Eine Königin, in deren Brust kein Herz schlägt. Ein Prinz, gefangen hinter Spiegeln. Das Spiel des Feenkönigs, das keine Sieger kennt.
Ein mächtiger Fluch lastet auf der königlichen Familie, so munkelt man in Sorieska. Seit Generationen hat niemand ein Mitglied des uralten Geschlechtes zu Gesicht bekommen. Und wer das Schloss auf dem Hügel erblickt, auf dessen Türmen Schwärme von Raben sitzen wie eine unheilvolle Wolke, möchte nur allzu gern glauben, dass es der Wahrheit entspricht. Ein Jahr ist vergangen, seitdem Majas liebster Freund Elejas durch die Tore des Schlosses getreten und nicht wieder nach Hause zurückgekehrt ist. Und ebenso lange wispert das Blut der Feen in ihren Adern, dass ihm etwas geschehen sein muss. Gegen den Willen ihres Vaters macht sie sich auf, Elejas' Schicksal zu ergründen. Begleitet von einem sprechenden Raben entschlüsselt Maja nach und nach die Geheimnisse des alten Gemäuers und seiner sonderbaren Bewohner. Doch zugleich gerät sie immer tiefer in den Sog der Gefahr, die hinter den Spiegeln lauert.
Michelle Natascha Weber wurde 1980 in Hanau geboren und lebt heute am Rhein. Nach dem Abitur studierte sie Kunstgeschichte und Anglistik in Gießen und widmete sich ihrer Leidenschaft für das Schreiben. Sie schreibt Fantasy-Romane, in denen sich Märchenelemente mit Gothic Romance und Mantel und Degen Einflüssen vereinen.
Vorneweg: Dieses Buch war in meiner Drachenpost :), aufgrund des Covers hätte ich es aber vermutlich sowieso gekauft.
Meine Meinung: : Erstmal: Dieses Cover 💕, ist es nicht wunderschön? Noch dazu passt es perfekt zum Inhalt :).
Zum Inhalt selbst möchte ich eigentlich nichts verraten, da man vieles erst im Laufe der Handlung erfährt und ich euch nicht spoilern möchte ;).
Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden. Hauptsächlich lag das wohl an dem sehr ausschweifenden und märchenhaften Schreibstil. Nach und nach konnte mich die Handlung immer mehr mitreißen und es ist auch richtig spannend geworden, nur hat mich der Schreibstil häufig gestört. Manche Szenen wurden extrem umfangreich beschrieben und dadurch wirkt das Buch zeitweise etwas langatmig.
Maja war eine sehr neugierige, sture und loyale Protagonistin :). Sie lässt sich nicht unterkriegen und lässt nichts unversucht, um ihren Freunden zu helfen. Es hat richtig Spaß gemacht mit ihr nach und nach die Geheimnisse aufzudecken. Mitunter am besten gefallen hat mir wohl Corvyn, sein Humor war einfach genial :).
Fazit: Eine wirklich tolle und spannende Geschichte mit einem etwas zu ausschweifenden Schreibstil.
___________________________________________________ 13.07.2017: Auch wenn der Schreibstil teilweise etwas zu ausschweifend war, hat mir das Buch sehr gut gefallen 😍 💕.
In Sorieska munkelt man seit Generationen, dass ein grauenvoller Fluch auf dem Königshaus liegt, welches seit ewigen Zeiten verborgen in ihrem Schloss lebt. Kein Mensch hat Jahrzehnte lang auch nur ein einziges Mitglied der königlichen Familie gesehen. Die Raben, welche auf den Zinnen des Schlosses sitzen, verstärken die dunklen Geschichten noch, denn sie wirken wie unheilvolle Boten des Bösen. Majas bester Freund Elejas ist vor einem Jahr durch die Tore des Schlosses getreten und wurde seitdem nicht mehr gesehen. Ebenso lange ist das Feenblut in dem jungen Mädchen erwacht, welches ihr des nachts zuflüstert, dass ihm etwas geschehen sein muss. Entgegen dem Willen ihres Vaters macht Maja sich auf, um nach ihrem Freund zu suchen und erkundet, begleitet von einem sprechenden Raben, das Schloss und die Geheimnisse, welche sich darin verbergen. Gleichzeitig gerät sie immter tiefer in die Gefahr, welche nicht nur im Schloss lauert, sondern auch hinter den Spiegeln.
Ein Buch voller Geheimnisse, Magie und einem Fluch, der gebrochen werden muss.
Über die Leserunde von LovelyBooks bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und habe mich seit längerem mal wieder bei einer Leserunde beworben. Glücklicherweise habe ich ein Exemplar gewonnen und konnte beinahe direkt starten, um das Buch zu lesen und in die geheimnisvolle Welt von Sorieska eintauchen.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir super leicht gefallen. Der Schreibstil ist klasse und die Autorin schafft es wunderbar eine dunkle und mystische Stimmung in den ersten Kapiteln aufrecht zu erhalten. Der Fluch, welcher anscheinend auf dem Königshaus lastet, ist so allgegenwärtig wie die Magie, welche vor allem in Form von Feen in diesem Buch vorkommt.Die Atmosphäre zieht sich durch das gesamte Buch hindurch, es hat mir zwar keine Gänsehaut bereitet, dennoch fand ich es sehr passend gewählt, dass das Buch eher eine bedrücktere Stimmung vermittelt hat. Alles andere hätte weder zu einem verwunschenen Königshaus gepasst, noch zu den Raben, die überall auftauchen. Der Autorin ist es dennoch wunderbar gelungen immer einen Funken Licht aufscheinen zu lassen, der nicht nur die Protagonisten hoffen lässt, sondern auch den Leser.
Maja ist mir sofort sympathisch gewesen. Die junge Frau musste früh lernen auf eigenen Beinen zu stehen, gleichzeitig wird sie von ihrem Vater gehütet wie ein Schatz, denn sie ist alles, was ihm noch geblieben ist. Maja jedoch ist kein Mensch, der sich gerne einsperren lässt und die Sehnsucht nach der Welt und dem, was dort auf sie warten könnte, wächst von Tag zu Tag. Als dann ihr Freund Elejas nicht vom Schloss zurückkehrt und die Träume beginnen, die ihr klar machen, dass er ihre Hilfe braucht, bestärken sie darin, ihr zu Hause zu verlassen. Gegen den Willen ihres Vaters begibt sie sich ins Schloss und dort muss sie ihre Standhaftigkeit erst noch unter Beweis stellen. Was mir an Maja am besten gefallen hat ist, dass sie sich nicht beirren lassen hat und niemals die Hoffnung auf ein Gutes Ende verloren hat. Sie kämpft für das, was ihr wichtig ist und egal welche Hindernisse sich ihr in den Weg stellen, sie lässt sich nicht aufhalten.
Die Liebesgeschichte, welche nach und nach aufgebaut wird, ist ebenfalls wunderbar. Es ist keine Liebe auf den ersten Blick, es ist nur sehr wenig Klischeehaft und es ist eben doch wie im Märchen. Das hat mir super gefallen. Es hat zu den Charakteren gepasst und somit mir als Leserin sehr viel Spaß gemacht mitzuerleben.
In der Geschichte gibt es zwei Antagonisten, auf die ich hier in der Rezension wegen der Spoilergefahr nicht näher eingehen möchte. Aber ich will anmerken, dass beide mein Interesse geweckt haben, weil sie nicht einfach nur böse sind, damit man einen Bösewicht hat. Sie haben beide ihre Gründe für die Art, wie sie mit ihren Mitmenschen umgehen. Sei es Verzweiflung, Enttäuschung, verletzte Gefühle, Wut oder auch Rache. Es gibt viele Facetten aus denen diese Antagonisten geformt sind und aufzeigen, dass es eben nicht nur schwarz und weiß gibt, sondern unglaublich viele Grautöne, denen man ebenso Aufmerksamkeit schenken sollte. Allerdings blieb vor allem die Namensgeberin des Buches blass. Ich hätte sehr viel lieber mehr über sie erfahren und all ihre Geheimnisse ergründet. Es gab zwar einige Kapitel aus ihrer Sicht zu lesen, trotzdem hat es für mich nicht ganz ausgereicht, um komplett schlau aus dem zu werden, was sie umgetrieben hat.
