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Steuern steuern: Mit der richtigen Steuerstrategie zu Vermögen und Wohlstand

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Warum bezahlen reiche Menschen und große Unternehmen so wenig Steuern und Abgaben? Und weshalb kassiert der Fiskus bei mittleren Einkommen wie dem Ihren so kräftig? Die Antwort Die »Großen« steuern ihre Steuern selbst und die »Kleinen« werden gar nicht erst gefragt.Doch auch Sie als Durchschnittsverdiener können ihren Vermögensaufbau über eine Kapitalgesellschaft wie zum Beispiel eine GmbH organisieren und sich damit Gestaltungsspielraum verschaffen. Über diese Gesellschaft lässt sich wiederum der Vermögensaufbau mit Aktien oder Immobilien steuersparend realisieren.Johann C. Köber zeigt mithilfe der »Drei-Säulen-Strategie« wie sich Ihre persönliche Steuerlast nachhaltig senken lässt. Weil sich die gesparten Steuern aber auch zu einem kleinen Vermögen summieren, wirft er zudem einen Blick auf die Geldanlage und wie sich Ihre geschaffenen Vermögenswerte wirksam schützen lassen.Das erste Buch, das Steuern steuern macht Spaß!

255 pages, Kindle Edition

First published March 25, 2013

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Johann C. Köber

12 books2 followers

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Schmetterlingskuss.
398 reviews28 followers
April 8, 2021
Ein Buch, was ich vermutlich stellenweise nochmal lesen werde. Herr Köber hat die Gabe das trockene Steuer-Thema verständlich und kurzweilig zu erklären - vor allem in Verbindung mit dem Vermögensaufbau. Sehr eingängig mit vielen tollen Tipps. Danke an den Autor! Das war genau das, wonach ich gesucht hatte.
Profile Image for Jan Spörer.
46 reviews10 followers
January 1, 2021
Hier meine wichtigsten Erkenntnisse aus dem Buch, bezogen auf Auflage 4, 2020:
-Arbeitgeber zahlen für 1k€ mehr Nettoeinkommen oft 2,7k€. (S. 36f.)
-Wenn man betrachtet, welchen Teil der gesamten Einkommensteuereinnahmen auf die Lohnsteuer entfallen (welche ja eine reine Pauschalleistung/Vorauszahlung für die Einkommenssteuer ist), wird deutlich, dass ein Großteil der Einkommensteuereinnahmen über Lohnsteuerzahlungen zustandekommen. Unternehmer können Ihre Steuerbelastung gut steuern und zahlen wenig veranlagte Einkommensteuer. So gibt es Finanzamtsbezirke, die mehr auszahlen, als sie einnehmen. Dies findet insb. dort statt, wo gutverdienende Angestellte wohnen. Die Umsatzsteuer (200 Mrd. Euro) ist, dicht gefolgt von der Lohnsteuer (175 Mrd. Euro), die wichtigste Einnahmequelle des Staates. Die veranlagte Einkommensteuer kommt nur auf etwa 50 Mrd. Euro. (S. 37ff.)
-”Es ist sogar ohne Weiteres möglich, nur den Vermögensaufbau in einem Unternehmen zu bündeln und seinen Job als Angestellter zu behalten.” (S. 49)
-Ab 40k€ zu versteuerndem Einkommen sollte man Kapitalgesellschaften gründen. Auch Einkommen aus Angestelltenverhältnissen fällt hierunter. Ein Beamter, der 20k€ selbstständige Einkünfte zusätzlich zu einem Gehalt von 40k€ erzielt, kann mit Kapitalgesellschaften bereits gut laufen. (S. 53f.) Eine Kapitalgesellschaft bezahlt nur ca. 30% Steuern (flat, wobei es zunächst sogar noch Freibeträge gibt). (S. 56)
-Die Strukturkosten sind jährlich mind. 2k€. (S. 55f.)
