Leuten empfehlen die auf un aufregende Geschichten mit schönen Welt-Beschreibungen Lust haben.
Die Story des Buches finde ich sehr spannend. Und auch die Charaktere mag ich gerne, besonders Anders. Thea ist manchmal total naiv und dann wieder misstrauisch. Sie kann ich schwer fassen, trotzdem ist sie meist ein angenehmer Charakter. Das Buch hält auch einige Überraschung und ist überaus spannend, besonders das Ende ist noch mal richtig gut gelungen.
Bewertung:
Thea ist eine ehrgeizige Frau, die ihre Ziele verfolgt. Sie will zu Ian und ihn retten und dafür zieht sie in den Krieg. Sie ist aber noch etwas grün hinter den Ohren und hat keine Ahnung vom Krieg. Sie ist einerseits totales Vertrauen zu ihren Freunden, ist aber andererseits total misstrauisch. Und dann ist sie auch teilweise noch richtig naiv und läuft einfach den nächsten Ding hinterher. Das passt für mich nicht ganz so zusammen. Aber trotzdem ist sie ein angenehmer Charakter. Man kann einfach gut mit ihr lesen, da es trotzdem noch eine andere Seite an ihr gibt.
Eleni ist sehr komisch und das von Anfang an. Sie weiß mehr, als sie sagt und sie ist immer sehr direkt. Außerdem ist sie sehr republiktreu und erkennt darüber hinaus auch manche Sachen nicht. Sie hat ihr Ziel auch klar vor Augen und setzt es mit allen Mitteln durch. Ich mag sie so gar nicht. Ian ist genauso misstrauisch wie Eleni und ich mag ihn so gar nicht. Er ist sehr beschützend und hierarchisch veranlagt.
Und dann ist da noch Anders, er ist einfach anders und ich liebe ihn, auf Grund seines Verstandes.
Die Kommandanten und Hauptmänner sind schon sehr brutal und kennen eher weniger Gnade, aber sie wissen auch viel mehr als die Untergebenen und wissen, was bei den Grenzen abgeht. Auch hier wird wieder sehr gut erkenntlich gemacht, dass Krieg immer zwei Seiten hat. Thea und ihren Kameraden wurde daher auch einiges eingetrichtert, was nicht so stimmt.
Die Story finde ich sehr spannend. Thea will in den Krieg ziehen und entdeckt dort so viel Grauen und auch Unbekanntes. Es ist wirklich grausam und erschreckend und muss für sie alle ein Schock sein. Und es ergibt sich dadurch ein richtig kleines Abenteuer, was ich selber sehr spannend finde. Die knapp 560 Seiten verfliegen einfach so und ich kann das Buch gut durchlesen. Die letzten 100 Seiten sind nochmal richtig spannend und holen da noch den Rest hervor. So konnte mich das Buch vollendet packen. Die einzelnen Abschnitte sind immer aus Theas Sicht.
~ Überzeugendes Fantasy-Debüt einer deutschen Autorin. Der wundervolle Schreibstil, die faszinierende Welt, die dreidimensionalen Personen, eine Protagonistin, die einem immer mehr ans Herz wächst und viele unerwartete Wendungen machen diese Geschichte zu einer unvergesslichen Reise. ~
Inhalt
Im Norden des Landes wütet der Krieg. Thea meldet sich freiwillig, um als Brennerin (Feuermagierin) die Republik zu verteidigen. Unverzüglich wird sie mit anderen jungen Rekruten in den Norden geschickt. Die Realität des Krieges ist jedoch anders als Thea es erwartet hat, denn auf beiden Seiten geschieht Unrecht. Und dann gibt es auch noch Gerüchte über eine Krankheit, die sich immer weiter ausbreiten soll...
Meine Meinung
Wer könnte bei einem solchen verführerischen Cover und einem so toll gewählten Titel diesem Buch widerstehen? Ich weiß es nicht, ich jedenfalls gehöre nicht zu diesen Leuten und so war für mich schnell klar, dass ich es lesen würde.
