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Lehmann (chron.) #2
Frankie und Freddie
Zwei Brüder, Frankie und Freddie Lehmann. Eine verlorene Tasche. Schnee. Und das Hin und Her der Himmelsmacht.
Frankie und Freddie Lehmann, zwei Brüder aus Bremen, in Westberlin, im Jahr 1980. Während der eine seit Wochen damit beschäftigt ist, in Kreuzberg Fuß zu fassen, will der andere weiterziehen nach New York, musste aber erst einmal am Kudamm im Probandenhotel wohnen und als Versuchskaninchen für Antidepressiva herhalten. Jetzt, einen Tag vor Heiligabend, hat er Angst vor Menschen, kann nicht mehr U-Bahn fahren und verliert eine wichtige Tasche.
Sven Regener schickt die beiden auf eine Odyssee durch eine Stadt zwischen den Welten, einen Ort von Spaß und Kälte, Trotz und Anarchie, Resignation und Überlebenswillen. Ein Roman über Brüder, Aufbrüche und plötzliche Liebe – klug, poetisch, warmherzig und sehr, sehr lustig.
Frankie und Freddie Lehmann, zwei Brüder aus Bremen, in Westberlin, im Jahr 1980. Während der eine seit Wochen damit beschäftigt ist, in Kreuzberg Fuß zu fassen, will der andere weiterziehen nach New York, musste aber erst einmal am Kudamm im Probandenhotel wohnen und als Versuchskaninchen für Antidepressiva herhalten. Jetzt, einen Tag vor Heiligabend, hat er Angst vor Menschen, kann nicht mehr U-Bahn fahren und verliert eine wichtige Tasche.
Sven Regener schickt die beiden auf eine Odyssee durch eine Stadt zwischen den Welten, einen Ort von Spaß und Kälte, Trotz und Anarchie, Resignation und Überlebenswillen. Ein Roman über Brüder, Aufbrüche und plötzliche Liebe – klug, poetisch, warmherzig und sehr, sehr lustig.
288 pages, Hardcover
Published September 3, 2026
About the author
Sven Regener
25 books202 followersSven Regener is a German musician and writer living in Berlin. In 1982 he recorded his first LP with the band Zatopek and in 1984 he joined Neue Liebe. In 1985 he founded the Berlin band Element of Crime together with Jakob Friderichs. He writes almost all their lyrics as well as playing trumpet.
In 2001 he published his first novel, Berlin Blues (original title Herr Lehmann), which achieved sales of around one million copies. The book takes place in autumn 1989 in Berlin. In 2004, Regener was awarded the Deutscher Filmpreis for the screenplay to the film of the same name (best screenplay that has been turned into a film).
His second novel, Neue Vahr Süd, was released in 2004 and follows the life of Frank Lehmann while serving in the Bundeswehr in 1980 in Bremen. In 2008 this was followed by a third novel, Der kleine Bruder (The Little Brother) which dealt with the time between 1980 and 1989.
In 2001 he published his first novel, Berlin Blues (original title Herr Lehmann), which achieved sales of around one million copies. The book takes place in autumn 1989 in Berlin. In 2004, Regener was awarded the Deutscher Filmpreis for the screenplay to the film of the same name (best screenplay that has been turned into a film).
His second novel, Neue Vahr Süd, was released in 2004 and follows the life of Frank Lehmann while serving in the Bundeswehr in 1980 in Bremen. In 2008 this was followed by a third novel, Der kleine Bruder (The Little Brother) which dealt with the time between 1980 and 1989.
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Community Reviews
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
September 18, 2026
O weh, o weh, o weh! Frank Lehmanns großer Bruder Freddie hat im Hotel, in dem er als Versuchskaninchen für neue Antidepressiva untergebracht war, eine Tasche mit wichtigen Dokumenten vergessen, die er für sein demnächst beginnendes Kunst-Stipendium in New York unbedingt benötigt. Nun gilt es, die Tasche rechtzeitig zurückzuholen - am Tag vor Heiligabend 1980 und bei heftigem Schneefall in Berlin. Das ist letzten Endes bereits die ganze Geschichte, der Rest ist dialoglastige Situationskomik mit vielen alten Bekannten und ein paar wenigen "Neulingen".