-Wenn man eine Kapitalgesellschaft hat, kann man das häusliche Arbeitszimmer an diese vermieten. (S. 56)
-“Bei der Bestellung eines Geschäftsführers ist darauf zu achten, dass dieser von den Beschränkungen des § 181 BGB entbunden wird, sodass er zugleich im eigenen Namen und im Namen eines Dritten Rechtsgeschäfte abschließen darf.” Sonst dürfte er seinen eigenen Arbeitsvertrag nicht schließen. Die Aufhebung von 181 muss im Handelsregister stehen und während der Geschäftsführerbestellung dokumentiert werden. (S. 65) Außerdem sollte das Wettbewerbsverbot aufgehoben werden (auch in der Satzung). (S. 65f)
-”Allerdings lassen sich diese Aufwendungen zu einem Teil in die GmbH verlagern und damit steuerlich geltend machen. Voraussetzung dafür ist, dass dieser Sachverhalt in der Satzung festgelegt wurde. Die Satzung muss aber eine Höchstgrenze festlegen, bis zu der die GmbH die Gründungskosten selbst übernimmt.” (S. 66)
-”Denkbar ist es zudem, 25.000 Anteile zu je 1 Euro auszugeben. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, in der Zukunft maximal flexibel zu sein.” (S. 66)
-”Sachgründungen sind meist zu vermeiden.” Man sollte im ersten Jahr nach der Gründung auch keine Gegenstände aus Privatbesitz an die GmbH verkaufen, sonst entsteht ggf. Eine verdeckte Sachgründung. (S. 67f)
-Der Autor empfiehlt, keinen Wert auf das Halten von Vermögensgegenständen über die eigene (natürliche) Person zu legen. Solange man Kontrolle hat, ist das genug. (S. 69)
-Entnahmen aus einer Kapitalgesellschaft können als Gehalt, Darlehen, Gewinnausschüttungen oder Verkäufen aus Privatvermögen vorgenommen werden. (S. 69f.)
-”Betriebsaufgaben sind steuerbegünstigt, und der Fiskus bietet uns zwei unterschiedliche, günstige Vorgehensweisen. Ist der Verkäufer über 55 Jahre alt und verkauft zum ersten Mal ein Unternehmen, dann gelten ein Freibetrag von bis zu 45.000 Euro und ein reduzierter Steuersatz von rund 26 Prozent auf diesen Gewinn. Erfüllt der Verkäufer diese beiden Bedingungen nicht, dann greift die sogenannte Fünftelungsmethode. Dazu teilt der Fiskus den Gewinn durch fünf und multipliziert die nach Steuertabelle auf ein Fünftel anfallende Steuer mit fünf.” (S. 76) Auf den folgenden Seiten des Buches werden Einzelheiten für Geschäftsverkäufe vom Privatvermögen in eine Kapitalgesellschaft beschrieben und enorme Steuersparpotentiale aufgezeigt. Da das Thema für mich uninteressant ist, ist es hier nicht weiter aufgeführt.
-Die Drei-Säulen-Strategie von Köber lässt die Einnahmen der GmbH in drei Töpfe wandern: 1) Geschäftsführergehalt für den täglichen Bedarf, 2) Rückstellungen und Altersvorsorge, 3) Gewinn. (S. 88, 92)
-”Höhere Einkommen lassen sich in einer GmbH optimal besteuern, geringere in der Einkommensteuer. Konkret heißt dies im Idealfall: Einkünfte bis zu ca. 12.000 Euro im Jahr [... ] versteuert man in der Einkommensteuer, denn bei dieser Grenze beträgt der Grenzsteuersatz 15 Prozent. Alle Einnahmen darüber würden also mit mehr als 15 Prozent besteuert. Die Einkünfte fließen deshalb in die Firma und unterliegen dort dem Körperschaftssteuersatz von 15 Prozent - die Gewerbesteuer einmal außer Acht gelassen. Wir spielen also mit der optimalen Balance.” (S. 88)
-Die Gewerbesteuer hat einen Freibetrag von 24.500 Euro. Höhere Einkünfte können auf mehrere Kapitalgesellschaften verteilt werden, sodass überhaupt keine Gewerbesteuer anfallen muss. (S. 89f.)
-”Dem Geschäftsführer, der maßgeblich an der GmbH beteiligt ist, entstehen keine Sozialversicherungsbeiträge, denn er gilt als Unternehmer.” (S. 92)
-Das Geschäftsführergehalt muss am Anfang des Jahres bereits festgelegt werden. Deshalb müssen die Gesamteinkünfte im Vorhinein geschätzt werden. (S. 93) Es ist wichtig, im Arbeitsvertrag eine jährliche Gehaltsanpassung zu vereinbaren, die auf der Leistung des Geschäftsführers, auf der wirtschaftlichen Lage der GmbH und auf der allgemeinen Wirtschaftslage beruht. Man muss darauf achten, dass die GmbH auch in verlustreichen Zeiten Gehälter weiterhin bezahlen muss, sonst wird der Arbeitsvertrag nicht vom Finanzamt anerkannt. (S. 100f.)
