What do you think?
Rate this book


144 pages, Hardcover
First published February 9, 2016
Inhalt: In der alternativen Realität der Arkham City stirbt Jason Todd nicht, sondern wird vom Joker entführt und im Asylum gefangen gehalten. Der verrückte Clown erschafft aus dem zweiten Robin seine eigene Kreation. Aus Hass und Blut wird ein Monster geboren: Der Arkham Knight!
Bewertung: Nachdem ich das Videospiel beendet hatte, war ich mehr als gespannt auf die zughörigen Comics und heilfroh, dass ich in meiner lokalen Bibliothek diese Perle gefunden habe. Die Idee hinter dem Arkham Knight ist ein höchstinteressantes Konzept, welches dem "Kanon" der Batman-Reihe einen frischen Anstrich verpasst. Der Ausgangspunkt ist so ziemlich der gleiche. Zwischen dem Dunklen Ritter und seinem zweiten Robin kommt es immer wieder zu Reibereien. Bruce will seinen Schützling nicht gefährden, bremst ihn aus und vertraut mehr auf sich selbst als ihn. Unterdessen ist sein Adoptivsohn aktiv und wartet nur darauf endlich losschlagen zu dürfen. Selbst wenn er dabei manchmal sehr vorschnell ist. Das Ergebnis dieser Entwicklung divergiert deutlich: Statt seines Ablebens (siehe "Ein Todesfall in der Familie") erfährt Jason in "Arkham Knight: Genesis" eine Gehirnwäsche der besonderen Art. Die perverse und durchtriebene Art des Jokers kommt in diesem Comic besonders zur Geltung. Harley unterstützt Mistah J dabei natürlich tatkräftig - wer sonst könnte Expertin für Gehirnwäsche sein? Das ist ein neuer Twist zur Beziehung des Clown-Paares, der mir sehr zusagt. Am Ende geht die alte Welt unter und mit dem Arkham Knight wird aus Schmerz und Furcht ein neuer Vigilant geboren, der Jason das Gefühl vermittelt er selbst sein zu können. Alleine will er nur auf sich hören und alle negativen Einflüsse notfalls gewalttätig zu entfernen. Schon als Red Hood ist Todd ein knallharter Bursche, doch der Arkham Knight legt noch eine Schippe oben drauf. Wenngleich ich nicht immer ein Fan des zweiten Robin war, glänzt er hier in der Rolle des Skrupellosen. Ebenso glänzen die Zeichnungen, die vor allem in der Arkham-Szenerie gekonnt wirken, wobei ich mir gerne mehr dunkle Aspekte und mehr Realitätsnähe gewünscht hätte.