Der typische Humor, die Wortgefechte zwischen den Protagonist*innen und die Beschreibung des sagenhaft tristen Westberlins (viel spielt sich diesmal in und um U-Bahnhöfe herum ab) machen auch diesen Roman zu einem Fest für Eingeweihte und langjährige Fans. Wer dagegen zum ersten Mal ein Buch von Sven Regener in der Hand hat, wird mit "Frankie und Freddie" vermutlich eher wenig anfangen können.
Der typische Humor, die Wortgefechte zwischen den Protagonist*innen und die Beschreibung des sagenhaft tristen Westberlins (viel spielt sich diesmal in und um U-Bahnhöfe herum ab) machen auch diesen Roman zu einem Fest für Eingeweihte und langjährige Fans. Wer dagegen zum ersten Mal ein Buch von Sven Regener in der Hand hat, wird mit "Frankie und Freddie" vermutlich eher wenig anfangen können.
September 3, 2026
Ein Tag vor Heilig Abend
Frankie und Freddie, dieser Roman ist so ein typischer Sven Regener Roman. Mit seinem Schwung ist es wieder eine rasende Geschichte, die nur ein paar Tage umfasst-
Der Roman spielt um 1980 in Berlin.
Frank macht sich Sorgen um seinen Bruder Freddie. Der hat in der Klinik seinen Pass und den Flugschein nach New York vergessen. Freddie mag nicht U-Bahn fahren, so soll Frank ihn im Schneegestöber durch Berlin kutschieren. Im Auto kappeln sie sich kräftig.
Dann gibt es eine Odyssee durch Berlin.
Das ist wieder ein lockerer Roman, den ich gerne weiter empfehle.
Frankie und Freddie, dieser Roman ist so ein typischer Sven Regener Roman. Mit seinem Schwung ist es wieder eine rasende Geschichte, die nur ein paar Tage umfasst-
Der Roman spielt um 1980 in Berlin.
Frank macht sich Sorgen um seinen Bruder Freddie. Der hat in der Klinik seinen Pass und den Flugschein nach New York vergessen. Freddie mag nicht U-Bahn fahren, so soll Frank ihn im Schneegestöber durch Berlin kutschieren. Im Auto kappeln sie sich kräftig.
Dann gibt es eine Odyssee durch Berlin.
Das ist wieder ein lockerer Roman, den ich gerne weiter empfehle.
September 5, 2026
Vielleicht hat Sven Regener mit FRANKIE UND FREDDIE den besten Teil seines nun sieben-bändigen Lehmann-Zyklus vorgelegt.
Das Leben ist absurd in diesem Westberlin Anfang der 80er. Jeder Dialog eine kafkaeske Hölle, ein Abgrund, der sich nie wieder schließen wird. Jedes Wort wird wiederholt, gedreht, diskutiert, bis signifie und signifiant so weit entfernt sind wie SO36 von Westdeutschland.
Doch Regener erzählt von diesen Spinnern mit großer Liebe, den Kern des Romans bildet die komplizierte Beziehung der beiden Brüder Frank und Manfred, die im Laufe der knapp 300 Seiten auf ihre Weise erwachsen werden.
Natürlich möchte ich noch mindestens 10 weitere Bände aus dem Café Einfall lesen (es dauert ja auch noch 10 Jahre bis zu den Ereignissen von HERR LEHMANN), doch schafft Regener im letzen Kapitel dieses grandiosen Buches so einen schönen Zirkelschluss, so eine befriedigende Subsumierung nicht nur seiner Prosa, sondern seines gesamten künstlerischen Schaffens, dass ich auch nicht böse währe, wenn Frank, Karl, Chrissie und Co. nun alleine weiter durch die Welt taumeln.
Das Leben ist absurd in diesem Westberlin Anfang der 80er. Jeder Dialog eine kafkaeske Hölle, ein Abgrund, der sich nie wieder schließen wird. Jedes Wort wird wiederholt, gedreht, diskutiert, bis signifie und signifiant so weit entfernt sind wie SO36 von Westdeutschland.
Doch Regener erzählt von diesen Spinnern mit großer Liebe, den Kern des Romans bildet die komplizierte Beziehung der beiden Brüder Frank und Manfred, die im Laufe der knapp 300 Seiten auf ihre Weise erwachsen werden.
