Zwei Freundinnen und zehn inspirierende Begegnungen
Christine Westermann und Mona Ameziane verabreden sich, um Ernst zu Sie sprechen über die ganz großen Fragen. Ohne Publikum, ohne Ausreden – aber nicht ohne Humor und Wä Das Ergebnis ist wunderbar leichtfüßig, tiefgründig und inspirierend. Und ein Anlass, sich selbst und die besten zu befragen.
Wie viel hat Liebe mit Sehnsucht zu tun? Stellst du dir manchmal vor, wie dein Leben ohne Arbeit wäre? Wann hast du verstanden, was Glück ist? Es sind die Gespräche zweier Frauen aus verschiedenen Generationen, die sich gut kennen und doch noch ganz viel über die andere erfahren wollen. Und über das Leben.
In ihrem Podcast haben Mona und Christine in den vergangenen Jahren um die großen Themen bewusst einen Bogen gemacht – nun ist es so Antrieb, Glück, Achtsamkeit, Glaube, Niederlage, Liebe, Abenteuer, Körper, Ende, Zukunft – zehn Kapitel voller überraschender Geschichten und Denkanstöße.
Wer den Zwei Seiten Podcast mag, wird dieses Buch natürlich lieben - und sollte unbedingt das Hörbuch hören. Mich hat schon das erste Kapitel über Antrieb sehr berührt und spätestens beim Thema Ende kamen mir die Tränen. Christines Blick auf das Leben inspiriert mich und ich hoffe, in diesem Alter auch mal so zu sein. So lebensfroh, neugierig und jung im Herzen. "Deshalb klappt das mit uns beiden so gut, weil unsere Herzen gleich alt sind", sagt Mona und ich finde das wunderschön. Mit andern übers Leben nachdenken ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Dafür hat mir das Buch viele neue Denkanstöße und Perspektiven gegeben. Große Empfehlung!
Mona Ameziane und Christine Westermann, beide Journalistinnen, beide Leserinnen, trennen über vierzig Jahre Lebenszeit und damit viele Erfahrungen und sehr unterschiedliche Biografien, aber sie eint auch vieles, weshalb sie vor einigen Jahren einen gemeinsamen Podcast begonnen haben, in dem sie sich gegenseitig Bücher empfehlen und diskutieren. Dabei sind sie Freundinnen geworden, die in diesem Buch nun zehn große Themen des Lebens besprechen: zu jedem Thema führen sie ein langes Gespräch, bei dem die eine Fragen stellt und die andere antwortet, und das an besonderen und meist überraschenden Orten. Die Themenverteilung habe ich als sehr passend empfunden, habe aber gemerkt, dass das Interviewformat schlussendlich ein paar (gewollte) Lücken lässt, denn natürlich hätte ich oft auch gerne die Antworten der Fragenstellerin auf ihre eigenen Fragen gehört. Zwischen den Zeilen ist natürlich doch viel herauszulesen und es macht die Gespräche spannend, wie viele Unterschiede und Gemeinsamkeiten diese beiden Frauen haben. Als fleißige Hörerin des Podcasts ist das Buch eine willkommene Ergänzung zu den Themen, die sie dort schon besprochen haben: zwei sehr sympathische, auf dem Boden gebliebene Frauen mit starken Meinungen und spannenden Ansichten.
Als begeisterte „Zwei Seiten“ Podcast Hörerin wollte ich das Buch natürlich direkt lesen. Ich weis allerdings nicht, ob ich das Buch spontan in einer Buchhandlung gekauft hätte, wenn ich Mona und Christine nicht aus dem Podcast gekannt hätte. Das Buch ist im Interview-Stil geschrieben und war für mich dadurch sehr leicht zu lesen. Beim lesen hatte ich an einigen Stellen die Stimme der beiden im Ohr - das war schön. Die beiden widmen sich in dem Buch den großen Themen des Lebens. Es gelingt ihnen auf eine unterhaltsame, spannende, tiefgründige und abwechslungsreiche Art in die Themen einzusteigen. Ich freu mich auf die Lesung in München!
Mona Ameziane, Christine Westermann: „Wann wusstest du, dass es gut wird? Über das Leben und seine Geheimnisse“
Hand aufs Herz: Hätte ich mir dieses Buch gekauft, wäre ich nicht ein treuer Hörer des Podcasts „Zwei Seiten“? Die Antwort lautet nein. Auch der Untertitel „Über das Leben und seine Geheimnisse“ hätte mich überhaupt nicht angesprochen. Das klingt für mich nach Lebens- und Alltagsphilosophie, nach Kolumnen und Leserbriefspalten und damit nach etwas, das mich zunächst einmal wenig reizt.
