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Sherman's End: in den USA angesiedelte Dystopie

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Nach einem verheerenden Krieg liegt das Nordamerika der Zukunft in Schutt und Asche. Der junge Hud hält sich mit zwielichtigen Geschäften über Wasser, zieht als Plünderer durchs Land und ist vor allem sich selbst der Nächste. Als ihm eine Karte zum geheimnisumwobenen Sherman's End in die Hände fällt, beschließt Hud kurzerhand, diesen Ort zu finden, denn zahlreiche Schätze sollen dort verborgen sein. Auf seiner Reise schließt sich ihm ein Mann namens Archie an, der über sonderbare Fähigkeiten verfügt und sich insgeheim geschworen hat, Sherman's End um jeden Preis zu vernichten.

420 pages, Kindle Edition

First published July 20, 2015

12 people want to read

About the author

C.R. Schmidt

10 books

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Community Reviews

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
97 reviews4 followers
February 6, 2022
Die Erde ist von Atombomben zerlegt, es gibt Mutanten in dieser und jener Form und noch irgendwelche Alien-Aktivitäten. Reicht das für eine Dystopie?
Dieses Buch beweist, dass das nicht der Fall ist.

Die Grundidee ist witzig. Ich mag die Vorstellung von Hud, der als Nomade durchs Weltgeschehen reist und gegen seinen Willen in etwas Größeres verwickelt wird. Die dargestellte Gesellschaft klingt spannend und ist nachvollziehbar. Leider war's das dann auch mit den positiven Aspekten.

Der Schreibstil ist wirklich furchtbar platt und wird zum Ende hin noch etwas flacher. "Show, don't tell" scheint ein Fremdwort für den Autor zu sein; alle Charaktere bleiben fern und ihre Beweggründe nur schwer nachvollziehbar; die Faszination von Sherman's End erschließt sich mir als Leserin nicht (wenn es alle Leute irre macht, gehe ich doch nicht extra hin, oder?) und der Plot ist bestenfalls interessant, aber nicht wirklich mitreißend. Grade gegen Ende wird es mir persönlich einfach zu bunt. Hier ein Deus ex machina, da ein unlogischer Plottwist, dort ein spontaner Todesfall und hier ein Charakter, der mal wieder grundlos seine Meinung ändert. Grundlos? Ach nein, alle Charaktere sind ja von einer übermächtigen, allwissenden Existenz quasi ferngesteuert...

Nein. Man kann nicht einfach Atombomben, Schusswaffen und Aliens in einen Topf kippen, gut umrühren und davon ausgehen, dass eine gute Dystopie bei rauskommt.
Profile Image for Mein Regal voller Regenbögen.
215 reviews8 followers
November 12, 2021
Den Einstieg zu „Sherman's End“ fand ich eigentlich sehr gelungen, leider blieb davon im Verlauf der Geschichte nicht viel übrig. Das anfängliche Endzeitszenario driftet in eine Richtung ab, die für mich nicht wirklich stimmig ist. Dasselbe unrunde Gefühl hatte ich auch bei den einzelnen Charakteren, sie wirken eindimensional und handeln zuweilen unlogisch, wenn man bedenkt, in welchem Umfeld sie sich bewegen. Dann gab es aber wieder kleine Dinge, die mich begeistern konnten, wie z. B. Huds Faszination für „vergessene“ Wörter. Ich habe wirklich versucht mich auf das Buch einzulassen, abgeholt hat es mich leider nicht.
Profile Image for Meggies Fussnoten.
946 reviews12 followers
August 13, 2015
In einer weit entfernten Zukunft: die Erde ist teilweise zerstört, atomare Strahlung hat die Menschen fast vollständig ausgelöscht. Doch es entstehen wieder Siedlungen und das Leben nimmt einen neuen Lauf.
Hud, ein Dingo, der von Siedlung zu Siedlung reist, um Drogen zu verkaufen, gerät an eine Karte, die ihm den Weg zum verheißungsvollen Sherman's End weist. Dort soll es unendliche Schätze geben und ein sorgenloses Leben. Zusammen mit Archie, der ebenfalls dorthin möchte, versucht Hud den sagenumwobenen Ort zu finden. Doch ihnen werden Steine in den Weg gelegt, die sie aber geschickt nutzen, um sich Brücken zu bauen. Was wird sie in Sherman's End erwarten?

Vorab: er Autor hat mich überrascht. Wenn man die Story liest, muss man sich vollends darauf einlassen und es erwartet einem ein Roadtrip der besonderen Art. Durchgeknallt, impulsiv, wahnwitzig und mit ungewöhnlichen Ideen beschreibt der Autor den Weg, den Hud und seine Freunde zurücklegen, um nach Sherman's End zu kommen. Das dieser nicht einfach ist, ist von vorneherein klar. Doch welche Gefahren sie erwarten, kann man sich fast nicht vorstellen. Von Freaks (genetisch veränderte Menschen) über Superfreaks (hohe Form von genetisch veränderten Menschen) bis hin zu einfach durchgeknallten Typen ist alles vertreten.

