Die Restaurantbesitzerin Marisa Behrend gab zurück, was sie bekam: Liebe, Zuwendung, Treue, Freundschaft. Jeder wusste das, alle bewunderten sie. Und dennoch musste sie jemand so gehasst haben, dass er sie nackt, ans Bett gefesselt, umbrachte. Ein Gast? Der Liebhaber? Ihr Arzt? Als Kriminalhauptkommissar Rolf Wegener die Ermittlungen aufnimmt, ahnt er nicht, in welchen Abgrund er hineingezogen wird. Zu spät erkennt er die Gefahr für sich selbst ...
Petra Hammesfahr macht aus den dunklen Seiten des Lebens Hochspannung.…
Hailed as Germany’s Patricia Highsmith, Petra Hammesfahr has written more than twenty crime and suspense novels, and also writes scripts for film and television. She has won numerous literary prizes, including the Crime Prize of Wiesbaden and the Rhineland Literary Prize. Her breakthrough novel, The Sinner, was a major critical and commercial success internationally, including in Germany, where it stayed on the bestseller list for more than fifteen months. The Sinner has been adapted for television as a limited series on USA starring Jessica Biel and Bill Pullman.
Das ist der erste Roman von Petra Hammersfahr den ich gelesen habe. Ich hatte schon länger vor, einen oder mehrere ihrer Romane zu lesen. Der Auslöser dafür war die Netflixserie "The Sinner" die ich kürzlich gesehen habe und sehr interessant und spannend fand. Der Schreibstil von Petra Hammersfahr ist sehr lendig und gut lesbar. Sie schafft es in einem kleinen Ort mit ländlicher Idylle ein spannendes Szenario zu inzenieren. Was mich am meisten fasziniert ist , wie Kriminalhauptkommissar Rolf Wegener während der Mordermittlungen an Restaurantbesitzerin Marisa Behrend immer tiefer in Abgründe seiner eigenen Lebenslüge gerät. Mich irritiert nur, dass ich mich so gut in seine Gefühlswelt rein versetzen kann. Ansprechend oder gar witzig fand ich auch den Titel des Romans. Denn es wird suggeriert,das es heutzutage nicht mehr salonfähig ist als Frau Männer zu mögen. Insgesamt ein sehr unterhaltsamer Roman aus einer etwas anderen Perspektive wie in gängigen Krimis. Ich werde auf jeden Fall weitere Bücher von Petra Hammersfahr lesen.
Das Buch von Petra Hammesfahr erschien bereits 1991 im Bastei-Lübbe-Verlag, bei der hier vorliegenden Ausgabe handelt es sich um eine überarbeitete und erweiterte (ca. 100 Seiten) Fassung. Meiner Meinung nach wurden die Kommunikations- und Ermittlungsmöglichkeiten der Zeit angepaßt, 1991 gab es im allgemeinen sowie auch polizeilichem Gebrauch weder PC noch Handy etc. Der kaufwillige Leser wurde auf den Umstand der Neuauflage allerdings nur in einer Leserprobe und nicht in den Verkaufsangeboten hingewiesen – kein feiner Zug. Immerhin dürften Hammesfahr-Fans und -Sammler Gefahr laufen, hier etwas doppelt zu erwerben, falls sie nicht die komplette Hammesfahr-Liste sämtlicher erschienen Titel bei Besuch der Buchhandlung im Kopf haben oder schriftlich mit sich herum schleppen. Ich kannte das Buch nicht und war eher erfreut, mal einen „alten“ Krimi zu lesen, schön finde ich diese Art des Marketings trotzdem nicht.
Das Buch beginnt mit dem Mord an einer polnischen Saisonarbeiterin recht spannend, leider muss man sich im weiteren Verlauf fragen wieso, denn dieser Mord spielt quasi für den eigentlichen Plot überhaupt keine Rolle und wird später auch nur noch am Rand erwähnt. Wichtig ist der unabhängig davon stattfindende zweite Mord an Marisa Burger aus dem Klappentext, in dem Rolf Wegener die Ermittlungen übernimmt.
