A third series of the BBC Radio 4 drama tracking the fortunes of a group of characters on the home front, as they try to maintain normality while Britain is involved in the First World War. This series is set in Tynemouth, and looks at the war industry in the factories and shipyards of North East England. Among the cast are Harry Myers, Claire Rushbrook, Barbara Flynn, Ami Metcalf and Christine Absalom. Duration: 12 hours approx
This is a BBC podcast of a serialized radio play. It is set in England exactly a 100 years back from the release of each episode and tells the story of several families of different circumstances, and how they cope with life during the war. While we hear about the lives of individuals, the background of the story are the real historical events occurring at that time. Women's rights, labour unions, conscription, economic hardships, & the ongoing changes to the social class system are all portrayed in the series.
Each episode is played from the pov of one character and gives you a peek into their life on that day.
Series 3 spielt nicht in Seeort Folkestone wie die ersten beiden Staffeln, sondern in Tynemouth im Norden Englands vom 2 Februar 1915 bis zum 27 März 1915. Das Leitmotiv dieser Staffel könnte Wohl lauten „Geheimnisse die doch ans Licht kommen.“ Wie bei den ersten beiden Staffeln gibt es wieder diverse Erzählstränge, die sich kreuzen und die Geschichte aus verschiedenen, wechselnden Blickwinkeln kontinuierlich weitererzählen. Die zwei Haupterzähstränge betreffen: Kitty Lumley fühlt sich mit ihrem Baby in Folkestone nicht mehr sicher, weil sie jeden Tag die Kanonen von Frankreich übers Meer hört. Sie rückt mal wieder aus. Diesmal flüchtet sich zu Victors Tante und Ziehmutter Phyllis Marshall. Kitty gewöhnt sich schnell an den gehobenen Lebensstil und die Lebensart dieser gehobenen Mittelschicht, was zu Reibereien mit ihren Eltern führt. Johnnie Marshall hat es irgendwie geschafft während des Krieges aus Russland nach England zurückzukommen, wo er geschäftlich für die Familie unterwegs war, die eine Fabrik besitzt. In Russland hat Johnnie Bekanntschaft mit den Ideen des Kommunismus gemacht. Er sympathisiert mit den Arbeitern, arbeitet in der Familienfabrik in der Produktion und versucht sie für die Ideen des Kommunismus zu begeistern. Ansonsten gibt es noch diverse kleinere Nebenhandlungsstränge. Phyllis Marshall hat da eine Leiche im Keller oder besser eine Schwester im Irrenhaus. Ein Liebender Vater mit zwei Familien, dessen beide Kinder sich ineinander verlieben. Frauen, die sich als Männer verkleiden, um Männerlohn zu erhalten, weil Frauen nur 50% Gehalt bekommen.
Neben den diversen Geheimnissen, die in dieser Staffel aufgedeckt werden, geht es auch um die Ungerechtigkeit, dass die reichen Industriellen nun gerne Frauen einstellen, weil sie ihnen für die gleiche Arbeit nur 50% Zahlen müssen. Zum einen, weil die Frauen keine offizielle Lehre durchlaufen haben und weil die Männer sich aufregen würden, wenn Frauen genauso viel verdienen würden wie sie. In dieser Zeit wurde der Grundstein für die noch heute herrschende Lohnungleichheit gelegt. Frauen bekommen 50% nur weil sie Frauen sind, damit die Männer nicht beleidigt sind. Jewgeni Samjatin, der russische SF Autor des Klassikers „Wir“ hat auch einige Auftritte, in welchen er mit Johnny Arbeiterrechte diskutiert. Letztendlich geht es aber nur um den Erhalt des Status Quo. Die reichen Fabrikbesitzer tun alles, damit sie Profit machen, diesen aber nicht in Form von Löhnen an die Arbeiter weitergeben müssen. Die Arbeiter streiken und setzen Lohnerhöhungen durch, die aber immer noch nicht reichen, die rasant steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten auszugleichen, die deutlich stärker steigen als die Löhne (die Situation kommt heute irgendwie wieder bekannt vor). Jeder versucht vom Krieg zu profitieren und Gewinn zu machen, außer die Arbeiter, die ausgebeutet werden. Die gleichen Mechanismen, wie sie heute in der Globalisierung erneut ablaufen. Und da wundern sich die Politiker, dass die Leute rechts wählen und die Nase voll haben. Eine wirklich sehr gute Staffel. Eine sehr gelungene Kombination aus Geschichtsstunde und spannenden Handlungssträngen in der die reiche Oberschicht durchaus ihr Fett weg bekommt aber letztendlich doch immer gewinnt.
Home Front ist als BBC Podcast auf der BBC Webseite unter PID b047qhc2 zu finden. Man hat die Wahl zwischen den verschiedenen Blickwinkeln als Einzelfolgen oder Omnibus Folgen, die jeweils 5 Episoden umfassen.