Schon das Cover ist ungewöhnlich, zeigt es doch, dass es sich um eine Endzeit-Geschichte der besonderen Art handelt.
Interessant fand ich, dass der Autor mit dem Thema „Vergessen“ so großzügig umgeht. Keiner weiß mehr genau, warum überhaupt alles so ist, wie es ist. Die Sprache geht zurück, d. h. Fremdwörter oder Fachwörter geraten in Vergessenheit, die Zivilisation mutet an das 19. Jahrhundert an. Der Wilde Westen hat Vorrang und es fehlen eigentlich nur noch die Indianer mit ihrer Friedenspfeife. Dies gibt dem Autor jedoch jede Menge Spielraum für aberwitzige Ideen.

Doch gibt es auch moderne Dinge, vor allem Autos und Waffen. Hier merkt man stark, dass der Roman in den USA spielt.

Hud ist nicht so der typische Hauptcharakter. Er vertickt Drogen, um selbst an wichtige Dinge wie Lebensmittel, Benzin und Waffen heranzukommen, konsumiert selbst Unmengen an „Junk“ und kümmert sich eigentlich nur um sich selbst. Bis er an die Karte gerät und Archie kennenlernt. Sie werden zu zwei Antihelden, die versuchen, die Welt zu retten.

Die vom Autor geschaffene Welt ist hart, brutal und rau. Trotzdem gibt es immer wieder Momente, in denen klar wird, wie schön das Leben ist. Und dass es sich lohnt, für eine Sache zu kämpfen, auch wenn es mit unkonventionellen Mitteln ist.

Das letzte Drittel dreht nochmal so richtig auf, noch mehr „Unwahrscheinliches“ tritt auf den Plan und es kommt zum Showdown mit unerwartetem Ende.

Fazit:
Dieser Roadtrip ist einfach majestätisch gut :-)
Profile Image for Jodi.
2,295 reviews43 followers
December 22, 2018
Eine zeitlang geisterten x Rezensionen zu diesem Buch durch die Bloggerwelt. Ich musste nur das Cover einmal ansehen, um zu wissen, dass ich "Sherman's End" haben und lesen muss. Also schenkte ich es mir zu Weihnachten - vor etwa zwei Jahren. So läuft das nunmal mit dem SUB.

Jetzt endlich, endlich bin ich dazu gekommen, mich nach Sherman's End zu wagen. Und das Buch schrammt nur ganz knapp an einer 5-Sterne-Bewertung vorbei. Echt, es ist wirklich haarscharf.

"Sherman's End" ist ein Road-Trip durch ein apokalyptisches Amerika, begleitet von einer Ladung Dope, jeder Menge actionlastiger Sequenzen und seinem ganz eigenen Soundtrack.

Mich faszinierte in erster Linie die Stimmung im Buch und zaghafte Annäherung von Hud und Archie. Ihre Freundschaft vertieft sich mehr und mehr und als Leser kann man wirklich dabei zuschauen, wie sie einander näher kommen. Diese zwei Einzelgänger sind schlussendlich unzertrennlich und das in einer Welt, in der nur das Überleben des Stärkeren zählt.

Auch gefiel mir die Grundidee des Buches, die eine gelungene Mischung aus "Mad Max" und Stephen King ist. Teilweise hatte ich tatsächlich die Bilder aus dem Kino vor meinen Augen, als ich mir vorstellte, wie die Jungs durch die Gegend düsen. Dabei werden ihre Abenteuer immer gefährlicher und seltsamer, je näher sie Sherman's End kommen.

Der einzige Wermutstropfen meinerseits in diesem ansonsten ganz nach meinem Geschmack konstruierten Roman ist, man kann es sich denken, Mia. Sie wird als toughe Braut eingeführt und nach meinem ersten "Oh nein, keine Dreiecksgeschichte!" dachte ich erst, ganz sie ganz in Ordnung ist. Doch leider ist sie nicht wirklich die starke Frau, als die Schmidt sie verkaufen will. Sie ist eher eine Peach, die darauf wartet, gerettet zu werden und ständig weint. Ehrlich, da hätte ich lieber mehr über die Sniperin erfahren - DIE war nämlich cool drauf. Hätte der Autor diese zwei Figuren getauscht, dann wäre "Sherman's End" definitiv eines meiner Jahreshighlights geworden.

Alles Andere hat für mich einfach gepasst. Einige Rezensenten meinten, das Cover sei irreführend, was vielleicht stimmt, aber meiner Ansicht nach, gibt es die dichte Stimmung der Geschichte wider. Auch könnte ich mir gut eine Verfilmung des Inhaltes vorstellen - auf der grossen Leinwand würde sich dieser Stoff auch sehr gut machen.
Profile Image for Julia.
97 reviews
March 26, 2016
Endzeizt-Setting kann auch zu einer wahnwitzigen Roadtrip werden ... Das ist ein Buch-Highlight!

