Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?
Franziska (16) macht ein Praktikum in einer psychiatrischen Klinik für Kinder und Jugendliche und trifft dort auf Tucker (18). Tucker hat ein traumatisches Erlebnis hinter sich und seit einem Jahr kein Wort mehr gesprochen. Franziska fühlt sich auf eine Art zu Tucker hingezogen, die ihr neu ist, und erstaunlicherweise scheint auch Franziska in dem Jungen etwas auszulösen, denn Tucker zeigt endlich wieder Reaktionen. Doch Franziskas Traum ist es, bald für ein Jahr nach Australien zu reisen. Muss sie sich zwischen Tucker und Australien entscheiden? 🌸🌸🌸 Mein Leseeindruck: Für mich ist "Die Welt ist kein Ozean" ein besonderes Jugendbuch. Es behandelt die "typischen" Themen wie die Erste Liebe, Sex, Freundschaft, Freundinnen, Eltern und die ersten Schritte ins Erwachsenenwerden. Aber hier geht es auch um ein doch eher ungewöhnliches Thema, und das hat mich sehr angesprochen an diesem Buch. Es hat mir Freude gemacht zu lesen, wie Franziska und Tucker sich langsam angenähert haben und die Fortschritte sowie auch Rückschritte mitzuverfolgen. Das Buch ist in einer sehr leichten und jugendlichen Sprache geschrieben, so wie es für ein Jugendbuch auch sein sollte. Es lässt sich flüssig lesen und ist zudem auch spannend. Ich war immer neugierig und gespannt darauf, wie es weitergeht mit Franziska, ihrer Freundin Nelli und auch Tucker natürlich. Mir hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen, und nach der letzten Seite hat mich die Lektüre mit einem guten Gefühl zurückgelassen.
Ich finde es nicht so cool, wenn Traumapatienten plötzlich durch die "Liebe" geheilt werden. Sorry, ich hab mir ein interessantes Buch erhofft und was man bekommt ist eine Instalove in der Psychiatrie... daher nach der ersten Hälfte abgebrochen.
Inhalt Franzi ist 16 Jahre alt und kommt aus einem behütetem Elternhaus. Als die Praktikumstage anstehen, entscheidet sie sich nicht, wie so viele andere, für einen Platz in den Filmstudios, sondern sie sucht sich eine Stelle in einer psychiatrischen Klinik aus. Kein Problem, denkt sie sich, schließlich hat sie Nerven wie Drahtseile... Schon an ihrem ersten Tag stellt sich heraus, dass sie sich das alles ein bisschen anders vorgestellt hat. Die Ansage des Chefs, dass sie keine zu persönliche Bindung zu den Patienten aufnehmen soll, lässt sie auch gleich unbeachtet, denn schon als sie das erste Mal auf Tucker trifft weiß sie, dass die Beiden eine ganz besondere Verbindung zueinander haben. Das Problem, eigentlich sogar die Probleme: Tucker ist so traumatisiert, dass er nicht spricht. Niemals, mit niemanden. Und dann will Franzi auch eigentlich nach dem Praktikum nach Australien aufbrechen, insofern sie die Zusage bekommen wird. Was also tun?
»"Wie wir an meiner Mutter sehen können, geht es total nach hinten los, wenn du dich in die Hände eines Mannes begibst, der dich angeblich so liebt. Er verspricht dir das blaue vom Himmel, haut ab [...] und du bleibst auf den Trümmern eures gemeinsamen Lebens sitzen."« Zitat aus: "Die Welt ist kein Ozean"
Meine Meinung Als Leser findet man sehr schnell einen Bezug zu Franzi. Es ist ersichtlich, dass sie sehr naiv an ihr Praktikum in der psychiatrischen Klinik ran geht, allerdings machte dies die Protagonistin für mich authentisch und ließ sie ziemlich real erscheinen. Welches Mädchen in diesem Alter (16) kennt sich denn schon mit "bipolaren Störungen" aus? Franzi lernt viel während ihres Aufenthaltes und entwickelt sich auch ziemlich weiter. Es hat mir viel Freude bereitet, ihre Veränderungen mitzuerleben. Die Geschichte an sich, ist für mich etwas sehr Besonderes. Ich stelle es mir schwer vor, ein solches Thema gut verständlich und mit viel Tiefe dem Leser zu übermitteln. Dies ist Alexa Henning von Lange hingegen sehr gut gelungen. Egal um welchen Charakter es sich handelte. Sei es Franzi, Tucker, oder die Nebenfiguren: Ich konnte mich mit allen identifizieren und mit ihnen mitfühlen. Besonders gut daran ist, dass die Autorin es geschafft hat, den Nebenfiguren zwar genug Farbe zu geben, sie jedoch nicht greller als die Protagonisten erscheinen zu lassen. Man weiß genau, welches die Hauptpersonen sind und hat doch alle anderen "Statisten" vor Augen, kann sich in sie rein denken und wünscht ihnen auf dem Weg zu ihrer Genesung nur das Beste. Was mir ebenfalls gut gefallen hat ist, wie die Autorin die Freundschaft von Franzi und Nelli aufs Papier gebracht hat. Da gibt es Höhen und Tiefen, aber sie sind doch so sehr miteinander verbunden, dass sie immer wieder zueinander finden, wenn sie mal Streit haben.
»Kein normaler Mensch kann seine Gefühle abtöten. Wenn das möglich wäre, gäbe es die Geschichte von Romeo und Julia nicht. Denn: Vernünftig war ihre Liebe nicht. [...] Die Liebe folgt keiner Logik. Höchstens der, dass sie logischerweise keiner Logik folgt. Sie lässt sich nicht verbieten. Sie ist stärker als alles andere.« Zitat aus: "Die Welt ist kein Ozean"
Den Schreibstil kann ich mit einem Wort beschreiben: Großartig! Ich hatte jedes Setting vor Augen und habe mich in Franzis Zuhause ebenso daheim gefühlt, wie sie selbst. Ich wurde mit Spannung durch jede einzelne Seite gezogen und war so tief drin in der Geschichte, dass ich irgendwie sogar ein Teil vom Ganzen war. Wer in Die Welt ist kein Ozean mit Langeweile rechnet, der wird das gesamte Buch über nicht fündig werden. Die Geschichte hat für mich eine Tiefe, in deren Größe ich sie selten erlebt habe. Alexa Henning von Lange spielt mit ihren Wörtern, erweckt sie zum Leben und trifft beim Leser somit genau ins Schwarze. Es gibt so viele wundervolle, wahre, poetische Zitate, dass ich gar nicht wusste, welche ich für diese Rezension auswählen sollte. Komme ich zu meinem nächsten Punkt: Die Emotionen! Natürlich habe ich sie erwartet und ich habe sie auch bekommen. Mich hat einfach dieses ganze Szenario so sehr berührt, dass ich sogar an einer bestimmten Stelle in Tränen ausgebrochen bin und gar nicht mehr aufhören konnte. Es wächst einem wirklich jede Figur so sehr ans Herz, dass ihre Schicksale zutiefst berühren sind. Für alle, die auch schon Ach wie gut, dass niemand weiß gelesen haben sei gesagt, dass auch in diesem Roman die große Schwester von Franzi nebst ihrem Freund mehrere Auftritte bekommen. Es hat mir sehr gefallen so auch die Entwicklung der ehemaligen Protagonistin zu erfahren. Die Szenen wurden meiner Meinung nach sehr gut eingebaut. Mit dem Ende hätte ich so nicht gerechnet. Ich dachte wirklich, dass sich Franzi anders entscheidet, aber irgendwie passt es trotzdem. So wie sich die gesamte Geschichte wie ein Puzzle Stück für Stück zusammen setzt, und mich am Ende zutiefst berührt, sowie mit einem Lächeln im Gesicht und in Gedanken versunken zurück gelassen hat.
Fazit: Die Welt ist kein Ozean hat mich von vorne bis hinten einfach nur begeistert. Ich war mitten drin in der Geschichte und habe mit Franzi und Tucker mitgefühlt. Außerdem habe ich auch hier und da ein kleines Tränchen vergießen müssen. Für mich ist dieser Roman wirklich etwas ganz Besonderes und deshalb kann ich auch gar nicht anders, als meine Höchstwertung auszupacken.
Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?
Meine Meinung
Obwohl mir „Die Welt ist kein Ozean“ an sich gut gefallen hat, konnte ich zum Schluss nicht verhindern, dass ich etwas enttäuscht aus der Geschichte herausgegangen bin, da meine Erwartungen, die ich mir aufgrund des Klappentextes gemacht hatte, nicht so ganz erfüllt wurden. Ich hatte erwartet und mir auch gewünscht, dass das Buch tiefer in die Thematik eintaucht, d.h. der Fokus mehr auf dem Alltag in der psychiatrischen Klinik und den psychischen Problemen der Jugendlichen liegt, doch leider hat sich früh herauskristallisiert, dass der Liebesgeschichte zwischen Tucker und Franzi eine größere Rolle zugespielt wird.
Franzi ist ein nettes und fröhliches Mädchen, das sehr behütet aufgewachsen ist, sich aber nun Stück für Stück von ihren Eltern abnabelt und versucht auf eigenen Beinen zu stehen. Ein erster Schritt hierfür ist ihr Praktikum in einer psychiatrischen Klinik, da sie dort einen Einblick in das Leben außerhalb ihrer heilen Welt bekommt und mit „echten“ Problemen konfrontiert wird. Mir hat es wirklich gut gefallen, dass sie ohne Vorurteile an die ganze Sache herangegangen ist und so auch den psychisch kranken Jugendlichen begegnet ist. (Bei ihrer besten Freundin Nelli hätte das sicher ganz anders ausgesehen) Nichtsdestotrotz zweifelt sie im Laufe des Buches mehrmals, ob dieses Praktikum wirklich eine gute Idee war oder ob sie sich nicht vielleicht etwas überschätzt hat. Dieses Zweifeln konnte ich absolut nachvollziehen. Mir wäre es wahrscheinlich nicht anders gegangen, immerhin hat man ja nicht jeden Tag mit psychisch Kranken zu tun, sodass man automatisch erst einmal unsicher im Umgang mit ihnen ist.
Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass sich die Gefühle zwischen Tucker und Franzi im Laufe der Zeit entwickeln, sie sich langsam annähern und Vertrauen zueinander aufbauen. In diesem Hinblick hat mir die Autorin leider einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Stattdessen musste es unbedingt die Liebe auf den ersten Blick sein, was mir nicht so gut gefallen hat, da mir das zu unrealistisch ist. Franzi sieht Tucker zum ersten Mal und ist sofort hin und weg von ihm bzw. seinem Aussehen. Dass sie kaum etwas von ihm weiß, stört sie nicht, denn sie spürt auch so, dass eine besondere Verbindung zwischen ihnen herrscht.
