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Mädchen für alles

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Ihre Ehe? Horror.

Ihr Kind? Egal.

Ihre Zukunft? Rosig.

Denn sie hat jetzt ein Mädchen für alles. Und einen ziemlich guten Plan.

Christines Leben ist perfekt. Perfekt langweilig, perfekt einsam. Es muss sich was ändern, Hilfe muss her. Die Hilfe heißt Marie und ist Christines »Mädchen für alles«: Wäsche, Kochen, Baby. Ein Traum! Marie kann nicht nur alles, sie sieht sogar noch toll aus. Findet auch Christines Mann. Aber bevor der sie kriegt, nimmt Christine sie lieber selber und ist begeistert, wozu Marie offenbar alles bereit ist. Gemeinsam begeben sie sich auf eine unmoralische Reise mit einem gefährlichen Ziel.

237 pages, Paperback

First published January 1, 2015

16 people are currently reading
208 people want to read

About the author

Charlotte Roche

8 books187 followers
Charlotte Elisabeth Grace Roche is a British-born German television presenter, actress, singer and author.

Roche, who is bilingual in English and German, is the daughter of an engineer and a politically and artistically active mother. She has lived in Germany since the age of eight, having previously lived in London and the Netherlands. She grew up in a rather alternative cultural environment in a family with liberal views.

She left school after the 11th grade, at the age of 17. She obtained initial stage experience in drama groups during her time at school.

Roche left home in 1993 and founded with three female friends the garage rock group The Dubinskis. The members performed several intimate gigs in a small tour before the two other members pulled out. There followed a period where she undertook anything that would shock and offend people — self mutilation in order to paint with blood, drug experiments, or shaving her head. After successfully auditioning for the German music channel Viva, she worked there for several years as a video jockey and presenter.

In 2001, her three brothers died in a car crash on the way to her wedding. Her mother, who was also in the car, survived with serious injuries.

Roche has a daughter and is married to, Martin Keß, co-founder of Brainpool, a media company in Cologne.

Roche's book Feuchtgebiete (in English Wetlands) was the world's best-selling novel in March 2008. Partly autobiographical, it explores cleanliness, sex and femininity, and had sold over 1,500,000 copies in Germany by early 2009. For supporters it is an erotic literary classic; for critics it is cleverly marketed pornography.

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Community Reviews

5 stars
15 (2%)
4 stars
60 (11%)
3 stars
155 (29%)
2 stars
162 (31%)
1 star
126 (24%)
Displaying 1 - 30 of 62 reviews
Profile Image for Michael.
1,609 reviews210 followers
October 24, 2015
"Gehirnblutung geht immer"

MÄDCHEN FÜR ALLES , so schreibt ein Rezensent, sei der
„Befreiungsschlag einer überforderten Mutter“.
Offenbar habe ich ein anderes Buch gelesen, denn die angeblich überforderte Mutter, die mir im Roman begegnet ist, leidet an drei Dingen:
Sie, Christine, ist ausschließlich auf sich selbst fixiert und hat nicht nur keinerlei Wahrnehmung für die Befindlichkeiten andere Menschen, sondern schlichtweg kein Interesse an ihnen. Sie ist beziehungsunfähig und an ihrem Mann genauso desinteressiert wie an ihrer kleinen Tochter. Sie liegt den ganzen Tag im Bett oder auf dem Sofa, schaut Serien an oder betreibt Internetshopping. Das neu eingestellte „Mädchen für alles“ ersetzt Christine als Mutter und in allen anderen häuslichen Belangen. Krissy muss sich um nichts kümmern, und das ist gut, denn Christine kann sich um nichts kümmern. Wie es kommt?
Krissy trinkt zu viel, bei jeder Gelegenheit, sie hangelt sich von Rausch zu Kater zu Rausch.
Und: Krissy trinkt nicht nur reichlich Alkohol, sondern kokst auch gerne.

Krissy ist für mich keine überforderte Mutter, sondern ein Mensch, der mit sich selbst nicht klar kommt und sich in seiner Rolle auch noch gefällt. Ich entdecke in dieser narzisstischen Persönlichkeit keine Frau, die wegen ihrer gesellschaftlichen Rolle als Ehefrau und Mutter leidet, denn diesen Rollen entzieht sie sich consequent, kann sie gar nicht füllen.

Der Roman bewegt sich sprachlich und inhaltlich auf dem allerniedrigsten Niveau der Vormittagssendungen im Privatfernsehen. Roche liebt explizite Sexszenen und –fantasien sowie Peinlichkeiten aller Art. Sie leuchtet Krissy und Marie, dem MÄDCHEN, mit verbalen 1000-Watt-Scheinwerfern zwischen die Beine, so dass hier für Erotik nicht der kleinste Raum bleibt und man nur von Pornografie sprechen kann. Ihre Gewaltfantasien sind pubertär und von den Slasher-Filmen geprägt, die Krissy in ihrer „Überforderung“ anschaut, um dem Muttersein zu entgehen.

Hätte sich Roche dieses Mal für einen männlichen Protagonisten entscheiden, so könnte er für die Hauptrolle in Bret Easton Ellis AMERICAN PSYCHO in Betracht kommen, an den mich das MÄDCHEN FÜR ALLES mehrfach denken ließ.

MÄDCHEN FÜR ALLES ist als Buch so peinlich wie die Selbstbespiegelungen der Protagonistin, die kein bürgerliches Angstklischee auslässt und genüsslich davon berichtet, dass sie nur zuhause auf Toilette gehen mag und darum unterwegs Angst vor Durchfall hat. Ein schriftstellerisches Desaster, das Leser durch sein skandalöses Geschwafel gewinnen will.

