Pilic beschreibt das Leben ihrer Kindheit und ihrer Familie in Jugoslawien und München bis zum Ausbruch der Kriege in den 90iger Jahren. Ihre Mutter ist Serbin, der Vater Kroate, und so fühlt sie sich als Serbokroatin und als "Jugo", und steht dem Zerfall "ihres" Landes kritisch gegenüber.
Aus vielen kleinen Geschichten, Ideen und Eindrücken, webt sie eine Art Flickenteppich für den Leser, was ihre Herkunft für sie bedeutet und aus ihr gemacht hat.
Das Buch liest sich zu Beginn holprig, ich musste mich erst auf den Stil der Autorin einlassen, gerade im ersten Teil schreibt sie gerne mal ordinär und "aggro", und obwohl ich ihre Intention vestehen kann, passt dieser Stil nicht zum Rest des Buches. Pilic hätte es gar nicht nötig, ihr Schreibstil bis zum Ende des Buches ist dann nämlich wunderbar, und sie kann einfach toll erzählen.
Auch hat mir ihre humoreske Art gefallen, Dinge welche eigentlich gar nicht lustig sind, trocken und treffend zu beschreiben.
Es ist kein einfaches Buch, aber nichtsdestotrotz ein sehr lesenswertes. Ein Kaleidoskop von kleinen und grossen Geschichten, auch die Erzählungen zu Tito und anderen grossen Landsleuten sind alleine schon den Kauf wert, wenn man sich nur bisschen für die Geschichte des Balkan interessiert.