Der weitere Handlungsverlauf gestaltet sich ebenfalls etwas realitätsfern. Tucker, der nun seit über einem Jahr Patient in der Klinik ist und bisher nie jemanden an sich herangelassen hat, wagt sich plötzlich aus seinem Schneckenhaus und beginnt (fast selbstverständlich) immer wieder Franzis Nähe zu suchen. Wie bereits erwähnt, hätte ich mir gewünscht, dass die Entwicklung langsam und schrittweise von statten geht, denn eine psychische Erkrankung wird nicht einmal von heute auf morgen überwunden. Nichtdestotrotz hat mich Tuckers Geschichte sehr berührt und mitgenommen.
Nelli, Franzis beste Freundin, war mir zu Anfang noch ziemlich unsympathisch und ist mir mit ihren pessimistischen Ansichten ganz schön auf die Nerven gegangen. Als ich sie jedoch besser kennenlernen durfte, konnte ich um einiges besser verstehen, warum sie sich so verhält. Seit ihr Vater sie und ihre Mutter für eine jüngere Frau verlassen hat, ist Nelli darauf bedacht nicht noch einmal in der Art und Weise verletzt zu werden. Im Laufe des Buches erkennt sie jedoch, dass es nichts bringt, wenn man seine Augen vor Problemen verschließt, da im Leben nie alles Friede, Freude, Eierkuchen ist und bleibt.
Der Schreibstil von Frau von Lange ist leicht und flüssig zu lesen und sehr jugendlich gehalten, wodurch die Seiten wie nichts dahinfliegen. Ihre Grundidee hat mir wirklich gut gefallen. Frau von Lange wollte einmal mit den Klischees bzw. den Vorurteilen, die man gegenüber psychiatrischen Einrichtungen hat, aufräumen und aufzeigen, dass die Patienten dort keine Verrückte sind, sondern Menschen wie du und ich, jedoch mit den Unterschied, dass sie in ihrem Leben mit einem sehr schlimmen Erlebnis konfrontiert wurden, mit dem sie alleine nicht mehr fertig werden. Dass sie professionelle Hilfe benötigen, ist kein Grund um auf diese Leute herunterzuschauen, sich über sie lustig zu machen oder ihre Krankheit/ihre Ängste nicht ernst zu nehmen bzw. herunterzuspielen. Schließlich könnte jeder von uns einmal in diese Situation kommen. Ihren Lesern das zu vermitteln ist der Autorin sehr wichtig. Man liest es aus den Sätzen, aber auch zwischen den Zeilen heraus.
Mein Fazit
„Die Welt ist kein Ozean“ von Alexa Hennig von Lange ist alles in allem ein gutes Jugendbuch, das sich mit einem ernsten Thema auseinandersetzt, in meinen Augen jedoch noch tiefer in die Materie hätte eintauchen können. Stattdessen lag der Fokus sehr stark auf der Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten Franzi und Tucker, die für meinen Geschmack leider etwas zu schnell ging. Ich hätte mir gewünscht, dass sie sich langsam annähern und Tucker erst einmal Zeit braucht um Vertrauen zu Franzi aufzubauen. Stattdessen ist bereits kurz nach ihrer ersten Begegnung eine Veränderung bei ihm zu sehen. Was ich der Autorin jedoch zugutehalte ist, dass sie sehr feinfühlig und einfühlsam erzählt, sodass mich die Geschichte – trotz meiner falschen Erwartungen- nicht kalt gelassen hat.
Die wohlbehütete Franzi entschließt sich für ein Zweiwöchiges Schulpraktikum in einer Berliner Kinder- und Jugendpsychatrie. Schon an ihrem ersten Tag begegnet sie Tucker Beer, einem Jungen der unter "totalem Mutismus" leidet und nonverbal kommuniziert. Tucker, der seine Zeit am liebsten im Wasser verbringt, weckt sofort Franzis Interesse und schon beim ersten Zusammentreffen spürt sie eine besondere Verbindung. Sie versucht Tucker aus der Reserve zu locken und sein Schweigen zu brechen, doch wird ihr das gelingen ?
Meinung: Ich muss sagen, das ich nach dem kurzen Klappentext und einem ersten Blick auf dieses wunderschöne Cover, doch ziemlich bestimmte Erwartungen an das Buch hatte. Ich hatte mir eine schöne, authentische Liebesgeschichte erhofft, deren Fokus sich aber vorallem auf das Thema "psychische Krankheit" legt.
Nachdem der Einstieg aufgrund eines einfachen und leichten Schreibstils wirklich gut gelang, musste ich nach den ersten circa einhundert Seiten leider feststellen, das diese Geschichte und ich wohl keine Freunde mehr werden. Wäre das Buch kein Rezensionsexemplar gewesen, dann hätte ich es, da muss ich ehrlich sein, sogar abgebrochen.
Woran lag das ? Nun, da gibt es mehrere Gründe.
Zum einen wurde ich mit Franzi nicht wirklich warm. Sie mag ein sympathisches und für ihre familiären Verhältnisse recht bodenständiges Mädchen sein, aber sie blieb für mich weitestgehend gesichtslos. Sie findet sich selbst recht unscheinbar, trotz auffälliger roter Locken und Sommersprossen, liebt ihr Klavier und träumt seit ihrer Kindheit von einem Auslandsjahr am Musikcollege in Australien. Als sie Tucker zum ersten Mal sieht, ist sie direkt Feuer und Flamme und hat das Bedürfnis mehr über den Grund seines Schweigens zu erfahren und ihn aus der Reserve zu locken. Sie verliebt sich Hals über Kopf und würde für Tucker sofort, nach 10 Tagen, ihren Lebenstraum aufgeben. Sie wirkt naiv und hat sich, obwohl sie das Praktikum in der Kinder- und Jugendpsychatrie so unbedingt machen will, noch nie wirklich mit psychischen Störungen auseinander gesetzt. Warum also will sie ausgerechnet dort arbeiten ? Erschließt sich mir leider nicht.
Tucker ist, natürlich, wahnsinnig gut aussehend, er liebt das Wasser und verguckt sich in Franzi. Leider kann ich über Tucker nicht sehr viel mehr sagen. Im Verlauf der Handlung erfährt man zwar einiges über den Grund seines Schweigens, aber ansonsten bleibt er ein recht blasser Charakter, der im letzten Drittel plötzlich, wie durch ein Wunder geheilt wird und quasselt wie ein Wasserfall. Was ist mit einmal mit dem schüchternen Jungen passiert ? Mit einmal ist er zu Scherzen aufgelegt, macht einen verschmitzten Eindruck und von seinen Problemen ist keine Spur mehr zu entdecken.
Wer mir richtig auf den Keks ging, war Franzis beste Freundin Nelli, die sie permanent Miss Franziska nennt, keiner weiß wieso, erklärt wird es auch nicht. Nelli war mir auf Anhieb richtig unsympathisch, man hat das Gefühl das sie immer im Mittelpunkt stehen muss, tut sie dies nicht, dann zickt sie rum. Außerdem ist sie wie Franziska in Bezug auf "psychisch Erkrankte" absolut naiv, für sie sind das alles nur Freaks. Man sollte meinen, das Mädchen mit 17, die noch dazu ein Gymnasium besuchen und später, in Nellis Fall, doch recht hoch angesehene Berufe anstreben, ein bisschen schlauer und weniger von oben herab sind.
Ein weiterer Minuspunkt, der wohl Größte überhaupt, war für mich jedoch Alexa von Hennigs Umgang mit dem Thema "psychische" Erkrankung. Ein sensibles Thema auf das die Autorin für meinen Geschmack absolut gar nicht eingeht oder es im Fall von Tucker nur oberflächlich ankratzt. Zwar erwähnt sie einzelne Krankheiten wie Bulimie und biporale Störung, aber das wars dann leider auch schon.
Wirklich wütend gemacht hat mich eine Stelle, bei der es um Bulimie ging. Sie lässt ein junges Mädchen einfach sterben, weil das Mädchen das so will. Hallo ? In einer psychatrischen Klinik !!! Da gibt es weder Ärzte noch Therapeuten die so etwas einfach zulassen würden. Wäre ich ein Teenager, würde das auf mich durchaus wirken, als wolle mir die Autorin suggerieren, das es in Ordnung ist einfach aufzugeben. Das fand ich einfach nur unmöglich. Wesentlich sinnvoller wäre es hier gewesen, einen Appell an die Jugendlichen, auf die dieses Buch ja nun mal ausgelegt ist, zu senden, das es immer Hilfe gibt und man nicht aufgeben soll. Der Schuß ging also deutlich nach hinten los und der Drang in mir das Buch an die Wand zu werfen, war in diesem Moment übermächtig.
Die Handlung plätschert so vor sich hin, ohne das groß etwas passiert. Wir begleiten Franziska mehr in ihrem Alltag als in der Klinik, müssen ihre negativ eingestellte Freundin Nelli ertragen, die nur Sex und Jungs im Kopf hat und sich über ihren Vater ärgert, der sie und die Mutter verlassen hat. Nebenbei erfahren wir einiges über Franzis Überfliegerschwester Sina und deren Freund, den die Familie erst dann leiden konnte, als er der Mutter das Leben gerettet hat, was die Familie für mich in ein fragwürdiges Licht rückt. Die Liebesgeschichte zwischen Franzi und Tucker entwickelt sich merkwürdig und ist für mich nicht nachvollziehbar.
Ich habe wirklich wirklich versucht diesem Buch eine Chance zu geben, meine Erwartungen nach unten zu schrauben, Franzi zu mögen und über den Fauxpas mit der Bulimie hinweg zu sehen, aber am Ende ist es mir einfach nicht gelungen an diesem Werk auch nur irgendetwas Positives zu finden, was mir für die Autorin wirklich leid tut, denn schließlich steckt in jedem Buch eine Menge harter Arbeit.
Fazit: Alles in allem ist "Die Welt ist kein Ozean" eine wirklich seichte, nicht besonders gut durchdachte Liebesgeschichte, die mit dem Thema "psychische Erkrankung" nicht sonderlich viel zu tun hat. Mich hat das Buch auf ganzer Linie enttäuscht und stellenweise sogar richtig erzürnt. Für das ansprechend gestaltete Cover und den leichten Schreibstil vergebe ich 2 von 5 Sternen.
