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Henkersmarie
Eine Henkerstochter auf der Flucht vor ihrem Schicksal
Rothenburg ob der Tauber, um 1540. Maria wächst als Henkerstochter in einer schäbigen Gasse heran. Dem Mädchen ist der Beruf des Vaters eine fremde Welt. Nur zu deutlich spürt sie, dass sie gemieden wird - gelten Henker und ihre Familien doch als "Unehrliche", mit denen man nicht in Berührung kommen soll.
Als sie alt genug ist, nimmt ihr Vater sie zum ersten Mal zu einer Hinrichtung mit. Danach schwört sie sich, die Henkerswelt für immer hinter sich zu lassen, sobald sie erwachsen ist. Aber ihre Eltern haben andere Pläne: Sie soll den Sohn und baldigen Nachfolger des Freiburger Henkers heiraten. Bleibt ihr nur die Flucht?
Rothenburg ob der Tauber, um 1540. Maria wächst als Henkerstochter in einer schäbigen Gasse heran. Dem Mädchen ist der Beruf des Vaters eine fremde Welt. Nur zu deutlich spürt sie, dass sie gemieden wird - gelten Henker und ihre Familien doch als "Unehrliche", mit denen man nicht in Berührung kommen soll.
Als sie alt genug ist, nimmt ihr Vater sie zum ersten Mal zu einer Hinrichtung mit. Danach schwört sie sich, die Henkerswelt für immer hinter sich zu lassen, sobald sie erwachsen ist. Aber ihre Eltern haben andere Pläne: Sie soll den Sohn und baldigen Nachfolger des Freiburger Henkers heiraten. Bleibt ihr nur die Flucht?
512 pages, Hardcover
First published May 30, 2015
About the author
Astrid Fritz
31 books16 followersGeboren und aufgewachsen bin ich im nordbadischen Pforzheim, zusammen mit zwei älteren Geschwistern, einem Hund, zwei Meerschweinchen und einer Goldhamsterzucht.
Nach dem Abitur folgte eine eher unruhige, wenngleich spannende Zeit: Nach einem dreimonatigen Praktikum auf einem Biobauernhof im idyllischen Emmental studierte ich zunächst Tiermedizin, dann Theaterwissenschaft, Literatur und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Danach brachte mich meine erste Arbeitsstelle als Fachzeitschriften-Redakteurin nach Darmstadt, später ging es wieder zurück nach Freiburg, wo ich insgesamt die meisten Jahre verbracht habe.
In diese Zeit Ende der Achtziger fielen auch mehrere Monate der Arbeitslosigkeit, in denen ich mich mit Literaturbesprechungen und Korrekturarbeiten für einen Verlag sozusagen geistig über Wasser hielt. Und es entstand das erste Buch: Mein Studienfreund Bernhard Thill und ich verfassten einen Stadtführer der etwas anderen Art, der sich unter dem Titel „Unbekanntes Freiburg“ bis heute verkauft.
Bei der Recherche hierzu bin ich auf die Lebensgeschichte der Catharina Stadellmenin gestoßen, die 1599 als vermeintliche Hexe verbrannt wurde. Sie sollte später zur Protagonistin meines ersten historischen Romans „Die Hexe von Freiburg“ werden.
Nach einer zweijährigen Ausbildung zur EDV-Kauffrau arbeitete ich mehrere Jahre in einem Freiburger Softwarehaus als Schulungsreferentin und technische Redakteurin – bis es dann 1994, zusammen mit meiner Familie, für drei spannende Jahre nach Santiago de Chile ging. Neben der Kindererziehung, der freien Mitarbeit für eine deutsch-chilenische Wochenzeitung und den ersten inhaltlichen Entwürfen zu meiner „Hexe“ erkundete ich Land und Leute. Dabei wunderte ich mich immer mehr über die zahlreichen deutschen Spuren in Chile. Ich begann über die Einwandererströme hundertfünfzig Jahre zuvor zu recherchieren, woraus die Idee zu meinem Roman „Der Ruf des Kondors“ entstand.