Die Rolle Marisas wird im gesamten Verlauf der Handlung nicht wirklich durchsichtig. Sie ist die „Frau, die Männer mochte“, die einen sagen so, die anderen so. Ob sie -trotz schlimmster Männervergangenheit- einfach nur verständnisvolle Zuhörerin oder doch eher Bettgespielin für alles war, was Rang und Namen in der dörflichen Gemeinschaft hat, bleibt zumindest für mich unklar. Fakt ist, dass ihre im Wald gelegene Gastwirtschaft brummt und dass dieser Umstand rein der Koppelung an ihre Person zu verdanken ist.
Es gibt in diesem Buch keine Figur, die zum Sympathieträger für den Leser taugt, den Vogel schießt hierbei der Hauptprotagonist Rolf Wegener ab, der – von Haus aus schon unsympathisch angelegt- im Laufe der Handlung zu einem völlig unbegreifbaren Irren mutiert, dem jeglicher Realitätsbezug abhanden kommt und der aufgrund massiver, nicht behandelter psychischer Probleme in der Kindheit und nachfolgend auch in seiner Ehe diverse Aufnahmetests bei der Polizei im realen Leben hoffentlich nicht bestanden haben dürfte. Es würde mir wirklich Angst machen, solche (psychisch kranken und selber dringend hilfsbedürftigen) Menschen im Polizeidienst bei der Aufklärung von Verbrechen und vor Allem bewaffnet zu wissen. Überdies spielt Wegeners kaputtes (Privat) Leben die eigentliche Hauptrolle im Buch.
Alle anderen Personen bleiben farblos („der Frischling“), sind nervig (Marisas Putzfrau, mit deren Tätigkeiten reihenweise Seiten gefüllt werden) oder bedienen massenhaft Klischees ( Rolfs Frau ). Achtung, Spoiler »
Für mich ist das Buch weniger Krimi denn Krankengeschichte eines Hauptkommissars, die von zwei Morden gesäumt wird und schlussendlich total aus dem Ruder läuft. So ist denn das Ende (des Buches und Rolf Wegeners) vorhersehbar.
Ich kann hier nicht mehr als 2 Sterne geben, denn obwohl das Buch sich am Anfang recht vielversprechend und auch spannend krimimäßig liest, wird es zunehmend verworrener, unglaubwürdiger, uninteressanter und irgendwann ist man nur noch froh, fertig zu sein. Ich wüßte auch nicht, wem man das empfehlen könnte, also lass ich es.
Die Restaurantbesitzerin Marisa Behrend gab zurück, was sie bekam: Liebe, Zuwendung, Treue, Freundschaft. Jeder wusste das, alle bewunderten sie. Und dennoch musste sie jemand so gehasst haben, dass er sie nackt, ans Bett gefesselt, umbrachte. Ein Gast? Der Liebhaber? Ihr Arzt? Als Kriminalhauptkommissar Rolf Wegener die Ermittlungen aufnimmt, ahnt er nicht, in welchen Abgrund er hineingezogen wird. Zu spät erkennt er die Gefahr für sich selbst ..
Meine Meinung: Mir war bis gerade gar nicht bewusst, dass dieses eines der ersten Werke der Autorin war, es ist jetzt wohl nur neu aufgelegt worden. Aber es hat mit der Bewertung an sich ja eigentlich nichts zu tun. Ich kann die bisher gelesenen eher schlechten Rezensionen gar nicht so nachvollziehen. Allerdings erschließt sich mir jetzt das Gefühl beim Lesen, es würde irgendwie in einer anderen Zeit als heute spielen.
Ich bin von Anfang an gut in das Buch rein gekommen.
Anders als in vielen anderen Kriminalromanen geht es erst einmal um das Leben und die Probleme des Kriminalhauptkommissars Rolf Wegener. Es wird genau geklärt, wie seine Ehe verlaufen ist und wie sein Privatleben nun aussieht.
Dann geht es im Weiteren natürlich um das Mordopfer Marisa Behrend.
Interessant an diesem Buch fand ich, dass der Kriminalhauptkommissar private Gefühle zum Mordopfer entwickelt, sich u.a. vorstellt, wie sein Leben wäre, wenn sie vor ihrem Tod in sein Leben getreten ist. Dies beeinflusst natürlich auch seine Ermittlungen.
Alles in allem finde ich, es ist ein gelungener Kriminalroman, der mal etwas anders aufgebaut ist. Hier ging es auch viel um die Psyche des ermittelnden Kriminalhauptkommissars. Ich möchte das Buch mit 4 Sternen bewerten. Ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen.