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Stadt der verschwundenen Köche

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Carl Juniper ist Koch auf einem Luxusdampfer und trinkt sich durch die Hafenkneipen aller Kontinente. Bis er Schiffbruch erleidet und in einer seltsam fremden, düsteren Welt erwacht, in der die Lebensfreunde wie ausgelöscht ist. Man ernährt sich von Pillen, denn anderes Essen, und damit das Kochen, ist streng verboten. Nur in geheimen Küchen gehen Köche ihrem gefährlichen Handwerk nach. Carl wird einer von ihnen. Im Untergrund findet er Freundschaft und seine große Liebe - und droht doch bald alles zu verlieren.

352 pages, Paperback

First published September 21, 2015

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Gregor Weber

44 books1 follower
Gregor Weber is a German actor, author and chef. He is also a reserve office in the German Armed Forces.

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5 (16%)
1 star
2 (6%)
Displaying 1 - 9 of 9 reviews
Profile Image for Aleshanee.
1,725 reviews124 followers
December 8, 2015
Der erste Satz
"Dass er jemals wieder die sanfte Wärme eines Frühlingstages auf der Haut spüren, mit geschlossenen Augen lächeln und nichts als den Augenblick fühlen würde, hatte er sich lange Zeit nicht vorstellen können."

Denn Carl Juniper, Schiffskoch mit Leib und Seele, hat ein wahrlich unglaubliches Erlebnis hinter sich. Die Einleitung des Buches ist schon sehr genial und beginnt in der Gegenwart, im Yorkshire des Jahres 1915.
Harold P. Mulrooney ist der glückliche Überlebende Officer eines Seegefechtes; zumindest laut Erkenntnissen der Navy.
Seine eigenen Erinnerungen, so unglaublich sie auch erscheinen mögen, zeigen ihm eine ganz andere, haarsträubende Geschichte, die ihn als Carl Juniper die letzten Monate in einer anderen Wirklichkeit, ja einer anderen Zeit, das Leben gelehrt haben!

Während man als Leser in Junipers Erinnerungen eintaucht, kommen immer wieder kleine Einblicke in die Gegenwart, in der er verzweifelt versucht, Wahrheit in sein diffuses Gedächtnis zu bringen ... denn obwohl die Navy darauf besteht, dass er der vermisste Officer Mulrooney ist, weiß er selbst ganz genau, dass seine Erlebnisse niemals nur einem Traum entsprungen sein können.

Carl Juniper hat als Schiffskoch aus Bristol auf der "Birmingham" im Jahr 1913 im Südatlantik um Kap Horn Schiffbruch erlitten und ist danach mitten in einem völlig anderen London aufgewacht. Er ist ein starker Charakter, erwachsen aus der harten Schule seines Lebens, leidenschaftlichler Koch und wird gerne von den angenehmen Seiten des Lebens verführt. Er entspricht keinem typischen Helden, Athleten oder Schönling, sondern einem rauen Burschen der das Leben genießt, zupacken kann und schon viel von der Welt gesehen hat!

"Juniper hatte sich nie für Nautik interessiert. Immer nur für die Freiheit der Seefahrt, den frischen Wind und die in Schnaps und wilde Küsse getränkten Häfen." S. 17


Das unbekannte London hält einige ungewöhnliche Überraschungen bereit: Schwebebahnen, Dampftechnik, ein strenges System und, eine wahre Tragödie für den Feinschmecker: eine freudlose Welt ohne Essen. Zumindest keine geschmackvolle Mahlzeit, sondern ein aus Pulver und Tabletten hergestellter Brei ohne Geschmack und Genuß. Genau wie das Leben, dass diese "Pseudo-Londoner" führen, denn Vergnügen oder Freude kennt keiner von ihnen wirklich. Alles wird eisern kontrolliert und rationalisiert und ein Lächeln sucht man vergeblich in dieser grauen Welt: einer perfekt funktionierenden Gesellschaft, in der man nur durch Ignoranz überlebt.

