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Ein tödlicher Unfall und eine eiskalte Mordserie. Der neue Bestseller von Nele Neuhaus.

Eine Fraustirbt in ihrer brennenden Villa im Taunus. Ein Bauunternehmer hängt kopfüber im Rohbau eines Frankfurter Hochhauses, den Fuß in einem Seil verfangen und qualvoll erstickt. Was zunächst nach Unfällen aussieht, entpuppt sich als eine brutale und raffinierte Mordserie. Die Ermittlungen führen Oliver von Bodenstein und Pia Sander in den Umkreis des tödlich verunglückten Tech-Milliardärs Patrick Brinkhoff, Entwickler eines bahnbrechenden KI-Chatbots. Während Pia und Bodenstein noch versuchen, das dichte Netz aus Loyalitäten in Brinkhoffs Softwarefirma und Familie zu entwirren, stoßen sie auf weitere Morde, die alle mit Brinkhoff zusammenhängen. Pia und Bodenstein versuchen, einen Mörder zu stoppen, der keine Gnade kennt und eiskalt plant.

560 pages, Hardcover

Published April 27, 2026

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About the author

Nele Neuhaus

63 books788 followers
... geboren in Münster / Westfalen und aufgewachsen in Paderborn, lebt seit ihrer Kindheit im Taunus und schreibt bereits ebenso lange. Sie arbeitete in einer Werbeagentur, studierte einige Semester Jura, Geschichte und Germanistik, bis sie nach ihrer Heirat ihren Mann im familieneigenen Betrieb unterstützte.

Ihre im Vordertaunus angesiedelte Krimiserie mit den Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff, die Nele Neuhaus zunächst im Selbstverlag veröffentlichte bevor der Berliner Ullstein-Verlag sie 2008 entdeckte und unter Vertrag nahm, machte sie zu einer der meistgelesenen Krimiautorinnen im deutschsprachigen Raum. Ihre Taunuskrimis erreichten bisher eine Gesamtauflage von einer Million, die Rechte wurden in 20 Länder verkauft, unter anderem nach Italien, Frankreich, Spanien, Holland, Korea, Russland, Brasilien und in die USA.

Ihr Krimi "Schneewittchen muss sterben" gelangte bereits drei Tage nach Erscheinen im Juni 2010 unter die TOP20 der SPIEGEL-Bestsellerliste und steht seitdem auch bei Internetbuchhändler Amazon auf den vordersten Verkaufsrängen. Seit Anfang 2011 stehen alle vier Krimis von Nele Neuhaus unter den TOP50 der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Im Frühjahr 2011 erschien im Thienemann-Verlag der erste Band der Jugendbuchreihe "Elena - Ein Leben für Pferde" mit dem Titel "Gegen alle Hindernisse". Band 2 folgte bereits im Juli 2011.

Der fünfte Fall für ihr Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff mit dem Titel "Wer Wind sät" erschien am 13. Mai 2011 und schoss direkt auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. Im September 2011 stehen alle 5 Krimis unter den 15 meistverkauften Taschenbüchern in der Bestsellerliste von Spiegel Online, "Tiefe Wunden" ist in Frankreich erschienen und "Schneewittchen muss sterben" in Holland.

Die Autorin lebt im Vordertaunus.

(Source: www.neleneuhaus.de)

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Community Reviews

5 stars
182 (40%)
4 stars
198 (44%)
3 stars
54 (12%)
2 stars
7 (1%)
1 star
3 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 69 reviews
Profile Image for Booklunatic.
1,145 reviews
September 12, 2026
Der Fall war diesmal zeitweise etwas sperriger als in den letzten beiden Büchern. Aber das ist jammern auf hohem Niveau spannend war es trotzdem! Und mit den Entwicklungen drumrum war ich auch überaus zufrieden...
Profile Image for Sara Ha.
77 reviews3 followers
September 6, 2026
Ein solider Krimi, aber hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen!
Profile Image for JoanStef.
400 reviews1 follower
August 30, 2026
Gänsehaut, KI-Brainfood und ein absolut cleveres Verwirrspiel

Meine Bewertung: ⭐⭐⭐⭐✨ (4,5 / 5 Sterne)

(Hinweis für Eilige: Eine knappe Zusammenfassung findest du in der Pro- & Contra-Liste am Ende der Rezension.)

**Worum geht’s?**
In ihrer Villa erlebt eine Bewohnerin einen ihrer schlimmsten Albträume, der kurz darauf tödlich endet. Kurz darauf wird in einem Hochhaus-Neubau eine männliche Leiche gefunden. Er wurde vor seinem Tod gefoltert, und die Ermittler erwartet am Auffindeort ein makabres wie perfides Tötungswerkzeug: Der Tote hängt kopfüber am Geländer. Qualvoll erstickt, erinnert die Tat an historische Folter- und Todesurteile. Wer steckt hinter diesem Mord? Das ist die vordringliche Frage für Oliver von Bodenstein und Pia Sander. 

**Warum wollte ich dieses Buch unbedingt lesen?**
Ich habe in den vergangenen Jahren hin und wieder die Verfilmungen von Nele Neuhaus gesehen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich bisher keines der Serienbücher gelesen habe. In meiner Erinnerung handelte es sich immer um gute Clous und hauptsächlich um die Geschichten rund um die Ermittler. Diesmal wollte ich es aus erster Hand wissen: Sind die Bücher allein lesbar? Braucht man Vorinformationen, und kommen wahre Gänsehaut-Momente zum Tragen? Mit Fragen gut gerüstet begann ich meine Lesereise durch den 12. Band. 

**Meine Eindrücke von der Lesereise:**
Die äußere Gestaltung gefällt mir sehr gut. Stimmig und mit tieferem Sinn hat das Cover bei mir direkt einen Pluspunkt bekommen. Der Titel sagte mir anfangs über eine lange Strecke nichts, was meine Neugier auf die Geschichte nur noch angefeuert hat. 

Der Einstieg ist äußerst strukturiert. Das Personenregister und der Stammbaum der betroffenen Familie Brinkhoff sind unglaublich hilfreiche Helferlein, zu denen ich beim Lesen immer wieder zurückgekehrt bin. Die Kapitel orientieren sich logisch am Zeitpunkt der Geschehnisse. 

Die Charaktere werden fast alle in für sie bedrohlichen Extremsituationen vorgestellt, wodurch ich schnell einen Zugang zu ihnen fand. Obwohl die Vorarbeit durch den Stammbaum toll war, war die Unterscheidung der Personen aufgrund von Ähnlichkeiten in den Namen für mein Gedächtnis zeitweise sehr herausfordernd, was ich als etwas störend empfunden habe. 

Meinen Anspruch an einen Kriminalroman – einen nachvollziehbaren Spannungsaufbau und eine gründliche Hintergrundkonstruktion – erfüllt Nele Neuhaus vollkommen. Das Buch wurde sehr schnell mein ständiger Freizeitbegleiter. Die Details rund um das Ermittlerteam waren mir zwar unbekannt, aber ich habe zu jeder Zeit den vollen Überblick behalten, da die Autorin gekonnt Rückblicke einbaut. Das Finale war bis auf die letzten Seiten tatsächlich nicht vorhersehbar. Ich bin der Schriftstellerin komplett auf den Leim gegangen und hatte eine völlig falsche Täterverdächtigung angenommen. 

**Mein Fazit:**
Mit diesem 12. Band konnte mich die Autorin überraschen, und das Buch wirkt auch nach der Lesung noch in mir nach. Die Verknüpfung mit den wichtigen Fragen rund um die KI-Entwicklung im irdischen Sein, gepaart mit gut kalkulierten Wendungen und dem altbekannten Ermittlerteam, hat mir eine mitreißende Lektüre und etwas Brainfood beschert. 

Ich vergebe sehr gute 4,5 Lesesterne und empfehle das Buch alten Serienhasen sowie allen, die wie ich neu zu den Ermittlungen im Frankfurter Raum hinzustoßen möchten. Ich bin mir sicher, dass auch sie auf die Fan-Seite wechseln werden. 

Schneller Überblick: Pro & Contra

**Das hat mir besonders gefallen (Pro):** 

* **Meisterhafter Spannungsaufbau:**
Ein extrem packender Kriminalroman mit einer gründlich durchdachten Hintergrundkonstruktion.
* **Aktuelles Thema mit Tiefgang:**
Die geschickte Verknüpfung der Handlung mit brennenden Fragen rund um die KI-Entwicklung liefert echten inhaltlichen Mehrwert („Brainfood“).
* **Clever konstruiertes Verwirrspiel:**
Ein absolut geschickt aufgebauter Plot, bei dem ich der Geschichte lange Zeit komplett auf den Leim gegangen bin und eine völlig falsche Täterverdächtigung angenommen hatte.
* **Nervenkitzel auf neuem Level im Finale:**
Die vorzeitige Offenlegung der Hintergründe drosselt die Spannung keineswegs. Im Gegenteil: Sie hebt das Finale auf eine völlig neue Ebene, bei der es bis zum Schluss packend um die Frage geht, wer gewinnt – der Täter oder die „Guten“.
* **Tolle Einstiegshilfen:**
Das integrierte Personenregister und der Stammbaum der Familie Brinkhoff sind fantastische Helferlein, um bei dem großen Ensemble den Überblick zu behalten.

**Das fand ich weniger gut (Contra):** 

* **Herausforderung für das Gedächtnis:**
Trotz Stammbaum war die Unterscheidung der vielen Figuren zeitweise sehr anstrengend, da sich einige Namen vom Klang her stark ähneln. Das hat den Lesefluss stellenweise etwas ausgebremst.
Profile Image for Karschtl.
2,262 reviews62 followers
October 26, 2026
Ich war mir nicht sicher, wie schnell es einen neuen Roman mit Pia Sander geben wird, nachdem sie am Ende des letztens Bands eine Pause ankündigte und das Dezernat auch durch einen heftigen Vorfall, in den eine Mitarbeiterin involviert war, schwer getroffen wurde.

Es hat auch drei Jahre gedauert, aber nun ist mit "Alles wird Asche" der 12. Band der Reihe endlich da. Und wie gehabt, werden die wichtigsten Personen gleich zu Beginn mit ihren Berufen oder Funktionen genannt, was mir persönlich immer sehr hilft. In anderen Büchern, wo es das nicht gibt, mach ich mir oft selbst eine Liste. Was mich jedoch gewundert hat ist, dass einige sehr wichtige Personen in dieser Personenliste gar nicht vorkommen! Sind die dann doch so unwesentlich für die Handlung? Wie ist der Bezug zu den anderen Personen, die man in den ersten Kapiteln kennenlernt? Da wird der Leser eine ganze Weile im Dunkeln gelassen. Ebenso hab ich mich gefragt, wie jetzt der Bogen zum Thema KI geschlagen wird, das ja beim Klappentext schon angesprochen wird. Da müssen sowohl die Ermittler als auch die LeserInnen ein bisschen Durchhaltevermögen beweisen.