Die Handlung im Allgemeinen hat mir gut gefallen, es gab Höhen und Tiefen und der Schreibstil war sehr gut. Dennoch haben mir die Überraschungen gefehlt. Es war alles sehr deutlich abzusehen, ich konnte erkennen, wohin es laufen wird und auch das Ende war für mich nicht gerade überraschend. Trotzdem hat es mir gefallen, denn das Ende hat einfach zu der Geschichte gepasst.
Fazit
„Die Rabenkönigin“ ist ein Buch mit sehr viel Magie, Flüchen und Feen ohne Gnade. Ich mochte es sehr gerne, denn der Schreibstil ist ansprechend und die Atmosphäre wunderbar düster und voller Schatten. Allerdings blieb vor allem die Namensgeberin in meinen Augen zu blass, obwohl mir die restlichen Charaktere gut gefallen haben, hätte ich mir dort mehr Tiefe gewünscht. Es gab für mich außerdem kaum Überraschungen in dem Buch, da ich mir beinahe alles vorher denken konnte, was etwas die Spannung genommen hat. Trotzdem hat das Buch mir im Großen und Ganzen gut gefallen.
Inhalt: Eine Königin, in deren Brust kein Herz schlägt. Ein Prinz, gefangen hinter Spiegeln. Das Spiel des Feenkönigs, das keine Sieger kennt. Ein mächtiger Fluch lastet auf der königlichen Familie, so munkelt man in Sorieska. Seit Generationen hat niemand ein Mitglied des uralten Geschlechtes zu Gesicht bekommen. Und wer das Schloss auf dem Hügel erblickt, auf dessen Türmen Schwärme von Raben sitzen wie eine unheilvolle Wolke, möchte nur allzu gern glauben, dass es der Wahrheit entspricht. Ein Jahr ist vergangen, seitdem Majas liebster Freund Elejas durch die Tore des Schlosses getreten und nicht wieder nach Hause zurückgekehrt ist. Und ebenso lange wispert das Blut der Feen in ihren Adern, dass ihm etwas geschehen sein muss. Gegen den Willen ihres Vaters macht sie sich auf, Elejas' Schicksal zu ergründen. Begleitet von einem sprechenden Raben entschlüsselt Maja nach und nach die Geheimnisse des alten Gemäuers und seiner sonderbaren Bewohner. Doch zugleich gerät sie immer tiefer in den Sog der Gefahr, die hinter den Spiegeln lauert. (Quelle: Verlag) Meine Meinung: Auf die Rabenkönigin bin ich zunächst durch das tolle Cover aufmerksam geworden, das mich direkt in seinen Bann ziehen konnte. Kurz darauf wurde der Inhalt genauer unter die Lupe genommen und dann war klar, das Die Rabenkönigin eine der wohl interessantesten Neuerscheinungen aus dem Drachenmond Verlag sein würde. Natascha N. Weber, die coolerweise auch in Gießen studiert hat, hat in dem 370 Seiten langen Buch eine sehr interessante Fantasywelt erschaffen, die schon zu Beginn ein paar Fragen aufwirft und voller Geheimnisse ist. Auf die möchte ich gar nicht weiter eingehen, denn die sind im Klappentext versteckt oder wollen selbst von euch entdeckt werden. Aber genau das hat mir am Buch letztendlich am meisten gefallen. Was mich sehr wunderte das war, dass die im Klappentext beschriebene Problematik gar nicht das Hauptthema war, sondern vielmehr ein Problem, das zur eigentlichen Story geführt hat. Das kam für mich etwas überraschend und ich musste mich erst einmal neu orientieren. Die tatsächliche Story fand ich so auch nicht schlecht, allerdings wäre es besser gewesen, sie wäre direkt aus dem Klappentext ersichtlich gewesen. Auch die Umsetzung hat nicht ganz meinen Geschmack getroffen. An vielen Stellen war es aus meiner Sicht zu langatmig und ich hätte mir insgesamt mehr Kampf gewünscht und mehr Konflikt. Ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, die Konflikte lösen sich wie aus Zauberhand und es entstand so keine Spannung, die mich am Lesen hielt. Die setzte auch leider erst gegen Ende wieder ein und so blieben Anfang und Mittelteil sehr zäh. Die Charaktere waren für mich leider sehr blass ausgearbeitet und obwohl ich keinen wirklich abgrundtief gehasst habe, konnte ich ebenso wenig Sympathie aufbauen. Das tat mir vor allen Dingen bezüglich Maja leid, denn bei ihr hätte ich es mir sehr gewünscht. Die Handlung wird sehr beeinflusst von ihren Launen und Gefühlen, von den Entscheidungen, die sie oft aus dem Bauch heraus trifft und hier hätte ich mir tatsächlich sehr gewünscht, mehr zu ihr durchzudringen. Wer mir allerdings sehr gut gefallen hat und wenn ich klasse gestaltet fand, das war die Rabenkönigin selbst. Sie umgibt eine tolle Aura und sie gehört sicher zu meinen Lieblingsbösewichten überhaupt. Fazit: Die Rabenkönigin überzeugte mich abgesehen vom Cover durch die tolle Gestaltung der Welt und den Charakter der Rabenkönigin selbst. Allerdings hatte das Buch sehr viele Längen und manche Konflikte wurden im Gegensatz dazu zu einfach gelöst. Auch Maja war mir insgesamt leider zu blass. Trotzdem solltet ihr euch das Buch genauer anschauen, wenn ihr Fans von Fantasyromanen seid. Vielen lieben Dank an den Drachenmond Verlag für die Bereitstellung des *Rezensionsexemplars.
Keine Nacht währt ewig, denn die Sonne kehrt immer zurück
Zu Beginn war ich wirklich richtig begeistert von der Idee und von dem wundervollen düsteren aber dennoch märchenhaften Schreibstil des Buches :) das hat sich dann aber ab der Mitte gewandelt :( der Schreibstil kam mir nur noch viel zu überladen vor, das Erzähltempo ging leider derart in den Keller und das World Building und der Plot waren mir viel zu verworren, ich konnte einfach kaum noch einen roten Faden erkennen :( am Ende (ca die letzten 30 Seiten) kam der Showdown mit so viel Action und Spannung, was ich vorher vermisst hatte :( Schade, das Cover ist wirklich ein Augenschmaus und der Anfang (ca 150 Seiten) war wirklich toll, aber der Rest konnte mich leider nicht so richtig begeistern :(
Meine Meinung Als ich die Anfrage bekam, Die Rabenkönigin zu lesen und daraufhin dieses wunderschöne, düstere, magische Cover sah, mit der Frau in dem roten Umhang, der total im Kontrast zu dem Rest steht, sagte ich zu. Auch der Inhalt klang vielversprechend und ließ auf eine düstere, spannende Geschichte schließen. Als ich begonnen habe, das Buch zu lesen, hatte ich den Klappentext nicht mehr präsent, sodass ich erst nach und nach erfuhr, worum es genau geht. Dies ist in vielen Fällen sehr praktisch, da ich die Geschichte dadurch komplett unvoreingenommen erleben kann. Direkt fiel mir der tolle, metaphorisch und altertümlich wirkende Schreibstil auf, der mich über die gesamte Lesezeit begeisterte und mitriss. Er erzeugte eine angenehme, situativ „zauberische“ (s. erstes Zitat, das den Stil hervorragend abbildet) Atmosphäre, die ich durch die Band Aurora, deren sehr passende Musik ich beim Lesen hörte, unterstützte.