"Ich stelle mir oft Fragen, aber es gibt keine Antworten. Und irgendwann muss man aufhören, sich zu fragen, sonst wird man verrückt. Die Dinge sind, wie sie sind." S. 103


Der Start in die Geschichte hat richtig viel Spaß gemacht, zwischendrin hat es sich etwas gezogen, da manche Szenen etwas umständlich umschrieben werden, aber Gregor Weber hat immer wieder Überraschungen parat, die der Handlung neue Wendungen und Richtungen geben. Gerade als Carl Juniper wieder den Spaß und die Leidenschaft des Kochens entdeckt, war die Lebendigkeit sehr ausdrucksvoll beschrieben. Der Schreibstil ingesamt ist manchmal etwas derb, denn einige Charaktere sind in ihrem Wesen eher einfach gestrickt, dabei aber aber ehrlich und offen in ihrer Leidenschaft. Es ist eine sehr eigenwillige Schreibweise, die aber flüssig zu lesen ist und mir gut gefallen hat.
Denn das Leben ist Begeisterung, Temperament und Liebe zu den Dingen, die unser Innerstes berühren und diese Geschichte ist eine Akklamation an die menschlichen Sinne, die es auszufüllen gilt und der Freude an unserem Tun.

Das Ende zieht sich dann nochmal ein bisschen, bleibt aber trotzdem spannend mit einem runden Abschluss.

Fazit

Eine sehr ungewöhnliche Geschichte mit außergewöhnlichen Charakteren. Der Autor hat sehr viel in die Handlung gepackt, was nicht alles konsequent zu Ende gebracht wurde - die Botschaft ist aber durchaus angekommen: Lebe mit Leidenschaft!

© Aleshanee
Weltenwanderer
Profile Image for Twig.
329 reviews8 followers
October 4, 2016
Ein Roman über Freundschaft, Liebe und die pure Lust am Essen


Endlich: Erfolgsautor Gregor Weber („Kochen ist Krieg“) kehrt zurück in die Küche, aber anders als gedacht! In seinem neuen Roman, einer rasanten Mischung aus Retro-Science-Fiction à la Jules Verne, Steampunk und märchenhafter Parallelwelt, erzählt er mit überbordender Fantasie von Intrigen und Gaunereien in einer Welt, in der Kochen eigentlich verboten ist, Köche aber mit Gold aufgewogen werden. Atemlos verfolgt der Leser die Abenteuer von Carl Juniper, der sich nach einem Schiffsbruch vor Kap Hoorn in einer fremden Welt wiederfindet…