-So kann eine GmbH mit 60k€ Einkünften beispielsweise auf eine Steuerlast von 7.135 Euro kommen, wenn 24k€ als Gehalt, 10k€ als Rücklagen und 26k€ als Gewinn anfallen. (S. 94) Ein Arbeitnehmer zahlt auf 60k€ Einkünfte 18k€ Steuern (ohne Pflichtabgaben zu berücksichtigen, die das Bild natürlich weiter verschlechtern). (S. 96)
-Die GmbH kann so im Jahr 32k€ zurücklegen (nach privatem Konsum aus dem Geschäftsführergehalt). Ein Arbeitnehmer wird niemals mit einem solch niedrigem Einkommen auf eine solche Sparsumme kommen. (S. 97)
-Das optimale Geschäftsführergehalt beträgt derzeit ca. 30k€ bei Alleinstehenden. (S. 103) Wenn man mehr Geld zum Leben braucht, sollte man das Gehalt natürlich so gering wie soeben möglich ansetzen. (S. 104) Man sollte bedenken, dass man über Betriebsausgaben auch Teile des Konsums abdecken kann, zum Beispiel über einen Firmenwagen und ein Firmenhandy. (S. 106)
-Rückstellungen als zweite Säule können für Archivierungspflichten, Forderungsausfälle oder für Nachbesserungen an gelieferten Produkten, Steuerrückstellungen und Pensionsrückstellungen gebildet werden. (S. 109)
-Die GmbH kann dem Geschäftsführer ein Ruhestandsgehalt (frühestens ab 60 Jahre auszuzahlen) zusichern. Man kann die Höhe des Ruhestandsgehalts anpassen. Jedoch sollte man aufpassen, keine Überversorgung zu erreichen. Das Ruhestandsgehalt darf das Gehalt während der aktiven Zeit nicht überschreiten. (S. 110) Leider sind die Regelungen zu Pensionsrückstellungen sehr komplex und ändern sich ständig. Eine Alternative ist die Nutzung einer eigenen Unterstützungskasse. Man kann der GmbH von der Unterstützungskasse ein Darlehen ausstellen. Die Zinsen auf das Darlehen sind in der Unterstützungskasse steuerfrei. Auf Details zu Unterstützungskassen geht Köber nicht ein. (S. 110f.)
-Man kann die Krankenversicherung fragen, ob man die Beiträge für dieses und nächstes Jahr bereits jetzt auf einmal bezahlen kann. Der Beitrag ist immer voll absetzbar. Im nächsten Jahr, können die Höchstbeiträge für Vorsorgeaufwendungen dann anderweitig für Lebens- und Haftpflichtversicherungen genutzt werden. Das Vorgehen könne 2k€-3k€ pro Jahr sparen. (S. 116f.)
-Die Vorsteuer auf einer Tankrechnung einer mit dem Privatfahrzeug durchgeführten Dienstfahrt kann gezogen werden, wenn die Tankrechnung der Privatperson erstattet wird. (S. 121-122)
-Gewinnausschüttungen: Um einen Gewinn auszuschütten, muss dieser im Jahresabschluss gebilligt werden. Auf den Gewinn fallen 25% Abgeltungssteuer an (+Soli) oder man wählt das Teileinkünfteverfahren. (S. 124f.)
-Atypisch stiller Gesellschafter: Zum Beispiel mit 1.000 Euro Beteiligung an 1% der Gewinne beteiligt. Ein solcher Vertrag kann ohne Notar geschlossen werden. “In Hinblick auf die Gewerbesteuer zählen die GmbH sowie der stille Gesellschafter als Personengesellschaft und kommen damit in den Genuss des Freibetrags von 24.500 Euro pro Jahr. Davon abgesehen zählt die GmbH weiterhin als Körperschaft und zahlt demnach die bekannten 15 Prozent Körperschaftsteuer.” Der GmbH-Geschäftsführer darf diese Rolle nicht übernehmen. Es kommen nur juristische und natürliche Personen infrage, die kein Geld von der GmbH bekommen. Es sollte optimalerweise eine Person sein, die einen geringen Einkommensteuersatz hat, zum Beispiel ein Kind, Eltern in Rente oder die eigene Familienstiftung. (S. 127) In Verbindung mit einer Holding GmbH kann man bequem mit Betriebsvermögen mehrere GmbHs gründen, die dann alle den Freibetrag von 24.500 Euro ausnutzen, solange immer ein atypisch stiller Gesellschafter vorhanden ist. (S. 195)
-Wenn der Gewerbesteuerhebesatz bei 200 liegt, liegt die maximale Grenzsteuer bei nur 23%. (S. 128f.)