„Weiße Rosen. Sie waren überall. Ihre Köpfe schälten sich aus dem Nebel heraus und schwankten sacht in der milden Brise. Sie wucherten über Bögen, die Tore in der nebligen Welt bildeten. Es war, als wandelte sie zwischen Wolken, als sei der Himmel auf die Erde herabgestürzt und hätte sie verschlungen. Eine leise, träumerische Melodie erklang und leitete sie über die Wege des fremdartigen Gartens, unter Bäumen entlang, deren Äste den Himmel ausblendeten. Es war zauberisch. Märchenhaft. Von einer zerbrechlichen Schönheit, die in der Wirklichkeit nicht existieren konnte.“
Jedoch waren einzelne Stellen meiner Meinung nach zu umfangreich und detailiert beschrieben, sodass ich kurzzeitig den Faden verlor. Anfangs erschwerten es mir die vielen ähnlichen Namen (Maja Carjesan, Cosmyr Carjesan, Corvyn…), der Geschichte zu folgen. Dahingegen hätte ich mir eine differenziertere und ausführlichere Darstellung von Majas Fähigkeiten sehr gewünscht.
Die Protagonistin Maja war mir mit ihrer mutigen und neugierigen Art sehr sympathisch, sie hatte stets ihren eigenen Kopf. Auch blieb sie sich und ihren engsten Freunden stets treu, egal, was die jeweilige, oft sehr dramatische Situation, (er)forderte. Ich habe sie sehr gerne auf ihrem Weg, der mehrere Abenteuer und interessante Begegnungen beinhaltet, begleitet. Die Integration und gleichzeitig große Hilfe des Raben, der eine einflussreiche Rolle spielt, fand ich gelungen. Die Königin fand ich zunächst egoistisch und dadurch oftmals nervig. Später konnte ich ihr jedoch auch etwas Gutes abgewinnen, was insbesondere an einer Entscheidung ihrerseits lag, die weitreichende Folgen für die beiden Welten hatte. Den Feenkönig stellte ich mir durch die detaillierte Beschreibung sehr unsympathisch und optisch abschreckend, aber auch machtvoll vor. Letzten Endes tat er mir dann aber sogar leid. Auch hätte ich gerne gewusst, wie es „danach“ mit ihm weitergeht. Corvyn war mir vor allem aufgrund seines Humors sehr sympathisch. Mein persönlicher Liebling in dem Buch ist aber Vijctor. Er war unglaublich loyal, verständnisvoll und übernahm Verantwortung. Auch sorgte er sich um und für Maja, als andere wichtige Charaktere dazu nicht in der Lage waren.
Die Geschichte von bösen, herzlosen Feen, die nach Leidenschaft streben und guten, helfenden Raben gefiel mir sehr gut. Es handelte sich um einen Kampf für Gerechtigkeit und Frieden, um ein gelungenes Konstrukt zweier verschiedener Welten, dazwischen Maja, die sich anhand ihrer Herkunft diesbezüglich auszuloten und einzuordnen, aber auch abzugrenzen versucht.
Im letzten Teil steigt die Spannung durch die dramatische und rasante Handlung immens an, ich habe mit den Charakteren mitgefiebert, gehofft und getrauert. Das Ende – und somit die Geschichte – ist abgeschlossen und für mich persönlich gewünscht und passend. Nichtsdestotrotz würde ich gerne noch mehr über einzelne Charakere, den Beziehungen untereinander und den Entwicklungen dessen erfahren.
„Die Natur hatte zurückerobert, was der Mensch zu bezähmen getrachtet hatte. Beete hatten ihre Grenzen gesprengt und gossen ein Meer aus Blumen über den Weg. Zarte Blütenköpfchen streichelten über ihre Knöchel und Grashalme hakten sich in die Absätze ihrer Schuhe, als wollten sie sie zwingen, innezuhalten.“
Fazit Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Geschichte über helfende Raben und böse, nach Leidenschaft trachtende Feen sehr gut gefiel. Insbesondere mochte ich die erschaffene düstere Atmosphäre und den metaphorischen, altertümlich wirkenden Schreibstil. Jedoch waren einzelne Stellen zu ausführlich beschrieben, sodass ich kurzzeitig abdriftete. Die Rolle der Rosen war sehr interessant, auch habe ich es genossen, mich in den beschriebenen, oft sehr magischen Orten, zu verlieren „Die Rabenkönigin“ gehört für mich demnach persönlich in die Kategorie: Buchtipp
Vielen Dank an Michelle N. Weber für das Ebook-Rezensionsexemplar!
Können wir bitte mal für drei Sekunden (gerne länger) dieses tolle Cover anschmachten?! Ich finde es passt richtig gut zu dem Buch und der rote Umhang sticht richtig schön raus ohne zu aufdringlich zu sein UND er taucht auch im Buch auf und hat eine Bedeutung - der Rabe natürlich auch.
Die Geschichte dreht sich um Maja. Sie lebt mit ihrem Vater in einem Ort namens Sorieska. Dort herrscht eine Königsfamilie die man jedoch schon sehr lange nicht mehr zu Gesicht bekommen hat. Stattdessen sieht man unzählige Raben auf den Zinnen sitzen. Schon längere Zeit verspürt Maja das Bedürfnis dem Schloss einen Besuch abzustatten. Ihr langjähriger guter Freund Elejas ist nämlich vor einiger Zeit zum Schloss gegangen um dort als Musiker anzuheuern. Seitdem hat Maja ihn weder gesehen noch einen Brief erhalten. Des Nachts hört sie seine Stimme im Wind die sie verzweifelt um Hilfe bittet. Aber auch Maja birgt ein Geheimnis: Sie trägt Feenblut in sich und ist in der Lage Dinge wahrzunehmen, die unsereins verborgen bleiben. Einerseits ist diese Magie eine Hilfe aber sie kann auch ein Fluch sein wie Maja zu gut weiß.
Ich weiß gar nicht so recht wo ich anfangen soll. Maja ist ein wunderbarer Mensch. Sie ist loyal, stark, dickköpfig und einfach liebenswert. Ich bewunderte stets ihren unerschütterlichen Mut und schloss sie sogleich in mein Herz. Der Schreibstil erlaubte mir sofort eine Verbindung zu Maja aufzubauen. Die Autorin zeichnete eine Geschichte mit einer Mischung aus Märchen und Gruselgeschichte welches mich schier begeistert hat. Die detailreichen Beschreibungen der Protagonisten, des Ortes - insbesondere das Schloss, einfach die Atmosphäre und der packende Schreibstil fesselten mich von Beginn an. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen da ich wissen musste was geschah und welches Geheimnis Maja und ihr Gefährte vielleicht aufdecken würden und ob es ihr gelang Elejas zu finden.
Die Rabenkönigin hat mich vollends überzeugt. Spannend, dramatisch, magisch und fesselnd bis zum Schluss. Unbedingt lesen!
Es ranken sich Gerüchte um die königliche Familie in Sorieska, denn schon seit langer Zeit wurde kein Familienmitglied mehr gesichtet. Auf der Familie scheint ein Fluch der Feen zu liegen und die Ehemänner die sich die Königin zum Gatten nimmt, haben nur eine kurze Lebensdauer an ihrer Seite.
Majas bester Freund Elejas ist an den Königshof gereist um als Musiker bekannt zu werden, und sich seine Brötchen selbst verdienen zu können. Doch als Maja gegen den Willen ihres Vaters zum Schloss reist, muss sie feststellen das mit Elejas etwas unheimliches vor sich geht. Obwohl Elejas seit Kindertagen mit Maja befreundet ist erkennt er seine beste Freundin nicht mehr und die Spiegel scheinen unheilvolle Dinge zu verkünden. Gemeinsam mit einem sprechenden Raben kommt Maja dem Geheimnis das sich um die Königsfamilie rankt auf die Spur…
Meine Meinung
Den Fantasy-Roman „Die Rabenkönigin“ vo Michelle Natascha Weber habe ich zu Weihnachten von einer Freundin geschenkt bekommen. Das hübsche Cover und die märchenhafte Beschreibung haben mir sehr gut gefallen und somit hatte ich hohe Erwartungen an die Geschichte.
