Sie lernen sich in Mexiko am Strand kennen und treffen sich nachher in San Alice, eine junge deutsche Studentin, und die dreißig Jahre ältere Amerikanerin, die Alice insgeheim »die Meisterin« nennt. Denn sie ist alles, was Alice gerne wäre. Elegant. Selbstbewusst. Souverän mit Männern. Und vor eine Schriftstellerin. Ein berührender Roman über die Vorbilder, die wir wählen – und was das Leben aus ihnen und uns macht.
Alice weiss genau, was sie will: Schreiben, Schriftstellerin sein. Dieser Wunsch wird noch mehr bestärkt, als sie in einem Urlaub in Mexiko auf eine bekannte Schriftstellerin trifft, die genau das tut, was sie eben nicht tut: Schreiben. Jeden Tag zieht sich die Meisterin, so nennt Alice sie insgeheim, zurück und schreibt, während Alice keinen Buchstaben zu Papier bringt. Um Eindruck zu machen und Aufmerksamkeit zu erregen, setzt sie sich fortan mit einem Heft hin und schreibt vor sich hin.
Das Vorhaben gelingt, die Meisterin bemerkt sie. Als sie abreist, lässt sie Alice zurück mit der Aufforderung, weiter zu schreiben, nicht aufzugeben und sie bald zu besuchen in San Francisco. Das einzige, was Alice schreibt, ist der Meisterin einen Brief, ab und an telefoniert sie ihrem grossen Vorbild und fliegt eines Tages unangekündigt nach San Francisco, um vor Ort von der Meisterin zu lernen.
Diebe und Vampire ist ein Roman über das Schreiben, ein Roman über das Leben einer jungen Frau, die vom Traum, Schriftstellerin besessen ist, aber mehr Gründe dafür findet, nicht zu schreiben, als zu schreiben.
„Ich habe Angst zu scheitern, platzte ich heraus. Ich habe Angst, dass ich nie gut sein werde, nie eine richtig, richtig gute Schriftstellerin sein werde. Ich habe Angst, dass man mich fertigmachen und über mich lachen wird, dass ich einen Traum habe, der so lächerlich ist, als wolle eine Taube eine Nachtigall sein.“
Es ist ein Buch, das von den Ängsten und Nöten des Schreibens handelt, ein Buch, das auch autobiographische Züge trägt zumindest, was den Schreibprozess, den Akt des Schreibens betrifft. Es ist aber auch ein Buch über das Scheitern, das Älterwerden – schonungslos, offen, teilweise etwas abstrus, teilweise verwirrend, weil nicht klar ist, was real und was Phantasie der Protagonistin ist, dabei aber unterhaltsam und flüssig zu lesen.
Fazit: Die Geschichte einer jungen Frau, von ihrem Traum vom Schreiben und den Schwierigkeit, es wirklich zu tun. Ein Buch, das trotz einiger Schwächen Spass macht beim Lesen. Empfehlenswert.
Erneut habe ich ein Buch beendet, dass mich vor ein Rätsel zu seiner Botschaft stellt. Die junge Protagonistin war mir zu hörig, Ich fand es schade zu beobachten, wie sie ihre Jugend verschwendet. Die spätere war mir deutlich sympatischer, verfiel jedoch wegen einer Trennung erneut in eine Verhaltensweise, die sie selbst bremste. So weit, so gut. Unklar bleibt mir, was das Baby im Buch zu suchen hatte. Die Art der Autorin zu schreiben empfand ich als sehr angenehm.
Nettes Buch um den Kopf auszuschalten und nicht nachzudenken was man da gerade liest. Konnte leider nicht wirklich einen Sinn feststellen, muss man nicht wirklich gelesen haben.
