Elena Dierks gibt sich die Schuld am Tod ihrer Tochter Lea, die an einem stürmischen Wintertag im Kinderwagen über die Klippen der Kreidefelsen auf Rügen ins Meer gestürzt ist. Sie verliert darüber den Verstand und wird in die Psychiatrie eingeliefert. Jahre später glaubt sie, ihre Tochter im Fernsehen in einem Bericht aus Amerika erkannt zu haben. Das Schicksal der jungen Frau geht einer in der Psychiatrie beschäftigten Schwester derart unter die Haut, dass sie dem pensionierten Kommissar Henning Lüders davon erzählt. Er nimmt sich der Sache an und macht eine unglaubliche Entdeckung...
"Das Kind im Fernsehen, es sah genauso aus! Auch wenn Sie mich für verrückt erklären. Ich weiß, dass es Lea war!" S.28
Seit Jahren hat Elena in der Psychiatrie kein einziges Wort gesagt - bis sie meint, ihre totgeglaubte Tochter im Fernsehen gesehen zu haben. Dabei war sie Schuld an ihrem Tod.
Dieses Buch spielt um die Weihnachtszeit. Wer also Sommerfeeling erwartet, wird enttäuscht. Aber abseits davon war diese Lektüre eine einzige Qual für mich. Zum einen durch die ständigen Wortwiederholungen und den völlig wirren Ermittlungswegen des Kommissars. Nach einigen Kapiteln hatte ich keinen Überblick mehr, von wem er was wollte oder erfuhr, da ständig nur von den "Anliegen" die Rede war, von denen er erzählte. Ich baute keinerlei Bindung zu den Charakteren auf und mir war völlig egal, wie es ausgehen würde. Dennoch las ich bis zum bitteren Ende - auch dieses war keine Überraschung und erschien mir auch zu oberflächlich gelöst.
Diese Rezension ist nur meine ganz persönliche Meinung. Nur weil das Buch mir nicht gefallen hat, heißt es nicht, dass es Dir nicht gefällt. Wenn dir die Idee der Story zusagt, dann lies es!(:
_________________________________ Zum Thema Wortwiederholungen einige Beispiele (Ich weiß, dass es die meisten nicht stört, aber als es mir einmal aufgefallen war, stolperte ich ständig über die "Anliegen" und andere Wwh).
"Sie strahlte ihm von einem strahlblauen Himmel entgegen" S. 40
"Als sie sich [...]nach seinem Anliegen erkundigte[...]" S.65 "Nachdem er sein Anliegen geschildert hatte[...]" S.66 "Henning kam direkt auf sein Anliegen zu sprechen." S.66