Das Thema KI ist ja in aller Munde, privat begegnet es mir überall und auch beruflich hat es bei uns schon Einzug gehalten. Daher findet ich es super, dass Nele Neuhaus diese Thematik in ihrem Roman aufgreift, zumal sie das ja sicher nicht erst vor 6 Monaten begonnen hat zu planen. Dafür schon mal großen Respekt, zumal das ja eine extrem schnelllebige Branche ist und sich vom Schreiben der ersten Seite bis zur Publikation vieles geändert hat.

Mit der Umsetzung dann bin ich grundsätzlich zufrieden. Es dauerte zwar einige Zeit, bis so richtig die Ermittlungen in Gang kamen, aber dann war es gewohnt gut. Ich mag Pia und auch Oliver von Bodenstein, und auch von Pias Ex-Mann Henning erfährt man diesmal mehr als zuvor. Wobei ich zwar das Privatleben des Ermittlerteams durchaus auch interessant finde, aber mein Hauptaugenmerk liegt auf der Darstellung des aktuellen Falles.
Und am Ende freue ich mich dann immer schon auf das nächste Wiedersehen mit dem K11 Hofheim.
Profile Image for Marina.
157 reviews1 follower
October 15, 2026
Ich mochte die Stimmung richtig gerne, gab mir einen richtigen Herbstvibe wie die Polizei so im Nebel ermittelt.
Fands mal nice, das KI eingebunden wurde. Es hat sich nicht angefühlt wie ein 0810 Krimi.
Teilweise hat es sich etwas gezogen, darum der halbe Stern Abzug.
Schreibstil hat mir auch richtig gut gefallen.
Profile Image for Christian.
121 reviews20 followers
October 25, 2026
Spannend von Anfang bis Ende.Ich liebe die Reihe.Vielleicht weil ich auch die Filme kenne und ich die Schauspieler mit ihren Persönlichkeiten mittlerweile mit den Bûcher verbinde.😉😊
Profile Image for Tinstamp.
1,202 reviews
October 16, 2026
Nachdem sich Pia im letzten Band ein Sabbatical genommen hat, um ihren Ehemann Christopher nach Südafrika zu begleiten, bekommt es Oliver von Bodenstein mit einem sehr kniffligen Fall zu tun. Der Bauunternehmer Axel Wiesheu, der vor kurzem abgängig gemeldet wurde, nachdem er bei seiner eigenen großen Geburtstagsfeier zum 55. Geburtstag nicht erschien, hängt kopfüber in seinem prestigeträchtigen Bauprojekt, der Appartementsiedlung "FIVE" , von der Decke. Der Mann war in der Upper Class kein Unbekannter und er bleibt nicht der einzige Tote aus dem Kreis der Reichen und Schönen. Kurze Zeit später wird der nächste Tote entdeckt, der wieder kopfüber aufgehängt wurde - diesmal auf einem Baum.
Oliver hat Glück, denn Pia bricht ihren Aufenthalt aus privaten Gründen in Südafrika ab und kehrt zurück an ihren Arbeitsplatz beim KK11 und erhält somit wieder Unterstützung von seiner Kollegin. Schon bald führt die Spur zur Familie Brinkhoff und dem KI Projekt "Prometheus", sowie in deren Vergangenheit, bei der es bei einer Besteigung des Mount Everests zu mehreren Todesfällen kam. Dabei starb auch der Erfinder von "Prometheus" Patrick Brinkhoff.
Es wird viel über Cybersicherheit, KI und Smart Homes geschrieben. Nele Neuhaus nimmt sich immer wieder aktuellen Themen an - trotzdem hat mich alles um die KI und "Prometheus" eher gelangweilt. Darüber hinaus geht es um Geldgier, Rache, falschen Freunden, Macht und Geld.

Wie bei Nele Neuhaus bereits gewohnt wimmelt es hier nur so von Figuren. Ich dachte es wäre bei den letzten Krimis besser geworden, doch in "Alles wird Asche" waren es mir zu viele Charaktere. Wahrscheinlich lag es auch daran, dass ich den Krimi diesmal gehört habe. Ich habe immer wieder das Buch zur Hand und das Personenregister, welches ganz am Anfang abgebildet ist, zu Hilfe genommen.
Die Vielzahl an Figuren, die zwei Erzählstränge, Rückblicke in die Vergangenheit, dazu die Perspektive des Täters, die Privatgeschichte von Pia und noch weitere Nebengeschichten machten die 560 Seiten oder 18 Stunden und 25 Minuten sehr komplex - zu komplex meiner Meinung nach.
Außerdem hatte ich beim Hörbuch oftmals das Gefühl, dass manche Aussagen immer und immer wieder wiederholt wurden.

Gefallen haben mir allerdings die Passagen rund um die Besteigung des Mount Everests. Dabei hatte ich das Gefühl dabei zu sein und habe mit allen mitgefiebert.
Da die Autorin sehr detailliert schreibt und viele Themen in ihren Krimi gepackt hat, gab es so einige Längen. War das Privatleben von Oliver im letzten Band der Reihe mehr im Vordergrund, ist es diesmal Pia, die im Mittelpunkt steht. Für mich lebt diese Krimireihe ja besonders wegen dem tollen Ermittlerduos und ich mag Oliver und Pia als Protagonisten sehr. Diesmal war es mir aber fast zu viel an Privaten.
Trotzdem hat mir auch dieser Fall wieder gut gefallen. Der Vorgängerband "Monster" hatte von mir 5 Sterne bekommen. Diesmal vergebe ich allerdings "nur" 3 1/2 Sterne, obwohl ich Oliver Siebeck als Hörbuchsprecher wirklich toll fand, der dem zwölften band der Reihe viel Leben einhauchte.

Fazit:
Nele Neuhaus verwendet oft zu viele Figuren und Themen und schreibt sehr detailliert. In diesem Fall war es mir fast zu viel des Guten. Ob es daran lag, dass ich den Krimi als Hörbuch hörte oder ob sie einfach zu viele Themen und Personen in "Alles wird Asche" gepackt hat, kann ich nicht wirklich beurteilen. Für mich war es leider einer der schwächeren Fälle.....
Profile Image for Gabis Laberladen.
1,320 reviews
September 18, 2026
Darum geht’s:

Das “Five” soll ein Prestigeobjekt in Frankfurt werden, mit Büroräumen und Wohnungen im Luxussegment. Als man die Leiche des Bauunternehmers Wiesheu im Five-Rohbau kopfüber aufgehängt findet, stellt sich schnell heraus, dass das Projekt kurz vor der Pleite stand. Es bleibt nicht bei diesem einen Toten und die Spur führt das K11 Hofheim zum Softwarekonzern Brinkhoff, einem millionenschweren Familienunternehmen.

So fand ich’s:

Eigentlich hat sich Pia Sander für ein Jahr beurlauben lassen, weil sie ihren Mann nach Afrika begleiten will, der in Namibia eine berufliche Chance ergriffen hat. Doch nach wenigen Wochen ist Pia wieder da mit ordentlich Wut und Enttäuschung im Bauch. Ihre Chefin und die Kollegen sind allerdings begeistert, dass sie ihre Freistellung vorzeitig beenden will. Es gibt einen Mordfall, das Team ist unterbesetzt und Pia wird mit offenen Armen willkommen geheißen. Also stürzt sie sich quasi mit noch nicht ausgepackten Koffern in die Arbeit.

Es gibt Todesfälle, die auf ungewöhnliche Weise verübt werden und die Pia und Oliver von Bodenstein in Richtung des Brinkhoff-Konzerns führen. Patrick Brinkhoff hatte eine revolutionäre KI entwickelt, doch bevor sie zum Einsatz kommen konnte, ist er bei einer Expedition zum Mount Everest gestorben, was sowohl für seine Familie als auch für seine Freunde im Vorstand des Konzerns weitreichende Folgen hatte.

Wir arbeiten uns zusammen mit Pia und Oliver durch das Dickicht von Konkurrenz und Loyalität, von Geldgier und alten Freundschaften, und man kann erst nach und nach hinter die Fassaden schauen und die wahren Motive erkennen oder erahnen. Wie bei Nele Neuhaus üblich gibt es jede Menge Figuren, was ich eigentlich in jedem ihrer Bücher bemeckere. Dabei sollte ich es inzwischen besser wissen – bei Nele Neuhaus wird nichts kammerspielartig auf wenige Personen zusammengedampft, sondern es bleibt realistisch üppig. Es gibt einen großen Familienclan, aus dem einige Personen im Konzern und der dazu gehörenden Stiftung beschäftigt sind. Patrick Brinkhoff hat seine Schulfreunde in den Vorstand des Konzerns geholt und auch hier vermischen sich berufliches und privates miteinander. Ich fand es sehr gelungen, wie wir die beteiligten Personen abwechselnd begleiten und ihnen näher kommen können. Man erfährt von Ängsten und Hoffnungen, schaut den Menschen in die Seele – und ich war am Ende doch überrascht über die schlüssige Auflösung.

Niemand möchte wirklich gerne familiäre oder berufliche Interna an die Polizei weitergeben und deshalb muss sich das K 11 mit unwilligen Personen herumschlagen, die auch noch ihr eigenes Süppchen kochen, während weiter gemordet wird. Ich fand das Buch mit seinen stolzen 560 Seiten durchgehend spannend mit einem tollen Showdown, ohne Längen und trotz der mehrfach miteinander verbandelten Figuren geradlinig und klar erzählt.

Auch in diesem Band schauen wir auf das Privatleben der Protagonisten, das uns durch die ganze Serie schon mit so manchen Entwicklungen begleitet hat. Diesmal geht es weniger um Oliver, sondern Pia erlebt private Umwälzungen.

Auch im 12 Teil dieser Krimireihe ist kein Verschleiß zu spüren, das altbekannte Team bearbeitet einen komplexen Fall und hat mir damit einige kurzweilige Lesestunden beschert.
187 reviews12 followers
Read
September 27, 2026
4,5*

Feuer und Asche eiskalt

„Alles wird Asche“, der neue Taunuskrimi von Nele Neuhaus, erschienen 2026 bei Ullstein, ist ein gewohnt guter Teil der Reihe und von herausfordernder Komplexität und einem brandaktuellen Thema folgend, eine absolut runde Sache mit nur minimalen, sehr verzeihbaren Schwächen.