Es war ein Versuch meinerseits mal etwas anderes zu lesen und mich mehr an genrefreie Gegenwartsliteratur zu trauen. Es klang generell interessant, da ich das Thema Schriftstellerei spannend finde. Jedoch hatte ich beim Lesen des Klappentextes auch Befürchtungen und diese haben sich bewahrheitet. Die Protagonisten empfand ich als unreif und war daher teilweise von ihr genervt. Ich mochte ihre Korrespondenz mit der Meisterin und generell war die Meisterin eine faszinierende Figur, aber fast jeder Satz in dem sie nicht erwähnt wurde war eher uninteressant für mich, besonders der dritte Teil des Buches konnte mich gar nicht mehr begeistern und ich muss gestehen viel überflogen zu haben. Leider nichts für mich, auch wenn die Grundidee gut war.
"Ich habe sie immer 'die Meisterin' genannt, nie bei ihrem richtigen Namen, und wenn ich heute an sie denke, denke ich immer noch an sie als 'die Meisterin', und wenn ich über sie schreibe, kann ich nur so über sie schreiben."
very refreshing to read from the perspective of a protagonist who simply sucks!! a true girl failure!! the most wettest, pathetic person in a room full of wet and pathetic assholes!!
über einsamkeit und obsession und ziellosigkeit. über das alter und altern und die geister der eigenen untalentiertheit die einen ganz plötzlich wieder einfangen
Das Buch hat unglaublich vielversprechend begonnen und mich mitgerissen, obwohl ich kein Fan von moderner Literatur bin. Leider hat sich die Richtigkeit dieses Gefühl auch wieder einmal bestätigt 🙄. Wieso zum Teufel kreiert man einen spannenden Anfang/ den Beginn einer Story und führt die dann nicht weiter? Wieso so viele Omissionen, vor allem gegen Ende des Buches? Das Argument "das ist ein besonderer Stil" zieht meiner Meinung nach überhaupt nicht, denn dadurch hat sich das ganze Buch verschlechtert, anstatt verbessert. Kurzum: Ihre Gedanken zum Schreiben gefallen mir gut, auch kann sie wunderbar Szenen beschreiben und einfangen, aber das wars auch schon. Das Buch war eine Enttäuschung. Ich denke, die Autorin hatte einfach keine Idee mehr, wie sie die ganze Geschichte hätte auflösen können.
Ich mag den Schreibstil von Doris Dörrie. Er ist einfach und leicht zu verstehen. Man will immer weiter lesen. Ich mochte das Buch, jedoch hat mich das dritte Kapitel enttäuscht. Ich habe des Schluss nicht verstanden. Wer die Autorin mag und ein schnelles Buch über das Leben einer Schriftstellerin, die sich für keine hält und selbstkritisch ist, lesen mag macht mit diesem Buch keinen Fehler.
Es war ein solides Buch, das mir aber ein wenig zu eintönig war. An sich mag ich Dörrie sehr gerne, aber von dem Buch war ich ein wenig enttäuscht. Vor allem der letzte Teil der Geschichte war für mich ein bisschen Fehl am Platz.
Scary how this book found me, I just picked it randomly without even knowing what it’s about, because it was cheaper to buy two.
Ich habe es nur genommen, weil ich Doris Dörrie mal bei einem Vortrag gehört habe, bei dem sie mit einer Spiderman Maske auf die Bühne kam! Ich werd’s nie vergessen!
Das war, trotz fehlender Anführungszeichen der direkten wörtlichen Rede was ja eigentlich super verwirrend ist, richtig angenehm leicht und spannend zu lesen.
Das Buch hat mir gut gefallen. Ich dachte allerdings es ginge mehr um die Beziehung zwischen der Erzählerin und der Meisterin. Generell ist die Geschichte realistischer, als ich sie mir vorgestellt habe. Doch das ist auch gut so. Sie erzählt zwar mit viel Fantasie, doch recht realistisch vom Leben, von Träumen und davon, dass wir uns manchmal damit abfinden müssen, dass unsere Träume wenn sie real werden nie dem entsprechen, was wir uns ausgemalt haben.
Nur kurz wollte ich reinschauen, bevor ich hätte aus dem Haus müssen - und blieb sofort kleben an der Geschichte über die 23-jährige Alice, die unbedingt Schriftstellerin werden will, aber weder weiß, wie sie's anfangen soll, noch wie man das werden kann und außerdem auch sonst nicht recht weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Unterhaltsam ohne seicht zu sein.