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Kommissarin Verena Irlenbusch kümmert sich um ihre an Alzheimer erkrankte Großmutter, als ihr Dokumente über die Nazivergangenheit ihres Großvaters in die Hände fallen. Sie ist geschockt und stellt sich ganz neue Fragen zu ihrer Familiengeschichte. Gleichzeitig ermittelt sie mit ihrem Kollegen Christoph Todt in drei scheinbar miteinander verbundenen Mordfällen. Die beiden stehen vor einem Rätsel, dessen Lösung sie an neue Grenzen Wer ist in diesem Spiel Opfer und wer Täter?

337 pages, Kindle Edition

First published July 10, 2015

3 people want to read

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Elke Pistor

29 books1 follower

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Community Reviews

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Angi.
168 reviews2 followers
July 21, 2015
Die Geschichte:
Ein Journalist stirbt unter seltsamen Umständen nach einem Autounfall, eine Fußpflegerin wird ermordet aufgefunden und ein Student ist auf der Flucht. Ist er der Täter – oder hat er nur Angst, selbst zum Opfer zu werden? Welches Geheimnis verband die Toten?
Schwierige Fragen, denen Verena und ihr Kollege Christoph auf den Grund gehen müssen. Unterstützung bekommen sie dabei von Leonie, die nach ihrem Motorradunfall wieder in das Berufsleben einsteigen will.
Verena, die sich immer noch mit Schuldgefühlen wegen Leos Schicksal plagt, hat aber auch noch private Probleme: ihrer Großmutter geht es zusehends schlechter, die Alzheimererkrankung wird schlimmer. Auch Christoph hat es nicht leicht: er bereitet sich auf sein Leben als alleinerziehender Vater vor. Und Leo trainiert hart, um wieder voll einsatzfähig zu sein.


Meine Meinung:
Wer einen “reinen” Krimi erwartet, der könnte von diesem Buch etwas enttäuscht sein, vor allem, wenn man den ersten Teil der Reihe noch nicht kennt, der viel wichtige Vorgeschichte aus dem Leben der Ermittler erzählt.


Für mich war es ein absolut perfektes Buch, das sich zu einem großen Teil mit dem Privatleben des Ermittlertrios Verena, Christoph und Leonie beschäftigt. Es wirkt alles nur allzu menschlich und authentisch, ganz getreu dem Motto “Jeder hat sein Päckchen zu tragen”.
Verena zerbricht fast selbst an dem ständigen Spagat zwischen Berufs- und Privatleben, in dem sie sich der Betreuung ihrer dementen Großmutter verschrieben hat. Freizeit mit Hobbies, Freunden und Ausgehen gibt es für sie praktisch nicht mehr und trotzdem wird sie ständig von Schuldgefühlen geplagt, dass sie noch immer nicht genug für ihre Oma da ist.
Leonie hat immer noch mit den Folgen ihres Motorradunfalls zu kämpfen: sie ist körperlich noch beeinträchtigt und darf zunächst nur wenige Stunden arbeiten. Sie erledigt die Innendienstarbeit für Verena und Christoph – und ist darüber erst einmal alles andere als glücklich.
Auch Christoph hat Schlimmes hinter sich: seine Frau hat Selbstmord begangen und seine Tochter hat nun eine längere Zeit in einer Pflegefamilie verbracht, damit er sein Trauma in Ruhe verarbeiten konnte. Doch nun darf er sie zu sich holen, was ihm aber nicht nur Freude bereitet, sondern vor allen Dingen große Angst vor dem Leben als alleinerziehender, berufstätiger Vater.


Die Krimihandlung dreht sich um ein sehr interessantes Thema, das zur Zeit auch wieder in aller Munde ist: die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs, die Opfer, aber auch die Täter. Verena erfährt auch einiges aus der Vergangenheit ihrer eigenen Familie, das ihr eine andere Sicht auf so manches ermöglicht, womit sie im Lauf der Geschichte noch konfrontiert wird.
Die Todesfälle werden nicht unnötig blutig geschildert, so dass man diesen Krimi auch Lesern empfehlen kann, die es etwas ruhiger mögen. An Spannung fehlt es trotzdem nicht, denn die Autorin schafft schnell eine fesselnde Atmosphäre, die sich beständig hält bis zum überraschenden Ende.
Eine prima durchdachte Story mit viel Herz, Gefühl, ein bisschen Humor und auch einem Quäntchen gut platzierter Gesellschaftskritik. Mir hat dieser Teil der “Verena Irlenbusch”-Reihe wieder absolut super gefallen und ich hoffe auf baldigen Lesenachschub!


Fazit:
Extrem menschlich, authentisch und berührend … klingt noch nicht nach Krimi? Spannend ist es natürlich auch noch! :)
Profile Image for Aglaya.
209 reviews
August 6, 2015
Drei Mordfälle und eine Grossmutter mit Alzheimer – die Polizistin Verena Irlenbusch ist mit ihrem Leben etwas überfordert. Zum Glück helfen ihre Kollegen Christoph und Leonie beruflich und auch privat weiter.



„Treuetat“ ist bereits der zweite Krimi der Reihe um Verena Irlenbusch. Es gibt im Laufe des Buches zwar immer wieder Hinweise auf den Vorgänger, Vorkenntnisse sind aber zum Verständnis nicht zwingend nötig.



Wie schon aus dem ersten Band der Reihe, „Vergessen“ bekannt, wechselt auch in „Treuetat“ die Erzählperspektive oft und schnell. Auch hier werden einzelne Abschnitte aus der Sicht eines (entführten?) Kindes in der Gegenwartsform geschildert, wie auch schon im Vorgänger.



Auch die Gestaltung der Geschichte orientiert sich stark am Vorgänger. Auch in „Treuetat“ nimmt das Privatleben der Ermittler Verena, Christoph und nun auch Leo, die nach ihrem Unfall zumindest wieder Teilzeit arbeiten kann, einen grossen Teil der Geschichte ein. Wer sich lieber nur auf den Kriminalfall konzentriert, wird mit dieser Reihe nicht glücklich.



Der Schreibstil von Elke Pistor ist eher nüchtern, lässt sich aber flüssig lesen und bietet ausreichend Einblicke in das Gefühlsleben der Protagonisten (auch wenn dies für mich nicht immer nachvollziehbar war).



Während die Autorin in der ersten Hälfte des Buches mit Hinweisen auf den Täte rund das Motiv stark geizt, wirft sie die Hinweise in der zweiten Hälfte etwas zu schnell um sich. Vor allem die Auflösung ist in meinen Augen etwas zu überhastet geraten. Eine bessere Aufteilung hätte das Miträtseln etwas flüssiger gestaltet. Das Ende des Buches wurde bewusst offen gestaltet, da wurde wohl schon der Weg für Band 3 der Reihe geebnet.



Mein Fazit

Der Schwerpunkt liegt für meinen Geschmack etwas zu stark auf dem Privatleben der Ermittler, mehr Krimi wäre hier wünschenswert. Zudem ist der Schluss etwas überhastet geraten. Als Zwischendurch-Unterhaltung aber durchaus lesenswert.
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