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Il principe e i suoi eredi: I grandi uomini al tempo della gente comune

A chi si ispirano oggi gli uomini di potere? A Caligola, a Napoleone, a Mao? “Attento a ciò che desideri” ammonisce un antico proverbio. Forse i commentatori contemporanei avrebbero dovuto essere più cauti quando, nell’epoca della postpolitica, invocavano leader più carismatici. “Io sono il prescelto” ha dichiarato Donald Trump nel 2019. Da quando è tornato al potere, sembra incarnare una versione della “teoria del folle” degna di un Machiavelli contemporaneo: chi appare imprevedibile ottiene gli accordi migliori. Dall’altra parte del mondo, il “leader supremo” Xi Jinping si affianca allo zar Putin e a Narendra Modi, che ha fatto erigere la statua più alta del pianeta in onore del proprio idolo. Machiavelli insegnava che un principe, per conservare il potere, deve imparare a non essere buono. I nuovi autocrati hanno fatto propria questa lezione. Peter Sloterdijk non si propone come loro consigliere, ma si rivela un analista lucido e imperturbabile. Questa inedita figura di sovrano solleva una domanda inquietante: il mondo moderno ha davvero superato il modello monarchico, in cui il potere si incarna in un solo individuo?

240 pages, Kindle Edition

Published September 15, 2026

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About the author

Peter Sloterdijk

140 books631 followers
Peter Sloterdijk is a German philosopher, cultural theorist, television host and columnist. He is a professor of philosophy and media theory at the University of Art and Design Karlsruhe.

Peter Sloterdijk studied philosophy, Germanistics and history at the University of Munich. In 1975 he received his Ph.D. from the University of Hamburg. Since 1980 he has published many philosophical works, including the Critique of Cynical Reason. In 2001 he was named president of the State Academy of Design, part of the Center for Art and Media in Karlsruhe. In 2002 he began to co-host Das Philosophische Quartett, a show on the German ZDF television channel devoted to discussing key issues affecting present-day society.

The Kritik der Zynischen Vernunft (Critique of Cynical Reason), published by Suhrkamp in 1983, became the best-selling philosophical book in the German language since the Second World War and launched Sloterdijk's career as an author.

The trilogy Spheres is the philosopher's magnum opus. The first volume was published in 1998, the second in 1999, and the last in 2004.

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Displaying 1 - 9 of 9 reviews
58 reviews5 followers
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April 6, 2026
Eine Relektüre von Machiavelli, Zirkeln um Souveränität, Kritik der Vertikalität, Einleben im Absurden, Genealogie der Raketentechnik...
Wenn man das Buch irgendwo sieht, sollte man auf jeden Fall kurz das Nachwort lesen. Ich habe lange nicht mehr so luzide 18 Seiten gelesen.

Die folgenden Zitate sind aus dem Nachwort.
"Wer die Behauptung riskiert, es sein nichts in der Technik, was nicht zuvor in der Metaphysik gewesen sei, müßte aus der Logik der Sache selbst hinzufügen: Es ist nichts in der Metaphysik, was nicht zuvor in der Magie gewesen war. Erst mit dem zweiten Schritt kommt das genealogische Manöver ans Ziel. Indem es die Technik über das Mittelglied der Metaphysik von der Magie her begründet, lieferrt es ihr den Stammbaum, aus dem sie sich wirklich angemessen verstehen lässt - nämlich als rationalisierte, operationalisierte, erfolgsgeprüfte Wahrmachung magischer Impulse."
"Daß nach den Regeln der Kunst gezaubert wurde, soll sich vor allem dann zeigen, wenn die sichtbaren Wirkungen die sichtbaren Ursachen um ein vielfaches übertreffen."
"Man könnte so weit gehen zu behaupten, das Universum der modernen Technik sei aufs ganze gesehen nichts anderes als die Wahrnehmung magischer Optionen mit unmagischen Mitteln. Der Beginn der 'Verwirklichung' von Magie liegt in der griechischen Konzeption der Kriegsmaschine".
"Das instrumentell eingesetzte Feuer ist von alters her die Quelle eines Mehrwerts an Wirkung. Diese entspringen nicht mehr nur den primären Hebel- und Katapulteffekten. Man könnte die Freisetzung der pyrotechnischen Gewalt geradewegs als einen Über-Hebel bezeichnen, mit dem die Lebensformen des Homo Sapiens von der Bronzezeit an aus den Angeln gehoben wurden. In diesem Sinn ist Pyrotechnik, ob als Metallurgie oder als Schußwaffen-Ballistik aufgefaßt, immer auch schon erste Politik."
"Böse Gedanken kleiden sich inzwischen in die Form von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern".
"Aus den frühen, scheinbar spurlos verschwundenen Regungen bösen Willens in die Ferne, des Schadenszaubers, der intensiven Verfluchung, der Totsagung, der sibyllinischen Prophetie, sind heute mehr oder weniger einfach zu handhabende technische Geräte geworden. [...] Kurzum: Telemalignität ist zu einem stabilen Bestandteil der aktuellen Realitätsdefinition geworden."


