Jona kann nicht sagen, ob er ein Junge oder ein Mädchen ist, denn er wurde mit beiden Geschlechtsmerkmalen geboren. Von seinen Eltern als Junge erzogen, fühlt er sich von klein auf ebenso sehr als Mädchen. Heute, mit 15, schlüpft Jona immer noch gerne in seine weibliche Rolle, schminkt sich und geht mit seiner besten Freundin Mia Klamotten kaufen. In der Schule wird er für sein Auftreten oft angefeindet, aber auch bewundert. Als sich Jona in den angesagten Leon verliebt, bringt das nicht nur ihn ziemlich durcheinander…
Im Januar 1965 wurde ich als einziges Mädchen zwischen zwei Brüdern in Berlin geboren und bin in der City rund um den Ku`damm aufgewachsen. Diese Gegend betrachte ich auch heute noch als meine eigentliche Heimat und muss sie ab und zu sehen, obwohl ich mich eigentlich überall schnell einlebe.
Nach meiner Schulzeit und dem Abitur 1984 absolvierte ich die Ausbildung zur evangelischen Religionslehrerin am Pädagogisch-Theologischen Institut in Berlin. Seit 1984 habe ich in verschiedenen Berliner Schulen dieses Fach unterrichtet. Besonders wichtige Erfahrungen habe ich dabei in den Jahren gesammelt, in denen ich in der Schule einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie gearbeitet habe. Im Moment arbeite ich an einer Grundschule. Für Kinder und Jugendliche zu schreiben, war schon immer mein Traum, und so erschien im Frühjahr 2001 mein erstes Buch Komm mit zum Ballett aus der Reihe Luisa (Verlag Kerle bei Herder). Die anderen Bücher, die auf dieser Webseite zu sehen sind, folgten.
Solange ich alles zeitlich gut unter einen Hut bekommen kann, will ich jedoch auch weiterhin Religion unterrichten, denn da ich für Kinder und Jugendliche schreibe, will ich auch den Kontakt zu ihnen nicht verlieren. In meiner jetzigen Schule, die in einem sehr dörflichen Randbezirk von Berlin liegt, fühle ich mich ausgesprochen wohl. Auch will ich Gott, der es bisher immer sehr gut mit mir gemeint hat, auf diese Art etwas zurückgeben.
Christine Fehér In den letzten Jahren habe ich meinen schriftstellerischen Schwerpunkt auf die Jugendbücher gelegt (Lesealter ab ca. 13 Jahren), wobei ich gern soziale Themen in Romanform verarbeite. Ich liebe es, mich ganz in meine erfundenen Personen hineinzufühlen, ihnen eine Seele einzuhauchen und ihre Schicksale so zu beschreiben, dass auch der Leser nachempfinden kann, was geschieht. Besonders freue ich mich wenn ich höre, dass Jugendliche in meinen Büchern auch Hilfe für ihr eigenes Leben finden konnten oder mehr Verständnis für Andere entwickelt haben, was mir von vielen schon oft bestätigt wurde. Seit 2007 schreibe ich jedoch auch wieder verstärkt Kinderbücher, so z.B. die Reihe "Marie" im omnibus Verlag.
Was ich am Autorenberuf besonders mag, ist die Freiheit, etwas selbst gestalten zu können, der rege Kontakt zu meinen Lesern und Leserinnen per e-mail und über das Gästebuch auf meiner website, die Zusammenarbeit mit den Leuten aus meinen Verlagen sowie die Lesereisen und Buchmessen.
Was mir manchmal zu schaffen macht, ist der Zeitdruck, wenn ich ein Manuskript abgeben muss, aber noch nicht fertig mit dem Schreiben bin.
Mit meiner Familie und unseren zahlreichen Haustieren lebe ich am nördlichen Stadtrand von Berlin. In meiner Freizeit spiele ich E-Bass in einer Rockband, nebenbei auch ein wenig Gitarre. Auch gehe ich gern mit meiner Tochter Shoppen oder zu Rockkonzerten oder mit meinem Mann ins Kino oder in Musikkneipen. So oft ich kann, treffe ich meine Freundinnen und gehe einmal in der Woche zum Ballettunterricht (ist aber eher Rückengymnastik - so "junge Hüpfer" sind wir ja dort nicht mehr). Und natürlich lese ich gerne.
