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Globalesisch, oder was?: Ein Plädoyer für Europas Sprachen

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Nachdem Wirtschaft und Wissenschaft sich schon seit längerem sprachlich globalisiert haben, raten nun Sozialwissenschaftler und Philosophen, Bundespräsidenten und ehemalige Bundeskanzler dem Land und Europa dringend, fleißig Englisch zu lernen, um die vielen Sprachen Europas, diese Hindernisse der Verständigung, aus dem Weg zu räumen. Diese Kampagne ist völlig überflüssig, weil die wohltätige Wirkung globaler Kommunikation durch das globale Englisch von niemandem bezweifelt wird und weil die Europäer ohnehin fleißig Globalesisch lernen. Das ist einerseits eine erfreuliche Entwicklung, gefährdet aber die anderen Sprachen der europäischen Nationen in vielfacher Hinsicht. Nötig ist daher eine Aktivität zugunsten der vielen europäischen Sprachen, die deren Leistung und Bedeutung hervorhebt und für ihre Bewahrung und Entwicklung eintritt. Dazu muss man aber eine andere Auffassung von Sprache haben als die bloß instrumentell kommunikative. Man muss wieder verstehen lernen, dass Sprache auch ein kognitives Instrument ist, nämlich der wichtigste Weg des Menschen zur Erfassung der Welt. Indem es die geistige, aber auch kulturelle und politische Bedeutung der Sprachen betont, plädiert Trabant angesichts des drohenden globalesischen Monolinguismus für eine echt verstandene europäische Mehrsprachigkeit.

235 pages, Paperback

First published January 21, 2014

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Jürgen Trabant

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Profile Image for كريستيان.
103 reviews
November 13, 2021
Der Stossrichtung dieses Plädoyers für eine europäische Vielsprachigkeit stimme ich voll und ganz zu. Das Buch ist detail- und ideenreich, thesen- und meinungsstark, verliert sich allerdings manchmal in Schwarzmalerei (was vielleicht auch an der Gattung Plädoyer liegen mag) und bleibt einem Eurozentrismus verhaftet (was dem Thema des Buchs geschuldet sein mag) - eigentlich geht es die Welt an. Was ich u.a. mitgenommen habe ist der schöne Gedanke von Amin Maalouf, dem dem grossen libanesisch-französischen Intellektuellen und Schriftsteller, dass man eine Sprache adoptieren sollte/könnte (neben der Muttersprache und dem Englischen), um die man sich um ihrer selbst und ihrer Sprechenden willen kümmert, die man sich aneignet und die man "zähmt" (im Sinne des kleinen Prinzen).
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