Nach kleinen Startschwierigkeiten bin ich gut in die Geschichte hinein gekommen. Am Beginn ist relativ wenig passiert und lange Beschreibungen nehmen viel Raum ein. Auch gibt es nur wenige Dialoge (am Beginn, später werden es mehr). Generell liest sich meiner Meinung das Buch nicht gut nebenbei, da die Handlung schon recht komplex ist und man sich darauf konzentrieren sollte. Dennoch: Lasst euch bloß nicht von den ersten Seiten abschrecken, denn ihr würdet es vermutlich sehr bereuen! Was danach nämlich kommt, weiß zu begeistern, überzeugen und bezaubern.
"Sie räumen den Tisch ab und weichen uns dabei so geschmeidig aus, als wären sie Wasser, das um uns herum fließt." S. 49
Der Schreibstil ist für ein "typischer" Fantasy-Schreibstil, allerdings typisch auf eine gute Weise. Die Sätze sind öfters lang, enthalten viele Beschreibungen (nur selten für meinen Geschmack ein bisschen zu viele) und wundervolle sprachliche Bilder und Metaphern entführen einen mit Leichtigkeit in eine fremde, gut ausgearbeitete Welt. Der Schreibstil ist für mich das Beste am ganzen Buch: Er ist angenehm und gleichzeitig abwechslungsreich, enthält keinerlei störende Wortwiederholungen, dafür hat die Autorin einen reichen Wortschatz eingewebt. Erinnert hat mich der Schreibstil etwas an jenen von Lynn Raven. In einem Wort zusammen gefasst: Der Schreibstil ist wundervoll!
"Steht gerade", blafft er. "Ihr seid hier nicht in eurer verdammten Akademie. Ich werde weder auf einer Tafel herumkritzeln noch Fleißnoten verteilen. Spart euch also eure Fragen. Und stolziert nicht herum, als wärt ihr Helden." Er schnaubt. "Das ihr hier seid, ist kein Zeichen von Mut, sondern von Dummheit." S. 72
Ein weiteres großes Kompliment an die Autorin für die Welt, die sie in diesem Buch erschaffen hat. Selten habe ich eine so gut ausgearbeitete Welt gesehen, in der alles, was passiert, tatsächlich Sinn ergibt. Trotz der Komplexität der Welt, war ich niemals verwirrt, weil die Autorin dem Leser alles super erklärt. Es gibt wundervolle Wortneuschöpfungen und glücklicherweise nicht zu viele fremde Worte und Ortsnamen. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist von Gegensätzen geprägt: Der eisige Norden steht dem heißen Süden gegenüber, Vernunft dem Glauben an verschiedene Gottheiten, wunderschöne Landschaften tödlichen Naturgewalten. Es ist ein Genuss diese Welt zu entdecken, denn man weiß, wenn man sich umsieht, wird man nicht an Grenzen stoßen, weil die Autorin alles mit so viel Liebe zum Detail genau durchdacht hat. Eine besonders tolle Erfindung finde ich die Frostseelen, die wirklich unheimlich sind und an eines meiner Lieblingsgenres (in Buch und Film) grenzen. Ein weiterer Pluspunkt in einer langen Liste von Pluspunkten.
Thea ist natürlich eine wundervolle Protagonistin für diese Geschichte. Sie ist ein kritischer Mensch, der sich stets selbst Gedanken macht, und viele Dinge hinterfragt, auch wenn es einfacher wäre, sie einfach so hinzunehmen wie sie sind. Am Beginn erscheint sie etwas unterkühlt, doch nach und nach wird man als Leser mit ihr warm - und auch Thea selbst scheint im Laufe der Geschichte immer mehr Emotion und Empathie zu zeigen. Thea ist deshalb eine tolle Heldin, weil sie so dreidimensional ist. Sie ist unsicher, handelt oft impulsiv, und macht Fehler wie jeder andere Mensch auch. Starke Frauen wie sie liebe ich einfach in Büchern. Es ist schließlich kein Zufall, dass "Die Tribute von Panem" und "Die Beschenkte" zu meinen Lieblingsbüchern gehören. Zu Katniss sehe ich hier tatsächlich ein paar Ähnlichkeiten. Dennoch ist Thea auch immer wieder schwach. Die Autorin erlaubt ihr zu zweifeln, Angst zu haben und Schwäche zu zeigen - so entsteht eine Heldin, mit der man mitfühlt und mitfiebert - und die man im Laufe des Buches immer mehr ins Herz schließt.