-Immobilien: Man kann mit Immobilien jeden Monat mehr Geld aufs Konto bekommen und trotzdem einen Verlust geltend machen. Abschreibungen führen zu diesem Effekt, wenn diese die Tilgung übersteigen. (S. 137) Man kann Immobilien, nachdem diese abgeschrieben sind, in eine gemeinnützige Stiftung überführen und den Stiftungswert dann über zehn Jahre abschreiben. Immobilien, die von GmbHs gehalten werden, werden unvorteilhaft versteuert. Denn nach zehn Jahren gilt hier keine Steuerfreiheit bei Verkauf, wodurch die vorherigen Abschreibungen zunichte gemacht werden. (S. 141)
-Eigenheimfinanzierung mit der eigenen GmbH: “Albert spart 20 Prozent an und stellt anschließend bei seiner GmbH einen Kreditantrag über den Restbetrag. Dann schließt er mit seiner GmbH einen Kreditvertrag und zahlt im Anschluss die Raten in Form von Zins und Tilgung an die GmbH.” (S. 178) Wenn man privat eine Immobilie mit einem Annuitätendarlehen fremdfinanziert, muss man aufpassen, dass die Belastung selbst bei gleichbleibender Rate mit der Zeit immer mehr steigt, da der steuerlich nicht abzugsfähige Tilgungsanteil immer weiter steigt und im gleichen Maße der abzugsfähige Zinsanteil sinkt. (S. 183)
-Immobilien als Betriebsvermögen: “Die Betriebsaufgabe zählt steuerlich als Entnahme des Arbeitszimmers aus dem Betriebsvermögen und ist zu versteuern. Liegt das Haus des Unternehmensberaters in einer guten Wohnlage, beträgt der Wert vielleicht 500.000 Euro. 15 Prozent davon ergeben 75.000 Euro - und diese sind zu versteuern, obwohl kein Geld eingenommen wird.” (S. 179)
-Die Grunderwerbsteuer: Lässt sich reduzieren, indem bewegliches Zubehör separat gekauft wird und damit der Preis der Immobilie (und damit die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer) entsprechend sinkt. (S. 181)
-Was die GmbH für einen bezahlen kann: Jeder 450-Euro-Jobber bekommt zusätzlich zum Gehalt und zu Rentenversicherungsbeiträgen auch noch steuerfreie Sachbezüge, steuerfreie Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit, Rabattfreibeträge, Freibeträge für betriebliche Altersversorgungen, Fahrtkostenzuschüsse, Kinderbetreuung. (S. 148f.) Wenn Familienmitglieder im Unternehmen angestellt sind und man dann zusammen essen geht, ist es eher möglich, diese Essen als Geschäftsessen geltend zu machen. (S. 151)
-Eine GmbH kann auch nach der aktiven Zeit noch ein Gehalt auszahlen. (S. 152f.) Eine Lohnzahlung ist im Alter weniger sinnvoll, da der steuersparende Effekt auf Ebene der Kapitalgesellschaft bei zurückgehenden Gewinnen sinkt. 40% des Gewinns können steuerfrei ausgeschüttet werden, das ist oft eine sinnvolle Alternative. (S. 154) Darlehen mit hohen Zinsen können ebenfalls Sinn machen, ebenso wie Verkäufe aus Privatbesitz. (S. 155)
-Besser als eine Kapitalerhöhung ist oft ein Darlehen. Dazu reichen ein Darlehensvertrag und die entsprechende Zahlung aus. Zeitraum, Kündigungsfrist und Zinssatz müssen geregelt sein. (S. 161) Man muss allerdings aufpassen, dass im Falle einer Insolvenz der GmbH selbst bereits gezahlte Tilgungen wieder von einem Insolvenzverwalter zurückgefordert werden können. (S. 162)
-Dividenden voll und Wertsteigerungen in der Regel nur mit der Gewerbesteuer. (S. 164) Jedoch sind auf Wertsteigerungen effektiv nur ca. 0,75% Steuern zu zahlen. Nur 5% der realisierten Wertsteigerung werden als nicht abzugsfähige Betriebsausgaben versteuert. Körperschaftsteuer von 15% mal 5% ergibt 0,75% für eine Familienstiftung. Für eine GmbH fällt ggf. noch Gewerbesteuer an. (S. 168)
-Der Autor weist darauf hin, dass man über einige Broker Aktien verleihen kann. Dafür könne man bis zu 4% Rendite pro Monat bekommen. (S. 169)
-”Warum ist es so wichtig, diese Holdingstruktur bereits am Anfang zu etablieren? Ganz einfach, eine nachträgliche Verlagerung solcher Werte lässt sich nur unter Inkaufnahme steuerlicher Nachteile erreichen. [...] Fällt also die Gewerbesteuer weg? Leider nicht, qua Rechtsform gelten GmbHs grundsätzlich als gewerblich. Die einzige Ausnahme bei GmbHs haben wir bereits kennengelernt; sie betrifft Firmen, die ausschließlich Immobilien besitzen.” (S. 188f.)