Und auch das Privatleben der Ermittler:innen kommt nicht zu kurz – Pia Sander kehrt unfreiwillig früh von ihrem Sabbatical in Namibia zurück – die Beziehung zu ihrem Partner nahm in Afrika einen schweren Knacks, so dass sie es vor Ort nicht mehr aushielt. Ein Glück für ihr Team auf dem Revier! Denn so kann die bewährte Crew des K 11, Oliver Bodenstein, Nicola Engel, Cem Altunay, Tariq Omari, Christian Kröger und natürlich Prof. Dr. Henning Kirchhoff, Pias Ex, sich mit versammelten Kräften einer Serie von Morden widmen, die spektakulär inszeniert sind und mit jedem Mord mehr auch mehr Rätsel aufgeben. Alle Spuren führen zu einer KI namens Prometheus und in den Himalaya – und einer Person, die im wahrsten Sinne des Wortes eiskalt handelt. Ob das K 11 diesen komplexen Fall entschlüsseln kann?

Neuhaus widmet sich hier einem Thema, das nicht mehr auf der Zeit liegen könnte – ist doch KI und die Gefahren, die mit ihr einhergehen gerade in aller Munde – zu Recht. Entsprechend aktuell und spannend ist dieser Fall, der mit einer ungewöhnlich großen Personage einhergeht, weshalb man Neuhaus für das Personenregister am Anfang des Buches nicht dankbar genug sein kann, es ist nicht so leicht, hier den Überblick zu behalten und lange Lesepausen empfehlen sich nicht. Neuhaus schreibt wie immer spannend und mit sehr gut eingebettetem Lokalkolorit, die Figuren sind plastisch, trotz der hohen Personenzahl identifizierbar und wie immer kommt auch das persönliche Erleben nicht zu kurz. So gibt es einige überraschende Wendungen, sowohl im Fall, der bis zuletzt spannend bleibt, als auch im Privatleben von Pia.

Formal arbeitet die Autorin damit mit einer weitestgehend chronologischen Erzählung, die von den Gedanken der mordenden Person unterbrochen wird, was den Rätselspaß erhöht. Und auch einem zentralen Mordopfer gönnt sie eine Passage, ein interessanter Zug. Die Tatorte und auch die Art, wie hier Leichen entdeckt werden, sind wirklich spektakulär gebaut und es gibt immer wieder Entwicklungen, die wirklich gar nicht vorherzusehen waren, aber plausibel sind. Ein sehr gelungener Krimi also mit einem guten Tempo! Ein bisschen schade fand ich, dass im Voranschreiten das Thema KI dann doch zunehmend vom Thema Geld abgelöst wurde, hier wäre noch mehr drin gewesen. Und manchmal war auch die Unkenntnis der Ermittler:innen doch etwas übertrieben (eine im hier und jetzt lebende Person, die nicht weiß, was Bouldern ist? Hm...).

Insgesamt überwiegt aber klar die Begeisterung über einen spannenden neuen Fall der Taunuskrimireihe, dessen Ausgang mich auch jetzt schon neugierig auf den nächsten Band macht. Neuhaus bleibt ein Garant für sehr gute und gut recherchiert und aufbereitete Krimis.


Ein großes Dankeschön an vorablesen.de und Ullstein für das Rezensionsexemplar!
Profile Image for Wal.li.
2,724 reviews74 followers
September 7, 2026
Das Genie

Der geniale Programmierer Patrick Brinkhoff hat mit seiner Expertise und der Hoffnung auf die Zukunft ein Firmenimperium geschaffen, das auf dem Markt der künftigen KI-Anwendungen kräftig und möglichst unabhängig von den anderen großen Playern mitmischen soll. Neben seinem Beruf hat Brinkhoff ein besonderes Hobby. Er hat schon mehrfach den Mount Everest bestiegen. Bei seiner letzten Expedition geschieht ein schwerer Unfall, den Brinkhoff nicht überlebt. Das ist inzwischen einige Jahre her und hat in der Firma einiges an Chaos hinterlassen. Als ein Immobilienmakler vermisst wird, der zu seiner eigenen Geburtstagsfeier nicht aufgetaucht ist, erscheint dies erstmal als einzelner Sachverhalt.

Inzwischen zum zwölften Mal ermitteln Pia Sander und Oliver von Bodenstein gemeinsam. Fast wäre es nicht dazu gekommen, weil Pia eigentlich in Namibia weilen sollte. Aber für Afrika muss man irgendwie geschaffen sein und Pia ist es nicht. Und so ist sie gleich eingebunden, als ihr Ex-Mann Henning, der sie vom Flughafen abgeholt hat, zu einem Tatort gerufen wird. Schnell ist aus einer Vermisstensache die Untersuchung eines Todesfalls geworden. Und es gibt zumindest einen weiteren Toten. Ob es Zusammenhänge gibt ist zunächst genauso ungeklärt wie die Frage der Zuständigkeit. Und doch deutet immer mehr, dass die Hinweise zu der Softwarefirma des verstorbenen Patrick Brinkhoff führen.

Zwei sehr spannende Themen führen hier zu einem Kriminalfall, der schlimm und gleichzeitig tragisch wirkt. Welche Auswirkungen können KI-Anwendungen auf das tägliche Leben haben? Und was veranlasst Menschen in die Berge zu gehen ungeachtet der offensichtlichen Gefahren? Antworten auf diese Fragen mag man vielleicht nicht finden, aber die Diskussion ist sicher sehr fesselnd. Wie es dann zu Todesfällen kommen kann und was die Hintergründe sind, wird hier packend geschildert. Manchmal bekommt man das Gefühl, dass ein wenig zu viel Wert auf Sachen gelegt, die sich nachher als nicht so wichtig erweisen. Aber grundsätzlich gestaltet sich die Lektüre sehr spannend. Die Annäherung an die aktuellen Themen ist ausgesprochen gelungen und regt dazu an, selbst noch ein wenig nachzudenken. Und es gibt auch Nebensächlichkeiten aus dem Privatleben der Ermittler, die sich als sehr lesenswert erweisen.

Die Gestaltung des Covers ist sehr ansprechend und passt hervorragend sowohl zu dem Inhalt des Romans aber auch zu den anderen Bänden der Reihe.


4,5 Sterne
Profile Image for Archer.
678 reviews12 followers
September 19, 2026
Ein paar seltsame Todesfälle halten die Kriminalisten um Oliver von Bodenstein auf Trab. Ein bekannter Bauunternehmer stirbt auf qualvolle Weise, weil er kopfüber vom Balken in seinem neuesten Projekt, einem Frankfurter Turm, hängt. Ein ehemaliger Investor, der auch noch eng mit einem aus dem Team verwandt ist, stirbt auf beinahe dieselbe Weise - indem er ebenfalls kopfüber, allerdings von einem Baum, hängt. Diese Morde scheinen auch etwas mit dem Tod einer Unternehmersgattin zu tun zu haben, die in ihrem brennenden Haus stirbt. Und alle Spuren scheinen direkt zu einer KI-Firma zu laufen, deren Gründer vor einigen Jahren tödlich verunglückt ist und die kurz vor einem Milliardendeal mit den Amerikanern steht ...

Ich gebe zu, ich habe mich mit diesem Buch echt schwer getan. Es war so langatmig. Ständig diese POVs von Leuten, die mich null interessiert haben und die eh alle aus demselben Kreisen stammten: von den Reichen und Mächtigen. Überhaupt habe ich hier ständig das Gefühl gehabt, die Autorin schwelge regelrecht in diesem Milieu, wenn sie ausgerechnet ihre Charaktere ständig teuren Wein oder Schampus trinken oder in teuren Restaurants einkehren oder darüber nachdenken ließ, millionenschwere Wohnungen oder Häuser zu kaufen. Besonders Pia ging mir dermaßen auf den Senkel mit ihrer Art, über Afrika und ihren (Noch)Mann Christoph zu denken. Das war alles nicht gut genug, weil sie nicht täglich fließend Wasser hatte und sich niemand um sie kümmerte. Um Pia Sanders muss sich mindestens die Welt drehen, sonst passt das alles nicht. Dann die Sache mit Kirchhoffs Bruder - weiß jetzt nicht, was ich davon halten soll. Hat er gut weggesteckt - aber klar, Pia hat ihn ja unterstützt. Natürlich nur, weil er jetzt plötzlich ein ganz anderer Mensch ist als früher, der sich um 180 Grad gedreht hat. Das ging mir alles so sehr auf die Nerven, dass ich mich immer richtig zwingen musste weiterzulesen.

Richtig unangenehm war auch der Handlungsstrang mit Geraldine. In meinen Augen hat sie alles richtig gemacht, aber dargestellt wurde sie, als wäre sie die Person ohne Gewissen. Mir gab es da eindeutig zu wenig Reflexion in Bezug auf das Thema KI und den Schaden, den die KI anrichten kann, wenn sie mal so weit ist, wie in der Brinkhoff Group. Die Idee allgemein und die Todesfälle fand ich spannend, die Umsetzung hingegen ziemlich mau und mit viel zu viel persönlichem Bezug. 2.5/5 Punkten.
Profile Image for Sunsy.
2,066 reviews30 followers
October 11, 2026
Der Hörbuch Hamburg-Verlag hat mir über NetGalley dieses gekürzte Hörbuch zur Verfügung gestellt. Dafür danke ich ausdrücklich.

Normalerweise bin ich ja kein Fan von gekürzten Hörbüchern, aber in dem Fall war das eventuell sogar ganz gut, denn ein paar Längen sind mir erspart geblieben, und Julia Nachtmann hat die gekürzte Version gewohnt gekonnt eingelesen.

Ein Thema, das mich persönlich sehr interessiert, ist das Thema Künstliche Intelligenz. Zu diesem Thema gibt es etliche Meinungen dafür und dagegen. Ich gebe zu, dass ich noch immer unentschlossen bin, denn KI oder AI im Englischen hat Vor- als auch Nachteile. Zu den Nachteilen gibt es etliche Dystopien zu sehen, lesen oder hören. Denn eine künstliche Intelligenz ist immer auch auf den Menschen angewiesen, und Menschen machen Fehler (die Version, in welcher die KI eigene Entscheidungen treffen kann, halte ich "noch" für zu futuristisch, aber auch dies könnte eines Tages möglich sein und ich weiß nicht, ob ich das so gut finden sollte...).

