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The Hainish Cycle

Le Dit d'Aka / Le nom du monde est forêt

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Sutty, l'Indienne, est envoyée par la confédération galactique sur une planète récemment contactée, Aka. Aka connaît un équilibre fragile. La découverte de l'existence d'une civilisation galactique, l'Ekumen, a tiré Aka de sa culture demeurée statique depuis des millénaires. Une société furieusement scientiste a entrepris de rattraper ce qu'elle tient pour son retard, et est allée jusqu'à éradiquer les anciens contes et livres, vecteurs de superstition selon ses dirigeants. Sutty elle-même vient de la Terre, un monde qui a connu une violente réaction fondamentaliste et antiscientifique dont il s'extrait à peine. Peut-être, pour cette raison, est-elle la mieux placée pour retrouver et sauver ce qui peut l'être de la vieille culture contenue dans le Dit d'Aka. Et réconcilier le passé et l'avenir.

544 pages, Mass Market Paperback

First published October 1, 2000

18 people are currently reading
144 people want to read

About the author

Ursula K. Le Guin

1,047 books30.3k followers
Ursula K. Le Guin published twenty-two novels, eleven volumes of short stories, four collections of essays, twelve books for children, six volumes of poetry and four of translation, and has received many awards: Hugo, Nebula, National Book Award, PEN-Malamud, etc. Her recent publications include the novel Lavinia, an essay collection, Cheek by Jowl, and The Wild Girls. She lived in Portland, Oregon.

She was known for her treatment of gender (The Left Hand of Darkness, The Matter of Seggri), political systems (The Telling, The Dispossessed) and difference/otherness in any other form. Her interest in non-Western philosophies was reflected in works such as "Solitude" and The Telling but even more interesting are her imagined societies, often mixing traits extracted from her profound knowledge of anthropology acquired from growing up with her father, the famous anthropologist, Alfred Kroeber. The Hainish Cycle reflects the anthropologist's experience of immersing themselves in new strange cultures since most of their main characters and narrators (Le Guin favoured the first-person narration) are envoys from a humanitarian organization, the Ekumen, sent to investigate or ally themselves with the people of a different world and learn their ways.

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Profile Image for Buchdoktor.
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January 20, 2022
Das Hainish-Universum
„Das Wort für Welt ist Wald“ und „Die Erzähler" sind Teil des 8-teiligen Hainish-Zyklus, der im alternativen Ekumen-Universum spielt und von dem zuerst "Rocannons Welt" erschien. Von den Hainish dieser alternativen Welt stammen die Menschen aller Planeten ab. Besiedelt ist u. a. auch die Erde (Terra). Le Guin selbst hat (nach Wikipedia) die Definition ihrer Hainish-Welt als Zyklus oder Saga abgelehnt. Da goodreads keine Serienzählung anlegt, wenn Autoren ihre Werke nicht selbst so einordnen, werden die Hainish-Bände hier ohne Zählung gelistet.

Büchertreff listet und nummeriert 8 Romane + eine englische Gesamtausgabe. „Freie Geister“ wäre in der BT-Listung Band 5, die Romane des Doppelbandes sind dort Band 6 und 8, der dazwischenliegende Roman „Four Ways to Forgiveness“ ist noch nicht übersetzt.
https://www.buechertreff.de/buchreihe...
1. Das zehnte Jahr
2. Rocannons Welt
3. Stadt der Illusionen
4. Winterplanet / Die linke Hand der Dunkelheit
5. Planet der Habenichtse / Die Enteigneten / Freie Geister
6. Das Wort für Welt ist Wald
7. Four Ways to Forgiveness (noch nicht übersetzt)
8. Die Erzähler
9. The Hainish Novels and Stories (1-8) (noch nicht übersetzt)

Der Doppelband bei Fischer enthält Neuübersetzungen, frühere Ausgaben erschienen bei Heyne und Argument.
The Word for World is Forest (1976) / Das Wort für Welt ist Wald (Heyne 1975) 978-3453303782, übersetzt von Gisela Stege;
(Argument 1997) ‎ 978-3886199273,Neu bearb. Übers. aus dem Amerikan. von Hiltrud Bontrup auf Grundlage der 1975 bei Heyne erschienenen Übers. von Gisela Stege
The Telling (2000) / Die Erzähler (Heyne 2000) ISBN 9783-453-18861-7, übersetzt von von Biggy Winter

Inhalt - Das Wort für Welt ist Wald
Auf einem 27 Lichtjahre von Terra/Erde entfernten Planeten blicken wir mit wechselndem Focus wie unter einem Brennglas auf drei Kulturbereiche im Konflikt: Wissenschaftler, Militär und naturbewahrende Ureinwohner. Es sind Nachfahren ehemaliger Erdbewohner wie der freundliche, moralisch und sachlich sehr differenziert denkende Dr. Lyubov und weitere Experten, der Berufssoldat Käpitän Don Davidson und Selver von Eschenbaum, ein Angehöriger der versklavten Athsheans, der den Terranern in der fremden Umgebung als Dolmetscher und Vermittler dient. Die im Matriarchat regierten Athsheans kennen in ihrer Sprache nur ein gemeinsames Wort für Wald und Welt. Als klassische Kolonialmacht beuteten die Humanoiden den Planeten in nur 4 Jahren durch Holzwirtschaft aus, obwohl ihnen die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch die auf die Abholzung folgende Erosion bewusst sein sollte. Im Vergleich zu Erdbewohnern lebten die Kolonie-Bewohner bisher geradezu üppig von jagdbarem Wild. Die gefällten Bäume werden regelmäßig zur Erde transportiert, wo Holz inzwischen wertvoller sein soll als Gold. Der Kontakt zur Erde ist technisch möglich, jedoch bereits länger unterbrochen, was eigentlich einen Prozess der Selbstkritik auf Seiten der Kolonialmacht anregen sollte. Warum für eine Kultur abholzen, von der unsicher ist, ob sie noch existiert?