Da dieses Buch im Steampunk Genre angesiedelt ist und der Klappentext skurril klang dachte ich mir dieses Buch ist was für mich , es ist anders und bestimm ein unentdeckter Diamant. Leider ist nicht jedes Buch gut nur weil es ein Steampunk setting hat. Oft ist dies nur Effekthascherei. In diesem Fall hätte ich tatsächlich nicht zu dem Buch gegriffen wenn es ein anderes Genre zugeordnet wäre. Leider war der Schreibstil ebenfalls nicht so meins. Dafür fand ich den Protagonisten äußerst amüsant und die Idee das Kochen verboten ist und man sich nur noch Pillen ernährt zu grausig das ich doch gerne weiter las :)
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Dr. Eva-Maria Obermann.
Author 12 books23 followers
December 10, 2015
Carl Juniper ist Schiffskoch und genötigt auf einem alten Kahn anzuheuern, der prompt untergeht. Als einziger überlebt Juniper, nur von einem Meeresstrudel erfasst zu werden. Doch plötzlich ist er nicht mehr im Ozean, sondern prallt auf den harten Boden des Greenwich Parks in London. Dort stellt er fest, dass alles sich verändert hat. Kinder werden vom Staat erzogen, Arbeiter ackern stupide vor sich hin und Essen gibt es nicht mehr, nur noch Einheiten, ein angerührter, geschmackloser Brei. Erst als Juniper in eine geheime Küche stolpert findet er den Genuss und seine Lebensfreude wieder und trifft obendrein die Liebe seines Lebens. Aber Köche sind zu einem Leben im Untergrund verdammt und stets in der Gefahr, entführt zu werden.
Ein Leben ohne Essen, ein Leben ohne Kochen, ohne Geschmack und Genuss. Gerade zur Weihnachtszeit klingt das für mich so furchtbar wie einleuchtend. Neid und Ehrgeiz wird gleichermaßen unterdrückt, der Mensch selbst zu nicht mehr als einer Einheit gemacht, die produzieren soll. Eine Erlösung, ein Etwas, auf das hingearbeitet wird, gibt es in dieser Welt nicht. Die Arbeiter bekommen von der Oberschicht nichts mit und stellen auch keinerlei Fragen. Sie haben das Nachdenken selbst schlicht vergessen.
Und ausgerechnet ein Schiffskoch, der sich Zärtlichkeiten bei Hafenhuren sucht und gerne mal einen über den Durst trinkt landet in dieser Welt. Diese Mischung aus Seemann und eben auch nicht Seemann, denn Juniper hat vom Seefahren selbst keinerlei Ahnung, macht ihn bereits zum Zwitterwesen. Genauso die Leidenschaft für das Meer und der stille Traum, irgendwann irgendwo mit einer Frau sesshaft zu werden. Von Anfang an, so kam es mir vor, wandelt Juniper zwischen den Welten, was die Reise in die zweite Welt nur verdeutlicht.
Denn auch dort kommt Juniper nach anfänglichen Schwierigkeiten ganz gut zu Recht, findet sich ein in den Alltag aus Arbeit, Tageskarten und den immer gleichen Einheiten. Er lebt und lebt doch nicht. Das Entdecken der Küche ist wie ein Erwachen für ihn. Eine Bestätigung, dass er sich sein bisheriges Leben nicht nur eingebildet hat, eine Art Wiedergeburt, als Mensch und als Koch. Und als Liebender.
Die zwei Welten sind hier gleichzeitig getrennt und doch verwoben. Der Zugang durch das Gefühl des Ertrinkens und durch das Wasser selbst ist im Grunde das einzige fantastische Element. In der Parallelwelt, die genauso gut eine Zukunftsvision sein könnte, arbeitet alles mit Dampf, Elektrizität existiert nahezu nicht. Die Luft beißt und die vielen Fabriken erinnern an die industrielle Revolution. Darin ist Juniper, hier wir dort, zwischen seinen Erinnerungen und denen seiner Umwelt gefangen, gehört nirgends ganz dazu und sucht sich doch immer einen Platz – über das Kochen.
Dabei lässt der Erzähler durchblicken, dass er durchaus in der Lage wäre, die entscheidende Frage des Endes zu beantworten, ist er doch nur scheinbar personal und driftet hier und da zu anderen Personen ab, wirft neue Erzählstränge auf, die ohne Ende bleiben, und erschafft ein Mysterium, das den Leser noch lange nach der letzten Seite beschäftigt. Das Ende ist, wie vielen an dem Roman, reine Ansichtssache, dem fantastische positiven oder realistisch nüchternem Blick des Lesers überlassen.
So gelungen dies auch ist und so sehr mich die Geschichte gefesselt hat, bleiben Ungereimtheiten und Leerstellen, diese kleinen Momente der Irritation, die dieses gute Buch von einem brillanten trennen. Vielleicht eine große Stärke des Romans aber am Ende eben auch seine Schwäche. Dennoch lege ich das Buch allen, die gerne lesen und leben, gerne kochen und genießen, gerne in andere Welten abtauchen, ohne gleich Vampirzähne sehen zu wollen, ans Herz. Es ist es wert, gelesen zu werden.
Profile Image for Anyah Maria.
467 reviews9 followers
October 7, 2015
Ein Retro-Sci-Fi-Roman vom Feinsten!
Carl Juniper hätte eigentlich seinen Dienst als Chef Entremetier auf der SS City of Rio de Janeiro (Passagierdampfer) antreten sollen, doch hat das Ablegen am 15.02.1913 verpasst – ein Mix aus Champagner, Opium und Isobel war schuld ... Daraufhin heuert er auf einem abgewrackten Schiff als Schiffskoch an, um wieder an Geld zu kommen. Mit besagtem Schiff, der SS Birmingham erleidet Carl dann prompt Schiffbruch in der Nähe von Kap Hoorn. Allein auf seinem Rettungsfloß gerät Carl in einen Sog, einen Strudel und fällt und fällt, wohin? Als er die Augen wieder aufschlägt sagt ihm ein junger Mann, der sich al Bren vorstellt, er sei in London mit Themse und Greenwich Park doch ohne King Georg V. dafür mit dem High Council und Dampfgleitern. Carl ist irritiert, verzweifelt und dies zu Recht. Doch Bren ist ebenso verunsichert, über seinen plötzlichen Gast und wie er die Situation, die nicht ungefährlich ist, händeln soll. Im Jahre 1915 befindet sich Carl in einem Hospital der Marine, man behauptet dort, er heiße Harold P. Mulrooney, und sei Petty Officer, Kochsmaat auf der HMS Good Hope und hätte Schiffbruch erleidet. Welche Geschichte ist nun wahr? Zunächst erzählt uns Carl Juniper seine Version der Story.