Zurück in Deutschland, ging es über die Stationen Worpswede, Ravensburg und abermals Freiburg ins Schwäbische, in die Nähe von Stuttgart. Meine nicht gerade bahnbrechende Karriere als Texterin für Web und Werbung beendete sich von selbst, als im November 2003 bei Rowohlt meine „Hexe von Freiburg“ erschien. Seither lebe ich als freiberufliche Autorin vom Schreiben historischer Romane.
Nach dem Abitur folgte eine eher unruhige, wenngleich spannende Zeit: Nach einem dreimonatigen Praktikum auf einem Biobauernhof im idyllischen Emmental studierte ich zunächst Tiermedizin, dann Theaterwissenschaft, Literatur und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Danach brachte mich meine erste Arbeitsstelle als Fachzeitschriften-Redakteurin nach Darmstadt, später ging es wieder zurück nach Freiburg, wo ich insgesamt die meisten Jahre verbracht habe.
In diese Zeit Ende der Achtziger fielen auch mehrere Monate der Arbeitslosigkeit, in denen ich mich mit Literaturbesprechungen und Korrekturarbeiten für einen Verlag sozusagen geistig über Wasser hielt. Und es entstand das erste Buch: Mein Studienfreund Bernhard Thill und ich verfassten einen Stadtführer der etwas anderen Art, der sich unter dem Titel „Unbekanntes Freiburg“ bis heute verkauft.
Bei der Recherche hierzu bin ich auf die Lebensgeschichte der Catharina Stadellmenin gestoßen, die 1599 als vermeintliche Hexe verbrannt wurde. Sie sollte später zur Protagonistin meines ersten historischen Romans „Die Hexe von Freiburg“ werden.
Nach einer zweijährigen Ausbildung zur EDV-Kauffrau arbeitete ich mehrere Jahre in einem Freiburger Softwarehaus als Schulungsreferentin und technische Redakteurin – bis es dann 1994, zusammen mit meiner Familie, für drei spannende Jahre nach Santiago de Chile ging. Neben der Kindererziehung, der freien Mitarbeit für eine deutsch-chilenische Wochenzeitung und den ersten inhaltlichen Entwürfen zu meiner „Hexe“ erkundete ich Land und Leute. Dabei wunderte ich mich immer mehr über die zahlreichen deutschen Spuren in Chile. Ich begann über die Einwandererströme hundertfünfzig Jahre zuvor zu recherchieren, woraus die Idee zu meinem Roman „Der Ruf des Kondors“ entstand.
Zurück in Deutschland, ging es über die Stationen Worpswede, Ravensburg und abermals Freiburg ins Schwäbische, in die Nähe von Stuttgart. Meine nicht gerade bahnbrechende Karriere als Texterin für Web und Werbung beendete sich von selbst, als im November 2003 bei Rowohlt meine „Hexe von Freiburg“ erschien. Seither lebe ich als freiberufliche Autorin vom Schreiben historischer Romane.
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Community Reviews
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
June 14, 2015
Rothenburg ob der Tauber im 16. Jahrhundert: Hier wächst Maria heran gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Veit und ihrem jüngeren Bruder Jonathan. Die drei Kinder haben es nicht leicht, denn ihr Vater ist der Henker der Stadt und somit ein "Unehrlicher". Die Familie wird verachtet und gemieden, worunter besonders Maria sehr leidet. Für sie steht fest, dass sie ihren Kindern später dieses Schicksal ersparen möchte.
💙
Mein Leseeindruck:
Maria ist die Hauptprotagonistin in diesem Buch. Wir begleiten sie von ihrer Kindheit über die Jugendzeit bis hin zum Erwachsenwerden. Ich habe mich sehr gut in Maria hineinfühlen können und konnte ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen. Es ist sehr interessant zu lesen, wie eine Henkersfamilie damals gelebt hat. Vieles wusste ich schon, aber es gab auch viele Dinge, die mir neu waren, so dass es wirklich faszinierend war, dieses Buch zu lesen und gleichzeitig zu lernen.
Es ist ein eher "ruhiges" Buch, auch wenn es teilweise natürlich sehr grausam zu lesen ist, welche Tätigkeiten ein Henker zu verrichten hatte und was es da alles für verschiedene Varianten des Tötens und des Folterns gab.
Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Es war spannend und interessant, Maria und ihre Familie zu begleiten.
Die Autorin hat zudem einen sehr angenehmen Schreibstil; leicht, flüssig, und doch packend und mitreißend.
