Jump to ratings and reviews
Rate this book

Als Max noch Dietr war

Rate this book
Man kann alles besser
machen - ausser die Schweiz.
1. Mai 1958: Blasmusik in allen Gassen, weisse Kreuze im ganzen Land - und im Kantonsspital Zürich erblickt der kleine Dietr das Licht der Welt. Und lernt schon bald: Der Schwächere hat nie recht, Sündige haben schwarze Flecken auf dem Herzen, der Bundesrat ist der Beste aller Eidgenossen, und die Neutralität ist heilig. So ist die Schweiz, und die Schweiz ist schliesslich die Welt, glaubt er. Bis: der Osterhase zur Lüge wird, der eigene Atombunker unerschwinglich und der Dietr einen Pakt schliesst. Trotz tagelanger Gotthard-Wanderung und endlosen Autofahrten durch die unermesslichen Weiten seiner Heimat schrumpft sie schliesslich zum munzi-winzigen Nasen-Böög. Dennoch: Die Schweiz wird überleben. Dank Schiessunterricht und Zivilverteidigungsbuch. Maximal!
Charmante und witzige Geschichten eines Schweizer Buben über seine Heimat - jenseits von Bergen, Schokolade, Käse und Taschenmessern.
Kleiner Warnhinweis: «Wundern Sie sich über nichts, bewahren Sie ruhig Blut, es ist alles in Ordnung, es handelt sich lediglich um Schweizerisch. Nehmen Sie's einfach hin, vielleicht macht's, im Fall, ja sogar Freude ...»

288 pages, Paperback

First published April 24, 2015

5 people want to read

About the author

Max Moor

18 books

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
0 (0%)
4 stars
0 (0%)
3 stars
0 (0%)
2 stars
2 (50%)
1 star
2 (50%)
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Mariele.
518 reviews8 followers
September 2, 2024
Naja.

Positiv zu erwähnen ist, wie es mir Spaß machte, das Schweizer Idiom zu entschlüsseln. Wer Badisch als Erstsprache spricht, tut sich mit Schwitzerdütsch nicht allzu schwer; manche Ausdrücke sind vor allem aufgrund ihrer Kauzigkeit überraschend charmant.

Als Badenerin reagierte ich allerdings jedes Mal äußerst allergisch, wenn er die Deutschen pauschal als Schwaben bezeichnete. Das muss ich weit von mir weisen.

Der Autor ist fest entschlossen, seine Geschichten im Schweizer Idiom zu verschriftlichen; die Erinnerungen sollen außerdem die Perspektive des kleinen Dietr vermitteln, und sind somit bewusst schlicht gehalten. Da Dialekte nicht orthographisch erfasst sind, und naturgemäß durch die GESPROCHENE Sprache vermittelt werden, wirkt die Niederschrift allerdings sprachlich oft sehr schwerfällig und wenig elegant. Ich vermute, das Audiobuch (natürlich nur vom Autor selbst gelesen) ist hier das deutlich geeignetere Medium.

Was Herr Moor ansonsten zu erzählen hat - tut mir leid - kann keine Oma hinterm Ofen hervorlocken. Er schwelgt in Erinnerungen. Die Max-Erinnerungen sind dabei deutlich unterhaltsamer als die Dietr-Erinnerungen. Als Max versetzt er sich z.B. in die Lage seines Vaters, der im Sommer 1969 völlig genervt vom Nachwuchs und den widersprüchlichen Signalen seiner Ehefrau den Italienurlaub erduldet und auf keinen Fall die Mondlandung im TV verpassen möchte.
Als Dietr erzählt der Autor von diversen Kindheitserinnerungen, z.B. seiner ersten, aus der Handtasche der Tante Lotti stibitzten Zigarette (mit ca. 10 Jahren), Wanderausflügen mit der Familie, Erlebnissen auf der Baumesse (nicht gerade maximal interessant), oder anderen stinknormalen Vorkommnissen, deren Publikation wirklich keinen Menschen jucken würde, wäre der Verfasser nicht irgendwie halbwegs prominent. Und selbst da er es ist: ich fragte mich, wen das interessieren soll.

Vieles habe ich nur überflogen. Die Anekdotensammlung ist mal mehr, mal weniger unterhaltsam, und eignet sich eventuell für Schweizer Leser der Moor-Generation oder für hartnäckige Schweizfans. Meines Erachtens jedenfalls bot diese Lektüre nur einen geringen Mehrwert.

Mensch, Dietr, wa häsch dir denn do debi denkt, häh?
Displaying 1 - 2 of 2 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.