Zu meinen guten Eigenschaften würde ich Belastbarkeit, Flexibilität und Einfühlungsvermögen zählen; meine schlechten sind aufbrausendes und ungerechtes Verhalten in Stressituationen und manchmal Unpünktlichkeit (aber nicht sehr). Mein Sternzeichen ist der Wassermann.
Wer weitere Fragen hat oder mich zu einer Autorenlesung einladen möchte, kann mir gerne über das hier eingebaute Mail-Formular etwas schreiben. Ich werde alles so schnell wie möglich beantworten.
Und wenn dein Umfeld nicht immer positiv reagiert….
Zum Inhalt:
Jona kann nicht sagen, ob er ein Junge oder ein Mädchen ist, denn er wurde mit beiden Geschlechtsmerkmalen geboren. Von seinen Eltern als Junge erzogen, fühlt er sich von klein auf ebenso sehr als Mädchen. Heute, mit 15, schlüpft Jona immer noch gerne in seine weibliche Rolle, schminkt sich und geht mit seiner besten Freundin Mia Klamotten kaufen. In der Schule wird er für sein Auftreten oft angefeindet, aber auch bewundert. Als sich Jona in den angesagten Leon verliebt, bringt das nicht nur ihn ziemlich durcheinander…
Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt das Bild eines Jungen, welcher sich scheinbar geschminkt hat und etwas verschwommen von der Seite portraitiert wurde. Das passt gut zur Geschichte und ist definitiv auch ein Blickfang, weil er eben anders wirkt und aus der Norm geht – das macht neugierig. Klasse gemacht.
Eigener Eindruck: Als Jona geboren wird, sind seine Eltern schockiert. Er ist einer der wenigen Menschen in Deutschland, der als Zwitter geboren wird – sprich Anlagen für beide Geschlechter hat. Die Eltern entscheiden sich gegen das Anraten der Ärzte und lassen das Kind nicht geschlechtlich angleichen. So wächst Jona erst als Mädchen und später dann als Junge auf, immer mit der Prämisse, dass er selbst einmal entscheiden soll, was er denn nun sein möchte. Als Jugendlicher wird Jona immer mehr zum Mann, kleidet sich aber auch wie eine Frau. Das bringt ihm immer wieder Probleme in der Schule ein, aber es gibt auch Schüler, die ihn für seine Art bewundern. Doch es ist nicht immer alles Gold was glänzt und Jonas Weg ist steinig.
Diese Geschichte erschien bei den Carlsen Clips, welche sich mit Alltagsgeschichten beschäftigen in denen sich vor allem die Zielgruppe der Jugendlichen wiederfindet. Hier werden die verschiedensten Themen angesprochen, über Alkohol, Drogen, Shoppingsucht und Medien, aber eben auch Themen wie Andersartigkeit. Besonders in der heutigen Zeit ist das Thema brandaktueller denn je und sollte meiner Meinung nach im Deutschunterricht ausgewertet werden, denn die Geschichte von Jona trifft viele Menschen in Deutschland und es sollte aufrütteln, dass Kinder, welche diese Anomalie haben, nicht immer Eltern und ein Umfeld haben, welches diese Andersartigkeit akzeptiert. Obwohl die Geschichte meiner Meinung nach noch viel mehr Potenzial gehabt hätte und noch mehr ausgebaut hätte werden können, trifft sie alle Problematiken im Kern und so erfahren wir, dass Jona nie ein leichtes Leben hatte und trotzdem immer ein Stehaufmännchen geblieben ist. So etwas finde ich wichtig. An sich feiere ich das Buch wirklich, weil es mutig ist, über so eine Thematik zu schreiben und weil es auch nicht all zu viel Literatur darüber gibt, aber ich bin einfach nicht damit einverstanden, dass hier diverse Potentiale nicht noch mehr ausgeschöpft wurden, sondern einfach nur angerissen worden sind. So muss ich ehrlich gestehen, dass mir die Emotionen in dem Buch doch recht gefehlt haben. Es fehlte mir hier an dem gewissen Etwas und auch hätte ich gern gewusst wie es denn für den Charakter weiter geht. Trotzdem gibt es von mir aber eine Leseempfehlung. Einfach, weil das Thema so wichtig ist und weil es auch für Lesefaule von der Länge her doch machbar ist.
