Der Jubiläums-Thriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek schickt dich auf eine Reise in einem der luxuriösesten Züge der Welt – nonstop durch die tiefsten seelischen Abgründe und hinein in den größten Albtraum eines Vaters
In einer einzigen Nacht verlor der bekannte Berliner Strafverteidiger Adrian Corvin alles, was ihm im Leben wichtig Seine Frau Judith wurde brutal ermordet, sein fünfjähriger Sohn Emil entführt. Die geständige Mörderin lockt Adrian in den Royal Rail Express, einen der luxuriösesten Nachtzüge der Welt, in dem jedes Abteil sein eigenes Schlaf-, Bade- und Wohnzimmer hat. Hier unterbreitet sie ihm ein diabolisches Angebot. Die Psychopathin verspricht, Emil lebend zurückzubringen. Unter einer völlig unerfüllbaren Bedingung, die nur eine Wahnsinnige stellen kann ...
Raffinierter Psychothriller mit Gänsehaut-Garantie vom Meister der unvorhersehbaren Twists
Der vielfache #1-Bestseller-Autor Sebastian Fitzek lässt uns in »Der Nachtzug« wieder einen tiefen Blick in die Abgründe menschlicher Seelen werfen. Das Locked-Room-Setting im Luxuszug sorgt für eine packende Atmosphäre, die den Thriller über die verzweifelte Suche eines Vaters nach seinem verschwundenen Kind zum unwiderstehlichen Pageturner macht.
Sebastian Fitzek was born in Berlin in 1971. After going to law school and being promoted to LL.D., he decided against a juridical profession for a creative occupation in the media. After the traineeship at a private radio station he switched to the competition as head of entertainment and became chief editor later on, thereafter becoming an independent executive consultant and format developer for numerous media companies in Europe. He lives in Berlin and is currently working in the programme management of a major capital radio station.
Fitzek did it again. Gegen 2 Uhr nachts beende ich sein neustes Buch "Der Nachtzug", das für mich als letzter Prüfstein fungieren sollte, um zu sehen, ob ich künftig weitere seiner Bücher kaufen werde oder nicht. Trotz des Sogs, den die Geschichte auf mich ausüben konnte und der allgemeinen Unterhaltung, die mir die Geschichte geboten hat, fühle ich mich nach Beenden nun aber dennoch einer Entscheidung nicht sonderlich näher. Schnell war ich mir so nach erstem Eintauchen in die Geschichte sicher: Hier gibt es mal wieder ganz großes Kino, und verdammt, gefällt mir das gut. Ein Fitzek in klassischer Manier seiner älteren Werke: Spannung, Intelligenz, ambivalente Charaktere, die man sowohl mit Sympathie als auch Abstoßen, aber nicht ohne eine gewisse Neugier verfolgt und ein interessantes Setting. Besonders die Antagonistin und ihre Charakterisierung stachen dabei für mich heraus, das Versprechen eines Katz-und-Maus-Spiels irgendwo bei einer Thriller-Version von Saw anzusiedeln - dies mein erster Eindruck, der sich auch über rund 2/3 des Buches halten sollte. Dann traf ich allerdings einmal mehr auf genau jene Merkmale, die ich wenig an den neusten Fitzek Büchern mag. Plottwists, lediglich um der Plottwists willen. Mehr hilft mehr - aber tut es das wirklich? In meinen Augen nicht. In die Irre geführt und letztlich eines Besseren belehrt zu werden, ist meiner Meinung nach so lange effektiv, bis dies Schlag auf Schlag wieder und wieder passiert und dabei sehr offensichtlich mehr auf ein überraschtes "Oh" der Leserschaft als auf Notwendigkeit dieser vielen kleinen Aufhänger gesetzt wird. Während mir die Handlung gefiel, verlor das Buch dadurch ein wenig an 'Wums' und wurde in seiner Absurdität beinahe vorhersehbar. Sobald man beginnt, den Plot mit verschiedenen Wendungen zu überschütten, beginnen diese dann letztlich doch auch irgendwie absehbar zu werden.
*spoiler zur Auflösung*
Nichtsdestotrotz hat mich "Der Nachtzug" trotz üblicher Abzüge wieder gut unterhalten können, und so ist es wohl der Klappentext des nächsten Fitzek Thrillers, der mich wieder genug überzeugen muss, um über diese einmal mehr hinwegzusehen.