Im vorliegenden Fall stehen Bodenstein und Kirchhoff vor nicht wenigen Rätseln, als sie nach und nach mehrere Morde in Zusammenhang bringen, aber einfach nicht den Täter ermitteln können. Am Ende spitzt sich alles zu und mit einem spannenden Twist wird die Lösung präsentiert, die plötzlich logisch und nachvollziehbar scheint.

Spannend geschrieben und von Julia Nachtmann sehr gut gelesen hat mir die gekürzte Version sehr gut gefallen.

Meine Bewertung: 09/10 Punkte.

https://sunsys-blog.blogspot.com/2026...
Profile Image for Gitti.
1,266 reviews
August 31, 2026
Als Pia aus Afrika zurückkehrt und gerade mit ihrem Ex‑Mann Henning Kirchhoff unterwegs ist, wird dieser zu einem Leichenfund gerufen. Ein Bauunternehmer wurde an den Füßen in einer seiner Baustellen aufgehängt. Kurz darauf beendet Pia ihr Sabbatical und kehrt ins Hofheimer Team zurück – nur um festzustellen, dass genau dieser Mann bereits von ihren Kolleginnen und Kollegen gesucht wurde. Gemeinsam mit den Frankfurter Ermittlern stoßen sie auf die Familie Brinkhoff, und schnell wird klar, dass weitere Morde mit dem Tod des Firmengründers zusammenhängen.

Nele Neuhaus baut in diesem Krimi ein komplexes Geflecht aus geschäftlichen Interessen, alten Loyalitäten und familiären Konflikten auf. Obwohl man den Täter immer wieder begleitet, hat es bei mir bis zum Schluss gedauert, bis sich alle Puzzleteile zusammengefügt haben. Die Spannung bleibt konstant hoch und mündet in einen dramatischen Showdown. Besonders gelungen fand ich die Figurenzeichnung innerhalb der Gruppe der Verdächtigen – es war schwer einzuschätzen, wer gute Absichten hatte und wer nicht. Die Autorin arbeitet hier sehr differenziert und lässt Raum für Ambivalenzen.

Parallel dazu erleben wir dieses Mal viel aus Pias Privatleben. Christophs Entscheidung, nach Afrika zu gehen, hat bei ihr tiefe Zweifel ausgelöst, ob das wirklich das Leben ist, das sie weiter führen möchte. Und dann ist da noch Henning, der aus seinen früheren Fehlern gelernt zu haben scheint und ihr nun überraschend verlässlich zur Seite steht.

Für mich war es wieder ein richtiges „Heimkommen“, mit den Hofheimern zu ermitteln. Schon ab der ersten Seite war das vertraute Teamgefühl wieder da. Auch wenn Pia dieses Mal besonders im Mittelpunkt steht, ist es schön zu sehen, wie gut das Team funktioniert – und wie selbstverständlich Pia nach Monaten der Abwesenheit wieder ihren Platz einnimmt.

Ich hoffe sehr, dass es weitere Fälle geben wird. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Abenteuer mit dem Hofheimer Team.
374 reviews
September 13, 2026
„Alles wird Asche“ ist bereits der 12. Band aus der „Bodenstein-Kirchhoff-Krimi“- Serie von der Autorin Nele Neuhaus.

Es werden immer wieder brutale Morde entdeckt und die Leichen werden kopfüber an Seilen aufgehängt. Zunächst können die Ermittler Oliver von Bodenstein und Pia Sander keine Zusammenhänge feststellen und doch scheint der Mörder noch mehr Personen auf seiner Liste zu haben. Alles führt sie zu einem Tech-Unternehmen mit dem früheren Inhaber Gunnar Grevenkamp, der vor einigen Jahren beim Bergsteigen verunglückt ist. Seine Codes für moderne KI-Chatbots sind milliardenschwer und auch das US-Militär ist an diesen Codes interessiert. Wer hat nun diese Codes und wer steckt hinter den Morden, die nach Rache schreien?

Die Handlung hat mir sehr gut gefallen, da sie mit den KI-Chatbots sehr modern ist. Dazu auch immer wieder Frage, was darf die KI und sollte man diese tatsächlich auch einsetzen? Neben der moralischen Frage ist auch das Geld ganz vorne mit dabei. Wer könnte jetzt profitieren und wer nicht? So gibt es im Laufe der Handlung immer wieder mögliche Täter und vor allem auch weitere Opfer die gefährdet sein könnten.

Der Schreibstil ist flüssig und die vielen Beschreibungen haben geholfen, sich von den Szenen einen genauen Eindruck zu machen. Dies ist mein erster Krimi aus dieser Serie und doch kam ich sehr gut mit den Charakteren zurecht. Es gab einige Andeutungen die man gut verstehen konnte ohne zu ausschweifend zu werden. Natürlich erfahren wir auch hier noch einiges über das Privatleben von Pia und Oliver und gerade Pias Ehe steht auf sehr wackeligen Beinen.

Die Sprecherin Julia Nachtmann konnte die Geschichte sehr gut vertonen und die 13 Stunden und 45 Minuten waren voller Spannung und temporeicher Handlung. Zudem konnte man ihr auch zu jederzeit gut folgen, sodass auch die Ermittlungen gut nachvollziehbar waren.

Die Auflösung von dem Fall empfand ich als spannend und interessant. Irgendwann konnte man zwar selbst erahnen in welche Richtung sich alles entwickelt, doch es blieb immer das Warum. Ich bin sehr begeistert von diesem Buch und kann „Alles wird Asche“ auf jeden Fall weiterempfehlen. Daher werde ich mir auch die anderen Bände der Serie einmal anschauen.
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5 reviews
September 18, 2026
zu viele POVs, zähe Handlung und eine Protagonistin, die mit ihrer Abwertung anderer Frauen und ihrem naiven, weißen Blick auf PoC sowie Länder des globalen Südens unangenehm auffällt. Das ist für diese Bücher nichts neues, war bei den ersten vielleicht gerade so noch mit der Zeit zu erklären, ist aber spätestens jetzt nur noch unpassend und macht die Hauptperson sehr unsympathisch. Wie das Thema KI eingebaut und erklärt wird hätte vielleicht vor ein paar Jahren noch gepasst, so wirkt es in Zeiten alltäglicher Nutzung von KI nur veraltet.
1 Stern für bekannte Charaktere und angenehmes Krimi-Feeling.
Profile Image for Franziska S.
23 reviews
October 3, 2026
2,5 Sterne

Super fand ich Oliver Siebeck als Sprecher!

Die Story fand ich leider ganz schön sperrig, gerade in der ersten Hälfte, und bis es etwas spannender wurde hatte ich dann schon das Interesse verloren :/
Einige Aspekte fand ich auch ziemlich vorhersehbar, daher leider nichts, was ich empfehlen würde
Profile Image for paulinchenchen.
6 reviews
October 6, 2026
Wow, was soll ich sagen.
Ich bin förmlich in diesem Buch versunken, eine absolut grandiose Geschichte mit nicht vorhersehbarem Ende.
Und über die Entwicklung bei Henning und Pia bin ich natürlich auch nicht böse🤭
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Sabrina.
707 reviews4 followers
October 5, 2026
Alles stimmig, gute Story, passende Spannungsbögen - aber irgendwie hat mich dennoch nicht alles "abgeholt"
54 reviews
September 7, 2026
Mit „Alles wird Asche“, dem zwölften Band ihrer erfolgreichen Taunus-Krimi-Reihe rund um das Ermittlerteam von Bodenstein und Kirchhoff/Sander führt uns Nele Neuhaus in das Umfeld eines verstorbenen Tec-Milliardärs. Was mit einer Brandleiche in einer Villa in Kronenburg und einem qualvoll ersticktem Bauunternehmer in einem Frankfurter Hochhaus beginnt entwickelt sich schnell zu einer raffiniert geplanten Mordserie.
Die Geschichte beginnt mit einem Rückblick um sich dann mit chronologisch von der Gegenwart aus weiterzuentwickeln.

Wie gewohnt wird sie aus den unterschiedlichsten Perspektiven erzählt. Als Leser erhält man so die Gelegenheit sich dem „Fall“ aus den unterschiedlichsten Richtungen zu nähern. So erfahren wir einerseits aus der Sichtweise der Verdächtigen, Involvierten, sowie des anonymen Täters ( in einer anderen Schriftart) ihre innersten Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen und erhalten viele Puzzleteile und Andeutungen, die sich nach und nach zu einem größeren Ganzen zusammensetzten. Andererseits begleiten wir das Ermittlungsteam rund um Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff/Sander bei ihrer Rekonstruktion des Falles, der Suche nach den Zusammenhängen, Motiven und natürlich dem Täter.
Gleichzeitig spielt auch das Privatleben insbesondere von Bodenstein und Kirchhoff eine nicht unbedeutende Rolle, wobei diesmal der Fokus auf Pias Privatleben liegt. Für Leser wie mich, die die Reihe verfolgen ist das ein besonderer Reiz. Diesmal waren mir persönlich Pias sich hin und wieder wiederholende Gedankengänge etwas zu viel. Diese sind ein durchaus geeignetes Mittel um Pias Arbeitsweise als intuitive Ermitteln, die im Job, wie im Privatleben über eines feines Störempfinden verfügt zu charakterieren zu veranschaulichen und so dem Leser zu verdeutlichen das sie Dinge grundsätzlich gedanklich umkreisen muss, bis die Erkenntnis in ihr reift. Für einen Reginalkrimi, der von seinen Ermittlern mit ihrem Privatleben sowie ihre kleinen Macken, sowie dem Lokalkolorit lebt, durchaus passend. Andererseits sorgten sie leider für Längen und ein Abflachen des Spannungsbogens.
Da für mich der eigentliche Schwerpunkt auf dem Kriminalfall sowie den dahinterliegende Motiven liegt, waren mir diese privaten Abschweifungen doch manchmal zu viel.
Während mich die Wiederholungen beim Privatleben hin und wieder störten – galt dies nicht im Bereich der Ermittlungen, wenn die Ermittler Entdeckungen machten, oder Schlussfolgerungen zogen, die ich als Leser bereits durch andere erfahren hatte. Hier habe ich zwar als Leser einerseits einen Wissensvorsprung, anderseits erfahre ich die Details durch die Brille einer anderen Person.
Dies verändert für mich jeweils die Einordnung und Bewertung. So kann ich aufgrund des Details auf Seiten der Verdächtigen Rückschlüsse auf den Charakter sowie mögliche Motive ziehen, während mir die gleichen Hinweise auf Seiten der Polizei eine ganz andere Betrachtungsweise ermöglichen. Es ist immer wieder spannend die Details daraufhin zu betrachten, wie sie den Ermittlern Rückschlüsse auf das Motiv ermöglichten oder das Ganze anhand eines kurzen Ausflugs in den Bereich der Täterpsychologie zu betrachten.