Aber auch die anderen Personen wissen restlos zu überzeugen. Egal ob ein Mensch Thea von Anfang bis Ende begleitet, oder ob er nur auf ein paar Seiten vorkommt - alle dieser Menschen passen nicht in den engen Rahmen von Klischees, hier macht es sich die Autorin wahrlich nicht leicht. Immer wieder trifft man im Laufe der Geschichte auf faszinierende oder schillernde Figuren, die man nicht so recht einzuschätzen weiß, oder deren Charme man einfach nicht widerstehen kann (wer das Buch gelesen hat, wird nun schon wissen, wen ich neben Thea am liebsten mochte). Das führt oft zu wilden Spekulationen, Vermutungen und viel Rätselraten. Ebenso wie Thea muss man seine Meinung oft revidieren. Das trägt sicherlich zur Spannung bei.
Hauptsächlich jedoch wird die Spannung durch den Schreibstil und die Handlung kreirt. Immer wieder lockt einen die Autorin auf falsche Fährten, überrascht - und schockiert auch manchmal. Am Beginn des Buches kann man nicht erraten, wohin die Geschichte noch führen wird. Keine Wendung wirkt konstruiert, sondern sie scheinen ganz natürlich aus der Geschichte zu entstehen. Lediglich ein wenig mehr Spannung (und weniger ausführliche Beschreibungen) hätte es an manchen Stellen noch sein dürfen, dann wäre dieses Buch perfekt.
Es gibt keine einzige schlechte Szene in "Frostseelen", jedoch gibt es sehr wohl Szenen, in denen bleibt einem fast der Atem stehen, und zwar aus Begeisterung, Faszination oder purer Leserzufriedenheit. Wenn sich ein Lächeln auf mein Gesicht stielt, das sich einfach nicht von dort vertreiben lässt, oder wenn man kurz an die Wand starrt, weil man über die Perfektion eines Satzes nachdenkt - dann ist man als Leser angekommen. Diese magischen Momente passieren sehr selten bei mir und doch hat es die Autorin hier einige Male geschafft, solche zu erschaffen.
Trotz der Menge an Handlung, die die Autorin in dieses Buch gepackt hat, nimmt sie sich dennoch die Zeit, wichtige Botschaften zuvermitteln. Diese Geschichte erhält noch viel mehr als man auf den ersten Blick erahnen mag. Es geht um Vorurteile, Disziplin, Zusammenhalt. Was ist die "richtige" Seite in einem Krieg? Was tut man, wenn ein Befehl allem widersprechen, das man ist? Diese Fragen und noch viel mehr werden in diesem Buch eindrucksvoll behandelt.
Einen Wunsch habe ich noch: Ich wünsche mir eine Verfilmung dieser Geschichte und hoffe, dass es eines Tages so weit sein wird. Natürlich wird (wie fast immer) das Buch besser sein als ein solcher Film, aber ich denke, dass es wundervoll wäre, diese Landschaften und Bilder statt im Kopf auch auf der Leinwand zu sehen.
Olaf über Schnee: "Er riecht nach den Winden, die ihn heranbringen. Er riecht nach Winter und Sternenlicht, nach erfrorenen Rosen und der Erinnerung an etwas, das niemals wiederkehrt. Er riecht nach Sterben." S. 187
Mein Fazit
Überzeugendes Fantasy-Debüt einer deutschen Autorin. Der wundervolle Schreibstil, die faszinierende Welt, die dreidimensionalen Personen, eine Protagonistin, die einem immer mehr ans Herz wächst und viele unerwartete Wendungen machen diese Geschichte zu einer unvergesslichen Reise.
An alle Fans von Lynn Raven, George R. R. Martin, Fantasy und guten Geschichten im Allgemeinen: Lasst euch diese Geschichte nicht entgehen.
Kleiner Tipp: Am besten liest dieses Buch sich natürlich in der kalten Jahreszeit - aber ich bin mir sicher, auch wenn man es als Sommerlektüre erwählt, wird man beim Lesen die Schneeflocken beinahe auf der Haut spüren zu können.