Mag Krissy in ihren Ärmeln nach Schweiß schnüffeln, mag sie über ihre Verdauung und über Selbstbefriedigung reden, soviel sie will, mag Roche lesbische Sexszenen unter dem Sezierglas schildern, für mich war dieses mein erster Roman von Roche und ganz bestimmt mein letzter.

(Hatte dieses Buch denn gar nichts Gutes? Doch, ich habe mich in letzter Zeit öfter gefragt, welches Buch wohl am Jahresende als das schlechteste Buch dastehen wird, das ich gelesen habe. Diese Frage ist jetzt eindeutig beantwortet.)
Profile Image for Alexandra .
936 reviews371 followers
March 18, 2016
Szenen einer postnatalen Depression in Jugendsprech
Ich lese sogenannte Skandalbücher gerne erst, wenn sich der Hype und die sich aufschaukelnden positiven wie auch negativen Kommentare etwas gelegt haben, um unaufgeregt und etwas neutraler an die Chose heranzugehen. Deshalb habe ich mir erst jetzt den Aufreger des letzten Jahres von Charlotte Roche vorgenommen und muss feststellen, dass er bei weitem nicht so skandalös, so uninspiriert, so grottenschlecht dumm aber auch nicht so sensationell für mich war, wie von den einzelnen verfeindeten Lagern kolportiert wurde. Doch gleich zu den Details:

Eins vorweg, ich finde das Werk ist tatsächlich ein Frauenbuch und nicht mal eines der allerübelsten Sorte. Die um sich selbst kreisende, unsymphatische Chrissie leidet an einer ausgewachsenen postnatalen Depression und bekommt den Arsch (sorry ich passe mich grad ein bisschen an die Materie an) nicht mehr hoch, gammelt den ganzen Tag herum, schläft viel und komamäßig, um nicht ihre Rolle als Mutter ausfüllen zu müssen. Also der ganz normale Babyblues.

Innovative, witzige und einzigartige Ideen hat sie wirklich, die Frau Roche, das muss ich ihr anerkennend auf die Rechnung schreiben. Da wäre beispielsweise das Handtaschen-Innenlicht, um im Chaos des weiblichen Kulturbeutels endlich mal was zu finden, das die Hauptfigur im Internet geshoppt hat (Mammamia das #willichhaben!!!), die Oma, die ausgerechnet zu jenem Zeitpunkt abgekratzt ist, als Google Earth vorbeikam und deren Leiche jetzt wahrscheinlich ewig im Internet zu sehen ist, bis wieder ein Satellit in dieser gottverlassenen Gegend vorbeikommt, oder auch die finale Erkenntnis, dass die von einigen Frauen irrige typische Aussage „Ich halte den Stress in der Arbeit nicht mehr aus, ich krieg lieber ein Kind“ einen massiven Denkfehler beinhaltet.“ So geht es munter weiter, und das finde ich jetzt nicht gar so dümmlich.

Auch die zum Skandal hochgepushten Gewaltfantasien sind so dramatisch gar nicht. Ich war sehr verwundert, als bis zur Hälfte des Buches diesbezüglich nichts kam. Gewalt wird in diesem Roman nicht exzessiv zelebriert, sondern im Gegenteil nicht sehr häufig, wohldosiert und dramaturgisch pointiert eingesetzt. Wenn wir ehrlich sind, hatte jeder schon mal den kurzen Gedanken, einer Person, die einfach alles besser kann als man selbst, kurz mal einen Rempler über das Stiegengeländer zu geben, genauso wie Chrissie bei ihrem Kinder-und-sonst-noch-Mädchen-für-alles kurz über diese Möglichkeit nachdenkt. Dann gibt es außerdem die eine doch intensivere Gewaltfantasie mit ihren Eltern, die es meiner Meinung nach tatsächlich verdient haben. Die etwas zu drakonische sexuelle und anschließend letale Bestrafung spiegelt exakt das Vergehen, den Sündenfall von Mami und Papi wider, was ich erneut als eine sehr innovative Idee der Autorin erachte.

Die Sexszenen und körperlichen Widerlichkeiten sind bei weitem nicht so grauslich und effektheischeind sinnlos wie in Roches Erstlingsroman “Feuchtgebiete”, sondern nur ein bisschen lesbisch angehaucht und beinahe gar nicht von der Fremdschämfraktion.

Ist das nun von mir eine Lobeshymne auf den Roman? Auf keinen Fall! Das dicke Ende kommt noch! Das skandalöseste an „Mädchen für alles“ ist für mich dessen armselige, dümmliche Sprache und hier kann ich jedem literarischen Verriss nur inbrünstig zustimmen. Im Stile der verbal komplett abgehalfterten Jugendsprech-Generation, die mich schon seit Jahren mit Aussagen wie „kann ich ein Eis“ nervt, wird massiv an Hilfszeitwörtern, Präpositionen, Adverbien, Gliedsätzen und allen anspruchsvolleren Satzkonstruktionen gespart, dass sich dem Freund bzw. der Freundin des gepflegten Deutschs die Zehennägel schmerzhaft aufrollen. Was wollen die Autorin und der Verlag mit dieser Aktion? Ist so eine Spracharmut nun auch Zeitgeist? Zugegeben, ich bin mittlerweile schon so alt, dass ich anscheinend völlig vergessen habe, dass diese minimalistischen jungen Sprachakrobaten bereits zu Fortpflanzung und Mutterschaft fähig sind. Insofern könnte der Roman auch dahingehend funktionieren, dass man die junge Generation zum Lesen bringen will. Für mich ist dieses Gebrabbel aber nur ein Graus!

