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Arno Lindner #1

Papierkrieg

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Arno Linder, Anfang dreißig, lebt im schönen Wien. Als Doktor der klassischen Philologie ist er aufgrund desaströser Universitätsreformen stark armutsgefährdet - nur mit mehr oder weniger legalen Nebenjobs kann er sich notdürftig über Wasser halten.
In einer eisigen Märznacht stolpert Arno auf dem Heimweg über ein betrunkenes Mädchen. Als er beschließt, die Schöne nach Hause zu fahren, stellt er fest, dass das Töchterchen aus reichem Hause offenbar in einen Mordfall verwickelt ist. In der Hoffnung, für sein Schweigen gut bezahlt zu werden, beginnt sich Arno für die Hintergründe der Affäre zu interessieren und entwendet dem Ermordeten Handy und Notebook. Doch damit beginnen seinen Schwierigkeiten erst richtig: Mit der Mordwaffe in seinem Besitz wird er von der Polizei in die Mangel genommen. Seine Anstellung an der Uni droht verloren zu gehen. Und dann taucht auch noch ein serbischer Kunsthändler namens Mihailovic auf, der Arno eine antike Papyrusrolle zweifelhafter Herkunft anbietet …

372 pages, Kindle Edition

First published February 1, 2010

12 people want to read

About the author

Martin Mucha

11 books1 follower

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Community Reviews

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1 star
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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Lisa De Nada.
3 reviews1 follower
January 5, 2023
Das Buch ist das Papier, auf dem es gedruckt ist, nicht wert.
Ein arroganter Pseudo- Intellektueller, der sich in seinem Protagonisten seiner eigenen (vermeintlichen) akamedischen Vorzeigbarkeit selbst beweihräuchert.
Sämtliche Beschreibungen von weiblichen Figuren sind oberflächlich, banal, objektifizierend, Bilderbuchbeispiele des Male Gaze bis hin zu mysogin. Keine der weiblichen Figuren wird (bis Seite 103, dann habe ich aufgegeben) in irgendeiner anderen Art beschrieben als in sexualisierter Belanglosikeit.
Gender und gender-gerechte Sprache werden von diesem selbsternannten intellektuellen Protagonisten ins Lächerliche gezogen, ebenso wie seine Lehrtätigkeit und die bei ihm Studierenden. Ein Zeugnis der Lachhaftigkeit dieser Figur und wohl nicht zuletzt ein Einblick in die erbärmliche Imagination (Wenn nicht Überzeugungen) dieses Autoren. Weiters baut dieses "Werk" fast gänzlich auf schlechten Stereotypen, die teils in die Xenophobie abdriften, auf und bedient sich auf herablassende Art und Weise einfältiger Klischees von arbeitslosen, kinderreichen, kriminellen und korrumpierten Migranten:innen. Dazu verliert sich diese Paja Mental in faden, bedeutungslosen Details die keineswegs der Handlung zuträglich sind, sondern lediglich der (Selbst-) Inszenierung des Protagonisten (dem Autoren) dienen. Es verdient nicht Mal das Wort Schundroman, denn besonders traurig wird diese Zeugniss arrogantem Unvermögens durch die unweigerlich durchscheinende Selbstüberschätzung des Autoren.
Bleibt nur zu hoffen,.dass er keine weiteren "Werke" veröffentlichen wird und keine reale Lehrtätigkeit (so wie der Protagonist) innehat. Ein Mensch dem man nicht zuhören sollte.
Profile Image for Alexandra .
936 reviews377 followers
November 30, 2012
Für einen Debutroman ist dieser Krimi beachtlich. Die liebevoll entwickelte Hauptfigur der Geschichte, Arno Lindner ist eine Art Autro-Indiana-Jones, der als externer Lektor am Philologieinstitut mangels Gehalt und Sozialversicherung nebenberufliche Erfahrungen im Schlachthof und im Wiener Strizzimilieu aufweisen kann und deshalb auch in einem Russenmafiafall sowohl souverän abgebrüht als auch wissenschaftlich korrekt dozierend handelt. Selbstverständlich ist eine derartige Figuren- und Handlungskonstellation nicht unbedingt wientypisch, sondern eher hollywoodlike angelegt, zwar nicht sehr wahrscheinlich aber durchgehend konsistent konzipiert. Das hat auch mal seinen Charme.

Sprachlich wartet der Autor mit wunderschönen Fabulierungen und Bonmots auf, wobei er dabei auch etwas übertreibt. Neben traum- und bildhaften detaillierten Ortsbeschreibungen aus dem heutigen Wien fährt er mit dieser Methode auch bei jedem technischen Gerät und mittels ausufernden Klangbeschreibungen der Musikstücke während des Kiffens fort. Das ist wirklich zuviel des Guten und ging mir dann mit der Zeit auf die Nerven, da sollte er im nächsten Roman a bissal auf die Bremse steigen.