Inhalt: Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat? (Quelle: Verlag) Meine Meinung: Nicht nur das wunderschöne und fesselnde Cover des Buches hat mich angezogen. Nein, auch der Klappentext von Die Welt ist kein Ozean ist mehr als vielversprechend. Ich interessiere mich sehr für psychologischere Themen und der Klappentext verspricht da so einiges. Angefangen mit dem Buch, habe ich Franzi direkt schon tief in mein Herz geschlossen. Das ist vermutlich so, weil ich so viel von mir in ihr wiedererkenne. Sie ist zielstrebig und hat ein genaues Ziel vor Augen, auf das sie hinaus arbeitet. Nebenbei hat sie aber auch immer ein Auge auf andere, ist mitfühlend und möchte helfen, wo sie auch kann. Auch ich würde für meine Familie und meine Freunde alle noch so hoch gesteckten Ziele aufgeben, wenn es ihnen nicht gut geht, würde gleichzeitig aber nie vergessen, was ich noch alles erreichen will. So konnte ich mich direkt sehr gut in Franzi hineinversetzen und war sofort im Geschehen drin. Man merkt sofort, dass Alexa Henning von Lange schon viele Romane geschrieben hat. Sie hat einen sehr schönen Schreibstil herausgearbeitet, der sehr angenehm zu lesen ist und sehr viel Wiedererkennungswert hat. Wer außerdem Ach wie gut, dass niemand weiß gelesen hat, entdeckt außerdem viele bekannte Gesichter. Denn die Protagonistin dieses Buches ist die große Schwester von unserer Franzi. Diese macht ihr Praktikum in einer Psychiatrie und lernt dort Tucker kennen. Es ist so etwas, wie Liebe auf den ersten Blick. Tucker sieht nämlich verdammt gut aus, wenn man Franz Glauben schenken darf. Dumm nur, dass er 1. Nichts spricht und seine Vergangenheit ihm sehr zusetzt und 2. Franzi nach dem Praktikum unbedingt für ein Jahr nach Australien gehen will, wo sie, wenn sie die Aufnahmeprüfung besteht, ein Stipendium durch ihr Klavierspiel bekommt. Franzi ist hin und her gerissen zwischen dem Jungen, der plötzlich ausgerechnet zu ihr Vertrauen fasst und kleine Fortschritte macht, und ihrem großen Traum. Noch dazu kommt, dass alle aus ihrem Umfeld zusätzlich versuchen, sie in eine Richtung zu beeinflussen. So verläuft die Handlung nicht besonders spannend dafür aber mit vielen inneren und äußeren Konflikten, bei deren Lösung wir Franzi begleiten. Dadurch bekommt das Buch seinen ganz eigenen Reiz und wir sehen mal wieder, dass gut Bücher nicht unbedingt spannend sein müssen. Das Buch bietet viele interessante Konflikte rund um die Themen Liebe, Familie, Freundschaft und auch über die Arbeit in einer Psychiatrie. Leider nimmt letzteres im Verlauf des Buches immer mehr ab und die anderen Themen treten in den Vordergrund. Trotzdem konnte man zu Beginn sehr gute Einblicke erhalten. Leider waren mir neben Franzi nicht alle anderen Charaktere sympathisch. Sehr gefallen haben mir auf jeden Fall ihre Mutter und ihre große Schwester Sina. Mit Tucker bin ich leider nicht so wirklich warm geworden und auch Nellie, Franzis beste Freundin, hat mir überhaupt nicht gefallen. Vielmehr habe ich sie wirklich ein bisschen gehasst, da sie sich absolut egoistisch und nicht freundschaftlich verhalten hat. Mein wirkluch großer Kritikpunkt am Buch ist aber die Glaubwürdigkeit. Ich musste während des Lesens wirklich häufiger an Schau mir in die Augen, Audrey von Sophe Kinsella denken und bin der Meinung, dass da das Aus-der-Depression-holen ein bisschen besser und realistischer umgesetzt wurde. Denn dass Tucker zu Franzi Vertrauen fasst, liegt einzig daran, dass er sich ebenso zu ihr hingezogen fühlt, wie sie zu ihm. Ich kann nicht glauben, dass ein Love Interest eine teilweise mehrere Jahre andauernde Depression oder psychische Krankheit durch seine pure Anwesenheit heilen kann, indem er ohne Vorkenntnisse einfach anfängt mit dem Patienten zu reden. Aber wenn man es einfach als gegeben hinnimmt, kann man damit ganz gut leben und das Buch weiter genießen. Bewertung: Auch mich konnte Alexa Henning von Lange nun mit einem Buch begeistern. Ich bin sehr überzeugt von Franziska, dem Schreibstil, der Idee und ganz besonders vom Ende über das ich euch natürlich nichts verraten habe. Schade war nurm, dass ich mit Tucker nicht so warm wurde und ich die Geschichte unter dem Aspekt der Heilung von Tucker nicht wirklich glaubwürdig fand. Deshalb gibt es von mir 3,5 von 5 Füchschen, die ich auf 4 von 5 aufrunden werde. Vielen Dank an lovelybooks für die Zusendung des Buches für eine *Leserunde.
Die 16-jährige Franziska macht ihr Schulpraktikum in einer Klinik für psychisch kranke Kinder und Jugendliche. Dort trifft sie nicht nur auf Patienten mit Ess-, Zwangsstörungen oder Neurosen sondern auch auf den schwer traumatisierten Tucker, der seit einem Jahr nicht mehr gesprochen hat. Wider allen Erwartungen löst sie etwas in ihm aus, so dass er sich ihr gegenüber zu öffnen beginnt. Plötzlich steht sie vor der Entscheidung: soll sie ihrem Verstand und somit ihrem Lebenstraum oder ihrem Herzen folgen?
Das Buch beschreibt sehr emotional und mitreißend das Ausmaß und den Umgang mit psychischen Erkrankungen und dass manchmal Schulmedizin und Therapie eben nicht ausreicht, um schwere Schicksalsschläge zu verarbeiten. Dabei beobachtet der Leser die aufkeimende Beziehung zwischen Franziska und Tucker. Nach und nach werden die Ereignisse, die zu Tuckers Trauma geführt haben aufgedeckt. Man erfährt aber zusätzlich auch einiges über andere Patienten, die Probleme ihrer besten Freundin Nellie sowie der dramatischen Vergangenheit von Franziskas Familie, was ich ebenfalls sehr spannend finde.
Sämtliche Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und wirken auf mich sehr authentisch. Allerdings stehe ich Franziska etwas zwiegespalten gegenüber. Sie ist gut behütet aufgewachsen und nimmt diese Praktikumsstelle zunächst nur an, weil sie eine Art Helfersyndrom zu haben scheint und weil sie das Besondere reizt. Meiner Meinung nach überschätzt sie sich maßlos, weil sie sich von Anfang an ausmalt, die Menschen dort heilen zu können und das ohne jegliches Vorwissen. Auf der anderen Seite macht sie im Verlauf des Buches auch immer wieder deutlich, dass sie sich vermutlich zu viel erhofft, wenn sie sich einbildet, Tucker wirklich helfen zu können. Obwohl sie in dieser Klinik ins kalte Wasser geworfen wird, tut sie meistens instinktiv das Richtige und findet so den ersehnten Zugang zu ihm. Allerdings finde ich es auch fragwürdig, ob ein solcher Fortschritt, wie er hier bezüglich Tucker beschrieben wird, in einer derart kurzen Zeit möglich ist. Dennoch hat mich die Geschichte von der ersten Seite an gepackt. Ich habe mit Franziska und Tucker gelitten und konnte mich meist in die Protagonistin hineinversetzen. Ihr Zwiespalt zwischen ihrem Lebenstraum - der Musik - oder Tucker zu wählen, wurde ebenfalls gut umgesetzt.
Schwierig war für mich als Charakter auch ihre beste Freundin Nellie, die aufgrund einer Trennung ihrer Eltern derart von Misstrauen befallen ist, dass sie teilweise echt nervig rüber kam – wenn auch aus verständlichen und nachvollziehbaren Gründen.
Es ist ein gelungenes Buch, das sich mit den Abgründen der menschlichen Seele befasst – tiefgründig, emotional und fesselnd.
Meinung: "Die Welt ist kein Ozean" klingt eigentlich genau nach einem Buch, das perfekt in meinen Lesebereich passt. Die Thematik ist etwas ernster und der Stoff nicht unbedingt leicht zu verdauen. Insgesamt ist das Werk auch wirklich nicht schlecht, aber so ganz überzeugt wurde ich auch nicht.
Meiner Meinung nach hat die Autorin den Start in die Geschichte perfekt gemacht. Ich mochte den Beginn unheimlich gerne, weil ich direkt das Gefühl hatte, dass ich das Buch lieben könnte. Ich mochte Franzi auf Anhieb und fand es klasse, dass sie sich für einen eher unkonventionellen Praktikumsplatz entschieden hat, von den man direkt ausgehen kann, dass es nicht ganz einfach werden würde. Zudem mochte ich Tuckers Hintergrund ebenfalls sehr und hatte gleich den Verdacht, dass die beiden gut zusammenpassen würden - was im Endeffekt auch der Fall war.
Leider hatte ich das Gefühl, dass sich das Buch im weiteren Verlauf öfters mal verliert. Tuckers Schicksal ist zwar immer allgegenwärtig, trotzdem ist mir die Handlung gelegentlich zu sehr in andere Bereiche abgeschweift. Das mag die Geschichte vielleicht komplexer machen, mir hat das aber hier nicht immer gepasst. Ich wollte den roten Faden - Franzi, wie sie Tucker knackt, nicht immer verlieren. Für mich war das der Punkt, der die Geschichte getragen hat.
Dann sind gelegentlich Dinge passiert, die ich nicht so leicht nachvollziehen konnte. Ich will nichts verraten, aber die Eltern von Tucker spielen dabei eine große Rolle. Eine Sache haben die beiden fabriziert, da konnte ich nur unfassbar mit dem Kopf schütteln, weil ich das einfach nicht glauben konnte. Nichtsdestotrotz konnte ich dem Ausgang aber doch einiges abgewinnen, eben weil ich Tucker und Franziska gut zusammen sehen konnte.
Stilistisch gesehen konnte mich die Autorin überzeugen. Ich mochte ihre Art zu schreiben echt gerne und konnte "Die Welt ist kein Ozean" flüssig und zügig lesen.
Fazit: Alexa Henning von Lange hat mit "Die Welt ist kein Ozean" ein Buch geschrieben, das mich anfänglich sehr überzeugen konnte. Sowohl die ernste Thematik, als auch beide Protagonisten haben mir gefallen. Leider verliert sich die Geschichte im Verlauf immer mal wieder und es gab hier und da einige Geschehnisse, die ich einfach nicht nachvollziehen konnte. Insgesamt ein netter Lesespaß, den man lesen kann, aber nicht muss.
Hmmm okay. Vielleicht bin ich einfach mittlerweile etwas zu alt für Jugendbücher - jedenfalls muss ich sagen, dass mich "Die Welt ist kein Ozean" doch ziemlich enttäuscht hat.
Der Klappentext klang viel versprechend, doch schon von Anfang an fand ich die Story dann ziemlich klischeehaft und die Figuren auch. Da haben wir alleine schon die reiche, aber natürlich totaaal bodenständige Familie von Franzi, der Hauptfigur, deren Schwester zum Ausgleich und um zu zeigen, wie total offen und vorurteilsfrei alle sind, einen Freund aus der ärmsten Gegend der Stadt (komplett mit brennenden Mülltonnen und frei rumlaufenden Kampfhunden) haben muss, den sie kennen gelernt hat, als er mit seiner Gang in das Haus der Familie einbrach. Ihr Ernst jetzt?
Weiterhin fand ich die ganze Redeweise der Charaktere, besonders der Jugendlichen, einfach unheimlich gestelzt. Ich jedenfalls kenne keine Teenager, die so reden.