Genauso wenig reizt mich eigentlich das Format Podcast. Ich habe öfter versucht, irgendwo hineinzuhören, und immer wieder abgebrochen. Dann begegnete mir auf Facebook Werbung für „Zwei Seiten“. Als ich vor ungefähr einem Jahr die erste Folge hörte, war ich ziemlich enttäuscht. Weil ich aber eine lange Fahrt im Schienenersatzverkehr vor mir hatte, hörte ich noch eine zweite Folge und fand allmählich hinein. Mittlerweile höre ich „Zwei Seiten“ ausgesprochen gerne. Es ist der einzige Podcast, den ich regelmäßig höre, während mich die meisten anderen weiterhin langweilen.
Warum nun dieses Buch? Zum einen möchte ich Mona Ameziane und Christine Westermann bei ihrer Buchvorstellung erleben, zum anderen macht mir das, was die beiden erzählen, immer wieder Spaß. Dem, was sie im Podcast, allen voran Christine Westermann, gelegentlich als „Gelaber“ bezeichnen, haben sie hier zehn Kapitel gewidmet, deren Themen von Antrieb über Glaube, Achtsamkeit, Abenteuer und Körper bis zum Ende und zur Zukunft reichen. Jedes dieser Kapitel ist ein für sich abgeschlossenes Gespräch an einem eigens ausgewählten Ort, und nach jedem könnte ein Punkt stehen und das Buch zu Ende sein.
Dass man trotzdem gerne weiterliest, liegt an jener Leichtigkeit, von der Christine Westermann immer wieder spricht. Sie entsteht, weil die beiden Autorinnen weder versuchen, ihre Erfahrungen zu theoretisieren, noch daraus allgemeingültige Lebensweisheiten abzuleiten. Stattdessen erzählen sie aus ihrem Leben, verarbeiten Erlebnisse in Geschichten und geben sich dabei der ganzen Bandbreite des Alltags hin.
In Thornton Wilders Drama „Unsere kleine Stadt“ geht es um die großen Themen des Lebens, des Liebens und des Sterbens. Eben diese Themen entfalten auch Ameziane und Westermann in den unterschiedlichen Facetten ihrer Gespräche, indem sie leichte und vergnügliche ebenso wie tiefgehende Geschichten erzählen. Der Lesespaß besteht dabei für mich darin, mich in die Geschichten der beiden hineinverweben zu lassen und darüber auch Verbindungen zum eigenen Leben zu entdecken.
Natürlich trägt dazu mein Interesse an Mona Ameziane und Christine Westermann als spannenden Persönlichkeiten der deutschen Medienszene bei. Doch was mich über dieses Interesse hinaus durch das Buch trägt, ist ihre Freude am Erzählen. Darin berührt sich für mich das gute Interview mit dem guten Roman, denn in beiden Fällen können Geschichten eine Eindringlichkeit und Relevanz entwickeln, die über die Menschen hinausreichen, von denen sie handeln. Weil Ameziane und Westermann ihre Geschichten erzählen, ohne ihnen eine abschließende Lehre mitgeben zu müssen, lassen sie Raum, mit eigenen Gedanken und Erfahrungen daran anzuknüpfen, wie gute Literatur das tut. Vielleicht liegt darin auch das Geheimnis von „Zwei Seiten“.
Bei diesem Buch ist es meiner Meinung nach ein Muss, es zu HÖREN! Es hat einige Längen zwischendurch, aber gerade das letzte Kapitel zur Hoffnung hat mir viele schöne Gedanken mitgegeben!
Schon ein gutes Buch, es hat mich gut unterhalten aber mehr dann auch nicht. Es ist etwas wie der Podcast "Zwei Seiten", nur eben zum lesen. Bin mir aber unsicher ob ich es weiter empfehlen würde.
Der Schreibstil ist wunderbar, läßt sich schnell weglesen, „süffig“ 😅kam mir zwischendurch in den Sinn. Beste Wochenend-Unterhaltung! Hut ab, dass die beiden sich so viele Gedanken gemacht und für jedes Kapitel einen speziellen Ort ausgewählt haben! Man spürt immer wieder die Liebe, die in die Entstehung des Romans investiert wurde. Ich hatte oft Tränen in den Augen, aber insgesamt habe ich mich den beiden nicht so nah gefühlt wie während der Podcast Folgen, hier und da bleibt mir das Ganze zu sehr an der Oberfläche, ist aber nur mein persönliches Empfinden. Nach bestimmten Schicksalsschlägen im Leben ist es einfach schwierig, die Angst um graue Haare oder Dellen an den Oberschenkeln komplett nachzufühlen! Aber Fazit: sehr lesenswert ❤️ richtig nah fühle ich mich Christine, wenn es um ihr Liebesleben geht😁😂 da bin ich einfach voll bei ihr ❤️✌️