Auch das Ende hat mir nicht gefallen sehr uninspiriert und abrupt. Fast könnte man meinen, die Autorin hat die Geschichte, die Beziehungen der beteiligten Hauptprotagonisten und die psychologischen Implikationen überhaupt nicht zu Ende gedacht, einfach aus Faulheit den Stift fallen lassen, um mit so ala „juhu es war nur alles nur eine Fantasie“ wenigstens irgendwie so was ähnliches wie eine Pointe zum Abschluss zusammenzuschustern.

Fazit: Ein mittelmäßiges Werk – nicht so schlecht – wenn man über die Sprache hinwegkommen würde, könnte man es fast als gegen besser tendierend bezeichnen. Da es keine halben Sterne hier gibt muss ich exakt bei 2,5 zähneknirschend eine 3 vergeben - fair ist fair :-)
Profile Image for Michael Bohli.
1,107 reviews54 followers
November 30, 2015
Nachdem ich jahrelang nur über Drittpersonen die Welt von Charlotte Roche wahrgenommen habe, wagte ich mich nun an ein Buch von ihr. Konnte ich mit der Lektüre von "Mädchen für alles" meine Vorurteile ablegen?

Nein, denn das Buch ist 240 Seiten langer Schwachsinn in schier unerträglich schlechtem Deutsch. Kein Wunder verkommt die Sprache, wenn solche Schriften zu Bestseller und Hits werden. Roche schreibt über eine Hausfrau ohne Perspektiven, über Alltagsdinge und Lesbenfantasien. Wo da jetzt eine Aussage versteckt sein soll, oder ob sich ein Mehrwert dahinter versteckt wage ich stark zu bezweifeln. Ein Buch mit einer extrem schlechten Geschichte, bei der jeder Satz nach Kalkül stinkt. Solche Bücher sind eine Frechheit und Beleidigung der Intelligenz eines Lesers.
Profile Image for Fatma.
84 reviews34 followers
June 9, 2019
Ich habe selten so ein bescheuertes und sinnloses Buch gelesen, dessen Protagonistin obendrein unglaublich nervig und durchgeknallt war.
Eindimensionale Charakter, keine Story bzw. kein roter Faden und ein Ende, das eigentlich keines war.
Zum Glück habe ich "Mädchen für alles" nicht gekauft, sonst würde ich mich grün und blau des weggeworfenen Geldes wegen ärgern!
Profile Image for Peter.
173 reviews13 followers
November 8, 2015
schlecht. überflüssig. unoriginell. schade ums papier.
Profile Image for Anna.
512 reviews80 followers
June 30, 2017
2.5 gwiazdki, bo naprawdę jakoś nie wiem. Duży plus za bohaterkę i za to, jak bardzo jest odidealizowana. Jej zaburzenia psychiczne, niechęć do męża i dziecka, żal i nienawiść do rodziców, obsesje, uzależnienie od alkoholu i narkotyków - wszystko to (i masa innych rzeczy) sprawiało, że wydawała się stuprocentowo ludzka, prawdziwa, złożona. Antypatyczna, ale jednak ciekawa.

Kłopot w tym, że o ile na początku podobało mi się bardzo (choć podchodziłam do tej powieści z dużym dystansem i niepewnością), to jakoś od połowy zaczęło się coś psuć. Niby wszystko prowadziło do takiego właśnie finiszu i nie mogę powiedzieć, żeby fabuła była prowadzona niekonsekwentnie, ale miałam odczucia podobne, co przy "Cwaniarach" Chutnik. Chciałam, żeby autorka poszła "głębiej", a ona zamiast tego poszła "bardziej" - w tym przypadku w narkotyczne odurzenie, oderwanie od rzeczywistości. Może dzięki temu ochroniło to książkę przed depresyjnością, a to znacznie mniej by do całości pasowało, ale chyba nic nie poradzę na to, że nie bardzo mi to całościowo leżało. Jakoś mimo wszystko było za prosto i jak na poważną historią, i jak na czarną komedię (o ile w ogóle można użyć takiego określenia).
Profile Image for Miss.lilly.
322 reviews14 followers
March 29, 2016
Man muss nicht lesen, was sie schreibt, aber man muss unbedingt lesen, wie sie es schreibt.
Manche Bilder werd ich wohl leider nicht mehr los und das Ende war so abstrus, dass ich meine Haltestelle verpasst hab... aber wie sie es schreibt, dass ist einfach wunderbar.
Profile Image for Anne Sawyer.
485 reviews13 followers
August 22, 2020
"Muss hier körperlich anwesend sein, aber keiner kann mich zwingen, geistig anwesend zu sein."

Was war das? Ich frage mich wirklich, was ich hier gerade gelesen habe.
Es begann so gut. Mit einen herrlich bösen Schreibstil, doch dann wurde alles nur noch abstrus und an manchen Stellen schon recht eklig.
Ich habe wirklich geglaubt, das ich schon relativ abgehärtet bin als passionierter Festaleser, aber für das was die Autorin hier auf die Beine gestellt hat, fehlen mir die Worte ...
Ich kann 2 Sterne vergeben. Das Buch war recht spannend geschrieben, aber ein solider Roman, war es auch nicht.
Ich glaube, das die Autorin mit ihren Büchern schocken will - und das schafft sie auch, aber mir hat in den Roman die Handlung gefehlt. Und die Figuren konnten mich auch nicht begeistern.
An sich kann ich keine Empfehlung aussprechen, höchstens nur an die unter uns, die Charlotte Roches Schreibstil lieben...
Profile Image for Vero.
1,606 reviews9 followers
November 2, 2019
Ich denke, das ist eines der schlechtesten Bücher, die ich je gelesen habe.