Ich könnte noch stundenlang weiterschreiben, aber habe ehrlich gesagt keine Lust :P Daher noch einige Punkte, die mir besonders negativ aufgefallen sind:
- die "Wunderheilung" von Tucker durch die Liiiiebeeee *brech* - dass Franzi auf einmal weiß, wodurch er traumatisiert wurde, obwohl es ihr kein Mensch vorher gesagt hat... - Nellis gelinde gesagt peinliche und arrogante Persönlichkeit, die sich dann nach der Hälfte des Buches ohne Anlass total verändert... - Dass man anscheinend einen riesigen Sack Blumenerde in das Schwimmbad einer psychiatrischen Klinik schleppen kann, ohne dass es jemandem auffällt...
Diese Story hatte viel Potential, welches aber total verfehlt wurde. Schade :(
This entire review has been hidden because of spoilers.
Vom Aufbau war ich sehr schnell im Geschehen drin und hatte ein klares Bild, welches immer intensiver wurde, von den Protagonisten und Schauplätzen. Mir sind Franzi und Tucker direkt ans Herz gewachsen und ich habe bis zu der letzten Seite richtig mitgefiebert, auch wenn ich vielleicht nicht mehr ganz zu der "Zielgruppe" gehöre.
Ich tausche meine Bücher gerne und lege sie danach meist in die örtlichen Bücherboxen zurück, aber hiervon konnte ich mich nicht trennen.
Es ist mein erstes Buch dieser Autorin und bestimmt nicht mein letztes, da mich ihr Stil sehr anspricht. :)
Die Welt ist kein Ozean - Miss Franziska und ihre Mission
die Autorin:
Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin.
Klappentext:
Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?
Zitate: "Seit ich auf der Welt bin, versucht meine Mutter, mich von allem fernzuhalten, was mich auch nur im Ansatz traumatisieren könnte. Aber genau darum fühle ich mich traumatisiert." Seite 7 "Ich halte mich an den langen Grasbüscheln fest, ziehe mich hoch, während über mir die Maschinen donnernd starten und landen. Dickbäuchige Giganten, wie Wale in einem endlosen, stillen Ozean, der mich stolz und schwarz umgibt." Seite 139 "Alles im Leben muss eine Zehn sein, sonst hat es keinen Zweck." Seite 166
Charaktere:
Die wohlerzogene, 16-jährige Franziska, lebt mit ihrer Familie ein behütetes Leben in einem gut situierten Umfeld. Sie ist wohlerzogen, hilfsbereit und ein Philanthrop, der stets versucht anderen zu helfen oder einfach nur mit ihrer optimistischen Art für sie da zu sein. Auch wenn sie selbst dabei manchmal zu kurz kommt... Aber das reicht ihr nicht mehr. Von ihrer Mutter von jedem Risiko ferngehalten und "überbemuttert", wünscht sie sich nichts sehnlicher, als eigene Erfahrungen zu machen und zumindest ein einziges Mal auf eigenen Beinen zu stehen. Aus diesem Grund beschließt sie ihre schulische Praktikumswoche in der Psychiatrie zu absolvieren, um dort kranken Jugendlichen zu helfen und damit aus ihrer heilen Welt zu entfliehen.
Meinung:
Es kommt, wie es kommen muss... Unter allen Menschen, verliebt Franziska sich ausgerechnet in den unnahbarsten, verkorkstesten Psychiatrieinsassen Tucker. Er leidet seit einem traumatischen Erlebnis unter totalem Mutismus, einer Blockade verbal zu kommunizieren. Sein Schicksal ist tragisch, als er in der Klinik ankam wusste niemand, wer er war oder woher er kam... Aus irgendeinem Grund berührt er sie, aber sie kann nicht greifen, woran es liegt. Zumal er ja nicht ein einziges Wort mit ihr gesprochen hat. Relativ bald stellt sich heraus, dass sie tatsächlich eine positive Wirkung auf ihn hat, auch wenn sie sich nicht erklären kann wie oder wieso. Könnte sie es vielleicht schaffen, ihn aus seiner Lethargie zu befreien und ihn dazu bringen, sein Trauma zu verarbeiten? So dass er vielleicht, ja vielleicht sogar am Ende wieder heilen und auch sprechen kann? Aber ist das überhaupt zu schaffen, oder werden bei dem Versuch nur er oder sie verletzt und am Ende bleiben zerstörte Hoffnungen? Sie muss ihm helfen, nicht zuletzt, um auch ihren eigenen Weg und sich selbst zu finden, nichtsahnend wohin die Reise sie führt.
"Die Welt ist kein Ozean" ist die emotionale Reise eines Mädchens auf dem Weg zum Erwachsenwerden und ihrer Suche nach Glück. Tiefgründig, fröhlich, traurig, wie das Leben nunmal oft spielt. Denn wie wir alle wissen: das Erwachsenwerden kann auch mal schmerzhaft sein ;)
Die gewählte Ich-Perspektive für Franzi lässt uns ihren tiefgründigen Gedanken, aber auch ihrer spaßigen, flapsigen Art näherkommen und macht sie für den Leser sehr authentisch und sympathisch. Wir dürfen tief in ihre innere Zerrissenheit aber auch in ihre fröhliche Natur eintauchen, was den Lesegenuss nur umso emotionaler gestaltet. Das Ganze wird von dem jugendlichen Schreibstil unterstützt, der durchweg eingängig ist und perfekt zu der Geschichte passt :)
So manch einer wird bestimmt auch mal zum Taschentuch greifen müssen, selbst wenn es bloß dafür benutzt wird, Franziskas beste Freundin Nelli zu erschlagen, die die Geduld des Lesers doch ab und an recht stark strapaziert ;)
Aber lest selbst, es lohnt sich!
Vielen herzlichen Dank an den cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!
„Aber da ist Donner in unseren Herzen!“ […] „Für diesen kleinen, süßen Moment willst du sterben, um zu triumphieren.“ […] „Egal, welche Entscheidung du triffst, es wird die richtige sein.“
Zum Cover: Es ist nun kein Blickfänger, aber doch sehr, sehr schön. Das rothaarige Mädchen bzw. die Frau soll wohl Franzi sein, die doch recht gut getroffen ist. Aber auch die Welle passt zur Geschichte, um nicht zu sagen, sowieso zum Titel, denn da kommt ja auch „Ozean“ vor. Insgesamt stellt die Welle allerdings die Tiefe des Buches auch am besten dar, da Franzi (also die junge Frau) fast von dieser verschluckt wird, was man jetzt interpretieren kann, wie man will. Jedenfalls sieht man aber auch Licht am Ende des Tunnels, denn der blaue Himmel im hintersten Hintergrund soll wahrscheinlich doch die Hoffnung darstellen, die man nie verlieren sollte, besonders als Mutist nicht.
Zum Inhalt: Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor, muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?
„Die Liebe folgt keiner Logik. Höchstens der, dass sie logischerweise keiner Logik folgt. Sie lässt sich nicht verbieten. Sie ist stärker als alles andere. Darum ist sie so atemberaubend schön und auch so angsteinflößend.“ […] „Lass die Dinge passieren, die passieren wollen. Sie werden sowieso früher oder später passieren.“
Meine Meinung: Ich habe dieses Buch wirklich entdeckt und habe sofort gewusst, das muss ich lesen. Alleine aus dem Grund, dass es um den totalen Mutismus geht und es nicht viele, solche Bücher in der Unterhaltungsliteratur gibt, die sich darum drehen. Diese Psyche ist in diesem Buch auch sehr gut dargestellt von der Autorin, obwohl ich manchmal doch dachte, dass es etwas zu schnell voranschreitet, gerade auch die Liebesgeschichte. Für mich hätten dem Buch ein paar Seiten mehr wirklich nicht geschadet, obwohl eine emotionale Tiefe trotzdem aufkommen konnte, was ich sehr zum Positiven bemerken möchte. Und auch mit den Charakteren hatte man sich sehr schnell arrangiert. Mit Tucker konnte ich mich dabei aus meiner ganz eigenen Sicht identifizieren, auf die ich so nicht weiter eingehen werde. Nelli, Franzis Freundin, ging mir dagegen so ein bisschen auf die Nerven, mit ihrer ständigen Nörgelei. Vielleicht liegt das allerdings aber auch an der Pubertät, in der sie sich hier ja trotz dessen befindet. Doch der Punkt ist, dass dieses Buch nicht nur durch Tiefgründigkeit gewinnen kann, sondern auch durch Charme, denn irgendwie habe ich mich doch sehr wohl in der Geschichte gefühlt, zumindest eben auch gegen Ende. Selbst ein paar Tränchen hätte ich beinahe vergossen – sie standen schon in meinen Augen, das könnt ihr mir ruhig glauben. Dass die Geschichte um Franzi und Tucker dazu noch in Berlin spielt, hat es für mich noch etwas leichter gemacht, mich in ihr zu verlieren. Ich meine, wenn man in dieser Stadt geboren ist, fühlt man sich auch in einer Beschreibung von ihr irgendwie Zuhause. Auch wenn die Szenerie der psychiatrischen Klinik hierbei trotz allem deutlich im Vordergrund stand und Berlin an sich darum nicht allzu viel Aufmerksamkeit bekommen hat, was gar nicht negativ gemeint sein soll, es hat ja schlichtweg zum eigentlichen Thema gepasst.
Fazit: Abschließend kann ich sagen, dass mich „Die Welt ist kein Ozean“ von Alexa Hennig von Lange wirklich gut unterhalten konnte und mich sogar emotional berühren konnte, was ich bei einem Buch in gewissen Umständen doch äußerst wichtig finde, denn nur so bleiben sie einem ja auch irgendwie im Kopf. Deshalb bekommt dieses wundervolle Buch von mir 4,5 Sterne. Den halben Abzug eben für erwähnte Schwachstellen, die für mich persönlich aufgefallen sind. Ansonsten kann ich dieses Buch empfehlen, für all diejenigen, die zu dem Thema „Mutismus“ etwas außerhalb von Sachbüchern lesen möchten, sowie ich.
Einerseits hat mir die Geschichte gefallen, andererseits hatte sie auch mehrere Aspekte, die mir nicht gefallen haben.
Positiv: - Franzi ist eine sehr einfühlsame, empathische Protagonistin, die erfolgreich versucht, sich von ihren Eltern zu lösen und ihren eigenen Weg zu gehen (tolles Vorbild!) - Die Idee der Geschichte (Franzi macht ein Praktikum in einer Psychiatrie und lernt dort den traumatisierten Tucker kennen, der kein Wort spricht) ist zwar nicht neu, aber die Umsetzung der Geschehnisse, also was während der zwei Wochen passiert ist, hat mir gut gefallen - Emotional hat mich die Geschichte von Franzi und auch von Tucker sehr mitgenommen, sodass ich auch nach dem Lesen noch an sie und ihre Erlebnisse denken musste.