Die Charaktere sind einerseits funktional andererseits insoweit es für die Geschichte von Bedeutung ist, tief und vielschichtig ausgearbeitet. Sie gaben zumindest mir häufig einen Gedankenanstoß, sodass ich mich über die Geschichte hinaus mit einzelnen Gedanken und Themen auseinanderzusetzen. So ertappte ich mich häufiger, wie ich innehielt und mich fragte wie ich mich verhalten hätte. Oder wie sich meine Bewertung von Moral, Schuld, veränderten je nachdem aus welcher Perspektive ich ihre Handlungen betrachtete.



Besonders hängengeblieben sind mir in diesem Kontext zwei Zitate (Hörbuch Kapitel 13) mit denen ich mich länger auseinandersetzt
„Mut ist nichts anderes als der Mangel an Vorstellungskraft. Und da er grundsätzlich die Konsequenzen seines Handelns bedenken würde, könne er eben nicht guten Gewissens zustimmen.“
„Mut ist wenn man die Konsequenzen kennt und sich nicht fürchtet. Erst jetzt hatte sie sich vorstellen können was er mit dem Mangel an Vorstellungskraft meinte.“
Und auch der Titel, sowie seine Ergänzung: „Wer das Feuer stiehlt , dem wird alles zu Asche“ als Sinnbild für die Geschichte fand ich besonders gelungen und brachte mich zum Nachdenken:
Wer sich etwas aneignet was ihm nicht gehört – Wissen, Macht, Vertrauen … überschreitet eine Grenze – und muss damit rechnen dass die Folgen am Ende alles zerstören und daraus Verlust, Zerstörung oder Vergeltung entsteht. 
Manchmal ist das, was wir unbedingt besitzen wollen, genau das, was uns am Ende zerstört.
Das Thema KI spielt zwar durchaus eine Rolle, und auch das ein oder andere aktuell viel diskutierte Thema wird angesprochen. Fokussierte sich für mich auf Ihre Bedeutung hinsichtlich der zukünftigen Ermittlungsarbeit : Wem oder was kann man trauen, wenn alles durch KI manipuliert werden kann? Kann ein perfekter Mord gelingen – wenn KI im Bruchteil einer Sekunde alle Wahrscheinlichkeiten berechnen kann?
Der Fokus bleibt bei den Beziehungen zueinander, dem Charakter der Menschen sowie deren Motiven die sie zu ihren Taten verleiten. Die Geschichte zeigt, dass zwar die Welt und insbesondere die Technik einem steten Wandel unterzogen sind. Die Motive der Menschen hingegen sich als erstaunlich zeitlos und beständig erweisen.
Die Handlung ist komplex. Wozu nicht zuletzt die Familienstruktur der Brinkoffs sowie die Verflechtungen innerhalb des Unternehmens beitrugen und erforderten einiges an Zeit. Ein Personenregister sowie der Stammbaum erleichtert es dem Leser die Verbindungen herzustellen.
Die Geschichte lässt sich angesichts der Komplexität leicht und flüssig lesen. Das Erzähltempo ist ein Wechsel aus ruhiger Ermittlungsarbeit, Einblicken in das Privatleben und immer wieder spannenden Momenten in denen die Erwartungen des Lesers auf einen weiteren Mord geschürt oder eine interessante Entdeckungen und damit ein Durchbruch erzielt werden könnte. Es gibt viele falsche Fährten (Red Herrings) seitens der Verdächtigen, Ermittlungsrichtungen die immer wieder in Sackgassen führten und letztendlich immer mehr Puzzleteile die sich nach und nach zu einem großen Ganzen zusammenfügten.
Das Setting liegt wie immer im Taunus bzw. Frankfurter Raum. Für Ortskundige oder Leser die die Reihe länger verfolgen vermittelt dies immer wieder ein ganz besonderes Gefühl, sowie einen Wiedererkennungswert ( hier passierte doch XY). Die gezielt eingebauten Erinnerungen der Ermittler an vorangegangene Ermittlungen verstärkten diesen Eindruck. Gleichzeitig spielte diesmal ein weiterer Schauplatz rund um die Rekonstruktion einer Mount-Evererst Expedition eine Rolle.


Fazit:
Insgesamt ist „Alles wird Asche, wieder ein rundum gelungener Band, der mich fesseln und begeistern konnte. Er lieferte mir wieder viele Anreize mich über die Geschichte hinaus mit den unterschiedlichsten Themen zu befassten. Die für einen Regionalkrimi typische Einbindung privater Themen seitens der Ermittler verleiht den Figuren die gewohnte Nahbarkeit, führt hier jedoch hin und wieder zu längen und einem abflachen der Spannung. Und wird je nach Lesertyp unterschiedlich wahrgenommen werden.
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September 16, 2026
★★★★★

Ich habe mich sehr auf „Alles wird Asche“ von Nele Neuhaus gefreut und wurde wieder einmal nicht enttäuscht. Da ich bereits alle vorherigen Bücher der Reihe gelesen habe, bin ich inzwischen ein kleiner Fan und freue mich jedes Mal darauf, in die vertraute Welt der Figuren zurückzukehren.

Auch dieses Mal hat mich der Schreibstil von Nele Neuhaus wieder überzeugt. Die Geschichte ist spannend, gut erzählt und hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Es gab immer wieder Wendungen, die mich neugierig gemacht haben und dafür sorgten, dass ich das Buch am liebsten gar nicht aus der Hand legen wollte.

Für mich ist „Alles wird Asche“ eine rundum gelungene Fortsetzung und eine klare Empfehlung für alle Fans der Reihe. Ich hoffe, dass wir noch viele weitere spannende Fälle erleben dürfen. Von mir gibt es deshalb absolut verdiente 5 von 5 Sternen!
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September 17, 2026
German/English Review

Ich habe mich sehr auf Nele Neuhaus’ neuen Roman "Alles wird Asche" gefreut und ihn gleich nach seinem Erscheinen mit großem Interesse gelesen. Zu Beginn zieht sich die Geschichte noch ein wenig, gewinnt dann aber zunehmend an Spannung und nimmt bis zum Ende hin immer mehr Fahrt auf. Auch in diesem Roman gelingt es Nele Neuhaus auf eindrucksvolle Weise, die Emotionen und Beweggründe ihrer Figuren herauszuarbeiten und nachvollziehbar zu machen, wie diese ihr Handeln und schließlich auch die daraus entstehenden Folgen bestimmen.
Im Gegensatz zu früheren Romanen spielt Pia Kirchhoff als weiblicher Teil des Ermittlerduos in diesem Buch die Hauptrolle. Neben der eigentlichen Handlung beleuchtet der Roman dabei auch ausführlich ihre Beziehung zu ihrem (Noch-)Ehemann und ihrem Ex-Ehemann. Auch das war für mich ein Pluspunkt.
Die Vielzahl der im Roman vorkommenden Personen erschwert es dem Leser allerdings, den Überblick zu behalten und der Geschichte zu folgen – insbesondere am Anfang. Gleichzeitig ist es gerade diese Fülle an Personen, die der Autorin die Möglichkeit gibt, die Handlung bis zum Schluss immer wieder in unerwartete Richtungen zu lenken und dadurch die Spannung aufrechtzuerhalten. Es macht Freude zu beobachten, wie sich die einzelnen "Puzzleteile" zusammenfügen, je näher man der Auflösung kommt.
Das zentrale Thema des Romans (künstliche Intelligenz) ist interessant, wird aber zeitweise von einer Fülle von Informationen über andere Themen, etwa das Bergsteigen am Mount Everest oder den Aktienhandel, überlagert. Vielleicht ist gerade das aber beabsichtigt, denn in gewisser Weise findet diese Informationsfülle ihre Entsprechung im Verhalten der handelnden Personen. Während es dem Erfinder um die Möglichkeiten und Gefahren seiner Erfindung geht, interessieren sich seine angeblichen Freunde vor allem für den Profit, den sie damit machen können.
Dass Nele Neuhaus "Prometheus" als Namen für die KI in ihrem Roman gewählt hat, ist kein Zufall. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Leser nach der Lektüre des Kriminalromans noch einmal mit dieser Person der griechischen Mythologie (bei Hesiod!) beschäftigen, die die Autorin auf sehr prägnante Weise in ihre Geschichte einbindet. Denn darin finden sich nicht nur zahlreiche Parallelen zum Roman, sondern auch zur gegenwärtigen Situation unserer Welt.
Nicht jedes Feuer, das uns Erleuchtung verspricht, bringt auch Licht. Anstatt uns Wärme zu geben und unsere Möglichkeiten zu erweitern, kann es, einmal entfesselt, unbeherrschbar werden und am Ende "alles zu Asche" verbrennen. Vielleicht liegt genau darin die eigentliche Warnung, die Nele Neuhaus mit ihrem Roman verbindet.
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I was really looking forward to Nele Neuhaus’s new novel, "Everything Turns to Ash" (German title), and read it with great interest as soon as it came out. The story starts a bit slow, but then gradually builds in suspense and picks up more and more momentum as it nears the end. In this novel, too, Nele Neuhaus impressively succeeds in bringing out her characters’ emotions and motivations and making it clear how these shape their actions and, ultimately, the resulting consequences.
Unlike in earlier novels, Pia Kirchhoff (the female half of the investigative duo) plays the leading role in this book. In addition to the main plot, the novel also explores in detail her relationship with her (still) husband and her ex-husband. That was another plus for me.
However, the large number of characters in the novel makes it difficult for the reader to keep track of everything and follow the story—especially at the beginning. At the same time, it is precisely this abundance of characters that allows the author to repeatedly steer the plot in unexpected directions right up to the end, thereby maintaining the suspense. It’s a pleasure to watch the individual "pieces of the puzzle" fall into place as you get closer to the resolution.
The novel’s central theme (artificial intelligence) is interesting, but it is at times overshadowed by a wealth of information on other topics, such as mountaineering on Mount Everest or stock trading. But perhaps that is precisely the intention, for in a certain sense, this abundance of information mirrors the behaviour of the characters. While the inventor is concerned with the possibilities and dangers of his invention, his so-called friends are primarily interested in the profit they can make from it.
It is no coincidence that Nele Neuhaus chose "Prometheus" as the name for the AI in her novel. It is to be hoped that, after reading the crime novel, readers will revisit this figure from Greek mythology (as depicted by Hesiod!), whom the author weaves into her story in a very striking way. For there are not only numerous parallels to the novel, but also to the current state of our world.
Not every fire that promises us enlightenment actually brings light. Instead of giving us warmth and expanding our possibilities, once unleashed, it can become uncontrollable and ultimately burn "everything to ashes." Perhaps this is precisely the warning that Nele Neuhaus conveys through her novel.
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September 25, 2026
Mit "Alles wird Asche" ist bereits der zwölfte Fall für Pia Sander und Oliver von Bodenstein aus Nele Neuhaus’ Bodenstein-Kirchhoff-Reihe erschienen. Nele Neuhaus ist für mich dabei längst keine Unbekannte: Auch wenn ich noch nicht alle Bücher der Reihe gelesen beziehungsweise gehört habe, habe ich mich gefreut, mal wieder in ihre Krimiwelt zurückzukehren.