Wer Historische Romane mag, sollte sich die "Henkersmarie" auf jeden Fall einmal näher ansehen. Es lohnt sich!
💙
Mein Leseeindruck:
Maria ist die Hauptprotagonistin in diesem Buch. Wir begleiten sie von ihrer Kindheit über die Jugendzeit bis hin zum Erwachsenwerden. Ich habe mich sehr gut in Maria hineinfühlen können und konnte ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen. Es ist sehr interessant zu lesen, wie eine Henkersfamilie damals gelebt hat. Vieles wusste ich schon, aber es gab auch viele Dinge, die mir neu waren, so dass es wirklich faszinierend war, dieses Buch zu lesen und gleichzeitig zu lernen.
Es ist ein eher "ruhiges" Buch, auch wenn es teilweise natürlich sehr grausam zu lesen ist, welche Tätigkeiten ein Henker zu verrichten hatte und was es da alles für verschiedene Varianten des Tötens und des Folterns gab.
Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Es war spannend und interessant, Maria und ihre Familie zu begleiten.
Die Autorin hat zudem einen sehr angenehmen Schreibstil; leicht, flüssig, und doch packend und mitreißend.
Wer Historische Romane mag, sollte sich die "Henkersmarie" auf jeden Fall einmal näher ansehen. Es lohnt sich!
September 19, 2025
4,75🌟
Das war so krass.
Ich liebe die Bücher von Astrid Fritz, besonders die "Hexe von Freiburg"-Reihe. Dieses Buch war immer noch ihr Schreibstil und alles was ich an ihren Büchern liebe, aber halt einfach über eine Henkerstochter und über die ganzen Probleme, Anfeindungen und Verstöße die da in so einem Leben stattfanden, nur weil der Vater einen Beruf ausübt der nicht ganz ethisch vertretbar ist, zu dieser Zeit aber halt einfach notwendig war. Die Thematik fand ich so spannend. Auch zu sehen, dass der Henker oder auch Scharfrichter, nicht nur Menschen umgebracht hat zu dieser Zeit sondern auch viele andere wichtige Aufgaben hatte damals.
Alles ein sehr spannendes Thema. Und dann diese unerwartete Liebesgeschichte dazu, der "Plottwist" dass sie flieht und wie sie dann wieder gekommen ist, es war alles so toll und traurig und irgendwie habe ich selten so sehr geweint bei einem Buch. Hätte irgendwie nicht gedacht dass das traurig wird, aber machste nix.
Das war so krass.
Ich liebe die Bücher von Astrid Fritz, besonders die "Hexe von Freiburg"-Reihe. Dieses Buch war immer noch ihr Schreibstil und alles was ich an ihren Büchern liebe, aber halt einfach über eine Henkerstochter und über die ganzen Probleme, Anfeindungen und Verstöße die da in so einem Leben stattfanden, nur weil der Vater einen Beruf ausübt der nicht ganz ethisch vertretbar ist, zu dieser Zeit aber halt einfach notwendig war. Die Thematik fand ich so spannend. Auch zu sehen, dass der Henker oder auch Scharfrichter, nicht nur Menschen umgebracht hat zu dieser Zeit sondern auch viele andere wichtige Aufgaben hatte damals.
Alles ein sehr spannendes Thema. Und dann diese unerwartete Liebesgeschichte dazu, der "Plottwist" dass sie flieht und wie sie dann wieder gekommen ist, es war alles so toll und traurig und irgendwie habe ich selten so sehr geweint bei einem Buch. Hätte irgendwie nicht gedacht dass das traurig wird, aber machste nix.
This entire review has been hidden because of spoilers.
June 2, 2015
Rothenburg ob der Tauber, um 1540. Die kleine Maria wächst als Tochter eines Henkers auf - in einer schäbigen Gasse und der Beruf des Vaters ist für sei eine fremde Welt. Dennoch spürt sie deutlich, wie sie und ihre Familie gemieden werden. Denn Henker und deren Familien gelten als 'Unehrliche', mit denen man nicht in Berührung kommen sollte.