-“Weicht das Geschäftsjahr vom Kalenderjahr ab, bleibt der Fiskus in puncto Steuer beim Kalenderjahr und lässt dem Steuerpflichtigen Zeit für seine Steuererklärung bis nach Ende des aktuellen Kalenderjahres. Die Firma gewinnt also Zeit und arbeitet länger mit der noch nicht bezahlten Steuer.” (S. 195)
-Die Holding sollte Firmenwagen, Telefon und Sekretär bezahlen. Wenn die Holding den kompletten Service übernimmt, ist dies administrativ am einfachsten. Dafür kann eine Managementvergütung von der operativen GmbH erfolgen. (S. 197) Wenn eine andere Person als Geschäftsführer bestellt wird, sollte in der Satzung so etwas stehen wie “Die Gesellschafter können für die Geschäftsführer eine Geschäftsordnung erlassen.” (S. 198)
-Der Geschäftsführer kann in einer operativen Gesellschaft einen 450-Euro-Job haben. (S. 199)
Erbe
-“So bleiben Firmen von der Erbschaftssteuer verschont, wenn Erben sie innerhalb bestimmter Fristen weiterführen. Dazu sieht der Fiskus Zeiträume zwischen sieben und zehn Jahren vor.” (S. 203)
-Zahlungen in den Kapitalstock einer gemeinnützigen Stiftung kann man über mehrere Jahre beliebig absetzen. Zweckgebundene Spenden kann man sofort voll absetzen (S. 211)
-Die Familienstiftung kann vor dem Stichtag für die Erbersatzsteuer Ausschüttungen vornehmen. Erst 30 Jahre nach Gründung kommt erstmals die Erbersatzsteuer zum Zuge, welche dann über 30 Jahre bezahlt werden muss. Begünstigte zahlen Abgeltungssteuer + Soli. Kinder können Nicht-Veranlagung beantragen und steuerfrei davon, da sie oft die Freibeträge unterschreiten. Der Autor meint, dass sich Stiftungen vor allem lohnen, wenn Erbschaftsfreibeträge (800k€) überschritten würden. (S. 216f)
36 reviews
April 5, 2023
Ähnlich wie sein Titel und Cover geht das Buch vorbei an der Lebensrealität der meisten Arbeitnehmer, wenn es im Kern vorschlägt „einfach“ eine Kapitalgesellschaft zu gründen anstatt für Lohn arbeiten zu gehen. Von Risiko-Rendite-Abwägungen betreffend dieser Entscheidung ist jedoch nichts im Buch zu lesen. Ebenso wird leichtfertig von traumhaften Renditen durch Aktienleihe an Leerverkäufer gesprochen, auch wieder ohne die nicht zu vernachlässigbaren Risiken zu erwähnen. Insgesamt eine Enttäuschung. Knappe 50€ für so ein Buch sind echt ein schlechter Witz.
Profile Image for Daniel.
20 reviews
October 19, 2020
Mein erstes Buch zu dem Thema, insofern kann ich es nur bedingt vergleichen. Ich fand, dass es einen gut verständlichen Einstieg in das Thema gibt. Ich habe einige Erkenntnisse gewonnen, die mir in der Zukunft vermutlich wirklich Geld sparen werden, obwohl ich vorerst nicht vorhabe, mich selbstständig zu machen.
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