Es gibt keinen echten Plot, keine echten Personen, alles ist konstruiert und zwar schlecht. Es gibt ein paar billige Schockeffekte (völlige Gleichgültigkeit gegenüber ihrem Baby, lesbische Sexszenen, Gewaltfantasien, Koks...) und sehr viel schlechtes Deutsch.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand, der keinen Promi-Bonus hat, dafür einen Buchvertrag bekommen hätte.

Am meisten hat mich die Hauptperson, die Ich-Erzählerin, genervt, nicht wegen ihrer Boshaftigkeit, ihrer aufgesetzten Sexualität, ihrer Dummheit oder ihrer absoluten Belanglosigkeit. Sie hat mich genervt, weil sie unfassbar langweilig war und die ganze Zeit ihre inneren Gedanken ergossen hat.

Es war wirklich quälend dieses Buch zu Ende zu lesen - und das obwohl es nur ca 250 Seiten hat.
Profile Image for Vanillleeiskugel.
28 reviews
January 5, 2020
Einfach nur grauenvoll. Weite Teile des Buches sind uninteressant und langweilig, andere wiederum eklig und abstoßend.
Die Hauptperson ist wohl der unsympathischste Charakter, über den ich je lesen musste. Alle anderen Protagonisten dagegen leere Hüllen, die nicht nachvollziehbar handeln und so unrealistische Nebenfiguren bleiben.
Profile Image for book_lover21.
101 reviews8 followers
June 20, 2017
Ehhh ok 🙄 ich hab echt noch nie so ein schlechtes Buch gelesen . Durchgezogen habe ich es auch nur weil ich wissen wollte was die bekloppte so tolles geplant hAt 😆🤔

Naja nicht empfehlenswert , hätte ich mir echt sparen können 😑😑
Profile Image for MaggyGray.
673 reviews31 followers
September 22, 2017
"Feuchtgebiete" und andere Ergüsse (ähem) der Autorin habe ich nicht gelesen (und werde es auch nicht), "Mädchen für alles" habe ich in einer Bücherkiste entdeckt. Ich gebe zu, ich habe von Anfang an nicht recht viel erwartet, weil Charlotte Roche mit ihren Büchern vor allem eins will: Aufmerksamkeit. Und in einer Zeit, in der in der Kunst im Prinzip alles schon mal dagewesen ist und der Durchschnittsmensch schon alles kennt, wird man vor allem durch Ekelreizung Aufmerksamkeit bekommen, und da vor allem, wenn man als Frau diese Themen anpackt.

Genauso ist "Mädchen für alles". Schon klar, die Geschichte an sich ist recht seicht und belanglos, aber trotzdem fand ich Christine, zumindest am Anfang, fast sympathisch. Viele Rezensenten beschreiben sie als absolut ich-bezogene, überforderte Heulsuse, die mit nichts klarkommt, und das mit Alkohol und Drogen retuschiert. Das ist auch so, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass sie einfach nur egoistisch ist, sondern schlicht verzweifelt. Depressiv. Sie ist in einer Situation gefangen, aus der sie alleine nicht mehr rauskommt und benimmt sich entsprechend. Dass sie dadurch natürlich auch die Menschen in ihrer Umgebung vor den Kopf stößt, ist klar. Erfrischend offen teilt die Ich-Erzählerin ihre Gedanken mit, die, wenn wir ehrlich sind, wir uns so oder so ähnlich auch schon gedacht haben. Beim Lesen musste ich ständig daran denken, wie wohl diese Geschichte aufgenommen worden wäre, wäre Christina ein Christian gewesen. Der sich in seiner Ehe eingeengt fühlt, der an nichts mehr Freude hat, alle mit seinem abweisenden Verhalten vor den Kopf stößt, und sich mit Alkohol, Drogen und einer (dann in seinem Fall) homosexuellen Affaire davon ablenkt. Wäre dann das Buch genauso verrissen worden?

Das Mädchen für alles, Marie, ist ein bisschen glass geraten, auch der Schluss ist für mich viel zu abrupt und etwas sinnlos. Und die Sprache? Manches fand ich sehr witzig: das Glas Wasser, das hinunter "gegulpt" wird, oder dass Christine in die Kosmetiktasche von Marie "spinkt". Auch "dass kein Auge trocken bleibt" bei dem Gedanken, wo sich die das Tangaschnürchen so überall hinwindet, fand ich herrlich. Nun ja. Dieses Buch kann man lesen, muss man aber nicht.
Profile Image for Maja.
25 reviews
April 27, 2025
Bad book, shitty and gross main character and horrible writing.

I picked up this book, hoping for some light reading (maybe lesbian action lol).
It's hard to comprehend how utterly bad this book is. Bad written plot and characters, too much details for things that are meaningless, but then not enough explanation for things that could actually clarify some plot points or the protagonist views. And if they do they are, like I said, so over explained that you find yourself skipping a whole page. Doing so you actually skip like half a chapter because many of them only last 4 pages.

The queer relationship (lesbian I guess?) is also so poorly written and overall disgusting.
The main character seems bisexual, but I am not convinced xd. Shes also an awful human being in almost every aspect you could think of, so you never find yourself rooting for her.