Als Maria alt genug ist, wird sie von ihrem Vater zum ersten Mal zu einer Hinrichtung mitgenommen und schwört sich, die Henkerswelt für immer hinter sich zu lassen, sobald sie alt genug ist. Doch ihr Eltern haben andere Pläne: Marie soll den Sohn und baldigen Nachfolger des Freiburger Henkers heiraten. Alles in ihr sträubt sich dagegen, denn sie kommt mit dem Beruf und den damit verbundenen Konsequenzen nicht zu recht. Bleibt der jungen Frau nur die Flucht?
Für mich ist es das erste Buch, welches in diese Richtung geht. Bisher habe ich mich nicht mit dem Thema Henker beschäftigt, obwohl es durchaus ein interessantes Thema ist. Deshalb war ich schon sehr gespannt auf die Geschichte.
Es ist erschreckend, wie die Menschen mit Personen umgehen, die damals nicht den Erwartungen entsprochen haben. Ein Henker tut, wie ihm geheissen. Ob die Strafen immer in Ordnung sind oder die Verurteilungen rechtens, das ist ein anderes Thema. Ich weiss nicht, ob ich mich überwinden könnte, die Gefangenen peinlich zu befragen und danach zu bestrafen oder gar hinzurichten. Eigentlich sollte man den Henkern Respekt zollen.
Bestimmt ist es nicht leicht, die Befehle auszuführen und schliesslich damit klar zu kommen. Genauso wie es sehr schwer sein muss, ausgegrenzt zu werden, nur weil man einen solchen Beruf hat - und der Familie haftet der gleiche Ruf an.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist der Aspekt, dass der Henker, trotz seiner Berufes, auch als Heiler gebraucht wird. Wo ich dann beim Verhalten der Bevölkerung ein wenig den Kopf schütteln muss - wenn sie Hilfe brauchen, ist der Henker besser als ein Medicus, aber ansonsten wollen sie mit ihm nichts zu tun haben.
Es kommt auch eine Liebesgeschichte vor in dem Buch, welche sich aber nicht in den Vordergrund drängt. Daher hat sie mir gefallen - auch wenn ich zum Ende des Buches sagen muss, ich hätte es mir hier dann doch gewünscht, dass es noch ein paar Seiten mehr dazu gehabt hätte. Es ging dann ein wenig zu schnell.
Es gibt auch ein paar Wendungen, mit denen man nicht unbedingt rechnet und ich habe ein oder zwei Mal sogar eine Träne vergossen, da es mich so berührt hat.
Astrid Fritz Schreibstil ist einfach toll und ich bin quasi durch das Buch geflogen. Sie hat mich richtig in ihren Bann gezogen und ich mag ihre Art der Erzählung. Und man merkt auch, dass sie sich vorher über das Thema informiert hat und nicht einfach geschrieben hat.
Charaktere
Marie hat mir sehr gut gefallen - durch die Aufteilung im Buch konnte man miterleben, wie von einem jungen Mädchen zu einer jungen Frau wurde. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, auch wenn sich in einigen Handlungen ihr Alter gezeigt hat. Dennoch ist sie ein wundervoller Charakter, den ich sehr gerne gemocht habe.
Auch Maries Familie hat mir gut gefallen - man konnte sich in die einzelnen Personen hineinversetzen. Ausser die Mutter blieb mir ein wenig auf der Strecke. Man hat zwar einiges über sie erfahren, aber doch weitaus weniger als über den Vater oder die beiden Brüder von Maria. Das fand ich ein wenig schade.
Die Nebencharaktere haben mir alle gut gefallen. Einige waren näher ausgeleuchtet, da sie eine wichtiger Rolle hatten, andere waren eher im Dunkeln. Aber alles in allem sind sie der Autorin sehr gelungen.
Cover
Das Cover finde ich sehr schön, auch wenn es nicht ganz zum Buch passt. Das fand ich etwas schade.
Fazit
Ein interessanter historischer Roman, den ich jedem empfehlen kann, der mal etwas in diese Richtung lesen möchte. Das Buch erhält von mir 4 Sterne.
Als Maria alt genug ist, wird sie von ihrem Vater zum ersten Mal zu einer Hinrichtung mitgenommen und schwört sich, die Henkerswelt für immer hinter sich zu lassen, sobald sie alt genug ist. Doch ihr Eltern haben andere Pläne: Marie soll den Sohn und baldigen Nachfolger des Freiburger Henkers heiraten. Alles in ihr sträubt sich dagegen, denn sie kommt mit dem Beruf und den damit verbundenen Konsequenzen nicht zu recht. Bleibt der jungen Frau nur die Flucht?
