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Die kleine Stadt

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›Die kleine Stadt‹ liegt in Italien. Alles beginnt mit dem Erscheinen einer Theatertruppe in der kleinen Stadt. »Unsere Ankunft«, so der jugendliche Held und Liebhaber der Truppe, »hat belebend gewirkt auf die Einwohner dieser Stadt, auf einmal ist ihnen der Mut gekommen, ihre Laster in Freiheit zu setzen«. Es beginnt ein Fastnachtstreiben, ein Liebes- und Rüpelspiel, heiter und böse, zart und leidenschaftlich. In seltsamen, manchmal gespenstischen Reigen verbinden sich die Schicksale der fahrenden Künstler und der Kleinbürger - Kunst und Leben, das große literarische Thema der Jahrhundertwende klingt an. ›Die kleine Stadt‹ ist ein utopischer Gegenentwurf zur politisch unmündigen Gesellschaft der Wilhelminischen Ära. »Was hier klingt«, schrieb Heinrich Mann zu diesem Roman, »ist das hohe Lied der Demokratie. Es ist da, um zu wirken in einem Deutschland, das ihr endlich zustrebt. Dieser Roman, so weitab er zu spielen scheint, ist im höchsten Sinn aktuell.«

433 pages, Paperback

First published January 1, 1909

6 people are currently reading
111 people want to read

About the author

Heinrich Mann

505 books126 followers
A German novelist who wrote works with social themes whose attacks on the authoritarian and increasingly militaristic nature of post-Weimar German society led to his exile in 1933.

Born in Lübeck as the oldest child of Thomas Johann Heinrich Mann and Júlia da Silva Bruhns. He was the elder brother of Thomas Mann. His father came from a patrician grain merchant family and was a Senator of the Hanseatic city. After the death of his father, his mother moved the family to Munich, where Heinrich began his career as a freier Schriftsteller or free novelist.

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14 (19%)
1 star
4 (5%)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Hendrik.
440 reviews110 followers
January 7, 2018
Oberflächlich betrachtet scheint die Handlung des Romans lediglich eines der zahlreichen Bekenntnisse der unverbrüchlichen Italienliebe deutscher Literaten zu sein. Eine schläfrige italienische Kleinstadt wird durch eine Truppe Opernsänger gehörig durcheinander gewirbelt. An der Gesangsdarbietung im Theater entzünden sich rasch die Gemüter der Einwohner. Reaktionäre klerikale Anhänger streiten fortan mit den fortschrittlich, republikanischen Kräften, um die moralische Oberhoheit über die kleine Stadtgesellschaft. Leidenschaften brechen sich Bahn, niedere Instinkte werden ausgelebt, zu Tumulten angestachelt, mit dem ruhigen Leben ist es also erstmal Essig.

Die Figuren dieser Kleinstadtposse entsprechen sämtlich den gängigen Klischees italienischer Charaktere. Ebenso wirkt das dramatische Handlungsgerüst geradezu der italienischen Opera buffa entlehnt. Dadurch entsteht eine heitere Stimmung der Unernsthaftigkeit, die den Auseinandersetzungen die Schärfe nimmt. Heinrich Mann zeichnet in seinem Roman das Bild einer Gesellschaft, deren Mitglieder trotz harter Kämpfe, sich dennoch nie gänzlich unversöhnlich gegenüber stehen. Der Roman beschreibt den Prozess einer demokratischen Volkserziehung, im Geist des contract social Rousseaus. Am Ende sagt der Advokat Belotti:
"Wir haben uns begeistert, wir haben gekämpft, und wir sind ein Stück vorwärtsgekommen in der Schule der Menschlichkeit!"
In diesem Sinne ist die Geschichte einer demokratischen, menschenfreundlichen Utopie, als Gegenentwurf zu den Verhältnissen im deutschen Kaiserreich zu sehen. H. Mann hat zur gleichen Zeit auch schon an Der Untertan gearbeitet. Zwischen beiden Büchern gibt es, die politische Thematik betreffend, demnach einige Zusammenhänge. Im Nachwort wird noch eine weitere interessante Parallele gezogen. Die kleine Stadt sei eine Antwort auf Die Buddenbrooks des jüngeren Bruders Thomas Mann, quasi ein Anti-Lübeck in Italien. Jedenfalls war der unbeschwerte, literarische Ausflug in sonnige Gefilde, ein willkommenes Mittel der trüben Tristesse zum Jahresanfang zu begegnen.
Profile Image for Dirk Steinfort.
33 reviews3 followers
January 15, 2026
Ich hab es letztlich abgebrochen. Verwirrende Personen, nicht gut konturiert. Zuweilen gute Bilder und Formulierungen, insgesamt aber echt enttäuscht.
Profile Image for Marion.
33 reviews17 followers
June 1, 2016
Ich hab ja lange kein Buch mehr abgebrochen. Aber 50 Seiten vor Ende ist es mir völlig egal geworden, wie die Geschichte endet.
Profile Image for Luka.
462 reviews10 followers
March 4, 2023
I loved this. I've lived in small towns/villages for most of my life and this has been the funniest, most accurate portrayal of (mostly) middle-class people in those places I've ever read about. I chuckled so many times throughout this book, I was on board with everything starting with the very first page. Herinrich Mann is my favourite author to go to for this type of book. He just gets people on such a deep level *and* is able to convey that understanding masterfully. Honestly, just like the characters in this novel, I lost the plot multiple times in this but I did not care? I was just so invested in all the small town drama and backstabbing and bullshitting. All of these people are absolutely insufferable and I loved every second I spent with them
19 reviews
August 18, 2012
I read this in English and loved it. It deserves a much higher rating than it has
Profile Image for Stupor Mundi.
122 reviews5 followers
November 27, 2017
Non mi è per niente piaciuto. Si passa quasi senza logica da una serie di scenette all'altra, raccontate in modo lento e noioso. Una stelletta e mezzo, perché nonostante tutto almeno la storia c'è.
Profile Image for Johann Guenther.
808 reviews28 followers
June 19, 2012
MANN, Heinrich: „Die kleine Stadt“, Frankfurt 2011
In eine kleine italienische Provinzstadt kommt eine Schauspieltruppe und verändert deren konservative Gesellschaft. Der Pfarrer ist gegen die Theateraufführung. Bei der Premiere ließ er die Glocken läuten, um die Vorstellung zu stören. Mann schildert die Premiere aus der Sicht der Zuschauer. Nur was das Publikum sagt wird wiedergegeben. Eine neue Sichtweise, aber schwer nach zu verfolgen und nicht leicht zu lesen. Der zweite Teil, als die ganze Geschichte kippt, ist in leicht lesbarem Stil geschrieben. Ist zu Beginn der lokale Rechtsanwalt der Held, der Erneuerer und der, der auch das Theater in die Stadt brachte, so kippt die Stimmung und Freunde werden zu Feinden. Als noch ein Gasthaus zu brennen beginnt versucht das aufgebrachte Volk die Schuld den Fremden, den Schauspielern und dem Advokaten zuzuschieben. Als dann später der Pfarrer die Schuld auf sich nimmt gewinnt der Anwalt wieder an Bedeutung. Alle versöhnen sich. Menschen änderten immer schon schnell ihre Meinung und passten sich neuen Gegebenheiten an.
Die Schauspieler hatten die Stadt verändert und viele Liebschaften entstanden. Die Schauspieler zogen ab und ein Paar – ein Schauspieler und eine Lokale, die für das Kloster bestimmt war – machte am Hauptplatz Selbstmord.
(Bad Schönau, 19.06.2012)
Displaying 1 - 7 of 7 reviews

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