Natürlich möchte ich noch mindestens 10 weitere Bände aus dem Café Einfall lesen (es dauert ja auch noch 10 Jahre bis zu den Ereignissen von HERR LEHMANN), doch schafft Regener im letzen Kapitel dieses grandiosen Buches so einen schönen Zirkelschluss, so eine befriedigende Subsumierung nicht nur seiner Prosa, sondern seines gesamten künstlerischen Schaffens, dass ich auch nicht böse währe, wenn Frank, Karl, Chrissie und Co. nun alleine weiter durch die Welt taumeln.
September 7, 2026
Sie sähen nicht, sie ernten nicht, und der liebe Gott ernährt sie doch.
September 6, 2026
ich würde gerne mit frank lehmann und konsorten ein bier trinken
Review of advance copy received from NetGalley
Frank Lehmann hat sich 1980 in Berlin als Dauergast bei seinem älteren Bruder Freddie eingerichtet und dessen WG-Zimmer samt Schulden und Job im Café Einfall übernommen. Beide verbindet der ungeklärte Besitz eines Opel Kadetts, der verschenkt, aber nicht umgemeldet wurde. Schließlich gibt man in Berlin ungern seinen Parkplatz auf, hat man einmal einen gefunden. 1980 zog man nach Berlin, um den Wehrdienst zu umgehen, Kunst zu studieren oder schlicht einige hundert Kilometer zwischen sich und zu neugierige Eltern zu legen. Ein Überraschungsbesuch auf dem Landweg setzte voraus, dass man für den Transit durch die DDR rechtzeitig einen Reisepass beantragt hatte.
Wie der erste Schnee kommt Weihnachten wieder einmal überraschend, so dass am Tag vor Heiligabend die Dinge um die Brüder und ihr Umfeld eskalieren. Freddie hatte als Versuchsperson an einer Medikamentenstudie teilgenommen und sieht verheerend schlecht aus. Man könnte sich fragen, ob er als Gesunder oder als Patient mit psychiatrischer Diagnose an der Studie teilgenommen hat. Sein WG-Mitbewohner Karl Schmidt (aus Glitterschnitter) realisiert, dass sein todsicherer Job zum Schneeräumen vor Mietshäusern nur Freude bringt, solange es nicht schneit. Mitbewohnerin Chrissie wird krank, noch ehe sie sich entschieden hat, wo sie Weihnachten verbringt – und Freddie gerät in übelsten Stress als sein kleines Täschchen verschwindet. Die Jagd nach der Tasche kreuzt eine Art Rundtanz um das Thema Weihnachten. Familie Lehmann und Franks Mitbewohner spielen das Spiel: wer sich zuerst bewegt und zusagt, wo er oder sie Weihnachten verbringen will, hat verloren. Hinterher will es dann niemand gewesen sein. So ist bis zuletzt offen, ob F&F bei ihren Eltern in Bremen feiern werden, wer die kranke Chrissie pflegt und wer sich erfolgreich durch Arbeit aus dem Thema Weihnachten herauswinden wird – schließlich muss das Café Einfall für Weihnachtsflüchtige geöffnet bleiben.
Fazit
Zu Beginn wirken die Brüder Lehmann und ihr kleines Rudel dezent untüchtig für eine Großstadt mit Faltplan und Geister-U-Bahnhöfen. Als Weihnachten jedoch mit Riesenschritten anmarschiert, hat mir die Geschichte riesigen Spaß bereitet. Sven Regener bietet eine Hommage an Berlin als Fluchtpunkt vor elterlichen Ansprüchen samt loderndem Bruderkonflikt der Lehmanns. Wer sich noch voller Nostalgie daran erinnert, warum man in den 80ern Markstücke anhauchte, kann hier zugreifen.
---
Serieninfo:
nach dem Erscheinen der Romane (Band 7 von 7)
Wie der erste Schnee kommt Weihnachten wieder einmal überraschend, so dass am Tag vor Heiligabend die Dinge um die Brüder und ihr Umfeld eskalieren. Freddie hatte als Versuchsperson an einer Medikamentenstudie teilgenommen und sieht verheerend schlecht aus. Man könnte sich fragen, ob er als Gesunder oder als Patient mit psychiatrischer Diagnose an der Studie teilgenommen hat. Sein WG-Mitbewohner Karl Schmidt (aus Glitterschnitter) realisiert, dass sein todsicherer Job zum Schneeräumen vor Mietshäusern nur Freude bringt, solange es nicht schneit. Mitbewohnerin Chrissie wird krank, noch ehe sie sich entschieden hat, wo sie Weihnachten verbringt – und Freddie gerät in übelsten Stress als sein kleines Täschchen verschwindet. Die Jagd nach der Tasche kreuzt eine Art Rundtanz um das Thema Weihnachten. Familie Lehmann und Franks Mitbewohner spielen das Spiel: wer sich zuerst bewegt und zusagt, wo er oder sie Weihnachten verbringen will, hat verloren. Hinterher will es dann niemand gewesen sein. So ist bis zuletzt offen, ob F&F bei ihren Eltern in Bremen feiern werden, wer die kranke Chrissie pflegt und wer sich erfolgreich durch Arbeit aus dem Thema Weihnachten herauswinden wird – schließlich muss das Café Einfall für Weihnachtsflüchtige geöffnet bleiben.