Achja, mein Lieblingsmonat wird doch immer "Fitztober" sein, in dem ich ein neues Werk dieses begabten Mannes in den Händen halte!
Wie auch die letzten Jahre habe ich mich riesig gefreut, auf einige gruselige Lesestunden, komplexe Charaktere, Plottwists und einen dezenten Ekelfaktor. Wer mich kennt weiß, dass ich die älteren Werke von Fitzi präferiere. Sei es nun, weil der Thriller Markt überfüllt ist von sich ähnelnden Büchern, Geschichten, Charakteren oder aber, weil Fitzek damals einfach nicht den Druck der Öffentlichkeit hatte, abzuliefern und somit originellere Bücher geschrieben hat. Keine Ahnung. ABER! Dieses hier hat mich umgehauen ✨
Das Prinzip der begrenzten Zeit in einem Zug, nur einige Stunden, um Dinge ans Licht zu bringen, war doch wirklich ein Geniestreich! Im Vergleich zu den Büchern aus den letzten Jahren fand ich die Charakterentwicklung deutlich gelungener, Sympathie und Antipathie waren ein spannendes Zusammenspiel und der Fall absolut genial! Ich habe Seite um Seite, Kapitel um Kapitel (Fitzek, wie wahnsinnig toll sind eigentlich diese kurzen Kapitel????🥹) verschlungen und den Sog der Geschichte so stark gespürt, dass ich zeitweise sogar die Geräusche des fahrenden Zuges hören konnte. Jede*r Buchliebhaber*in weiß, dass ein gutes Buch wie ein Kinofilm vor dem inneren Auge (und scheinbar auch Ohr) abläuft. Und genau das hat Sebastian hier erreicht.
SO GUT!!
Teilweise waren ein paar Sachen drin, die für mich nicht hätten sein müssen und mich teilweise verwirrt haben, sodass ich zurück blättern musste, um zu sehen, ob ich was überlesen hab, aber ansonsten war es wirklich gut.
Ich hatte so viel Spass!
Und die Danksagungen des Herrn Fitzeks werden immer meine liebsten sein!
wir verhandeln heute den Fall DER NACHTZUG von Sebastian Fitzek. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, seine Leserschaft von der ersten Seite an in einen Zustand höchster Spannung versetzt und sie bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen zu haben.
Und ich sage Ihnen: Die Beweislage ist eindeutig.
Bereits ab Seite eins nimmt dieser Thriller Fahrt auf. Die Spannung ist sofort da, die Atmosphäre packend und das Gefühl, dass hinter jeder Ecke etwas lauert, allgegenwärtig. Fitzek versteht es einmal mehr, einen direkt ins Geschehen zu werfen und dafür zu sorgen, dass man unbedingt wissen will, wie die Geschichte weitergeht. Einmal angefangen, fällt es schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen.
Allerdings, Hohes Gericht, müssen wir auch die Gegenseite zu Wort kommen lassen. Denn bei aller Spannung hat die Anklage durchaus einen berechtigten Einwand: Die Anzahl der wilden Plot-Twists ist stellenweise etwas hoch. Kaum glaubt man, den Fall durchschaut zu haben, wird einem schon wieder der Boden unter den Füssen weggezogen. Überraschungen sind bei Fitzek bekanntlich Teil des Geschäfts, doch hier schiesst die Geschichte ab und zu etwas übers Ziel hinaus. Nicht jede Wendung wirkt bis ins letzte Detail logisch oder vollkommen nachvollziehbar.
Doch wäre es gerecht, das gesamte Werk aufgrund einiger überdrehter Wendungen zu verurteilen? Ich denke nicht.
Denn trotz dieser kleinen Schwächen bleibt DER NACHTZUG ein sehr stabiles Buch, das genau das liefert, was man von einem Fitzek-Thriller erwartet: Nervenkitzel, Tempo, eine packende Geschichte und genügend Überraschungen, um die eigenen Theorien regelmässig über Bord werfen zu müssen.
Mein abschliessendes Urteil lautet daher: Spannend von der ersten Seite an, stellenweise etwas zu wild konstruiert, aber insgesamt ein richtig guter Thriller. Wer Fitzek mag und Lust auf eine nervenaufreibende Lektüre hat, dürfte hier definitiv auf seine Kosten kommen.
Ich beantrage daher, das Buch trotz einiger fragwürdiger Wendungen in den meisten Punkten freizusprechen und eine klare Leseempfehlung auszusprechen.
Und damit schliesse ich das Plädoyer… vielen Dank!
