Kimiko ist sechzehn Jahre alt uns sie will nicht weiter leben, für die Mutter ist nur eine Hürde, in die Schule wird brutal gemobbt , sie hat kein Ort zum ausatmen, sie fühlt sich nirgendwo wohl....ob sie nach den Tod Ruhe findet ?
Ist unsere Welt tatsächlich so brutal ?.......leider ja, nur wir verdrängen das, wir wollen das nicht wissen, wir wollen das nicht hören, wir wollen weiter in Matrix leben.....
Bin sprachlos, bin wütend, bin sauer, mir ist nach schreien aber noch mehr nach weinen, die Tränen kommen von selber . Selten bekomme ich beim lesen Bauchkrämpfe, selten habe ich Angst weiter zum lesen..........selten bin ich so aufgeregt und so aufgebracht, mir ist echt schlecht geworden aber nicht von der Gewalt und Brutalität mir ist schlecht geworden von die Gleichgültigkeit, von die Schweigen und von die immer weg schauen, wo ist der menschliche Verständnis und die Liebe weg geblieben ? wo ist die Hilfsbereitschaft? wo ist der Verständnis und warum wir sind so kalt geworden? .....DER MENSCH IST DER GRÖSSTE MONSTER, wir brauchen keine Horrorgeschichten lesen , reicht unsere jetzige Leben.
Schonungslos, deutlich, klar und ohne jegliche Make - Up ist die Geschichte, emotional hat mich hundertprozentig erwischt.
Die Geschichte hat drei Teile, beim ersten konnte ich nicht Ausatmen, ich war wie " unter Strom " gesetzt und jede Seite hat mit meinen Gefühlen " gespielt " die zweite Teil ist ganz anders, ich war zu Ruhe gekommen, die Harmonie , die Stille und der Rückkehr zu sich selbst haben mir sehr gut gefallen , die dritte Teil ist wieder ganz anders, hier kommt wieder Tempo und Spannung aber ganz anders als im ersten Teil.
Das Buch ist mehr als eine Geschichte über eine Mobbing Opfer, das Buch zeigt das Welt so wie ist, real und brutal mit großen Mauer von Schweigen. Ich werde das Buch bestimmt nicht vergessen und immer weiter herzlich empfohlen, weil das Buch hat der Kraft die Augen bei den Menschen zu öffnen.
„Suizid“ ist für mich kein Buch, das man einfach liest und danach zur Seite legt. Kimiko ist sechzehn Jahre alt, leidet an Hypertrichose und wird deshalb an ihrer neuen Schule erneut zum Opfer von Mobbing und Ausgrenzung. Auch zu Hause findet sie bei ihrer Mutter nicht den Halt, den sie eigentlich bräuchte. Immer mehr verliert sie das Gefühl, irgendwo dazuzugehören. Gerade der erste Teil hat mich emotional ziemlich getroffen. Ryu Mori beschreibt Kimikos Erlebnisse schonungslos und macht dabei deutlich, wie verletzend nicht nur offene Grausamkeit, sondern auch Wegsehen und Schweigen sein können. Ich musste beim Lesen mehr als einmal schlucken, weil vieles erschreckend real und nachvollziehbar wirkt. Dann verändert sich die Geschichte im zweiten Teil „Leben“ vollkommen. Kimiko bekommt die Möglichkeit, eine andere Seite des Lebens kennenzulernen: Vertrauen, Freundschaft, Nähe und Menschen, die ihr zeigen, dass sie nicht allein ist. Dieser Wechsel hat mich zunächst überrascht, aber gerade nach dem bedrückenden ersten Teil fand ich die ruhigeren Passagen wichtig. Besonders die Entwicklung von Kimiko hat mir gefallen. Sie wird nicht plötzlich zu einem völlig anderen Menschen, sondern muss erst lernen, wieder Vertrauen zu fassen und Freude am Leben zuzulassen. Auch die Verbindung von Realität und japanischen Mythen fand ich außergewöhnlich. Sie gibt der Geschichte eine ganz eigene, teilweise fast märchenhafte Atmosphäre und macht „Suizid“ zu weit mehr als einer reinen Mobbinggeschichte. Der Schreibstil ist klar und flüssig, sodass ich trotz der schweren Thematik sehr schnell durch die Geschichte gekommen bin. Besonders das Ende hat mich noch einmal nachdenklich zurückgelassen und nicht einfach mit einer schnellen, perfekten Lösung abgespeist.
Fazit: Dieses Buch hat mich wirklich nicht so schnell losgelassen. Kimikos Geschichte hat mich traurig und wütend gemacht, aber gleichzeitig auch berührt und mir gezeigt, wie wichtig es sein kann, wenn nur ein Mensch wirklich hinschaut und für jemanden da ist. Ich habe nach dem Lesen noch lange über die Geschichte und Kimiko nachgedacht. Für mich ist „Suizid“ deshalb ein Buch, das nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern etwas beim Leser zurücklässt. Auch wenn es teilweise sehr schwere Kost ist, bin ich froh, es gelesen zu haben. Von mir gibt es dafür ganz klar 5 Sterne.