Für mich ist es das erste Buch, welches in diese Richtung geht. Bisher habe ich mich nicht mit dem Thema Henker beschäftigt, obwohl es durchaus ein interessantes Thema ist. Deshalb war ich schon sehr gespannt auf die Geschichte.
Es ist erschreckend, wie die Menschen mit Personen umgehen, die damals nicht den Erwartungen entsprochen haben. Ein Henker tut, wie ihm geheissen. Ob die Strafen immer in Ordnung sind oder die Verurteilungen rechtens, das ist ein anderes Thema. Ich weiss nicht, ob ich mich überwinden könnte, die Gefangenen peinlich zu befragen und danach zu bestrafen oder gar hinzurichten. Eigentlich sollte man den Henkern Respekt zollen.
Bestimmt ist es nicht leicht, die Befehle auszuführen und schliesslich damit klar zu kommen. Genauso wie es sehr schwer sein muss, ausgegrenzt zu werden, nur weil man einen solchen Beruf hat - und der Familie haftet der gleiche Ruf an.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist der Aspekt, dass der Henker, trotz seiner Berufes, auch als Heiler gebraucht wird. Wo ich dann beim Verhalten der Bevölkerung ein wenig den Kopf schütteln muss - wenn sie Hilfe brauchen, ist der Henker besser als ein Medicus, aber ansonsten wollen sie mit ihm nichts zu tun haben.
Es kommt auch eine Liebesgeschichte vor in dem Buch, welche sich aber nicht in den Vordergrund drängt. Daher hat sie mir gefallen - auch wenn ich zum Ende des Buches sagen muss, ich hätte es mir hier dann doch gewünscht, dass es noch ein paar Seiten mehr dazu gehabt hätte. Es ging dann ein wenig zu schnell.
Es gibt auch ein paar Wendungen, mit denen man nicht unbedingt rechnet und ich habe ein oder zwei Mal sogar eine Träne vergossen, da es mich so berührt hat.
Astrid Fritz Schreibstil ist einfach toll und ich bin quasi durch das Buch geflogen. Sie hat mich richtig in ihren Bann gezogen und ich mag ihre Art der Erzählung. Und man merkt auch, dass sie sich vorher über das Thema informiert hat und nicht einfach geschrieben hat.
Charaktere
Marie hat mir sehr gut gefallen - durch die Aufteilung im Buch konnte man miterleben, wie von einem jungen Mädchen zu einer jungen Frau wurde. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, auch wenn sich in einigen Handlungen ihr Alter gezeigt hat. Dennoch ist sie ein wundervoller Charakter, den ich sehr gerne gemocht habe.
Auch Maries Familie hat mir gut gefallen - man konnte sich in die einzelnen Personen hineinversetzen. Ausser die Mutter blieb mir ein wenig auf der Strecke. Man hat zwar einiges über sie erfahren, aber doch weitaus weniger als über den Vater oder die beiden Brüder von Maria. Das fand ich ein wenig schade.
Die Nebencharaktere haben mir alle gut gefallen. Einige waren näher ausgeleuchtet, da sie eine wichtiger Rolle hatten, andere waren eher im Dunkeln. Aber alles in allem sind sie der Autorin sehr gelungen.
Cover
Das Cover finde ich sehr schön, auch wenn es nicht ganz zum Buch passt. Das fand ich etwas schade.
Fazit
Ein interessanter historischer Roman, den ich jedem empfehlen kann, der mal etwas in diese Richtung lesen möchte. Das Buch erhält von mir 4 Sterne.
March 19, 2017
Ich weiß gar nicht, warum ich bisher noch kein Buch von Astrid Fritz gelesen habe, wo ich historische Romane doch sehr gerne mag – was ich aber weiß, ist, dass dies sicherlich nicht mein letzter Roman von ihr war, denn ich fühlte mich in diesem Buch sehr wohl und habe schöne Lesestunden gehabt. Nur den Klappentext sollte man nicht lesen – denn was dort geschrieben steht, nimmt viel zu viel vorweg und geschieht erst im letzten Viertel des Buches.