Fazit
Zu Beginn wirken die Brüder Lehmann und ihr kleines Rudel dezent untüchtig für eine Großstadt mit Faltplan und Geister-U-Bahnhöfen. Als Weihnachten jedoch mit Riesenschritten anmarschiert, hat mir die Geschichte riesigen Spaß bereitet. Sven Regener bietet eine Hommage an Berlin als Fluchtpunkt vor elterlichen Ansprüchen samt loderndem Bruderkonflikt der Lehmanns. Wer sich noch voller Nostalgie daran erinnert, warum man in den 80ern Markstücke anhauchte, kann hier zugreifen.
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Serieninfo:
nach dem Erscheinen der Romane (Band 7 von 7)
September 3, 2026
Es ist kurz vor Heiligabend in West-Berlin 1980 – und Sven Regener entführt uns erneut in den wunderbaren Kosmos rund um seinen bekannten Protagonisten „Herr Lehmann“. Manfred Lehmann, den in Bremen alle Manni nannten, in Berlin aber Freddi, hat an einem „Pillenprojekt“ teilgenommen – heißt: Er hat im Rahmen einer Medikamentenstudie Psychopharmaka unter kontrollierten Bedingungen geschluckt, das Projekt endet am 23.12. Und Frank Lehmann muss ausgerechnet an dem Tag, an dem es in Berlin anfängt, heftig zu schneien, sein geliebtes Kreuzberg verlassen, um seinen Bruder am Kudamm abzuholen. Und zwar mit dem Opel Kadett, den sein Bruder ihm geschenkt hat. Aber da man in West-Berlin eigentlich gar kein Auto benötigt, ist beim ersten Startversuch, die Batterie natürlich leer. Die U-Bahn ist keine Alternative, denn Frank will es seinem Bruder, der noch unter dem Einfluss der Psychomedikamente steht, nicht zumuten, sich in den vollen Zügen durch Berlin zu bewegen. Und so wird schon die Anreise zum Kudamm zur Odyssee. Dort angekommen wird es aber auch nicht besser: Eine Tasche mit wichtigen Dokumenten geht verloren, die Mitbewohnerin (in die Frank sich verguckt hat) ist erkältet, alle wollen noch Pläne schmieden für Weihnachten und überhaupt – es entwickelt sich eine Story, die vor skurrilen Begebenheiten nur so strotzt. Im Mittelpunkt das Brüderpaar Frankie und Freddie, dazu nach das ebenfalls bekannte Café Einfall, Berlin als geteilte Mauerstadt und so viel Wortwitz und Aberwitzige Situationen, wie nur Sven Regener es schafft, zwischen zwei Buchdeckel zu packen. Für mich mal wieder ein absolutes Lesevergnügen – kurzweilig und kaum aus der Hand zu legen. Daher sehr gerne die volle Punktzahl = fünf von fünf Sterne.
September 19, 2026
Westberlin kurz vor Weihnachten 1980, Schnee ohne Ende und zwei Brüder, die eine verlorene Tasche wiederfinden müssen. Klingt überschaubar. Bei Sven Regener wird daraus eine schräge Odyssee, bei der selbst die Tasche ihre eigene Lebensplanung zu verfolgen scheint.
Frankie und Freddie leben von den Dialogen. Die reden, diskutieren, widersprechen sich und reden aneinander vorbei, treffen dabei aber erstaunlich oft genau ins Herz. Ich musste mehrfach grinsen, weil Regener menschliche Macken wunderbar beobachtet. Unter dem Gerede steckt eine spürbare Melancholie. Es geht um Brüder, Erwartungen, Angst und Abschied.
