Drei Punkte hat Yume auf ihrem Weg zur Rettung der Welt bereits gesammelt und mit Momo Freundschaft geschlossen. Nun gilt es, Momo ausgerechnet vor Nanagi zu beschützen. Der langjährige Begleiter scheint eine Rechnung mit dem kleinen Satan offen zu haben und wendet sich gegen sie. Aber auch Momo selbst macht eine Wandlung durch. Plötzlich will sie gar kein Satan mehr sein! Ist der Weltuntergang damit abgewendet?
Eines der schönsten Elemente an Momo-Little Devil ist die Beziehung zwischen Yume, dem Menschenmädchen auf dem die Last liegt die Welt zu retten und Momo, dem Satan. Trotz ihrer Aufgabe bleibt Yume optimistisch, lieb und fröhlich. Und bereits in den ersten beiden Bänden (vereint im Sammelband 1) spürt man, wie sehr Yume Momo ins Herz geschlossen hat, sie wirklich mag und ehrlich versucht ihr Freuden zu bereiten und die schönen Seiten der Welt zu zeigen. Dies nicht um die Bedingungen zur Rettung der Welt zu erfüllen (7 Freuden für den Satan in 2 Jahren), sondern weil es sie sichtlich freut, wenn Momo glücklich ist, neues sieht und sie eine schöne gemeinsame Zeit haben. Yume macht sich etwa auch Sorgen, dass Momo entführt wurde, wenn sie kurz verschwindet – dabei ist Momo der Teufel und man muss sie ja wahrlich keine Sorgen um sie machen. Yume zweifelt zwar manchmal, vor allem daran, ob sie sich überhaupt noch freuen darf und das Leben genießen darf im Angesicht der großen Verantwortung der riesen Wahrscheinlichkeit, dass sie es nicht schaffen wird die Welt zu retten. In diesen Momenten ist es gerade Momo, die sie rausreist und die es glücklich zu machen scheint, wenn Yume zufrieden ist und lacht. Dies sieht man etwa beim gemeinsamen Jahrmarktsbsuch der Gruppe. Yume hat einen grüblerischen Moment und Momo lässt Sternschnuppen über den Himmel fliegen. Es ist beeindruckend wie viele Emotionen im Gesicht der kleinen Momo von Mangaka Mayu Sakai erschaffen wurden. So ernst Momo sein kann, so groß ist ihr Lachen. Der gesamte Charakter wirkt trotz des dämonischen Hintergrundes sehr authentisch.
Im zweiten Band spitzt sich auch die Situation rund um Piko, Yume und Sanari zu und die Frage, ob die Chance Momo zu vernichten nicht ergriffen werden sollte. Immerhin würde das nicht nur unseren Planeten, sondern auch viele weitere retten. Am Ende des ersten Sammelbandes erfuhr man, dass Nanagi einst der Auserwählte seines Planeten war.
Der zweite Sammelband beginnt mit dem Einzug Yumes bei Momo, nachdem ihr aktuelles Wohnhaus abgerissen werden soll. Wie im ersten Sammelband erfährt man auch im zweiten in kleinen Portionen immer wieder etwas über Yumes Vergangenheit und ihre schwierige Beziehung zu ihrem Vater und warum dieser ist wie er ist. Zeitgleich stellt gleich zu Beginn des Bandes Momo fest, dass sie bezweifelt, dass Nanagi sie mag, er respektiert sie zwar und erfüllt seine Aufgaben (vor allem jene, die Auserwählte, sprich Yume, zu beschützen). Auch der Zweifel im Bezug auf Sanari und seine Einstellungen verdichten sich im Laufe des Bandes immer mehr. Es wird zunehmend schwerer zu sagen, wer loyal zu Momo steht und wer nicht. Vor allem nachdem Nanagi versucht Momo mit einem Schwert zu töten. Ein Rätsel, das sich wohl erst im letzten Band ganz auflösen wird. Erfreulich ist es, dass von der gesamten Welt, in der diese Geschichte spielt immer mehr Details und Hintergründe bekannt werden, etwa die Fähigkeiten von Sanari und warum Momo Planeten zerstört. Sanari ist es auch, der Yume die Geschichte von Nanagi und seinem Planeten zeigt.
Im zweiten Teil des ersten Sammelbandes beginnt Momo, unbewusst angeregt durch Yume darüber nachzudenken, ob sie wirklich noch Planeten zerstören möchte und beschließt anschließend diesen Job an den Nagel hängen. Hierauf entsteht in Momos Inneren ein Konflikt zwischen der Funktion (personifiziert durch eine bösere, dunklere Form von Momo) und der Emotion (personifiziert durch jene Momo, die wir bereits kennen). Die dunkle Seite Momos übernimmt daraufhin die Macht über den Körper. Und wieder ist es Yumes gutmütiges, reines und liebes Wesen, dass Momo rettet.
Der Band endet mit einem Ausflug Momos in die Werbebranche und ihrem berühmt werden.