Neben den persönlichen Konflikten zwischen den stellvertretenden Figuren lebt die Handlung von den spirituellen Fähigkeiten Selvers, der früher einmal angesehener „Träumer“ war und diese Fähigkeit damals lehrte. Träume können gerufen, geformt, gewebt und gestoppt werden. Konflikte auf diesem Weg lösen zu können, existiert als spirituelle Fähigkeit tatsächlich bei einem Volk in Malaysia, die Le Guin laut eigener Aussage jedoch nicht bekannt war, als die am Roman arbeitete. Selver ist Dr. Lyubov besonders verbunden, seit der ihn aus Lebensgefahr rettete und seine Verletzungen heilte; Davidson wiederum hat sich Selvers unstillbaren Hass zugezogen, als er dessen Frau zu Tode vergewaltigte. Für Selvers Volk sind andere Wesen lebenswert, für die Erdbewohner jedoch nicht.

Neben unbestreitbar brutalen Szenen nimmt in „Das Wort für Welt ist Wald“ Kolonialismus-Kritik und Konflikt-Analyse breiten Raum ein, aber auch die den Erdlingen fehlenden interkulturellen Kompetenzen nach dem Motto: vernichte, was du nicht begreifen kannst. Jede Begegnung mit Selver müsste Lyubov damit konfrontieren, dass er ohne seinen Vermittler aus einer „unterlegenen“ Spezies auf dem Planeten kaum eine Überlebenschance hätte. Fraglich ist, ob Terraner die Eigenheit der Athsheanischen Sprache je begreifen werden, dass dort jeder Begriff, jedes Ding „zwei Seiten“ hat und das Volk selbst dafür auch Vermittler benötigt.

„Das Wort für Welt ist Wald“ ist durch die technischen Möglichkeiten der interstellaren Raumfahrt und der Kommunikation als Science Fiction einzuordnen, obwohl diese Möglichkeiten in diesem Band nur im Hintergrund vorhanden sind. Für mich war es ein komplexes, dabei zeitloses Buch zum „Mitwachsen“; denn die in der Handlung ausgelegten Verknüpfungen zu Kolonialismus und Rassismus werden sicher unterschiedlich aufgenommen, je nachdem, in welchem Lebensalter Leser zu diesem Zyklus greifen.

^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Inhalt - Die Erzähler
In einer Welt der Zukunft hat der steigende Meeresspiegel das uns bekannte Vancouver verschluckt und die Stadt wurde in höherer Lage neu erbaut. Hier lebt die Indo-Kanadierin Sati, genannt nach Shivas Frau, was die junge Linguistin und Observantin in ihrem späteren Leben noch verärgern wird. Klein, dunkelhäutig und sprachbegabt ist Sati die ideale Besetzung, um unauffällig in einer abgelegenen Ecke des Kontinents Aka nach Kultur und Aufzeichnungen des nahezu untergegangenen Volkes der Maz zu suchen und gehorsam alle Aufzeichnungen ihrem Auftraggeber abzuliefern. Erst nach einer anstrengenden Reise samt zweiwöchiger Bootsfahrt beginnt Sati sich zu fragen, wer ein Interesse daran hatte, ein Volk der Erzähler und Rezitatoren auszulöschen und welche Rolle sie eigentlich spielen soll. Sati ist gechipt und aus ihrer Welt gewohnt, ständig kontrolliert zu werden, so dass sie sich ihre Erdlings-Gewohnheiten erst einmal abtrainieren muss. Die vermeintliche Lockerheit ihrer Probanden kann jedenfalls nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sati vom Staatenkonzern genauestens beobachtet wird. Ihre wissenschaftliche Neugier kann evtl. Gegner auf die Spur der letzten Kultur-Reste locken und damit genau das Gegenteil von dem erreichen, das Sati für ihre Aufgabe hält. Sati erarbeitet sich die gefährdete Maz-Kultur über die Sprache, ihre Vermittlung und Veränderung. Ihr wird klar, dass ohne zu notieren, rezitieren und diskutieren z. B. keine Heilkunde möglich wäre und sie kommt sichtlich ins Grübeln, wer ein Interesse haben sollte, ein Volk und sein gesamtes Wissen auszulöschen. Ihre Forschung hat Sati zu der Erkenntnis gebracht, dass die jetzt über die Maz herrschende Kultur ausdrücklich Begriffe verbietet, die das „Eins-Sein“ oder eine Zweisamkeit beschreiben, und die direkte Folge dieser Zensur „Institutionalisierte Homophobie“ wäre. Inwieweit Sati an einen ihr vertrauten Zusammenhang anknüpfte oder neues Wissen zu diesem Thema erwarb, blieb mir unklar. Schließlich erhält sie den Tipp, dass nur durch eine weitere anstrengende Reise zu einem Bergvolk Reste einer Bibliothek im Berg Silong zu finden wären.

Fazit
„Die Erzähler“ beeindruckt mit der hochinteressanten Figur einer indisch-stämmigen Linguistin und einer bedrohten Kultur, die Reste ihres kulturellen Erbes bisher vor einem übermächtigen Staaten-Konzern verbergen konnte. Fesselnd fand ich das Setting, in dem Erdbewohner nur durch Bildung ihren ausgebeuteten Planeten verlassen und eine Aufgabe auf einem fernen Planeten finden können. Das Themenfeld Sprache, Wissen, Kultur, und wie letztlich Sprache stets Bewusstsein abbildet, lässt sich bei aller Komplexität der Hainish-Welt gut lesen. Die Neuübersetzung wirkt dabei zeitlos und untermauert den legendären Ruf des Zyklus als SF-Klassiker.

Profile Image for Aleshanee.
1,722 reviews126 followers
January 30, 2022
Eine straffe, an Gehorsam gewöhnte Organisation war leichter zu übernehmen als ein lockerer Verband eigenständig denkender Männer ...
Zitat Seite 93

Der erste der beiden Romane "Das Wort für Welt ist Wald" spielt auf einem fernen Planeten in einer fernen Zukunft. Ein bisschen hat mich das Szenario an den Film "Avatar" erinnert - aber die Idee an sich ist schon recht alt, denke ich, denn was hier auf fernen Planeten passiert, geschah und geschieht auf unserer Erde leider schon seit Menschengedenken.