Der Schreibstil von Michelle Natascha Weber ist sehr blumig und ausschweifend gehalten. Außerdem verwendet die Autorin recht viele Metaphern. Das zusammen genommen mit den vielen ähnlich klingenden Namen hat es mir recht schwer gemacht Zugang zur märchenhaften Welt von Sorieska zu erhalten. Dennoch wollte ich unbedingt wissen wie es weitergeht, und so bin ich schlussendlich am Buch dran geblieben.
Der Spannungsverlauf steigt erst nach ungefähr der Hälfte der Geschichte etwas an. Das mag vor allem an den ausschweifenden Beschreibungen liegen. Diese treiben die Handlung nicht sonderlich voran und tragen zur Geschichte insgesamt nicht viel bei.
Sehr gelungen finde ich die märchenhafte Geschichte an sich sowie das magisch wirkende Schloss als hauptsächlichen Handlungsort. Im krassen Gegensatz dazu, bleibt eine große Zahl der Charaktere leider blass und unscheinbar. Mit der Hauptprotagonistin Maja konnte ich mich nicht so recht identifizieren da sie recht sprunghaft ist und sich vor allem von ihrer Verbindung zu den Feen leiten lässt. Am besten haben mir die Szenen zwischen ihr und dem Raben gefallen in denen es erfrischend neckisch zugeht. Außerdem macht die Rabenkönigin als Bösewicht der Geschichte eine tolle Figur.
Über die Autorin
Michelle Natascha Weber wurde 1980 in Hanau geboren und lebt heute am Rhein. Nach dem Abitur studierte sie Kunstgeschichte und Anglistik in Gießen und widmete sich ihrer Leidenschaft für das Schreiben. Sie schreibt Fantasy-Romane, in denen sich Märchenelemente mit Gothic Romance und Mantel und Degen Einflüssen vereinen. (Quelle: Drachenmond Verlag)
Fazit
Die Geschichte ist zwar wunderschön märchenhaft und düster, die Charakter sind jedoch viel zu unscheinbar.
Michelle N. Weber hat einen sehr guten Schreibstil. Er ist zwar nicht locker, leicht zu lesen, sondern ein wenig anspruchsvoller, sodass man nicht in 5min. 100 Seiten gelesen bekommt, aber dafür erzählt sie ihre Geschichte so unglaublich gut und spannend und bildgewaltig, dass man denkt, man wäre bei Maja und würde das sehen, was sie sieht.
Als geübter Leser, bemerkt man recht schnell die Anzeichen für die sich anbahnende Romanze zwischen Prinz Corvyn und Maja, und trotzdem muss ich sagen, dass sie weder übereilt, noch übertrieben oder gar aufgesetzt und erzwungen ist. Die Liebe zwischen den beiden entwickelt sich glaubwürdig und passt perfekt auf die beiden Charaktere. Sie wird logisch aufgebaut, und es ist schön zu lesen, wie der arrogante Prinz sich gegenüber Maja doch sehr viel netter und mehr zugetan verhält, als gegenüber anderen.
Zu der Geschichte muss auch noch gesagt werden, dass man zwar direkt Vermutungen hat, in welche Richtung das Buch geht, dennoch schafft es Weber immer wieder einen zu überraschen und neue Wendungen einzubauen, die man nicht in Betracht gezogen hat. Das Ende was "Die Rabenkönigin" bekommen hat, hätte ich am Anfang niemals so vorher sagen können. Und ich bin begeistert von der Unberechenbarkeit der Geschichte und dem Ideenreichtum der Autorin.
Maja wird zu Beginn des Buches als ein neugieriges Mädchen beschrieben, dass ihren eigenen Willen hat und sich durchsetzen kann und auf der Suche nach Freiheit und neuen Abenteuern ist. Im Laufe der Geschichte bemerkt man, dass Maja sich von einem kleinen Mädchen, dass doch recht wenig Ahnung von der Welt hat, zu einer jungen Frau entwickelt, die weiß was sie will und sich nichts vorschreiben lässt. Dies mussten sowohl der Feenkönig als auch Corvyn erleben, womit beide nicht gerechnet hätten.
Der einzige kleine Manko der mir auf Seite 216 aufgefallen ist, ist, dass Maja wegen ihrem liebsten Freund Elejas ins Schloss gegangen ist, der um ihre Hilfe gebeten hatte. Doch als sie länger keinen neuerlichen Hilferuf mehr von ihm bekommt, ist er in Vergessenheit geraten und sie interessiert sich mehr für ihr eigenes Abenteuer. Dazu muss ich sagen - ein paar Seiten später wurde das Thema Elejas wieder aufgegriffen, somit ist es eigentlich nicht wirklich ein Manko ;)
Das Ende ist für jeden Charakter stimmig, lässt aber auch ein, zwei Fragen offen. Es wäre zwar nett die Antworten zu kennen, jedoch ist es so der eigenen Fantasie überlassen, was mit den einzelnen Charakteren weiter geschieht. Majas und Corvyns Ende ist perfekt. Beide bekommen das, was ihnen zusteht, zudem ist es stimmig mit ihren beschriebenen Charakteren. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht, sonst wäre es ein recht großer Spoiler..
Ich kann mich nur immer wider fragen, wieso ich dieses Buch nicht eher gelesen habe..
Die Schreibweise dieser Geschichte ist märchenhaft und teilweise blumig gehalten, sodass sie dafür sorgt das viele Bilder im Kopf entstehen können. Insgesamt mochte ich diese Art des Schreibens sehr gerne, wenn sie auch dafür gesorgt hat dass man sich voll und ganz auf das Buch einlassen muss. Es liest sich locker und leicht, aber gleichzeitig fordert sie und sorgt dafür dass ich tatsächlich Ruhe um mich benötigt habe um mich vollkommen darauf einlassen zu können. Das hat es mir manches Mal auch etwas schwer gemacht an der Stange zu bleiben, auch wenn die Neugierde mich immer wieder angetrieben hat.
Erzählt wird die Geschichte aus der Sichtweise eines Erzählers, welcher dem Leser aber die Möglichkeit gibt auf die Gedanken und Wünsche verschiedener Charaktere einzugehen. Wir bleiben nicht nur bei einer Person, sondern wechseln gerne mal die Perspektive und erhalten so noch einen umfangreicheren Blick.
Maja ist eine aufgeweckte, freundliche und vorallen Dingen neugierige Persönlichkeit, welche auf Grund früherer Vorkommnisse in ihrer Familie eingesperrt ist wie ein Vogel hinterm Käfig. So sehr sie ihren Vater auch liebt, merkt sie wie die Luft immer dünner um sie herum wird und greift schlussendlich nach einem letzten Strohhalm um dieser Enge zu entfliehen. Offiziell reist sie zum Schloss um ihren Freund zu finden, aber auch um sich selber eine Pause von ihrem einengenden Zuhause zu geben.
In diesem Buch erwarten uns einige interessante und vielversprechende Charakter, die mich fasziniert, irritiert und trotzallem oft begeistert haben. Wir lernen Elejas, den besten Freund von Maja, die königliche Familie und den Vater und Onkel von Maja kennen. Insgesamt konnte ich viele Charaktere greifen, wobei ich mir teilweise auch noch etwas mehr gewünscht hätte. Elejas beispielsweise war kaum aufzugreifen und hatte daher eher eine sehr untergeordnetere Rolle.
Die Umsetzung dieser Geschichte fand ich erstmal total cool. Ein märchenhaftes Setting mit einer düsteren und gleichzeitig gefühlvollen Umsetzung. Ich muss sagen, dass ich sehr überrascht war beim Lesen. Ich hatte mir tatsächlich auf Grund des Titels eine andere Konstallation gedacht und war umso positiv überraschter, als es letzten Endes doch etwas anders gelaufen ist.
Die Autorin versteht es den Leser in die Welt zu ziehen, einem die Orte und Charaktere näher zu bringen und immer wieder Abzweigungen zu nehmen die einen ganz anderen Weg einschlagen. Ich hatte beim Lesen viel Spaß. Mir haben neben der sehr schön aufgebauten Welt vor allem auch die Hauptcharaktere sehr gut gefallen. Es war einfach köstlich wie neckend oftmals die Dialoge sind ohne jedoch den düsteren Hintergrund der Geschichte zu zerstören. Ich fand es einfach erfrischend und hat der ganzen Geschichte definitiv gut getan.
