Fritz Weber (* 4. Juni 1895 in Wien; † 1. Juni 1972 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller und Erzähler.
Werk
Weber bekannteste Werke sind seine Kriegserinnerungen und Kriegsbücher aus den 1930er Jahren. Sie wurden auch nach 1945 immer wieder neu aufgelegt. Neben Luis Trenker und dem Militärhistoriker Heinz von Lichem gilt Weber als bekanntester „Erinnerungsproduzent“ für die Ereignisse an der österreichischen Südwestfront. Laut Christa Hämmerle ist Weber „ein besonders viel zitierter Protagonist der lange von Offizieren determinierten Erinnerungskultur an den Ersten Weltkrieg“. Zumal er auch auf das Schicksal der Mannschaften der k.u.k. Armee eingeht, figuriert er in der österreichischen Militärgeschichtsschreibung auch als der „österreichische Remarque“, eine Zuschreibung, die Hämmerle kritisiert. Daneben veröffentlichte Weber vor wie nach 1945 eine Reihe von Romanen.
Romane
Die Toten der Svea, 1930
Die Trommel Gottes, 1936
Im Feuerkreis der Liebe, 1938
Sperrfort Rocca Alta, 1938 (Luis Trenker, geschrieben von Fritz Weber)
Der Feuerteufel, 1940 (Luis Trenker, geschrieben von Fritz Weber, weitgehend textgleich mit Der Mann von Rinn)
Hauptmann Ladurner, 1940 (Luis Trenker, geschrieben von Fritz Weber)
Sterne über den Gipfeln (Luis Trenker, geschrieben von Fritz Weber)
Der zerrissene Himmel, 1948
Der römische Brunnen, 1943
Die Irrfahrt des Martin Rupp, 1952
Der Mann von Rinn, 1949
Der Berg schweigt, 1951
Das Paradies ohne Engel, 1957
Unsterbliche Geliebte du!, 1960
Novellen
Frontkameraden, 1935
Memoiren/Erlebnisberichte Die Memoiren bestehen aus vier Teilen, die nicht in chronologischer Reihenfolge erschienen und später unter verschiedenen Titeln neu aufgelegt wurden.
Das Ende der Armee (1931) [Teil 4]
Menschenmauer am Isonzo (1931) [Teil 2]
Sturm an der Piave (1931) [Teil 3]
Granaten und Lawinen (1932) [Teil 1]
Neuauflagen aller 4 Teile unter den Titeln Das Ende einer Armee (1936, 1938) und Das Ende der alten Armee (1959).
Kriegshistorisches
Isonzo 1915, 1933
Isonzo 1916, 1933
Isonzo 1917, 1933
Alpenkrieg, 1934
Hurra die Gams, 1956 (Julius Ringel, geschrieben von Fritz Weber)
Italienische Übersetzungen
Tappe della disfatta (Das Ende einer Armee), Milano: Mursia 1965, Neuauflage 2004
Dal Monte Nero a Caporetto (Isonzo 1915, 1916, 1917), Milano: Mursia 1965, Neuauflage 2006
Guerra sulle Alpi 1915–1917 (Alpenkrieg), Milano: Mursia 1995
Gedichte, Satiren, Grotesken
Der Weisheit letzter Schluß, 1951