Ich weiß nicht, ob ich Fitzeks Schreibmanier langsam überdrüssig werde? Das Buch war wieder ein Pageturner und sehr spannend. Aber diese erzwungenen Cliffhanger am Ende jedes Kapitels und dieses wiedermal abstruse Ende haben mich diesmal echt genervt. Ich bin zwiegespaltener Meinung.
Kann das einfach nicht bewerten. Hab jedes Jahr die Hoffnung, dass er mich abholt mit einem tollen Thriller und doch werde ich immer wieder enttäuscht.
Fitzek hat es mal wieder geschafft, das Ende 28 mal zu verdrehen, bis man gar nicht mehr checkt, wer jetzt was gemacht hat und wer überhaupt tot ist und wer nicht. Glückwunsch dazu. Wenn mir irgendjemand das Ende erklären kann, be my guest.
Darüber hinaus finde ich es wirklich erstaunlich (im Sinne von nervtötend), dass Fitzek sich jedes Mal ein neues psychologisches Phänomen aus den Fingern saugt, das alles erklären soll. In diesem Fall klingt es leider sehr nach „war alles nur geträumt“ und erinnert an die Auflösung von „das Paket“, welche ich auch Scheiße fand.
Und wieso muss man überall Kindesmissbrauch oder Pädophilie mit reinquetschen? Wär das nötig gewesen? Bro. Ehrlich nicht.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Fitzek is back 🎉 Die letzten zwei Romane haben mich etwas enttäuscht, um so glücklicher bin ich jetzt, das mir sein neustes Werk wieder so gefällt und mich bis zur letzten Minute gefesselt hat. Das Ende war nicht ganz so mein Geschmack, daher der halbe Stern Abzug aber wenigstens (Endlich mal🎉) hat der Protagonist keine Kopfschmerzen (es hat mich beinahe wahnsinnig gemacht das alle Bücher von Fitzek Kopfschmerzen mit drin hatten 😂) Nach einer Lesesession heißt es also nun, wieder ein Jahr auf einen neuen (hoffentlich genialen) Thriller von Fitzek warten. 🙈
Das war mal wieder ein Fitzek, ein Fitzek wie zu seinen Anfangszeiten. Nun hab ich wieder Lust, „Die Therapie“ nochmal zu lesen. Einfach weil das alles genauso verwirrend war „Der Nachtzug“ und ich finde es schon ein paar so Gleichheiten hat wie „Die Therapie“. Absolutes Highlight!
„Das ist nicht Ihr Ernst!“, ruft eine Figur in diesem Werk aus und genau das war meine Leseerfahrung in einer Nussschale. Damit schließe ich das Schlussplädoyer.
Jedes Jahr freue ich mich im Herbst auf den neuen Fitzek. Zum 20-jährigen Jubiläum war meine Vorfreude natürlich noch einmal größer, und ich war besonders gespannt, ob Sebastian Fitzek mit „Der Nachtzug“ wieder an seine frühen Psychothriller und meine absoluten Lieblingswerke anknüpfen kann. Und was soll ich sagen? Ich hatte unglaublich viel Spaß mit diesem Buch und wurde definitiv nicht enttäuscht!
In „Der Nachtzug“ verliert der Berliner Strafverteidiger Adrian Corvin in einer einzigen Nacht alles: Seine Frau wird brutal ermordet und sein fünfjähriger Sohn entführt. Als die geständige Mörderin ihn in den luxuriösen Nachtzug „Royal Rail Express“ lockt, der von Prag nach Berlin fährt, stellt sie ihn vor eine schier unmögliche Entscheidung. Um seinen Sohn lebend zurückzubekommen, muss Adrian ausgerechnet die Frau verteidigen, die seine Familie zerstört hat. Während die Zeit bis zur Ankunft in Berlin unaufhaltsam verrinnt, beginnt ein perfides psychologisches Verwirrspiel, das Adrian nicht nur an seine moralischen Grenzen, sondern auch tief in seine eigenen seelischen Abgründe führt.
Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, wieder einen dieser klassischen Fitzek-Thriller in den Händen zu halten, die mich damals so begeistert haben. Seine besten Werke zeichnen sich für mich durch eine nahezu perfekt durchkomponierte Spannungsmaschinerie aus, die mit psychologischen Urängsten, einem rasanten Erzähltempo, extremen Cliffhangern und vielschichtigen Charakteren spielt. Genau diese Eigenschaften bringt auch „Der Nachtzug“ mit.