Besonders mochte ich die Atmosphäre des winterlichen Westberlin. Alles wirkt schräg, improvisiert und ein bisschen verloren, aber gleichzeitig warm und lebendig. Man stolpert mit ihnen durch Schnee, Missverständnisse und absurde Situationen und merkt, dass es gar nicht um eine Tasche geht.
Für mich ist das ein typischer Regener: wortreich, eigenwillig, komisch und herzlich. Wer mit seinem Humor nichts anfangen kann, dürfte sich an manchen Dialogschleifen die Zähne ausbeißen. Ich hatte richtig Spaß an diesem Chaos und war am Ende fast ein bisschen traurig, die beiden wieder loszulassen.
Frankie und Freddie leben von den Dialogen. Die reden, diskutieren, widersprechen sich und reden aneinander vorbei, treffen dabei aber erstaunlich oft genau ins Herz. Ich musste mehrfach grinsen, weil Regener menschliche Macken wunderbar beobachtet. Unter dem Gerede steckt eine spürbare Melancholie. Es geht um Brüder, Erwartungen, Angst und Abschied.
Besonders mochte ich die Atmosphäre des winterlichen Westberlin. Alles wirkt schräg, improvisiert und ein bisschen verloren, aber gleichzeitig warm und lebendig. Man stolpert mit ihnen durch Schnee, Missverständnisse und absurde Situationen und merkt, dass es gar nicht um eine Tasche geht.
Für mich ist das ein typischer Regener: wortreich, eigenwillig, komisch und herzlich. Wer mit seinem Humor nichts anfangen kann, dürfte sich an manchen Dialogschleifen die Zähne ausbeißen. Ich hatte richtig Spaß an diesem Chaos und war am Ende fast ein bisschen traurig, die beiden wieder loszulassen.
Review of advance copy received from NetGalley
Tatsächlich mein erstes (Hör)Buch von Sven Regener und ich bin direkt verliebt. Man ist beim Hören sofort mittendrin im geteilten Berlin der 80er. So eine Atmosphäre kriegt man selten so gut hin.
Die beiden Brüder Frank und Freddie sind super beschrieben aber auch Chrissie und Artsy Fartsy sind wunderbare Figuren. Ich finde man merkt, wie gern Regener seine Figuren hat.
Und dann diese Details: Ob Pschopharmako-Testung, Grippoflex C oder Schaftifix, es gibt diverse Highlights in diesem Buch. Wenn da jemand aus einem Taxi steigt, macht Regener daraus eine minutenlange, sehr komische Szene. Ich musste beim Hören ständig laut lachen.
Sven Regener liest das Buch selbst. Als Bremer hat mich sein Dialekt total gefreut, genau wie seine zügig-schnoddrige Erzählweise.
Endlich mal ein hetero Mann, dessen Buch mir richtig Spaß gemacht hat 😊
Absolute Hörempfehlung.
Die beiden Brüder Frank und Freddie sind super beschrieben aber auch Chrissie und Artsy Fartsy sind wunderbare Figuren. Ich finde man merkt, wie gern Regener seine Figuren hat.
Und dann diese Details: Ob Pschopharmako-Testung, Grippoflex C oder Schaftifix, es gibt diverse Highlights in diesem Buch. Wenn da jemand aus einem Taxi steigt, macht Regener daraus eine minutenlange, sehr komische Szene. Ich musste beim Hören ständig laut lachen.
Sven Regener liest das Buch selbst. Als Bremer hat mich sein Dialekt total gefreut, genau wie seine zügig-schnoddrige Erzählweise.
Endlich mal ein hetero Mann, dessen Buch mir richtig Spaß gemacht hat 😊
Absolute Hörempfehlung.
September 19, 2026
Hach, der Sven, der kann es einfach.
Band 7 fügt sich nahtlos ins Lehmann-Universum ein. Viel Humor und Wortspiele, alle immer noch gleich wunderbar bekloppt, so mag ich das.
Wie immer habe ich auch diesmal das Hörbuch gewählt, weil das die Sache einfach noch besser macht.
An Regener liebe ich besonders, dass es keine Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebencharakteren gibt. Keiner wartet Däumchen drehend darauf, dass was passiert, jeder har sein eigenes Ding und das Chaos, das daraus entsteht, ist einfach herrlich albern.
Band 7 fügt sich nahtlos ins Lehmann-Universum ein. Viel Humor und Wortspiele, alle immer noch gleich wunderbar bekloppt, so mag ich das.