Und noch ein Zitat, nicht aus dem Nachwort, für den Spaß.
"Wo Selbsthypnose - diskreter gesprochen: Selbstbetrachtung - scheitert, bietet sich als Alternative die Fremdbetrachtung an. [...] Kein Zweifel: Machiavelli wäre heute Chef eines Consulting-Unternehmens. Von Illusionen über seinen Beruf wäre er so frei wie seit jeher. Er wüßte, dass man in seinem Metier jedes Wort abwägen muss. Souverän ist, wer den Berater feuern kann."
12 reviews
May 4, 2026
Wichtiger Inhalt, der so unverständlich wie nur irgendwie möglich erklärt wird. Die unverständliche, mit Fremdwörtern und unübersetzten, fremdsprachlichen Zitaten gespickte Ausdrucksweise dient maximal als Abschreckung für alle Leserinnen und Leser, für die eine nachvollziehbare Auseinandersetzung mit dem Thema Diktatur, Autokratie etc. wohl am Wichtigsten wäre.
Meine Frage: An wen richtet sich dieses Buch?
Personen die nicht vor der übertrieben komplexen Sprache abschrecken, werden hier keinen nennenswerten neuen Gedanken finden zu können

Weiters bin ich sehr enttäuscht, dass ein Verlag wie Suhrkamp das Titelbild AI generieren lässt... Die hätten das Buch vielleicht zuerst lesen sollen

Ich würde das Buch dennoch weiterempfehlen, zumal das Lesen nur etwa 3h in Anspruch nimmt.
Profile Image for Paul-Vincent.
28 reviews
June 18, 2026
“Damit erläßt er den Ruf an sich selbst, ein großer Mann sein zu sollen”

Zu deutsch: Damit befreit er sich von dem Anspruch, ein großer Mann sein zu müssen.

… schreibt Sloterdijk über Victor Hugo. Für Sloterdijk selbst gilt das aber umgekehrt. Denn wer ist derjenige, der selbst die Fähigkeiten besitzt alle “großen” Männer der Weltgeschichte einordnen und analysieren zu können? Wahrscheinlich der größte von allen.

Ich weiß nicht ob ich etwas aus dem Buch mitgenommen habe. Sloterdijks Sprachakrobatik macht es wirklich extrem schwer zu folgen. Man lernt ein bisschen was über die westliche Geistesgeschichte, in der Sloterdijk sehr bewandert ist. Ich vermute aber, dass es sehr viel aufschlussreichere Bücher gibt, wenn man die jüngsten Tendenzen zum Autoritarismus weltweit verstehen möchte.