Negativ: - Nelly (die beste Freundin der Protagonistin Franzi) war ziemlich egoistisch, sprunghaft und einfach überhaupt nicht, wie eine Freundin sein sollte. Sie hat mir als Charakter gar nicht gefallen - es gab die typische Rollenverteilung 'Mann arbeitet erfolgreich, Frau macht den Haushalt und kümmert sich um die Kinder' und das wurde auch so eingebunden, dass der Vater total unsicher war, als er seine Tochter trösten sollte, was sonst immer die Aufgabe der Mutter war!? - Es war einfach alles zu positiv, viel zu schnell zu gut. In zwei Tagen bringt Franzi etwas zustande, was Profis in einem Jahr nicht ansatzweise geschafft haben? Und plötzlich wird alles besser, keine Rückschläge oder ähnliches? Das war mir etwas zu märchenhaft... - zudem gefiel mir die Ansprache der Kinder und Jugendlichen in der Psychiatrie gar nicht. Sie wurden alle auf ihre Erkrankung reduziert (z.B. "die ADHS-Kinder")
Die 16-jährige Franziska, Franzi genannt, ist behütet und sicher aufgewachsen, vielleicht sogar etwas über behütet, denn ihre Mutter Helene war seit jeher in ständiger Sorge um ihre Familie, ist ihr Mann Bernhard doch Oberstaatsanwalt und hat dementsprechend viele Feinde. In der Tat hatte es bereits eine Gang auf die Familie abgesehen, doch konnte Noah, der Freund von Franzis älterer Schwester Sina (Ach wie gut, dass niemand weiß ...) das Schlimmste verhindern. Nunmehr steht für Franzi ein zweiwöchiges Schulpraktikum an und da sie weiß, dass sie bisher ein wundervolles Leben hatte, möchte sie etwas davon zurück geben und Menschen helfen. Von daher hat sie sich für ein Praktikum in einer Klinik für psychiatrisch angeschlagene Jugendliche beworben und dieses auch erhalten - sehr zum Entsetzen ihrer Mutter und ihrer besten Freundin Nelli, welche ihr Praktikum bei Franzis Vater in der Staatsanwaltschaft, Abteilung für jugendliche Straftaten und Bandenkriminalität, machen wird, denn Nelli will unbedingt Juristin werden. Es ist nicht leicht, mit Nelli befreundet zu sein, dass weiß Franzi. Zwar kennen sich die beiden schon fast ihr ganzes Leben lang, doch Nellis Vater verließ vor über einem Jahr ohne Vorwarnung seine Familie und seitdem leidet Nelli unter Verlustängsten, was sie jedoch niemals zugeben würde - dafür ist sie viel zu hart im Nehmen.
Für Franzi selbst ist dieses Praktikum wie ein kleiner Ausbruch aus ihrer perfekten kleinen Welt, in der sie an der Fürsorge ihrer Mutter fast erstickt. Nach dem Praktikum hat sie große Pläne. Sie wird sich in den nächsten Tagen an einem Vorspiel teilnehmen, wo sie sich um ein Auslandsjahr an einem australischen Musikcollege bewirbt, denn Franzi spielt seit ihrem 7. Lebensjahr Klavier und ihr Klavierlehrer Roman setzt große Stücke in sie. Doch vor einem eventuellen Auslandsjahr auf der anderen Seite der Erde steht erst einmal das Praktikum an.
Etwas mulmig ist Franzi schon bei ihrem ersten Eintreffen in der Klinik, doch wird sie gleich herzlich von Schwester Maggie in Empfang genommen und auch die in der Klinik befindlichen Jugendlichen sind eigentlich ganz normal, mal abgesehen davon, dass sie ein paar Probleme haben, aber die sieht man ihnen nicht an. Während Schwester Maggie, ihre Ansprechpartnerin, sehr herzlich ist, ist der Chefarzt Doktor Weinberg doch eher reserviert und es gibt eine Regel, die sie unbedingt befolgen muss: Sie darf sich mit keinem Patienten anfreunden - dauert ihr Praktikum doch nur zwei Wochen und könnte anschließend, wenn sie nicht mehr da wäre, die Jugendlichen in ein Tief stürzen. Gleich am ersten Tag lernt Franzi alle kennen, die auf der ihr zugeteilten Station untergebracht sind und sie lernt auch den "unnahbarsten Fall" der Klinik kennen - Tucker. Tucker ist ein 18-jähriger Junge, der seine Tage im Schwimmbad verbringt und mit niemanden redet. Er leidet auf Grund eines traumatischen Ereignisses an totalem Mutismus. Ein Jahr schon ist Tucker in der Klinik und noch immer ist es niemandem gelungen, zu ihm durchzudringen. Doch Franzi gelingt das, was bisher undenkbar war - bereits am zweiten Praktikumstag nimmt Tucker an Aktivitäten teil, die er vorher immer ignoriert hat - scheinbar, weil Franzi dort ebenfalls ist. Auch in den folgenden Tagen geht Tucker immer mehr aus sicher heraus und auch wenn sie nicht verbal miteinander kommunizieren könnte, öffnet sich Tucker immer weiter - doch nur Franzi hat diesen Effekt auf ihn. Aber um ehrlich zu sein, nicht nur Franzi hat einen Effekt auf Tucker, auch Tucker berührt Franzi in einer Art, dass sie sich in den stummen jungen Mann verliebt - doch was wird aus ihrem Australientraum? Wird sie alles aufgeben, was sie sich in den letzten Jahren erarbeitet hat, um weiter bei Tucker bleiben zu können und was ist, wenn er trotz allem, niemals sprechen wird?
"Wichtig ist, dass man weiß, was am Ende dabei rauskommen soll" (S. 66) Der Plot wurde sehr einfühlsam und realistisch erarbeitet. Im Besonderen hat mir gefallen, wie die Figur der Franzi vorurteilsfrei in die Welt der Jugendlichen eintritt, welche mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen haben und wie sie es schafft, mit ihnen allen zu agieren, auf jeden einzugehen und für jeden, der ihre Hilfe möchte, da zu sein, ohne sich dabei auch nur im geringsten zu verstellen. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders Franzi mit ihrer ausgesprochen positiven Art sticht sehr hervor, denn ehrlich, ein solches Mädchen habe ich im realen Leben noch nicht kennen gelernt. Auch die Figur des Tucker wurde sehr realistisch arbeitet, wobei diese Figur (auf Grund des Krankheitsbildes) nicht durch Worte überzeugt, sondern durch sein Handeln und seine Interaktion, gerade mit Franzi. Ich muss sagen, beide geben ein durchaus ungewöhnliches, jedoch sehr interessantes Protagoisten-Paar ab. Als Nebenfigur hat mich vor allem Nellie beeindruckt, denn obwohl sie so aufgeklärt zu sein scheint oder es zumindest vorgibt zu sein, so ist doch in ihr, das merkt der Leser sehr schnell, ein kleines verlassenes Mädchen, das mit ihrer Lebenssituation teils sehr überfordert ist und das Wenige, was noch in ihrem Leben beständig ist (wie die Freundschaft mit Franzi) um jeden Preis festhalten will. Den Schreibstil kann ich nur als sehr einfühlsam und realistisch beschreiben, sodass ich förmlich in das Buch eingesogen wurde und alle Hürden versucht habe, mit Franzi, Tucker und den anderen zu nehmen.
Die Welt ist kein Ozean von Alexa Henning von Lange
Zum Inhalt: Als die 16-jährige Franzi für die Schule ein Praktikum machen soll will sie nicht wie die meisten ihrer Mitschüler in ein Fernsehstudio gehen, sondern in eine psychiatrische Klinik für Jugendliche. Dort trifft sie auf Tucker, der seit einem traumatischen Erlebnis nicht mehr spricht. Schon bei der ersten Begegnung spürt sie eine Verbindung zu ihm und auch er scheint auf sie zu reagieren. Kann sie ihm möglicherweise helfen wieder zu sprechen? Doch ihr Praktikum dauert nur zwei Wochen und danach wollte Franzi eigentlich ein Jahr nach Australien...
Meine Meinung: Mir ist das Buch wegen dem schönen Cover sofort aufgefallen. Zuerst war ich allerding noch etwas unsicher, da der Klappentext doch etwas kitschig klang. Da ich aber noch kaum Bücher gelesen habe, die das Thema psychische Krankheit bei Jugendlichen behandeln und ich dieses Thema eigentlich sehr wichtig finde, wollte ich der Geschichte doch eine Chance geben. Zudem hatte ich auch fast ausschliesslich gute Meinungen zu dem Buch gehört.
Leider hat sich herausgestellt, dass ich doch auf meinen ersten Instinkt hätte hören sollen. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir noch ziemlich leicht. Franzi war mir zu Beginn der Geschichte sympathisch und ich konnte verstehen, weshalb sie mal etwas anderes kennen lernen wollte als ihr extrem behütetes Leben. Zudem hat sie im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Nellie, die mir von der ersten Seite an absolut unsympathisch war, auch keine Vorurteile gegenüber psychisch Kranken.
Dennoch konnte ich nie wirklich eine Bindung zu Franzi aufbauen, denn sobald sie Tucker das erste Mal trifft denkt sie eigentlich den Rest der Geschichte nur noch an ihn. Natürlich haben sie noch nie auch nur miteinander gesprochen, wie auch schliesslich leidet Tucker an totalem Mutismus, dennoch hat Franzi schon nach wenigen Tagen das Gefühl, sie seien Seelenverwandte. Sie beginnt sogar sich zu überlegen, ob sie das Austauschjahr in Australien abblasen soll, obschon das schon lange ihr Traum war.
Was mir aber fast noch mehr auf die Nerven ging als die übertriebene Verliebtheit war, wie unrealistisch Tuckers Krankheit dargestellt wurde. Er ist schon über ein Jahr in der Klinik und keiner der Experten konnte auch nur den kleinsten Fortschritt machen. Doch dann kommt Franzi, eine Schülerin ohne jegliche Erfahrung, und in weniger als zwei Wochen ist Tucker geheilt. Natürlich bin ich auch keine Expertin, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dies realistisch ist. Ich finde auch es schickt eine merkwürdige Botschaft was psychische Krankheiten angeht, so nach dem Motto man muss sich nur verlieben und schon ist man geheilt...
Das Thema psychische Krankheiten wird leider kaum behandelt, obschon Franzi in ihrem Praktikum Jugendlich kennen lernt die an verschiedenen Krankheiten leiden wird kaum auf diese eingegangen. Ich hatte eher das Gefühl, dass psychische Krankheiten romantisiert dargestellt wurden. Tucker sieht natürlich absolut perfekt aus und seine Krankheit und tragische Vergangenheit lassen ihn auf Franzi gleichzeitig mysteriös und verletzlich wirken. Nellie sagt sogar mehrmals, dass Franzi einfach auf ungewöhnliche Typen steht.