Es ist mein erstes Buch von der Autorin und an den Schreibstil hier musste ich mich etwas gewöhnen. Ich weiß natürlich nicht, wie die vorherige Übersetzung ausgefallen ist und habe deshalb keinen Vergleich... Es wirkte etwas sehr sachlich und nüchtern auf mich, direkt und ohne Umschweife, auch wenn es an manchen Stellen unnötig kompliziert war - also etwas mühsam, zumindest für mich, aber insgesamt gut zu lesen. In manchen Passagen durchaus auch elegant, wortgewandt und immer anschaulich.
Ich hab allerdings auch schon lange keine SciFi mehr gelesen, erst recht nichts älteres aus dem Genre und es kann gut sein, dass ich mich da einfach wieder reinlesen muss.

Die Handlung ist ein bekanntes Muster: ein Gebiet - hier die "Welt 41" wird entdeckt, von den Einheimischen Athsche genannt, und vor allem die darauf befindlichen Rohstoffe, die man dringend braucht. Das Volk, das hier lebt, wird als unzivilisiert betrachtet und als Arbeitskraft und schlimmeres missbraucht - ob als Mensch angesehen oder nur als "besseres Vieh" ist je nach Nutzen Auslegungssache.
Dieses Volk, das inmitten riesiger Wälder lebt, ist friedliebend. Sie kennen keinen Krieg und sie kennen auch nicht, sich gegenseitig zu töten - sie haben andere Mittel gefunden, um eventuelle Streitigkeiten zu regeln, was die Autorin zwar immer nur kurz aber verständlich erklärt.

Was passiert nun mit Menschen - denn trotz ihres unterschiedlichen Aussehens sind sie den Menschen sehr ähnlich - die plötzlich von anderen so übermannt werden. Die keine Unterdrückung kennen, keine Gewalt (zumindest nicht in dem Ausmaß) und deren Welt Stück für Stück zerstört wird?

Ich war während dem Lesen die ganze Zeit gefesselt von dem Verlauf, der zum einen durch den durchweg bösen Captain Davidson erzählt wird, durch den Vermittler Lyobov und den Athscheaner Selver. Während die ersten beiden sehr stereotyp sind, ist Selver ein sehr komplexer "Mensch" der sich wandelt. Sich wandeln muss aufgrund der Umstände und der am Ende zeigt, wie einschneidend solche Übergriffe werden können und damit eine ganze Welt verändern.
Grade zum Schluss wird einem das so richtig bewusst und geht total unter die Haut. Eine sehr eindringliche und aufrüttelnde Geschichte, die Vergangenheit nicht immer und immer wieder zu wiederholen.


"Du sprichst die Wahrheit, die du kennst", sagte Selver. "Und ich die Wahrheit, die ich kenne. ..."
Zitat Seite 129



Der zweite Roman "Die Überlieferung" handelt von Sati, die auf unserer Erde aufgewachsen ist; in einer Zukunft, die von Glaubenskriegen regiert wurde.
Für ein Studium der Schriften ist sie auf einen fernen Planeten umgesiedelt, allerdings wird ihr der Zugang verwehrt, weil altes Wissen und das geschriebene Wort als gefährlich eingestuft wurden und verboten sind. Die Zeit, die sie in einer der Großstädte dort lebt, ist einsam und nicht wirklich zielführend, da ihr der Kontakt mehr oder weniger versagt wird. Bis plötzlich ein Antrag bewilligt wird, sie reisen zu lassen. In einem kleinen Dorf schließlich lernt sie hiesige Bewohner kennen, die noch um die alten Überlieferungen wissen.


"Klammer dich nicht an Dinge, sie belasten dich nur. Was du behalten willst, behalt im Kopf."
Zitat Seite 245


Ich hab mich etwas schwer getan, in die Geschichte reinzufinden. Es kommen auch sehr viele fremde Wörter vor, mit denen ich nichts anfangen konnte (Prox, partizzen, VR-Proprios ect). Ob es daran liegt, dass es sich ja hier um den 5. und 8. Band der Hainish Romane handelt und mir deshalb vielleicht einiges Vorwissen fehlt, weiß ich nicht. Manche Wörter erklären sich zwar von selbst, aber eben nicht alle.
Da die beiden Geschichten so unterschiedlich sind, denke ich, dass jede für sich alleine steht. Dennoch hab ich das Gefühl, dass in den ersten Büchern dieser Romanreihe doch einiges erklärt wurde, das mir hier weitergeholfen hätte.

Das Thema in dieser Geschichte ist jedenfalls die Vergangenheit und vor allem, diese zu bewahren. Geschichten zu erzählen, weiterzugeben, sie festzuhalten, ob im Wort oder schriftlich - und was es für Auswirkungen hat, wenn dieses Wissen vernichtet wird.
Auch über den Glauben wird viel gesprochen, von Gott (dem einen) oder den vielen und welche Auswirkungen eine fanatische Religion haben kann.

Besonders schön fand ich hier die Geschichten auf diesem Planeten, da sie keine direkt Moral haben am Ende, so wie man es ja kennt, grade natürlich auch bei Märchen und Sagen. Man muss sich selbst Gedanken darüber machen und es für sich enträtseln, was dahinterstecken könnte oder welche Bedeutung man herausliest. Es sind Anregungen, kein Wissen, die vermittelt werden - und jede davon ist ein Teil vom großen Ganzen, also nur Stückwerk. Denn "alles" zu wissen ist unmöglich.

Es hat mich schon ganz schön gefordert, hier am Ball zu bleiben, mitzudenken und den Faden nicht zu verlieren.
Am Ende zeigt sich, wie aus Hass Verständnis erwachsen kann, in dem man einfach nur zuhört. Und zwar richtig hinhört, damit man verstehen lernt, die Hintergründe erkennen kann - auf beiden Seiten und schließlich, vielleicht, auf einer gemeinsamen Basis eine friedliche Lösung findet.

Ich fand das Vorwort der Autorin (von 1977) übrigens sehr interessant. Es geht um Kriege, Rebellionen und dem Traum von Freiheit: in unserer, realen Welt. Etwas, dass sie zu diesen Geschichten inspiriert hat.