If you want to laugh at something that is truly awful then maybe you could spend some of your precious time for this mess? But other than that please consider one of the many good books that exist.
If I ever read a "hihi" in a book about an adult woman again I'm going to explode.
Profile Image for papilionna.
727 reviews25 followers
March 22, 2020
Die erste Hälfte war ja ganz okay, aber danach wurde es mir wirklich zu seltsam...
Profile Image for Janis.
43 reviews1 follower
June 21, 2024
musste das Buch für einen Uni Kurs lesen und hab’s bereut.
Profile Image for Amanita Pills.
5 reviews
June 14, 2025
Hat Charlotte Roche irgendwie ein persönliches Trauma bezüglich der Scheidung ihrer Eltern oder so?
Das ist meine Einzige Erklärung für "Feuchtgebiete" und "Mädchen für alles" LOL
Profile Image for Lobo.
772 reviews101 followers
October 15, 2016
Ta książka była jednocześnie lepsza i gorsza niż się spodziewałam.

Kiedy przeczytałam, że sednem fabuły jest uwiedzenie pomocy domowej przez jej pracodawczynię, spodziewałam się jawnej zabawy stereotypem. Pod pewnymi względami tak było. To pani domu przejawia więcej męskich cech, jest emocjonalnie zdystansowana, nie przepada za obowiązkami domowymi ani opieką nad dzieckiem. Wpisuje się w stereotyp typowego męża klasy średniej, bardziej zajętą sobą niż rodziną. Ale jednak cały wątek relacji seksualnej pomiędzy Christine i jej „dziewczyną do wszystkiego” odbywa się gdzieś poza stereotypem. Jakby autorka wiedziała, że taka klisza istnieje, ale machnęła na nią ręką, robiąc z niej punkt wyjścia, ale nie odniesienia. Chodzi tu o to, kim jest Christine jako osoba (socjopatką), a nie o utarty kulturowy banał, w którym można przedstawić role. Zabawę stereotypami należy zostawić Sarah Waters, bo ona jest na to dostatecznie subtelna. W pisarstwie Roche nie ma nic subtelnego. I pod tym względem powieść była lepsza niż się spodziewałam.

W efekcie zaczęłam nabierać oczekiwań w trakcie lektury. Pierwsza połowa powieści jest bardzo dobra. Zaczęłam mieć dużo sympatii do głównej bohaterki i tego, jak narracja obnażała jej okropne, momentami obleśne, ordynarne zachowania i nawyki. Pierdzenie po kątach, dłubanie w nosie i zjadanie gili, masturbowania się kiedy, jak i czym popadnie, nienawiść do własnego męża i dziecka… To wszystko było bardzo szczere, bardzo ludzkie i bardzo powszechne. Drobne, obmierzłe nawyki, do których się nie przyznajemy i których się wstydzimy. Obgryzanie paznokci. Picie kawy z mlekiem, chociaż już zkawśniało. Olewanie śmierdzącej sterty śmieci albo kociej kupy na podłodze w łazience. Drobne grzeszki, przez które mniej siebie lubimy. Christine się z nimi kryje, ale jest szczera i przyznaje, że takie zachowania istnieją. I macha na nie ręką, jak autorką jak kliszę. Mniejsza z tym. Skupmy się na tym, co istotne, seriale same się nie obejrzą.

Potem następuje zapętlenie narracji i Christine pogrążą się w fantazjach o zabiciu własnych rodziców. To pewnie kolejna wstydliwa rzecz, którą każdy z nas przeżył i do której się nie przyznaje. Czasami może nawet powraca do tej fantazji, zwłaszcza biorąc pod uwagę pasywno-agresywny polski model wychowania. Takie fantazje to rodzaj samoobrony. Ale w pewnym wieku trzeba przestać winić starych i zacząć żyć własnym życiem. Christine tego nie potrafi. Zafiksowuje się na brutalnych obrazach, które w epoce „Piły” już mało szokują. I denerwuje mnie niewypowiedziana, ale obecna korelacja pomiędzy tym, co Christie ogląda – seriale kryminalne – a tym, o czym marzy (torturowanie własnych rodziców), jakby sugerowanie, że odbiór określonych treści prowadzi do określonych zachowań. Wszyscy wiemy, że głęboko naciągana teza. Stąd moja interpretacja bohaterki jako osobowości socjopatycznej. Oczywiste jest tak, że nigdy nie wyjdzie poza sferę fantazji. Chrissie nie ma na to dostatecznie twardych jajników ani poczucia kontroli nad własnym życiem.

Tym niemniej, druga połowa powieści jest o wiele mniej interesująca. Byłam zafascynowała tym, jak obnaża się frustracje kobiety, jej wstręt do macierzyństwa, to wszystko, o czym się zwykle nie mówi. Ale potem to wszystko zniknęło na rzecz czegoś, co współcześnie nawet nie uchodziłoby za tanią sensację. Mimo wszystko, dalej mam zamiar nadrobić twórczość Roche, która przedstawia się jako intrygująca pisarka. „Wilgotne miejsca” są następne na liście do przeczytania.
Profile Image for Meggies Fussnoten.
946 reviews12 followers
December 22, 2015
Christines Leben ist nicht das Gelbe vom Ei. Sie braucht Hilfe und bekommt diese in Form von Marie, die sich um Haushalt und Kind kümmert. Doch Christine merkt nach kurzer Zeit, dass ihr Ehemann sich auch für das Hausmädchen interessiert. Das lässt sie nicht auf sich sitzen und geht in die Offensive. Sie selbst will das Hausmädchen für sich erobern.

Charlotte Roche ist bekannt für Romane wie „Feuchtgebiete“ und „Schoßgebete“, in denen es nicht gerade sehr zimperlich zugeht. Ekelhafte Handlungen und Sex stehen an der Tagesordnung und je deftiger, umso besser.