Gegen Ende wurde dann die Geschichte auch noch richtig übertrieben dramatisch und ich musste mich teilweise wirklich fast durchquälen. Als nämlich plötzlich Tuckers Ex-Freundin wieder auftaucht, wird Franzi natürlich total eifersüchtig. Zudem wurde sie mir auch richtig unsympathisch, da es einfach so rüber kam, als würde sie es Tucker nicht gönnen geheilt zu sein, wenn er nicht mit ihr zusammen ist.
Natürlich gab es auch Dinge, die mir gefallen haben. Die Autorin schreibt wirklich schön und es lag eindeutig nicht an dem Schreibstil, dass ich mich teilweise durchquälen musste. Ausserdem gab es auch eine Nebenfigur, Randy, die ich echt interessant und sympathisch fand, er gibt Franzi richtig gute Ratschläge. Als letztes mochte ich die Entwicklung der Beziehung zwischen Franzi und ihrer Mutter total, ihre Mutter ist zwar teilweise ein bisschen übervorsorglich, aber eigentlich meint sie es nur gut. Leider hat mir die Geschichte aber insgesamt trotz diesen positiven Aspekten nicht gefallen und ich würde das Buch nicht weiter empfehlen.
Fazit: Ich hätte bei "Die Welt ist kein Ozean" besser auf meinen ersten Instinkt gehört und die Finger davon gelassen. Die Geschichte beschäftigt sich leider kaum ernsthaft mit psychischen Krankheiten. Stattdessen steht eine kitschige Liebesgeschichte im Vordergrund, durch die eine schwere psychische Erkrankung innerhalb von nur ein paar Tagen geheilt wird. Dies ist meiner Meinung nach nicht nur unrealistisch sondern vermittelt auch eine fragwürdige Botschaft.
Die Welt ist kein Ozean (Alexa Hennig von Lange) cbt-Verlag 14,99€ (Broschiert) 352 Seiten erschienen 27.07.2015
Klappentext: Ich stehe auf. Ich setze mich wieder hin. Mein Herz wummert. Alles in mir wummert. Ich zwinge mich, ruhig zu bleiben. Mir meine Aufregung nicht anmerken zu lassen. Nur keinen Druck erzeugen. Ich will nicht, dass das Wunder wieder verschwindet. Wie eine Welle, die in der Weite des Ozeans für immer vergeht. Als Franz Tucker trifft, scheint ihre Begegnung unter keinem guten Stern zu stehen. Sie macht ein kurzes Praktikum in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche und ist eigentlich schon auf dem Sprung ins Ausland. Und er - spricht überhaupt nicht mehr. Nach einem traumatischen Erlebnis lebt er tief in sich zurückgezogen, dreht am liebsten im Schwimmbad seine Runden, unter Wasser, wo ihn keiner mehr erreichen kann. Und doch erreichen die beiden sich. Immer wieder trifft Franzi auf Tucker - und Tucker trifft sie voll ins Herz. --------------------------------- Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?
Reihe?: Jein, es gibt ein Buch, das sich mit Franzis großer Schwester Sina beschäftigt, aber das hängt von der Thematik nicht weiter zusammen. Auch wenn manchmal die Geschehnisse aus „Ach wie gut das niemand weiß“ erwähnt werden, braucht man das Buch nicht gelesen haben. (Hatte ich auch nicht, werde ich aber noch nachholen.)
Erste Eindruck/ Cover: Erst einmal danke an das Bloggerportal und den cbt-Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar. Dieses Cover ist meiner Meinung nach so wunderschön. Dieses Rot und das Blau passt sehr gut zusammen und ich finde das Banner auch toll.
Ich bin ganz gespannt auf die Geschichten, denn es hört sich irgendwie tiefgründig an und wie etwas, das auch aus der Feder von John Green stammen könnte, ich meine jetzt allein von der groben Story her. Endlich ist dieses Buch bei mir, denn ich habe wirklich sehnsüchtig auf das Buch gewartet.
Nach den ersten Seiten: Ich mag dieses Buch jetzt schon so sehr. Der Schreibstil ist wirklich gut uns ich kann mir irgendwie die ganze Umgebung so toll vorstellen. Franzi ist einfach ein guter Mensch, nach den ersten Seiten habe ich gedacht, wie man so nett sein kann. Mittlerweile hat sich der Eindruck ein bisschen abgemildert, aber sie ist mir immer noch sympathisch. Langsam baut sie Kontakt zu Tucker auf und das finde ich wirklich süß.
Außerdem sieht Franzi ein bisschen so aus wie der Standard weibliche Charakter in meinen Geschichten, denn die sind auch immer rothaarig, haben wilde Locken und Sommersprosse.
Also ganz kurz ich finde das Buch bis jetzt wirklich gut und kann es kaum erwarten weiter zu lesen.
Meine Meinung: Wir haben den ersten, okay mittlerweile ist der zweite August, aber ich glaube, dieses Buch wird definitiv eins meiner Monatshighlights. Denn mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen, deswegen habe ich es auch fast in einem Rutsch durchgelesen.
Die Freundschaft von Nelli und Franzi war total süß, auch wenn es zwischen den beiden nicht immer einfach war. Obwohl beide eigene Probleme hatten, waren sie trotzdem für die Andere da.
Die Beziehung mit Tucker war auch so niedlich, zwar ging das alles ziemlich schnell und auch war er sehr schnell geheilt, aber das fand ich nicht schlimm, denn dieses Buch soll unterhalten und nicht medizinisch komplett korrekt sein. Aber dieses Buch war mal wieder ganz nach meinem Geschmack, rosarot, mit einem tragischem Anfang und einem wunderschönen Happy End.
Außerdem geht es in diesem Buch ums Erwachsenwerden und die Abnabelung von den Eltern, es geht darum, eigene Wege zu gehen und diese erst einmal zu finden. Jetzt möchte ich auch unbedingt die Geschichte von Sina und Noah lesen.
Die 16 Jährige Franzi plant einen Befreiungsschlag aus dem über fürsorglichen Elternhaus, denn sie ist mittlerweile mehr als genervt.
Als die Wahl ihres zwei wöchigen Schulpraktikums ausgerechnet auf eine psychiatrische Klinik für Jugendliche fällt, sind ihre Eltern aber vor allem ihre Mutter alles andere als begeistert!
Die kleine Rebellin merkt schnell, dass ihr kleines Abenteuer alles andere als einfach werden wird und als sie schließlich auch noch auf den stark traumatisierten Tucker trifft ist es um Franzi geschehen. Ihr Herz schlägt wie wild, droht fast aus ihrer Brust zu springen und eine Horde wild gewordener Schmetterlinge macht sich in ihrem Bauch breit.
Jedoch gibt es einen riesen Haken an ihrem Traummann, denn dieser hüllt sich seit einem Jahr in Schweigen und niemand hat es bisher geschafft durch die Schutzmauer, die Tucker um sich errichtet hat, hindurch zu brechen und ihn heraus zu locken...
Meinung:
" Die Welt ist kein Ozean " von Alexa Hennig von Lange ist eigentlich eine viel versprechende Jugend-Romance aus der man so einiges hervor zaubern kann. Leider ist es der Autorin nicht 100 % gelungen und meine Erwartungen an dieses Buch vielleicht auch etwas zu hoch gesteckt.
Fühlte ich mich zu Beginn richtig gut unterhalten und auch die Thematik richtig interessant, so war ich etwas enttäuscht als die unterschiedlichen Erkrankungen nur so angeschnitten wurden. Gerne hätte ich mir etwas Tiefgang gewünscht vor allem in Richtung Tucker, der einen hohen Stellenwert in der Handlung einnimmt.
Geschockt hat mich auch der Umgang mit der " Bulimie " - Erkrankung einer jungen Patientin, deren Tod für mich eigentlich sehr dramatisch ist und eher wie ein beiläufiges Missgeschick abgetan wurde. Allein die Wortwahl: " Es sei der Wunsch des Mädchens zu sterben und dem wurde eben statt gegeben." (= mein eigener Eindruck des Geschehens) stieß mir säuerlich auf, denn ich denke in solch einer Klinik, dürfe es so etwas nicht geben oder anders für den Leser dargestellt werden.
<< ... Der Tod ist der beste Freund der psychisch Kranken. Mit ihm kannst du dich an allen rächen, die du für deine Angst, deine Traurigkeit und Leere verantwortlich machst. Er zeigt ihnen, wie schlimm es dir wirklich ging. Wie groß die Qual ist, die du meinst in dir zu tragen. Für diesen kleinen, süßen Moment willst du sterben um zu triumphieren. Nur blöd, dass dir keiner sagt, dass es dann für deinen Triumph zu spät sein wird! " >> Zitat Seite 249-250
Ansonsten trifft man eine seicht dahinfließende und etwas außergewöhnliche Liebesgeschichte an, deren Weg alles andere als leicht ist und einige Hürden bietet, die es zu überwinden gilt.
Franzi ist und bleibt für mich die möchtegern Rebellin mit zu großen Herzen. Sie muss schnell einsehen, dass man nicht jedem helfen kann, auch wenn man sich noch so dafür einsetzt. Sie wirkt sehr unerfahren auf dem Gebiet der Liebe und lässt sich leider zu gern von anderen beeinflussen. Doch damit soll ihrer Meinung nach jetzt Schluss sein und sie startet den Plan ihren eigenen Weg einzuschlagen. Dazu kann man nur sagen, mal klappt´s mal eher weniger. Sie wirkt recht authentisch und man kann eine angenehme Bindung zu ihr aufbauen, aber manchmal hatte sie für mich zu viele kindliche Züge an sich, dass sie an Glaubhaftigkeit verlor.
Tucker ist ein Traummann schlecht hin mit dem kleinen Haken, dass er nach seinem traumatischen Erlebnis einfach aufgehört hat mit Reden. Fand ich es erst recht interessant welche kleinen Schritte er eingeht um Franzi näher zu kommen und ihr auch zu zeigen was so in ihm vorgeht, so ging mir seine weitere Entwicklung doch im Verlauf plötzlich zu schnell von statten.
Ich hätte es mir in Bezug auf die Handlung mit etwas weniger Tempo und greifbarer eher glaubwürdiger gewünscht.
Der Schreibstil von Alexia Hennig von Lange ist leicht verständlich, nachvollziehbar, flüssig und dem angesprochenen Alter entsprechend angepasst.
Das Cover ist so viel versprechend und hat mich sofort mit einer enormen Neugier meinerseits überrollt. Es greift viele Elemente der Handlung auf und zeigt Franzi unsere Hauptprotagonistin und die Sintflut an Gefühle, die sie gerade zu überfluten.
Fazit:
Für mich ein lockerer Jugendroman dem es etwas an Tiefgründigkeit fehlt, aber dennoch zu einer gefühlvollen und mitreißenden Unterhaltung beiträgt.
Dieses Buch habe ich in den Vorschauen entdeckt und MUSSTE es einfach anfragen. Vielen, lieben Dank an den cbt Verlag für dieses wundervolle Buch!!!
Cover Das Cover ist ein wahrer Traum. Es passt einfach perfekt zur Geschichte, das Mädchen stellt die Protagonistin Franzi dar, sowie zum Titel, der ebenfalls perfekt für die Geschichte gewählt wurde.