Weltenwanderer
Profile Image for Andreas.
484 reviews164 followers
February 11, 2022
Ursula K. Le Guin ist nicht nur bekannt für ihre Erdsee-Fantasy Romane, sondern auch für ihre SF Werke, allen voran der Hainish-Zyklus. Umrahmt durch ihren gemeinsamen Weltentwurf können die Romane unabhängig voneinander gelesen werden. Wenn zwei von ihnen jedoch wie hier in einem Band gesammelt werden, ergibt sich eine wunderbare Gegenüberstellung und ein zusätzlicher Blickwinkel.

Die Auswahl von "Das Wort für Welt ist Wald" einerseits und "Die Erzähler" andererseits ist spanned in mehrerlei Hinsicht. Zum einen umspannen die beiden Romane mehr als dreißig Jahre Erzählens in diesem Universum, wobei Wort für Welt ist Wald in der sehr frühen Phase um 1968 entstanden ist, wohingegen "Die Erzähler" als letzter Hainish-Roman entstand. Zum anderen ähneln und ergänzen sie sich auch inhaltlich, denn bei beiden geht es um eine Kultur, die von einer technologisch fortgeschrittenen, aber zugleich ethisch zurückgebliebenen Kultur unterdrückt wird.

Widmen wir uns zunächst dem Kurzroman "Das Wort für Welt ist Wald":

James Cameron's Film "Avatar" liegt nun bereits wieder etliche Jahre zurück. Wer ihn gesehen hat kann sich sehr schnell in den Roman hineinversetzen, der sich beinahe wie eine Vorlage für den Film liest: Da gibt es den Wald, Ureinwohner (die hier grün statt blau sind und vielleicht ein Viertel so groß). Weiter gibt es den soldatischen Antagonisten und schlußendlich der Sieg des Guten über das Böse. Selbst das lucide Träumen der nativen Athsheaner findet ihren Widerpart in der Verbindung zum Avatarbaum.

Wer Le Guin liest, sollte an sich keine Feuerwerk an Action erwarten. Ihr literarischer Stil ist eher geprägt von introspektiven Anteilen und bedachtsam, oftmals lyrisch. Jedesmal wenn ich eines ihrer Werke lese, berührt etwas davon meine Seele. Hier jedoch gibt es ungewöhnlich viele Kämpfe zwischen Athsheanern und Terranern, die das Lesen recht kurzweilig machen.

Die Autorin entwickelt oftmals eine exotische Kultur, anhand derer sie unsere Gesellschaft reflektiert. Faszinierend ist in dieser Geschichte ihr Entwurf zum luciden Träumen. Tatsächlich gibt es auch in unserer Welt indigene Gesellschaften, die sich von Träumen stark leiten lassen. Bei den Athsheanern geht das soweit, dass sie denken die Terraner seien wahnsinnig, da sie so wenig Kontrolle über ihren Schlaf und Träume haben. 

Die Handlung folgt zwei Freunden. Der eine ist ein terranischer Forscher Davidson, der sich gegen das unterdrückende und arrogante Regime durch seine Firma wendet. Der andere ist der Athsheaner Selver, der zunächst nur den Mord seiner Frau an dem terranischen Hauptmann rächen möchte. Er führt einen Aufstand der eingesperrten Athsheaner herbei, der schließlich in einem Volksaufstand mündet. From Zero to Hero sozusagen.

Le Guin schrieb den Roman ursprünglich 1968 als Reaktion auf den Vietnamkrieg. Harlan Ellison erkannte sofort das Potential der Geschichte und veröffentliche sie 1972 im Rahmen seiner zweiten SF-transformierenden Anthologie "Again, Dangerous Visions". Sie wurde mit dem Hugo-Award ausgezeichnet und sehr häufig wiederveröffentlicht. 

Die politische Verbindung mag damals relevanter gewesen sein als heute, aber der Roman leidet nicht darunter und ist auch in unserer Zeit äußerst lesenswert. 

Der zweite Roman des Bandes ist "Die Erzählung" und Le Guin's letzter Roman im Hainish-Universum. Danach schrieb sie nur noch eine Kurzgeschichte, man kann es also durchaus als Abschlusswerk betrachten. Auch dieser Roman kann unabhängig von den anderen gelesen werden, und die Reihenfolge im Buch ist ebenfalls nicht ausschlaggebend. 

Der Roman folgt Sutty, eine Inderin und Sprachexpertin, die als Diplomat für das Hainish-Ekumen auf dem Planeten Aka arbeitet. Aka war noch vor ein paar Jahren ein Hinterweltplanet. Dann kamen die Hainish und die Gesellschaft dort wandelte sich um in eine fundamentalistische, technophile Monokultur.

Sutty erlebt eine Mischung aus politischen und religiösen Konflikten zwischen einem autoritären und unterdrückerischen Zentralstaat und einer indigenen Kultur. Der alte Glauben und die damit verbundene Kultur sind gänzlich verboten. 

Es dauert einige Zeit, bevor Sutty die sterile Hauptstadt mit seinen "Produzenten-Konsumenten" verlassen darf und ein Ausflug in das rustikale Hinterland genehmigt wird. Dort erhofft sich Sutty die Begegnung mit Resten aus den alten Gebräuchen. 

Tatsächlich findet sie Reste und Anzeichen der (verbotenen) Erzähltradition, von der sich der Titel ableitet. Als Leser denkt man sofort an Tibetanische Praktiken unter der Chinesischen Kulturrevolution, die auf Aka "der Marsch zu den Sternen" heißt. Sutty vertieft sich immer mehr in diese faszinierende Kultur, versucht (verbotene) Bücher zu finden und lernt (verbotene) Übungen. Immer auf ihren Fersen ist ihr dabei ein Regierungsagent, der versucht, die letzte (verbotene) Bibliothek zu finden.

Suttys neue Freunde führen sie schließlich tief in die Berge zu einem alten Kloster.

Können Sutty und das Ekumen diese Kultur vor der Ausrottung bewahren?

Ich denke, die Ähnlichkeit der beiden Erzählungen liegen auf der Hand, sind aber unterschiedlich genug, um beide lesenswert zu sein. 

In diesem Roman übertreibt Le Guin etwas ihre Liebe zum Taoismus und ihre Kritik an der industriellen Revolution, was etwas plump und langwierig wirkt. Andererseits kann man dem Roman nicht absprechen, auch über 20 Jahre nach der Veröffentlichung noch absolut relevant zu sein, angesichts der Chinesischen Repressionen gegen ganze Völker in in ihrem Herrschaftsbereich.

