Tragikus házasságok majdnem minden európai udvarban lejátszódtak. A császárok és királyok leányait egyszerűen árunak tekintették, adták-vették őket, és államérdekből sokszor már gyerekkorukban elküldték valamilyen távoli országba, hogy egy olyan férfi mellett éljék le az életüket, akit még sohasem láttak. Boldogságról nem esett szó. Akadtak azonban boldogtalan királynék, akik nem hagyták megtörni magukat, és minden szenvedés ellenére volt annyi erejük, hogy meghatározó módon avatkozzanak be a politika ügyeibe.
Leider das Niveau einer Klatschreportage. Fast alles ist schwarz/weiß. Die Beteiligten sind entweder engelsgleich oder abgrundtief böse. Wunderschön oder hässlich (und fett). Generell ist die Obsession mit dem Aussehen wirklich unangenehm. Genauso wie die wirklich offensichtlichen Sympathien der Autorin. Oft ist es nicht eindeutig, ob beschriebene Dinge wirklich mit Quellen belegt sind, oder ob da die Fantasie mit jemandem durchgeht.
Schon amüsant, wie in dem ganzen Sumpf aus außerehelichen Affären, Wert darauf gelehrt wird, dass bitte trotzdem jeder absolut hetero war. Friedrich II kann gar nicht schwul gewesen sein, weil er ja zu Frauen, mit denen er nicht verheiratet war, höflich sein konnte (yeah). Und Isabella von Parma war nur eng mit ihrer Schwägerin befreundet. Und die Briefe, die sich Frauen damals geschrieben haben, waren eben sehr gefühlvoll. So ein gefühlvoller Brief wird dann zitiert: "Adieu noch mal, ich küsse dein erzenglisches Arscherl …" Call me crazy, aber vielleicht war da doch etwas mehr zwischen den beiden.
Die Geschichten sind spannend und hätten an sich mehr Sterne eingebracht. Allerdings war der Schreibstil nicht gut - teilweise lag er gefühlt auf dem Niveau von tratschenden, lästernden 15-jährigen Schuldmädchen... Oft sehr subjektiv, es wurden den Figuren Motive, Emotionen und Gedanken untergestellt, wo sich oft die Frage stellte, woher die Information dafür kam..? Grundsätzlich auch keine Anmerkungen bzw. Quellenangaben zu den einzelnen Textpassagen. Nur weil etwas in Anführungszeichen steht, ist es noch kein Zitat - es fehlt der Hinweis auf die Quelle! Somit war ich mir bei vielen dieser "Zitaten" nicht sicher, ob sie tatsächlich so irgendwo niedergeschrieben stehen oder ob die Autorin sich hier eine Freiheit herausgenommen hat. Sehr repetitive Formulierungen, manchmal zieht sich der "Thronverlust" über Seiten hin und wird immer wieder betont und wiederholt - ermüdend und hat etwas von Seitenfüllern oder künstlicher Spannungserzeugung. Nicht gut. Die betrachteten Figuren wurden entweder sehr idealisiert oder deutlich dämonisiert. Insgesamt wirkte das Buch nicht wie das Werk eines Historikers (muss es auch nicht), aber eben auch nicht wie guter Journalismus... Enttäuschend.
Vor allem wegen den Tudors und meinem großen Interesse an Anne Boleyn habe ich zu diesem Buch gegriffen. Aber auch die anderen Berichte über ungeliebte Königinnen, Mätressen und Intrigen an den verschiedenen Königshöfen Europas konnten mich sehr begeistern und gut unterhalten. Was ich besonders interessant fand, war, wie sich der Umgang mit den verschiedenen Königinnen im Laufe der Geschichte verändert hat. Zu Anfang mussten sie noch mit dem Schafott rechnen, wenn sie nur einen falschen Mucks von sich gaben, später gab es nicht einmal mehr negative Folgen, wenn sie zahlreiche Liaisons hatten. An sich ein sehr informatives und interessantes Buch, auch wenn die vielen verschiedenen historischen Persönlichkeiten und Königshäuser verwirrend sein können, aber dafür gibt es im Anhang extra Stammbäume zu den einzelnen Kapiteln.
