Inhalt – Innen
Seit erstmals Schiffe den gewaltigen Ozean überquerten, spricht ganz Corbane von der Sturmwelt: Ein Reich inmitten der Weltmeere, dessen Schätze, Magie und Gefahren einzigartig sind. Als der junge Adelige Jaquento auf einem Schiff anheuert, um die alte Welt hinter sich zu lassen, kennt er deshalb nur ein Ziel: Er will das legendäre Inselreich entdecken. Doch kaum dort angekommen, gerät Jaquento auf das Piratenschiff Todsünde, dessen charismatischer Kapitän Deguay ihn in eine ebenso faszinierende wie undurchsichtige Welt entführt.
Zur gleichen Zeit nimmt auch das Kriegsschiff Mantikor Kurs auf Sturmwelt-Gewässer. Für die junge Roxane ist es ihr erster Einsatz als Offizierin. Doch schon bald wird die Fahrt von den düsteren Launen des Kapitäns überschattet, der alles daransetzt, ein mysteriöses schwarzes Schiff zu kapern.
Als schließlich sowohl die Freibeuter, als auch die Marine vor der Küste der Sklaveninsel Hequia auf ihre Beute treffen, muss Jaquento eine Entscheidung treffen, von der nicht nur das Schicksal der Inseln abhängt.
Meine Meinung
Das Thema Schiffe, Piraten, ect hat mich sofort angesprochen, obwohl ich mich im Vorfeld gar nicht großartig über die Story informiert habe. Das einzige was haften blieb, war, dass viele verschiedene Charaktere aus verschiedenen Gesellschaftlichen Schichten vorkommen, wie z.B. der Marine, Sklaven, der königliche Hof (mehr oder weniger), ect.
Im Endeffekt kann ich sagen, dass mir das Buch auch wirklich gut gefallen hat, abgesehen von wenigen, kleinen Kritikpunkten und ich werde mir auch bald die Fortsetzung (Sturmwelten - Unter schwarzen Segeln) zulegen.
Die Kapitel sind jeweils aus der Sicht der einzelnen Charaktere geschrieben, die anfangs noch nichts miteinander zu tun haben, doch im Laufe der Story vermischen sich die geschichtlichen Handlungsstränge. Zwar wirkt ein Drittel bis Dreiviertel des Buches im Hinblick auf die Haupthandlung, die noch in zwei weiteren Bänden vertieft wird, eher wie ein Prolog, doch Langweilig wurde es deshalb nicht. Es gab vielleicht einige kleinere Passagen hier und dort, die nicht ganz so interessant waren oder wo ein Kapitel des Charakters Franigo - der zwar nicht uninteressant ist, aber zumindest in diesem ersten Band noch in keinerlei Zusammenhang mit den anderen Charakteren steht, wohingegen alle anderen früher oder später miteinander interagieren - an einer spannenden Stelle eingeschoben wurde, doch dennoch war ich meist immer wieder sehr schnell im Geschehen versunken, wenn ich einmal im Lesefluss war.
Wie bereits erwähnt kommen hier einige Hauptcharaktere vor, die alle aus verschiedenen Ecken und Positionen der Welt(en) kommen. Der primäre Hauptcharakter bzw Charaktere sind wohl einmal der Adelige Jaquento, der sein Land verlassen hat und nun eher unfreiwillig einer Piratenbande beitritt und zweitens die junge Marine-Offizierin Roxane, die gleich auf ihrer ersten Fahrt in diesem Rang unerwarteten Schwierigkeiten trotzen muss. Die anderen Hauptcharaktere sind die clevere Küchensklavin Sinao und der rebellische Feldsklave Majagua, außerdem noch der Poet Franigo, der sich unbedingt einen Namen unter den Höchsten aller Hohen machen möchte.
Somit hat man viele Blickwinkel, die die Welten Corbane und die Sturmwelt beleuchten. Man bekommt so ein recht gutes Bild, auch wenn ich mir bezüglich der Magie in den Welten noch etwas genauere Erklärungen gewünscht hätte. Zwar lernt man im Laufe des Buches etwas mit den Begriffen anzufangen, doch hundertprozentig klar war mir nicht was Vigoris und Arsanum nun wirklich ist. Vielleicht wird ja in den Folgebänden aber auch noch Näheres dazu erläutert, dennoch wäre es besser gewesen, man hätte sich nicht alles mehr oder weniger selbst zusammenreimen müssen. Gut finde ich aber die Idee, dass es Magier, die Maestre, und die Caserdote gibt, die Magie neutralisieren können. Angreifer und Verteidiger quasi.
Ein weiteres kleines Manko ist, dass trotz des Glossars mit einigen Begriffserklärungen, nicht alle Fremdwörter der fiktiven Sprachen oder Schiffstechnische Begriffe aufgeführt waren. Das waren aber insgesamt auch höchstens zwei, drei.
Mehr habe ich im Grunde auch gar nicht auszusetzen. Ansonsten haben mir die Charaktere, besonders Jaquento und Pertiz und auch die Geschichte sehr gut gefallen. Es gibt Seelschlachten, Meuterei, Aufstände, natürlich auch wieder einige Romanzen (muss ich das überhaupt erwähnen? Ich glaube es gibt kein Buch, in dem nicht ansatzweise mindestens eine Liebelei auftaucht. Die typische Beilage für alles eben, was nicht ohnehin eine Schnulze ist).
Da der erste Band, wie gesagt, nur der Auftakt ist, bin ich gespannt wie sich die Story noch entwickeln wird und was es mit dem geheimnisvollen schwarzen Schiff und Jaquentos Vergangenheit auf sich hat.
Alles in allem, kann ich nur sagen das Buch ist originell, spannend und vielseitig. Das Buch macht Lust auf mehr und Der Schreibstil hat mir auch sehr gefallen und die Qualität hat sich im Angesicht der unterschiedlichen Persönlichkeiten der Charaktere und deren Sichtweise deutlich gespiegelt.
„Nur“ vier Sterne also einmal wegen der kleinen oben aufgeführten Mankos und weil das Buch mir zwar gut gefallen hat, aber Fünf kriegen nur die, die mich wirklich emotional aufgewühlt und begeistert haben.