Übersicht
Stärken: * Schreibstil (einfach wundervoll) * Personen (dreidimensional, überzeugend, keine Klischees) * Hauptperson (wächst ans Herz) * Welt (überzeugend, nicht zu kompliziert), Frostseelen * unerwartete Wendungen & Spannung * wichtige Botschaften, tiefgründig * Titel und Cover (muss hier einfach erwähnt werden, weil so schön)
Schwächen: * Spannung nicht immer gleich stark vorhanden, hätte noch ein bisschen mehr sein dürfen (teilweise auch ein bisschen zu viele Beschreibungen) * Keine wirkliche Schwäche, mehr ein Wunsch: hätte mir noch einen Epilog gewünscht, mir war das Ende ein kleines bisschen zu abrupt
Erzählstil: Ich-Erzähler, Präsens; Perspektive: aus weiblicher Perspektive (Thea)
Normalerweise würde ich aufgrund den (für meinen Geschmack) manchmal zu vielen Details und der nicht immer extrem stark vohandenen Spannung 4,5 Lilien vergeben, doch weil ich so viele Dinge an diesem Buch wirklich geliebt habe, runde ich diese mit Vergnügen auf 5 auf! Dieses Buch kommt in mein Favoritenregal.
Für mich ein Jahreshighlight! Ich warte schon jetzt sehnsüchtig auf das nächste Buch der Autorin!
Ist dieses Buch Teil einer Reihe? – Nein, jedoch hat die Autorin in der Leserunde verraten, dass ein weiterer Roman in dieser Welt spielen wird. Freue mich schon sehr darauf!
Zwischendurch ist ein Fantasy-Einzelband auch mal ganz nett und Frostseelen war der perfekte Kandidat dafür. Die Welt und die Charaktere sind spannend und trotz des Reiseplots hat mir die Story gut gefallen, sodass es 3,5 Sterne gibt.
Die Geschichte folgt Thea, die ihren Abschluss an der Militärakademie – von der ich ehrlicherweise gerne mehr gesehen hätte – erlangt hat und nun für ihr Land in den Krieg zieht. Angekommen an der Front, bemerkt sie, dass Dinge nicht so sind, wie sie sie erwartet hat und dass eine größere Gefahr als der Krieg gegen das Nachbarland droht. Am Anfang geht das Buch mehr in die Richtung von Military Fiction, während später eine (Helden?-)Reise im Fokus ist. Wie gesagt, ausnahmsweise fand ich die Reise nicht zu nervig, da es spannend war und ich wissen wollte, wie es weitergeht. Es wird zum Teil sehr brutal und sehr düster, was mir ebenfalls gefallen hat.
Zum Ende hin hat mich die Geschichte leider etwas verloren, da die Hintergrundgeschichte der Welt ziemlich einfach rübergebracht wurde, indem unsere Figuren irgendwelche Schriftstücke lesen bzw. eine Geschichte erzählt bekommen. Das mit . Ansonsten waren mir manche Aspekte des Finales zu vorhersehbar, wie die Tatsache, dass .
Der Schreibstil hat mir generell gefallen; es war mal interessant, eine High Fantasy mit Ich-Perspektive Präsens zu lesen, aber es gab einige Vergleiche, die etwas seltsam waren. Ich mochte ebenfalls das frostige Setting und die Settings allgemein und auch wenn die Elementmagie nichts zu Innovatives war, hat sie mir gefallen. Was mir hingegen nicht so zugesagt hat, war die Tatsache, dass am Anfang des Buches Patriotismus eine recht große Rolle gespielt hat – gehört wohl irgendwie zu Military Fiction dazu, keine Ahnung – und dass dieser nicht so sehr kritisiert wurde, wie ich es mir gewünscht hätte. Auch fand ich es sehr schwierig, dass das Buch die Fast-Vergewaltigung einer Dreizehnjährigen recht graphisch beschreibt. Ich habe mal den Spruch gehört, dass man etwas Anderes als eine Vergewaltigung schreiben soll, wenn es möglich ist, und das wäre hier definitiv möglich gewesen.