Die Erzählung ist nicht abgehoben oder esoterisch, der Leser kann förmlich Gerüche, Geräusche, Farben und tägliche Rituale fühlen. Das ist pure Immersion!  

Auch fällt es leicht, sich in Sutty hineinzuversetzen. Ausgehend vom Horror des unterdrückerischen Staates geht einem die Schönheit der Kultur der Landbevölkerung sehr nahe. 

Nun noch zu meiner Empfehlung: Leser, die Le Guins Hauptwerke "Die linke Hand der Dunkelheit" und "Planet der Habenichtse" noch nicht gelesen hatten, sollten dies zuerst nachholen. Vor allem, weil sie einfach grandios sind und aus meiner Sicht ein "Muss" für Genreliebhaber darstellen. Erst danach empfehle ich den vorliegenden Band.
38 reviews
July 9, 2024
Deux romans de Ursula K. Le Guin, et un texte de Gérard Klein ("Malaise dans la science fiction américaine") dans le même livre, probablement parce qu'ils sont trop courts pour être publiés séparément plutôt que pour un lien thématique entre les textes.
Le Dit d'Aka d'abord : une continuité évidente avec les thèmes présents dans les livres précédents à l'exception de la Cité des Illusions, à savoir : "deux sociétés, deux façons de fonctionner, peuvent elles se comprendre ?". Le livre est moins cru que ceux qui le précèdent, ça soulage mais je m'attendais à tout moment à ce qu'il se passe des choses horribles. La description de la clandestinité m'a plu.
Le nom du monde est forêt : vous voyez ce que j'ai dit sur le fait que le roman précédent est moins cru/dur que les autres ? Oubliez ça ici. On y lit un génocide en direct, avec torture, déshumanisation, viols... On y lit aussi une révolte qui répond avec le même niveau de violence, bien que plus contrôlée. La philosophie des autochtones de cette planète est intéressante, mais la violence de la colonisation (et de la résistance) domine largement dans le ton et les sujets de l'œuvre. J'ai trouvé ça intéressant, mais je peux imaginer que ça ne plaise pas à tout le monde.
Malaise dans la science fiction américaine : Je ne sais pas si le texte est inclus dans toutes les éditions, mais il était dans la mienne. Je vais faire court car ce n'est pas le sujet du livre et que je l'ai lu très vite. L'auteur a des idées intéressantes, notamment sa réflexion socio-économique sur le groupe social qui forme les auteurs et fans de SF, et comment les changements économiques affectant ce groupe affecte le genre tout entier. La deuxième partie parlant de Ursula K. Le Guin, de comment elle est une exception à ça, m'a un peu perdu (notamment parce que je ne suis pas intéressé par la psychanalyse).
Globalement, je recommande le livre, comme tous ceux du cycle de Hain !
9 reviews
August 21, 2025
*3.5
Mir hat der zweite Teil besser gefallen als der erste, auch wenn mir das Setting vom ersten an sich mehr zugesagt hat. Die erste Geschichte war aber etwas zu dense. Insgesamt etwas viele Namen, die man sich merken muss, aber nettes Buch
Profile Image for Calixthe.
158 reviews2 followers
August 14, 2020
Même si je trouve que les thématiques abordées dans ce texte sont intéressantes et que les personnages sont bien définis, j'ai été assez déçue par le dit d'Aka parce que j'aurais aimé en avoir plus.
J'ai eu l'impression que s'il commençait comme un roman, l'histoire dérivait vite en une analyse sociologique du monde créé par Ursula Le Guin par son propre personnage... ce qui est un chouïa narcissique. L'intrigue est vite reléguée au second plan et l'histoire finit en eau de boudin. Bref... S'il y avait eu plus de matière, j'aurais sans doute été satisfaite par ce texte aux nombreuses qualités littéraires, mais le choix de l'autrice m'a laissée sur ma faim et j'ai fini frustrée par cette lecture.

Ne parlons même pas du second texte (le nom du monde est forêt) qui aborde des thématiques qui ne m'ont pas du tout intéressées. J'ai trouvé le personnage principal si détestable que je n'ai même pas réussi à continuer ma lecture entre son racisme et sa misogynie choquante.
Je sais effectivement que c'est le but, mais on vit dans une société où ces problèmes sont déjà dénoncés chaque jour, alors je n'avais pas envie de m'évader dans un monde tel que celui-ci. Je n'y voyais tout simplement aucun intérêt pour le coup...

Bref il y a des concepts intéressants, mais cela ne mérite tout de même pas plus de deux étoiles parce que j'ai eu l'impression de voir des réflexions intéressantes et sociologiques sur notre société vaguement emballées dans un semblant d'histoire, et j'ai souvent été sorti de la narration par toutes ces analyses sociologiques et linguistiques. On aurait plus dit le travail préparatoire d'une autrice qu'un roman de science-fiction.
Profile Image for Kathrin Schröder.
Author 11 books3 followers
June 2, 2022
Neue Übersetzung von zwei Romanen von Ursula K. Le Guin gelesen dank Netgalley.

Obwohl ich Science Fiction und Fantasy liebe, habe ich tatsächlich vorher noch nichts von ihr gelesen. Das Angebot bei Netgalley musste ich einfach nutzen um ersten Kontakt mit dieser klassischen Autorin der Science Fiction aufzunehmen.

Beide Geschichten sind sehr unterschiedlich, handeln aber beide vom Kontakt verschiedener Spezies.

Die Welt die Wald ist, in der die einheimische Spezies keinerlei Regierung hat und keinen Mord an der eigenen Spezies trifft auf die menschlichen Invasoren, die den Planeten ausbeuten möchte ohne Rücksicht auf das Überleben der Flora und Fauna zu nehmen.

In "Die Überlieferung" trifft eine Forscherin auf eine Kultur, die sämtliche schriftlichen Informationen und Überlieferungen vernichtet hat. Sie bekommt die Chance in ein abgelegenes Gebiet zu reisen, in dem sie Zugang zu mündlichen Traditionen bekommt und die geschichtliche Entwicklung der fremden Kultur erfährt.