Die Geschichte spielt Mitte des 16. Jahrhunderts, und man begleitet die Henkerstochter Maria von ihrer Kindheit an bis ins junge Erwachsenenalter – und sie macht einiges mit, denn als Henkerstochter wird sie oft gemieden, sie findet nur schwer Freunde und muss diese dann verlassen, wenn der Vater an einem anderen Ort gebraucht wird – aber warum erscheinen die Umzüge immer wie eine Flucht, was steckt wirklich dahinter?
Ich mochte Marie von Anfang an – sie ist mir direkt ans Herz gewachsen mit ihrer liebenswerten und sorgenden Art. Zum Glück verliert sich das nicht auf ihrem oft steinigen Weg – obwohl sie oft auf Feindschaft, Abstoßung und Argwohn stört, trägt Marie ihr Herz weiter am rechten Fleck, sieht von ihren Werten nicht ab und findet so dann doch immer wieder Menschen, mit denen sie sich anfreundet. Aber auch Maries Familie habe ich gemocht, und durch die vielen Beschreibungen einen ganz neuen Blick auf das Leben einer Henkersfamilie erhalten. Ein Henker ist nicht nur zum Richten da, nein, er übernimmt auch viele andere Aufgaben und ist nicht zuletzt auch Heiler. Und so mochte ich auch Maries Vater sehr gerne; seine sorgende Art und seine Menschlichkeit trotz der harten Aufgabe als Scharfrichter haben mich sehr beeindruckt. Er hat Urteile nicht einfach nur ausgeführt, sondern immer auch die Seite des Verurteilten bedacht – und nicht selten hat er versucht, ihm den Tod so angenehm wie möglich zu gestalten. Oft war er zerrissen wegen dem, was er tun muss und gerade das machte ihn zu einem sympathischen Menschen. Astrid Fritz hat den Charakteren wirklich Leben eingehaucht, sie sehr gut gezeichnet, so dass ich mich als Teil der Familie gefühlt habe.
Die Geschichte selber ist eher eine ruhige und zielt darauf ab, das Leben einer Henkersfamilie mit all seinen Höhen und Tiefen zu erzählen. So bekommt man viele Einblicke in Alltagssituation – egal ob auf dem Richtplatz, dem Familienleben oder auch beim Umherziehen durch das Land. Man erlebt hautnah die Ängste und Sorgen, aber auch die Freude und Liebe innerhalb der Familie. Der angenehme Schreibstil hat das Lesen zudem noch leicht gemacht, denn er bleibt flüssig zu lesen, obwohl er gut zur damaligen Zeit passt und er die besondere Atmosphäre, die Marie und ihre Familie umgibt, gut einzufangen vermochte. Ich habe mich als Teil der Geschichte gefühlt, weil alles sehr gut beschrieben war, ohne dass es aber langweilig oder langatmig war. Es ist zwar nicht so, dass die Geschichte einen hohen Spannungsbogen hat, trotzdem aber fühlte ich mich wie getragen durch die Erlebnisse der Familie, vielleicht auch, weil alles sehr glaubhaft erzählt war – da hat die Autorin gute Recherchearbeit geleistet. Und durch das angehangene Glossar wurden dann auch noch offen gebliebene Fragen geklärt.
Ich mochte das Buch wirklich sehr gerne – nur vom Klappentext sollte man sich nicht irritieren lassen. Ich habe für mich eine neue Autorin entdeckt und werde ganz sicher weitere Bücher von ihr lesen – diesem hier gebe ich 4 von 5 Sternen. Einen Stern ziehe ich nur ab, weil ich mir doch einen etwas höheren Spannungsbogen gewünscht hätte – trotzdem aber fühlte ich mich gut unterhalten und freue mich auf weitere Bücher der Autorin.
Mein Fazit
Den Klappentext sollte man nicht lesen, denn er könnte einen falschen Eindruck vom Buch erwecken – es ist eine eher ruhige Geschichte, die vom Leben einer Henkersfamilie erzählt. Vor allem die liebenswerten Charaktere und der atmosphärische Schreibstil haben mich eintauchen lassen in die Geschichte. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, so dass ich gerne 4 von 5 Sternen vergebe.