Nach dem Großen Krieg, aus dem mutierte Pflanzen und menschenähnliche Monster hervorgingen, ist Nordamerika nur noch eine heruntergekommene Bruchbude - aber Hud, ein kaltblütiger, aber auch charismatischer Einzelgänger, kann in dieser Bruchbude trotzdem überleben. Der Kampf ums Überleben ist sein Herzschlag, eine Droge namens Junk seine Lebensversicherung und ein Wagen voller Munition und Proviant sein Zuhause. Immer ist Hud auf der Hut, bereit, andere abzuknallen und auszurauben. So viel Erfolg er damit auch hat - Huds Leben verläuft mies. Sehr mies.

Das ändert sich, als Hud in einer Siedlung Junk verticken wollte, dabei bei den falschen Leuten auf der falschen Seite des Gewehrs steht und auf einen seltsamen Hinweis stößt: irgendwo im Westen des Kontinents liegt Sherman's End, vielleicht das letzte Paradies auf Erden. Hud nimmt die lange Fahrt auf sich, um etwas über die legendären Merkwürdigkeiten aus Sherman's End zu erfahren. Doch das Schicksal zielt auf ihn: Hud muss in der Einöde der post-apokalyptischen Welt nicht nur andere Eintelkämpfer bekämpfen, sondern findet seltsame Vertraute in einer Welt aus Mutanten und Gewalt. Der schattenlose Archie mit seiner Fähigkeit, Wörter zu Waffen zu machen, der kleinwüchsige Jinx und die einäugige Dingo-Musikerin Mia starten den gefährlichsten Roadtrip überhaupt, um das Grauen am Ende des Weges zu erblicken ...

,,Sherman's End" von C. R. Schmidt hat ein schlichtes, aber atmosphärisches Cover, das mich irgendwie sofort neugierig machte. Die geballte Ladung von Science-Fiction/Dystopie/Endzeit begeisterte mich dann völlig für diese harte und krasse Welt, wo jeder sein Leben mit Blutvergießen schützen wird. Es stimmt schon, dass diese Welt nichts für zarte Nerven ist - hier gibt es solche Monster und solche Schießereien, dass ich entweder mal mit einem ,,Whoa!" aufkeuchte oder das Gesicht verzog, während gleichzeitig mein Herz wegen der atemlosen Spannung zu rasen schien. Dieses Buch ist halt so: crazy.

Hud ist ein raubeiniger Charakter, der am Anfang wirklich hart und gefühllos rüberkommt - aber ich habe ihn mit der Zeit so gern gehabt! Hud hat nicht nur eine grausame Jugend hinter sich, sondern bringt mit seinen schrägen Ideen immer wieder zum Grinsen. Hud liebt Musik, verehrt exotisch klingende Wörter, die die Menschen allmählich vergessen (wie ,,Tohuwabohu" und ,,majestätisch") und wenn es hart auf hart kommt, hat er irgendwo immer einen Revolver versteckt. Auch die anderen Charaktere hat der Debüt-Autor so detailliert gestaltet, dass ich mir wünschte, dieser Roadtrip durch eine dystopische Hölle würde nie aufhören. Schon allein wegen dem Smartphone, Huds und Archies Abenteuer im Mais von Nebraska und wegen dem scheußlichen Ding namens Melvin (der mich an die tentakelbewehrten Monster aus Resident Evil erinnerte) hätte das Buch ewig sein können.

Im Allgemeinen kommt es mir so vor, als habe sich der Autor von ,,Matrix" beeinflussen lassen, denn zum Ende hin offenbaren sich eine Menge schicksalhafte Dinge, die ich nicht mal in Erwägung gezogen habe. Hier trifft eine Prophezeiung auf die Bedrohung einer außerirdischen ,,künstlichen" Intelligenz. Außerdem erinnern mich viele Elemente auch an andere Filme wie ,,Resident Evil" und die Serie ,,The Walking Dead."

Der Schreibstil des Autors ist eigenwillig genau wie Hud selbst. C. R. Schmidt legt viel Wert darauf, seine Figuren komplett auszugestalten, mit allen charakterlichen Stärken und Schwächen. Wichtig ist dabei, wie verrückt sich Hud über vergessene Wörter freut oder Wörter von Archie's Macht verwechselt. Wundervoll!

Staub wirbelt durch die Wüsten, irgendwo sitzt eine einsame Gestalt, entspannt zu Retro-Liedern summend, während im Hintergrund zombieähnliche Freaks heranstürmen ... Ich liebe dieses Buch wirklich, es ist innerhalb von 2 Tagen zu einem meiner Lieblingsbücher geworden! Deshalb wundert die 5-Sterne-Bewertung ja wohl kaum und ich lege jedem von euch dieses krasse, amüsante Buch ans Herzen. Reist mit nach Sherman's End!
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