Insgesamt muss ich sagen, dass hier eine wundervolle und märchenhafte Geschichte umgesetzt wurde, welche zum Ende hin zwar etwas schnell aber trotzallem rund und nachvollziehend umgesetzt wurde. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet, die Umsetzung spannend und das Setting fantastisch und märchenhaft.
Mein Gesamtfazit:
Mit „Die Rabenkönigin“ hat es Michelle N. Weber geschafft einen märchenhaften und spannenden Roman ins Leben zu rufen, der mit einem wundervollen Setting und starken Charakteren aufwarten kann. Wer Märchen liebt, wird mit dieser Geschichte seine Freuden haben solange man sich Zeit nimmt und auf die sehr märchenhafte und detailgetreue Schreibweise einlässt.
Seitdem Majas Mutter dem Ruf des Feenkönigs gefolgt und mit ihm in sein Reich gegangen ist, hütet ihr Vater seine einzige Tochter wie eine Gefangene. Denn wie bei ihrer Mutter fließt auch in Majas Adern Feenblut und ihr Vater fürchtet, sie könnte ebenso dem Feenwahn verfallen. Vor einem Jahr ging Majas bester Freund Elejas zum Schloss der Königsfamilie, um dort eine Anstellung als Musiker zu finden, und seitdem hat Maja nichts mehr von ihm gehört. Doch in ihren Träumen bittet er sie um Hilfe. Als sich ihr die Möglichkeit auftut, zum Schloss zu reiten, ergreift Maja die Chance - denn nur so, glaubt sie, kann sie Elejas helfen, wie es die Magie in ihren Adern flüstert. Doch es heißt, auf dem Schloss liege ein Fluch, und seit Jahren hat keiner mehr ein Mitglied der Königsfamilie gesehen. Wird Maja Elejas dort finden? Und welche Geheimnisse verbirgt das Schloss?
Meine Meinung:
Bei diesem Buch hatte ich das Gefühl, dass es in diesem Genre noch möglich ist, eine außergewöhnliche Geschichte zu schreiben, die anders als alle anderen ist. Eine Geschichte außerhalb der üblichen Klischees. Eine einzigartige Geschichte. Und wahrscheinlich würde man bei näherer Betrachtung bekannte Elemente finden. Allerdings fand ich eben, dass diese neu umgesetzt wurden. Ich hatte vor dem Lesen eigentlich gar nicht mehr so wirklich eine Ahnung, worum es geht, nur, dass ich es gerne lesen wollte. Was eigentlich so ziemlich die beste Weise ist, um an dieses Buch heranzugehen. Ich werde auch versuchen, gar nicht so viel über die Handlung zu verraten, denn eigentlich kann man sich lieber überraschen lassen. Denn was meiner Meinung nach das Buch auch ausmacht, ist, dass es ständig unerwartete Wendungen gibt und dass nichts vorhersehbar erscheint. Ich hatte keinen Plan, wie die auftretenden Konflikte gelöst werden könnten und hatte auch das Gefühl, dass alles möglich wäre, was für mich in diesem Genre eher ungewöhnlich ist. Dabei sind die Zusammenhänge nicht ganz unkompliziert und beim ersten Lesen fiel es mir nicht immer leicht, mich zu konzentrieren und sie zu verstehen, gleichzeitig spricht das aber auch dafür, wie durchdacht sie sind.
Auch die Charaktere habe ich als sehr tiefgründig empfunden. Ich hatte das Gefühl, jede*r hätte eine Vergangenheit, die sie*ihn geprägt hat, versteckte Ängste und Emotionen, positive und negative Seiten. Zum Beispiel Majas Vater, der auf den ersten Blick streng, unnachgiebig und verbittert wirkt, der dann aber in einer Szene verloren und verletzlich gezeigt wird und der sein Verhalten aus der Trauer um den Verlust seiner Frau und der Angst um seine Tochter speist. Gleichzeitig wird ein Bild von ihm gezeichnet, wie er war, bevor seine Frau dem Feenwahn verfallen ist, das anders ist - das eines glücklichen jungen reichen Mannes, der seine Frau auf den Händen trägt. Und bei anderen Charakteren ist das noch ausgeprägter. Diese Tiefgründigkeit zeigt sich auch bei der*dem Antagonist*in, der*die ebenso Gründe für sein*ihr Verhalten hat, Motive, eine Vergangenheit; sodass man fast versucht ist, Mitleid zu empfinden. Etwas, was ich sehr an diesem Buch mochte.
Auch Maja selbst ist eine sehr sympathische Protagonistin. Unerschrocken, selbstbewusst und oft handelt sie einfach aus dem Bauch heraus und folgt ihrer Intuition - oder ihrer Feenmagie, wie man es nimmt. Sie will nicht auf ihr Blut reduziert werden, kämpft dafür, ein eigenständiges Leben führen zu können und ist bereit, sich dafür ihren Ängsten zu stellen. Zudem ist sie sehr schlagfertig, was mit einem anderen Charakter zu Schlagabtauschen führt, die ich sehr gerne gelesen habe. Generell mischt sich immer ein leichter Sarkasmus in die düstere Erzählung. Was ich auch sehr mochte, war, dass Stärke als innere Stärke definiert wird. Maja kann nicht kämpfen, ist verletzlich und zeigt ihre Stärke darin, dass sie sich nicht unterkriegen lässt und ihren Willen behauptet. Überhaupt geht es viel um die Bedeutung innerer Werte.
Was dafür ein bisschen vernachlässigt wird, ist das World Building, was ich aber nicht weiter schlimm fand. Die High Fantasy-Welt erinnert typischerweise an das europäische (Spät?)Mittelalter (was auch gerade total falsch eingeordnet sein kann, aber ihr versteht, worauf ich hinaus will ^^), Informationen zur Gesellschaft sind aber nur spärlich und über die anderen Länder erfährt man kaum etwas. Mich hat das allerdings nicht gestört. Der Fokus liegt eben vor allem auf der Handlung und alles dafür Relevante ist ausreichend fundiert. Wie bereits angedeutet, geht es hier um Feen. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, dürfte gemerkt haben, wie sehr ich Feenmythen mag, und das gilt besonders für die düsteren. Und ebendiese sind es, die in diesem Buch mit kalter Schönheit in fast gruseliger Gestalt zum Ausdruck kommen. Viele Volkslegenden spielen dabei mit hinein, wie eben Spiegel als Portale zwischen den Welten, ein Feenkönig, der zum Feentanz entführt, dem Wahn, den man unter Feen anfällt, Eisen als Waffe, und einigem mehr. Hier merkt man eine gelungene Recherche.
Was die Erzählweise betrifft, so wirkt diese manchmal fast märchenhaft, wenn auch auf düstere Weise. Es ist ein düsteres Märchen, und der poetische, sehr bildhafte Schreibstil ließ Staub und verwelkten Rosen, das dunkle Schloss, verhüllte Spiegel, verwucherte Gärten voller Statuten und unzählige Raben vor meinem inneren Auge wirklich werden. Dabei versank ich quasi in dieser Welt voller dunkler Schönheit und teils bezaubernder Grausamkeit, und nicht zuletzt auch dank der hohen Spannung entpuppt sich dieses Buch als sehr fesselnd. Durch kleine Sichtwechsel (wobei der Hauptfokus eindeutig auf Maja liegt) ist man als Leser*in teilweise den Charakteren voraus, was jedoch nicht anstrengend wurde. Und am Ende war ich traurig, dass die Geschichte schon vorbei war und ich Abschied von den Charakteren nehmen musste.
Fazit: Märchenhafte und unvorhersehbare Erzählung mit sehr tiefgründigen Charakteren mit Motiven für ihr Handeln, unterhaltsamen Schlagabtauschen und poetischem Schreibstil, die bekannte Feenmythen auf düstere Weise umsetzt!