Die Geschichte spielt Mitte des 16. Jahrhunderts, und man begleitet die Henkerstochter Maria von ihrer Kindheit an bis ins junge Erwachsenenalter – und sie macht einiges mit, denn als Henkerstochter wird sie oft gemieden, sie findet nur schwer Freunde und muss diese dann verlassen, wenn der Vater an einem anderen Ort gebraucht wird – aber warum erscheinen die Umzüge immer wie eine Flucht, was steckt wirklich dahinter?
Ich mochte Marie von Anfang an – sie ist mir direkt ans Herz gewachsen mit ihrer liebenswerten und sorgenden Art. Zum Glück verliert sich das nicht auf ihrem oft steinigen Weg – obwohl sie oft auf Feindschaft, Abstoßung und Argwohn stört, trägt Marie ihr Herz weiter am rechten Fleck, sieht von ihren Werten nicht ab und findet so dann doch immer wieder Menschen, mit denen sie sich anfreundet. Aber auch Maries Familie habe ich gemocht, und durch die vielen Beschreibungen einen ganz neuen Blick auf das Leben einer Henkersfamilie erhalten. Ein Henker ist nicht nur zum Richten da, nein, er übernimmt auch viele andere Aufgaben und ist nicht zuletzt auch Heiler. Und so mochte ich auch Maries Vater sehr gerne; seine sorgende Art und seine Menschlichkeit trotz der harten Aufgabe als Scharfrichter haben mich sehr beeindruckt. Er hat Urteile nicht einfach nur ausgeführt, sondern immer auch die Seite des Verurteilten bedacht – und nicht selten hat er versucht, ihm den Tod so angenehm wie möglich zu gestalten. Oft war er zerrissen wegen dem, was er tun muss und gerade das machte ihn zu einem sympathischen Menschen. Astrid Fritz hat den Charakteren wirklich Leben eingehaucht, sie sehr gut gezeichnet, so dass ich mich als Teil der Familie gefühlt habe.
Die Geschichte selber ist eher eine ruhige und zielt darauf ab, das Leben einer Henkersfamilie mit all seinen Höhen und Tiefen zu erzählen. So bekommt man viele Einblicke in Alltagssituation – egal ob auf dem Richtplatz, dem Familienleben oder auch beim Umherziehen durch das Land. Man erlebt hautnah die Ängste und Sorgen, aber auch die Freude und Liebe innerhalb der Familie. Der angenehme Schreibstil hat das Lesen zudem noch leicht gemacht, denn er bleibt flüssig zu lesen, obwohl er gut zur damaligen Zeit passt und er die besondere Atmosphäre, die Marie und ihre Familie umgibt, gut einzufangen vermochte. Ich habe mich als Teil der Geschichte gefühlt, weil alles sehr gut beschrieben war, ohne dass es aber langweilig oder langatmig war. Es ist zwar nicht so, dass die Geschichte einen hohen Spannungsbogen hat, trotzdem aber fühlte ich mich wie getragen durch die Erlebnisse der Familie, vielleicht auch, weil alles sehr glaubhaft erzählt war – da hat die Autorin gute Recherchearbeit geleistet. Und durch das angehangene Glossar wurden dann auch noch offen gebliebene Fragen geklärt.
Ich mochte das Buch wirklich sehr gerne – nur vom Klappentext sollte man sich nicht irritieren lassen. Ich habe für mich eine neue Autorin entdeckt und werde ganz sicher weitere Bücher von ihr lesen – diesem hier gebe ich 4 von 5 Sternen. Einen Stern ziehe ich nur ab, weil ich mir doch einen etwas höheren Spannungsbogen gewünscht hätte – trotzdem aber fühlte ich mich gut unterhalten und freue mich auf weitere Bücher der Autorin.
Mein Fazit
Den Klappentext sollte man nicht lesen, denn er könnte einen falschen Eindruck vom Buch erwecken – es ist eine eher ruhige Geschichte, die vom Leben einer Henkersfamilie erzählt. Vor allem die liebenswerten Charaktere und der atmosphärische Schreibstil haben mich eintauchen lassen in die Geschichte. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, so dass ich gerne 4 von 5 Sternen vergebe.
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