Ein mitreißender Weckruf, um die liberale Demokratie gegen den Aufstieg von Zynismus und Autoritarismus zu verteidigen!
In seinem neuen Hörbuch stellt der niederländische Historiker und Bestsellerautor Rutger Bregman die große Frage nach dem Sinn des Lebens. Er beobachtet einen tiefgreifenden moralischen Verfall innerhalb der westlichen Eliten, vergleicht den aktuellen Zustand der USA mit dem Zerfall des Römischen Reiches. Dagegen möchte er aufbegehren und für die Demokratie kämpfen. Bregman verbindet eine politische Diagnose mit autobiografischen Reflexionen. In einem dringlichen Appell plädiert er für einen radikalen Humanismus, für eine Revolution der Anständigen – und er skizziert eine Er wünscht sich den Staat als mutigen Investor, fordert fundamentale Steuergerechtigkeit und eine Ökonomie, die menschliche Zuwendung als Segen statt als Kostenfaktor begreift.
Rutger Bregman (born April 26, 1988) is a Dutch historian and author. His books Humankind: A Hopeful History (2020) and Utopia for Realists: How We Can Build the Ideal World (2017) were both Sunday Times and New York Times Best Sellers and have been translated in 46 languages.
In 2024, he co-founded The School for Moral Ambition, a non-profit organization inspired by his latest book Moral Ambition (2025) that wants to help as many people as possible to take the step towards a job with a positive impact.
Rutger Bregmans "Die Rückkehr der Hoffnung" ist ein kurzes, aber inhaltlich anregendes Buch. Auf etwas mehr als 90 Seiten fasst der Autor vier Vorträge zusammen, die er im Rahmen der BBC Reith Lectures gehalten hat. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir angesichts gesellschaftlicher Krisen und politischer Veränderungen Hoffnung bewahren und selbst Verantwortung übernehmen können. Passend dazu zeigt das eher schlichte Cover einen Leuchtturm. Er steht sinnbildlich für Orientierung und Hoffnung. Bregman betrachtet die aktuellen Entwicklungen aus historischer Perspektive und zeigt anhand verschiedener Beispiele, dass Krisen nicht zwangsläufig das Ende einer positiven Entwicklung bedeuten. Die vier Vorträge sind schlüssig aufgebaut. Zunächst beschreibt Bregman die gegenwärtige gesellschaftliche Lage und ihren moralischen Niedergang. Anschließend zeigt er, wie kleine Gruppen durch Mut und Überzeugung große Veränderungen bewirken konnten. Dabei stellt er sowohl positive Beispiele wie die Abolitionisten als auch negative Entwicklungen wie die Bolschewiki gegenüber. Daraus leitet er Überlegungen für die Gegenwart ab. Im letzten Vortrag wendet er sich schließlich grundlegenden Fragen des menschlichen Zusammenlebens und unserer Werte zu. Besonders überzeugend ist Bregmans verständlicher und zugleich eindringlicher Schreibstil. Er vermittelt historische Zusammenhänge, ohne dass das Buch schwer zu lesen wird. Gleichzeitig liefert er keine fertigen Lösungen, sondern regt dazu an, selbst über die gesellschaftliche Entwicklung und die eigene Verantwortung nachzudenken. Insgesamt ist Die Rückkehr der Hoffnung eine kurzweilige und lesenswerte Lektüre. Gerade durch seine Kürze eignet sich das Buch gut als Einstieg in Bregmans Gedankenwelt. Wer ausführlichere Antworten sucht, wird sich allerdings mit seinen anderen Werken beschäftigen müssen.
Suche nach Sinn oder Ablenkung? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch Rutger Bregmans „Die Rückkehr der Hoffnung“ und regt zum Nachdenken über das eigene Handeln und die gesellschaftliche Verantwortung an. Das Buch ist kurz, aber anspruchsvoll. Beim Lesen mußte ich mich immer wieder konzentrieren, um den Gedankengängen zu folgen. Manche historische Hintergründe und Beispiele waren mir bereits bekannt, viele andere hingegen nicht. Besonders eindrucksvoll fand ich die zahlreichen Beispiele, mit denen Bregman zeigt, daß selbst kleine Gruppen große Veränderungen bewirken können. Anhand unterschiedlicher historischer Ereignisse macht er deutlich, daß gesellschaftlicher Wandel nicht nur von mächtigen Institutionen ausgeht, sondern oft von engagierten Menschen, die bereit sind zu handeln. Für mich läßt sich die zentrale Botschaft des Buches so zusammenfassen: Nichts ist unmöglich, wenn Menschen den Mut haben, aktiv zu werden. Sehr passend dazu ist das von Bregman aufgegriffene Zitat von Theodor Rowald: „Nicht der Kritiker zählt, sondern derjenige, der handelt.“ Dieses Zitat hat mich besonders angesprochen. Kritik zu äußern ist meist einfacher, als selbst Verantwortung zu übernehmen und dabei das Risiko einzugehen, Fehler, oder sich lächerlich zu machen.
Rutger Bregman ist bekannt für seine optimistische Einstellung zur Welt. Während viele immer pessimistischer auf die Gesellschaft und vor allem auf die Zukunft blicken, schafft es Bregman immer wieder auf das Gute im Menschen und die positiven Eigenschaften der Gesellschaft zu blicken.
So auch in diesem Buch, in dem wie der Titel schon sagt die Hoffnung im Mittelpunkt steht. Gerade in Zeiten, in denen populistische und extremistische Kräfte immer mehr an Macht gewinnen, sind Bregmans Worte eindringlich, aber ermutigend.
Das Buch enthält vier Vorträge Bregmans, die man gut einzeln lesen kann und nicht wie einen Roman an einem Stück zu lesen ist. Und doch haben alle Vorträge natürlich Gemeinsamkeiten. Bregman setzt den gesellschaftlichen Gefühlen der Zeit - Angst, Misstrauen, Frustration - Mut entgegen. Er formuliert Ideen, erzählt von positiven Beispielen, die Wandel geschaffen haben und plädiert für Gemeinschaft, Empathie und Optimismus.
Wie auch bei vorherigen Büchern hat mich Bregman wieder begeistert. In Zeiten wie diesen, wo man sehr schnell die Hoffnung verlieren kann, braucht es genau solche Menschen und solche Texte, die die Hoffnung zurückkehren lassen.
Dieses Buch vereint vier Reden von Rutger Bregman, von dem es bereits mehrere Bücher gibt. Thematisch waren die Reden nah an den Büchern, die Themen nicht neu, seine Meinung weiterhin klar: ein moralischer Verfall innerhalb der westlichen Eliten, der aktuelle Zustand der USA. Es ist gemäß Klappentext eine politische Diagnose mit autobiografischen Reflexionen; er spricht einen Appell aus, wie man ihn von ihm kennt, wenn man mit seinem Werk vertraut ist. Das ist leider auch, was mich nicht völlig für das Buch einnimmt, weil es eher ein guter Einstieg in seine Meinungsbilder sind, und ich daher nichts wirklich Neues mitgenommen habe, aber die ganze Zeit auf eine neue Erkenntnis gewartet habe.