Zu den Figuren habe ich nicht so viel zu sagen. Ich mochte sie eigentlich alle, da sie sich nicht flach angefühlt haben und ihre Motivationen gut verständlich waren. Vor allem Thea hat eine spannende Entwicklung im Laufe der Geschichte, auch wenn diese Entwicklung etwas vorhersehbar war. Ich hatte früh prophezeit, dass . Mir hat jedoch nicht gefallen, dass im Laufe des Buches .
Insgesamt war Frostseelen ein unterhaltsamer Einzelband, der mir mit manchen seiner düsteren Momente im Gedächtnis bleiben wird.
Spannendes Abenteuer, dass mich an vielen Stellen an Game of Thrones erinnert hat (Eiszombies, Weltkarte, Feuer vs. Eis).
Mit Thea konnte ich mich halbwegs anfreunden, mit Anders leider nicht, obwohl ich so gerne wollte. Aber er blieb so sehr im Hintergrund. Bis auf einzelne Gesten oder Blicke ist er bis zum Schluss ein Geheimnis, was weder dafür sorgte, dass ich mich mit ihm oder seinen Handlungen identifizieren konnte, noch dass ich ihn irgendwie anders toll oder interessant fand.
Die Welt an sich war mir zu nah an der Realität, mit Irland und Griechenland usw. Las sich für mich eher wie verschrieben als wie Fantasynamen.
Die Geschichte selber ist sehr linear aufgebaut und angenehm zu lesen und leicht zu verstehen. Die Emotionen werden oft gut rübergebracht (Thea im Tunnel zum Beispiel). Die meisten Charaktere haben nachvollziehbare gute und weniger gute Eigenschaften (bis auf Anders, der irgendwie gar keine hat) und wirken dadurch greifbar und menschlich.
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Ich finde das Buch hat sich nur über eine Reise gestreckt... Ich fande dass das Buch kaum Spannung aufgebaut hat. Die Hälfte des Buches habe ich nur überflogen und habe es nicht gelesen. Ich fande es einfach öde und langweilig.
Eine Welt voller Gegensätze! Handlungsort sind die Republik Athos und die Norlande. Zwei Länder, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Die Republik befindet sich im subtropischen Klima und ist ein Staat der auf Recht, Ordnung und einem bürokratisch ausgeklügelten System beruht, während die Norlande bedeckt sind von Eis und Schnee, die Bewohner genauso rau und kantig sind wie das Land und man sich Mythen und Legenden erzählt. Natalie Speer spielt in ihrem gesamten Weltenentwurf mit den Gegensätzen. So gibt es in Athos Feuermagier sogenannte Brenner, während in den Norlanden die Eismagier, die Vereiser genannt werden, heimisch sind. Mir gefiel dieser starke Kontrast zwischen den Nationen sehr. Das Aufeinandertreffen von „Zivilisation“ und Wildheit, Zwang und Freiheit, Vernunft und Glauben, Feuer und Ei waren äußert interessant und gelungen dargestellt.
Durch diese Unterschiede haben wir natürlich allerhand an Konfliktpotenzial in dem Buch. Die ersten 200 Seiten, in denen Thea immer weiter in diese ihr so völlig fremde Welt vorstößt und man mit ihr zusammen die beiden Länder kennen lernt empfand ich als besonders spannend.
Wie ich gerade schon sagte war das erste Drittel des Buches überaus spannend. Insbesondere das erste Aufeinandertreffen mit dem neuen Feind ließ mich richtig mitfiebern. Wer oder was dieser Feind ist möchte ich nicht verraten, aber soviel sei gesagt, Er fühlt keinen Schmerz, zeigt keine Gnade und hat einen unersättlichen Hunger. Auch im weiteren verlauf konnte das Buch mit in Atem halten und so waren schnurstracks 350 Seiten weg. Doch dann im letzten Drittel, da muss ich sagen, war an manchen Stellen die Luft raus. Es war jetzt nicht so, dass ich ganze Seiten überflogen hätte, aber immer wieder gab es Szenen die ich doch mehr flüchtig als aufmerksam gelesen habe. In diesem Teil des Buches ging die Spannungskurve auf und ab wie eine Achterbahn. Das Finale ließ mich dann etwas zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite war es sehr spannend und der Kampf gut geschildert, auf der anderen Seite ging es mir etwas zu leicht bez. hat mir der letzte Kniff, die letzte große Überraschung gefehlt.