Beide Geschichten sind sprachlich zeitlos und greifen sehr viele Aspekte von Sprache als Brücke zum Bewusstsein auf. Mir haben beide Geschichten sehr gut gefallen und ich habe das Lesen sehr genossen.

#Grenzwelten #Netgalleyde #UrsulaKLeGuin #KathrinliebtLesen #Rezension #Bookstagram
Profile Image for Faase.
88 reviews5 followers
October 6, 2022
This book contains two novels from the Hainish cycle: The word for world is forest and The telling. The first one was very good, but I think the second is even better. Le Guin deserves all the praise she gets.
Profile Image for Gernot1610.
321 reviews7 followers
November 9, 2024
Auch Teil 2, die Überlieferung, ist ein starker SF Roman. Völlig anderer Stil, als Teil 1.
Profile Image for Mitch.
154 reviews21 followers
October 31, 2023
Das Buch enthält zwei Romane der Schriftstellerin.

Erster Roman: fünf Sterne.
Zweiter Roman: zwei Sterne.

Erster Roman wurde von mir auf YouTube besprochen.
Profile Image for Khal.
10 reviews9 followers
August 14, 2018
Les deux romans sont extraordinaires. En revanche, on se passe avec bonheur du texte théorique de Gérard Klein dans cette édition.
Profile Image for Tachan.
2,628 reviews25 followers
October 28, 2025
L’Ekemen de Le Guin se mérite et ce dernier volume, regroupant deux textes, plus un dossier critique, sur son cycle nous le rappelle avec force.

De cette lecture, je dois avouer qu’il ne me reste pas grand-chose après l’avoir refermé, si ce n’est les grandes lignes de l’autrice. Des grandes lignes qu’elle répète inlassablement tout au long de ce cycle de SF humaniste, très philosophique, se faisant le porte parole d’une ethnologie positive qu’on a trop souvent fait d’oublier. Il y a donc à la fois un sentiment d’émerveillement face à ce qu’elle développe pour le marteler et le marteler encore : la pluralité, la diversité, l’ouverture ; et un sentiment de lassitude voire de frustration face au manque de nouveauté et de renouvellement de l’univers, car on pourrait s’attendre à quelque chose de neuf à chaque histoire.

Ici, ce volume regroupe en plus deux histoires, écrites à des moments très différents de sa carrière, ce qui heureusement ne se ressent presque pas dans sa plume, tant l’autrice avait atteint tôt sa maturité d’écrivaine. S’y ajoute un très intéressant et éclairant dossier critique de Gérard Klein, fondateur de la collection »Ailleurs et demain » chez Robert Laffont, éditeur historique de l’autrice, où il revient longuement sur l’état de la science-fiction dans les années 70, son malaise et ses espoirs avec une autrice comme Ursula K. Le Guin.

Mais revenons à nos textes. Le dit d’Aka, le plus récent, propose une discussion philosophique autour de l’écriture, de son rôle, son dévoiement, sa crainte, son instrumentalisation, les choix qu’on en fait. Porté par une héroïne d’origine terrienne et indienne, envoyée sur une planète singulière de l’Ekemen, c’est très symbolique. L’autrice nous emmène sur un terrain plus proche de la nature, avec une place importante de la religion mais aussi une réflexion sur l’autre, l’altérité, la différence et la tolérance. Un dialogue très intéressant se noue à la fois à l’intérieur du récit et avec nous sur ces notions de transmission, d’oralité, de croyance, de garant et la structuration d’une histoire officielle jouant un rôle dans la polis. Ce qui fait de ce récit, quelque chose de très philosophique difficile à saisir et retenir finalement.

Le second texte, Le nom du monde est forêt, est également dans cette lignée. Il repose la question de l’altérité et du dialogue face à la force brute avec une focale sur les »premiers peuples » et les drames qu’ils connaissent, avec ce décor de l’Ekumen qui n’est pas sans rappeler le nôtre, surtout avec une autrice qui a grandi avec la décolonisation… Son décor, une planète forestière, apporte un petit twist, malheureusement déjà croisé chez elle, que j’aurais aimé voir poussé plus loin, car malgré un fond intéressant, le récit est trop court, trop redondant avec ce qu’elle déjà proposé, les rebondissements ne suffisant pas, de même que la singularité de la planète et ces étranges mais soignés êtres premiers.

C’est bien mon reproche final à ce cycle. L’autrice y tourne un peu en rond. Elle tente de choisir un thème fort à chaque fois pour chaque histoire, mais il ne suffit pas tant la toile de fond est souvent identique : la diversité, la pluralité, le dialogue, bref cette ethnologie sociale qui la passionne et que nous décrit si bien Gérard Klein dans les apports qu’elle procure à la SF des années 70 via l’autrice. Sauf que le temps et les textes ont passé depuis et ce n’est plus si original. Du moins, ce n’est pas suffisant si ce n’est pas nourri d’autre chose. Et si Ursula Le Guin est devenue une vraie conteuse au fil des ans, elle ne peut pas toujours cacher le manque de matière de ses textes. C’est le cas ici quand on enlève LA riche idée (souvent bis repetita) du moment. Le décor est bien trop mince, les personnages sans trop de consistance…

Je ressors donc partagée de cette lecture. Heureuse d’avoir parachevé l’essentiel de ce cycle et d’avoir rencontré les belles idées de l’autrice qui jettent un regard moins pessimiste sur l’avenir que ses congénères contemporains. Mais un peu frustrée aussi que l’ensemble manque parfois un peu de consistance quand on enlève THE idée du texte car l’écriture du décor et des personnages est un peu survolé, et frustrée devant les répétitions dont elle fait preuve, là où j’attendais plus d’originalité. Ce volume est donc pour moi totalement dispensable, et ce sont vraiment Les Dépossédés et La Main gauche de la nuit, qui sont pour moi ses grands textes de SF à retenir.

Article complet : https://lesblablasdetachan.wordpress....
Profile Image for BroccoliPie.
192 reviews
April 6, 2024
Deux romans publiés à près de cinquante ans d'intervalle, réunis dans une très belle édition.
Deux romans ultra efficaces dignes de la grande Ursula Le Guin.