Worum gehts?

Dieses Mal beginnt der Fall mit zwei Todesfällen, die zunächst wie tragische Unfälle aussehen. Ein Bauunternehmer stirbt auf einer Baustelle, eine Frau kommt in der Kryokammer ihrer Villa ums Leben. Erst nach und nach wird deutlich, dass hinter den Todesfällen mehr steckt und sich die Ermittlungen zu einer Mordserie ausweiten. Die Spuren führen Pia und Bodenstein in das Umfeld des Tech-Milliardärs Gunnar Grevenkamp, seiner Familie und seiner Softwarefirma. Dabei geht es unter anderem um einen KI-Chatbot, aber auch um Ereignisse aus der Vergangenheit, die mit den aktuellen Fällen verbunden sind.

Meine Meinung

Besonders gut gefallen hat mir diesmal das Setting. Die Geschichte bewegt sich nicht nur im bekannten Taunus- beziehungsweise Frankfurter Umfeld, sondern führt an verschiedene Schauplätze. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir dabei der Himalaya, der ebenfalls eine Rolle in der Geschichte spielt. Diese unterschiedlichen Orte sorgen für Abwechslung und geben dem Krimi eine größere räumliche Dimension.

Auch das Umfeld rund um Grevenkamps Unternehmen fand ich interessant. Die Verbindung aus Familiengeheimnissen, wirtschaftlichen Interessen und moderner Technologie bietet genügend Ansatzpunkte für mögliche Motive. Das KI-Thema hat mich im Laufe der Geschichte besonders neugierig gemacht. Ich hatte deshalb erwartet, dass die Software und ihre Möglichkeiten noch etwas mehr Raum in der Geschichte einnehmen würden. Das war letztlich nicht ganz der Fall, was aber auch nicht weiter schlimm war.

Was für mich sehr gut funktioniert hat, war die Zahl der möglichen Tatverdächtigen. Es gibt genügend Figuren mit unterschiedlichen Verbindungen zum Fall, sodass man beim Hören tatsächlich gut miträtseln kann. Gleichzeitig hatte ich nicht das Gefühl, dass alle Verdächtigen nur deshalb existieren, um möglichst viele falsche Fährten zu legen.

Im Gegenteil: Ich hatte zwischendurch sogar einmal das Gefühl, die Lösung bereits durchschaut zu haben. Tatsächlich lag ich damit falsch. Das fand ich gelungen, weil die Geschichte dadurch genau das geschafft hat, was ich mir von einem Krimi wünsche: Sie gibt mir genug Hinweise, damit ich selbst mitdenken kann, ohne mir die Lösung zu offensichtlich vor die Füße zu legen. Gerade bei einer längeren Krimireihe finde ich das wichtig. Man möchte nicht einfach nur verfolgen, wie das Ermittler:innenteam den Fall löst, sondern selbst ein bisschen Teil der Ermittlungen werden.

Trotz der verschiedenen Schauplätze, Figuren und Verbindungen bleibt die Handlung für mich insgesamt nachvollziehbar. Die Geschichte nimmt sich Zeit, die einzelnen Zusammenhänge aufzubauen und die Vergangenheit mit den aktuellen Ereignissen zu verknüpfen. Besonders positiv ist mir deshalb das Ende aufgefallen. Nach einem durchaus komplexen Fall war die Auflösung für mich schlüssig. Sie wirkte nicht wie eine nachträglich aus dem Hut gezauberte Erklärung, sondern fügte die vorher gelegten Spuren sinnvoll zusammen.

Gehört habe ich "Alles wird Asche" als Hörbuch, schön eingesprochen von Julia Nachtmann. Bei einer Laufzeit von 13 Stunden und 45 Minuten ist es ein Hörbuch, das einen eine ganze Weile begleitet. Für mich hat das gut funktioniert, gerade weil die Geschichte mehrere Handlungsstränge, zahlreiche Figuren und unterschiedliche Schauplätze miteinander verbindet.

Fazit

"Alles wird Asche" hat mir vor allem deshalb gut gefallen, weil ich beim Hören tatsächlich miträtseln konnte. Die vielen Tatverdächtigen, die unterschiedlichen Schauplätze und die Verbindungen zwischen Gegenwart und Vergangenheit ergeben einen abwechslungsreichen Fall, der mich über die lange Laufzeit gut bei der Stange gehalten hat. Wer die Bodenstein-Kirchhoff-Reihe bereits kennt, bekommt hier einen weiteren Fall mit den vertrauten Ermittler:innen. Aber auch für Krimifans, die Freude an vielen Verdächtigen, unterschiedlichen Schauplätzen und einem Fall zum Miträtseln haben, dürfte Alles wird Asche interessant sein. Von mir gibt es eine Empfehlung. Vielen Dank an NetGalley.de und Hörbuch Hamburg für das Rezensionsexemplar.
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September 2, 2026
Zunächst einmal möchte ich mich bei NetGalley und dem Ullstein Verlag für das Vorabexemplar bedanken.

Ich hatte dieses Buch bereits vorbestellt, da ich seit Jahren Fan der Autorin bin, und auch alle vorhergehenden Titel von ihr gelesen habe. Dass ich es ein paar Tage früher beginnen konnte, bedeutet mir daher sehr viel, vor allem, da ich verhindert war, mir das physische Exemplar am ET zu holen.

Nach 11 vorangegangenen Bänden weiß man ja, worauf man sich einlässt, insofern wundert es mich nicht, dass ich das Buch sehr mochte und auch (wieder) sehr schnell in der Geschichte drinnen war. Wie so oft bei Neuhaus gibt es zu Beginn ein Personenverzeichnis (das braucht man, ist aber im Ebook, wenn man nicht daran denkt einen Screenshot zu machen etwas unpraktisch) und dieses Mal auch einen Stammbaum (auch der ist notwendig). Hier merkt man schon, dass es wirklich sehr viele Personen sind, und diese stehen leider auch in etwas komplizierteren Verhältnissen zueinander (was im Buch auch angemerkt wird), sodass einem der Überblick selbst mit Hilfsmitteln nicht allzu leicht fällt.

Weiters wird immer wieder auf mehrere alte Fälle von Bodenstein und Pia verwiesen, sodass es nicht empfehlenswert ist mit diesem Band einzusteigen, vor allem in Bezug auf Band 11. Die anderen angesprochenen Fälle nennen eher ein paar Namen und alte Bekannte, aber gerade das vorangegangene Buch hat noch Auswirkungen auf diesen Band und daher werden in diesem Fall auch Täter benannt.
Trotzdem fand ich es toll, dass immer wieder Verweise gemacht werden, und ich habe dadurch schon auch Lust bekommen das ein oder andere ältere Werk der Autorin nochmal aus dem Regal zu holen.

Was den Fall selbst betrifft, so ist er gewohnt spannend und verwinkelt. Ein wenig schade fand ich, dass die beiden Hauptfiguren doch recht wenig alleine miteinander ermitteln, was, soweit ich mich erinnere in den älteren Bänden häufiger der Fall war.
Hier wird auch wieder etwas mehr auf Pias private Situation mit ihrem Mann/Ex-Mann eingegangen (ich musste tatsächlich nachschauen wie es bei Bodenstein aussieht, weil seine Familie dieses Mal kaum erwähnt wurde). Die Spannungen in dieser Hinsicht waren bereits im letzten Band spürbar, und als Zusatz hat mir der Erzählstrang gefallen, auch wenn ich nicht so ganz weiß, wie ich das Ergebnis einordnen soll... ich denke, ich habe einfach bei jedem Band die Befürchtung es könnte der letzte gewesen sein, und wenn etwas zu gut zusammen passt im Privatleben der Figuren, dann werde ich nervös.
Insgesamt geht mir aber auch die Rivalität von Henning und Kröger ab...

Was das Thema KI angeht, war ich sehr überrascht, wie diese eingebracht wurde. Ich fand es gut, mir hat aber am Ende dann doch ein wenig Info gefehlt, wie mit der KI, die eine nicht unwichtige Rolle auf die eine oder andere Weise spielt schlussendlich verfahren wurde. Etwa ein halbes Duzend Morde später weiß ich nämlich, warum die Figuren sterben mussten, und wie, und wer, aber eben leider nicht, ob das Programm noch existiert, verkauft wird, verwendet wird oder welche Firma danach noch besteht, und das waren doch auch nicht unerhebliche Punkte im Buch.

Schlussendlich fand ich persönlich den Vergleich von BDSM und Cosplay zu weit hergeholt. Es geht an einer Stelle (und es ist wirklich nur ein Satz) um eine Katzen-Maske, die angeblich in beiden Szenen Verwendung findet, und ich denke, dass das zu pauschal über einen Kamm geschoren wurde. Natürlich gibt es immer Leute, die sich auch auf Conventions so kleiden, aber das hat dann mit Aufmerksamkeit zu tun, nicht damit einen Charakter darzustellen, was ja die eigentliche Intention von Cosplay (costume play) ist. Ich finde es daher schade, dass für Unwissende nur das Bild einer "Sex-Maske" hängenbleiben könnte.