Dass mir die Reise durch die eisige Welt der Nordlande trotz des auf und ab ganz gut gefallen hat, lag auch an der Protagonistin Thea. Sie war mir vom ersten Moment an symphytisch, auch wenn ich gar nicht so genau sagen konnte warum. Im Verlauf der Handlung macht sie eine interessante Entwicklung durch und stellt sich selbst und ihre Ansichten immer wieder in Frage. Am besten gefallen hat sie mir aber, wenn sie als Feuermagierin Badass mäßig mit Flammen und Inferno um sich griff. Anders war der, seinem Element entsprechende, ruhig und besonnene Gegenpol zum hitzigen Temperament von Thea. Die beiden funktionieren zusammen, wie auch die ganze Welte funktioniert: Durch den Reiz der Gegensätzlichkeit. Was ich als sehr erfrischend empfand, war die Tatsache, dass die Liebe in diesem Buch kaum eine Rolle spielt. Sie ist zwar vorhanden, aber subtil. Sie ist en Teil der Geschichte, dominiert sie aber nicht, sondern ist eher eine Ergänzung. Das hat man gerade bei Fantasybüchern mit weiblichen Protagonisten nicht oft und ist daher umso schöner.
Ganz ohne Kritikpunkt kommen die Charaktere aber dann doch nicht weg, denn während mir die Protagonisten sehr gefallen haben, konnte ich den Nebencharakteren leider nicht so viel Begeisterung entgegenbringen. Die Meisten waren mir einfach zu flach bez. zu unausgereift in ihren Details und Hintergründen. Sie waren zwar wichtig für die Geschichte und ich konnte in der Regel auch ihre Handlungen nachvollziehen, doch keiner hat mich wirklich näher interessiert. Sie waren ok, mehr nicht.
Fazit: Ein paar kleinere Mängel hat das Buch, insgesamt konnte mich Frostseelen aber dank einer interessanten Welt und symphytischen Protagonisten überzeugen.
Inhalt: Thea ist irgendwie anders als die anderen Bewohner Athosias. Sie hat einen sechsten Finger und keinen Nachnamen, weil ihr Vater unbekannt ist. Dennoch machte sie eine Ausbildung zur Brennerin (Feuermagierin) und meldet sich freiwillig als Rekrutin für den Kampf gegen die Norländer. Dort erwarten sie Befallene einer Seuche, die Menschen das Leben aussaugen. Mühsam muss sie sich mit ihrer Einheit durchkämpfen. Doch es warten noch viel mehr Abenteuer und zu enthüllende Geheimnisse auf Thea, die mit ihrer Herkunft und ihrer Magie zutun haben.
Äußeres Erscheinungsbild: Das Cover gefällt mir wahnsinnig gut, weil es der ganzen Atmosphäre im Buch entspricht und diese bildlich darstellt. Außerdem ist der Titel wahnsinnig passend und geheimnisvoll. Zudem gefällt mir sehr gut, dass sich ein Namenregister und sogar eine Landkarte auf den ersten Seiten befinden.
Schreibstil: Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Dadurch erfährt man einen genauen Einblick in die Gedankenwelt und Wahrnehmung Theas. Die Umsetzung dessen ist der Autorin sehr gut gelungen. Zudem hat die Autorin einen sehr malerischen Schreibstil. Man kann sich die Dinge sehr gut vorstellen dadurch, dass die Dinge so bildlich mit vielen Details dargestellt werden. Aber es wird auch nicht zu viel über Details gesprochen, sondern auch die actionreichen Szenen sind wahnsinnig spannend dargestellt. So wird die Waagschale zwischen Action und detailreicher Ruhe perfekt gehalten.