Fazit:
‚Ein sehr wichtiges und aktuelles Thema, etwas kurz verpackt, aber absolut lesenswert!
Jona ist anders. Er ist als Zwitter geboren, was bedeutet, dass er sowohl männliche, als auch weibliche Geschlechtsorgane besitzt. Als Kind ist es noch einfach, doch mit der Pubertät, entwickelt er sich nach außen hin immer mehr zu einem Jungen, fühlt sich aber trotzdem immer noch zur Hälfte wie ein Mädchen. Für ihn steht fest, er möchte beide Seiten leben und nicht unterdrücken müssen. Aber nicht alle in seinem Umfeld gehen damit so gelassen um wie zum Beispiel seine beste Freundin Mia.
Dies war mein erstes Buch über dieses Thema und obwohl ein kleiner Teil in meinem Kopf in Frage stellt, wie so etwas überhaupt möglich ist, finde ich es auch unheimlich spannend und interessant.
Es ist einfach traurig, dass Menschen wie Jona einfach immer noch so wie Außenseiter behandelt werden. Man sollte meinen, dass wir im 21. Jahrhundert mittlerweile soweit sein sollten, dass jede Art von Sexualität normal ist. Aber nein, leider gibt es da immer noch genug Menschen, die dagegen halten. So auch in diesem Buch.
Ich fand wirklich toll, dass es aber noch mehr Leute gab, die zu Jona gehalten haben und ihn einfach als Menschen akzeptiert und nicht auf sein Geschlecht reduziert haben. Auch seine Familie ist erstaunlich gelassen mit diesem Thema umgegangen. Das fand ich wirklich schön!
Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht und ich hatte keinerlei Probleme, der Geschichte zu folgen. Da das Buch sehr dünn ist, habe ich es auch wieder in einem Rutsch gelesen und auch wenn es ein kurzes Vergnügen war, so hat mir das Buch trotzdem gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter!
Ich fand das Buch sehr interessant. Es gibt wenige Bücher in denen es um intersexe personen geht un es hat mich gefreut mal eines zu lesen ! Ich fand es sehr spannend wie mit dem thema umgegangen wurde ! Es liest sich sehr schnell und die geschichte ist relativ intéressant, wenn auch sehr berechenbar.
"Nein danke. [...] Nachher denken sie noch, ich wäre lesbisch." (S. 17) - Also ist es etwas Negatives lesbisch zu sein oder für lesbisch gehalten zu werden?
"Lass Jona in Ruhe. Nur weil er es nicht nötig hat, einen auf megacool zu machen, ist er noch lange keine Tunte." (S. 20) - Also klar negativ, dass man auf keinen Fall "Tunte" sein darf.
"fast so groß wie bei einem normalen Jungen" (S. 36) - Jona hält sich also selbst nicht für normal, obwohl Jona das Gegenteil mehrmals betont.
"Du wirkst zu mädchenhaft, als dass man dich für einen schwulen Jungen halten könnte." (S. 79) - Was soll man da noch sagen...?
Wenn Lehrkräfte, Vater, Mitschüler dumme, toxische Bemerkungen machen, dann kann ich das akzeptieren, weil die ja offensichtlich die "Bösen" verkörpern sollen, die es noch nicht kapiert haben und Jona (noch) nicht akzeptieren. Aber wenn dann die beste Freundinnen von Jona solche toxischen Sachen ablassen, wird es gefährlich, weil sie ja auf Jonas Seite sein sollen und Jona unterstützen sollen.