Fitzek wirft uns wie gewohnt in medias res, also mitten ins Geschehen, und sorgt damit bereits auf den ersten Seiten für eine enorme Sogwirkung. Die kurzen, spannungsgeladenen Kapitel, sein gewohnt flüssiger und mitreißender Schreibstil sowie die zahlreichen Cliffhanger machen es einem beinahe unmöglich, das Buch zur Seite zu legen. Einmal angefangen, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Anfangs war ich tatsächlich etwas skeptisch, ob mich das Setting eines nahezu vollständig in einem Zug spielenden Thrillers überzeugen würde. Doch genau das Gegenteil war der Fall! Der luxuriöse Nachtzug erwies sich für mich als eine der großen Stärken des Romans. Die räumliche Begrenzung, die fehlenden Fluchtmöglichkeiten und die unaufhaltsam näher rückende Ankunft in Berlin erzeugen eine beinahe klaustrophobische Atmosphäre. Dieses Locked-Room-Setting funktioniert hervorragend und verstärkt die ohnehin schon hohe Grundspannung zusätzlich. Niemand kann einfach entkommen, und gleichzeitig läuft Adrian buchstäblich die Zeit davon.
Was mich an „Der Nachtzug“ allerdings besonders begeistert hat, ist die deutlich stärkere Fokussierung auf die Charaktere und ihre psychologische Entwicklung. Gerade dieser Aspekt hatte mir bei manchen neueren Fitzek-Romanen, beispielsweise „Das Kalendermädchen“, etwas gefehlt. Denn für mich lebt ein wirklich guter Fitzek nicht ausschließlich von spektakulären Wendungen und einem hohen Erzähltempo, sondern ebenso von seinen vielschichtigen Figuren, ihren inneren Konflikten und der Auseinandersetzung mit den Abgründen der menschlichen Psyche.
In dieser Hinsicht kommt „Der Nachtzug“ für mich wieder erstaunlich nah an das Niveau seiner besten Werke heran. Besonders Adrian Corvin hat mir als Protagonist gefallen. Seine Reise von Prag nach Berlin ist eben nicht nur ein äußerer Wettlauf gegen die Zeit, sondern vor allem eine psychologische Grenzerfahrung. Als Strafverteidiger ist er es gewohnt, sich mit Schuld, Moral und Gerechtigkeit auseinanderzusetzen. Doch plötzlich wird sein gesamter beruflicher und persönlicher Wertekompass auf den Kopf gestellt. Wie weit würde ein Mensch gehen, um sein eigenes Kind zu retten? Und könnte man tatsächlich die Person verteidigen, die einem alles genommen hat? Diese moralischen Fragen verleihen der Geschichte eine zusätzliche Tiefe, die ich ausgesprochen interessant fand.
Natürlich wäre es kein Fitzek, wenn uns nicht auch hier zahlreiche Irrungen und Wirrungen, falsche Fährten und überraschende Wendungen erwarten würden. Tatsächlich musste ich diesmal an einigen Stellen sogar ein paar Seiten zurückblättern, weil bestimmte Entwicklungen zunächst ziemlich verwirrend waren. Das habe ich allerdings keineswegs als negativ empfunden. Im Gegenteil: Für mich spiegelt diese Verunsicherung auch den psychischen Ausnahmezustand des Protagonisten wider. Als Leser verliert man stellenweise genauso den Überblick wie Adrian selbst, was das psychologische Verwirrspiel für mich noch intensiver gemacht hat.
Und dann wären da natürlich noch die großen Plot-Twists gegen Ende. Wie bei fast jedem Fitzek lässt sich sicherlich auch hier darüber diskutieren, wie realistisch oder plausibel die einzelnen Auflösungen tatsächlich sind. Ich kann die Kritik an konstruierten Wendungen durchaus nachvollziehen. Auch ich mag es nicht, wenn ein Plot lediglich deshalb immer abstruser wird, um möglichst viele spektakuläre Überraschungen zu erzeugen. Das habe ich sowohl bei anderen Thrillerautoren als auch bei dem einen oder anderen Fitzek bereits so empfunden.
