**Ein genial konstruierter Page-Turner nicht nur für Zeitreise-Fans**
Es ist die phänomenalste Fernsehshow, die es je gegeben hat. Top the Realities, das Spiel, das seine Kandidaten durch die Jahrhunderte schickt und vor die unmöglichsten Herausforderungen stellt. Eine davon ist Allison. Vor Millionen von Zuschauern und einer unerbittlichen Jury bekommt sie die Aufgabe, ihre Vergangenheit so zu korrigieren, dass sie wieder in ihre ursprüngliche Gegenwart zurückkehren kann. Der einzigen Gegenwart, in der ihr kleiner Bruder noch am Leben ist. Ihr wird der geheimnisvolle Kay zur Seite gestellt, der viel mehr über Allison und das Spiel weiß, als für sie beide gut ist…
// »Was weißt du über Zeit, Liebes?«, unterbricht mich da der Moderator und gleichzeitig ertönt das Piepen in meinem Kopf. Mein Marker fordert mich auf zu antworten. Als ich wütend die Zähne zusammenbeiße, wird er lauter. »Sie vergeht«, presse ich heraus. »Ja natürlich. Sie vergeht … Aber wie viele zeitliche Dimensionen sind dir bekannt? Fünf, sechs, neun?« Ich starre ihn an, doch als nach wenigen Sekunden der Signalton in meinem Kopf zu einem schrillen Pfeifen anschwillt, begreife ich, dass ich dieses Spiel wohl oder übel mitspielen muss. »Es gibt vier Dimensionen«, antworte ich, als wäre ich bei einem Physiktest. Aus dem Publikum erklingt heiteres Lachen. Auch der Moderator wirkt belustigt, aber ich spüre deutlich, dass er nicht vorhat, lediglich mit mir zu plaudern. »Nun, nehmen wir einmal an, es gäbe weitere zeitliche Dimensionen.« Wum Randy malt mit seinem Finger imaginäre Linien in die Luft. »Nicht nur vier oder fünf, sondern unzählige Dimensionen, in denen alles möglich ist. In denen, nur zum Beispiel, eine Alison Hill in einem behaglichen Holzhaus in Mill Valley leben kann oder auch in einem baufälligen Schloss in Frankreich, in einem Loft in Sydney, mit fantastischem Ausblick auf die Oper, oder unter einer Autobahnbrücke am Stadtrand von New York. Nehmen wir an, es gäbe zeitliche Dimensionen, in denen jene Alison Hill einen Bruder haben könnte, oder …«, er macht eine Kunstpause, »oder eben auch nicht.« Seine Worte treffen mich wie ein Faustschlag. »Was habt ihr mit Jeremy gemacht?«//
- geb. im Mai 1975 in Gifhorn - lebt mit ihrer Familie in der Nordheide, nahe Hamburg - mag lange Dackelnasen, Natto, Super-Last-Minute-Urlaub und das Gurren von Tauben - liebt ihre Familie und das Schreiben
Eine der besten und verwirrensten Trilogien überhaupt! Ich habe wirklich weinen müssen, als sie fertig war. 💕 Wer dystopie und Zeitsprünge mag ist hier absolut richtig 🤗
Super, super spannende Trilogie! Ich habe den ersten Band des Buches letztes Jahr kurz vor Weihnachten bekommen. Zu Weihnachten stand dann Teil zwei auf meiner Wunschliste. Teil drei besorgte ich nicht mal eine Woche nach Weihnachten. Da seht ihr mal, wie süchtig ich innerhalb kürzester Zeit wurde! Ehrlich, ich habe seit Ewigkeiten keine so süchtigmachende Trilogie mehr gelesen. Teil 2 habe ich an einem einzelnen Nachmittag gelesen. An einem Nachmittag! Einfach nur großartig!
Alison war mir von der ersten Seite weg sympathisch. Ich konnte mich sofort in sie hineinfühlen, eben weil sie so normal ist. Sie ist ein nettes Mädchen, das durch eine Art Game-Show der Zukunft dazu gezwungen wird, um alles zu kämpfen, das sie jemals kannte. Verdammt, plötzlich steckt sie in einer komplett anderen Realität fest und muss irgendwie den Punkt in ihrer Vergangenheit finden, wo ein Fehler dazu geführt hat, dass ihre Realität nicht mehr existiert. An ihrer Seite ist Kay. Hach, Kay! Der coole Typ, der scheinbar ohne Gefühl ist und auf den ersten Blick keinerlei Problem damit zu haben scheint, durch die Weltgeschichte teleportiert zu werden. Der Typ, der zum (chronologischen, nicht erzählten) Beginn, ein totaler A.......ähm, ich meinte Trottel, ist und erst durch alles, das er durchmachen musste, zum Helden wird, den ich zu lieben gelernt habe. Bei Kay war es um einiges schwieriger mit der Sympathie. Zu Beginn des ersten Bandes hasste ich ihn. Zum Ende des ersten Bandes liebte ich ihn. Zu Beginn des zweiten Bandes liebte ich ihn immer noch. Dann begann ich ihn zu hassen, wirklich, wirklich abgrundtief zu hassen. Dann liebte ich ihn wieder. Hass. Liebe. Hass. Liebe. Nur in Teil 3 blieb diese Achterbahn aus. Da war er einfach nur noch großartig!
Wie ihr vielleicht im letzten Absatz schon gelesen habt, zwingt mich das Buch dazu, zwischen chronologischer und erzählter Reihenfolge zu unterscheiden. Das habe ich mir irgendwann von Alison abgeschaut. Und in diesem Buch ist diese Unterscheidung auch bitter notwendig! Die Protagonisten werden quer durch die Weltgeschichte geschickte - und trotzdem kommt in ihrem Leben die Zeit der Goldsuche in den USA erst nach dem Schulabschluss, den Alison im 21. Jahrhundert machen sollte. Klingt kompliziert, nicht? Ist es teilweise auch. Aber: Die Autorin hat das super gemeistert! Sie erklärt Zeitreisen und vor allem die Problematik von Zeitreise sehr verständlich und gut erklärt. Was mich besonders begeistert hat, war, dass die Autorin die Entstehung von Paralleluniversen berücksichtigt. Vor allem im dritten Teil wird das klar. Dafür bitte eine Rund Applaus! Ganz ehrlich: Ich hatte die ganze Zeit Angst, dass sie bei sowas einen Fehler machen würde. Insgeheim bin ich nämlich auch ein totaler Fan von diesem Teil der Physik und kenne mich deswegen ein bisschen mit allem aus, das mit Zeitreisen und so zu tun hat. Aber die Autorin hat tatsächlich alle Eventualitäten bedacht. Wirklich alle. Zeitweise dachte ich mir: "Aber was ist mit...?" [füge beliebiges Phänomen/Paradoxon ein, das durch Zeitreisen entstehen könnte] Und tadaaa: Jedes einzelne Mal beschrieb die Autorin dieses Phänomen oder Paradoxon oder zeigte zumindest durch Erwähnung, dass sie auch daran gedacht hat.
Hut ab! Kestner Kim hat mich als Fan gewonnen. Von mir, bekommt sie auf jeden Fall 5 Sterne, 100 von 100 Punkten, den Approved-Stempel.