Historische Bücher können sehr trocken sein. Dieses Buch ist ganz anders. Es war wie die Yellow Press der letzten Jahrhunderte. Klatsch und Tratsch zusammen mit jeder Menge interessanter Fakten. Worum geht es? Es geht um die Lebensgeschichten adligen Frauen, die oft gegen ihren Willen mit ihnen teilweise völlig fremden Männern verheiratet worden sind. Das war zu früheren Zeiten nichts ungewöhnliches, jedoch ist es der einen oder anderen Königin - auf die hier besonderes Augenmerk gelegt worden ist - noch schlechter ergangen als üblich. Anne Boleyn und Katherine Howard zum Beispiel, beides Ehefrauen von Heinrich VIII. von England, haben nicht nur irgendwann die Gunst ihres Mannes verloren, sondern auch ihren Kopf. Warum und wie wird hier näher beleuchtet.
Auch die Ehen von Karl II. von Spanien, Friedrich dem Großen und Joseph II. von Österreich werden unter anderem betrachtet. Diese Herren haben sich alle nicht den Titel Ehemann des Jahrhunderts verdient. Ganz im Gegenteil. Aus welchen Gründen auch immer, Leidtragende war immer die Frau, selten selbstverschuldet.
Mich haben diese Geschichten richtig in den Bann gezogen. Der Schreibstil war für ein historisches Buch sehr flüssig zu lesen und inhaltlich interessant. Das Cover hat mich zunächst nicht ganz so angezogen wie der Titel, aber er passt zum Buch. Einzig gestört hat mich die Tatsache, dass die Autorin wohl ein Problem mit einer möglichen Homosexualität einiger der historischen Personen gehabt zu haben schien. Sie hat dies zwar nicht vollständig geleugnet, aber gerade bei Friedrich dem Großen zum Beispiel, bei dem viele Wissenschaftler davon ausgehen, dass er zumindest dem männlichen Geschlecht zumindest nicht abgeneigt war, hat sie sich lieber auf die Hinweise beschränkt, die dies verneinen. Und das war nicht das Einzige Beispiel... Doch war abgesehen hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Über nahezu vier Jahrhunderte lang begleiten wir hier, wie es im Untertitel heißt, "Ehetragödien an Europas Fürstenhöfen". Unglückliche Ehen gab es unter den Monarchen Europas zuhauf, wurden die Ehen doch fast immer aus dynastischen und politischen Erwägungen geschlossen, die Ehepartner von anderen ausgesucht.
Helga Thoma greift sieben dieser Monarchen heraus und betrachtet deren Ehen genauer. Sie tut dies in einem sehr gut zu lesenden Schreibstil, schafft es, durchaus unterhaltsam zu erzählen, ohne aber je den Ernst und die Tragik der von ihr beschriebenen Ehen aus den Augen zu verlieren. Quer durch Europa und sogar bis nach Brasilien geht es. Natürlich darf Henry VIII nicht fehlen, in jedem Buch über gescheiterte royale Ehen hätte er den (Un)Ehrenplatz verdient. Aber auch weniger bekannte Verbindungen sind hier Thema.
Sehr schön betrachtet die Autorin beide Seiten und man sieht, welche Bürde eine solche aufoktroyierte Ehe auch oft für den Ehemann war, selbst wenn er wesentlich mehr Freiheiten hatte, als seine Ehefrau. Historische und familiäre Hintergrundfakten geben zudem nützliche Informationen über die Motivationen und besonderen Schwierigkeiten der Beteiligten. Die unterschiedliche Art, in der gerade die meist noch sehr jungen Frauen auf ihre Situation reagierten, ist interessant, ebenso wie die diversen Entwicklungen der Ehen. So konnte sich auch aus einer erzwungenen Ehe zwischen zwei Fremden in manchen Fällen durchaus zu Anfang eine Liebesbeziehung entwickeln, in anderen Fällen war die Abneigung von Anfang an vorhanden und dann gab es Ehen, in denen der eine Ehepartner den anderen tief und unerwidert liebte. Die charakterlichen Facetten der Beteiligten werden gut dargestellt und erklären viele tragische Entwicklungen.