Le dit d'Aka, le plus récent des deux, nous plonge dans un monde de spiritualités bousculées par une autre forme de religion, tournée vers le progrès pour le progrès, la croissance, l'individualisme et le mercantilisme.
Et le Nom du Monde est Forêt, où on se retrouve sur une planète-jungle, colonisée par des humains qui refusent leur humanité aux indigènes présents sur place et qui sont bien décidés à déforester la moindre parcelle de terre. Celui-ci m'a moins parlée que le dit d'Aka, notamment car il est raconté en grande partie par un homme cruel, raciste et misogyne (ce qui le rend difficile à lire, mais donne aussi un ton plus moralisateur/moins subtil à l'ouvrage). Mais je comprends tout à fait en quoi ce roman pouvait raisonner avec les années 70 (il a été publié en 1972) pour en faire une œuvre frappante et précurseuse.

Dans les deux, la métaphore semble assez simple, l'analogie claire... Et pourtant l'autrice va toujours plus loin, pour nous plonger dans de véritables mythologies et cultures comme nulle autre, en y filant de nombreuses réflexions où l'on sent toute sa conviction humaniste et environnementaliste. Où l'on sent toute son intelligence, aussi, servie d'une très belle plume, particulièrement dans le dit d'Aka, plein de fulgurances, de couleurs et d'une riche cosmologie.

Vu la taille de ces deux romans, l'intrigue est rapide, et termine à chaque fois abruptement. Cela pourra, selon le lecteur ou la lectrice, donner une impression assez décoiffante, dynamique, ou au contraire un peu frustrante, car la place qui se doit être laissée à un minimum de plongée ethnographie/sociologique des univers créés fait que le scénario est assez court. De fait, ces deux histoires ont moins d'ampleur que les Dépossédés ou La Main Gauche de la Nuit, même si leur qualité littéraire est indéniable. En tout cas, je suis ravie de les avoir eu sous les yeux. Pour l'instant, impossible de trouver un roman d'Ursula Le Guin que je n'ai pas aimé.
Profile Image for Anne.
120 reviews1 follower
March 3, 2024
Grenzwelten ist eine Sammlung, die die Leser in die faszinierenden Welten der Autorin enthält. Zwei Meisterwerke der Science-Fiction-Literatur, die sowohl fesselnd als auch tiefgründig sind.

Die Autorin zeichnet sich durch ihren einzigartigen Schreibstil aus, der gleichermaßen poetisch und präzise ist. Sie schafft es, mit wenigen Worten lebhafte Welten zu erschaffen und die Gefühle und Gedanken ihrer Charaktere auf eine tiefgründige Weise darzustellen.

Grenzwelten ist eine beeindruckende Sammlung, die sowohl Liebhaber von Science-Fiction als auch von literarisch anspruchsvollen Werken begeistern wird.
Profile Image for James Euclid.
68 reviews
December 1, 2022
Das Problem mit „Die Überlieferung“, dem zweiten und viel später entstandenen Roman des Hain-Zykluses, ist, dass Le Guin ihre Erzählung aus dramaturgischen Gründen nicht aus verschiedenen Perspektiven wiedergeben kann. Sie kreist deshalb endlos um das Gleiche, ohne dem Schmerz um den Verlust dieser Befreiung vom eigenen Blick sehr viel hinzufügen zu können. „Das Wort für Welt ist Wald“ ist besser, aber wie Le Guin selbst im Vorwort treffend anmerkt, handelt es sich eben auch um ein sehr knappes Werk der eigenen Hoffnung und einer Propaganda für mehr Verständnis.
50 reviews1 follower
March 20, 2025
4 pour le Dit d'Aka (the telling) et 5 pour le nom du monde est forêt. Comme toujours avec Ursula Le Guin, c'est une claque, un dépaysement et en même temps un recul critique sur nos vies, nos sociétés, leurs mécanismes et leurs travers. Pour la 2e histoire, on nous invite à réfléchir à l'altérité, aux fondements de la violence et du racisme avec une pincée de colonialisme. Comment se fait-il que l'on puisse se détruire les uns les autres au sein d'une même espèce ?
21 reviews
February 21, 2019
I really loved the ideas present in the book, the character, the universe created by the author, which is very rich and mesmerizing. However, I found it hard to read, the style of the author is very dense and I got lost many times during reading. But I recommend. Plus, it's the only Sci Fi book written by a woman that I've heard of so far.
Profile Image for Lunaia.
96 reviews
July 31, 2023
Beide Bände haben mir gut gefallen. Von Das Wort für Welt ist Wald hatte ich vorher schon mehr gehört und mir mit Blick darauf den Band ausgeliehen. Die Überlieferung hat mir dann aber sogar etwas besser gefallen. Beide hatten aber ihre eigenen schönen Stellen, die mich berührt haben.
348 reviews2 followers
October 17, 2024
Das Wort für Welt ist Wald -> 4 Sterne
Sehr gute Story, auch heute noch sehr gut lesbar

Die Überlieferung -> 2 Sterne
Zu schwerfällig. Für mich zu langweilig
Profile Image for Nada.
241 reviews
July 29, 2025
I listened to the audiobook.

Honestly, I barely remember it. Just a few snipes of some discussions about different species I think, but even of that I am not sure. It just did not reach me.
Profile Image for Paul Jonas.
44 reviews
August 2, 2024
Zwei unterschiedliche Geschichten, zu Themen wie Macht, Dominanz, Andersartigkeit und Unterdrückung.
Profile Image for Nico.
477 reviews46 followers
reziexemplare
February 13, 2022
Das Wort für die Welt ist Wald:

Dieses kurze Buch ist hervorragend. Ich denke, es ist ein großartiger Einstieg in die Geschichte von Le Guin, wenn man ihre Werke noch nicht gelesen hat, denn es steht für sich allein, aber wenn man die genaue Reihenfolge wissen will, dann ist dieses Buch technisch gesehen nach "Die Besessenen" angesiedelt, da in diesem Buch ein Stück Technologie erfunden wird, das später in diese Geschichte einfließt.