Diesmal schlägt Charlotte Roche für ihre Verhältnisse eher leichte Töne an. Christine ist eine überforderte Frau. Sie kommt mit Haushalt, Kind und Ehe nicht klar, hat eine heftige Depression und suhlt sich in Selbstmitleid. Ihre Auszeit nimmt sie sich, in dem sie sich auf die Couch legt und einfach schläft oder Fernseh schaut, ohne sich um ihre Umgebung zu kümmern. Dies schließt aber auch ihr Kind mit ein. Wie alt die Kleine ist, wird nicht bekannt gegeben, aber sie kann noch nicht laufen, also wahrscheinlich noch unter einem Jahr.

Die Tatsache, dass sich Christine nicht um ihre Tochter kümmert, hat mir persönlich sehr weh getan. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man sich dermaßen unbeteiligt durch den Tag schlägt und seine Mitmenschen und die Familie vergisst bzw. sich egoistisch verhält.

Weiter konnte ich mit der Erzählweise der Autorin auch nicht ganz warm werden. Meist nichtsaussagende Sätze führen zu einem großen nichtsaussagenden Absatz, was letztendlich zu seinem nichtsaussagenden Buch führt.

Außer mit ekligen Ansätzen, einer weinerlichen Protagonistin, einem Kindermädchen, das zu nichts nein sagt und einem Ehemann, der mir persönlich mehr als leid getan hat, kann das Buch mit sonst nichts aufwarten.

Da ich hoffte, dass am Ende vielleicht doch noch eine Bestätigung kommt, warum man bei dieser Geschichte durchhalten soll, wurde ich dann mal wieder eines Besseren belehrt. Der „Showdown“ hat mir persönlich gezeigt, das Einfallslosigkeit dazu führt, sich so dermaßen zu verzetteln, dass man am Ende gar nicht mehr weiß, wo hinten und wo vorne ist.

Für mich das mit Abstand schlechteste Buch des Jahres 2015.

Fazit:
Der Beweis, dass ich von Charlotte Roche kein Buch mehr anfassen werde.
Profile Image for Jane.
276 reviews73 followers
November 26, 2015
Eigentlich habe ich dieses Buch nur aus "Solidarität" gelesen, weil ich schon ihre beiden anderen Werke gelesen habe und im Vergleich zu meinen Freunden gar nicht so schrecklich fand.
Zu diesem Buch muss ich allerdings sagen, dass es eindeutig ihr schlechtestes Werk ist, zumindest meiner Meinung nach. Dieses Buch hat weder Sinn, noch Struktur oder gar Spannung. Die Charas sind eintönig, es hat keinen wirklichen roten Faden. Die Protagonistin wirkt ziemlich selbstverliebt und egoistisch. Das Buch war jetzt nicht durchgehend schlecht, manchmal war es leicht unterhaltsam. Den Anfang fand ich auch ganz nett. Aber dann zum Ende hin wurde alles immer bizarrer. Und das Ende selbst machte für mich keinerlei Sinn oder ich hab den Sinn nicht verstanden. Würde dem Buch eigentlich zwei Sterne geben, aber da ich dem Vorgänger "Schoßgebete" schon 2 Sterne gab und das Buch besser war als dieses hier, bleibt nur noch ein Stern übrig.
Profile Image for Clive La pensee.
20 reviews
November 1, 2016
This is the horror book of the decade. A woman dares to say things she feels, unacceptable things, in a society filled with people drilled to live behind a mask of pretence. Aussen hui, innen pfui is our modern method. Cover it up.
Yet so many people are disappointed by the things they have worked their lives for - spouse, child, job etc. You can't talk about it, but you can search for the source of unhappiness.
Maria is an irrelevancy. Chapter 17 and the screwed-up childhood are the key. Take your headphones out and listen to what your children have to say. They may become novelists.
Profile Image for Magda Beret.
305 reviews1 follower
August 8, 2025
Plusem jest sprawny język powieści oraz główna bohaterka, ciekawa w swej podłości, samolubności i niedojrzałości. Minusem, że autorka chyba nie wie, do czego ma zmierzać ta historia, która finalnie skręca w zwykłe porno i mordercze fantazje. Potencjał na niewygodną opowieść o sfrustrowanej matce i żonie pozostaje niewykorzystany.
Profile Image for ReadLikeAWoman.
205 reviews
November 13, 2025
Mädchen für alles von Charlotte Roche

Dieses Buch hat mich auf eine sehr besondere Art gepackt, weil es so ungeschönt zeigt, wie Überforderung in der Mutterschaft aussehen kann und wie subtil sich emotionale Abgründe in den Alltag schleichen. Im Zentrum steht Christine, die nach außen ein perfektes Familienleben führt, aber innerlich zunehmend das Gefühl hat, sich selbst zu verlieren. Ihr Alltag ist geprägt von Care-Arbeit, ständiger Präsenz und dem Versuch, allen gesellschaftlichen Erwartungen an eine „perfekte Mutter“ zu entsprechen und genau an diesem Druck beginnt sie langsam zu zerbrechen.

Was das Buch so beklemmend macht: Christine entfremdet sich immer stärker von ihrem Kind und ihrem Ehemann. Je mehr sie den Bezug zu sich selbst verliert, desto weniger findet sie Zugang zu ihrer Familie. Stattdessen fixiert sie sich emotional und körperlich immer mehr auf Marie, das neue Kindermädchen. Diese obsessive Nähe wirkt gleichzeitig verstörend, traurig und unglaublich menschlich, weil sie so klar zeigt, wie tief die Einsamkeit sitzt, aus der sie heraus agiert.

