Eigentlich war dieses Buch ein Reinfall und meine persönliche Wertung wären nur zwei Sterne. Da ich aber anerkenne, dass ich nicht die Zielgruppe dieses Werkes bin und davon ausgehe, dass es für eben jene Leser, für die es konzipiert wurde, sehr aufschlussreich sein kann, gibt es drei Sterne dafür.
Ich bin deshalb nicht die Zielgruppe, weil sich Wunderlich, trotz der populärwissenschaftlichen Aufmachung, an Fachpersonal richtet. An Linguisten, Lehrer, ausgebildetes Personal. Wer einfach etwas mehr über Sprache an sich erfahren möchte, der wird hier sehr gefordert.
Der Autor schreibt äusserst wissenschaftlich. Also trocken. Zäh. Lange Sätze und viele, viele Fachausdrücke. Tabellen, Ausführungen, Statistiken... Alles sehr interessant, wenn man denn wirklich mitkommt und versteht, was Wunderlich einem sagen will.
Das war bei mir leider häufig nicht der Fall und auch jetzt bin ich mir noch nicht sicher, was genau mir von der Lektüre im Kopf bleiben wird. Mein Frustlevel mit diesem Werk war ziemlich hoch, obwohl ich es mir gewohnt bin, Fach- und Sachbücher zu lesen. Aber hier kam auch ich an meine Grenzen.
Für jene, die sich für Satzstrukturen kleiner Sprachgruppen interessieren und auch damit arbeiten und forschen müssen, ist diese Sammlung an Wissen bestimmt sehr hilfreich. Auch ich fand immer wieder Passagen, die ich spannend fand. Leider scheint aber das vermittelte Wissen nicht in meinem Laienkopf zu bleiben, sondern flattert gleich wieder mit den nächsten Fachausdrücken davon.
Schade, dass es so enden musste, denn eigentlich war ich sehr neugierig auf das Thema. Eine Antwort auf die im Untertitel gegebene Frage hat Wunderlich im Text sicherlich gegeben, nur leider war ich nicht dazu in der Lage, sie herauszufiltern. Andere schaffen das bestimmt besser als ich.
Wie gesagt, Laien wie ich sind nicht als Zielgruppe konzipiert.