Es geht um eine terranische Rasse von Invasoren, die auf einem Planeten gelandet sind. Es ist eine Welt, die vollständig mit üppiger Vegetation, Bäumen und Inseln bedeckt ist, sehr fruchtbar und voller Leben ... bis sie beginnen, sie zu zerstören. Die Terraner beginnen, die Bäume zu fällen und wollen das Holz einsammeln, um es in ihre Heimatwelt zurückzuschicken, wo die Verwüstung und Abholzung ihren Höhepunkt erreicht hat und nur noch wenige natürliche Ressourcen vorhanden sind. Sie denken nicht wirklich darüber nach, wie sie die Welt, in die sie gekommen sind, beeinflussen, sie kümmern sich nur um sich selbst und wissen, dass sie das Holz nach Hause bringen müssen, damit ihr Volk es nutzen kann...

Die Terraner entdecken jedoch schnell, dass sie auf der Welt, in die sie gekommen sind, nicht allein sind: Die "Krietschis" sind eine pelzige grüne Rasse von Mini-Humanoiden. Sie haben seit Generationen auf dem Planeten gelebt und sich um sie gekümmert, und sie sind eine friedliche und unterwürfige Bevölkerung von vielen Tausenden. Als die Terraner kommen, nehmen sie viele von ihnen als Sklaven und Arbeiter und zwingen sie, ihre eigene Heimat zu zerstören.

Was ich an dieser Geschichte so liebe, ist, dass Le Guin durch ihre Darstellung der Terraner und Krietschis so perfekt zeigt, wie schrecklich und tragisch die Menschheit sein kann. Sie trifft die Metapher so genau, dass es manchmal wirklich erschütternd ist, von den Ereignissen zu lesen und sich an die vielen Berichte über ähnliche Vorfälle in unserer eigenen Welt zu erinnern.

Le Guin versteht es, auch das Gute in manchen Menschen zu zeigen. Sie stellt eine Figur vor, die zwar Terraner ist, aber das nötige Kleingeld hat, um über die Maßnahmen nachzudenken, die den Terranern befohlen wurden, und dieser Gedanke gibt einer Figur die Möglichkeit, den Krietschis zu helfen.

Ehrlich gesagt, hat mich Le Guin noch nie enttäuscht, und ich habe fest vor, alle Werke von ihr zu lesen, die ich lesen kann. Sie ist schnell zu einer meiner absoluten Lieblingsautorinnen geworden, und die wunderbare Schreibweise und die schrecklichen Wahrheiten, die sie in ihrer Science-Fiction zeigt, sind beeindruckend und wunderbar.

Die Überlieferung:
Le Guin ist mehr als eine Science-Fiction-Autorin, sie ist eine Anthropologin der Neuzeit, die Welten erfindet, um sie zu erforschen, während sie unsere eigene Kultur und Welt reflektiert. Sie ist eine Meisterin der Worte und der Ideen, ein Allrounder und eine Seltenheit in der Genre-Literatur, die sie sowohl transzendiert als auch neu erfindet. In gewisser Weise erinnert sie mich an eine weibliche Version von Vonneguts Kilgore Trout, einem Mann mit wild erfinderischen Ideen, die sowohl zum Nachdenken anregen als auch radikal sind - mit dem Unterschied, dass Trout ein minderwertiger Schriftsteller und ein schmutziger alter Mann war, was Le Guin offensichtlich nicht ist. Wo Vonnegut seine Ideen mit Zynismus und einem Auge für das Absurde erforschte, taucht Le Guin mit Ernsthaftigkeit ein und versucht von ganzem Herzen, herauszufinden, wie man am besten mit der menschlichen Natur arbeiten kann.

Ich habe "Die Überlieferung" sehr gemocht, aber ich fand, dass es weniger eine Geschichte als vielmehr eine anthropologische Erzählung war - Margaret Mead im Weltraum - mit einer eindringlichen Warnung vor totalitärem ideologischem Extremismus. Unabhängig vom Inhalt bin ich immer noch ein Fan von Le Guin, und ich würde dieses Buch auch denjenigen empfehlen, die normalerweise keine Science-Fiction lesen, da es definitiv außerhalb der üblichen Science-Fiction-Schublade liegt.
Profile Image for Gabriele.
270 reviews2 followers
August 25, 2024
"Die Überlieferung" (der zweite Roman in "Grenzwelten") ist unter anderem als wesentlicher Vorgänger zu Becky Chambers Wayfarers-Serie zu erkennen.
Wem Becky Chambers Sozialutopie in "Unter uns die Nacht" zu "rosig" war, wird die Motive in diesem Buch wesentlich düsterer vorfinden.
Die Hörbuchversion kann ich leider nicht empfehlen. Abgesehen davon, dass sich Ursula K. Le Guins Werke aufgrund ihrer Komplexität nur eingeschränkt als Hörbücher eignen, wurden für die Hörbuch-Edition von "Grenzwelten" ungeeignete Sprecher*innen engagiert. Insbesondere "Die Überlieferung" wird so zu einer teilweise fast unverständlichen Fehlinterpretation.
Profile Image for Isaac.
154 reviews2 followers
August 4, 2025
Tout monde se crée à partir d’une histoire, d’un passé, de vécus. Certain.es vivent pour ce passé, quand d’autres ne veulent que le détruire.
La connaissance apporte le savoir mais le savoir n’apporte pas la sagesse. Tout est dans la compréhension, la transmission et le partage.
Les mondes se disent, leurs histoires se répandent, mais les principes s’encrent dans une politique.
Les livres sont les preuves d’un savoir qui traverse les époques, mais ne sont rien comparé au partage d’expériences qui conservent la subtilité du dit.

Note : 4/5
Profile Image for P.
62 reviews4 followers
September 4, 2022
J'ai beaucoup aimé le nom du monde est forêt, et le retournement total du cliché des "petits hommes verts". Le Dit d'Aka m'est resté un peu plus hermétique, sans doute aussi parce que je prend une série à la fin.
Profile Image for Lisa.
1,585 reviews58 followers
July 18, 2023
Mein Rezensionsexemplar habe ich vom Verlag via Netgalley erhalten.

Beide Romane der Autorin haben sehr interessante und zum Denken anregende Geschichten erzählt, von denen ich mich kaum losreißen konnte. Ich bin nun umso mehr daran interessant, die restlichen Hainish-Bücher zu lesen.
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