Bei „Der Nachtzug“ war das für mich jedoch erstaunlicherweise überhaupt nicht der Fall. Trotz aller Verwicklungen und der teilweise ziemlich wilden Entwicklungen fühlten sich die Wendungen für mich weitgehend organisch und innerhalb der Geschichte stimmig an. Besonders interessant fand ich dabei die psychologischen Themen, die hinter den Auflösungen stecken. Diese haben mich sogar so neugierig gemacht, dass ich unabhängig vom Thriller noch mehr darüber nachlesen wollte. Das ist für mich immer ein schönes Zeichen dafür, dass eine Geschichte nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen konnte.
Natürlich könnte man auch hier einzelne Logiklücken hinterfragen. Allein die Frage, wie langsam dieser luxuriöse Nachtzug eigentlich von Prag nach Berlin unterwegs gewesen sein muss, damit sich die gesamte Handlung in dieser Form abspielen kann, wäre vermutlich eine Diskussion wert. Aber wissen Sie was? Darüber kann ich bei einem so spannenden und unterhaltsamen Thriller durchaus hinwegsehen. Am Ende lese ich schließlich einen Roman und keinen Fahrplan der Deutschen Bahn. Solange mich eine Geschichte derart fesselt und ihre psychologische Grundidee für mich funktioniert, muss nicht jedes Detail vollkommen realistisch sein.
Dank NetGalley durfte ich „Der Nachtzug“ außerdem als Hörbuch erleben. Wie bei den meisten Fitzek-Romanen übernimmt auch hier wieder Simon Jäger die Lesung, was für mich jedes Mal ein absolutes Highlight ist. Seine Stimme, seine Betonungen und sein unglaubliches Gespür für Spannung machen die ohnehin schon nervenaufreibende Geschichte noch intensiver. Für mich gehört Simon Jäger eindeutig zu den besten Hörbuchsprechern überhaupt. Wer noch keinen von ihm gelesenen Fitzek gehört hat, sollte das unbedingt nachholen! Gerade bei einem so temporeichen Psychothriller ist seine Interpretation ein echter Mehrwert.
Und natürlich musste auch die Spezialausgabe des Buches in mein Regal einziehen. Was Sebastian Fitzek und der Droemer Knaur Verlag bei den neueren Sonderausgaben gestalterisch auf die Beine stellen, finde ich wirklich beeindruckend. Auch der Buchkoffer zu „Der Nachtzug“ ist nicht nur ein absoluter Hingucker, sondern passt thematisch hervorragend zur Geschichte. Solche liebevoll gestalteten Ausgaben machen für mich das Sammeln von Büchern noch einmal besonders schön.
Insgesamt hat mich „Der Nachtzug“ also wirklich abgeholt (Wortspiel beabsichtigt). Für mich ist Sebastian Fitzek mit seinem Jubiläumsthriller eine ausgesprochen gelungene Rückkehr zu den Qualitäten seiner früheren Werke gelungen. Die Kombination aus einem außergewöhnlichen, beklemmenden Setting, einem enorm hohen Spannungsniveau, den gewohnt kurzen Kapiteln und vor allem wieder deutlich stärker ausgearbeiteten Charakteren hat mich von Anfang bis Ende überzeugt.
Dass man über die Plausibilität einzelner Wendungen streiten kann, möchte ich dabei gar nicht bestreiten. Ich verstehe durchaus, wenn manche Leser bestimmte Entwicklungen als etwas zu konstruiert empfinden. Für mich persönlich hat das dem Lese- beziehungsweise Hörerlebnis jedoch kaum geschadet. Dafür war ich viel zu sehr in die Geschichte vertieft, habe mit Adrian mitgefiebert und hatte einfach unglaublich viel Freude an diesem psychologischen Verwirrspiel.
„Der Nachtzug“ ist für mich genau die Art von Fitzek-Thriller, auf die ich mich jedes Jahr aufs Neue freue: spannend, temporeich, psychologisch interessant, voller überraschender Wendungen und mit einem Protagonisten, dessen innere Konflikte der Geschichte eine zusätzliche Ebene verleihen. Ein wirklich gelungenes Jubiläumswerk, das mich bestens unterhalten hat und für mich definitiv zu den stärkeren neueren Fitzek-Romanen zählt!
Vielen Dank an NetGalley und den Argon Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs als Rezensionsexemplar. Dies hat meine Meinung selbstverständlich in keiner Weise beeinflusst.