Ich fand den Anfang und den Einstieg recht speziell, denn ziemlich schnell ist man mitten in einem Traum der Geschichte. Da musste ich zuerst klarkommen. Es ist aber ein wirklich spannender Einstieg und ich fand mich, abgesehen vom Traum, recht gut zurecht. Die Hauptperson Maja ist eine junge, mutige Frau, die weiss was sie will. Sie ist sehr hilfsbereit, freundlich und eine sehr angenehme Hauptrolle. Allgemein fand ich die Charaktere schön gemacht, zum Teil kamen mitmr die Hintergründe zu den Personen etwas zu spät, oder es kamen für mich absolut überflüssige Charakter vor, welche für mich zu viel Unruhe in die Geschichte gebracht haben, ohne dass es am Ende dann weiter verfolgt wurde.
Der Schreibstil der Autorin ist dafür wirklich sehr angenehm. Sie hat eine tolle und schöne bildliche Sprache und kann Spannung absolut aufbauen. Es hat Spass gemacht ihrem Stil zu folgen. Es gab im Buch etwas, das mich extrem an Harry Potter erinnert hat, was ich leider weniger cool fand, da es für mich nicht so passte, doch wenn es in der Geschichte etwas nützt, so soll dies so sein.
Ab der Mitte wird es dann gleich nochmals spannender. Es sind sehr viele Informationen die auf einmal kommen, die musste ich selbst irgendwie alle richtig einordnen, aber ich glaube, dass ich das ganz gut geschafft habe. Und dann hat mein Herz fast ausgesetzt. Die Rabenkönigin! Wow... Ich war sehr geflashed! Das Buch hat mich gefangen genommen und nicht mehr frei gelassen - bis zum Ende, obwohl ich finde, dass es auch etwas wirr wurde, aber es brachte trotzdem irgendwie ein bisschen Klarheit in die Geschichte. Langsam kamen mehr Hintergrundinformationen nach vorne. Es ist wie ein Puzzle, das ich in meinem Kopf zusammen setzen musste. Mir ist gegen Ende alles fast ein bisschen zu viel geworden. Es hat schnell viele neue Wendungen und aber auch neue Charaktere gegeben.
Ich muss ganz ehrlich sein, ja.. mit diesem Ende habe ich gerechnet. Natürlich nicht so von den Einzelheiten, aber auf jeden Fall das Ende. Leider hat mir der Schluss nicht so gefallen. Ich fand es gegen Ende zu viel. Zu viel Kampf, zu viel durcheinander und auch zu viel hin und her im Mondreich bei den Feen... Natürlich war es spannend und auch schön geschrieben und gut aufgebaut, aber einfach nicht meins mit dem Ende... Ich fand es etwas schade für den schönen Aufbau des Buches dann am Ende alles so schnell 'rauszuhauen'. Ich hätte gerne noch länger gelesen und dafür etwas langsamer und nicht so 'Actionreich'.
Alles in allem eine spannende Story, die nicht ganz neu war für mich, aber durch die schöne Art die Geschichte zu übermitteln ein tolles Buch, dem ich gerne 4 Sterne gebe und es weiterempfehlen kann.
Man kommt schnell in die Geschichte hinein, auch wenn es etwas dauert, bis man alle Zusammenhänge verstanden hat rund um Sorieska. Trotzdem zieht einen die Geschichte direkt in seinen Bann. Michelle Natascha Webers Schreibstil passt perfekt zum Setting und entführt in eine ganz eigene Märchenwelt.
Ich hab mir sagen lassen, das Genre wäre „Gothic Märchen“ und das passt absolut. Es gibt viele dunkle märchenhafte Elemente, aber auch lichte Märchenhafte Figuren, wie die Feen, wenn auch nicht im herkömmlichen Sinn. Immer wieder wieder der Leser auf der Suche nach des Rätsels Lösung auf falsche Fährten geführt oder gerät in gefährliche und spannende Situationen. Hätte ich mir zwischendurch die Augen zuhalten können beim Lesen … ich hätte es getan. Aber ich musste weiterlesen. Dieses dunkle Märchen besitzt einen ganz eigenen Charme, der einen aufsaugt und nicht wieder loslässt bis zum Schluss.
Die Figuren sind alle sehr verschieden und toll ausgearbeitet. Jeder der Charaktere ist sehr real aufgebaut und man kann sich die Hof von Sorieska wirklich bildlich vorstellen. Insbesondere auch die Entwicklungen der einzelnen Figuren und ihre Beziehung zueinander sind richtig toll aufgebaut und wirken sehr real.
Das Ende hat mich wirklich fast um den Verstand gebracht, weil man bis zum tatsächlichen Ende nicht weiß, wie es ausgeht. Natürlich hatte ich so meine Theorie…aber die hatte ich auch während des Buches und die wurden dann in der Hälfte der Fälle wieder über den Haufen geschmissen. Die Geschichte ist wirklich wunderschön und hält einen auch über das Ende hinaus noch gefangen.
Ich muss sagen anfangs habe ich mich wirklich schwer getan in die Geschichte reinzukommen, da der märchenhafte Schreibstil nicht so ganz meins ist. Aber nach den ersten 100 Seiten war ich mitten in der Geschichte. Gut gefallen hat mir auch, das man durch die verschiedenen Erzählperspektiven im laufe der Geschichte immer mal wieder antworten auf seine Fragen bekommt. Die Charakter haben mir alle sehr gut gefallen und durch die detaillierte Beschreibung der Autorin konnte ich mir auch die Handlungsorte alle wunderbar vorstellen. Besonders gut gefallen hat mir an dem Buch das es immer wieder zu plötzlichen Wendungen kommt mit denen ich persönlich nie gerechnet habe. Außerdem gibt es ab und an gibt es in der Geschichte immer mal wieder ein paar düstere und teilweise grausame Passagen, dadurch wird es auch nie langweilig und der Spannungsbogen wird aufrecht erhalten. Ansprechend finde ich auch das die Autorin sich nicht direkt auf ein Fantasiewesen beschränkt hat sondern es schon ein größeres Spektrum gibt von Feen bis hin zu Geistern.
Alles in allem würde ich sagen wer Märchen und Fantasie liebt für den ist die Rabenkönigin das perfekte Buch.
Gestaltung: Drachenmond Bücher sind für mich immer was besonderes und ich mag sie selten nicht! So auch bei diesem Buch. Es passt perfekt zum Inhalt, was nicht sofort offensichtlich ist und hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht 🙂
Inhalt: Maja führt nicht grade das leichteste Leben. Sie ist noch nie wirklich von zuhause weggekommen und daher nimmt sie die Change wahr hoch ins Schloss zu fahren.
Meine Meinung: Dieses Buch habe ich für eine Leserunde gelesen und es hat mir recht gut gefallen. Es ist ein Buch in dem es vor allem um Menschen und Feen geht. Die Feen trachten danach ins Reich der Menschen zu kommen und die Menschen fürchten sich vor den Feen. Es ist eine packende Geschichte über zwei Welten die verbunden sind durch einen Packt der schon lange in Vergessenheit geraten ist. Mir gefällt vor allem an dem Buch, wie die Autorin vorgegangen ist. Immer mal wieder erhält man mehr Informationen über bestimmte Charakter, man wundert sich an machen stellen nur um einige Seiten weiter ein ohh Moment zu haben. Die Geschichte ist sehr locker geschrieben, auch logisch und nachvollziehbar. An einigen Stellen hat mir ein klein wenig gefehlt.