Auch wenn es also ein paar Sachen gibt, die mich stören, und man für 4,5* plädieren könnte, war das Buch einfach super spannend. Ich wollte es nicht aus der Hand legen, bin damit eingeschlafen und habe es gerne wieder aufgenommen, und das macht im Endeffekt einen guten Krimi aus. Außerdem merkt man einfach an der Art und Weise wie alles geschrieben und durchdacht ist, dass die Autorin nicht nur sehr lange im Geschäft ist, sondern ihr Handwerk auch beherrscht. KI ist bestimmt nicht mein liebstes Thema, aber es ist modern, es geht mit der Zeit und ich war wirklich gut unterhalten.
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September 3, 2026
Spannender Taunuskrimi mit gewaltigen Ausmaßen

Klappentext:
Eine Frau stirbt in ihrer brennenden Villa in Kronberg im Taunus. Ein Bauunternehmer hängt kopfüber im Rohbau eines Frankfurter Hochhauses, den Fuß in einem Seil verfangen und qualvoll erstickt.
Was zunächst nach Unfällen aussieht, entpuppt sich als eine brutale und raffinierte Mordserie.
Die Ermittlungen führen das erfahrene Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Sander in den Umkreis des tödlich verunglückten Tech-Milliardärs Patrick Brinkhoff, Entwickler eines bahnbrechenden KI-Chatbots. Während die beiden noch versuchen, das dichte Netz aus Loyalitäten in Brinkhoffs Softwarefirma und Familie zu entwirren, stoßen sie auf weitere Morde, die alle mit Brinkhoff zusammenhängen.

„Alles wird Asche“ ist schon der 12. Band der Taunuskrimi-Reihe von Nele Neuhaus.
Bei den Krimis von Nele Neuhaus spürt man immer, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt.
Sie kennt sich an den Handlungsorten sehr gut aus. Sie kennt die Polizeiarbeit mittlerweile recht gut und weiß, wo sie sich Rat holen kann. So kommen ihre Bücher immer sehr authentisch bei ihren Leser*innen an.

Pia hat ihr Sabbatical vorzeitig beendet. Zwischen ihr und ihrem Mann kriselt es.
So ist Pia froh, wieder beim K11 einsteigen zu können.
Hier bekommt es das Team mit einem komplizierten Fall zu tun.
Pia begleitet ihren Ex-Mann Henning nach Frankfurt. Hier wurde ein Bauunternehmer in seinem Rohbau erhängt.
Da beim K11 in Frankfurt schon eine Vermisstenanzeige einging, arbeiten die Frankfurter und das K11 aus Hofheim zusammen.
Aus dem einen Mord wird eine Mordserie und das K11 muss den Täter stoppen. Die Hinweise führen zu einer Softwarefirma. Tech-Milliardär Patrick Brinkhoff, der eine bahnbrechende KI entwickelt hatte, ist vor einigen Jahren am Mount Everest tödlich verunglückt. Hängen die heutigen Taten mit dem verunglückten Patrick Brinkhoff zusammen?

Pia und Oliver ermitteln mit ihrem Team wie immer auf Hochtouren.
Doch sie finden kein Motiv und keine Spur des Täters. Immer wieder stoßen sie auf
Brinkhoffs Softwarefirma und die Brinkmann-Stiftung.

Nebenbei erfahren die Leser*innen auch wieder einiges aus dem Privatleben der Charaktere. In diesem Band vorwiegend aus dem Leben von Pia.

Nele Neuhaus hat mit ihrem neuen Krimi in puncto Spannung alle Register gezogen.
Die Autorin jongliert mit mehreren Erzählsträngen, bei denen man sich am Anfang manchmal fragt, wie die zur eigentlichen Geschichte gehören.
Nach und nach bekommt man ein immer komplexeres Bild und staunt, welche Ausmaße die ganze Geschichte annimmt.
Nele Neuhaus webt auch einige Informationen über die Entwicklung der KI und deren Können mit ein. Die Abschnitte sind interessant aufgemacht und sind auch für Laien wie mich gut verständlich.

Die Autorin legt immer wieder falsche Spuren. die man als Leser*in nur zu gerne aufnimmt, um sie dann wieder zu verwerfen.

Nele Neuhaus hat wie immer einen fließenden und gut verständlichen Schreibstil. Sie baut Spannung auf, die von Anfang bis Ende anhält.
In diesem komplexen Fall öffnet sie immer wieder neue Türen, aber am Ende ist jede Tür wieder geschlossen und alle Fragen sind beantwortet.

„Alles wird Asche“ war wieder ein Krimi mit Hochspannung. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Jetzt heißt es wieder warten, bis irgendwann hoffentlich der 13. Band erscheint.
Profile Image for Ramona Schroller.
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October 13, 2026
Ein Mann wird tot im Rohbau eines neuen Highrises in Frankfurt aufgefunden, erhängt an seinen Füßen. Der Tote ist der Architekt des Gebäudes und tief verschuldet. Gegen ihn laufen in anderen europäischen Staaten Ermittlungen.

Pia kehrt frühzeitig aus ihrem Sabatical zurück in den Dienst. Sie hielt es in Afrika nicht aus und hatte nichts als Streit mit Christoph. Zurück im Dienst wird sie zu einem zweiten Leichenfund gerufen, und wieder ist der Tote an den Füßen erhängt worden, dieses Mal tief im Wald.

Der Schock sitzt tief, als ausgerechnet Henning diesen Toten identifizieren kann. Es ist sein Bruder Ralf …

Erst einmal, ich nehme zurück, was ich in meiner Rezi zu „Monster“ geschrieben habe darüber, dass Neuhaus offensichtlich dieser Reihe müde zu sein scheint. Wo „Monster“ deutlich stotterte und immer wieder stockte ist „Alles wird Asche“ eine Achterbahnfahrt wie man sie von dieser Reihe gewohnt ist. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen.

Auch wenn ich nur einmal in Frankfurt, und da nur IM Flughafen, war wird mir diese Gegend durch diese Romanreihe immer vertrauter. Neuhaus kann Lokalkolorit und sie schreibt ihn auch, was es für den Leser einfach macht, der Story zu folgen, selbst wenn er noch nie in dieser Gegend gewesen ist.

Der Fall an sich ist ein wenig zu … durchschaubar, zumindest für mich. Dennoch bleibt es spannend, weiß man doch nicht, wer das nächste Opfer sein wird. Und mal ehrlich, ab Seite 100 drei Verdächtige zu haben, die sich fast bis zum Ende ziehen, nicht schlecht!

Was interessant war in diesem Buch war die klare Frage von Neuhaus, wie weit wir gehen wollen mit der Entwicklung von KI. Wollen wir sie wirklich ab einer Stelle unsere Leben bestimmen lassen oder doch lieber selbst weiter entscheiden? Hier liegt zumindest der Verdacht nahe, dass Prometheus die Morde geplant hat, wenn eine KI diese auch sicher nicht allein durchführen kann. Aber die Vorstellung ist schon etwas gruselig, oder nicht? Ein Computer, der Morde plant mit einem Zeitrahmen und allem?

Was mich sehr berührte war das Thema Himalaya, bzw. der Mt. Everest. Wobei, kleiner Fehler hier: der Berg ist 8848 Meter hoch, nicht 8846 wie geschrieben. Um genau zu sein, der Everest wächst noch immer, da der Himalaya ein junges Gebirge ist und die Gegend noch aktiv. Die asiatische und indische Platte schieben sich weiterhin aufeinander, was dazu führt, dass das Gebirge weiterhin wächst, bis zu 30 cm im Jahr.

Was mich ein wenig irritierte war die beschriebene Situation, dass es der Figur prestigeträchtiger war, auf den Everest zu klettern statt auf den K2. Sicher, der ist ein wenig kleiner, aber auch der anspruchsvollere. Soweit ich weiß, und ich kenne mich nicht allzu gut mit Bergsteigen aus, gilt die Besteigung des K2 in Extrem-Bergsteiger-Kreisen als die Königsdisziplin. Das einzige, was den Everest wirklich gefährlich macht dagegen ist schlicht seine Höhe. Nicht umsonst sind Anfänger oder Laien in der Lage, ihn zu besteigen. Wäre der Everest kleiner, würde er als Anfängerberg gelten.

Dennoch, „Alles wird Asche“ ist um Längen besser als „Monster“ es gewesen ist. Es war mir ein großes Vergnügen, diesen Roman verschlingen zu dürfen und ich konnte ihn kaum aus der Hand legen. Wirklich, Neuhaus ist zurück mit einem Bang!
66 reviews
September 23, 2026
Spannender Fall mit aktuellem Thema

In einem Neubau wird ein bekannter Bauunternehmer kopfüber aufgehängt aufgefunden. Kurz darauf gibt es einen zweiten Toten, der auf dieselbe grausame Weise getötet wurde. Pia Sander und Oliver von Bodenstein übernehmen die Ermittlungen und kommen schon bald einem möglichen Serientäter auf die Spur. Gleichzeitig scheint es eine Verbindung zu einem KI-Unternehmen und dessen Entwickler zu geben.

Alles wird Asche von Nele Neuhaus ist der 12. Band der Bodenstein-Kirchhoff-Krimi-Reihe und der zweiten Krimi, den ich aus dieser Reihe gelesen habe. Es gibt immer wieder Hinweise auf Ereignisse aus den vorherigen Bänden. Mich hat das allerdings nicht gestört, sondern im Gegenteil, es hat mich neugierig auf die anderen Bücher der Reihe gemacht. Meiner Meinung nach kann man diesen Band problemlos lesen, ohne alle vorherigen Teile zu kennen, was ich sehr angenehm finde.

Der Einstieg in das Buch fand ich allerdings als schwierig. Es gibt eine so große Anzahl von unterschiedlichen Figuren, die ich gerade zu Beginn kaum auseinanderhalten konnte. Das war sehr verwirrend und ich musste immer wieder zurückblättern und mich nochmals orientieren, was den Lesefluss sehr gestört hat. Das Personenregister und der Stammbaum am Anfang des Buches haben mir dabei leider nicht wirklich geholfen, da dort zu wenig zu den einzelnen Personen erklärt wird.

Auch die Handlung kam für mich anfangs nur langsam in Gang. Doch nach dem etwas schleppenden Beginn nimmt die Geschichte immer mehr Fahrt auf, die Spannung steigt und irgendwann war ich richtig angekommen. Bis zum Schluss konnte ich miträtseln und hatte immer wieder neue Vermutungen, wie die verschiedenen Informationen zusammenpassen könnten. Geholfen hat dabei der sehr bildhafte und flüssig zu lesende Schreibstil, sodass ich alles gut vor Augen sehen konnte.

Besonders gut gefallen hat mir Pia Sander. Über sie erfährt man in diesem Band einiges aus ihrem persönlichen Leben, wodurch sie für mich sehr greifbar und authentisch geworden ist. Sie ist in meinen Augen eine sehr sympathische und durch ihre privaten Probleme auch menschliche Ermittlerin. Oliver von Bodenstein blieb dagegen etwas blasser. Über ihn und sein Umfeld hätte ich mir etwas mehr gewünscht, aber vermutlich muss ich dafür die vorangegangenen Bände lesen.