Wie immer habe ich auch diesmal das Hörbuch gewählt, weil das die Sache einfach noch besser macht.
An Regener liebe ich besonders, dass es keine Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebencharakteren gibt. Keiner wartet Däumchen drehend darauf, dass was passiert, jeder har sein eigenes Ding und das Chaos, das daraus entsteht, ist einfach herrlich albern.
September 10, 2026
Ich hatte nicht damit gerechnet nochmal ein neues Herr Lehmann Buch zu lesen, die Veröffentlichung war eine schöne Überraschung. Wie gewohnt in der etwas wirren Chronologie der Bücher sind wir hier zwei Tage vor Weihnachten in West Berlin, Frankies erster Winter in der Stadt, lange bevor er zu DEM Herr Lehmann wurde. Wir fahren mit ihm, Bruder Freddie und weiteren Bekannten kreuz und quer durch die Stadt auf der Jagd nach einer Tasche. Absurde Gespräche und Gedankengänge inklusive.
September 18, 2026
zwei Brüder in Berlin. Den ganzen Tag rennen sie in Berlin einem Typen hinterher, der die Tasche des einen aus Versehen eingesteckt hat, ständiges Gebrabbel und Streiterei und ohne richtigen Plan und das auch noch direkt vor Weihnachten. Nervig!
September 6, 2026
Same, same, same. Ein bisschen lustig ist es schon wenn die sich wieder zulabern da. Aber man kennts ja dann auch irgendwann. Ein wenig repetitiv das ganze. Aber schnell und gut zu lesen.
August 10, 2026
Die beiden Lehmänner, Frank und Freddie, ein Tag vor Heiligabend 1980. Der Verlag nennt es eine Odyssee, und der Klappentext verspricht nicht zu viel. Die Brüder fahren mit der U8 durch den Hades, begegnen Skylla und Charybdis und die Crew wächst und schrumpft ohne erkennbaren Grund. „Lasst ihr mich dann rein?" – „Ja easy", fertig, neues Besatzungsmitglied an Bord.
Die Irrfahrt durch Westberlin gestaltet sich als Verkehrsproblem mit endloser U-Bahn- und Adressenlogistik, Hallesches Tor, Kudamm, Kreuzberg, Wedding. Erzählt wird das in Sätzen, die mäandrieren wie Franks Gedankenfluss und in Dialogen, die von der eigenen Suada mitgerissen werden, bis irgendwo zwischen Beleidigungs-Pingpong und Mordkomplott die beste Kapitalismuskritik des Buches fällt – von der Apothekerin.
Sie hat ja recht: Franks Weltbild ist Schadensbegrenzung mit gelegentlichen Glücksmomenten. Letzteres definiert sich dann auch, sehr in der Tradition der griechischen Epen, als Abwesenheit von Katastrophen: kein Knallgas, kein brennendes Auto, super gelaufen.
Dass ich die Geschichte voller Braunkohlesmog und Glatteis bei 30 Grad las, passte am Ende sogar: Heiligabend-Panik und verlorene Taschen im Schneeräumfahrzeug wirken im Hochsommer wie aus einem Paralleluniversum. Westberlin 1980 war ebenfalls eins.
Die Irrfahrt durch Westberlin gestaltet sich als Verkehrsproblem mit endloser U-Bahn- und Adressenlogistik, Hallesches Tor, Kudamm, Kreuzberg, Wedding. Erzählt wird das in Sätzen, die mäandrieren wie Franks Gedankenfluss und in Dialogen, die von der eigenen Suada mitgerissen werden, bis irgendwo zwischen Beleidigungs-Pingpong und Mordkomplott die beste Kapitalismuskritik des Buches fällt – von der Apothekerin.
Sie hat ja recht: Franks Weltbild ist Schadensbegrenzung mit gelegentlichen Glücksmomenten. Letzteres definiert sich dann auch, sehr in der Tradition der griechischen Epen, als Abwesenheit von Katastrophen: kein Knallgas, kein brennendes Auto, super gelaufen.
Dass ich die Geschichte voller Braunkohlesmog und Glatteis bei 30 Grad las, passte am Ende sogar: Heiligabend-Panik und verlorene Taschen im Schneeräumfahrzeug wirken im Hochsommer wie aus einem Paralleluniversum. Westberlin 1980 war ebenfalls eins.
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