Idee/Handlung Es geht um Franzi, die ein Praktikum in psychatrischen Anstalt für Jugendliche macht. Dort lernt sie Tucker kennen, der Furchtbares erlebt hat und nicht mehr spricht. Wider willen verliebt sich Franzi in ihn, und will ihn heilen. Kurzum muss ich sagen, dass es eine ganz bezaubernde Idee ist. Ich finde, es ist ein sehr interessantes Thema für ein Jugendbuch, und dass die Autorin es perfekt umgesetzt hat. Man merkt, dass sich mit dem Thema auseinandergesetzt worden ist, und dass einfach Herzblut in der Geschichte steckt. Das Setting der Geschichte ist Berlin, und obwohl ich es eigentlich gar nicht mag, wenn Geschichten hier in Deutschland spielen, ist es mir hier kaum aufgefallen, ich fand Berlin als Handlungsort eigentlich sogar sehr passend. Ich empfand die Geschichte als sehr spannend, da es zusätzlich noch die nebenschächlichen Handlungen gab, wie z. B. die Beziehung zu ihrer besten Freundin Nelli, die ebenfalls eine interessante Geschichte hat, und ihrer Familie. Auch fand ich den Humor des Buches perfekt, nicht zu aufdringlich und in kleinen Dosen. Vor allem Nelli hatte in dieser Beziehung ihre Hauptrolle. Die Storyentwicklung fand ich großartig. Es bleibt aufgrund von Tuckers Krankheit und seiner Heilung immer ein wenig spannend, außerdem geschahen öfters auch unvorhergesehene Dinge. Das Ende war ... ein wenig kitschig, aber definitiv schön. Man merkt, dass neben Ozeanen auch Musik ein wichtige Rolle in diesem Buch spielen, auch am Ende werden diese beiden Themen gekonnt eingesetzt.
Schreibstil Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Franzi geschildert. Der Schreibstil an sich ist einfach gehalten, ich konnte das Buch unglaublich flüssig lesen. Ich habe es an einem einzigen Tag gelesen. Aber er ist auch wunderschön, denn die Autorin hat diese wundervollen Metaphern und weiß die Gefühle von Franzi sehr gelungen in Worte zu fassen. -> Die Autorin hat für mich ein wunderschönen, leichten Schreibstil, der definitiv einzigartig ist.
Charaktere Franzi, 16 Jahre alt, Sommersprossen geplagt und rote Locken, ist mir auf Anhieb sympathisch gewesen. Sie ist etwas behüteter aufgewachsen, und meint selbst, dass sie das Helfer-Syndrom ihrer Mutter geerbt hat. Sie ist auch ziemlich romantisch, aber definitiv nicht so ein verträumtes Mädchen, das keinen Bezug mehr zur Außenwelt hat. Außerdem spielt sie schon sehr lang Klavier, Musik spielt eine wichtige Rolle bei ihr, und ist mir deshalb gleich noch sympathischer geworden. Für mich ist sie definitiv ein <3-Charakter. Nelli, die beste Freundin von Franzi, hat eine eigene Sicht der Dinge. Ihr Vater hat sie und ihre Mutter sitzen gelassen, und seitdem hat sie sich wohl ziemlich verändert. Einerseits ist sie mir manchmal zu egoistisch und besserwisserisch vorgekommen, aber andernseits hat sie sich für Franzi interessiert und sie getröstet, wenn sie nicht grade zu sehr mit sich selbst beschäftigt war. Insgesamt hat sie mich aber auch durch ihre humorvolle Art überzeugt, und ich bin mir sicher, dass ohne sie das Buch nicht das wäre, was es jetzt ist. Tucker, 18, flaschengrüne Augen, braun gebrannt, leidet an totalem Mutismus, hat mich auch gleich für sich eingenommen. Von der ersten Begnenung an, und das liegt nicht nur an seinem Aussehen, fand ich ihn und seine Art total süß. Denn er vertraut sich ihr als einzigstes in seiner Weise an, und jaa, ich kann Franzi verstehen^^
Die übrigen Nebencharaktere, wie Franzi's Familie, Schwester Maggie, Randy und die Patienten, fand ich perfekt ins Buch eingefügt. Sie sind vielseitig und facettenreich, und haben das Buch runder gemacht.
Fazit: Ein sehr bezauberndes Jugendbuch, welches durch Charme, Geschichte und Charaktere überzeugt. Der Schreibstil hat sein Übriges getan. Ich kann es nur jedem ans Herz legen, und werde die Autorin im Auge behalten.
2,5 Sterne Klappentext Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?
Über die Autorin Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin.
Meine Meinung
Story Als ich mich für dieses Buch entschieden habe, hatte ich wirklich große Erwartungen, die leider nicht erfüllt worden sind. Die Geschichte ist einfach zu oberflächlich. Man erlebt als Leser die Geschichte von Franziska, die ein Praktikum in einer Klinik für psychisch kranke Jugendliche absolviert und sich Hals über Kopf in Tucker verliebt, der seit dem Tod seiner kleinen Schwester keinen Ton mehr von sich gegeben hat. Aber Franziska schafft es in wenigen Tagen ihn zu heilen, was die Ärzte zuvor in einem ganzen Jahr nicht geschafft haben. Dieses kam mir sehr überzogen und unglaubwürdig rüber. Zudem kamen mir viel zu wenig Emotionen rüber, was ich eigentlich bei der Thematik erwartet hatte. Das Buch war Stellenweise schon richtig langatmig und ich hatte Probleme wirklich am Ball zu bleiben. Wer hier eine große Liebesgeschichte erwartet, mit vielen Emotionen, der ist auf dem Holzweg, denn das Ganze ist ziemlich distanziert und eher unromantisch. Zudem wird nicht näher auf die psychischen Krankheiten, die Tucker und andere Kinder und Jugendliche haben, eingegangen, was ich sehr schade fand und letztendlich dazu geführt hat, das ich die Story zu oberflächlich fand.
Schreibstil Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig zu lesen und ziemlich einfach gehalten, was mir gut gefallen hat. Leider kam bei ihren Erzählungen meine Fantasie und das Kopfkino nicht auf Touren, also blieb die Geschichte sehr blass und unscheinbar.
Charaktere Franziska mochte ich eigentlich sehr, auch wenn ich mich nicht wirklich auf sie einlassen konnte. Ihr Handeln war nicht immer realistisch, was ich sehr schade gefunden habe. Auch Tucker kam mir Emotionsmäßig viel zu kurz. Seine Spontanheilung ist einfach sehr unrealistisch und grenzt wirklich eher an ein Wunder. Nellie, Franzis Freundin, mochte ich wirklich sehr gerne. Sie und ihre Taten, gaben dem Buch etwas Abwechslung und Spontanität.
Mein Fazit
Eine tolle Idee die hinter diesen Buchdeckeln steckt, die aber nicht wirklich zufriedenstellend umgesetzt wurde. Die Charaktere blieben mir zu blass und ihre Handlungen waren teilweise sehr unrealistisch und überzogen. Ich vergebe hier 2,5 von 5 Sternen.
Äußeres Erscheinungsbild: Bis auf die Tatsache, dass ich das Cover nicht optimal bearbeitet finde, finde ich es eigentlich ganz schön. Es zeigt Franzi und das Meer, welches eine wichtige Rolle im Buch spielt. Auch der Titel spielt auf dieses Meer und die Bedeutung an.
Eigene Meinung: Da ich selbst eine Vergangenheit mit psychischen Problemen habe, bin ich immer auf der Suche nach Romanen, die diese Thematik ansprechen: egal ob nun Depressionen oder Essstörung oder eine der vielen anderen Erkrankungen. Dieses Buch sollte den Lesern die Erkrankung des totalen Mutismus näherbringen und gleichzeitig die vielen anderen Erkrankungen in dieser Einrichtung. Leider wurden sämtliche Erkrankungen nur angeschnitten und der Tiefgang hat f��r mich komplett gefehlt.
Die ganze Geschichte streckt sich nur über knapp zwei Wochen und das macht die Geschehnisse für mich einfach so schwer nachvollziehbar: der Junge, der über ein Jahr in Behandlung ist macht endlich (und sofort) Fortschritte, es wir die große Liebe gefunden, man konfrontiert sich und die Vergangenheit und die Zukunft steht auch plötzlich fest. Ich weiß, dass manche Dinge ruckzuck geschehen, aber besonders in Bezug auf psychische Erkrankungen stimmt das einfach nicht. Vertrauen ist für mich das kostbarste Gut der Welt und dieses wird hier geradezu verschenkt. Andere Szenen, wie die Klavierspiele waren schon fast magisch geschrieben und dieses Gefühl, diesen Tiefgang hätte ich mir in anderen Szenen viel mehr gewünscht.
Das Buch ist recht umgangssprachlich, jugendlich und nicht überladen geschrieben.
Franzi ist doch recht offen und geht sehr gelöst auf die neue Situation ein. Sich mal in andere Menschen hineinzuversetzen ist nicht einfach, aber sie hat schon mal die richtigen Gegebenheiten. Und doch verstehe ich sie nur zu gut, dass sie doch recht eingeschüchtert ist, als sie dann "in der realen Welt" ankommt. Sie ist ein typischer Teenager, der auch mal über den Tellerrand blickt. Tucker bleibt das ganze Buch recht unscheinbar und farblos, was an seinem totalen Mutismus liegen mag. Leider konnte ich mich nicht so recht in ihn hineinversetzen. Nellis Reaktion auf die Jugendlichen hat mir persönlich sehr wehgetan. Da ich selbst eine Geschichte mit psychischer Erkrankung habe, verletzt mich so ein ignorantes Verhalten. Leider ist ihre Haltung aber nichts Abwegiges und es gibt solche Menschen im realen Leben. Sehr gut getroffen und ich mit der Zeit wird deutlich, dass sie ein viel komplexerer Mensch ist, als es am Anfang den Anschein hat. Einen bleibenden Eindruck haben aber die liebe Schwester Sina und der Straßenmusiker Randy hinterlassen.
Leider fand ich die Liebesgeschichte überhaupt nicht romantisch und die Anziehung zwischen Franzi und Tucker macht für mich überhaupt keinen Sinn. Diese Liebe auf den ersten Blick war hier einfach nicht glaubhaft porträtiert.
Das Ende fand ich hingegen sehr schön gelöst. Es war glücklich und rund und NICHT komplett auf die Beziehung fixiert.