Story: Die Geschichte selbst ist wahnsinnig spannend. Mehrere Handlungsstränge sind kompliziert miteinander verstrickt und doch fügt sich alles zusammen. Nichts davon wirkt gestellt oder künstlich konstruiert. Man merkt wie sehr alles mit Liebe und Leidenschaft nieder geschrieben wurde und man sich als Leser langsam mit jeder Seite in der Geschichte verliert. Ständig kommen unerwartete Wendungen auf den Leser zu, immer wieder stellt man sich neue Fragen, sodass man einfach nicht mit dem Lesen aufhören kann. Trotzdem wird man am Ende nicht verwirrt zurückgelassen, denn es wird früher oder später alles beantwortet. Es ist einfach so wahnsinnig spannend und aufregend als wäre man selbst bei dem Abenteuer mit dabei. Außerdem sind alle Charaktere mit viel Liebe gestaltet. Es gibt kein Schwarz und Weiß, kein Gut und Böse. Jeder der Protagonisten hat eine gewisse Tiefe.
Fazit: Mir hat "Frostseelen" wahnsinnig gut gefallen, weil es ein actionreiches, spannendes Fantasy-Abenteuer ist. Gerne würde ich mehr von der Autorin lesen!
Ein namenloses Kind wächst zu einer mutigen jungen Frau heran. Theas Vater hat sich nie zu ihr bekannt und das Schweigen der Mutter beraubt sie so um ihren Namen. Ein Finger zuviel - ein Name zu wenig. In den Augen der Gilde ist Thea nichts weiter als ein Bastard eines Höhergestellten, die Anomalie an ihrer linken Hand ist der Beweis. Die sechs Finger gelten als Erbmal eines uralten Göttergeschlechts und sind die Eintrittskarte in die Akademie. Ihre Gabe das Feuer zu kontrollieren galt eher als mittelmäßig, doch am Tag der Abschlussfeier legt sie mit ihrem Flammentanz, der in einer Feuerspirale endet, eine furiose Prüfung ab. Auch ihre Freundin Eleni darf mit ihren heilenden Händen in den Krieg ziehen, die kleine Forscherin verpasst keine Chance um Wissen anzusammeln. Theas Mutter hat zwei Abschiedsgeschenke für sie, einen Umhang der sie warmhält und ein magisches Schmuckstück, das sie in Schwierigkeiten bringen. Thea schafft es nicht, das Vermächtnis ihres Vaters zu vernichten, sie trägt das ihr bestimmte Amulett versteckt, niemand darf es sehen. Die jungen Rekruten werden verschifft und haben einen langen Weg vor sich. Die gefährliche Mission in eisige Regionen zehrt an ihren Kräften und als sie den ersten Frostseelen begegnen, folgt ein erbitterter Kampf. Das Grauen legt sich wie ein nasses Tuch über die Rekruten, der Kuss der Frostseelen ist wie eine ansteckende Seuche, wer sein Leben in diesem Kampf hingibt, muss ein zweites Mal getötet werden. Wie aus dem Nichts stößt ein Fährtenleser zu der dezimierten Truppe und in ihrer tiefsten Not nehmen sie sein Angebot an, sie durch die verschneiten Berge zu ihrer Division zu lotsen. Thea traut dem geheimnisvollen Abenteurer nicht, doch in diesem Moment scheint er ihre einzige Rettung zu sein. Die mutige junge Frau weiß nichts über ihr Amulett, der Fremde umso mehr..
Natalie Speer hat mit "Frostseelen" ein wunderbares Fantasy-Universum geschaffen. Ein Abenteuer, so spannend - so schön, so fabelhaft und grandios! BITTE MEHR DAVON!
"Frostseelen" lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Von den ersten Seiten und Kapiteln war ich sehr angetan. Auch die Protagonistin Thea war mir gleich sympathisch. An der Brennerakademie, an der sie die letzten Jahre ihre Ausbildung absolviert hat, ist sie eine Außenseiterin. Da sie von keinem der vier hohen Geschlechter von Anthosia abstammt, sehen die andere Brennerlehrlinge auf sie herab. Das fand ich total unfair, denn Thea kann ihr Sach auch. Allerdings denke ich, dass sie noch viel mehr könnte, wenn sie ein wenig mehr Selbstbewusstsein hätte. An Mut mangelt es ihr jedoch nicht. Im Gegenteil! Sie meldet sich freiwillig, um die Armee im Kampf gegen die Norlander zu unterstützen.
