MAGDALEN NABB was born in Lancashire in 1947 and trained as a potter. In 1975 she abandoned pottery, sold her home and her car, and came to Florence with her son, knowing nobody and speaking no Italian. She has lived there ever since, and pursues a dual career as crime writer and children's author.
She has written fourteen crime novels featuring Marshal Guarnaccia of the carabinieri, all set in Florence, which she describes as 'a very secret city. Walk down any residential street and you have no idea what is going on behind those blank walls. It's a problem the Marshal comes up against all the time.'
Magdalen Nabb also writes the immensely successful Josie Smith books, set in her native Lancashire, which form the basis of the Granada children's TV series, Josie Smith, scripted by the author. Her first book, Josie Smith, was runner-up for the Guardian Children's Fiction Award in 1989, and in l99l, Josie Smith and Eileen was winner of the prestigious Smarties Book Prize for the 6-8 age group.
Cosimo ist fünf Jahre alt und lebt mit seinen Eltern in einem riesigen Herrenhaus. Der Vater ist häufig auf Reisen, die Mutter wieder schwanger und mit psychischen Problemen belastet. Oft bleibt sein heißgeliebter Teddy Cosimos einziger Gesprächspartner, wenn er sich vor dem Ticken der unheimlichen alten Uhr fürchtet.
Cosimo ist ein sehr wohlerzogener kleiner Junge, der in seinem kurzen, streng reglementierten Leben schon viel Zurückweisung erfahren musste, ihm ist häufig schlecht, er macht manchmal ins Bett und schämt sich dann ganz schrecklich. Er lebt größtenteils in einer Gedankenwelt, in der er Freunde hat und sich wohlfühlt.
Und eines Tages ist Cosimo tot, von unbekannter Hand erschlagen. Wer war der seltsame Eindringling?
Magdalen Nabb erzählt die Geschichte aus dem Blickwinkel verschiedener Beteiligten. Am besten gefiel mir der erste Teil, der aus Cosimos Sicht geschildert ist und von so herzzerreißender Einsamkeit und Traurigkeit spricht, dass man das Kind dort herausholen und mit Liebe überschütten möchte.
Die Erzählung der Mutter wirkt sehr wirr und schwer verständlich, spiegelt somit aber auch deren zerrütteten Geisteszustand wieder; aus dem Blickwinkel des Vaters steht das zuvor Gelesene dann noch einmal in anderem Licht da.
Es ist ein etwas schwieriges Buch, vieles wird nicht explizit ausgesprochen und muss zwischen den Zeilen herausgelesen werden. Durch den Part der Mutter musste ich mich ein wenig quälen.
Aber vielleicht gerade weil die Auflösung vage bleibt (und aufgrund der sehr eindringlich geschilderten Stimmungslagen der Beteiligten), ist es auch ein Buch, das man nicht so schnell vergisst.