Interessant empfand ich außerdem das hochaktuelle Thema Künstliche Intelligenz, das die Autorin in diesem Buch aufgegriffen hat. Dadurch wirkte der Fall für mich sehr zeitgemäß. Die möglichen Gefahren von KI hätten meiner Meinung nach allerdings noch stärker beleuchtet werden können.

Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse noch einmal und der Thriller nimmt hier deutlich an Spannung zu. Die verschiedenen, miteinander verschachtelten Handlungsstränge werden zum Schluss logisch erklärt und lösen sich zufriedenstellend auf.

FAZIT: Ein spannender Thriller mit einem hochaktuellen Thema, der nach einem etwas ruhigen Einstieg zunehmend an Spannung gewinnt. Insgesamt hat mich der Fall gut unterhalten und bekommt von mir 4 von 5 Punkten.
Profile Image for Magnolia .
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September 20, 2026
So spannend wie tödlich

Künstliche Intelligenz. Am Anfang ist der Mensch, der sie mit Infos versorgt, der sie zum Laufen bringt. KI – die immer mehr Eigenständigkeit entwickelt, wir wissen es. Nele Neuhaus zwölfter Kriminalroman aus der Bodenstein-Kirchhoff-Reihe verwebt diese neue Technik mit ihrer Geschichte um menschliche Abgründe. Um Gier und Rache. Um Empfindungen, die auch nach dem Ableben eines klugen Kopfes nicht zu stoppen sind.

Bevor ich die ersten Seiten lese, fällt mir das über zwei Buchseiten doch umfangreiche Personenregister auf, das ich bald und immer wieder zuhilfe nehmen werde. Dann wird es gleich dramatisch, als eine Villa im Taunus in Flammen aufgeht, um wenige Wochen später auf Sylt mittendrin in einer verunglückten Geburtstagsvorbereitung zu sein.

Oliver Bodenstein wird zu einem Hochhaus-Neubau gerufen. Ein Toter, mit einem Fuß in einer Schlinge, hängt kopfüber in schwindelerregender Höhe an einem Seil. Hat er sich selber in diese missliche, für ihn tödliche Lage, gebracht? Ist es ein tragischer Unfall? Als wenig später an anderer Stelle eine zweite, ähnlich inszenierte Leiche, gefunden wird, erhärtet sich der Verdacht, dass es sich hier um Mord handelt.

Nach zweieinhalb Monaten Pause ist Pia Sanders Sabbatical offiziell (vorzeitig) beendet, sie und Oliver ermitteln in diesen noch ziemlich undurchsichtigen Todesfällen, deren Spuren zu dem auf dem Mount Everest verunglückten Tech-Millionär Patrick Brinkhoff führen. Es werden weitere Tote hinzukommen, nicht sofort offenbaren sich Ähnlichkeiten.

Dazwischen ploppen Tätergedanken (in kursiver Schrift) mehrmals auf, die verraten, dass es sich hier um gezielte Tötungen aufgrund massiven Fehlverhaltens handelt, auch ist die Freude um die Entwicklung, die diese Taten mit sich bringen, für diesen Beobachter mitsamt seinem angenehmen Nervenkitzel deutlich spürbar.

Man sollte sich auf dieses Buch schon einlassen, um die einzelnen Handlungsstränge in Gänze zu verfolgen und zu verinnerlichen. Neben Patrick Brinkhoff sind es Ehefrauen, Kinder, Geschwister, Freunde und noch einige mehr, deren Leben in bestimmten Phasen näher betrachtet und ins Geschehen involviert sind. Leben, die sich zuweilen kreuzen, die von Patricks Firmenimperium profitieren – der eine mehr, der andere weniger. Der rasant voranschreitende technische Fortschritt darf auch hier nicht fehlen, KI bestimmt schon heute Teile unseres Lebens, dem wir uns nicht mehr verschließen können. Die Autorin lässt PROMETHEUS gekonnt mit einfließen, ohne einen techniküberladenen Thriller zu präsentieren. Nicht die Maschine ist es, es ist der Mensch in seiner Gier, der in seinem Bestreben nach Macht und Besitz sich ihrer bedient, auch wenn die Nachrichten nach einer sich selbständig machender KI nicht abreißen.

„Alles wird Asche“ ist ein in sich abgeschlossener, so spannend wie tödlicher Kriminalroman, der gelesen werden will.
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September 10, 2026
Ein tödlich verunglückter Milliardär und eine brutale Mordserie - spannender Krimi mit sehr vielen Figuren

„Entstanden große Katastrophen am Ende nicht immer auf dieselbe Weise? Durch gewöhnliche Menschen mit zu viel Macht und zu wenig Größe, die ihre eigenen Schwächen wichtiger nahmen als alles andere.“

Eigentlich wollte der Bauunternehmer Axel Wiesheu mit Familie und Freunden auf Sylt seinen Geburtstag feiern. Doch das Geburtstagskind taucht nicht auf und die Party fällt aus. Axel Wiesheu wird kurze Zeit später kopfüberhängend und tot in einem Rohbau gefunden. Und er ist nicht der einzige, der auf diese grausame Weise stirbt…
Pia Sander und ihr Kollege Oliver von Bodenstein von der Mordkommission untersuchen die Todesfälle und erkennen schnell, dass sie mit dem Tod des Tech-Milliardärs Patrick Brinkhoff zusammenhängen, der vor einiger Zeit bei einer Bergbesteigung im Himalaya verunglückte. Während der Ermittlung stoßen die Polizisten auf einige Ungereimtheiten in Brinkhoffs Familie und seiner Firma. Irgendjemand scheint Rache zu üben und ist längst noch nicht fertig damit…

Neue Neuhaus schreibt aus der Sicht ihrer Ermittler Pia und Oliver, aber auch andere vom Fall betroffenen Personen, darunter auch der unbekannte Mörder, stellen die Entwicklungen aus ihrer Perspektive dar. Der Roman liest sich angenehm und flüssig. Der unkomplizierte Schreibstil ließ mich rasch in die Handlung hinein finden.

Dass recht viele Figuren vorkommen, lässt sich schon am Personenverzeichnis erkennen. Die Familie Brinkhoff besteht aus vielen Mitgliedern, hinzu kommen noch die Mitarbeiter der Brinkhoff Group AG. Angesichts des großen Personenkreises hatte ich mitunter Schwierigkeiten, die Übersicht zu behalten. Gegen Ende gelang es mir dann besser.
Dass auch Pia und Oliver wieder mit von der Partie sind, vor allem Pias Privatleben miterzählt wird, gefällt mir. Das macht für mich die Ermittlungen interessanter, nahbarer und persönlicher.

Warum mussten die Opfer auf so brutale Weise sterben? Hängt alles mit der von Patrick Brinkhoff entwickelten KI, dem Prometheus-Projekt“, zusammen?
Packend beschreibt die Autorin, wie Pia und Oliver bei der Suche nach der Wahrheit auf ein Netz von Intrigen stoßen. Nele Neuhaus neuester Roman ist ein packender Krimi über Familie, Rache, Geld, Moral und die unberechenbaren Gefahren der Technik und des Fortschritts. Die Andeutungen im Buch, wie KI genutzt werden kann, bringen zum Nachdenken.
Auch wenn einzelne Entwicklungen vielleicht doch etwas überkonstruiert waren und mich die umfangreiche Figurenkonstellation teilweise überfordert hat, habe ich das Buch insgesamt gerne gelesen. Nele Neuhaus kann zweifelsohne schreiben steht für mich für gute Unterhaltung. Für Fans der Autorin ist „Alles wird Asche“ definitiv ein Muss.
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8 reviews
September 18, 2026
Ein Fall, der unter die Haut geht

Manchmal gibt es Bücher, bei denen man sich vornimmt, nur noch ein Kapitel zu lesen – und plötzlich ist es viel später. Genau so erging es mir mit „Alles wird Asche“ von Nele Neuhaus.

Die Themen waren total interessant: Künstliche Intelligenz, Börsengeschäfte, das Setting am Mount Everest und gleichzeitig die Abgründe, zu denen Menschen fähig sein können. Was zunächst nach ganz unterschiedlichen Welten klingt, verbindet Nele Neuhaus zu einer Geschichte, die immer komplexer wird und dabei erstaunlich gut funktioniert.
Besonders spannend fand ich dabei die Geschehnisse am Mount Everest. Die detaillierten Beschreibungen der Expeditionen, der extremen Bedingungen und der Gefahren beim Bergsteigen fand ich persönlich besonders interessant. Gleichzeitig wird deutlich, wie schnell eine beeindruckende Bergwelt zu einem Schauplatz von Tragödien werden kann. Besonders beeindruckt hat mich außerdem, wie aktuell und realitätsnah viele der behandelten Themen wirken. Man merkt einfach, dass hier sehr gründlich recherchiert wurde.

Diesmal steht von den Hauptprotagonisten her, ganz klar Pia Sander im Mittelpunkt der Handlung. Sie hat ihr Sabbatical vorzeitig abgebrochen, wodurch ihre Ehe zunehmend in eine Schieflage gerät. Gerade diese persönliche Ebene macht ihre Figur für mich noch greifbarer und verleiht ihr zusätzliche Tiefe. Überhaupt gelingt es der Autorin sehr gut, ihren Figuren Tiefe zu geben. Man versteht ihre Ängste, ihre Konflikte und ihre Entscheidungen, ohne dass dafür seitenlange Erklärungen nötig wären.

Trotz der vielen Charaktere hatte ich erstaunlicherweise nie das Gefühl, den Überblick zu verlieren. Jeder bekommt genügend Kontur, um ihn einordnen zu können, und die verschiedenen Handlungsstränge werden so geschickt miteinander verwoben, dass sich nach und nach ein großes Gesamtbild ergibt.

Fazit
„Alles wird Asche“ ist für mich ein Krimi, der weit mehr bietet als spannende Ermittlungsarbeit. Aktuelle Themen, menschliche Abgründe, persönliche Konflikte und eine clever konstruierte Handlung greifen ineinander und ergeben eine Geschichte, die mich richtig gepackt hat. Nele Neuhaus schreibt klar, modern und unglaublich detailgenau – und schafft es trotzdem, dass die Seiten nur so dahinfliegen.
Ein spannender, intelligenter und überraschend vielschichtiger Krimi, den ich am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt hätte.
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