Strafverteidiger Adrian Corvin verliert innerhalb einer einzigen Nacht alles. Seine Frau wird von einer Psychopathin ermordet und sein Sohn Emil entführt. Die geständige Mörderin lockt Corvin in einen Luxuszug, der von Prag nach Berlin fährt. Dort erwartet ihn ein perfides Spiel um das Leben seines Sohnes. Denn nur wenn er die Bedingungen der Mörderin erfüllt, wird er erfahren, wo Emil ist. Doch wird Adrian es schaffen, innerhalb der knappen Zeit alle Aufgaben zu erfüllen und seinen Sohn am Ende wieder in die Arme schließen zu können?
Joah. Das war mal ein Ritt! Und am Ende war ich kurzfristig selbst so verwirrt, dass meine Verwirrung verwirrt war. Aber der Reihe nach.
Die Story konnte mich von der ersten Seite an für sich einnehmen. Es war von Beginn an spannend und das Zugsetting fand ich richtig gelungen. Allein die Vorstellung, in einem Zug zu sitzen und unter enormem Zeitdruck ein solches Rätsel lösen zu müssen, hat für mich einen besonderen Reiz. Denn das wohl spannendste Detail ist, dass Adrian nur die Fahrt von Prag nach Berlin bleibt, um die Bedingungen der Mörderin zu erfüllen. Die Zeit läuft ihm also buchstäblich davon. Und genau das sorgt für ordentlich Nervenkitzel!
Auch der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Die Geschichte liest sich flüssig und kommt ohne unnötig grausame Beschreibungen aus. Dazu gibt es gefühlt am Ende jedes Kapitels einen Cliffhanger, der einen einfach weiterlesen lässt. Tja, was soll ich sagen? Das Buch wurde heute geliefert und direkt komplett gelesen. Ein echter Pageturner für mich!
Was die Verdächtigen angeht, bin ich während des Lesens regelmäßig hin- und hergeschwankt. Eine Person hatte ich zwar ziemlich hartnäckig im Verdacht, doch mit der tatsächlichen Wahrheit lag ich am Ende komplett daneben.
Und die Auflösung? Die hat mich ehrlich gesagt ziemlich kalt erwischt. Kurzzeitig musste ich erst einmal sortieren, was da gerade passiert ist. Nach kurzem Nachdenken ergab für mich aber alles Sinn. Ich empfand die Auflösung durchaus als plausibel und keineswegs an den Haaren herbeigezogen.
Und dann wäre da noch Adrian Corvin. Der arme Mann tat mir wahnsinnig leid! Ich habe richtig mit ihm gelitten und bei manchen seiner Aktionen ordentlich mitgeschwitzt. Man kann sich kaum vorstellen, was es bedeutet, innerhalb kürzester Zeit seine gesamte Welt zu verlieren und dann auch noch ein solches Spiel durchstehen zu müssen. Umso mehr habe ich ihm die Daumen gedrückt, dass er seinen Sohn wiederfindet.
Fazit
Was für eine spannende Fahrt! Herr Fitzek hat mich mit dieser Geschichte von Anfang an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Das Setting fand ich großartig, die Plottwists hatten es in sich und beim Miträtseln lag ich ordentlich daneben. Die Auflösung hat mich dann ziemlich kalt erwischt und kurzfristig für Verwirrung gesorgt. Genau solche Geschichten liebe ich aber. Spannend, unvorhersehbar (zumindest für mich) und mit einer Auflösung, die mich noch einmal ordentlich ins Grübeln bringt. Von mir gibt es daher verdiente 4,5 Sterne
Oktober ist einfach Fitzek-Zeit und der Nachtzug hatte es mal wieder richtig in sich. Ich war ein großer Fan von der generellen Idee des Nachtzugs, welcher mich sehr an den Orient-Express erinnert hat. Auch die wirklich gut recherchierten Jura Elemente, haben mich als Jurastudentin total abgeholt, weil sie richtig und fundiert recherchiert waren und man dadurch auch so einige Easter Eggs erkannt und gesehen hat, die sonst vielleicht verborgen bleiben. Zudem fand ich auch die ethische Debatte rund um die Todesstrafe sehr gut herausgearbeitet, die sich durch das ganze Buch zieht und theoretisch jeden, durch das dann doch offene Ende zum Nachdenken anregt. (Wie würde man selbst in so einer Situation handeln und was würde man vertreten ?)
Wer einen brutalen und sehr gewaltreichen Fitzek erwartet ist hier eindeutig an der falschen Adresse, aber wer sich mit vielen Plottwists beschäftigen möchte, dem gefällt dieses Buch sicherlich sehr gut, auch wenn ich noch nicht zu 100% verstanden habe, wie man selbst auf den/die Täter/in hätte kommen sollen :)