Ich habe unglaublich schnell in die Geschichte hinein gefunden, der Schreibstil gefällt mir sehr gut, er ist flüssig und der Text in schöner Sprache verfasst. Der Autor Gregor Weber hat eine phantastische Welt, eine Parallelwelt erschaffen, in der es kein Essen und keine Köche mehr gibt und einen Protagonisten, der sich fragt, wer er ist. Eine wunderbare Geschichte, die ein Mix ist voller Phantasie, Futuristik, Retro-Science-Fiction, Psychologie, Liebe, Werten und Komik. Die Situationen sind manchmal bedrohlich und düster aber immer wieder auch voller Humor und Gefühlen. Mein Lieblingszitat: "Aber was bedeutete überhaupt noch das, was er kannte oder erinnerte? Man konnte nicht im Südatlantik verschwinden, danach in London aus dem Himmel stürzen und dann glauben, die Welt wäre noch die, die man kannte."

Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen. Gregor Weber hat mich durchgehend ausgezeichnet unterhalten mit einer völlig neuartigen Geschichte, einer fabelhaften anderen Welt und lässt mich der Frage nachgehen, was ist uns wichtig im Leben? Worauf können wir nicht verzichten? Das Buch ist in gewisser Art und Weise fast schon philosophisch und hat sich zu einem meiner Lieblingsbücher gemausert, ganz sicher werde ich es bald noch einmal lesen. Sehr gerne empfehle ich es weiter, Fans von Jules Verne und klassischer Sci-Fi-Literatur werden es lieben, davon bin ich felsenfest überzeugt.
Profile Image for Aniya.
340 reviews37 followers
November 12, 2019
Man nehme:

- einen Protagonisten (grobschlächtig, mit rauer Oberfläche; Füllung: wenig Intelligenz aber viel Alkohol)

- eine Handvoll Nebencharaktere (farblos!)

- eine Rahmenhandlung (als Fundament)

- eine kleine Portion Welt (Sorte: "Alternativ-Steampunk-London"; auch hier möglichst farb- und detaillos!)

- zwei große Löffel Potenzial und eine Tasse Kreativität

- eine Prise Leidenschaft für die Thematik

- zwei/drei Tropfen Tiefe (hierbei sparsam sein!!!)

