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Cycling Cities. Die leise Revolution der Städte
WIR können Städte ändern! Ingwar Perowanowitsch zeigt, wie Städte für uns alle lebenswerter, gesünder und schöner werden können
Seit circa einhundert Jahren prägen Autos unser Stadtbild. Es scheint fast ein Naturgesetz, dass kleine Kinder nicht im öffentlichen Raum spielen können, weil es zu gefährlich ist. Dass Fußgänger:innen lange warten müssen, um eine Straße überqueren zu können. Oder dass wir lange im Stau stehen, um an unser Ziel zu kommen. Dabei können Städte auch ganz anders aussehen. Paris, Utrecht, Kopenhagen – all diese Städte hatten massive Verkehrs- und Umweltprobleme und gelten heute als Musterbeispiele für lebenswerte Städte. Wie ist diese Transformation gelungen?
Das erklärt der Journalist und Radaktivist Ingwar Perowanowitsch in seinem ersten Buch. Er erzählt von gelungenen Beispielen einer Mobilitätswende, die alle Menschen in der Stadt mitnimmt. Und er zeigt, wie aus einer autogerechten eine menschen-gerechte Stadt werden kann. Let’s roll!
Seit circa einhundert Jahren prägen Autos unser Stadtbild. Es scheint fast ein Naturgesetz, dass kleine Kinder nicht im öffentlichen Raum spielen können, weil es zu gefährlich ist. Dass Fußgänger:innen lange warten müssen, um eine Straße überqueren zu können. Oder dass wir lange im Stau stehen, um an unser Ziel zu kommen. Dabei können Städte auch ganz anders aussehen. Paris, Utrecht, Kopenhagen – all diese Städte hatten massive Verkehrs- und Umweltprobleme und gelten heute als Musterbeispiele für lebenswerte Städte. Wie ist diese Transformation gelungen?
Das erklärt der Journalist und Radaktivist Ingwar Perowanowitsch in seinem ersten Buch. Er erzählt von gelungenen Beispielen einer Mobilitätswende, die alle Menschen in der Stadt mitnimmt. Und er zeigt, wie aus einer autogerechten eine menschen-gerechte Stadt werden kann. Let’s roll!
256 pages, Hardcover
Published September 7, 2026
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September 17, 2026
Das Verhältnis zwischen Radfahren auf der einen und den Menschen, die nicht mit dem Rad unterwegs sind, ist gefühlt in keinem Land so angespannt wie in Deutschland. Aber es geht auch anders. Ingwar Perowanowitsch zeigt in seinem Buch Beispiele, wie es in anderen Ländern trotz anfänglicher Skepsis und Vorurteilen mittlerweile sehr gut funktioniert und zeigt auch für uns Lösungen auf.
Alles fing in den Niederlanden, in Groningen an. Dort erlebte Ingwar das erste Mal wie es ist, wenn Radfahrer nicht nur geduldet werden, sondern einen gleichwertigen Platz im Straßenverkehr haben. Eine weiträumige Infrastruktur mit gut ausgebauten und vor allem sichtbaren Radwegen oder besonderen Ampelschaltungen haben bei ihm die Liebe zum Radfahren neu geweckt.
Zurück in Deutschland musste er schmerzhaft erkennen, dass hier nur ein Verkehrsmittel eine flächendeckende Infrastruktur hat, nämlich das Auto. Alle anderen Verkehrsmittel, auch der ÖPNV, werden an den Rand gedrängt. Für Autos wurde und wird immer noch Platz geschaffen, ohne echte Alternativen zu bieten. Die Menschen wollen auch in den Städten am liebsten bis vor die Tür fahren, und nehmen dabei billigend in Kauf, dass der Bau einer neuen Stadtautobahn über 200.000€/m kostet.
Ingwar Perowanowitsch zeigt am Beispiel Paris den Wandel von der Auto- zur Fahrrad- und Fußgängerstadt. Entlang der Seine sind nur doch Fußgänger und Fahrradfahrer unterwegs. Diese Veränderung kam nicht von heute auf morgen, aber sie war beständig und hält immer noch an.
Aber warum funktioniert dieser Wandel bei uns nicht? Die Gründe sind vielfältig: Autofahrer und die Autoindustrie haben eine zu starke Lobby. Viele AutofahrerInnen fühlen sich in ihrer Freiheit beschränkt, wenn ihre Wege länger oder das Parken teurer werden. Es gibt noch nicht
ausreichend Alternativen, die nicht mit einem zu großen Zeitaufwand oder dem Verlust der eigenen Bequemlichkeit verbunden sind. Hier zeigt der Autor Alternativen auf, die mit ein wenig gutem Willen, und zwar nicht morgen, aber in nicht zu langer Zeit zu erreichen wären. Auch das wohl berühmteste Argument, dass die Innenstädte aussterben, wenn die Autos nicht mehr hineinfahren dürfen, kann er entkräftigen.
Das Buch hat viele gute Ansätze und als Radfahrerin würde ich mich über jeden einzelnen, der durchgesetzt wird, freuen. Aber ich befürchte auch, dass nur wenig davon durchgesetzt wird, denn ich kann den Wunsch zu Veränderungen hierzulande zu wenig spüren.
Alles fing in den Niederlanden, in Groningen an. Dort erlebte Ingwar das erste Mal wie es ist, wenn Radfahrer nicht nur geduldet werden, sondern einen gleichwertigen Platz im Straßenverkehr haben. Eine weiträumige Infrastruktur mit gut ausgebauten und vor allem sichtbaren Radwegen oder besonderen Ampelschaltungen haben bei ihm die Liebe zum Radfahren neu geweckt.
Zurück in Deutschland musste er schmerzhaft erkennen, dass hier nur ein Verkehrsmittel eine flächendeckende Infrastruktur hat, nämlich das Auto. Alle anderen Verkehrsmittel, auch der ÖPNV, werden an den Rand gedrängt. Für Autos wurde und wird immer noch Platz geschaffen, ohne echte Alternativen zu bieten. Die Menschen wollen auch in den Städten am liebsten bis vor die Tür fahren, und nehmen dabei billigend in Kauf, dass der Bau einer neuen Stadtautobahn über 200.000€/m kostet.
Ingwar Perowanowitsch zeigt am Beispiel Paris den Wandel von der Auto- zur Fahrrad- und Fußgängerstadt. Entlang der Seine sind nur doch Fußgänger und Fahrradfahrer unterwegs. Diese Veränderung kam nicht von heute auf morgen, aber sie war beständig und hält immer noch an.
Aber warum funktioniert dieser Wandel bei uns nicht? Die Gründe sind vielfältig: Autofahrer und die Autoindustrie haben eine zu starke Lobby. Viele AutofahrerInnen fühlen sich in ihrer Freiheit beschränkt, wenn ihre Wege länger oder das Parken teurer werden. Es gibt noch nicht
ausreichend Alternativen, die nicht mit einem zu großen Zeitaufwand oder dem Verlust der eigenen Bequemlichkeit verbunden sind. Hier zeigt der Autor Alternativen auf, die mit ein wenig gutem Willen, und zwar nicht morgen, aber in nicht zu langer Zeit zu erreichen wären. Auch das wohl berühmteste Argument, dass die Innenstädte aussterben, wenn die Autos nicht mehr hineinfahren dürfen, kann er entkräftigen.
Das Buch hat viele gute Ansätze und als Radfahrerin würde ich mich über jeden einzelnen, der durchgesetzt wird, freuen. Aber ich befürchte auch, dass nur wenig davon durchgesetzt wird, denn ich kann den Wunsch zu Veränderungen hierzulande zu wenig spüren.
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