Die Krimihandlung ist bis zuletzt undurchsichtig spannend-rasant, aber mit den vielen Gangstern für die behäbige Stadt Wien, wie wir sie zu kennen glauben, ein bisschen zu dick aufgetragen. Andererseits seitdem dieser Nobel-Juwelier in der Realiät erschossen wurde, permanent Geld der Russenmafia bei uns auftaucht und dieselbe ja wahrscheinlich schon längst ganze Stadtteile Wiens bevölkert, wundert mich gar nix mehr.

Fazit: Guter Krimi, spannende Handlung, gut entwickelte Figuren anspruchsvolle Sprache und Erzählstil - aber das sage ich wirklich selten - in allen Kategorien war der Autor diesmal um ein Nuancerl zu überambitioniert. Das läßt sich aber leichter beheben als das Gegenteil. 3,5 Sternderl

Als Nachtrag noch ein grenzenialer Satz: "Wien ist, wo sogar die Ausländer xenophob sind"
Profile Image for mmoonfairy66 DM.
29 reviews
January 25, 2025
You need to understand Vienna and its people in order to understand and enjoy this humorous crime story and its protagonists. I do not know what it is like for someone who does not. I thought it was quite entertaining
Profile Image for ri.
35 reviews7 followers
July 1, 2010
Arno Linder träumt vom großen Geld, um endlich mal aus seinem miesbezahlten Job als Sprachwissenschaftler auszubrechen, um endlich mal das zu tun, wozu er Lust hat und nicht immer krampfhaft zu versuchen das Geld beisammen zu halten. Als er eines Nachts nach Hause kommt, erkennt seine Möglichkeit nicht nur davon zu träumen. So kutschiert er das betrunkene Mädchen in ihrem Wagen nach Hause und versucht den Vater (hohes Tier in den Wiener Kreisen) zu erpressen. Doch es stürzen so einige Sachen auf ihn, mit denen er nicht gerechnet hat. Kaum hat er sich aus der einen misslichen Lage hinausmanövriert, befindet er sich schon in der nächsten. Hinzukommen noch einige interessante Charaktere und nach und nach ergibt alles einen Sinn.

Martin Mucha hat mit seinem Debüt schon ins Schwarze getroffen. Gerade seinen Hauptcharakter Arno möcht man so manches mal wachrütteln oder man beneidet ihn wg. seiner ausgeprägten Gelassenheit. Es kann teilweise nicht noch schlimmer kommen, wird er doch des Mordes verdächtigt, so bleibt er ruhig und gelassen, während unsereiner schon ins Schwitzen kommt. Arno ist auch listig und nutzt diese Listigkeit geschickt aus, so spielt er den ein oder anderen Nebenspieler ruhig aus. Auch die weiteren Morde berühren ihn, aber seine Schallplattensammlung ist im wichtiger. Arno vermittelt mehr den Eindruck eines liebenswerten Kauzes.

Die Handlung wirkt etwas verworren, doch reißt der rote Faden durchs Buch nie ab, eher splittert er etwas ab, so daß eine anscheinende Nebenhandlung wieder mehr Licht in die Haupthandlung bekommt, und der Faden wieder komplettiert wird.

Ich war noch nie in Wien, doch dies Buch hat mir Wien etwas näher gebracht, könnte man sich mal für einen Kurztripp merken. Auch merkte man einen süffisanten Umgangston bzgl. Muchas Landsleute, zb das Louis-Vuitton-Kokstäschchen.. Es ergab alles in allem ein stimmigen Eindruck.

Allerdings hat mich die exsessiven Beschreibungen seiner Jazz-Schallplatten oder des Tabaks, der gerade geraucht wird, dies ewige Genörgel wie arm er ist, etwas genervt. Falls man sich für Jazz interessiert, dann ist man hier richtig, man könnte fast mit einem Kenner der Szene diskutieren, wäre er nicht fiktiv.

Übrigens spricht das Cover schon für sich: Philosophie, Tee, Zigaretten. Machen sie es sich gemütlich und freuen sie sich auf Diskussionen quer durch Wien.

Fazit:

Wer einen Anti-Held sucht, mit ihm Wien unsicher machen möchte, zudem noch Jazz mag und sich nicht an einer sturen Gelassenheit stört, der ist hier genau richtig. Dann macht es auch Spaß dem Anti-Helden auf seiner Aufklärungstour zu folgen.
Profile Image for Mrs.pinkeyes.
13 reviews1 follower
October 12, 2010
A funny, very viennese crime story, hardboiled and full of intellectual jokes - maybe a few too many, the author tries to show his own academic knowledge, which is very broad and well-founded. Martin Mucha combines his declaration of love to vienna and philology with good humor and references to an eclectic music collection from charlie parker to led zep and the soothing effects of weed smoked after a hard days work and troubles.
[But there is no such thing as an album called 'into a forest' by the cure. the album is entitled 'seventeen seconds' [1980] and the second track is the legendary single 'a forest']
An interessting storyline and a bunch of fascinating charakters make this book a good read. [as a feminist i do not approve Mucha's female figures, but - this is a hardboiled story, so the book never was expected to be a feminist one, i guess]






do please excuse my poor english
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