- eine Tüte "Instant Love", gemischt mit einer Messerspitze Romantik und einem gestrichenen Teelöffel Sex (Klasse: II; alles möglichst unoriginell)

- ganz viel Seemannsjargon, "piratige" Beleidigungen etc. (damit ruhig großzügig sein)

- ein paar verfeindete "Gangs", die im Untergrund arbeiten und etwas Geheimes/Verbotenes tun

- mindestens zwei "Gang-Bosse" (hier darauf achten, dass die Hüllen möglichst bunt und schillernd sind, die Füllung aber vor der Zubereitung entfernt wurde)

- eine Dose Krieg und Knarren-Action (sollte überraschend und ohne Vorwarnung auftauchen!)

- sehr viele Zufälle (für die richtige Konsistenz)

Tipp: Sollten sich an irgendeiner Stelle aus unerfindlichen Gründen vernünftige Antworten oder Erklärungen im Plot befinden, fischen Sie diese so gut es geht heraus und kippen Sie 2 Flaschen Unglaubwürdigkeit (Jahrgang 1915/1916) darüber.

Alles in eine Schüssel geben, dann einfach wild schütteln. Zum Schluss in ein plötzliches und unbefriedigendes Ende pressen und bei geringer Emotions-Temperatur leicht erwärmen.

Heraus kommt entweder eine besonders lange und hanebüchene Folge One Piece... oder die Stadt der verschwundenen Köche.


Bei diesem Rezept verhält es sich natürlich wie mit allem: Über Geschmack lässt sich streiten. Meiner wurde hier nun mal leider nicht getroffen. Das soll aber nicht heißen, dass andere dieses Abenteuer nicht genießen können.

Mein Vorschlag: Probieren und selbst entscheiden! :)
Profile Image for Solara300.
1,494 reviews43 followers
September 9, 2016
Kurzbeschreibung
Was wäre wenn...

Genau da fängt es bei dieser fantastisch umgesetzten Geschichte an.
Denn wäre Carl Juniper niemals in einen Schiffbruch geraten, wäre er niemals in der düsteren und doch fantastischen Welt gelandet, in der er nicht nur auf jede Menge neuer Technologien stößt, sondern auch noch herausfindet das Kochen eine Strafe ist und der Genuss von echten Lebensmittel sehr streng geahndet wird.
Ja und genau dorthin entführt uns diese wunderbare Geschichte mit einem Steam Punk Anteil und einer Parallelen Welt, die einen in den Bann nimmt.



Cover
Das Cover hat mich sofort angesprochen, sei es jetzt von den dampfenden Töpfen und der sorgsam zusammengestellten Farbwahl die das ganze einfach treffend ins Licht rückt, oder dem an sich sonderbaren Titel der meine Neugier geweckt hat.
Einfach gelungen und passend zum Inhalt



Schreibstil
Der Autor Gregor Weber hat einen flüssigen Schreibstil der einen mitnimmt zu einem Koch, der sich niemals träumen ließ, das Kochen eine Straftat sein kann. Sehr gelungen die Idee wie ich finde und mit den Elementen gut gemischt.



Meinung
Wenn eine Welt dir ein neues Tor öffnet....

Dann sind wir bei Carl Juniper mit seinen 28 Jahren der aus Bristol kommt.
So gut so weit. Er hat einen Job der ihn erfüllt und liebt es auf dem Meer unterwegs zu sein. In jedem Hafen ein anderes Mädchen, das ist Carls Welt.
Allerdings diese Welt ändert sich schlagartig, als sein Schiff in Seenot gerät und Carl Schiffbruch erleidet.

Und nun wird es interessant, nicht wie ihr alle denkt wacht Carl an einem Strand auf, sondern mitten in einem Park in London.
Das an sich wäre ja schon sehr seltsam, denn wie kann ein Schiffbrüchiger bewusstlos einfach in einen Park mitten in London gelangen...