Auch fand ich es nicht gut, dass Jona das gemeine, abwertende Verhalten von Leon entschuldigte, da Leon noch im Griff des Klassenmobbers sei, statt zu seinen Gefühlen für Jona zu stehen oder Jona wenigstens nicht vor der ganzen Klasse zu verletzen. Mir ist klar, dass das Entschuldigen von Fehlverhalten anderer, die einem nahe stehen, wahrscheinlich eine Selbstschutzreaktion ist, allerdings hätte ich mir in einem Jugenduch eine reflektiertere Reaktion gewünscht.
Aber was mich dann letztendlich dazu bewogen hat, so wenige Sterne zu geben, war, dass Jona am Ende nicht zum Anfeuern von Leon geht, um Marco (der Jona kurz davor übel verprügelt hat und ungestraft davon kommt) zu schützen. Damit sich der Täter Marco nicht durch die Anwesenheit von Jona unwohl fühlt, bleibt Jona lieber zuhause und Leon stimmt auch noch zu. Das ist nicht okay.
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Dieses Buch habe ich bereits im März gelesen. Ich wollte euch die Rezension aber nicht vorenthalten. Also geht es heute um 'Weil ich so bin' von Christine Fehèr. 📚 📚 BEWERTUNG: 4⭐ 📚 📚 Genre: Jugendbuch 📚 Worum geht es? Es geht um Jona. Jona wurde mit dem PAIS Syndrom geboren. Das bedeutet er hat die Verlagerung für weibliche und männliche Geschlechtsmerkmale. Auf gut Deutsch ist er ein Zwitter (ich hoffe ich greife niemanden mit diesem Wort an) Bei Jona hat sich in der Pupertät das männliche Geschlechtsmerkmal entwickelt, davor hatte er das eines Mädchens. Aber trotzdem fühlt er sich manchmal noch als dieses. Seine männlichen Klassenkameraden können das nicht verstehen und mobben ihn. Naja und dann gibt's da noch die Sache mit der Liebe. 📚 Review (spoilerfrei): Ich fand das Buch wirklich wirklich gut. Ich wusste vorher nicht viel über diese Krankheit und wie belastend diese für den Betroffenen ist. Jona geht damit echt selbstbewusst um. Das ist sein größter Gewinn: Leute die hinter ihm stehen und sein Selbstbewusstsein. Die kleine verwickelte Liebesgeschichte ist echt herzzerreißend.🤗🤗😍😍😍
Dieses Buch war definitiv interessant. Ich war echt gespannt, wie mit dem Thema intersex umgegangen wird. Natürlich muss ich leider auch (selbst unter dem Vorwand, dass dieses Buch eher für jüngere Personen geschrieben wurde) die Kürze bemängeln. Man kann dieses Buch echt in einem Fort lesen, was einerseits gut ist, andererseits nicht so gut. Schließlich muss dann definitiv ein großer Teil des Aufbaus leiden. Man ist nicht wirklich mit den Charakteren warm geworden und es fühlte sich an, als ob etwas fehlen würde. Aber wie gesagt, für die Zielgruppe ist es definitiv einen Blick wert.
I like it its small and so are the stories so if you are looking for a small nice book this is it and I love the way he/she just talks about it like nothing but stilll makes you fell like you know what is going on ❤️
Ich bin zufällig während meiner Suche nach Literatur für meine Masterarbeit über dieses Buch gestolpert. Mit knapp über 100 Seiten in recht einfacher Sprache (es wird für Menschen ab 13 Jahren empfohlen) lässt es sich sehr schnell lesen. Die Handlung ist somit recht kurz gehalten, aber es werden eine Menge wichtige Themen angesprochen: Das Thema Intersexualität steht dabei im Fokus, aber auch hinsichtlich sexueller Orientiertung, Mobbing, Genderstereotypen und Gender als Perfomance lässt sich das Buch untersuchen - genau das, was ich in meiner Masterarbeit für die Schule aufbereiten möchte. Kommt auf jeden Fall in die engere Auswahl.