Nachkriegskinder sind in etwa die Jahrgänge bis 1960 – in West und Ost. Ihre Eltern waren keine Kriegskinder, sondern haben als Erwachsene den Krieg mitgemacht, die Väter meist als aktive Kriegsteilnehmer. Heute fangen deren Kinder an, sich mit ihrer Jugend zu beschäftigen. Sie wollen wissen, wie sie das Aufwachsen in der Nachkriegsgesellschaft geprägt hat, und stellen Fragen nach dem Vater. Das Buch hilft den Angehörigen dieser Generation, die Ungereimtheiten im eigenen Lebenslauf zu verstehen und für sich neue Ressourcen zu entdecken. Sabine Bode geht in ihrem neuen Buch den Fragen nach, die viele Nachkriegskinder umtreiben: - Wer war mein Vater eigentlich – und solange ich das nicht weiß: Wer bin ich? - Was steckte hinter dem Schweigen meines Vaters? - War er Täter oder Opfer oder beides? - In welchem Umfang hat er von der NS-Zeit profitiert? - Wie hat Vaters Krieg unser Familienleben geprägt? - Was habe ich von ihm »geerbt«? - Wie hätte ich mich als Frau/als Mann ohne einen Kriegsvater entwickelt?
Stand schon lange auf meiner Lese Wunschliste. Ich kann es definitiv weiterempfehlen. Wie Erfahrungen aus dem zweiten Weltkrieg bis in die nächsten Generationen nachwirken. Sei es durch harte Erziehung, Gefühlskälte etc.
I would recommend this book to anyone who wants to deeply understand Germany and the key generation that formed the country after the war. It was an educational and emotional read, illuminating how war trauma carries through generations.
Sehr interessantes Buch über die psychologischen Folgen von abwesenden oder gar gewalttätigen Vätern. Ich hätte gerne auch mehr über die Frauen und Mütter gelesen.
Very important distinction few realize. In Germany the decade of your birth sheds light on how you feel about the war. To me the ultimate in rebellion of the Nachkriegskinder against their parents who were old enough to vote for Hitler was the red army fraction- RAF
Das Buch beschreibt ca. ein Dutzend Einzelschicksale von Menschen, deren Kinder- und Jugendjahre geprägt waren von Leid, Schuld und Trauma der Väter im Zweiten Weltkrieg. Es ist ein sehr düsteres Bild von Gewalt, Lieblosigkeit und Schweigen. Während das alles sicher auf viele Familien zugetroffen hat, sehe ich die Schicksale nicht als repräsentativ für Nachkriegskinder an und kann mich (Jahrgang 1950) in keiner Weise damit identifizieren, vor allem in Bezug auf die angeblich vorherrschende Erziehungsweise, in der der Willen und die Persönlichkeit der Kinder gebrochen werden sollten. Ganz im Gegenteil, wir waren mehrheitlich Einzelkinder, die geliebt und verwöhnt wurden.
The initiative of the research is salutary, but based on the examples published I felt that still it doesn't make justice to a very sensitive issue. My disappointment was that the material selected looks very 'soft', featuring average situations, not necessarily relevant for a correct perception of the amplitude of the phenomenon as such. It helps to a partial understanding though and requires the corroboration with other sources, including other books by the same author.
Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Bode hat hier wirklich einen ausgezeichneten und immens wichtigen Beitrag zur deutschen Aufarbeitung des Krieges geleistet. Jeder Deutsche sollte dieses Buch (und den Rest der Reihe) lesen.
Aufschlussreich und interessant! Der Inhalt dieses Buches ist teilweise ein Echo der Erfahrung und Gefühle bezugs meiner eigenen Kindheit und meines Aufwachsen während der fünfziger Jahre.