Toben, trinken, funktionieren - das sind die Muster, in die sie immer wieder zurückfällt. Alkohol spielt eine deutlich erkennbare Rolle, ebenso der verzweifelte Wunsch, den gesellschaftlichen Normen zu entsprechen und nicht aufzufallen. Das Buch arbeitet stark mit diesem unterschwelligen Druck und zeigt ihn durch viele kleine Momente, die sich wie im Hintergrund zusammenziehen und Christine in eine gefährliche Schieflage bringen.

Besonders wichtig zu erwähnen: Mädchen für alles kommt komplett ohne Triggerwarnungen, obwohl sie meiner Meinung nach absolut notwendig gewesen wären. Hier werden sehr viele schwierige Themen äußerst detailliert beschrieben: psychische Instabilität, Selbstverlust, Alkoholmissbrauch, obsessive Fixierungen und sehr explizite sexuelle Szenen. Die Sprache ist mitunter derb, provokant und schonungslos, was die Intensität verstärkt, aber auch überfordern kann.

Trotz kleiner Längen und einiger überzeichneter Passagen fand ich die psychologische Genauigkeit beeindruckend. Christine bewegt sich ständig zwischen Sehnsucht, Orientierungslosigkeit, Selbsthass und einem tiefen Bedürfnis nach Nähe. Das macht das Buch so eindringlich und emotional schwer aber auch literarisch spannend.

Unterm Strich ist Mädchen für alles ein kompromissloser, bewegender Roman über Mutterschaft, Überforderung und das langsame Gleiten in eine emotionale Abhängigkeit, die sich wie ein Abgrund anfühlt. Kein Wohlfühlbuch, sondern eines, das fordert, provoziert und zum Nachdenken anregt.

★★★★☆ (4 von 5 Sternen)
Profile Image for Markus Eggert.
94 reviews2 followers
September 21, 2019
Mädchen für alles, ich muss gestehen bei diesem Roman hatte ich am Anfang so meine Probleme.
Charlotte Roche hat doch eine relativ grobe Art Dinge zu beschreiben. Auch was das zwischenmenschliche betrifft. Egal ob dies nun Christines eigene Familie ist oder ob es nun ihr Mann oder sogar Ihr Kind ist, alles - so kommt es einem vor - ist ihr zuviel.
Sie ist einfach mit allem überfordert. Sie möchte liebend gerne ihre Serien sehen oder einfach nur im Bett liegen. Doch dann kommt Marie ins Haus. Marie soll Christine im Haushalt unterstützen. Marie steckt Christine auch ein wenig mit Ihrer Lebensfreude an, es macht auf einmal Spaß morgens wieder aufzustehen und sich schön zu machen oder zu kochen etc.
Man könnte fast meinen, Christine hat sich in Marie ein wenig verliebt. Und irgendwie gewinnt dadurch das Buch auch an Fahrt.
Wie gesagt, ich hatte am Anfang ein wenig Probleme mit diesem Buch, mit dem Schreibstil von Charlotte Roche. Aber je mehr man sich mit diesem Buch befasst, desto mehr denkt man über dieses Buch auch nach. Es war für mich nicht unbedingt ein Roman, den ich schnell lesen konnte, aber es ist ein Roman, der einem auf eine unbestimmte, nicht zu beschreibende Art und Weise, auch noch Tage später beschäftigt. Das liegt vielleicht auch einfach daran, dass man Christine immer besser versteht, warum sie so über ihre Ehe denkt, oder auch über ihr Kind und ihre Eltern.
Für mich war dieser Roman nach den ersten 50 Seiten, ein Roman, der mich auf der einen Seite abgestoßen hat, aber auch in einer besonderen Art und Weise angezogen hat. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass jeder von uns einen Teil Christine in sich hat, mit ihren Ängsten und Nöten.
Wahrscheinlich auch deswegen habe ich mir mit dem Schreiben der Rezension noch ein wenig Zeit gelassen. Dieses Buch wirkt durch das Ende noch ein wenig nach und ich finde gerade so etwas ist es doch, was einen Roman dann doch noch interessant macht, wenn man sich dabei erwischt über bestimmte Dinge doch noch ein wenig nachzudenken.
Vielleicht sollte man einfach mal in die Stadt gehen und ein wenig in diesem Buch blättern und lesen. Aber macht es nicht so wie manche Menschen und lest erst das Ende, sondern lasst euch von Frau Roche führen, um das Ende einfach besser verstehen zu können.

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December 15, 2022
Dieses Buch ist kein Thriller.

Es ist viel mehr ein andauernder Gedankenstrom oder besser Shitstorm der Protagonistin. Die Frau ist vollkommen unbrauchbar und ihr Mann tut mir leid.

Wahrscheinlich war die Geschichte eine Art Versuch, einen inneren Konflikt dazustellen, weil die Frau aufgrund ihrer verkorksten Kindheit jetzt unfähig ist ihr eigenes Kind zu lieben, aber daran scheitert sie unheimlich.