Positiv: - keine Dreiecksbeziehung Das ist natürlich Geschmackssache, aber ich war sehr zufrieden damit, dass sich da kein Liebesdrama abgespielt hat a lá "Maja verliebt sich in Corvyn, aber Elejas liebt Maja, und eigentlich hat Maja Elejas auch immer geliebt und DRAMA!", sondern
- das Cover Das Buch war ein Geschenk zweier Freundinnen, aber auch davor saß es schon Ewigkeiten auf meiner WuLi. Schuld daran ist das Cover. Es ist so wunderschön. Vor allem, weil halt auch alles was man sieht eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt
- die Antagonistin Gerade bei der Rabenkönigin fand ich es schön, dass sie einen Grund für ihr Handeln gehabt hatte und nicht einfach nur so böse war
Negativ
- die Charaktere Leider waren mir einige Charaktere doch etwas zu blass. Wirklich symphatisiert habe ich kaum mit jemandem
- der Schreibstil Mitunter sind die Beschreibungen sehr detalliert und ausschweifend, weshalb ich öfters den Faden verloren hatte
Eins meiner Lieblinge aus dem Drachenmond-Verlag, dieses Buch bietet sowohl ein wunderschönes Design als auch eine märchenhafte Story, die mich sofort verzaubert hat. Natürlich gibt es auch eine Lovestory, und diese ist a) nicht vorhersehbar und bietet b) eine faszinierende Dynamik zwischen den beiden Figuren. Auch das Feenthema wurde hier gut umgesetzt, sowie die Verstrickung unserer Hauptfigur mit diesem. Ein zusätzlicher Pluspunkt geht an eben diese; ich finde Maja ist eine tolle Protagonistin die den Leser sofort in ihren Bann zieht und mit der man richtig mitfiebert. Eine traumhafte Geschichte, bei der alles stimmt!
Mehr so 3,5 Sterne. Nicht wirklich schlecht aber auch nicht großartig. Die Geschichte und der Plot waren ganz interessant auch wenn es vor allem um Feen ging. Aber viele Elemente waren einfach nichts besonderes, die hat man so schon hunderte male gelesen. Die instalove story mit Liebe bis in den Tod und selbst ein Lovetriangle gab es. Tatsächlich hatten hier die Bösewichte mit den meisten Charakter. Ein paar offene Fragen gab es am Ende auch noch bzw. angedeutete Geschichten die dann nie ganz erzählt wurden.
Interessante Handlung, mit viel Potenzial nach oben! Die Umsetzung war ein wenig zäh und langweilig, doch die Charaktere haben mir sehr gut gefangen. Das Setting war klasse und die Idee grandios.
Wer an diesem Buch vorbeigeht, hat keine Augen im Kopf, denn dieses Cover ist unglaublich! Ein typischer Drache, muss ich ganz ehrlich sagen, denn die Geschichte der Rabenkönigin hat mich schon auf den ersten Blick mittels des Covers begeistert. Die Gestaltung in Form des Rahmens hat etwas mystisches und auch das abgebildete Mädchen passt perfekt zur Geschichte. Es ist in meinen Augen wahrlich ein Blickfang, an dem man nicht vorbeigehen kann.
Inhalt:
"Die Rabenkönigin" ist eine Geschichte, die wahnsinnig viel zu bieten hat. Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht, denn Michelle N. Weber nimmt einen sofort auf das Abenteuer mit. Die Handlung startet spannend und das hält an, kann ich euch sagen.
Die Geschehnisse sind in sich logisch und überzeugend. Es kommen definitiv Fragen bei einem auf, doch man wird nicht enttäuscht, denn diese werden beantwortet, was mir persönlich besonders gefällt. Doch wie bereits angesprochen begeistert die Geschichte mit ihrem Facettenreichtum Insgesamt ist die Spannung recht düster, mystisch und geheimnisvoll, doch es ist weitaus mehr als das, denn es erwarten einen actionreiche aber auch ruhige Momente, die sehr gefühlvoll sind.
Bis zum Ende hin habe ich mit den Figuren alles zusammen erlebt, habe gelitten und gehofft und geliebt. Die Geschichte ist in meinen Augen mehr als lesenswert.
Charaktere:
Auch die Charaktere wurden von der Autorin mit so viel Leben erfüllt, dass man ihnen sehr nahe sein kann und sich so in die Geschichte hineinversetzen kann. Man merkte auch hier die Liebe zum Detail, denn die Figuren wurden sehr gut erarbeitet und dargestellt.
Besonders in Maja konnte ich mich durch die Erzählweise gut hineinversetzen. Ihre und die Handlungen der anderen wurden nachvollziehbar und logisch dargestellt, was ich sehr wichtig finde.
Mir gefiel auch die authentische Ader der Charaktere, denn es sind keine Helden, die alles bereits beherrschen oder ähnliches, sondern man merkt ihnen die Entwicklung an, macht mit ihnen Fehler und wächst an den Herausforderungen. Das machte die Geschichte ebenso perfekt wie die Handlung selbst.
Schreibstil:
Michelle N. Weber konnte mich mit ihrem Schreibstil total begeistern, denn alles hat gestimmt. Sie hat mich vom ersten bis zum letzten Satz mit ihren gut gewählten Worten durch die Geschichte geführt. Sie schreibt spannend und detailreich, sodass man sich durch ihre Beschreibungen gänzlich in die Geschichte hineinversetzen kann. Ich habe mich total darin verliebt, wie sie die Charaktere dem Leser näher brachte und die Geschichte mit Spannung versah.
Meistens wird aus der Sicht von Maja geschrieben, doch man erlebt manches auch aus der Sicht des Prinzen beziehungsweise der Königin, was einem einem mehrere Blickwinkel und mehr Hintergrundwissen verschafft, sodass dem Buch Tiefe verliehen wird.
Die Geschichte lässt sich sehr fließend lesen, denn die Spannung ist allgegenwärtig, sodass man es nicht aus der Hand legen kann. Hinzu kam, dass ich es großartig fand, wie detailreich und gleichZeit aufregend die Geschichte erzählt wird.
Fazit:
"Die Rabenkönigin" ist ein magisches, märchenhaftes Abenteuer, das mich restlos begeistern konnte. Der Schreibstil der Autorin erzählt ihre beeindruckende Idee sehr erfolgreich, denn ich konnte mich von der Geschichte nicht losreißen. Die Handlung war facettenreich, denn es gab zahlreiche Überraschungen, die man wirklich nicht erwartet hat. Michelle N. konnte mich in die Geschichte der Rabenkönigin entführen und das kann ich euch nur empfehlen.
Mein erstes Buch aus dem Drachenmond Verlag. Bis dato hatte ich auch noch nichts von dem Verlag gehört und war sehr Neugierig was mich wohl erwarten würde.
Die Cover Gestaltung fand ich schon mal richtig toll und mystisch. Der Klappentext klang auch sehr vielversprechend nach Abenteuer und Geheimnissen die gelüftet werden wollen. Auch im Buch erwartet einen eine wunderschöne Liebevolle Gestaltung an den Seiten rändern. Das kannte ich bis dahin auch nur vom Papierverzierer Verlag.
Der Einstieg in dieses Abenteuer war wirklich schön, man lernt zu aller erst die Protagonistin Maja und ihre Familie kennen. Wir erfahren die Tragische Geschichte ihrer Mutter und warum ihr Vater so unglaubliche Angst hat seine Tochter aus dem Haus zu lassen. Gerade zu dieser Zeit. Wobei die Angst vor den Tückischen Feen in jedem Dorfbewohner tief verankert ist. Jeder hat schon einen seiner Liebsten verloren. Die Königliche Familie hat schon ewig keiner gesehen, die Königin soll schon seit Hunderten von Jahren ein und die selbe sein. Gesehen haben sie nur die engsten vertrauten.
Am Anfang war es ja ganz schön, aber es hat etwa bis zur hälfte des Buches gedauert, bis die Spannungskurve anstieg. Das einzige was mir die Zeit und die vielen Seiten versüßt hat, waren viele Metaphern, die haben mich wirklich sehr an die ganzen Märchen erinnert und mich sehr tief eintauchen lassen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, auch wenn er ab und an sehr ausschweifend ist, lässt es sich doch sehr gut Lesen.
Richtig Spannend wurde es erst, als Maja in dem Düster Magischen Schloss ankommt. Allerdings ist sie als Protagonistin manchmal ein bisschen nervig gewesen, da sie sich viel auf ihre Verbindung zu den Feen verlässt und wenig auf ihren Verstand. Sie hat die Verbindung fast nie als etwas negatives angesehen, sondern eher als ein Geschenk, was niemand versteht. Die vielen kleinen Geschichten bzw. Begegnungen, die Maja mit dem Raben im Schloss hat, haben mir oft ein lächeln ins Gesicht gezaubert. So wie sie sich geneckt und kommuniziert haben, einfach ihr Umgang war von der ersten Sekunde sehr vertraut.