Von diesem Zeitpunkt, in dem Thea der Armee beitritt und ihre Reise in den Norden beginnt, hat sich mein Bild von ihr ziemlich gewandelt. Denn wie ich hautnah erleben durfte, konnte die junge Dame auch ganz schön gemein sein. Ihr Verhalten gegenüber einer anderen Rekrutin namens Zoe, war echt mies. Ihr war Zoe, die sich nur mit ihr anfreunden wollte, zu anhänglich und beim Training zu unbeholfen bzw. tollpatschig. Gerade von jemanden der selbst Hänseleien über sich ergehen lassen musste, hätte ich mehr Verständnis erwartet.
Die Geschichte selbst gefiel mir weiterhin gut. Sie war spannend und geheimnisvoll (Nach und nach kamen wir der Wahrheit über die Ereignisse der Vergangenheit auf die Spur, wodurch alles in ein ganz anderes Licht gerückt wurde!), sodass man unbedingt weiterlesen wollte. Mein Drang wäre aber noch größer gewesen, wenn es nicht immer mal wieder die eine oder andere Länge gegeben hätte. Naja und auf die vielen Unsympathen (damit meine ich neben Thea, ihren Verlobten Ian und ihre beste Freundin Eleni) haben auch ihren Teil dazu beigetragen.
Das hintere Drittel fand ich einfach grandios! Am Ende, das ein wenig offen bleibt, habe ich mir daher gewünscht, dass die Autorin noch ein paar mehr Seiten geschrieben hätte.
Thea ist Feuermagierin, eine Brennerin, und hat an der Akademie gerade ihren Abschluss geschafft. Unverzüglich meldet sie sich freiwillig mit ihrer Freundin Eleni um in den Krieg gegen die Nørlander zu ziehen und ihrem Verlobten, der bereits am Grenzgebiet stationiert ist, wiederzusehen. Doch bald muss sie erkennen, dass sie dort noch ein viel größerer Schrecken als der Krieg erwartet.
Der erste Satz:
Sie kommen.
Meine Meinung:
Mit Frostseelen die Autorin Nathalie Speer alias Christiane Spies eine ganz eigene Welt erschaffen, in der sich vieles von der unseren unterscheidet. Sie beschreibt diese sehr anschaulich, sodass ich mir schon nach kurzer Zeit diese sehr gut vorstellen konnte und ganz in die Geschichte eintauchen konnte.
Die Protagonistin Thea ist eine starke, sehr eigenwillige junge Frau, die sich manchmal sehr von ihren Impulsen leiten lässt, jedoch das Herz am rechten Fleck hat. Die anderen Figuren in diesem Roman werden auch sehr gut beschrieben, sodass man schnell viele ihrer Eigenarten kennenlernt und sich die Person gut vorstellen kann. Jedoch haben fast alle ein Geheimnis, das man im Verlauf des Buches erfährt. Dies macht auch einen besonderen Reiz dieser Geschichte aus, da man immer wieder spannende oder interessante Fakten zu den einzelnen Personen erfährt.
Die Handlung des Buches beginnt am Anfang recht ruhig, nimmt im Verlauf jedoch immer mehr Fahrt auf, sodass es mir am Ende sehr schwer fiel das Buch aus der Hand zu legen. Im Verlaufe des Buches tauchen viele Fragen auf, aber diese werden nach und nach alle beantwortet.
Alles in allem hat mir das Lesen des Buches sehr viel Spaß gemacht und kann daher das Buch allen Fantasy-Lesern sehr empfehlen.
In aller Kürze: Handlung hat mir super gefallen und war gegen Ende sogar richtig spannend, obwohl das Buch am Anfang ein bisschen braucht um mal "in die Gänge zu kommen"; Charaktere sind nicht flach und haben ihre eigenen kleinen Fehler; die Welt ist auch relativ interessant gestaltet, wobei mich dabei viel an A Game of Thrones erinnert hat oder auch an die TV-Serie "Avatar". Für mehr Details: https://youtu.be/J9fKORz9pn4