Nun ja... und genau hier sind wir in der fantastischen neuen Parallelwelt wo es Carl hin verschlagen hat. Denn ein gewisser Bren findet ihn und nimmt sich seiner an. Zum Glück für Carl, den durch Bren erfährt er nicht nur das dies kein London ist wo er kennt und dann das es hier Menschen gibt, die mit Neuankömmlingen die nicht in der Spur laufen nicht gerade freundlich verfahren wird.
Denn die Tanned Necks sorgen nicht nur für Ordnung. Hier gibt es ein strenges Regelwerk was für Carl schon schwer zu akzeptieren ist.
Aber in Bren der immer mehr zu der Erkenntnis gelangt das Carl ihm wirklich die Wahrheit erzählt wächst eine gute Freundschaft und jeder versucht dem anderen zu helfen.

Zwischenzeitlich steht aber Carl vor der Aufgabe sich einzufügen und ja nicht aufzufallen, dafür hat er zwar gefälschte Papiere, aber immer noch keinen Job. Den in der neuen Welt gibt es nur noch zwei Einheiten aus Pulver und Wasser bestehend. Essen gibt es nicht und jeder der es versucht wird bestraft.

Da könnt ihr euch Carls Gesicht vorstellen und ich muss zugeben, da war ich auch nicht gerade begeistert. Denn Essen kann nicht nur köstlich riechen, sondern auch schmecken. Die Menschen werden allerdings in der Welt wie Sklaven gehalten und nur mit Maßeinheiten abgespeist. Echt schlimm, da helfen auch die Errungenschaften der Dampfgleiter nicht die sich dort bewegen.

Für mich ein toller Eindruck in eine Parallelwelt die hier entstanden ist. Zum einen lernt Carl, dass man für seine Überzeugungen kämpfen muss und zum anderen lernt man auch Bren kennen. Den hier wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt.



Fazit
Sehr empfehlenswert und gelungen umgesetzt!!!
Über Neuanfang, wahre Freundschaft, Liebe und die Bestimmung seinen Weg zu gehen.


5 von 5 Sternen
Profile Image for Diana von Dinchen´s Welt.
348 reviews20 followers
February 29, 2016
| Abgebrochen |

Erster Satz:
Yorkshire 1915
"Dass er jemals wieder die sanfte Wärme eines Frühlingstages auf der Haut spüren, mit geschlossenen Augen lächeln und nichts als den Augenblick fühlen würde, hatte er sich lange Zeit nicht vorstellen können."

Meine Meinung zum Buch:
Ich breche eigentlich nur sehr selten Bücher ab, vor allem keine Rezensionsexemplare, da ich mir diese bewusst aussuche. Ich bin in der Story überhaupt nicht voran gekommen. Der Schreibstil ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern auch extrem ermüdend. Bereits nach 97 Seiten war ich extrem angepisst, sodass ich für mich entschieden habe, "Stadt der verschwundenen Köche" abzubrechen.

Der Grund, warum ich das Buch abgebrochen habe, war nicht nur der Schreibstil. Die Idee hinter der Story ist nach wie vor extrem cool. Es ist definitiv eine etwas andere, skurrile Story die mir auch wirklich gut gefallen hat, die mich aber leider in keinster Weise berührt hat. Bei mir kamen einfach keine Gefühle an. Es war mir egal was mit Carl Juniper passiert ist bzw. noch passieren könnte.

Stadt der verschwundenen Köche von Gregor Weber war leider nicht mein Fall.

Fazit:
Gregor Weber hätte in seinem erlernten Beruf - Koch - bleiben sollen, anstatt einen auf Autor zu machen. In meinen Augen war das leider nichts!

Das Buch erhält von mir 1 von 5 Federn!
Profile Image for Isabella.
465 reviews20 followers
October 7, 2015
Leider nicht so meins, vielleicht ist Steampunk einfach nicht das richtige Genre für mich.
Displaying 1 - 9 of 9 reviews

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