Fazit: Leider habe ich nicht ganz das bekommen, was ich mir erhofft hatte: einen tiefgründigen Jugendroman über psychisch kranke Kinder mit einer komplizierten, aber liebenswerten Romanze. Stattdessen ist ein leichter Jugendroman geworden, der mir an Tiefgang mangelt und dessen Liebesgeschichte leider nicht ganz zündet. Schade, denn die Ansätze waren da und in einigen Szenen zu spüren. 2,5/5
Die junge Franzi kommt aus einer guten Familie und ist sehr behütet aufgewachsen. Um dem zu entfliehen, will sie in kürze für ein Jahr nach Australien um dort an einer Musikschule zu lernen. Die Aufnahmeprüfung hat sie schon so gut wie bestanden. Vorher möchte sie allerdings noch ein zweiwöchiges Praktikum in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche absolvieren um mal ein anderes Bild als das einer ständig heilen Umgebung zu bekommen. Dass das alles nicht so einfach ist, wie sie es sich vorgestellt hat, wird ihr schnell klar. Als sie dann jedoch in der Einrichtung den stummen Tucker kennen lernt, erfährt sie auch, wie es ist Verantwortung zu übernehmen und zu erfahren, was sie wirklich will und was ihr wichtig ist…
Die Geschichte, die Alexa Hennig von Lange hier geschrieben hat, ist wirklich schön! Das Thema ist brisant und wichtig und es ist schön, dass solche Dinge heute auch nicht mehr totgeschwiegen werden. Was mich ein klein wenig gestört hat, das war die Umsetzung, obwohl auch diese vielleicht bewusst so gewählt wurde. Aber fangen wir mal an …
Unsere jugendlichen Hauptfiguren sind hier zum einen Franzi, die als Praktikantin in die Klinik kommt und Tucker, der selbst dort Patient ist. Über Franzi erfahren wir einiges, allerdings wird uns das alles recht nüchtern aufs Brot geschmiert. Obwohl wir die Geschehnisse aus Franzis Sicht erleben und ihre Gedanken direkt mitbekommen, bleiben mir ihre Emotionen trotzdem viel zu weit weg, sie erreichen mich nicht wirklich. Das ist wirklich schade, denn dieses Thema hätte wirklich viel eindrücklicher sein können.
Generell ist die gesamte Geschichte recht nüchtern geschildert. Selbst Franzis innere Zerrissenheit konnte mich nicht so wirklich erreichen. Das lag tatsächlich am einigermaßen distanzierten Schreibstil der Autorin. Einerseits ist dies wirklich schade, weil man so einfach nicht so sehr in die Geschichte eintauchen und mitfiebern konnte, andererseits ist dies für ein Jugendbuch aber auch nicht schlecht, damit junge Leser nicht zu belastet werden mit dieser doch sehr ernsten Thematik.
Tucker, der als Patient in der Klinik ist, hat schlimme Erfahrungen gemacht, so dass er seither kein Wort mehr spricht und auch nicht wirklich reagiert. Erst als er Franzi kennen lernt ändert sich das. Warum, das ist mir während des Lesens leider nicht so ganz klar geworden, aber es gibt nun mal zwischenmenschliche Dinge, die man einfach nicht erklären kann, von daher ist das schon okay.
Der Alltag in der psychiatrischen Klinik ist nicht ganz so dargestellt worden, wie ich ihn noch kenne, aber es wurde sehr gut vermittelt, was für die jungen Patienten dort wichtig und unabdingbar ist, nämlich wieder neue Lebensfreude zu erwerben, das Leben wieder lebenswert zu finden. Das fand ich wirklich schön und gelungen.
Ansonsten gibt es auch noch ein paar wunderschöne Passagen und Aussagen, immer wieder über das gesamte Buch verstreut, die mich wirklich begeistern konnten und zum Nachdenken anregen. Ein kleiner Ausgleich für die ansonsten fehlenden Emotionen.
Fazit
Die Welt ist kein Ozean von Alexa Hennig von Lange hat mir gut gefallen, konnte mich aber nicht wirklich berühren. Alles wird recht nüchtern erzählt, da bleiben die Emotionen ein wenig auf der Strecke. Dennoch ist diese Geschichte recht eindringlich und schön erzählt, dem jungen Leser angemessen. Von mir gibt es hierfür gute vier Sterne!
Inhalt: Die 16-jährige Franzi will ein Praktikum in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche machen. Sie wuchs in einer behüteten Kindheit auf und will aus der behüteten Welt ausbrechen. In der Klinik lernt sie verschiedene Jugendliche, die unter Ess-, Zwangsstörungen oder Neurosen leiden, kennen. Tucker, der auch in der Klinik wohnt, spricht seit einem traumatischen Erlebnis nicht mehr. Er leidet unter totalem Mutismus. Franzi fühlt, sich von Tucker angezogen und versucht mit ihm Kontakt aufzunehmen. Als ihr das gelingt, muss sie sich entscheiden: Will sie bei Tucker bleiben oder will sie wie geplant ins Ausland nach Australien gehen?
Meine Meinung: Als ich das Buch zum ersten mal sah, hat es mich gleich angesprochen und ich wollte es lesen. Die Blau und Rottöne harmonieren wunderschön miteinander und es passt gut zum Sommer. Ich finde es auch gut, dass Franzi abgebildet ist, so habe ich von ihr ein gutes Bild bekommen. Mich hat das die Idee des Buches sehr interessiert und habe darüber auch noch nie ein Buch gelesen. Die zwei Hauptfiguren des Buches sind Franzi und Tucker. Es wird aus Franzi´s Sicht erzählt und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und ihre Emotionen nach vollziehen. Auch die Gedanken und Sorgen über ihre Zukunft konnte ich verstehen und mich hat es neugierig gemacht, ob sie sich für Tucker oder die Reise entscheidet. Franzi und Tucker waren mir beider sehr sympathisch. Ich hätte mir dennoch gewünscht, dass man mehr über Tucker´s Charakter erfährt. Mich hat sein Schicksal berührt aber mich konnte er trotzdem nicht vollständig erreichen. Tucker ist schon seit einem Jahr in der Klinik und hat noch kein Wort gesprochen, erst Franzi schafft das scheinbar Unmögliche. Ich finde es eine sehr schöne und romantische Vorstellung, andererseits kann ich es mir nicht vorstellen das es so einfach geht. Aber manchmal gibt es eben zwischenmenschliche Dinge, die man nicht erklären kann. Der Schreibstil von Alexa Hennig von Lange ist leicht und gut verständlich, mir hat an einigen Stellen, Tiefe bei den Personen und der Handlung gefehlt. Dadurch hätte man aus dem Thema und der Geschichte mehr heraus holen können. Der Schluss hat mich mit einem guten Gefühl zurück gelassen und hat mir sehr gut gefallen.
Fazit: Ein gutes Jugendbuch mit einem sehr interessanten Thema und einer guten, originellen Geschichte. Mir haben die Charaktere gut gefallen. Jedoch hat mir allgemein Tiefe bei dem Buch gefehlt und ich konnte mich leider nicht komplett in die Geschichte fallen lassen und mitfiebern.
Ein Cover, das echt die Augen magnetisch anzieht. Dazu ein Klappentext der mich angesprochen hat. Ich wollte nun wissen, was Franzi für eine Person ist und wie Tucker sie in seinen Bann zieht. Franzi ist ein behütetes Kind, dass sich für Dinge interessiert, die eine Herausforderung darstellen. Bloß nichts normales. Man merkt ihr ihre jugendliche Abenteuerlust an, aber trotzdem ist sie in ihren Denken doch schon sehr erwachsen. Ihre Gedankengänge und ihr Handeln fand ich für ihr Alter sehr reif und hab mir oft die Frage gestellt, ob ich so gehandelt und gedacht hätte. Sie ist eine sehr sympathische Persönlichkeit, die keine Vorurteile hat und hinter die Fassade der Menschen mit viel Einfühlungsvermögen schaut. Ich war wirklich von ihr angetan. Tucker, ja Tucker hat sich sofort in mein Herz geschlichen. Sein Schicksal und seine Art bewegten mich innerlich sehr. Auch wenn es manchmal ein bisschen zu viel Wunder war, wie er auf Franzi reagiert, war die Geschichte an sich doch sehr stimmig. Der Leser lernt hier sehr eindrucksvoll die Kinder- und Jugendpsychatrie kennen und das ein oder andere Mal musste sogar ich schlucken, weil es tief bewegt, welche Verhaltensmuster in diesem Buch geschildert werden. Es ist ein Jugendbuch, ganz klar, aber auch erwachsene Leser werden hier sicher bei der ein oder anderen Stelle ins Grübeln kommen. Ich musste bei einigen Sätzen in mich gehen und über die gelesenen Worte nachdenken. Es ist ein toller Roman, der bewegt, der zum Schmunzeln verleitet und sich auf romantische Art und Weise mit den Schattenseiten des Lebens auseinandersetzt. Wie Franzi sich letztlich entschieden hat finde ich mutig und bewunderswert.
INHALT Franzi hat starke Nerven. Meint sie zumindest und beginnt ein Praktikum in einer Klinik für traumatisierte Kinder und Jugendliche. Dort trifft sie Tucker, einen Jungen, der aufgehört hat zu sprechen, und ehe Franzi sich versieht, entsteht zwischen ihnen eine tiefe Verbindung - und ganz plötzlich ist in ihrem Leben nichts mehr wie es wahr...
MEINUNG Mir hat das Buch ziemlich gut gefallen. Anfangs hatte ich zwei Vermutungen, was das Ende angeht, und tatsächlich hat sich eine davon bewahrheitet. Vorrangig aufgrund dieser Vorhersehbarkeit ziehe ich den 5. Stern ab. Was mir aber richtig gut gefallen hat, war der lebendige Schreibstil und die Charaktere. Vor allem die Begegnungen von Tucker und Franzi gefielen mir sehr. :) Vereinzelt kam der Eindruck auf, der Plot sei allzu konstruiert, da alle Begebenheiten und das Verhalten der Charaktere oft schon allzu klischeehaft und stereotyp auf mich wirkten, was die Vorhersehbarkeit natürlich verstärkte. Aber alles in allem fand ich den Roman gut. Ich fühlte mich insgesamt jedenfalls ziemlich gut unterhalten, sodass ich ruhigen Gewissens 4 von 5 ☆☆☆☆ vergebe. :)
Die 16. jährige Franzi will aus ihrem behütenden Leben ausbrechen. Deshalb macht sie ihr Praktikum in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche. Schnell stellt sich heraus hier ist nichts normal. Dort trifft sie Tucker – der nicht mehr spricht. Als sich beide immer näher kommen muss sich Franzi fragen ob ihr Traum für ein Jahr nach Australien zu gehen immer noch aktuell ist.
Der Titel und das Cover habe mich neugierig gemacht. Als ich dann noch den Klappentext gelesen, war ich richtig gespannt wie die Geschichte ist. Gleich auf der ersten Seite war gefesselt und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Franzi ist einem gleich sympathisch und man fühlt mit ihr. Immer wieder spürt man ihre Gefühle, sie sind fast greifbar. Wer hatte nicht schon mal die Entscheidung fürs Leben zu treffen bzw. wer trifft sie nicht immer noch!? Die Geschichte ist sehr emotional, witzig und fesselnd. Wie bei jedem guten Buch war das Ende viel zu schnell da, aber das mitfiebern ob es doch noch ein Happy End gibt, lässt einen die Zeit vergessen.