So haben wir hier ein sehr abwechslungsreiches Buch, in dem geschichtliche und persönliche Faktoren gleichermaßen zur Geltung kommen und informativ beschrieben werden. Ich habe einiges zur Geschichte mir bis dahin geschichtlich nicht so vertrauter Länder gelernt und auch bei mir bereits "bekannten" Paaren noch Neues erfahren. Das Buch gleitet nie in skandalreiche Klatschereien ab, sondern bleibt stets sachlich, nutzt Zeitzeugenaussagen, insbesondere Briefe der behandelten Ehepartner, sehr anschaulich und ist somit durchweg erfreulich zu lesen.
Ich lese gerne historische Romane, aber auch Biographien und Sachbücher über Persönlichkeiten der damaligen Zeit. Die Könige und Königinnen aus Europa haben es mir da besonders angetan und ich habe mich gefreut, dieses Buch entdeckt zu haben.
Die Autorin Helga Thoma hat sich hier einigen bekannten, aber auch recht unbekannten Frauen gewidmet. Das erste Kapitel ist direkt der wohl bekanntesten Königin gewidmet und zwar Anne Boleyn. Auch wenn ich über sie schon viel gelesen habe, war es interessant hier noch einmal eine Zusammenfassung ihres Lebens zu lesen. Insgesamt betrachtet die Autorin sieben Ehen und geht dabei chronologisch vor.
Der Schreibstil von Thoma hat mir sehr gut gefallen und sie reiht nicht nur Fakten und Zahlen aneinander. Sie betrachtet nicht nur die Seite der Frauen sondern gibt auch einen tieferen Einblick in das Leben der damaligen Zeit. Manche Persönlichkeiten werden ausführlicher behandelt als andere, man bekommt aber dennoch Lust sich noch mehr mit den Figuren auseinander zu setzen.
Manchmal war es etwas schwer alle Figuren und Zeiten einzuordnen und ein Stammbaum oder Personenverzeichnis wäre hier noch hilfreich gewesen. Auch eine Bebilderung hätte das Buch noch abgerundet.
Fazit: Das Buch eignet sich besonders gut für Leser, die gerade anfangen sich für historische Figuren und Königshäuser zu interessieren. Wenn man schon sehr belesen in dieser Thematik ist, dann wird das Buch einem wahrscheinlich keine neuen Fakten liefern.
Ein „Must-Read“ für Jeden, der sich für die Geschichte Europas, Monarchien und den Adel und Familientragödien im Generellen interessiert. Zwar ist es manchmal schwer zu folgen, wer mit wem zusammenhängt, verheiratet oder verschwägert ist, aber dafür gibt es einen sehr übersichtlichen Stammbaum im Anhang.
Es zeigt offen und ehrlich, dass auch Monarchen und Adelige im Generellen auch nur Menschen sind, Fehler machen und Verluste verkraften müssen.
Spannend! An einigen Stellen lässt sich die Autorin zu Wiederholungen, sprachlichen Entgleisungen und sehr parteiischen Kommentaren herab, umso amüsanter sind Ihre Schilderungen des bunten Treibens in den Königshäusern.
Es ist unglaublich, was mit den Töchtern von Kaisern und Königen geschah: Sie wurden häufig wie ein Stück Ware behandelt und auch in ferne Lande verschachert. Das persönliche Glück zählte nicht. Die Autorin schildert auf einer historischen Basis die tragischen Schicksale teilweise auch starker Frauen, die sich nicht brechen ließen. Ich fand die Biographien sehr lehrreich.