Die Protagonist ist dumm, faul und will - nur weil sie denkt ihr Mann könnte schwul sein (ganz ehrlich, ich hoffe, er brennt mit dem Kollegen durch) - ihre Studentenbabysitterin verführen. Oh ja und weil sie ein Scheidungskind ist, fantasiert sie gern darüber, ihre Eltern umzubringen

Marie, das Mädchen für alles, ist auch ziemlich komisch. Ich fände es extrem gruselig, wenn meine Babysitterinchefin erstens jeden Tag Zuhause herumliegen und mich bei der Arbeit beobachten würde und zweitens mich zu irgendwelchen Aktionen wie Einkaufen, Fitness oder Urlaub in Spanien einladen würde. Marie jedoch findet das alles vollkommen normal und scheint auf die Lady abzufahren. Sie bleibt die ganze Zeit flacher als 2D (so wie alle anderen Charaktere auch, außer der Protagonistin, aber da Marie sowas wie ein zweiter Hauptcharakter ist, ist das sehr unbefriedigend)

Das Buch umfasst knapp 230 Seiten und das ist wohl der einzige Grund, warum ich es zu Ende gelesen habe. Es war schnell vorbei. Jedoch passiert so gut wie nichts und es endet wie das vierte Twilight Buch. Eine Seitenlange Mordphantasie (über ihre Eltern) und dann ups war doch nur in ihrer Vorstellung. Ich war ziemlich enttäuscht von diesem Buch. Nur weil ich über eklige Sachen schreibe, macht das noch lange keine gute Geschichte. (Spoilerwahrnung: Es gibt einen Grund, warum man nie über Dinge wie Toilettengänge, Perioden oder ähnliches im Detail ließt. Es ist unnötig und interessiert niemanden)

All das zur Seite. Ich finde aus dem Buch hätte man mehr machen können. Zum Beispiel hatte ich das Gefühl, dass die Interessanten Sachen mit dem Ende erst anfangen (so froh ich bin, dass es so kurz war). Was wenn sie ihre Eltern in einem Rausch blinder Wut und Kokain tatsächlich ermordet hätte? Wie sieht es aus, wenn sie herausfindet, dass das auch keine Lösung für ihr zerbrochenes Inneres war? Gewissensbisse, vielleicht Reue oder einfach versuchen zu vertuschen und vor der Polizei fliehen? Oder was, wenn die Ehe tatsächlich Horror gewesen wäre (Jörg war ein normaler Ehemann), wie man es eigentlich vom Klappentext erwartet? Etwas über Missbrauch, das Gefühl in seinem eigenen Haus gefangen zu sein und die Babysitterin als Schlüssel nach draußen betrachten.

Die Geschichte hätte viele Wege ausprobieren können, aber sie entschied sich einfach auf der Stelle zu bleiben und so entwickelt sich nichts bis zum Ende.

Vielleicht ist das Buch eher etwas für Leute, die nachmittags RTL schauen. Zumindest hat mich der Schreibstil an das erinnert.

Ich bin froh, dass es vorbei ist. Ich hoffe, ich kann alles schnell wieder vergessen. Und: Ich werde garantiert nie wieder ein Buch der Autorin lesen.

Das Cover sieht aber ziemlich gut aus.

P.S. Wer allgemein Interesse an dieser Art von Geschichte hat, ich würde "Die Häupter meiner Lieben" von Ingrid Noll empfehlen. Es ist nicht perfekt, aber definitiv besser als das. (Und es stirbt tatsächlich jemand.)
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Profile Image for spacehawk.pdf.
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November 19, 2017
Ab ca der Hälfte bemerkt man langsam eine Storyline, mehr oder weniger. Christine ist schwer depressiv, die schläft die meiste Zeit, trinkt Alkohol und konsumiert Drogen. Als ihr Mann ein Mädchen für alles einstellt ist sie ihr Hauptziel. Sie will sie erobern, für sich beschlagnahmen. Sie will von Marie alles haben, was sie von ihrem Mann nicht mehr bekommt. Die Übertreibungen im laufe des Buches sowie die Wortwahl sind typisch für Charlotte Roche und man sollte daher nicht allzu viele Erwartungen stellen. Es ist einfach und schlicht gehalten, genau so sollte es auch sein. An das Buch "Feuchtgebiete" kommt es allein von der Aussage nicht ran. Allerdings spricht sie wieder Gedanken an, die sonst andere verheimlichen. Ich hätte mir nur mehr davon gewünscht als ein Buch, welches essenziell kein Ende hat sondern eher genau dann aufhört, wenn es besser wird.
Profile Image for Riekereads.
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October 19, 2018
Das war ja mal wierd. Eine Frau interessiert sich nicht für Kind und Mann; kann die beiden nicht besonders gut leiden.
Sie arbeitet auch nicht oder hilft im Haushalt, gibt aber gerne Geld aus. Dieses Geld verwendet sie für Koks und eine seltsame Frau, die schön und unterwürfig ist. Die Geschichte dümpelt dahin. Dann will die Protagonistin plötzlich ihre Eltern umbringen und stellt sich das ganze in brutalen Details vor. Völlig aus dem Nichts, ziemlich übertrieben und sinnlos. Das ganze endet abrupt ohne Auflösung irgendwelcher Konflikte und ohne Weiterentwicklung der Protagonistin. Vielleicht hat Charlotte Roche hier ein neues Genre erfunden: Den Nicht-Entwicklungsroman.
Warum 2 Punkte? Weil die Protagonistin wenigstens nicht diese Standart dumme Trulla ist, wie sie in 9/10 Romanen vorkommt.
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Profile Image for Fata Morgana.
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May 29, 2020
Definitiv das schlechteste der drei Bücher von Charlotte Roche. Parallelen gibt es zwischen allen dreien, man könnte denken, es fällt ihr nichts neues mehr ein oder sie verarbeitet in allen dreien eigene Erlebnisse. Am besten fand ich noch "Schoßgebete".
Profile Image for Brynawel.
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February 1, 2019
Einsame, egozentrische, depressive Hausfrau sucht den Kick.
Profile Image for Yasmine.
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February 26, 2020
Die ersten beiden Bücher haben mir mehr gefallen. Nicht so einfach Chrissi's Gedanken Zick Zack immer zu folgen.
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