PS: Das Cover ist so nice. Eigentlich der Hauptgrund warum ich das Buch gekauft hab.
17 reviews
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October 4, 2026
Peter Schloterteichs Schreibstil ist offenbar nicht für mich gemacht, ich fand es eher nervig kompliziert geschrieben. Das hat dann auch eher nicht geholfen dem Inhalt gut zu folgen, welcher mir auch teils merkwürdig auf Anekdoten basiert vorkam. Hab dann nochmal die Besprechung von Wolle und Stef dazu gehört, die haben auf jeden Fall mehr aus dem Buch mitgenommen als ich.
Fazit: Das Buch zu lesen ohne Der Fürst gelesen zu haben fühlt sich an wie Ulysses ohne Odysee.
Profile Image for Peter.
630 reviews28 followers
July 15, 2026
Also gleich vorweg: der Flut seiner Ideen und manch komplizierten labyrinthischen Gedankengängen war ich des Öfteren intellektuell nicht gewachsen. Trotz alledem blieb bei mir so viel hängen, dass ich die Lektüre bereichernd und amüsant finden konnte. Gelernt habe ich viel: Fremdwörter, Geschichte, Latein und noch so manch anderes. Ein bisserl traurig bin ich ob meiner geringen Bildung und mangelnden Schlussfolgerungsmöglichkeiten. Das hat mir Herr Sloterdijk sehr eindrücklich klar gemacht. Ich vermute, das wollte er auch so.
Profile Image for Ole Liebl.
Author 2 books216 followers
May 4, 2026
Tatsächlich das erste Mal, dass ich einen Sloterdijk lese. Ich habe nichts erwartet, und vielleicht auch deshalb wurden meine Erwartungen mehr als übertroffen! Ich wusste schon vorher, dass Sloterdijk ein herausragender Rhetoriker ist, und ihm die elegante Formulierung vielleicht wichtiger als eine sauber ausgearbeitete Dramaturgie. Das zeigte sich auch im Buch: Er vollführt eine Schleife nach der anderen, schachtelt die Referenzen (der Mensch ist unfassbar belesen), bis man den Faden verliert, der schon von vornherein gar nicht so klar zu greifen war. Der Mangel eines roten Fadens, so glaube ich, ist aber auch Teil der Denkart Sloterdijks: Denn das Denken in Geschichte, gleich ob philosophisch oder herrschaftshistorisch, ist ein Denken in Parallelitäten. Und das meistert der Autor ehm meisterhaft. Wem das nicht zusagt, wird am Buch keinen Genuss finden.

Tatsächlich fand ich das Nebensächliche des Buches viel interessanter als die beiden zentralen Begriffe: der »Sturz in den Staat« und die »verwilderte Vertikalität«. Kurz gesagt meint Sloterdijk mit ersterem die demokratische bzw. allgemeiner die republikanische Verweltlichung der Herrschaft. Er macht aus dem Staat ein historisches Gebilde, keine ewig gottgleich währende Monarchie. Der Sturz in den Staat sei deshalb auch ein Sturz in die Geschichte. Gleichzeitig bleibt Sloterdijk schuldig, zwischen verschiedenen Staaten und Staatsformen zu unterscheiden. Der Sturz in den Staat bleibt stilistisch griffig, aber inhaltlich vage.

Ähnlich ergeht es dem Konzept der verwilderten Vertikalität, die in etwa bedeutet, dass die Erbmonarchie nicht mehr gilt, und deshalb alle Herrschaftspositionen von allen umkämpft werden und entsprechend legitimiert werden müssen. Die Verwilderung, also die quasi fürstenhaften Ambitionen der Exekutive in demokratischen Staaten, wird allerdings kaum systematisch beschrieben. Ist es der Rausch der Macht, ist es ein Problem von Vielvölkerstaaten (was auch immer das genau meint), ist es eine Projektion, die sich aus den Schwächen der Demokratie speist? Hier schwimme ich beim Lesen. Gut fand ich, wieder einmal en passant, solche Begriffe wie »Selbstabglauben«, um die narzisstische Selbstvergöttlichung zu beschreiben, die an religiösen Formen Anleihen nimmt, um eine weltliche Diktatur zu begründen (was man an Trump ganz gut sieht).

Deshalb: Als anekdotische Aneinanderreihung von außerordentlich wohlformulierten und teils äußerst klugen Gedanken mehr als lesbar, das Buch ist ja auch recht kurz. Als systematische Frage, wie und warum das Motiv des Fürsten auch im Herzen der Demokratie ein so starker Sehnsuchtsort bleibt, nur inspirativ zu gebrauchen.
11 reviews
July 16, 2026
Überkomplex geschrieben aber philosophisch auf den Punkt. Interessanter Blick auf Machiavelli und Transfer auf die Autokraten unserer Zeit. Interessante Einlassungen auch zu Carl Schmitt und so fort. Nur zu empfehlen.
32 reviews1 follower
June 1, 2026
Wer sich gerne quält sollte unbedingt einen Blick in dieses Buch riskieren.
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