Die Königin war wirklich perfekt in ihrer Rolle als Böser Königin, am Anfang war sie eher unnahbar und Geheimnisvoll, weil man nicht viel über sie erfahren hat. Später hat man sie auch besser kennen gelernt und sie wurde mehr und mehr zum Personifizierten Bösen.
Ich hätte auch gerne einige Charaktere besser kennen gelernt und fand es hier und da sehr schade, das man sie nur sehr oberflächlich kennen gelernt hat. Aus dieser traumhaft Märchenhaften Geschichte hätte man wirklich mehr raus holen können.
Sehr süße, lustige und schöne Geschichte. Ich liebe den Schreibstil, tolle Wortwahl und man taucht sofort in die Geschichte ein, die einen daraufhin nicht mehr loslässt. Die Charaktere haben alle einen gewissen Charme, ich habe sie sofort ins Herz geschlossen, und selbst die Bösewichte sind so interessant dargestellt, dass man gerne mehr erfahren möchte. Die Geschichte selbst ist perfekt aufgebaut, da die Handlung überwiegt und man genau die richtige Menge von Romantik darin hat, ohne dass diese anfängt zu nerven.
An sehr wenigen Stellen scheint es, als hätte die Autorin vergessen, dass die Leser nicht wissen, was in ihrem Kopf geschieht, dadurch folgt man der Story zwischendurch mit einem Fragezeichen auf der Stirn, aber da das nur SEHR selten vorkommt und es die Handlung nicht völlig aus dem Ruder wirft, finde ich es nicht weiter schlimm.
+ + + SPOILER + + +
Ich LIEBE Vijktor! Aber ich finde es sehr schade, dass sein Ende so "offen" ist. Klar, er dient jetzt für immer, nur fragt man sich warum und warum er plötzlich so verschlossen ist. Schlagartig wird seine Rolle degradiert und er kriegt nur noch eine kleine Erwähnung "OK, Vijktor ist jetzt nicht mehr happy, da braucht man nichts mehr zu sagen...". Ich finde es sehr schade, dass dieser Charakter so schnell abgestellt wird.
Majas Freund scheint mir ein völlig sinnloser Charakter zu sein, der die Geschichte nicht voran bringt und auch am Ende nur aus dem Buch geschmissen wird. Klar, er ist der Grund, weshalb sie ins Schloss geht, doch trotzdem bin ich der Meinung, dass wenn Charaktere ständig erwähnt werden, man diese auch sinnvoll einsetzen sollte. Etwas schade, da ich das Buch sonst wirklich toll finde.
+ + + SPOILER END + + +
Trotz dieser Punkte muss ich dem Buch die vollen fünf Sterne geben, da es mir einfach kaum gelang es aus der Hand zu legen. Es war sehr lustig und süß zugleich. :)
Ein Jahr ist es jetzt schon her, dass Majas bester Freund Elejas sich auf dem Weg zum Schloss gemacht hat, um dort eine Anstellung als Sänger zu finden. Seit dem hat sie nichts mehr von ihm gehört. Sie würde sehr gerne zum Schloss reisen und nach ihm sehen, aber ihr Vater macht sich einfach zu große Sorgen um sie. Denn bereits ihre Mutter wurde von dem Feenkönig durch den Spiegel gelockt und ist seit dem nicht mehr dieselbe. Trotz des Verbotes ihres Vaters verlässt Maja ihr Zuhause und reist zum Schloss. Maja kommt hinter das Geheimnis ihrer Familie und muss sich einer schwierigen Aufgabe stellen.
Mit ihrer Geschichte über Maja entführt uns die Autorin in eine düstere und gleichzeitig märchenhafte Welt, die mir sehr gut gefallen hat. Die Autorin benutzt viele fantastische Elemente. Es gibt Feen, Raben, einen Fluch und mitten drin Maja mit ihrer besonderen Gabe. Die Handlung wird überwiegend aus der Sicht von Maja erzählt, aber auch aus der Sicht von Corvyn, dessen Identität erst etwas später Preis geben wird. Maja war mir sehr sympathisch. Sie ist ein starker Charakter und ihr steht eine besondere Aufgabe bevor. Es gibt auch etwas Romantik, wobei diese eher eine Nebenrolle spielt. Die Autorin beschreibt ihre Welt sehr detailliert und es gibt jede Menge Charaktere, was ich persönlich manchmal etwas verwirrend fand. Außerdem zog sich die Handlung an manchen Stellen etwas. Trotzdem hat mir das Buch insgesamt gut gefallen. Jeder, der gerne düstere Märchen mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Ich vergebe 8 von 10 Punkte.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir erstaunlich leicht gefallen. Die atmosphärische, düstere Stimmung passt einfach perfekt zu den befremdlichen Eindrücken, die man durch Majas Sicht erhält. Das tragische Schicksal ihrer Mutter und die Verschlossenheit ihres Vaters setzen der jungen Frau von Anfang an sehr zu und dennoch lässt sie sich nicht den Mund verbieten. Ihre trotzige, widerspenstige und leicht eigensinnige Art hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Ich habe die Protagonistin sofort ins Herz geschlossen! <3 Trotz ihrer Angst vor den geheimnisvollen Kreaturen, die hinter jedem Spiegel lauren , wagt Maja die Reise zum Schloss Rabenschwinge, um ihren Freund Elejas zu retten, der vor mehr als einem Jahr von Zuhause aufgebrochen ist, um dort als Musiker tätig zu werden. Doch die Entdeckungen, die Maja im Schloss macht, übertreffen ihre Erwartungen um ein Vielfaches...
Ich habe innerlich sehr mit der Protagonistin mitgefiebert, da ich mich wahnsinnig gut mit ihr identifizieren konnte. Je mehr sich Maja, die zudem Feenblut in ihren Adern trägt, in den Intrigen und Machenschaften des Königshauses verstrickt, umso deutlicher wird die Gefahr, die sich wie Fesseln um die junge Frau legen. Einzig und allein ein verzauberter Rabe steht ihr zur Seite und hilft ihr dabei, das Abenteuer im Inneren von Schloss Rabenschwinge zu überstehen.
Doch wie man sich vielleicht denken kann, steckt natürlich weitaus mehr hinter dem Raben, als er selbst zugeben würde. Maja gerät unfreiwillig zwischen die Fronten, findet sich in einem hinterhältigen Spiel der Mächte wieder und muss eine Entscheidung treffen, die ihre Vergangenheit in die Gegenwart katapultiert und ihre gesamte Zukunft beeinflussen wird. Ist sie bereit, das größte Opfer von allen zu erbringen? Die Liebe?
Das müsst ihr wohl selbst herausfinden. Doch denkt immer daran: Es ist nichts so, wie es scheint. Jeder spielt sein perfides Maskenspiel bis zur Perfektion und die Auflösung ist sowohl hoffnungslos, als auch euphorisierend. <3
Fazit: Ich habe mit Maja mitgefühlt, als sie orientierungslos durch die Flure und Geheimgänge von Schloss Rabenschwinge gewandelt ist, als sie den geheimnisvollen Raben getroffen, neue Bekanntschaften geschlossen und sich verliebt hat. Ich habe vor Glück geschrien, aber auch vor Trauer und Freude zugleich geweint. Das Märchen der Rabenkönigin hat mich innerlich so sehr getroffen, dass ich gar nicht anders kann, als das Buch innig zu lieben. Ich hoffe euch wird es genauso ergehen, wenn ihr zwischen den Buchseiten und Welten, die die Autorin erschaffen hat, wandeln werdet. <3
Vielen, vielen Dank an dieser Stelle an die wundervolle Autorin und den zauberhaften Drachenmond Verlag für das Rezensions - Exemplar! <3