Wo die Liebe wartet … Plötzlich steht die junge Berlinerin Johanna ohne Job und ohne Geld da. In ihrer Not nimmt sie eine Stelle in einer Weinhandlung an und wird in die Bourgogne geschickt. Erst hadert sie mit den Gebräuchen der Winzer, aber zwischen beerigen Aromen und komplizierten Abgängen verliebt sie sich in den Weinbauern Luc. Ihre Welten scheinen zu verschieden, doch dann gerät das Weingut seiner Familie in Bedrängnis, und Johanna wirft all ihre Pläne über den Haufen, um für ihr Glück zu kämpfen. Ein Roman, so samtig wie ein Burgunder, so spritzig wie ein Chablis
Johanna verliert ihren Job und nimmt übergangsweise eine Stelle in einer Weinhandlung an. Ihre Chefin schickt sie in die Bourgogne, wo Johanna sich in den Weinbauer Luc verliebt. Die beiden kommen aus ganz verschiedenen Welten; hat ihre Liebe da überhaupt eine Chance? * Mein Leseeindruck: "Eine Liebe in der Bourgogne" hat mich gut unterhalten, aber dennoch hat mir etwas gefehlt. Es ist ein Liebesroman, und die Geschichte an sich ist auch wirklich sehr schön. Die Gefühle kamen nur leider nicht wirklich bei mir an. Ich mochte die Geschichte und ich mochte auch die Protagonisten, aber mir persönlich blieb alles etwas zu oberflächlich. Die Liebe von Johanna und Luc ging mir auch etwas zu schnell; die Gefühle der beiden zueinander konnte ich nicht spüren bzw. nachempfinden. Ich habe das Buch dennoch gerne gelesen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Handlung unterhaltsam, aber das gewisse Etwas hat mir leider gefehlt.
Leider konnte mich dieser Roman nicht überzeugen. Ich glaube, es lag daran, dass mir die Liebesgeschichte zu schnell ging bzw. die "Hindernisse" auf mich zu aufgesetzt gewirkt haben. Hätte das Ganze nicht in der Jetztzeit sondern vielleicht in den 60igern/70igern gespielt, hätte ich das vielleicht noch eher "gekauft". Zudem waren viele Nebenhandlungsstränge (z.B. Coco, die Geschichte von Mamie, die Einbrüche) zu willkürlich und es wurde auch vieles nicht aufgelöst. Leider kann ich dafür nicht mehr als zwei Sterne geben.
Das Buch gibt ein angenehmes Lesegefühl, doch leider inhaltlich etwas enttäuschend. Zwischen den beiden Hauptfiguren hat es in meinen Augen überhaupt nicht gefunkt, obwohl sie immer wieder als verliebt beschrieben werden merkt man leider absolut gar nichts von diesen beschrieben Gefühlen. Dazu ging die Liebesgeschichte viel zu schnell, die Charaktere kannten sich kaum und taten schon, als wären sie ewig zusammen und würden einander gut kennen. Einige Nebenhandlungen wurden herangeführt und dann plötzlich nicht weitergebracht, geschweige denn nochmal erwähnt. Eine unterhaltsame leichte Geschichte, doch leider ohne Tiefgang.
Heike Franke - Eine Liebe in der Bourgogne - atb Berlin/Lyon Johanna Keppler, neue Pressesprecherin des Berliner Bürgermeisters, begeht einen Tag vor der Wahl, folgenschweren Fehler. Die Bestätigung, das der Bürgermeister in Scheidung lebt, stürzt die gute Prognose in den Keller, wäre der Bürgermeister eine Aktie, wäre er sein eigener "Schwarzer Freitag". Es kostet Johanna den Job, so wie den ihres fremdgehenden Arbeitgebers ebenso.. C’est la vie.. Der Frust treibt Johanna durch die Straßen, sie sieht ein "Hilfe gesucht" an einer schicken Weinhandlung, früher kaufte sie dort für den Bürgermeister ein.. Widererwarten wird sie genommen, sie spricht fließend französisch und um ihre Geschmacksnerven zu trainieren schickt ihre Chefin sie zu einem "Sommelier-Kurs" in die Bourgogne. Das Weingut der Béjarts wird von drei Geschwistern betrieben, Stephane, Coco und Luc, die Grand-Mère regiert nach Tradition im Hintergrund. Luc soll eine Vernunftehe mit einem anderen "Weingut" eingehen und bis Johanna in sein Leben tritt, hat er selbiges ganz klar und einfach vor sich gesehen. Als Johanna mit Coco Weine "verkostet", erkennt sie das Familien-Label wieder, ihre Chefin erwarb einige Flaschen von einem chinesischen Verkäufer, es muß ein Plagiat sein. Bei der Recherche kommen sie sich näher und es funkt zwischen den beiden. Das harte Winterwetter richtet möglicherweise großen Schaden auf dem Gut an, Johanna, inzwischen in die "Bourgogne" verliebt, will Luc und seiner Familie helfen.
Ein Buch wie ein sanfter Strom, man taucht in Berlin ein und lässt sich bis in die Bourgogne treiben, wunderschön geschrieben! Die Autorin hat eine ehrliche und klare Sprache und auch ihre Protagonistin ist von entwaffnender Ehrlichkeit, zuzugeben, das man wenig Ahnung hat, aber bereit ist, alles mögliche Wissen anzusammeln, hat einen Charme, den man sich nicht entziehen kann. Gute, spannende Unterhaltung und ein schönes Geschenk für die kalte Jahreszeit! Würde ich wieder ein Buch von Heike Franke lesen? Ja, ganz bestimmt!